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Archive for November 2009

Ich weiß nicht, wie es euch so geht… für mich kommt Weihnachten immer plötzlich; zu plötzlich für mich und vor Allem für meinen Geldbeutel.

Im Winter hat eine Kräuterhexe nicht allzuviel zu tun. Einerseits schade… weils Portemonnaie abnimmt, andererseit hat sie Zeit, sich ihren Gebräuen und Elixieren zu widmen.

Davon kann ich leider nur noch nicht leben…

Darum lebe ich noch in einer zweiten Welt: Die Welt der Zahlen und des Geldes. Ich kümmere mich um Buchhaltung und Bilanz. Tja… wenn ich mal die eigene Bilanz ziehe: Die Menschen haben nicht viel Geld, die sparen, wo sie können, auch am Buchhalter. Und die Deutschen haben so ein paar feste Gewohnheiten, zum Beispiel das sie das Bankkonto oder den Steuerberater lebenslänglich nicht wechseln. Das auch auf diesen Gebieten Marktwirtschaft herrscht und es durchaus Preis und Qualitätsunterschiede gibt, hat sich noch nicht so rumgesprochen.

Also auch als Zahlenhexe lebt es sich nicht üppig.

Ich habe vorher auch schon als Angestellte in größeren Firmen oder Konzernen gearbeitet. Ich habs nicht ausgehalten. Was da so läuft, geht mir absolut gegen das Gewissen. Versteht mich nicht falsch: Wenn jemand das Gesetz ein wenig weitläufig auslegt, um seine Schäfchen ins Trockene zu bringen, steh ich nicht da und halte Moralpredigten. Aber was da so lief, sind schon Straftatbestände.
Ich dachte zunächst, das wäre eine Ausnahme, aber ich habe das bisher in jeder größeren Firma erlebt, wo ich gearbeitet habe…

Deswegen hab ich mich auf Selbständigsein zurückgezogen. Und das „zieht“ sich wirklich. Ist das die Strafe fürs Ehrlichsein? Einer meiner ehemaligen Arbeitskollegen hat bei der letzten Firma gleichzeitig mit mir gekündigt. Er war ebenfalls in leitender Position und meinte: „Lieber lutsche ich 12 Wochen Kieselsteine, als hier noch länger meinen guten Namen herzugeben!“

Von solchen Menschen sollte es mehr geben. Nur das grade diese wahrscheinlich wieder keinen Job bekommen. Gesucht wird der billige, als hinnehmende, nie kränkelnde, schleimende Arbeitnehmer…

Gibt es noch Jobs für ehrliche Menschen, die auch anständig bezahlt werden?

Ich fürchte, die sind besetzt. Wer geht da schon freiwillig. Nein, ich will auch nicht mehr… ich arbeite gern und auch viel… aber ich erwarte auch von einem Arbeitgeber Respekt. Gegenseitiger Respekt… das wäre die Geheimformel. Ich fürchte, Deutschland ist da längst auf anderen Wegen…

Also Kieselsteine mit Zuckerguss und selbständig arbeiten. Es gibt auch unter den Selbständigen kleinere, die um ihre Existenz kämpfen und die mich wirklich brauchen… ich muss sie nur finden.

Tja und Weihnachten? So fett wirds wohl nicht. Aber gemütlich bestimmt. Wir werden Kekse backen, singen, dass die Wände wackeln und spielen. Vielleicht wickel ich die ganze Familie in Geschenkband und wir rollen uns so unter den Weihnachtsbaum. Damit hab ich das Wichtigste, was ein Mensch braucht: andere Menschen, die in lieben und respektieren (und wertschätzen).

Ich wünsche euch, dass auch ihr ein wundervolles Weihnachten erlebt, egal wie dick euer Geldbeutel ist!

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Dackelfrühstück

Couchpotatoes vom Aussterben bedroht…
Jedenfalls wenn sie Hunde haben. Da kommt man schon morgens beim Hinterherjagen schön ins Schwitzen. Aber sagt selbst: Können diese Augen lügen?


Glaubt mir, sie können.
Die Hundedame links hat gerade eben fast einen kleinen Terrier gefrühstückt. Nun, ich weiß, dass sie nix mag, was mehr als zwei Beine hat. Sie wurde schon mal von einem Jagdhund übel zugerichtet, was dem Herrchen nur einen müden Kommentar in Richtung „die Straße ist unser Revier“ abnötigte. Seitdem ist sie leider selbst ziemlich zickig geworden.

Da ich das weiß, mach ich um andere Hunde einen großen Bogen. Einen Schäferhund, der irgendwo partout hinwill, schafft das meistens auch. Die können unglaubliche Kräfte aufbringen.
Heute morgen bin ich, in weiser Vorraussicht, gleich in einen Seitenweg abgebogen, als so ein kleiner Schnuff vorbeigesaust kam. Wir kannten den schon. Der baut sich immer vor uns auf und kläfft, was das Zeug hält. Sein Herrchen ermuntert ihn und freut sich, dass der Kleine keine Angst vor Großen hat.
Meinen Hund macht das schier wahnsinng. Ich habe immer enorm Mühe, ihn dabei zu halten. Aber heute ist es nass und glitschig draußen, da wollte ich mich lieber verkrümeln. Also hab ich meine Hund um die Ecke geschoben und als Herrchen nach einer Weile auch vorbeikam, erklärte ich ihm, dass ich ihm lieber aus dem Weg gehe, weil mein Hund seit der Attacke leider auch ziemlich gemein sein kann.
Irgendwie schien das den Mann nicht zu kratzen. Er lockte und rief meinen Hund, der die Gelegenheit nur zu gern wahrnahm, auf den Mann zuschoss (was ich nicht verhindern konnte, weil ich auf aufgeweichtem Ackerboden stand…) und dann mit einer 90 Grad Wende dem armen kleinen Kerl nachjagde… und ihn auch kriegte…
Herrchen wurde etwas blass und raste mit dem Rad hinterher…

Ich denke, das Dorf kennt jetzt meinen Hund…

Scheinbar gabs nur ne Standpauke und keine Beisserei. Gesehen hab ich jedenfalls nichts, ausser einem kleinen, zitternden Hund. Aber blöd war es schon. Ich hoffe nur, das Herrchen nimmt mich zukünftig ernst, wenn ich freiwillig das Weite suche und kommt nicht wieder hinterher. Leider gibts hier keine Hundenanny oder so was, die uns helfen kann. Ich fürchte, mit der Antipathie anderen Vierbeinern gegenüber müssen wir leben…

In meiner Heimatstadt kam sowas kaum vor. Da gabs eine große Wiese, als Hundetreffpunkt, da kamen alle zusammen, kläfften sich mal an, aber dann war Ruhe. Der Chef auf dieser Wiese war ein Rauhaardackel namens „Bürste“. Die Hunde, ob Riesenschnauzer oder Cocker, hielten sich daran.

Aber hier im Norden treffe ich nur angeleinte. Ein Hundetrainer, den ich um Rat fragte, meinte gelassen, ich könne meinen Hund darauf abrichten, dass er andere ignoriert. Es sei nicht notwendig, dass er mit seinen Artgenossen umgehen könne…

Tja.. hat sich viel getan, in der Hundehaltung. Ich fürchte, ich kriege meine Hundezicke nicht mehr zur Gelassenheit, bin selbst ja auch nicht die Ruhigste. Wir müssen mit unseren Macken leben. Der Preis ist dann vielleicht ein wenig Aussenseitertum, wenn wir uns zu unseren Spaziergängen weit in den Wald verkriechen, um keine Konfrontation mehr zu erleben…

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Lebensziele

Da war ich nun ziemlich begeistert von diesem Blog und wollte das Bloggen als Tipp weitergeben. Wir scheiterten schon am Blognamen…. was will ich aussagen? Über mich oder den Blog? Wer soll das Lesen? Oder ist mir das egal?

Komisch. Das sind Dinge, die mir eigentlich selbstverständlich sind. Und nun wird mir deutlich, wieviele Menschen über so etwas noch gar nicht nachgedacht haben. Die gar nicht wissen, was sie wollen, wenn sie einmal ihre Pflichten erledigt haben.

Ich versuchte es mit dem alten „was-würdest-du-noch-tun-wenn-du-noch-4-Wochen-zu-leben-hättest“-Trick, aber auch das half nicht. Mein Gegenüber starrte mich rat- und hilflos an. Ich starrte etwas hilflos zurück… Kann man solche Entscheidungen wirklich ans Lebensende schieben, wo man doch so gar nicht weiß, wann das sein wird? Also: Was WOLLEN wir? Nicht: Was SOLLEN wir…

Solange die Menschen nur funktionieren, leben sie nicht aus dem Herzen. Das scheint die Mehrheit der Menschen zu betreffen. Da ist es wirklich nicht verwunderlich, dass Depressionen und Ängste die Welt beherrschen…

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Hello world!

So, ich blogge.. zumindest bilde ich mir das ein. Es ist gar nicht so einfach, sich hier zurechtzufinden. Ich werde also noch eine Weile mit Layout, Widgets und Konfigurationen kämpfen, bis ich wirklich hinterlassen kann, was mich bewegt…

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