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Archive for Juli 2010

Die Wucht in Mörsern!

Heute habe ich wieder himmlische Achatmörser von meiner Lieblingsedelsteinschleiferei bekommen…

Achatmörser – der kleine fehlt auf keiner Kräuterwanderung!

Es hat ganz schön gedauert, bis ich endlich den Hersteller dieser kleinen Mörser ausfindig gemacht habe. Ein kleines Exemplar ist immer in meinem Kräutersammelutensilo dabei. So kann ich vor Ort Präparate herstellen. Oft sind noch kristalline Einschlüsse vorhanden. Ich kann so die Energie des Steines bei alchemistischen oder auch magischen Arbeiten mit einfließen lassen. Umgedreht gibt der Mörser sogar einen wunderschönen kleinen Minialtar. Ab damit in meinen Gris-Gris-Beutel (nein, ich habe keine echten Gris-Gris, ist nicht mein Metier, aber einen kleinen Medizinbeutel für unterwegs hab ich schon…).

Das Dumme ist, dass jeder Mörser wirklich anders ausfällt. Einige sind sehr durchscheinend, einige haben Kristalleinschlüsse, andere wiederum gehen farblich fast ins Lila und ähneln Amethysten. So kann ich mich kaum trennen.

Normaler Weise sind die Mörser für reine Laborarbeit vorgesehen – frag mich nicht, ich hab keine Ahnung, wozu ein Chemiker die braucht. Meine Mörser sind II. Wahl, das heißt, sie sind nicht mehr labortauglich, wegen kleiner Fehler. Für Haushalt oder Kräuterwanderung tun sie aber wunderbar ihren Dienst. Es ist nicht nötig, hier die wirklich teuere Laborqualität zu nehmen.

Achatmörser können sehr harte Dinge verreiben, wer also unterwegs homöopathisch-alchemistische Dinge bearbeiten will, wie Muscheln, Knochen u. a. ist damit gut bedient.

Der süße kleine hat eine Kristallreihe am Rand, der bekommt einen Sonderplatz bei mir, der wird nicht verkauft! *seufz* – ich könnt sie alle behalten!

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Gleich vorweg: die gibts nicht. Ich würde sie mit Gold aufwiegen. Möglicher Weise haben einige Giftmischerinnen welche gefunden…

Jeder kennt wohl irgendwie diesen Satz, dass man sagt, Richter und Gegenanwalt spielen zusammen Golf… Nun so was in der Art ist mir passiert. Es ist zwar eine andere Sportart und eher ein Angehöriger des Anwalts, aber naja…

Im Nachhinein erklärt es einige seltsame Entscheidungen des Richters…

Natürlich kann ich das nicht nachweisen… wie denn auch? Dazu müsste wohl ein Privatdetektiv her und so was klappt meist nur im Fernsehen. Außerdem kostets… kann man sich ja denken.

Ich hab daher entschlossen, einfach eine Instanz weiterzugehen und mal zu hoffen, dass der Richter dort einen anderen Sport favorisiert.

Vielleicht hätte ich diese Räuchermischung aus meinem Magie-Beitrag (gegen Dämonen, Steuerfahnder und andere Kreaturen) nutzen sollen…

Naja… im Monotheismus musste Justizia uns ja verlassen…


Die Göttin der Gerechtigkeit, bevor die Justiz ihr die Augen verband

Kräuter gegen Ungerechtigkeit gibts in der Phytotherapie nicht. Eher gegen die Folgen davon. Die Beruhigenden nimmt man dann selbst ein (siehe Beitrag „Seelenkräuter“) und für die Gegenseite gibts andere…

Oh ja, ich geb zu, da kommt gerade meine fiese Seite durch… Denke z. B. an die äußerst schmerzhafte 24-stündige Dauererektion, sorry… ich glaub mordlüsterne Gedanken kann man durchaus nachvollziehen, wenn man so übern Tisch gezogen wurde.

Klar, für rachsüchtige Geister gibt es in der Tat auch Kräuter. Die obige Wirkung ist nachweislich machbar und viele andere auch. Die Harmloseste wäre ja vielleicht ein kräftiges Abführmittel, am besten in Kirschtee (da schmeckt man andere Mittel nicht so durch)…

Oh, oh, oh… ich hab so viele fiese Gedanken… es wäre mir sogar möglich, in die Wohnung des Gegners zu kommen und dort einen Fischbrühwürfel (gibts in Dänemark) in den Duschkopf zu schrauben. In der Regel dauert es ein paar Tage, bis der stinkende Typ herausbekommt, woher sein Gestank kommt…

Oder ich tu dem Hund was ins Futter, damit er hübsch Blähungen bekommt, wenn er unterm Tisch liegt…

Ich stell mit seiner Telefonnr. eine recht freizügige Kontaktanzeige in eine einschlägige Zeitung…

Hach! *seufz*… ja…

Wenn ich ehrlich bin, werde ich wohl nix von Alledem machen. Es beruhigt ein wenig, sich das Ganze vorzustellen, aber tun werd ich das nicht. Dazu bin ich eine viel zu harmlose Natur… und ja, man sieht sich immer zweimal im Leben. Ich durfte tatsächlich schon des Öfteren erleben, das das Schicksal solche Sachen ausgleicht. Wenn auch Justizia aus Deutschland abgeschoben wurde, es sind andere durch die Hintertür wieder hereingekommen, die nicht hilflos am Holze hängen.

Ich bin sicher, das solche Taten irgendwie ihre Wirkung haben. Wenn da das tapfere Richterlein und seine Spusis wirklich gemeinsame Sache gemacht haben, wird „sich“ das rächen, da muss ich nichts tun.

Auf der rein weltlichen Ebene werde ich weitermachen. Natürlich… alles andere ließe mein Gewissen nicht zu. Klar, kann teuer werden und muss auch nicht zu meinen Gunsten ausfallen. Aber ich muss nicht bis an mein Lebensende darüber verzweifeln, es wenigstens versucht zu haben. Ich geb nicht kampflos auf.

Also ab in die nächste Instanz. Und dieses Mal mit Kräutern. Nein, nicht wie oben in meiner Fantasie ausgelebt. Im Brauchtum gibt es schon das eine oder andere Kräutlein, dass einen bei Gericht beisteht (Eisenkraut z. B.). Vielleicht hat Justizia sie uns ja wegen ihrer Ausweisung da gelassen.

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Ich habe doch einige Rückfragen bezüglich des Grabsteines im letzten Beitrag bekommen. Tatsächlich beschäftigt mich dieser Stein seit meiner Kindheit sehr. Auf ihm eingraviert ist nämlich der Schmerz des Hinterbliebenen, dessen junge Liebe durch einen Unfall ums Leben kam. Durch Leichtsinn erschossen…

In meiner Kindheit war der Text noch deutlich zu lesen. Als ich das Grab (auf dem Lessingfriedhof) nach Jahrzehnten wieder besuchte, hatte die Zeit schon viele Spuren verwischt. Ich habe versucht, über den örtlichen Heimatpfleger und auch das Friedhofsamt mehr herauszubekommen. Bisher ist es mir nicht gelungen. Es handelt sich um eine „…line“ (Karoline?), die in zweiter Ehe mit dem Hofbildhauer verheiratet war. Daher wohl auch dieser wunderschöne Grabstein. Wer auf das Bild klickt, kann noch ein wenig entziffern. Falls jemand zufällig mehr weiß, es würde mich sehr interessieren. Wenn man vor diesem Grab steht, ist es, als könne man die Trauer noch über die Jahrhunderte spüren…

Wir säuberten die Grabplatte leicht und konnten folgenden Text grob entziffern (Die ersten blauen Zeilen sind teils geraten, die waren schon sehr verwittert):

Steh (w?)anderer

und sch(au) nd ier Brust

ein menschliches und mitleidsvolles herz

sollts nicht ohn wehmut hier

den traurigsten verlust

und eines getroffnen mannes schmerz

um seine erste frau

gesund und blühend treu und tugendhaft

ward sie von alter nicht noch krankheit weggerafft

durch einen schus

aus fremder unvorsichtiger hand

fiel sie o jammer mit durchbohrtem haupt

entseelt und blutig in den sand

vor ihrem manne hin, der leblos vor ihr stand

mit ihr ist alles ihm geraubt

nichts irdisches kann künftig ihm erfreuen

wüntscht nichts mehr als bald bei ihr zu seyn

mit eigner hand grub er in diesen stein

ihr lob und seinen schmertz

mit tausend thränen ein.

.

Das hat mich einfach nicht kalt gelassen. Ja, hinter jedem Grabstein stehen ein Schicksal und trauernde Hinterbliebene, aber dank des Berufes des Ehemannes hat dieser hier wohl die Zeit überdauert. Und er nahm sich die Freiheit, seinen Schmerz zu hinterlassen…

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Vielleicht kann ihn der eine oder andere schon predigen, den berühmten Satz (aus der Schule von Salerno), der uns in fast jedem Heilkräuterbuch begegnet: „Warum soll der Mensch sterben, wenn doch Salbei im Garten wächst?“ Meistens folgt eine detaillierte Abhandlung über den Salbei. Kaum ein Autor weist darauf hin, dass dieser Frage auch die Antwort folgt: „Weil gegen den Tod kein Kraut gewachsen ist“

Ich will die Verdienste des Salbei nicht schmälern. Im Englischen heißt es sogar, wer Salbei im Mai äße, würde unsterblich, aber dennoch ist kein Kraut gegen den Tod gewachsen. Die Kräuter helfen uns zu gesunden, den Alterungsprozess zu verlangsamen, vital zu bleiben, aber vor dem natürlichen Tod schützen sie nicht (wer da Gegenteiliges erlebt hat, kann mir das gern mitteilen).

Wenn man verschiedene Religionen und Legenden betrachtet, so soll es immer Personen gegeben haben, die dem Tode trotzten (oder ihn wegen Erreichens einer hohen Bewußtseinsstufe nicht mehr nötig hatten). Als Grund wurde aber meist kein geheimnisvolles Elixier angegeben, sondern spirituelle Kräfte.

Der Besitzer eines recht berühmten Kräuterhandels stellt sich sogar öffentlich hin  und behauptet, kein Mensch würde Kräuter benötigen, wir könnten alle geistig heil und ganz werden. Geistige Heilung wäre das non-plus-ultra.

Tja… ich mag da gar nicht mal widersprechen. Ich habe auch auf der Ebene viel erleben dürfen.

Leider hat das auch zur Folge, das viele geistige oder energetische Heiler etwas mitleidig auf die konventionelleren Naturheilmethoden herabsehen. Sie vergessen dabei eine wichtige Person im Heilungsprozess: Den Patienten!

In meinen Sturm- und Drangjahren lernte ich von einer weisen Frau. Diese ließ mich auch an einigen Zukunftsversionen teilhaben. Das ließ mich nicht unbeeindruckt und ich hielt es damals für das Beste, einfach ganz, ganz schnell die Erleuchtung zu erlangen.

Wer sich je auf diesen Pfad begeben hat, weiß, dass das normaler Weise eben NICHT ganz, ganz schnell geht… 😉

Ich beklagte mich daraufhin furchtbar, es wäre alles schrecklich, und ich wäre ja so unerleuchtet und unbewusst und die Verdammnis käme über mich, weil ich unvorbereitet wäre…

Sie beruhigte mich. Sie meinte, die Menschen wären auf vielen unterschiedlichen Bewußtheitsstufen. Das hätte aber auch manchmal zur Folge, dass ein hochbewußter Mensch einem am Anfang des Weges stehenden gar nicht helfen könne… Sie hätten keinen Draht zueinander. Einer würde den anderen kaum verstehen… und alle Menschen hätten alle Zeit der Welt um bewußt zu werden.

Naja, ich hörte nur halb hin… ich wollte eben schnell die Erleuchtung kriegen und auf der sicheren Seite sein…

Aber nach und nach verstand ich, was sie meinte. Und das ist überall im Leben so. Auch im ganz normalen Alltag. Wer viel erreicht hat, kann die scheinbar einfachen Hindernisse anderer überhaupt nicht begreifen. Er versteht nicht, warum die denn nicht einfach anfangen, hätte er ja auch gemacht.

In Situationen, die wir nicht selbst auch durchgemacht haben, können wir anderen schwer raten. Das Gleiche gilt oft auch, wenn das überwundene Problem schon lange, lange her ist…

Und wiederum Ähnliches lässt sich zu den verschiedenen Heilwegen sagen. Es mag wunderbare energetische oder geistige Heiler geben, aber nicht jeder Patient ist dafür bereit. Er braucht etwas Materielles. Man darf nicht vergessen: Jeder Heiler gibt nur einen Impuls, die Heilung an sich vollzieht der Körper des Patienten selbst.

Ich habe das selbst erleben können. Jahrelang praktizierte ich erfolgreich Reiki. Aber es gab immer wieder Menschen, die nicht so gut drauf ansprachen. Im Rahmen meiner Ausbildung hab ich dann auch etwas Shiatsu gelernt. Als ich Reiki mit Shiatsu-Elementen kombinierte, konnte ich auch bei diesen Menschen deutliche Veränderungen erkennen. Warum? Ist Shiatsu besser?

Das will ich so nicht sagen, obwohl ich Shiatsu wirklich genial finde. Aber manche Menschen brauchen es, wie schon angeführt, „materieller“. Das feste, massageähnliche Anfassen beim Shiatsu erweckt den Eindruck, dass aktiv etwas getan wird.

Auch Heilkräuter passen in diese Kategorie. Die Menschen wissen, dass sie wirken. Heilkräuter sind meiner Meinung nach einfach wunderbare Helfer für diejenigen, die eben noch nicht auf Wolke 7 sitzen und sich rein gedanklich heilen können. Sie reichen jedem die Hand. Sie verkörpern den wohlwollenden Geist der Schöpfung. Kräuter sind freundliche Verbündete auf unserem Weg.

Ich glaube nicht, dass es den „perfekten, einzig richtigen“ Weg zur Heilung gibt. Das hat eben auch viel mit Sympathie zu tun. Ich selbst fühle mich bei der Akupunktur schrecklich unwohl, Entspannen ist schon gar nicht drin und falle damit völlig aus dem Rahmen, da die meisten ja absolut begeistert sind und wahre Lobeshymnen singen.

Jeder hat seinen ganz eigenen Weg.



Leider ist die Schulmedizin leicht dabei, Alternativtherapien zu verwerfen, weil sie eben nicht bei jedem wirken (was aber meiner Meinung nach auch für allopathische Mittel gilt). Jeder Mensch ist ein ganz „eigenes“ Gemisch aus verschiedenen Substanzen, aus Erfahrungen, Gefühlen, Befindlichkeiten, Toleranzen… und ja, auch die geistige Einstellung spielt eine große Rolle. Natürlich auch die Erwartungshaltung (wahrscheinlich oft der Grund für Placeboeffekte). Unsere allwissende Wissenschaft kann ein Weizenkörnchen explizit nachbauen… aber es nicht zum Keimen bringen (das Nachgebaute)…  Und genau diese Wissenschaft will mir einreden, dass meine Methoden auf Einbildung und Aberglauben basieren? Ihren eigenen Argumenten nach müsste sie sogar behaupten, Weizen könne nicht keimen, da ein im Laborversuch nachgebautes Körnchen nicht keimfähig ist…

Man kann doch nicht nur Dinge für wahr halten, die bewiesen sind… das kommt schon wieder einer Verfolgung gleich, die sich schon Kopernikus und Galilei stellen mussten…

Ich persönlich bin überzeugt davon, dass Kräuter auf mehreren Ebenen heilen: Auf der Wirkstoffebene und einer seelischen/ feinstofflichen Ebene. Darum fallen Laborversuche, in denen nur Einzelwirkstoffe erprobt werden, oft so kläglich aus. Auch Synergien (das Zusammenwirken unterschiedlicher Wirkstoffe, wobei sie sich steigern) lassen solche Versuche ausser Acht. Eine Wissenschaft, die sich nur auf Laborergebnisse stützt, ist für mich gefährliches Halbwissen und zwar im wahrsten Wortsinne. Sie können nur die Hälfte herausfinden, weil eben nicht alle Umstände berücksichtigt werden können. Die Befürworter werden nun argumentieren, dass man eben immer genau die gleichen Umstände haben muss (Temperatur, Dauer, Dosis) um auf genaue Ergebnisse zu kommen. Schön… aber diese Umstände hab ich nicht, wenn ich zu Haus krank im Bett liege. Es ist Halbwissen. Es kann nur eine Orientierung sein, was mir das Reagenzglas verrät.

Leider verbreitet sich gerade ob der zahlreich zur Verfügung stehenden Medien das Halbwissen immer mehr. Man schnappt was Tolles auf (Wer Salbei ist, stirbt nicht…) und hat nur die Hälfte mitbekommen. Per „Copy“ und „Paste“ wird dieses Wissen verteilt. Wer heutzutage noch echte Information aus dem Netz haben möchte, muss sehr kritisch sein und unterscheiden lernen. Das gilt für Heilpflanzenkunde genauso, wie für Tratsch und Klatsch, „seriöse“ Nachrichten und Geschichten… Man braucht nur mal zu einem Ereignis zu googlen und wird nahezu in jeder (Online-) Zeitung Wort für Wort den gleichen Text finden. Sie haben nämlich alle nur noch eine Quelle… (wens interessiert: Wikipedia – Artikel über Journalismus…)

Ich hatte selbst einmal ein „Deja-Vu“, als ich in einer Zeitschrift für Naturheilkunde nahezu exakt Ausführungen von mir wiederfand. Das Rätsel war leicht zu lösen: Mich befragte mal eine Journalistin zu diesem Thema, sagte aber nicht deutlich, dass sie es verwenden wolle, ich hatte das Gefühl, sie wollte es privat wissen. Als ich dann meine Worte las, war ich schlauer.

Natürlich hab ich mal nachgehakt: Ja, die Journalistin war auf einer Heilkräuterschule (die grad wie Pilze aus dem Boden schießen) und hatte damit schon ein (Basis-) Wissen. Im Gespräch merkte ich aber doch, dass Erfahrung, Zusammenhänge und Routine fehlten. Hinzu kommt, das Publikationen in Fachzeitschriften sich ja meist nicht auf Basiskenntnisse beschränken, sondern das Thema vertiefen wollen. Sie verriet mir, dass sich einfach die Themenliste des Journals nimmt, und dann zwei, drei Tage vorher per Internet (und wohl auch mal in ein paar Büchern) recherchiert. Dann schreibt sie einen Fachartikel, der von Heilpraktikern, Ärzten und interessierten Laien verschlungen wird. So werden Fakten gemacht… seitdem ich das weiß, meide ich diese Zeitschriften. Die Redakteure mögen mir verzeihen! Ich nenne auch keine beim Namen. Aber auch hier sind wir wieder beim gefährlichen Halbwissen.

Selbst ich bin vor der Verbreitung nicht gefeit. Natürlich bin ich stets bemüht, aus Erfahrung zu schreiben. Hier liegt das Halbwissen in der Kenntnis über den Fragenden. Natürlich kann ich keine Ferndiagnosen machen und Nahdiagnosen darf ich nicht… Ich hab mich aber einmal hinreissen lassen, jemanden eine Creme gegen schrundige Haut zu empfehlen. Harmlos, oder?

Ich hab wohl aus dem Bauch raus richtig gelegen, sie wirkte hervorragend. Als die Teilnehmerin dann aber ihre Geschichte erzählte, wie sie seit Jahren mit dieser allergischen Hautreaktion von Arzt zu Arzt lief… eine allergische Reaktion, die sie seit 20 Jahren nicht in den Griff bekam. Diese Information fehlte mir.  Ich kann von Glück sagen, dass hier die Creme einfach gepasst hat.

Genaugenommen sind Sie, als Selbstbehandler da auf der besseren Seite. Sie kennen schon mal sich und an die Heilpflanzen tasten sie sich langsam ran. Damit haben Sie ein „Dreiviertel“-Wissen. Dann können Sie Wissen sammeln. Damit ihr „Halbwissen“ sich immer mehr und mehr vervollständigt. Ich habe tatsächlich Menschen kennengelernt, die aufgrund der Aussage im Titel (Warum sollte ein Mensch sterben, der Salbei im Garten hat…) Salbei regelmässig konsumieren. Ich könnte damit den Satz umformulieren: „Warum sollte ein Mensch sterben, der Salbei im Garten hat? Weil er dumm ist und sich nicht gründlich informiert.“

Salbei ständig in therapeutischen Dosen genossen, verlängert die Lebensspanne nämlich nicht. Er bewirkt eher das Gegenteil.

Da ist der Merksatz der Engländer, Salbei im Mai zu essen, schon viel näher an der Wahrheit.

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Können wir dem Tod ein Schnippchen schlagen?

Ja, warum soll ein Mensch sterben? Diese Frage können uns nur Religionen oder Philosophen beantworten. Gibt es Lebenselixiere? Ja, die gibts. Sie sind aber eher für das Leben, als gegen den Tod. Normaler Weise enthalten Sie viele Bittermittel, da die die Lebensgeister anregen. Heutzutage scheinen sie nicht mehr in Mode zu sein. Gibt es Elixiere, die den Tod aufhalten? Ich weiß nicht. Wenn ich so eines hätte, würde ich es nicht verraten. Jemand, der so eines wirklich hat, tut das mit Sicherheit auch nicht. Das wäre die ultimative „Waffe“ der „Möchtegern-Weltherrscher“ und der Reichen. Man ginge über Leichen, wenn es so ein Mittel gäbe… Wahrscheinlich würden Kriege darum geführt. Deswegen werden wir es nie erfahren.

Was Sie aber nicht vom Ausprobieren abhalten soll. Versuchen Sie doch mal so ein Lebenselixier. Und wenn Sie in 100 Jahren noch auf diesem Planeten sind, sagen Sie mir Bescheid. Wenns nicht geklappt hat, gibts das Geld zurück! 😉

Nein, im Ernst. Wecken Sie Ihre Lebensgeister! Tun Sie Ihrem Körper Gutes, egal wie lange er Ihnen auf diesem Planeten zur Verfügung steht. Und wer es echt geschafft hat, bis hier mitzulesen, wird jetzt mit Rezepten belohnt:

Klostersalz

1 l Kirschschnaps (mind. 40 %)

1 El Kristallsalz

Einfach das Salz durch Schütteln auflösen.

Variante: Alchimistisch aufbereitetes Klostersalz

Zunächst das Salz zwei Tage an der Sonne aufladen. Dann die Hälfte in den Schnaps geben und die andere Hälfte veraschen und homöopathisch verschütteln, dann erst dem Schnaps dazugeben.

Dosis: 1-2 Tl Salz in heißem Wasser (Kopfmassage, alle Meridiane enden hier und wirken reflektorisch auf die Organe, die Leber entgiftet)

Oder auch bei Akne, Arthritis, Erkältung, Grippe, Muskelschmerz, Kopfschmerz, Rheuma (innerlich und äußerlich).

In Schönheitsmasken soll es sogar Fältchen zum verschwinden bringen.

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Die Frenette
60 g Eschenblätter in

1 l Weißwein guter Qualität (12% Alkohol)

eine Woche ziehen lassen, filtrieren, süßen. Mehrmals täglich ein kleines Glas nehmen

Es wird berichtet, dass Verwender dieses Trunkes bis zu 115 Jahre alt wurden.

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Großer Schwedenbitter (Maria Treben)

Aloe

Bibergeil

»Diotöm« (Meisterwurz?)

Eberwurz

Engelwurz

Enzian

Kalmus

Kampfer

Lärchenschwamm,

Muskatblüte

»Muskatbohnen«

Myrrhe

Rhabarber

Safran

Sennesblätter

venezianischen Theriak

Terra sigulata (Terra sigillata = Bolus rubra)

Tormentill

Zitwer

mischen und das Gemisch zweimal hintereinander mit Korn (mind. 40% Alkohol) ansetzen. Die abgegossenen Auszüge mischen, filtrieren und mit Kandis und weißem Zucker süßen.

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Die Schwedenbitteransätze gibt es auch (mit kleinen Rezeptabweichungen) fertig in der Apotheke.

Der berühmt/berüchtigte Mystiker und angeblich Unsterbliche Graf von Saint Germain hatte eine spezielle Tee-Mischung, die u. A. Sennesblätter enthielt. Den Elixieren gemein ist die Verwendung von Bitter- und teilweise Abführmitteln…

„Aquavit“ heißt „Lebenselxier. Vielleicht haben die Skandinavier da ja auch eine geheimnisvolle und wirksame Rezeptur verwendet?

Auch Melissengeist ist ein „Lebenselixier. Ich persönlich empfehle den „balsamischen Melissengeist“ von Weleda.

Bitte beachten Sie, das der exzessive Gebrauch aber genauso schlecht ist. Schließlich haben diese Zubereitungen einen gewissen Alkoholgehalt. Die Absatzzahlen des berühmten „Klosterfrau Melissengeistes“ gingen ziemlich zurück, als sich  vor einigen Jahrzehnten doch etliche überbelastete Hausfrauen zu gütlich daran taten und nicht mehr ganz Herrinnen ihrer Sinne waren… So ein Missbrauch tut einem guten Trank Unrecht. Also auch hier immer dran denken: Gesunden Menschenverstand einschalten!

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Ich hab lange überlegt, ob ich das Thema „Magie“ überhaupt anspreche…

Magie polarisiert. Die einen finden sie zauberhaft und real, die anderen würden solchen verklärten, leichtgläubigen Geistern gern mit handfesten Argumenten „Vernunft“ eintrichtern.

Ich persönlich muss nicht genau wissen, wie etwas funktioniert, um es zu nutzen. Ich gucke Fernsehen, surf im Internet und telefoniere, weil es eben klappt und nicht, weil ich genau weiß, wie diese Maschinen arbeiten

Mir war es eigentlich immer egal, an was Menschen glauben, ob Sie nun an den „großen Kürbis“ glauben, oder daran, dass ein Pfund Rindfleisch eine gute Suppe gibt. Solange mir keiner seinen Glauben „einbläuen“ will, oder im Namen desselben verwerfliche Dinge tut, hab ich keinerlei Problem…

Stell dir vor, es gibt einen Gott: In seinem Namen wurden grausame, aber auch gute Taten vollbracht.

Stell dir vor, es gibt keinen Gott: In seinem Namen wurden grausame, aber auch gute Taten vollbracht.

Ich will damit sagen, dass es gar nicht so darauf ankommt, ob es die Wesenheiten oder Dinge gibt, an die wir glauben, sondern was wir in deren Namen tun. Es gibt Menschen, die sich für die Liebe aufopfern und welche, die aus Liebe morden. Das es Liebe überhaupt gibt, konnte wissenschaftlich noch nicht bewiesen werden.

Und Magie? Tja, ich hab fast Angst, darüber zu berichten. Wer in letzter Zeit mal im Internet surft, wird feststellen, dass es mittlerweile eine große Anzahl „Sittenwächter“ gibt, die nahezu alle millitant verfolgen, die irgendetwas gut finden, dass sich nicht 100%ig im Labor nachweisen lässt… und auch diejenigen scheinen wieder Zulauf zu finden, die eine Frau mit Tarotkarten in der Hand am Liebsten gleich der Inquisition übergeben möchten. Meiner Meinung nach braucht die Bibel dringend ein „Update“.  Schon allein deswegen, weil die derzeitigen Übersetzungen mit dem Original nicht mehr allzuviel zu tun haben. Selbst Luther mischte da so ein wenig seine Interpretationen hinein. Aber es gibt ganze Bücher darüber, was in der Bibel falsch übersetzt oder interpretiert wurde, wen das interessiert, der belese sich einmal dort.

Wer sich mit Dingen beschäftigt, die nicht der allgemeinen Lehrmeinung entsprechen, ist somit angreifbar. Schon allein das ist ein wichtiger Grund, warum sich die meisten Praktizierenden nicht öffentlich zeigen. Nicht weil sie ungeheuer furchtbare Dinge machen, sondern weil sie die ständigen Auseinandersetzung, sei es verbal oder tatsächlich auch schon wieder körperlich, leid sind. Sie wollen nichts weiter als Ruhe.

Ein Freimaurer sagte mal den (mich tiefberührenden) Satz: „Hier darf ich denken!“ Das finde ich wunderbar. Ich will ja niemanden bekehren. Ich will nur für mich selbst denken. Auch gegen den Strom. Das ist in unserer Gesellschaft  zunehmend immer weniger möglich. Die meisten kriegen das gar nicht mit. Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht.

Ich glaube an magische Dinge, ich glaube, das es etwas gibt, dass wir eben (noch) nicht wissenschaftlich erklären können. Aber schon für diesen Gedanken werden mich viele auf die schwarze Liste setzen…

Schlimm finde ich, wenn die ganz eigenen persönlichen Erfahrungen als Halluzination abgewertet werden, weil ein Labor die nicht nachvollziehen kann. Große Güte… es gibt weder genug Zeit noch Kapazität alles wunderbare im Leben wissenschaftlich nachzuprüfen. Man kann die einzelnen Bedingungen nun mal nicht nachstellen. Schon allein deswegen nicht, weil weder wir Menschen, noch das Wetter, noch die Umwelt genormt sind…

Was ist also Magie?

Wenn ich mit den Fingern schnippe und sich mein Gegenüber in einen grünen Frosch verwandelt? Möglicher Weise ist so etwas in gar nicht allzu ferner Zeit sogar über die Gentechnik schon möglich… ich glaube, in unseren heimlichen Forschungslabors lauern viel mehr Schrecken, als in den Ritualtruhen magisch Arbeitender…

Es wird Sie vielleicht wundern, dass die meisten „Magier“ unter Magie etwas ganz anderes verstehen, als Hollywood…

Das Problem liegt eigentlich schon darin, „Magie“ wirklich zu definieren. Ich glaube, da gibt es soviel Definitionen, wie es Autoren gibt. Mir persönlich gefällt die Definition von Walter Butler recht gut:

„Magie ist die Fähigkeit, willentlich sein Bewußtsein zu verändern“.

Ich wende Erfahrungsheilkunde an und auch „Erfahrungsmagie“. Dabei sollte man sich jetzt nicht die Hollywoodhochglanzbilder vor Augen entstehen lassen, wo leicht beschürzte, silikonsgestylte Hexchen in wortwörtlich atemberaubenden Korsagen schwarze Messen zelebrieren. Das mag verkaufswirksam sein, aber hat mit der Hexenrealität nichts zu tun.

Die meisten Hexen verstehen sich heutzutage als naturreligiöse Menschen, sie achten Mitgeschöpfe, arbeiten mit den Elementen und Naturkräften (die die eine oder andere personifiziert) und sind in der Regel nicht darauf aus, irgendwelche dunklen Wesenheiten anzurufen. Das ist natürlich für Hollywood und die Boulevardpresse viel zu unspektakulär.

Christliche Kräuterkundige haben von jeher auch beim Sammeln oder der Verwendung von Kräutern ihre Heilsprüchlein aufgesagt, um die Wirkung zu verstärken. Dabei wurde im Namen von Jesus oder Maria gesprochen.

Einige Hexen haben da einen anderen Pantheon, aber die Vorgehensweise und die gute Absicht sind die Gleichen. Die „Volksmagie“, heute im allgemeinen als Aberglauben abgetan, wurde also im christlichen Rahmen ausgeübt. Maria und Jesus wurden dabei öfter angerufen, als der Gottvater selbst. Das alles hat definitiv nichts mit Anrufung dunkler Mächte zu tun, sondern mit der Bitte um Beistand an den Schöpfer oder die Macht, die man glaubt. Natürlich gibt es auch Menschen, die sich der dunklen Seite verschrieben haben. Sie werden die Konsequenzen tragen müssen. Wer auf die Idee kommt, alle Andersgläubigen in einen Topf zu tun, der solle sich bitte mal vor Augen halten, dass es auch Christen gibt, die Straftaten begehen. Es hat also nicht unbedingt mit der Religion, sondern mit den Menschen zu tun.

Genug der Vorrede, schauen wir uns „magische“ Pflanzen einmal an:

Im allgemeinen bringt man hochgiftige Pflanzen mit Hexen und Magie in Verbindung. Das kommt wahrscheinlich daher, dass nur Kräuterkundige solche Pflanzen sicher dosieren konnten. Unter den giftigen Pflanzen finden sich auch viele bewußtseinsverändernde, die Bestandteil der berühmten Hexensalben waren.

Ich habe mich schon immer für Giftpflanzen interessiert. Das ist ein recht passives Studium, da sich Experimente hier ja von selbst verbieten. Manchen Giftpflanzen gegenüber war ich sogar sehr negativ eingestellt, die hatten in meinen Augen überhaupt keinen Nutzen, waren nur dazu da, Mensch und Tier zu gefährden…

Tja, auch Kräuterhexen sind nicht vor Vorurteilen geschützt.

Eine der von mir missachteten Pflanzen war der Schierling. Dann erfuhr ich jedoch, das er früher bei operativen Eingriffen zur Betäubung genutzt wurde und heute noch seine Verwendung bei der Brustkrebsbehandlung findet. Wie immer also alles eine Frage der Dosis.

Tatsächlich finden die giftigen Pflanzen, deren missbräuchliche Verwendung uns Tod und Siechtum bescheren kann, ihre Anwendung meist bei gefährlichen Krankheiten, bei denen der Mensch auch schnell auf der Schwelle steht…

Keine Frage, dass die Anwendung in die Hand von Fachkundigen gehört.

Wer sich solchen Pflanzen trotzdem nähern möchte, sollte das in der Meditation tun, oder in einer höheren homöopathischen Potenz.

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Ich kenne menschliche „Nachtschattengewächse“, die sich auf gefährliche Pfade begeben. Sie nehmen vom Nachtschatten und anderen giftigen Pflanzen eine noch nicht tödliche Dosis. Nicht allein, dass sie mit ihrem Leben spielen… die Wirkstoffgehalte und Befindlichkeiten schwanken, sondern sie begeben sich auch in Abhängigkeit. Die Tollkirsche wird z. B. von Wilderern genutzt, damit sie nachts besser sehen können. Aber auch dieser, für Wilderer sicher nützliche Effekt, hat seine Nebenwirkungen. Sie brauchen die Kirsche immer wieder und wieder, bis sie eines Tages ihren Tribut einfordert. Leider kenne ich solch ein Menschenkind persönlich. Man kann sich mit solch potenten Pflanzen nicht einfach einlassen. Nicht nur der Tod droht, auch der Wahnsinn. Wer nicht schamanisch geschult ist (und damit meine ich nicht die medienpräsenten Show-Schamanen), sollte unsere dunklen Schwestern nicht verwenden.

Unsere Vorfahren nutzen diese Pflanzen auch in Ritualen und Räucherungen gegen dunkle Mächte. Ich warne auch hier davor, lustig drauflos zu räuchern. Auch verräuchert sind die meisten noch giftig! Ich möchte nur wirklich deutlich darauf hinweisen, dass man sich diesen Pflanzen wirklich respektvoll zu nähern hat. Wenn man das verinnerlicht (und auch keine Kinder im Garten laufen) kann, man sich die eine oder andere Pflanze einmal näher anschauen.

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Stellvertretend für die gefährlich giftigen Pflanzen stelle ich das

Bilsenkraut vor:

Die Bilse war unseren Vorfahren eine heilige Pflanze. Wenn auf dem „Thingplatz“ Recht gesprochen werden musste, oder Lösungen gesucht wurden, opferte man den Göttern zunächst Bier oder Met, das meist mit Bilsenkraut versetzt war. Erst wenn die Anwesenden einen anderen Bewußtseinszustand erreicht hatten, wurde sich um das Problem gekümmert (Storl: 2000).

Berauschende Kräuter spielten oft eine Rolle im Leben unserer Ahnen, aber nicht, wie uns vielleicht Hollywood und andere Medien weißmachen wollen, um sich hemmungslos ins Nirvana zu schießen. Sie waren Bestandteil von kultischen Handlungen und Initiationsriten. Das unterscheidet unsere klugen Ahnen von uns: Sie gingen bewußt und dosiert mit den Drogen um. Heutzutage ist der Mensch maßlos…

Ich will nicht ausschließen, dass es auch Exemplare gab, die dem Rausch mehr verfallen waren, als andere. Aber wenn sie sich ständig den Kopf zugedröhnt hätten, hätten sie wahrscheinlich nicht überlebt. Damals war Hartz IV noch nicht erfunden. (Was um Himmels willen keine Äußerung gegen Hartz IV Empfänger sein soll. Aber damals gab es eben noch kein soziales Netz, was jeden auffing.)

Über Gelagen schwebt der Vergessenheit Reiher,

Der den Verstand uns stiehlt;

Dieses Vogels Gefieder umfächelte mich,

als ich in Ginnlods Grotte saß.

Trinken ward ich, war todtrunken

In des sinnreichen Fjalar Saal;

Am besten ist´s, bringt man vom Trunke

einen klaren Kopf nach Haus.

(ältere Edda, Havamal 12,13)

Was trinken die Männer heute noch am liebsten? Ein schönes Pils… (die Nähe zu dem Wort „Bilse“ ist kein Zufall). Bevor uns die Christen den sexualtriebdämpfenden Hopfen ins Bier taten, war die Bilse drin.

Den veränderten Bewußtseinszustand, der eben auch in der Magie erwünscht ist, konnte man also mit der Bilse erreichen. Über Met und Bier (im richtigen Maß), aber auch geraucht. Das Bilsenkraut war ebenfalls ein Bestandteil der „Hexensalben“, rauscherzeugende Balsame, die hauptsächlich an Stellen, wie Puls oder Armbeuge aufgetragen wurden, damit die Wirkstoffe schnell in den Kreislauf gelangen konnten. Aber Vorsicht! Die „überlieferten“ Hexensalbenrezepte sind wahrscheinlich nicht echt. Auch dieses Wissen ging verloren. Was zur Zeit so kursiert, sind in der Regel von Sesselarchäologen, oder experimentierfreudigen Apothekern erfundene Rezepte. So, wie sie so eine Salbe gerührt hätten eben. Ob das unsere kräuterkundigen Ahninnen auch so gemacht haben, ist sehr fraglich… ich denke da nur an den vorschnellen Dr. Withering, der einer Kräuterfrau das Herzmittel „Fingerhut“ abgelauscht hat, und dabei mal eben die 19 anderen Kräuter mangels „Wirkstoffbeweis“ verwarf. Auch das Withering die Lorbeeren für diese Entdeckung einstrich, ist eigentlich gemein. Er experimentierte auf dem Rücken Mittelloser, von denen so mancher aufgrund der Fehldosierung (oder auch der anderen Kräuter in dem ursprünglich sehr guten Rezept) doch vorzeitig diesen Planeten verließ.

Heutzutage kennen wir viele andere Wege, um in diesen Bewußtseinszustand zu kommen. Es ist der „Alphazustand“, also etwa die Hirnaktivität kurz vorm Einschlafen. Wer sich näher damit befassen möchte, dem sei ein Silva-Mind Seminar angeraten. Bei Silva Mind lernt man keine Magie – mitnichten. Es ist reines Bewußtseinstraining. Aber man fängt an, die Wirkmechanismen von Magie zu verstehen. Ich rate eigentlich jedem zu einem Seminar. Leider reicht die Sprache nicht wirklich aus, um die Inhalte dieses Seminars wirklich zu beschreiben. Daher gelingt es mir selten, jemanden von der ungeheuren Nützlichkeit zu überzeugen. Aber wer einmal eines mitgemacht hat, weiß wovon ich rede. Eine lebensverändernde Erfahrung. In jedem Bereich: Beziehungen, Job, Gesundheit… für mich ist diese Technik schon Magie, aber das ist – wie gesagt – ja eine reine Definitionsfrage. Sollte jemand sich zu so einem Seminar entschließen, der richte bitte Ursula Haller liebe Grüße von mir aus.

Silva Mind nach Büchern zu lernen ist aber irgendwie so, als ob man seinen Führerschein nur theoretisch macht… Wer Bücher durcharbeitet und die Erfolge mau findet… nicht wundern: Geht auf ein Seminar! Zumal die Bücher teilweise wirklich falsch übersetzt wurden.

In der Volksmagie wurde das Bilsenkraut hauptsächlich für Liebes- und Regenzauber verwendet. Das würde ich heutzutage nicht mehr machen. Bei Liebe hab ich wirklich andere Assoziationen und Regenmagie kann man auch mit Farnkraut betreiben.

Schwarzes Bilsenkraut in meinem natürlichen Habitat

Ob seiner schmerzlindernden und beruhigenden Eigenschaften wird das Bilsenkraut immer noch medizinisch verwendet. Auch in Krebssalben ist es zu finden. Ich rate aber nach wie vor von Selbstversuchen (außer in homöopathischer Form) ab.

Auch in der magischen Praxis ist es nicht zwingend notwendig, gleich zu giftigen Pflanzen zu greifen. Wohl schrieben unsere Ahnen gerade den Tödlichen eine große Macht zu, aber ebenso mächtig und definitiv ungefährlicher sind heilige Pflanzen wie Beifuss und Wacholder.

Alte Rezepturen zu finden, ist schon schwierig. Sie in die heutige Zeit zu „übersetzen“ noch viel mehr…  Die Pflanzen haben teilweise Bezeichnungen, die wir nicht mehr kennen und regional trugen sie auch unterschiedliche Namen.

In einem Rezept aus dem 15. Jh. steht z. B.

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Räucherung zur Geisterbeschwörung

Wurzel des Unkrauts Sagapen (??)

Schierlingssaft

Bilsenkrautsaft

Tapsus barbatus (??)

Rotes Sandelholz

Schwarzer Mohnsamen

Da fängt es schon an. Die Ingredienzen lassen sich nicht mehr genau bestimmen. Mal ganz davon abgesehen, dass ich vom Geisterbeschwören absolut nichts halte…

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Ein anderes Rezept möchte ich aber auch noch preisgeben, weil es da in der Beschreibung heißt: „Um üble Dämonen, zornige Geister, Steuerfahnder, Betrunkene und andere widerwärtige Kreaturen loszuwerden„. Liebe Steuerfahnder, dass ist nicht auf meinem Mist gewachsen… 😉   (Cunnigham: 1989)

Also, wer diese Räuchermischung mal ausprobiert und gar Erfolge hat, teile es mir bitte mit. Ich verkauf die meistbietend an die Opfer der Steuer-CD aus der Schweiz…

Notfallräucherung

3 Teile Weihrauch

2 Teile Drachenblut

2 Teile Myrrhe

1 Teil Asant

1 Teil Rosmarin

1 Teil Cayenne

1 Teil Paradieskörner

1 Teil Gartenrauke

1 Teil Knoblauch

Ich könnt mir schon vorstellen, dass es die oben Genannten fernhält. Diese Mischung qualmt nämlich enorm. Ist nicht unbedingt etwas für geschlossene Räume (es sei den, der Dämon sitzt drin) und man sollte sie auch nicht unbedingt direkt einatmen, sie wirkt schon reizend (wie ein Steuerfahnder…)

Da jede Pflanze mehr als nur die Summe ihrer Wirkstoffe ist, ist auch jede Pflanze magisch. Da wir viel vergessen haben, ist es eine Lebensaufgabe bewährte Rezepturen zu entdecken und wieder zu entdecken. Ich wünsche viel Spaß! Das frau sich zunächst mit den Ungiftigen beschäftigen sollte, ist wohl klar. Eine erste Quelle wären da wohl die Bücher von Storl und Rätsch. Viel Spaß!

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Seitdem es bei uns so heiß ist, schlafen wir draußen. Das ist tatsächlich eine komfortable Sache, weil wir dieses wunderbare Gartenbett von der schwedischen Firma Harbo haben..

wir hatten auch noch das Glück, es preiswerter zu bekommen (da gibts ziemliche Preisschwankungen…).

Man kann eine Seite hochklappen und hat dann eine Schaukel. Wenn man die Seitenteile zuzieht, kann einem selbst schlechtes Wetter nichts anhaben. Wir haben gegen Plagegeister auch noch ein Moskitonetz unters Dach gehängt und können einen wohligen Schlaf im Garten genießen.

Ich gehöre sowieso zu denen, die immer das Fenster offen haben müssen, um gut zu schlafen. Das es aber doch noch so ein großer Unterschied ist, wenn man richtig „draußen“ schläft, hätte ich nicht gedacht. Während der Hitzewelle sowieso, aber auch jetzt, wenn leichter Sommerregen aufs Dach trommelt. Ich schlafe wie ein Baby. Tatsächlich hab ich auch einen ganz anderen Rhythmus angenommen. Ich geh früher ins Bett und steh mit den Vögeln auf.

Abends schauen schon mal Katz und Igel vorbei und morgens kommt unsere kleine Laufente, die mittlerweile im Flegelalter zu sein scheint, schnattert ein wenig rum und legt sich oft auch noch bis zum Morgenkaffee unters Bett.

Ja, das ist ein wenig kompliziert, mit unseren gefiederten Mitbewohnern. Vielleicht habt ihr ja den älteren Beitrag gelesen, wo wir um das Leben des Entleins gekämpft haben, das die Eltern einfach aus dem Nest schubbsten und nicht mehr annehmen wollten.

Der Kleine, Donald, ist also irgendwie eine „Menschente“. Wieder- eingliederungsversuche waren bisher vergeblich. Man merkt dem Entlein an, dass es zerrissen ist. Die anderen Enten verprügeln ihn, wenn er Kontakt sucht und als Mensch fühlt es sich natürlich auch nicht.

So einen kleinen Hilflosen verwöhnt man natürlich ein bisschen. Da die Großen ihn nicht ins Wasser lassen, machen wir ab und an einen „Spontanteich“ unter Huberts Blättern. Hubert ist unser Mammutblatt. Wenn wir ihm die Wurzeln wässern, gefällt ihm das sehr gut. Außerdem hat das Entlein Deckung und genug Ruhe, sein Frühstück zwischen den großen Blättern im Schlamm einzuweichen und auf Entenart wegzuschlabbern.

Liebgewonnenes Ritual: Entenfrühstück im Schutz von Huberts Blättern…

Ja, wir mögen es eigentlich naturnah. Manchmal allerdings…

Also, wie schon gesagt. Draußen schlafen ist noch um Längen besser, als nur ein Fenster öffnen. Es tut einfach gut. Langsam begreife ich, warum es so viele Campinganhänger gibt. Und man bekommt die kleinen felligen und fedrigen Besucher mit. Mir scheint, der Körper kommt wieder in einen gesunden Rhythmus und die frische Luft und auch der Temperaturreiz tun ihr Übriges. Ich habe rund um den Sitz/Schlafplatz duftende Kräuter und eine Balsampappel gepflanzt. Bei Sonne verwöhnt uns eine Tuberose und bei Regen kommt der aromatische Hauch der Pfefferminzen herrüber…

Dieses lauschige Plätzchen haben aber auch andere entdeckt. Den 6-Beinern können wir mit dem Moskitonetz den Zugang verwehren, aber bei uns sind ja alle ein bisschen bekloppt. Auch die Gefiederten. So finde ich alle zwei Tage tatsächlich zwei Eier im Bett. Nein, nein… also jetzt nix Falsches denken… Irgendwie schafft es mein Lieblingshuhn trotz Vorhänge und Moskitonetz ans Fussende zu kommen und dort Eier zu hinterlassen. Das begeistert mich nicht so, wie sich das Huhn das möglicher Weise erhofft hat. Irgendwie treibt es mich dann schon zu neuer Bettwäsche. Und ich krieg und krieg nicht heraus, wie es durch das Netz kommt. Die Enden sind nämlich unter die Matratze gestopft. Erst dachte ich, mich wolle ein Familienmitglied verkohlen und legt die Eier da hin. Darum hab ich das mal einen Tag beobachtet. Nein… niemand geht hin. Aber dann doch ein Ei!

Beherrschen Hühner das Teleportieren?

Noch seltsamer ist, dass dieses uralte Huhn (neun oder zehn Jahre) dann auch noch zwei Eier auf einmal legen kann… das geht doch nicht mit rechten Dingen zu.

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Also ich kann es nur empfehlen: Draußen schlafen. Auch eine Möglichkeit, sich den Kräften der Kräuter zu nähern… und beeindruckende Erlebnisse zu haben.

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Pflanzen und Gefühle

Etwa 25- 30 % der Deutschen leiden an psychischen Krankheiten (Psyche = griechisch für „Seele“), das sind rund 16 Mio. Menschen. Jeder 3. erkrankt mindestens einmal im Leben an einer psychischen Störung, die ärztlicher Behandlung bedarf.

Das auch Heilkräuter hier eine wertvolle Hilfe sein können, kommt erst langsam ins Bewußtsein. Die Forschungen in dieser Richtung sind bisher noch recht kläglich.

Aber schon Aristoteles war davon überzeugt, das Pflanzen eine Seele haben. Hildegard von Bingen auch. „Blätter des Lebens“ nannte sie ihre Kräuter. Edward Bach meinte, dass die Pflanze den Menschen mit positiven Schwingungen überflutet und damit die negativen der Menschen überdeckt. Er hat über seine Bachblüten zum ersten Mal eindeutig Heilpflanzen, Gemütszustände und Krankheiten in einen Zusammenhang gebracht und damit einen völlig neuen Therapieansatz vorgestellt. Er heilt nicht die Krankheit, sondern den negativen Seelenzustand.

Ungelöste Dauerkonflikte machen krank. Tatsächlich sind es meist nicht die großen Krisen und Katastrophen im Leben, sondern die kleinen, schnell verdrängten Konflikte, die wir nicht so ernst nehmen und die Krankheit verursachen (Beziehungsprobleme, Ärger am Arbeitsplatz). Heilkräuter wirken hier sanfter als Chemie, gehen aber tiefer und die Wirkung dauert länger an. Auch die Gefahr von Abhängigkeit und ständiger Dosiserhöhung ist bei Heilkräutern grundsätzlich nicht gegeben.

Ich musste mich aus eigener schmerzlicher Erfahrung (massive Panikattacken) mit diesem Thema auseinandersetzen. Das erste, was ich lernen musste: Nicht jedem hilft jede Pflanze gleich gut. Das beliebte Johanniskraut hatte bei mir nicht mehr Wirkung, als ein Glas Leitungswasser. Wir sind alle verschieden, Heilpflanzen auch, also lernen Sie Ihre Pflanze kennen!

Das ist gar nicht so einfach. Eben weil unser Kräuterwissen ziemlich in Vergessenheit geraten ist und auf „Seelenzustände“ schon gar nicht erforscht wurde. Die klassische Schulmedizin hält Psychosomatik zum größten Teil noch für Humbug. Ja leider reduziert sich die Schulmedizin oft auf rein physikalische und chemische Vorgänge im Körper. Es wird operiert, was nicht recht am Platz ist, es wird in meist künstlicher Form zugeführt, was nicht vorhanden ist… Dabei wird vernachlässigt, dass der Körper eigentlich selbst in der Lage ist, sich zu regulieren, manchmal brauch er nur einen Anstoß, aber nicht etwas, dass alle Funktionen selbst übernimmt.

China hat sich seine Kräutertradition bewahrt. Hier wird der Suchende oft fündig. Dazu bedarf es ob des geballten Wissens aber Kräuterkundiger. Selbstversuche halte ich nicht für fruchtbar. Da ich ja, wie gesagt, schon irgendwie, genau wie meine Pflänzchen, im deutschen Boden verwurzelt bin, such ich hier meine Seelenverbündeten. Das dauert oft ein wenig länger, aber die Beziehungen sind fruchtbarer…

Auch milde Kräuter wirken. Wer gleich zu Psychopharmaka greift, lässt sich oft auf den Tanz mit dem Teufel ein. Das wird sicherlich jeder bestätigen können, der versucht hat, davon wieder loszukommen. Ich selbst war einmal in einer Krisensituation kurz davor, ein angeblich harmloses Mittel, dass nicht abhängig macht, zu nehmen. Glücklicher Weise hab ich zuvor gegoogelt: Andere Betroffene schilderten, dass dieses Mittel zwar nicht süchtig mache, aber nach Absetzen die Symptome schlimmer seien, als vorher. Womit doch eine gewisse Abhängigkeit erzeugt wird. Was ja eigentlich auch logisch ist. Mit Beruhigungsmitteln löst man keine Probleme, egal ob die synthetisch oder pflanzlich sind. Trotzdem wirken Pflanzen anders, als chemische Pendants. Während Letztere den Körper mit Gewalt beruhigen, scheinen Pflanzen tatsächlich die Seele zu erreichen. In diesem wirklich ganzheitlich ruhigen Zustand ist der Mensch eher in der Lage, Lösungen zu finden.

Schon eine kleine Kräuterspirale bietet vielen Seelentröstern Platz

Pflanzen sind „Sonnenkollektoren“. Nach den Lehren unser Vorfahren ist das Herz ist ein „Sonnenorgan“. Schon der Volksmund kennt die „Sonne im Herzen“. Fröhliche Gemüter fangen sich nicht so schnell jeden Virus ein, wie ständig traurige und gestresste Menschen. Ja, Disharmonie macht krank. 50 % aller Todesfälle gehen auf Herz-Kreislauferkrankungen zurück. Dieses Phänomen existiert aber erst seit dem letztem Jahrhundert! Bis zum Mittelalter kannte man Herzkrankheiten nicht. Die „Herzkräuter“ waren durchweg Gemütskräuter – Seelenkräuter. Das gibt einem schon zu denken. Trotz großer Fortschritte in der Medizin entwickeln wir neue Krankheiten, die die Menschen früher kaum kannten. Was hat sich geändert? Die Lebensumstände… was war damals anders, besser?

Unter anderem sicher die naturbelassenere Nahrung. Man kann sich starke Nerven nämlich auch „anessen“. Wir müssen nur auf basenbildende Lebensmittel, wie Keime, hochwertige Proteine, Vollkorn, grüne Gemüse, Wurzelgemüse und „kultivierte“ Milchprodukte wie Yoghurt, Kefir und Buttermilch achten. Zitronen, Pampelmusen, Samen und Nüsse sind ebenfalls basenbildend.

Als Nahrungsergänzungen kommen Spirulina, Bienenpollen und Hefeextrakt in Frage.

Auch kalziumreiche Lebensmittel sind gut für die Nerven (und nicht nur für Knochen und Zähne). Auch Krämpfe, Hyperaktivität und Schlaflosigkeit kann dadurch gemindert werden. Wir finden Kalzium in: Algen (rund 10 mal mehr als in Milch!), Milchprodukten, den meisten grünen Gemüsen (Brokkoli, Grünkohl, Mangold, Rübstiel, Spinat) und Petersilie. Große Mengen sind auch in Mandeln und Sesam zu finden. Obwohl Milchprodukte reich an Kalzium sind, scheint unser Körper es nicht gut verwerten zu können.

Auch unter den Kräutern und Wildgemüsen ist Kalzium reich vertreten:

Ackerschachtelhalm, Amaranth, Brennnessel, Brunnenkresse, Hafer, Löwenzahn, Senfsprossen und Vogelmiere sind gute Quellen. Hafer ist übrigens ein sehr guter Nervenstärker. Er sollte den Speiseplan regelmäßig bereichern.

Es gibt viele Pflanzenhelfer, die auf die Seele wirken. Ja, ich wage zu behaupten, dass sogar jedes Pflänzlein unsere Seele berührt. Wir haben halt nur noch nicht (oder nicht mehr) genug Erfahrungen gesammelt.

Die wichtigsten Seelenfreunde sind:

Erzengelwurz als Botin des Lichts und Schutzengel in Pflanzengestalt. Schützt vor Pestilenz (Infekten) Tod und Teufel. Die Wurzel ist in Lebenselixieren enthalten. Sie heißt auch „Angstwurz“ (im „Melissengeist“ enthalten).

Baldrian verstärkt chem. Beruhigungsmittel, daher bitte nicht zusammen einnehmen. In den meisten Fällen ist Baldrian eine wunderbare Hilfe, bei Dauergebrauch drohen aber Kopfschmerz und Herzklopfen. Dem Baldrian hab ich ein eigenes Kapitel gewidmet. Schauen Sie bitte in vorhergehenden Beiträgen nach.

Eisenkraut, das fast vergessene heilige Kraut der Kelten, stählt auch die Nerven, braucht aber 4 Wochen Wirkzeit

Damiana (Asthmabesen) fegt Traurigkeit weg,  ist gut für Sonnentees, wirkt aphrodisierend. Im Ursprungsland wird Damiana sehr erfolgreich gegen Asthma eingesetzt.

Helmkraut, eine wunderbare Pflanze zur Trauerarbeit, wie auch die Schlehe, oder die Vogelbeere.

Hopfenzapfen entwickeln nach zweijähriger Lagerzeit beruhigende Inhaltsstoffe.

Johanniskraut, ein typisches Sonnenkraut, bringt Licht ins Gemüt, wirkt (leider nicht bei jedem) erst nach längerer Einnahme.

Zimt ist blutzuckersenkend und beruhigend.

Auch Heilsteine kommen natürlich in Frage. Aber das wäre schon wieder ein ganz eigener Beitrag.

Bernstein verstärkt die Sonnenkräfte.

Anwendungsformen: vom Tee bis zur Tinktur


Kräutertees sollten spätestens nach einigen Tagen Wirkung zeigen, sonst Rezeptur ändern (Ausnahme: Baldrian, Johanniskraut, Passionsblume, Eisenkraut, Weißdorn)

Keine Daueranwendung!

Spätestens nach 6 Wochen die Rezeptur ändern.

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Kräuter können natürlich auch als „Kräuterkissen“ wirken. Hierbei entfalten sich die Aromen durch die Körperwärme. Es gibt unzählige, wirklich gute Kräuterkissenkombinationen.  Wer da Rezepte möchte, darf mich gern kontaktieren.

König Georg III von England schwor auf reine Hopfenkissen, die mit Wodka besprengt wurden.


Mit Kräuterkissen sind wir schon bei der Aromatherapie, einem Zweig der Kräuterheilkunde. Über die Nase nehmen wir die Inhaltsstoffe schneller auf. Duft verknüpft Erinnerungen. In der Aromatherapie gibt es wunderbare Mischungen. Auch das wäre schon wieder einen eigenen Beitrag wert. Bei Panikern hilfreich: (echter) Jasmin.

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Auch Medizinalweine helfen: Obwohl die Franzosen 11mal mehr Wein trinken, als die Amerikaner, sterben sie dreimal seltener an Herz-Kreislauferkrankungen.

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Seelenbalsam – Rezepte

Seelenruhe

Likör zum Geniessen

1 Tasse getrocknetes Johanniskraut ½ Tasse Baldrianwurzel

½ Tasse Melisse abgeriebene Schale von 3 Bioorangen

½ Tasse Rosmarin 500 g Zucker

½ Basilikum 2 l Obstbranntwein (41 Vol.-%)

Alle Zutaten in ein Glasgefäß geben und rühren, bis sich der Zucker gelöst hat. 3 Wochen an einem kühlen Ort stehen lassen und täglich schütteln. Abseihen und noch 3 Monate kühl und dunkel reifen lassen. Nach dem Essen oder vor dem Schlafengehen ein Gläschen genießen.

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Sommer für die Seele

20 g Holunderblüten 30 g Kornblumenblüten

50 g Johanniskraut 20 g echtes Labkraut

30 g Königskerzenblüten 50 g Honigklee

Wärmt die Seele, wie ein Sommerspaziergang.

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Sonnenwein

2 Handvoll Sonnenkräuter ( z. B. Johanniskraut, Goldrute, Rosmarin oder Esche) in

700 ml Weißwein (wer mag kann einen Naturbernstein hinzufügen)

eine Woche an der Sonne ziehen lassen. Haltbarkeit etwa 4 Wochen. Wer die Haltbarkeit erhöhen möchte, muss den Alkoholgehalt erhöhen, indem er mit Trinkalkohol aus der Apotheke auffüllt oder die Mischung mit einem höherprozentigem Sherry ansetzt. 20 % sollte der Wein dann schon haben.

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Danziger Goldwasser (auch käuflich zu erwerben)

1 TL Kardamom einige Wacholderbeeren

1 TL Koriander 1 Prise Macis

1 TL Sternanis einige Zitronen- und Pomeranzenschalen

1 Handvoll Rosenblüten 170 g brauner Zucker

1 Zimstange 700 ml Doppelkorn

5 Gewürznelken

Ansetzen, sechs bis acht Wochen in die Sonne stellen, täglich schütteln, abseihen, etwas Blattgold hinzufügen.

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SEELISCHE PROBLEME

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Abhängigkeit/Sucht

Teemischung aus: Dost, Eleutherokokkus, Rose , Thymian, Wermut, Zimt

Während des Entzugs helfen Johanniskrautpräparate.

Speziell bei Nikotinsucht haben sich auch Hafer, Damiana und Breitwegerich (Lungenschutz) bewährt. Ausserdem viel Äpfel essen (danach schmecken Zigaretten abscheulich).

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Aggressivität

Gut: Galle und Lebermittel, Wermuttinktur,

Duftlampe: Kamille, Lavendel, Majoran oder Zypresse

Teemischung: Damiana, Eisenkraut, Sternanis

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Angst

Herbs de Provence“ häufig in der Küche verwenden.

Teemischung: Echtes Labkraut, Eisenkraut, Thymian, Dost

Melissenteemischung: 3 Teile Zitronenmelisse, 1 Teil Borretschblüten und Blätter, 1 Teil Kamille, 1 Teil Zitronenverbene, 1 Teil Johanniskraut

Bei Bedarf trinken.

Duftlampe: Jasmin, Rose, Vanille oder Zimt (auch mit 1 EL Sesamöl ins Badewasser)

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Depressionen

die Mangelkrankheit (Schlafmangel, Lichtmangel, Liebesmangel, Nährstoffmangel…)

Teemischung: Johanniskraut, Liebstöckel, Melisse, Ringelblume, Weißdorn

Teemischung: 2 Teile Kamille, 1 Teil Borretschblüten, 1 Teil Zitronenmelisse, ½ Teil Lavendelblüten, ½ Teil Rosenblüten

Johanniskraut braucht zum Wirken mindestens zwei Wochen. Fertigpräparate sollten ein Mindestgehalt von 0,2 mg Gesamthypericin haben.

Duftlampe: Neroli, Bergamotte, Jasmin, Sandelholz oder Zirbelkiefer.

Bad: 8 Tr. Lavendel, 3 Tr. Jasmin, 4 Tr. Ylang Ylang, 2 EL Sahne

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Erschöpfung, Burnout

Tee: fünf bis sechs Kräuter aus folgender Auswahl: Alant, Bibernelle, Dill, Eleutherokokkus, Eiche, echter Gamander, Ginseng, Kerbel, Rosmarin, Thymian, Ysop

Eine große Tasse solch einer Mischung hilft etwa 4 Stunden durchzuhalten. Sie sollten keine Dauerlösung sein, sie müssen es schaffen, die Ursache der Erschöpfung zu beseitigen.

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Um wieder zu Kräften zu kommen

Teemischung: Bibernelle, Bohnenkraut, Brennnessel, Salbei

Als Kur etwa 3 Monate, dabei immer 3 Wochen Kur und drei Wochen Pause im Wechsel. Nicht abends nehmen, der Tee vitalisiert stark.

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Gelassenheitstee mein Lieblingstee (auch bei funktionellen – nicht organischen – Herzbeschwerden)

Baldrian, Herzgespann, Hopfen, Lavendel, Weißdorn, Zitronenmelisse

Dieser Tee bringt Ruhe im Sturm. Manchmal ist Herzgespann nicht zu bekommen, der Tee wirkt auch ohne gut.

Duftlampe: Rose

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Konzentration

Teemischung: Schachtelhalm, Ehrenpreis, Rose, Fenchel

Duftlampe: Rosmarin, Basilikum, Lorbeer oder Pfefferminze

Fertigpräparat: Ginkgo

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Kopfschmerzen (Spannungs-)

Teemischung: Beifuss, Bitterklee, Ehrenpreis,Gänsefingerkraut, Majoran, Schlüsselblume

Der Tee wirkt auch hormonell ausgleichend (wiederkehrende Kopfschmerzen haben oft hormonelle Ursachen).

Rosmarinfussbad (auch bei Migräne): Aus einer Tasse Rosmarinnadeln und 1,5 l Wasser einen Sud bereiten. Den Sud in eine Schüssel geben und mit warmem Wasser aufgießen, bis die Fußknöchel bedeckt sind.

Nach 10 Minuten die Füsse kurz in eiskaltes Wasser tauchen und das ganze nochmal von vorn.

Oft kann man die Wirkung mit Eiswürfeln im Nacken noch verstärken.

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Nervosität

Teemischung: Herzgespann, Johanniskraut, Lavendel, Melisse, Pomeranzenblüten, Storchschnabel

Wacholderbeerkur: Am ersten Tag 4 Wacholderbeeren über den Tag verteilt kauen (nur kauen, nicht hinunterschlucken! Nach dem Kauen die Reste ausspucken), am nächsten Tag 5 Beeren, danach 6, bis man 15 Beeren täglich kaut. Dann wieder reduzieren, bis man bei 4 Beeren täglich angelangt ist. Erneut auf 15 Beeren hochgehen. Die Kur ist beendet, wenn man insgesamt viermal bis 15 und wieder hinuntergelangt ist.

Nervenkraft-Kalzium-Tee

1 Teil Ackerschachtelhalm, 1 Teil Brennnessel, 1 Teil Hafer und Haferstroh (mindestens 30 min. ziehen lassen.

Der Tee baut, über 3 – 4 Monate mit 3 – 4 Tassen täglich genommen, die Nervenkraft auf und Osteoporose vor.

Entspannungsbäder mit ätherischen Ölen oder Kräutern beruhigen die Nerven nachhaltig. Wer kein Bad nehmen möchte, oder darf, der kann auf Fussbäder ausweichen. Sehr entspannend ist z. B. das

Kräuterfussbad

2 Teile Lavendel, 1 Teil Hopfen, 1 Teil Salbei, ½ Teil Rosmarin, einige Tropfen äth. Öl nach Belieben.

Ein Fussbad zieht das Blut nach unten, regt den Kreislauf an. Vielleicht reicht Ihnen ein lieber Mensch dazu noch eine Tasse Kamillen- oder Lavendeltee und massiert Ihren Nacken.

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Phobien

Teemischung: Angelikawurzel, Brennnessel, Eisenkraut, Pfefferminze, Rose, Wermut

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Prüfungsangst/Mobbing

Einige Kräuter aus folgender Auswahl: Baldrian, Beifuss, Eberraute,Ehrenpreis, Eisenkraut, Heilziest, Salbei, Thymian. Eine Messerspitze Kardamom hinzugeben.

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Schlafstörungen

Teemischung: Hopfen, Lavendel, Melisse, Orangenblüte, Passiflora,Weißdorn

Baldrian als Tee, oder die Tinktur (1 Teel. Auf ein halbes Glas Wasser), aber auch als Bad: 250 ml Tinktur ins fließende Wasser.

Schlafkissen: o.g. Kräuter in ein kleines Kissen einfüllen (15cm x 15cm ist ausreichend)

Schlafstörungen sind ein Symptom eines Ungleichgewichtes, das es zu finden gilt. Wer unter besonders hartnäckigen Schlafstörungen leidet kann Folgendes probieren:

  1. 4 Stunden vor dem Schlafengehen ¼ Teel. Baldrian/Helmkraut-Tinktur stündlich einnehmen und eine Tasse Nervenkraft-Kalziumtee trinken.
  2. 20 Minunten vor dem Schlafengehen ein warmes Lavendelbad nehmen oder einen belebenden Spaziergang machen (wenn es das Klima zulässt, auch barfuss über das Gras).
  3. Kurz vorm Schlafengehen ein Glas warme Milch (oder Soya-, Mandel-, Reismilch) mit Zimt und Honig trinken. Stellen Sie die Baldrian/Helmkraut-Tinktur neben ihr Bett und legen Sie sich schlafen.
  4. Falls Sie erwachen, zwingen Sie sich nicht zum Wiedereinschlafen, das strengt an und funktioniert meist nicht. Nehmen Sie lieber ¼ Teel. der Tinktur. Lesen Sie ein wirklich langweiliges Buch oder nehmen Sie nochmal ein heißes Kräuterbad.

Sie sollten trotzdem versuchen, den Grund Ihrer Schlaflosigkeit herauszufinden und die Ursache zu beheben. Helmkrauttinktur bekommen Sie möglicher Weise nicht in der Apotheke. Helmkraut (Virginisches Helmkraut) ist im gutsortierten Kräuterfachhandel zu bekommen und leicht im Garten zu ziehen.

Bei Schlaflosigkeit infolge von düsteren Gedanken oder Angst vor Dunkelheit und Albträumen:

1 TL Erzengelwurz und 1 TL Baldrianwurzel in 250 ml kaltem Wasser drei Stunden ziehen lassen, dann abseihen und bis auf Trinkwärme erhitzen. Die Lichtpflanzen beschützen die traumwandelnde Seele in der Nacht.

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Schock

Tee: Orangenblüten, Passiflorakraut, Ringelblume, Rosenblüte, Schlüsselblume und eine Mischung aus den Gewürzen Pfeffer, Koriander, Sternanis und Zimt.

Wenns schnell gehen muss: Eine Prise von jedem Gewürz in eine große Tasse Tee.

Bachs Notfalltropfen

Duftlampe (Taschentuch): Neroliöl

Sollte es sich um einen schweren Schock (z. B. nach Unfall) handeln, ist sofort ärztliche Hilfe anzufordern. Die Schockmittel stellen dann eine erste Hilfe dar.

Wenn man etwas zur Ruhe gekommen ist, sollte man „Nervennahrung“ zu sich nehmen (Nüsse, Fisch).

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Menschen sind individuell, Kräuter auch. Nicht jedes Kraut erzielt bei jedem Menschen die gleiche Wirkung. Fangen Sie immer in niedrigen Dosen an und schauen Sie, wie es Ihnen bekommt. Wenn Sie über 60 sind, sollten Sie mit halber Dosis anfangen, da Ihr Körper sensibler ist. Bei Kindern müssen Sie ebenfalls vorsichtig sein. Hier müssen die Dosen aufs Körpergewicht umgerechnet werden, wobei eine Normaldosis einem 75 kg schweren Erwachsenen entspricht. Wenn Sie sich mit Kräutern noch nicht so auskennen, bleiben Sie bei Kindern bei bewährten Tees wie Kamille, Melisse und Lavendel. Zur Beruhigung bei Kindern hat sich auch Katzenminzentee (nur die echte, keine Zuchtformen) bewährt. Ab 12 können Sie normale Dosen verabreichen.

Fragen zu Kräutern können Sie mir jederzeit und gern stellen. Fragen zu sich selbst, stellen Sie bitte Ihrem Spiegelbild oder Ihrem Therapeuten. Es sollte selbstverständlich sein, dass Kräuter nicht immer ausreichen und doch ab und an ein Therapeut hinzugezogen werden muss. Nutzen Sie also Ihren gesunden Menschenverstand und wenden Sie sich an einen Spezialisten, wenn Sie allein nicht weiterkommen. Das kann ein Seelenpfleger, ein guter Freund, ein Arzt oder Heilpraktiker sein.

Wenn Sie über keinen gesunden Menschenverstand mehr verfügen, dann ist der Gang zum Therapeuten obligat. 😉

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