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Da meine beiden Katzen letztes Jahr recht hoch betagt von mir gegangen sind, trage ich mich mit der Idee, wieder ein neues Kätzchen anzuschaffen. Seit einiger Zeit durchforste ich Kleinanzeigen, Aushänge und Tierheime.

Das Angebot ist gering bis nicht vorhanden. Im ersten Moment hielt ich das für ein gutes Zeichen, schließlich wurden oft genug unerwünschte Katzenkinder brutal getötet oder ausgesetzt. Doch dann fiel mir auf, dass an den Pinnwänden immer mehr und mehr Vermisstenanzeigen standen.

Schließlich erfuhr ich von einem Tierheim und bei meiner Tierärztin, das es da seltsame Zusammenhänge mit dem Tierverschwinden und einer gleichzeitigen Altkleidersammlung (die, wo man die Körbe vor die Tür bekommt) gibt. Alle Beobachtungen deuten darauf hin, dass es unter diesen Kleidersammlern schwarze Schafe gibt, die keines Wegs wegen der Textilien kommen. Da man freundlicher Weise die Körbe ja bis zur Haustür bekommt und die dann nach einiger Zeit wieder abgeholt werden, kann ein Fremder sich unverdächtig auf unseren Grundstücken bewegen. Und wenn da was Lebendes im Kleidersack landet, merkt man das auch nicht unbedingt.

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Katzen mit Freigang sind besonders gefährdet

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Was können wir tun?

  • bei der nächsten Sammlung die Kontaktdaten überprüfen. Gibt es diese Firma wirklich ?
  • besonders wachsam sein, wenn wieder eine Sammlung ansteht.
  • Notfalls unsere Stubentiger für den Tag mal im Hause lassen (mit Kratzbaum!)
  • und nochmal: wachsam sein! Es geschieht scheinbar vor unseren Augen. Notfalls auch mal die Autonummer aufschreiben.

Natürlich ist nicht jeder Kleidersammler verdächtig. Ich prüfe auch immer zuerst, was mit den Kleidern gemacht wird. Sehr oft schmeißen kommerzielle Sammler gleich alles in den Reißwolf und lassen die Fasern verarbeiten und man hat vielleicht so manches gute Stück weggeben, in dem Glauben, irgendeinem armen Menschen eine Freude zu machen.

Nicht jeder Rotkreuz-Sack wird vom roten Kreuz hingestellt. Ich habe es auch erlebt, das diese Säcke gern geklaut und von kommerziellen Sammlern hingestellt werden.

Wer sicher gehen will, wendet sich gleich an die bekannten großen Vereine. Dort erfährt  man auch, was mit der Kleiderspende geschieht.

Aber mir ging es hier in erster Linie um die, die sich im Schein einer wohltätigen Handlung an unseren Haustieren vergreifen. Bleibt wachsam!

… jedenfalls wenn sich die Frühjahrskräuter noch nicht so wirklich blicken lassen. Was schon da ist und sich freudig für unsere Sinne zur Verfügung stellt, hab ich euch hier beschrieben:

http://whisperingweeds.me

Allem, was noch nicht ins neue Jahr lugt, müssen wir da vielleicht ein wenig entgegenkommen. Ich denke da an Wurzeln…

Pflanzen verlieren ihre Nährstoffe nicht einfach, sondern sie befinden sich, je nach Jahreszeit, in anderen Pflanzenteilen. Im Winter nun mal gern in Rinde, Knospe und Wurzel. Über die Knospen, die ich euch wirklich sehr ans Herz lege (man kann danach morgens Bäume pflücken), hab ich letztes Jahr schon geschrieben:

http://whisperingweeds.me/2013/04/15/fit-und-vital-mit-der-knospenkur/

aber auch die Knospentinkturen sind äußerst wertvoll und nicht zu verachten, die findet ihr in der sog. „Gemmotherapie“. Meine Ausführungen dazu könnt ihr hier noch einmal nachlesen:

(http://earthwitch.wordpress.com/2011/04/07/schnell-noch-zugreifen-die-knospenapotheke/)

inzwischen hat sich auch schon eine Mitleserin als Bezugsquelle angeboten, denn das Herstellen ist nicht jedermanns Sache.

Wer sich ernsthaft mit der echten Gemmotherapie auseinandersetzen will, dem bleibt ein intensiveres Studium nicht erspart. Die Erfolge sind allerdings auch beeindruckend.

Doch zurück zu unseren Wurzeln (im allerwahrsten Hexenwortsinne ;-) ).

Ich muss da ein wenig aufpassen, ob ich das Thema nicht auch schon gebloggt habe, aber ich glaub, es ist (von mir) relativ unberührt.

Wahrscheinlich könnt ihr nicht jede Wurzel selbst sammeln. Das ist meist nicht tragisch, da kann man vielerorts noch den Apotheker fragen. Ich sag das mit einem weinenden Auge, denn in meinem Ort werden die Kräutlein allmählich aus den Regalen genommen. Es rentiert sich einfach nicht für die kleinen Apotheken, weil immer mehr Menschen an unsere Pharma glauben und immer weniger sich (ernsthaft) mit Heilkräutern oder Volksheilkunde auseinandersetzen und die Verantwortung für ihre Gesundheit schlicht an Halbgötter in weiß abgeben.

Ich will hier nicht gegen Arzt und Apotheker argumentieren, bei Leibe nicht. Aber im Vorfeld einer schweren Erkrankung, bei Begleitung einer ärztlichen Therapie oder in der Vorsorge können wir selbst viel tun. Und gerade das versuchen bestimmte Kreise uns auszureden. Lasst die Ärzte das machen, was sie studiert haben: Uns dort helfen, wo wir nicht weiterkommen. Letztendlich halte ich es sowieso für gesünder, die Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen, dann kommen wir weg von dem: „wenn ich trotz Rauchen, Trinken und Völlerei nicht gesund werde, hat mir der Arzt die falschen Pillen gegeben…“

Nun, die Aussage hab ich ein bisschen modifiziert… aber im Prinzip höre ich den Inhalt Tag für Tag. „Ich mach doch schon alles, was der Arzt sagt… aber eine kleine Freude (Rauchen, Trinken, Futtern – vor allem das Falsche) braucht der Mensch doch…, vielleicht benötige ich andere Medikamente.“

Diesen Menschen hilft leider weder Arzt noch Heilpraktiker, da kann nur noch das Schicksal durch böse, aber hoffentlich heilsame Schläge zu einer Kehrtwende führen.

So genug davon. Ich will hier nicht dauernd den Zeigefinger heben. Unsere Kräuter sollen doch auch Spaß machen. Da verbinde ich am Liebsten das Kulinarische mit dem Heilsamen (ja, Gesundheit kann schmecken! Siehe oben. Ein paar Rezepte mit Frühlingskräutern findet ihr auf www.whisperingweeds.me).

Wer also selbst sammelt, sollte Folgendes beachten:

  • klärt ab, wann eure Wurzel am heilkräftigsten ist (beim Löwenzahn gibt’s da schon einen deutlichen Unterschied zwischen Herbst- und Frühjahrswurzel).

  • In der Regel werden Wurzeln bei feuchter Erde (logisch – buddel mal aus knarztrockener) und bei abnehmendem Mond geerntet. Wer es hexenperfekt machen will, erntet vor Sonnenaufgang. Im Winter noch recht leicht machbar…

  • Wer mit einem Spaten erntet, sticht meist etwas von der Wurzel ab, so dass die Pflanze nachwachsen kann. Der typische Unkrautstecher macht die Ernte ertragreicher und es gibt dickere Wurzeln, aber meist entfernen wir die Pflanze gänzlich vom Standort. Das sollte man nur tun, wenn dort genug Exemplare stehen. Knoblauchsraukenwurzel, die zur Zeit noch das herrliche Meerretticharoma hat, lässt sich so leicht ernten.

  • Wenn ihr die Wurzeln aufheben wollt, müssen die gut durchgetrocknet werden. Am Besten Ofen oder Heizung mit zur Hilfe nehmen und bei 40 – 60 Grad trocknen. Die Wurzeln sollten beim Brechen knacken.

  • Wer gleich Tinkturen oder Öle ansetzen will, sollte die Wurzeln auch leicht antrocknen lassen, damit der Wassergehalt (vor allem beim Ölansatz) etwas sinkt.

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Wurz ist nicht immer gleich Wurzel…

Ihr findet sicherlich in so manchem Kräuterbuch auch Kräutlein, die auf „wurz“ enden. Damit ist nicht immer eine Wurzel gemeint, jedenfalls nicht die pflanzeneigene. Die Volksheilkunde will damit meist ausdrücken, dass die Pflanze direkt an die „Wurzel des Übels“ geht. Schön oder? Eine ursachenorientierte und nicht symptomorientierte Heilweise…

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Wer, was, wo?

Ich glaube, das sind drei von fünf journalistischen Grundsätzen, die bei Artikeln beachtet werden. Aber auch beim Kräutersammeln ist das wichtig. Daher diese kleine Übersicht:

Wurzel

Standort

Wirkung

Angelika

Auen, Feuchtgebiete, Wälder

Verdauungssystem

Baldrian

Bäche, Seen

 Nerven

Brennnessel

Äcker, Ödland, Wegränder

 Prostata

Beinwell

Bäche, Seen, Sümpfe

 Gewebe

Bibernelle

Magerwiesen

 Entzündungen, Husten

Blutwurz

Magerwiesen

 Entzündungen, Infektionen

Kalmus

Bäche, Seen

 Verdauungssystem

Löwenzahn

Fettwiesen

 Verdauungssystem (Nieren, Galle)

Meerrettich

Ödland, Schuttplätze, Gärten

 Entzündungen, Infekte

Möhre

Gärten

 Arteriosklerose, Entzündungen, Würmer

Petersilie

Gärten

 Steinleiden, Bluthochdruck

Quecke

Äcker, Ödland

 Fusspilz, Hauterkrankungen, Haarwuchs

Topinambur

Gärten, auch Waldlichtungen

 Blutarmut, Diabetes, Übergewicht

Wenn Sammeln oder Apothekenbesuch nicht erfolgreich sind:

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Geh´n dir mal die Kräuter aus,

Kräuterschulte schickt ins Haus.

http://www.kraeuterschulte.de

Ein bestens sortierter Kräuterhandel, der auch kleine Mengen verschickt.

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Angelika (Angelica archangelica)

Nomen est omen, kann ich hier nur sagen. Wenn unsere Vorvorderen eine „Erzengelwurz“ hatten, sieht man schon mal, was ihr zugetraut wurde. Da kann sich die Kommission „E“ ruhig die Zähne dran ausbeißen.

In Skandiavien war die Angelika aus der Volksmedizin nicht wegzudenken. Wobei wir auch gleich bei einem Phänomen sind: Es gibt Forschungen zu dieser Pflanze, die belegen, dass nördlich geerntete Sorten scheinbar recht potent gegen Krebszellen sind (es wurden ätherische Öle getestet – wer mehr wissen will, schaut hier: http://blog.aromapraxis.de/2010/01/13/atherische-ole-gegen-tumore/ ),

während die in südlicheren Regionen wachsenden Exemplare andere Eigenschaften aufweisen.

Die getrocknete Wurzel wurde auch als Amulett gegen Hexerei getragen. Auch wenn heute viele nicht mehr an so etwas glauben: Wurzeln um den Hals sind durchaus auch eine Heilmethode (Siehe weiter unten beim Meerrettich).

Die Angelika hat sicherlich noch mehr positive Wirkungen, als nur auf den Vertrauungstrakt allein. Wer sich mit ihr einmal näher befassen möchte, kann z. B. die Samen räuchern. Trotz des großen Engagements einzelner Wissenschaftler (wie oben in dem Link), wird es sicher noch einige Zeit brauchen, bis sich die Erkenntnisse über unseren pflanzlichen Erzengel gegen den derzeitigen offiziellen Stand der medizinischen Empfehlungen durchgesetzt haben.

Das ätherische Öl (Samen und auch Wurzel), oder auch die Räucherungen werden als Schutz und gegen Ängste eingesetzt.

Wer selber sammelt, sollte die Pflanze gut kennen, oder im Garten anbauen.

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Baldrian

Auch eine Wurzel, die gern um den Hals getragen wurde. Dabei hatte man allerdings oft mehr die Anziehung des männlichen Geschlechts, als den Schutz im Hinterköpfchen. Ich kanns mir ob des Geruches nicht so recht vorstellen, aber andererseits, wenn ich an die edlen, heute teilweise nicht mehr erhältlichen, Zutaten der Parfümerien denke… Da wurden Ausscheidungen aller Art verarbeitet.

Der Baldrian beruhigt, macht aber nicht schläfrig. Daher eignet er sich hervorragend gegen Prüfungsängste.

Optimaler Weise ernten wir die Wurzel im Frühherbst, vornehmlich von älteren Pflanzen um einer hohen Wirkstoffdichte gewiss zu sein.

Für die Kopfarbeiter unter euch: Die Inhaltsstoffe der Wurzel wirken positiv auf den Neurotransmitter GABA. Ein Mangel dieses Stöffchens lässt Stress, Angst und Nervosität wachsen. Der Baldrian verringert den GABA-Abbau und lässt uns damit Erregung und Angst besser kontrollieren.

Für Herzarbeiter und Hexchen: Die Wirkstoffe der Wurzel drängen die Beta-(Hirn-)wellen zurück. Wir kommen in die langsam schwingenden Delta- und Theta-Wellen. Das sind Hirnfrequenzbereiche die wir in entspannten Zuständen (Meditation, Schlaf) erreichen. Diese Frequenzbereiche werden von echten Hexen und echten Mentalisten (ich meine jetzt nicht diese Fernsehshow-Artisten, sondern Menschen, die ihren Geist trainieren um mehr im Leben zu erreichen) angestrebt und klassisch durch Meditation oder Ritual erlangt. Auf dieser Ebene lassen sich Dinge verwirklichen.

Baldrian ermöglicht jedes Werk, das der Abwehr böser Kräfte dient.“

(Brooke 1992)

vergesst nicht: ihr seid auf einer Hexenseite ;-)

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Anwendungen:

1 El Baldrianwurzeln mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 10 Min. abgedeckt ziehen lassen. 2 bis 3 Tassen pro Tag in schweren Zeiten, oder nach Bedarf eine Tasse vor dem „aufregenden“ Ereignis.

Für guten Schlaf gebt ihr 2 El der Wurzel ins eingelaufene Badewasser und badet maximal 10 Minuten. Hier dominiert (anders als beim Tee) die einschlaffördernde Wirkung der ätherischen Öle.

Der Baldrian wurde früher hauptsächlich bei Magenbeschwerden angewendet. Erst in neuerer Zeit hat man die beruhigende Wirkung entdeckt, die man bis heute im Detail noch nicht genau erklären kann. Er gehört somit zu den wenigen Pflanzen die trotz nicht vorhandener Beweisstudie als Heilmittel anerkannt sind.

Mehr über den Baldrian und vor allem über die leckeren Blüten hab ich hier geschrieben:

http://earthwitch.wordpress.com/2010/06/10/baldrian-ja-ich-grill/

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Der Beinwell

Neulich hab ich in einem der neu erschienen Kräuterbücher gelesen, „Beinwell“ käme von “Bein”, also unseren Laufwerkzeugen und „well“ heißt gut. Die Bedeutung von Beinwell wäre somit „Gut für das Bein…“ autsch…

Mannomann… ich hatte erst überlegt, das Büchlein hier mit einer entsprechenden Warnung vorzustellen. Ich habe große Probleme mit einigen dieser Neuerscheinungen, die ihr Wissen wohl aus eigener Interpretiation, Google und Wikipedia beziehen.

Nichts gegen Google und Wikipedia. Aber wenn ich ein Buch schreiben will, dann sollte ich doch etwas Erfahrung aus EIGENER Hand mitbringen, kombiniert mit Recherche und voilà… nun ja… die Zeit wird das schon regeln.

Sinngemäß ist die obige Interpretation gar nicht so falsch, aber die wörtliche Ableitung ist schlicht Käse. Mit „Bein“ ist in diesem Fall „Knochen“ gemeint. Bein war und ist ein deutscher Begriff dafür (Wadenbein, Schienbein, Mondbein… Falzbein).

Und das „well“ haben wir nicht aus dem Englischen geklaut und „gut“ damit gemeint, es ist eher im Begriff von „wallen“ – zusammenwachsen – zu sehen. Der lateinische Name „Symphytum“ bestätigt das noch einmal. Er kommt aus dem griechischen „symphyo“ (ich lasse zusammenwachsen).

Also „gut fürs Bein“ ist irgendwie auch richtig… aber trotzdem.

Damit haben wir die größten Heileigenschaften des Beinwell schon umrissen. Er lässt zusammenwachsen, was zusammenwachsen will. Wenn man Wolf-Dieter Storl glauben schenken mag, sogar richtig und nicht irgendwie schief (was Knochenbrüche angeht). Vorstellen kann ich mir das, ob ich mich im ernsten (Bruch-)Fall darauf verließe, weiß ich noch nicht.

Das Wunder-Gewebe-Wuchsmittel im Beinwell ist Allantoin. Das hat soviel Kraft, das wir bei tiefen Wunden eher vorsichtig sein müssen, sonst sind sie oben schon zugewachsen, bevor sie von unten nachkommen.

Ich sag deutlich „Gewebe“ und nicht Knochen. Die Heilkraft beschränkt sich nämlich nicht nur auf unsere „festen“ Bestandteile. Auch in Cremes (Schuppenflechte) macht sich der Beinwell wunderbar. Seine Schleimstoffe kühlen, beruhigen Entzündungen (z. B. auch im Darm) und heilen Schleimhäute, machen die Verarbeitung aber ein bisschen schwierig, vor allem, wenn man einen Ölauszug machen möchte.

Unsere Obrigkeiten warnen immer wieder vor dem innerlichen Gebrauch von Beinwell und beschränken den äußerlichen auf maximal 6 Wochen im Jahr. Dabei wurde Beinwell über Jahrhunderte als gesundes Gemüse geschätzt. In Europa ist definitiv kein Fall bekannt, wo es durch pyrrolizidinalkaloid-haltige Pflanzen (das ist der geächtete Wirkstoff) zu irgendeiner Schädigung kam. Wer sich mal durchs Netz googelt, wird vom Strom der Diskussionen hierüber förmlich mitgerissen. Und Kräuterleute wie ich machen sich gar strafbar, zumindest aber äußerst unbeliebt, wenn sie dagegen reden. Darum kommt hier ein Zitat von Dr. Zittlau (und nicht von mir), dass ihr lesen könnt, während ich hingebungsvoll meinen Beinwell-Frischkäse-Bratling verzehre.

Weder innerliche noch äußerliche Anwendungen von Beinwell bergen das Risiko von Nebenwirkungen, auch wenn sie über längere Zeit durchgeführt werden. Die Krebswarnungen einiger Ärzte und Chemiker entbehren einer wissenschaftlichen Grundlage.“

Meine eigenen Erfahrungen mit Beinwell sind äußerst positiv. Ich habe ihn daher auch im Garten. Sobald es irgendwo zwackt und krampft, werden Notfalls sofort ein paar Blätter gehackt und aufgelegt. Einzig meinem Enterich, der sich einen Zeh gebrochen hatte, konnte ich damit nicht beikommen. Auf Anraten einer Heilpraktiker-Freundin gab ich ihm Beinwell homöopathisch. Ja, was soll ich sagen, der Erpelfuß ist wie neu.

Aktuell habe ich sogar noch einen schwierigeren Fall: Mein Vater, hochbetagt, hat ein dickes Bein bekommen. Der Arzt erklärte hierzu, dass wohl ein Gefäß im Gelenk geplatzt sei. Normaler Weise würden die Ärzte das punktieren und Schmerz und Schwellung wären dann fort. Bei meinem Vater ist das leider nicht möglich, da er Marcumar, einen Blutverdünner, nehmen muss. Wenn überhaupt, müsste er damit ins Krankenhaus. Also aushalten und der Natur ihren Lauf lassen. Ich fragte den Arzt, ob ich blutauflösende Mittel gegen die Erguss verwenden dürfe. Er sagte, äußerlich angewendet wäre das gar kein Problem.

Also kam, frei nach Eliane Zimmermann, etwas Immortellenöl zum Einsatz. Das war hier aber wohl nicht so gut. Der Bluterguß löste sich zwar auf, verschwand aber nicht, sondern umkreist jetzt das gesamte Bein als große Fläche. Der Arzt meinte, das wäre halt bei der Anwendung von Marcumar so, da könne man nichts machen.

Also nahmen wir Beinwell. Ich habe letztes Jahr welchen geerntet und zwar mitten im Sommer. Da ist der Wirkstoff nicht mehr überwiegend in der Wurzel, also nahm ich die ganze Pflanze. Weil ich nicht wirklich eine Idee zur Konservierung hatte (und Ölansatz sowie Trockenwurzel im Haus war), zerkleinerte ich alles zusammen und fror es ein…

Das war eine Bombenidee. Jetzt konnte ich jederzeit einen (fast) Frischpflanzenumschlag machen, sogar sehr kühl, oder eben doch angewärmt. Mein Vater bekam so einen Umschlag über Nacht über das ganze Bein, der Schleim kühlte zugleich angenehm, und am nächsten Tag war es nur noch halb so dick.

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Hat ein (gefrorenes)Herz für deine Knochen – der Beinwell

Wer den Beinwell verwenden möchte, aber doch wegen der Alkaloide verunsichert ist, kann in der Apotheke pa-freie Salben kaufen (Kytta). Persönlich halte ich mehr von der Urform.

Ihr seht, über den Beinwell kann man ganze Bücher schreiben. Muss ich aber nicht, dass hat man schon gemacht:

In der Abtei Fulda könnt ihr dieses exzellente Büchlein kaufen:

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http://www.abtei-fulda.de/_SIUu5dt1zSLnMOebmb/shop/one.shop/index.html?entry=page.artikel.18

Hier werden nicht nur alle erstaunlichen Anwendungsgebiete und Heilerfolge geschildert, sondern auch die einzelnen Arten (Comfrey) erklärt.

Sooo… der Kaffeeduft kitzelt verführerisch meine Nase und ich werde mich jetzt dem (neuerdings wissenschaftlich bestätigtem) Genuss hingeben. Eine Ergänzung der Wurzelkunde folgt aber bald…

Jetzt beginnt die optimale Zeit um unser Apothekenschränklein aufzufrischen. Ein bisschen differenzieren muss ich da aber: Bei uns im Norden können wir uns nahezu mit einem Fön neben die Kräutlein stellen, damit die Sonnenpflanzen, besonders die Sonnenwendkräuter, ihre höchste Wirkstoffdichte bald erreichen und der eher sonnenumschmeichelte Süden (was bei uns Muschelschubbsern alles südlich von Hamburg ist), wird man wahrscheinlich hier und da schon abgeblühte Pflanzen finden.

Viele Kräuterliebhaber folgen meinem Aufruf mit einem leichten Stöhnen – sie nehmen sich jedes Jahr vor, einiges zu machen (wie ich auch), kommen dann aber nicht dazu.

Meine Lieben, das ist alles nicht so wild! Macht es in dem Umfang, wie es euch Freude bereitet. Ich sehe mittlerweile Landschaften leider auch oft als (wenn nicht beerntet) verschwendetes Potential, bis ich mich dann selbst ein wenig tadele, daß ich nicht einfach die natürliche Schönheit genießen kann. Dazu gehört auch, die Fülle einfach materiell ungenutzt, nur die Seele erhebend, den Weg alles Irdischen gehen zu lassen. Ja, auch ich muss lernen, nicht einfach alles wild zu “konsumieren” was es umsonst gibt, sondern mich auf das zu konzentrieren, was ich wirklich brauche. Mit dem reinen Zusammenraffen von Dingen, nur weil sie billig oder kostenfrei zu bekommen sind, kann man viel Lebenszeit verschwenden. Doch genug der Philosophie…

Aus aktuellem Anlaß (wir haben mal wieder eine fette Erkältung zu Besuch), möchte ich euch noch einmal das Mädesüß ans Herz legen. Eine recht ausführliche Beschreibung und vor allem auch kulinarische Rezepte findet ihr in einem älteren Beitrag von mir:

http://earthwitch.wordpress.com/2010/06/11/da-bluht-euch-was-madesus/

Aus dem Apothekergarten

Aus dem Apothekergarten

Da Mädesüß auch ein hervorragendes Grippemittel ist (das bei der “echten” Grippe ärztlicher Rat erforderlich ist, solle selbstverständlich sein), möchte ich euch auch ein Rezept für eine Mädesüßtinktur vorstellen. Wenn euch die Erkältung packt, geht natürlich auch einfacher Mädesüßtee. Wenn ihr kein Mädesüß bevorratet habt (wie ich meistens), dann schickt den Gesündesten in den Knick, an den Bach oder in die Apotheke und holt euch ein wenig Kraut (Es geht beides: Blatt und Blüte). Am Besten schmeckt Mädesüßtee mit etwas Zitrone.

Aber hier nun das Rezept:

Mädesüßtinktur

etwa 100 g (zwei Tassen) Mädesüßblüten

500 ml Alkohol (mindestens 40 %)

Alles vermischen, 4-6 Wochen stehen lassen, abseihen und fertig!

Hier nehmen wir nur die Blüten, was das Ganze nicht nur heilsam, sondern auch lecker macht. Bei der Wahl des Alkohols kommt es auf eure Einstellung an: rein chemisch gesehen, geht alles. Vom Wodka von Feinkost-Aldi bis zum Armagnac. Ich möchte aber anmerken, dass die klassischen Kräuterheiler gern hochwertigen Alkohol nehmen. Bach hat zum Beispiel Brandy genommen. Selbstverständlich bringt auch Alkohol eine ganz eigene Schwingung mit in die Tinktur. Heiler sehen da meist nicht auf den Preis, sondern auch auf Herkunft, Zutaten und Verarbeitung.

Wenn die Blüten eher oben auf dem (regelmässig zu schüttelnden) Gemisch schwimmen, müssen sie evtl. etwas beschwert werden.

Ich will euch auch nicht vorenthalten, dass man z. B. in England eher 400 ml Alkohol und 100 ml pflanzliches Glyzerin nehmen würde. Glyzerin soll die Tannine besser ausziehen. Im englischsprachigen  Raum sind Glyzerintinkturen zur innerlichen Einnahme nach wie vor selbstverständlich. Besonders für Kinder.

Das dürft ihr hier nicht mal denken. Euer Apotheker würde euch einen Vortrag halten. Man darf aber nicht vergessen, dass das Glyzerin nicht schnapsglasweise, sondern in Tröpfchendosis genommen werden würde und außerdem nehmen wir ja nicht das aus der Fußbodenfegemischung der Petrochemie…

Wenn ihr dann auch noch nach pflanzlichem Glyzerin fragt, dann gucken euch die meisten Weißbekittelten an, als kämt ihr vom Mars. So was gäbe es ja gar nicht. Ich habe bisher definitiv nicht EINEN Apotheker gefunden, der die Existenz überhaupt für möglich hält.  Aber das ist natürlich nicht repräsentativ, ich kenne ja nur eine Handvoll…

Dabei sollten die Hochstudierten (und das Studium schaffen wirklich nur die hellsten Köpfe) das eigentlich wissen. Denn bei der Seifensiederei (mit Pflanzenfetten) fällt z. B. auch Glyzerin an. Dieses Glyzerin macht hausgesiedete Seifen so wertvoll für die Haut. Kommerziell gesiedeten Seifen wird das Glyzerin entzogen und (teurer) weiterverarbeitet und verkauft. Es gibt ja auch kommerzielle reine Glyzerinseifen… aber ich schweife ab.

Pflanzliches Glyzerin kriegt ihr normaler Weise bei Kosmetikbedarfhändlern, wie z. B. bei http://www.behawe.com, allerdings ist das hier nicht für innere Anwendung gedacht.

Mädesüß ist eine typsiche Salizylsäurepflanze und Namensgeberin für unser klassisches “Aspirin” (aus dem lateinischen “Spirea”). Allerdings ist sie verträglicher (für den Magen), als das chemische Pendant.

Besonders bewährt hat sie sich u. a. “sitzenden” Schmerzen (also kein wandernder Kopfschmerz), die auch pochen können oder mit Hitze (z. B. auch Fieber oder ein heißer Kopf) einhergehen. Mädesüß löst den Energiestau im Kopf.

Auch bei rheumatischen Beschwerden kann man das Mädesüß einsetzen.

Bei Verdauungsproblemen und auch besonders bei Übelkeit ist sie ebenfalls einen Versuch wert. Wer ständig unter Sodbrennen leidet, oder eine langsame Verdauung hat, kann in ihr eine Hilfe finden. Wem z. B. Ingwer zu “warm” ist, der kann auf Mädesüß ausweichen.

So wunderbar Mädesüß auch ist, aufgrund der Salizylsäure sollte es in einigen Fällen vermieden werden:

  • natürlich bei einer bekannten Unverträglichkeit auf Salizylsäure
  • wenn man Blutverdünner nehmen muß (mit Arzt absprechen)
  • bei Kindern unter 16 (Salizylsäure und natürlich auch das normale “Asprin” können das gefährliche Reye – Syndrom auslösen)
  • Asthmatiker (es könnte Bronchialspasmen auslösen)
  • wenn man eine Katze ist… das man Mädesüß auch bei Tieren anwenden kann, steht im o. g.  Artikel aus 2010, darum hier nur noch mal die kurze Erwähnung…

Wer unsicher ist, fragt bitte Arzt oder Apotheker…  ;-)

Aber eigentlich solltet ihr schon wissen, ob ihr Salizylsäure vertragt…

Viele haben Probleme das Mädesüß zu erkennen, wenn es nicht gerade blüht. Wer es einmal gesehen (und vor allem gerubbelt, gerochen und probiert hat), vergißt das nie wieder:

Die Blätter sind ein wenig gefaltet und gezackt. Die Stiele rot. Der Geruch ist ziemlich “medizinisch”, irgendwie nach “Zahnarzt”.

Junge Mädesüßblätter

Junge Mädesüßblätter

Je älter der Trieb, desto röter die Stiele. Ich finde, die Blätter ähneln von der Fältelung ein wenig denen der Himbeere. Wer sich immer noch nicht sicher ist, kommt wieder, wenn das Mädesüß blüht und guckt sich dann die Blätter genau an. Denn wenn das Mädesüß blüht kann man…

auch dieses, garantiert zur lebenslänglichen Sperre bei den “Weightwatchers” führende Rezept ausprobieren (unter anderem auch ein Grund, warum ich nur temporär vegan lebe…):

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Eine Handvoll Mädesüßblüten über Nacht in einem Becher Sahne schmelzen. Am nächsten Tag abseihen und mit der gleichen Menge Nutella sanft schmelzen. Wenn die Masse wieder kalt ist, wie Sahne schlagen. Mmmmhh…

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Das Rezept ist nur für Verdauungsfreudige und jene, die nur beim Busfahren auf ihre Linie achten. Die Kalorien reichen wohl für eine Woche und so pappdicht fühlt man sich auch. Man könnte das natürlich auch mit anderen teilen und nur einen Klecks nehmen…

Im Prinzip könnt ihr alle Kräutertinkturen nach dem obigen Rezept ansetzen. Streng nach Arzneimittelbuch genommen, wäre das nicht mal eine. Da werden genaue Verhältniszahlen angegeben, wann etwas eine Tinktur, wann eine Urtinktur und wann ein Elixier ist. Aber wir können und dürfen ja keinen Arzneimittelhandel aufmachen und können es handhaben, wie jede gute Hausfrau: Nach Gefühl und Wellenschlag.

Ich mache es meistens so: Kraut (meist frisch und locker geschichtet) ins Einmachgläschen bis oben, dann Alkohol drauf. Für Bachblüten und Mondelixiere gelten natürlich andere Verhältnisse…

Wie hochprozentig das Ganze sein darf, hängt vom Pflanzenmaterial ab. Ganz grob gesagt: Je gröber und härter, oder harziger, desto hochprozentiger der Sprit.

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Heilöle

Ähnlich setzen wir auch Öle an. Hier ist das ein bisschen kniffelig, vor allem, wenn wir frisches Pflanzenmaterial haben. Das könnte schon mal schimmeln. Daher auf alle Fälle ein stabiles Öl nehmen (ich nehme gern Olivenöl), keine feuchten Pflanzen verarbeiten. Ich hab auch schon gelesen, dass manche die Pflanzen vorher mit Alkohol einsprühen. Naja… bitte sehr. Musste ich bisher nicht. Für mich geht dann schon wieder ein wenig das Pure verloren.

Wenn euch die Ansätze leicht umkippen, lohnt sich der Versuch das Öl vorher auf 70 Grad zu erwärmen. Warum auch immer, das scheint den Ansatz stabiler zu machen.

Ein empfindlicher, aber lohnenswerter Ansatz ist das

Klatschmohnöl

Klatschmohnöl

Klatschmohnöl

Bedauerlicher Weise kippt mir das selbst oft um. Ich experimentiere noch. Die Klatschmohnblätter sind so empfindlich, dass ihr sie direkt ins Öl sammeln müsst.  Und dann habt den Ansatz gut im Auge. Ich hab mal irgendwo gelesen, um die Blätter so zu trocknen, dass sie die Farbe behalten, muss man sie ganz früh morgens sammeln.

Das hab ich dieses Mal probiert, kaum das das letzte Tautröpfchen verdampft war. Auf dem Bild ist auch noch nicht genug Öl nachgefüllt, so würde mir der Ansatz garantiert verderben. Das Pflanzenmaterial muss bedeckt sein.

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Warum das Öl so wertvoll ist?

Es ist ein gutes Schmerz und Heilöl, auch zur Narbenbehandlung. Leider käuflich kaum zu erwerben. Dabei für Arthrosen, Gelenk- und Muskelschmerzen wunderbar. Und am schönsten finde ich dieses Zitat:

zu Energetisierung von trägen und apathischen Kindern, nicht einmassieren, eher auflegen…

Haut mich, ich weiß nicht mehr, wo ich das gelesen habe, ich glaube, bei Eliane Zimmermann.  Wer es weiß, kann mir ja mal eine Mail schicken. Wer seine Kinder damit energetisiert hat, auch…

Was ihr auf alle Fälle mazerieren solltet: Johanniskraut! Rotöl ist der Heil-, Nerven-, und Schönheitsallrounder überhaupt. Ich hab NIE etwas, weil ich es dauernd nutze oder verschenke. Auch hier könnt ihr euch den Luxus erlauben nur Knospen und Triebspitzen zu ernten (den Rest vielleicht zum Räuchern?) um für euch ein allerfeinstes Öl zu haben.

Ich hab euch extra tolles Wetter bestellt. Nur sammeln müsst ihr selbst – jetzt – die Sonnenenergie für dunkle Tage!

Bio-Botox

Was einer Kräuterhexe und Jungimkerin (ist das nicht herrlich, sich in meinem Alter noch “jung” nennen zu dürfen?) nicht alles so “zufällt”…

Seit heute mach ich den ganzen Starlets (an meine jungen Leser: “It-Girls”), Topmodells und Schönheitschirurg-Abonnentinnen Konkurrenz: mein Spiegelbild lächelt mir mit satten, vollen, (sch)wülstigen Lippen entgegen. Wäre ich Lippenstiftverwenderin, hätte ich vierfachen Verbrauch – mindestens. Und das habe ich mit gesunden, natürlichen Zutaten geschafft – rein Bio eben. Die Haut ist wirklich prall und faltenlos. Richtig feines Bio-Botox.
Das Lächeln wirkt nicht ganz so steif, wie ein vom Arzt aufgespritztes, das Volumen muss sich hinter dem käuflich zu erwerbenden beileibe nicht verstecken. Und das ist eigentlich schon das Problem: es beschränkt sich nämlich nur auf meine rechte Oberlippe. Das kommt davon, wenn man Bienen küsst…

“Wer ist denn so dusselig?” fragt ihr jetzt vielleicht… Nun unerfahrene Imker eben, denen nicht ganz klar ist, dass auch Bienen mal ihre “Tage” haben und in freudiger Erwartung ungeschützt in den Honigraum lugen (die Imker, nicht die Bienen).

Nach dem ersten Schreck konnte ich feststellen, dass ich wohl NICHT allergisch reagiere, denn sowohl Schmerz, als auch Schwellung hielten sich in Grenzen. Nach 10 Minuten war kaum noch was zu spüren oder zu sehen.

Aber irgendwas ist da doch… der Unbeherrschte (also ich) prockelt und fummelt dann ja doch an der Stichstelle rum, knetet, fühlt mit der Zunge… tja, und nun hab ich sie doch – die Schwellung. Sehr zur Erheiterung meiner Familie. Die Sprüche könnt ihr euch denken. Meine bessere Hälfte meinte fröhlich, ich müsse ihn nur permanent anlächeln, dann wäre da nix zu sehen…

grummel….

Auf eine Art freu ich mich aber schon. Zum Einen, wie oben erwähnt, dass ich nicht übermäßig reagiere und der Schmerz nicht schlimmer als Brennnesselbrennen ist. Das ich die noch öfter spüren werde (muss), ist mir klar. Schließlich beherberge ich jetzt einige Tausend Tierchen.

Zum Anderen, dass ich die Heilwirkung des Bienengifts nutzen kann. Wer sich ein wenig in das Thema einliest, oder auch auf Imkerseiten stöbert, der hört immer wieder, dass Imker meist alt werden (na, das wär doch schon mal was), kein Rheuma kriegen und spätestens den 50. Stich nicht mehr merken.

Aber da gibt es noch viel mehr. Eigentlich darf ich euch das gar nicht verraten, da ja seit diesem Jahr Werbung für Dinge, die nicht durch anerkannte Studien gegangen sind (Betonung auf “anerkannt durch den Urheber dieses Gesetzes”), gar nicht mehr propagiert werden dürfen. Darum verzehrt die Werbefrau im Fernsehen ihren “Aktivia” ja auch nur noch zum Wohlfühlen und nicht mehr, um ihren Darm in Schwung zu bringen…

Genaugenommen ist dieses als “Verbraucherschutz” getarnte Gesetz ein gut ausgeklüngelter Rundumschlag gegen die Erfahrungsheilkunde… aber gut… wenn ich da jetzt noch mehr drauf eingehe, muss ich mich noch mal stechen lassen, um den Blutdruck runterzukriegen.

Und damit sind wir schon bei einem nicht werbefähigen Stichwort ( ;-)  “Stich”-Wort, grins…)

Da ich hier kein Produkt bewerbe, sondern nur Erfahrungen weitergebe, tu ich das mal dreist. Die Erfahrungsheilkunde mit Bienengift (nachgooglen unter “Apitherapie”), umfasst positive Beeinflussung von Bluthochdruck, Cholesterinspiegel, entzündlichen Prozessen (auch Rheuma) und noch viele andere Beschwerden. Im Bienengift liegt ein hohes Potential, was zumindest die Homöopathen schon lange in potenzierter Form nutzen.

Ich bemerke aber eine große Scheu unter meinen Mitmenschen, die mir dann mit Statistiken kommen wie: an Bienenstichen seien schon mehr Menschen gestorben, als durch Terroristen, oder auch die Biene führe die Todesstatistik der tierischen Gifte an…

Gut, das mag sogar sein. Aber man solle bitte auch bedenken, dass Todesfälle durch Bienenstich “nur” bei Allergikern, oder wirklich tragischen Unfällen mit einer Unzahl von Stichen vorkommen können. Ich sage “nur” bei Allergikern, weil das allergisch sein eben kein natürlicher Zustand ist. In der Regel erfährt man von einer vorhandenen Allergie auch, bevor der Zustand bedrohlich wird. Der Arzt wird einem dann mit einem Notfallset fürs nächste (und wahrscheinlich ernstere) Mal ausrüsten.

Der normal Gesunde trägt also mehr Positives als Negatives von so einem Stich davon. Es gibt sogar allergische Imker (ob ich in dem Zustand noch imkern würde, wage ich mal zu bezweifeln). Wer mit Allergien leben muss, sollte eben seine Notfallmedikamente immer bei sich haben. Ich denke, das versteht sich von selbst. Gerade bei Bienengiftallergien, da man Bienen ja nicht, wie z. B. Erdbeeren, aus dem Weg gehen kann.

Allergien sind wieder ein ganz eigenes Thema. Nur um euch mal neugierig zu machen: Wusstet ihr, das Milch, die von Kühen kommt, die noch ihre Hörner haben, von den meisten Milchallergikern vertragen wird?

Meiner Meinung nach steigen die allergischen Erkrankungen deshalb, weil wir “denaturiert” leben. Weil die Stoffe, die wir heutzutage als vermeintlich “natürlich” zu uns nehmen, leider ihre natürliche Unschuld in irgendeinem Verarbeitungsprozess verloren haben. Ja selbst zur Pollenallergie gibt es Studien, die zu der Erkenntnis kommen, dass die Allergien nur dort vorherrschen, wo der Feinstaub der Dieselfahrzeuge auf den Pollen aufsitzt…

Nun gut, lasst die Experten noch Jahrzehnte über Ursache und Wirkung streiten. Persönlich würde ich euch raten, so natürlich wie möglich zu leben. Nix zu kaufen und zu verzehren, was ein Etikett hat, möglichst viele Wildkräuter in euren Speiseplan aufzunehmen (wer jetzt Bedenken wegen der Umweltbelastung hat, dem sei gesagt, dass wir hier Gemüsefelder direkt an der Autobahn haben… ja und auch Füchse streifen da gelegentlich durch) und – aus aktuellem Anlass – nur Honig vom Imker eures Vertrauens zu kaufen. Auch Honig ist urgesund (schon wieder gesetzwidrige Werbung…) Darüber schreib ich demnächst mehr. Wer gleich sein Intresse stillen will, kann auch mal unter http://www.bienen-heilen.de gucken.

Na, mit dem Beitrag hab ich ja mal wieder eine dicke Lippe riskiert… ;-)  , aber ich lass euch ja gern an meinen Erfahrungen teilhaben…

Hier kommt noch einmal ein kleiner Hinweis zu Hildegard von Bingen, da ich in letzter Zeit ein paar Kommentare zu meinem Artikel über sie bekam. In diesem Artikel bin ich nicht ganz so euphorisch wie viele Hildegardfans und weise darauf hin, dass nicht alles, was heute schwarz auf weiß auf Papier steht, aus ihrer Feder kam und das beileibe nicht alle ihre Gesundheitstipps heutzutage (und womöglich auch früher) angewendet werden sollten. Ob das nun Übertragungs- oder Übersetzungsfehler in ihren Schriften sind, oder ob es schlicht medizinischer Fortschritt ist, lässt sich heute vielleicht gar nicht mehr genau feststellen. Hildegard lebte zu einer Zeit, wo es nicht nur kein Internet gab, sondern auch normale Schriftstücke eher selten waren.

Wer sich für die Person Hildegard interessiert, dem sei zu diesem aufschlußreichen Filmchen geraten.

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Wer beim Gucken nicht die rosarote Brille aufhat, der wird in Hildegard nicht nur die engagierte Nonne, sondern auch eine recht emanzipierte Frau finden, die keine Probleme hat, zur Erreichung ihrer Ziele auch Mittel einzusetzen, die… na sagen wir mal, nicht ganz nonnengemäß sind. Um es mal ein bisserl frech zu sagen: Jeder hat ein Recht auf ihre Meinung.

Ich möchte damit Hildegards Werke auf keinen Fall schmälern, nur andeuten, dass auch weiße Westen ab und an ein wenig Grauschleier haben können.

Noch genauer, und für passionierte Hildegard Fans vielleicht ein wenig schockierend, ist dieses Buch:

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Jedenfalls wenn man sich wirklich ohne vorgefasste Meinung an die Lektüre macht. Hildegard war mit Sicherheit eines nicht: Ein sanftes Schäfchen.

Wie gesagt, ich wage es nicht wirklich, eine Person zu beurteilen, die ich persönlich nicht kenne und von der mich dahezu 1000 Jahre trennen, aber genau darum bin ich auch skeptisch, wenn es andere tun. Manch ein Autor scheint ja per Zeitmaschine vor Ort gewesen zu sein.

So hat uns Hildegard sicherlich manch guten Rat hinterlassen, aber eben auch sehr fragwürdigen, wie z. B. diesen:

Die frischgefangenen Fische jenes [Flusses] sind
gesund zum Essen, faulen beim Lagern aber rasch,
weil sie durch diese Herbheit verdorben sind.
…, ist er etwas herb wie Lauge, und wenn man [das
Wasser] roh genießt, vertilgt es die schädlichen und
kankmachenden Säfte im Menschen; [aber wenn es
schädliche und krankmachende Säfte im Menschen]
nicht findet, schädigt es den gesunden Menschen
mehr, weil es [nichts]findet, was es abführen könnte.
Wenn jedoch dieses Wasser in Speisen oder Getränken genossen wird, …, bläht es dieses(das Fleisch
des Menschen) auf und macht es geschwollen und
macht es (das Gesicht) verzerrt und dunkel…

(Quelle: http://www.henkel.de/de/content_data/205018_Abwasserbeseitigung_Mittelalter_Neuzeit.pdf )

Hier rät uns Hildegard zum Genuß von Fischen und Wasser des Rheins (sofern man krank ist), der, wie mancher vielleicht gar nicht weiß, schon damals eine gärende Kloake war. So waren z. B. die Schlachter direkt auf den Brücken postiert um ihre Abfälle direkt in den Rhein zu schubsen. Genauso taten es die Fischer und manch anderes Gewerk mit Abfällen. Und natürlich auch menschliche “anrüchige” Stoffwechselprodukte…

So ihr lieben Hildegardfreunde, wie wärs mit einem belebenden Schlückchen Rheinwasser? ;-)

Und bevor jetzt die Fans die Messer wetzen: ich will nur erreichen, dass ihr (egal beim wem), euer Herz und Hirn wachsam bleiben lasst. Ob es nun eine heilige Heilende oder ein moderner Prof. Dr. von und zu und auf und davon ist.

Pickt euch das Beste aus allen Welten und glaubt nicht alles! (Auch mir nicht!)

Zum Glück bin ich nicht die Erste, die sich diesem Problem stellen muss: Einen kranken Menschen im Krankenhaus unterstützen.  Problematisch deshalb, weil man nicht unbedingt beim Personal auf Verständnis stößt (und es wechselt ständig), auch der Patient traut sich möglicher Weise nicht, etwas anzuwenden, was nicht in seiner Medikamentenliste steht, oder weil man ganz einfach gar nicht weiß, was man überhaupt machen darf oder kann, ohne die Gefahr von Wechselwirkungen mit der ärztlichen Therapie zu riskieren.

Leider sind gerade die hilfreichen Tipps in Buchtiteln wie “Kräuter in der Pflege” und “alternative Sterbebegleitung” zu finden, wer kauft sich das schon? Man mag ja an so etwas gar nicht denken. Hier greifen doch wohl eher Pflegeprofis zu, aber nicht unbedingt Angehörige.

In meinem Schrank stehen nun aber auch solche Titel, weil ich gern das ganze Potential meiner Kräuter erfahren möchte. In Krankenpflege und auch Palliativpflege stehen dabei oft die seelischen Probleme im Vordergrund. Hier kommen also auch Seelenkräuter zum Einsatz, die uns genauso gut bei unseren täglichen Seelenproblemen helfen können und oft können auch die Angehörigen genau die tröstenden Kräuter brauchen, die auch der Kranke benötigt. Das die Seele maßgeblich am Heilungsprozess beteiligt ist, wird mittlerweile wohl kaum noch jemand bestreiten. Umso unverständlicher, dass diesem Umstand in den meisten Krankenhäusern nicht gerecht werden kann.

Ich wollte euch nun erzählen, was ich bei meinem Vater anwendete. Ich habe aus o. g. Gründen zum Beispiel auch Vorträge und Seminare bei Natura Naturans (http://www.natura-naturans.de/) belegt. In einem mir sehr wichtigen Seminar ging es um Kräuter (vorwiegend homöopathisch) in der Krise.

Ich hab zwar mal eine Heilpraktikerausbildung gemacht (damit ich weiß, was ich da so treibe ;-) ), aber bin nie näher in die Homöopathie eingestiegen. Unser damaliger Dozent meinte, ein guter Homöopath brauche 20 Jahre. Das glaube ich ihm aufs Wort. Entweder brauchst du jahrelange Erfahrung, oder du wirst göttlich geführt (ich meine jetzt keine Schnupfen-Behandlungen, sondern wirklich auch schwere Erkrankungen). Also hakte ich das erst einmal ab und blieb bei meinen Bachblüten…

Wer nun mit einer schlechten Diagnose oder Prognose im Krankenhaus liegt, der hat mit Sicherheit eines: Angst!

Und im Krisenseminar hab ich ein wunderbares homöopathisches Rezept kennengelernt, den “Sonnensegen gegen die Angst“. Tja, und hier kommt nun das Problem. Ich bin ja kein Homöopath… aber ist es nicht nahezu unterlassene Hilfeleistung, wenn man so ein geniales Rezept nicht einmal ausprobiert, wenn ein klassischer Homöopath nicht ins Krankenhaus zu bekommen ist? Unser Dozent in der HP-Schule, ermutigte uns auch, Rezepturen einfach zu probieren. Das sagte er nun gerade zum Gold, das auch bei Suizidgefährdeten eingesetzt werden kann. Sollte Gold jedoch beim diesem Patienten nicht passen, könnte es auch gegenteilig wirken…

Gut… in dieser Rezeptur sind wunderbare Sonnen- und Seelenpflanzen: Erzengelwurz, Johanniskraut, Eisenkraut, Bernstein und noch einige Andere. Damit bekommen wir doch Licht ins Dunkel. Die würde ich auch für einen “Seelenbalsam-Tee” anwenden.  Nur… wie geb ich´s meinem Vater?

Ich machte mir ein kleines Fläschchen mit diesen Sonnenkräutern, goß einen Lippenpflegestift mit Bachblüten, und “schmuggelte” Neroli, Rose, Lavendel, Sanddorn und Engelwurz in einem Hauschka-Hautöl, was damit unbedenklicher aussah, als eine Phiole aus meiner Hexenküche.

Ja, ich sehe förmlich, wie sich die Homöopathen jetzt an den Kopf fassen: Homöopathie und ätherische Öle! Ist mir wurscht, Hauptsache es hilft. Ja und auch mit Komplexmitteln hab ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Damit stehe ich nicht allein. Die Fachleute bei Natura Naturans halten auch die Kombination Kaffee/Homöopathie für nicht bedenklich.

Nun, wie hab ich das alles angewendet? Bei der Lippenpflege ist es klar: die wird gebraucht, das weiß jeder, der schon mal eine Narkose hatte oder Sauerstoff über einen Schlauch bekam. Ich hatte zwar Bedenken, Bachblüten in ein Fettmedium einzubringen, aber mein Pendel hatte diese Bedenken nicht.

Den Sonnensegen hab ich schlicht auf den Puls aufgetragen. Oral habe ich gar nichts verabreicht, das ist Ärztesache. Auf den Puls, das hab ich schon bei den Bachblüten gelernt, ist immer gut, wenn der zu Behandelnde z. B. ohnmächtig ist, oder aus anderen Gründen nichts zu sich nehmen kann.

Das Hautöl hab ich seiner Bestimmung gemäß benutzt. Schön die Unterarme und auch die Beine etwas “gepflegt”. Auch das ist bitter nötig, wenn man wirklich länger liegen muss. Ein Extratröpfchen kam auf den Kragen, damit der Duft nasennah ist.

Hat das alles geholfen? Nun, laut dem Pflegepersonal hat mein Vater schneller Fortschritte gemacht, als erwartet. Ob eines von meinen Mitteln nun entbehrlich war, kann ich so gar nicht sagen. Ich prüfe die Anwendungen vorher per Pendel (DAS hat mir sogar mal ein Arzt!!! beigebracht – schätzt euch glücklich, wenn ihr in Wolfenbüttel wohnt), oder auch mal per Kinesiologie.

In Papas Fall hab ich als Kräuterhexe mehr im feinstofflichen Bereich gearbeitet. Ich wollte nicht mit Wirkstoffen in die ärztlichen Verordnungen pfuschen. Die Homöopathie wirkt sowieso feinstofflich und die Aromatherapie wirkt zwar auch über ihre  Inhaltsstoffe (sie gehen recht schnell ins Blut über), durch Betropfen von Tuch oder Kragen war mir hier aber die “Schnupperwirkung” wichtiger, die meiner Meinung nach mehr in den seelischen Bereich geht.

Auch Kräutertees kann man im seelischen Bereich wirken lassen, wenn man sie “blond” (eine Prise auf eine Tasse, maximal 30 Sekunden ziehen lassen), zubereitet.

In solchen Fällen, wie bei meinem Vater hat die Notfallmedizin Vorrang. Nur diese berücksichtigt deinen Seelenzustand nicht.  Besonders hier versuchte ich zu helfen. Mein Vater war, höchstwahrscheinlich wegen der Medikamente, oft nicht klar und wenn doch, durfte er sich anhören, er würde sich manche Dinge nur einbilden. Ja eine Schwester meinte sogar, er wäre sowieso dement. Das ist er definitiv nicht.

Stellt euch vor, ihr seid hilflos wie nie, habt Schmerzen, könnt euch nicht konzentrieren (Schmerzen, Schmerzmittel, Schlafmittel), bringt sicherlich auch Dinge durcheinander und werdet daher förmlich entmündigt. Teilweise konnte ich beobachten, wie sicherlich gutgemeinte Gespräche in Babysprache geführt worden. (Na da wollen wir mal schön essen, damit wir wieder kräftig werden. Und ja… schön schlafen… ). Womöglich könnt ihr nach so einem Eingriff auch noch nicht wieder richtig sprechen…

Wenn ich einem Menschen nicht im klaren Wachzustand begegnen kann, dann muss es über das Herz gehen. Berühren, ansprechen, Düfte sprechen lassen. Die Seele ist immer wach.

Wie weit mein Vater wieder auf die Beine kommt, ist noch nicht abzusehen. Ich freue mich jedenfalls, dass es ihm besser geht. Zur Zeit braucht er keine Zugänge oder irgendwelche Infusionen mehr. Das wir noch keine Entwarnung geben können, ist mir klar. Aber ich werde weiterhin versuchen, seine Genesung zu unterstützen. Das das in dem mir möglichen Bereich nur mit Herantasten geht, ist klar. Aber ich werde weiter berichten. Vielleicht kann ja der eine oder andere auch seine Erfahrungen beisteuern.

Ihr lieben Lesenden, mit mir Lernenden und auch Beistehenden; wir gehen wieder durch eine Familienkrise. Die Situation meines Vaters (die ich im vorhergehenden Beitrag ansprach) hat sich verschlechtert. Ich melde mich hier also kurz vor der (langen) Fahrt ins Krankenhaus zu ihm.

Schwere Krankheiten sind immer eine Herausforderung. Für den Kranken und auch für die Angehörigen. Ich bin so dankbar, dass ich hier auch auf meine Kräuter zurückgreifen kann.  In meinem Fall zunächst auf meine geliebte Gundelrebe. Was sie in diesem Fall tun kann, könnt ihr in meinem Kräuterblog “Whispering Weeds” nachlesen.

Der Artikel ist recht kurz (wie dieser auch), weil ich mich die nächsten Tage natürlich verstärkt um meinen Vater und meine Familie kümmern werde. Aber ich bin sicherlich kein Einzelfall. Viele von euch werden mit seelischen und körperlichen Krisen kämpfen. Ich habe mich daher entschlossen, verstärkt auf Kräuter für diese besonderen Lebenssituationen einzugehen. Wie gesagt: nicht unbedingt Kräuter für physische Leiden, sondern für die Seele…

Bis dahin: Hört der Gundelrebe doch selbst einmal zu. Vielleicht gibt sie ihr Potential preis…

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