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Archive for Juli 2010

und nicht nur da. Haben Sie schon mal ein schönes Kräutersalz selbst gemacht? Etwas Einfacheres gibt es gar nicht. Und schon haben Sie etwas Dekoratives für die Küche, ein Geschenk für einen lieben Menschen und… ja, natürlich, ein wunderbares Würzmittel für Ihre „wilden“ Kreationen.

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Blütensalz

Wenn das Leben bunt werden soll

5 Kornblumenblüten

15 Löwenzahnblüten

15 Rotkleeblüten

5 Mohnblüten

einige Salbeiblüten

1 El gefriergetrocknete Zwiebeln

1 Tl gefriergetrockneten Knoblauch

1 El Meersalz

1 Tl langer Pfeffer (ersatzweise schwarzer Pfeffer)

Die Löwenzahnblüten zwischen den Fingern am grünen Ende zusammendrücken, dass sie sich schließen und dann etwa mittig durchschneiden. So erhält man die goldgelben Blütenblätter. Zusammen mit den anderen Blüten vorsichtig rascheltrocken werden lassen (auf Gaze oder bei 40 Grad im Backofen – die Tür leicht geöffnet).

Mit den restlichen Zutaten vermengen.

Diese Mischung eignet sich hervorragend für Quark, Käse, Butterbrot und Salate. Es können natürlich auch andere Blüten verwendet werden.

Wenn die Mischung nicht in eine Gewürzmühle kommt, müssen die festen Bestandteile vorher im Blitzhacker pulverisiert werden. Dann die Blüten hinzugeben und nochmals zerkleinern, bis die Blüten stecknadelkopfgroß sind.

Fangen Sie den Sommer ein

Fines Herbes

Die klassische französische Kräutermischung

1 El Petersilie

1 El Estragon

1 El Schnittlauch

1 El Kerbel

1 Tl Basilikum

1 Tl Bohnenkraut

1 Tl Majoran

1 Tl Rosmarin

1 Tl Thymian

Verarbeiten wie unter „Blütensalz“

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Gewürzmischung für Braten oder Schmalz-, und Eierbrote: 5g Beifuss, 2g Thymian, 2g Rosmarin, fein zerrieben.

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Provence pur

Frankreich in die Töpfe

1 El Estragon

1 El Oregano

1 El Thymian

1 El Basilikum

1 Tl Rosmarin

1 Tl Lavendel

½ El Bergbohnenkraut

½ Tl Salbei

Verarbeitung siehe „Blütensalz“

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Bella Italia

Dolce Vita in Streuform

2 El Oregano

2 El Basilikum

1 El Thymian

1 El Rosmarin

1 Tl Salbei

Verarbeitung siehe „Blütensalz“

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So gut kann Sommer schmecken…

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Immer wieder erreichen mich Fragen von Kräuterinteressierten zu bestimmten Beschwerden. Das kann ich leider nur ganz allgemein beantworten. Zum einen kenne ich den Fragenden nicht, zum anderen darf ich auch keine Diagnosen durchführen oder gar Mittel „verschreiben“. Ich gebe aber gern weiter, was mir oder anderen in der Situation geholfen hat.

Bitte beachten Sie: Die vorgestellte Rezeptur kann natürlich nur bei korrekter Diagnose wirken. Wenn es sich also nicht um harmlose Dinge handelt, denen Sie mit Hausmitteln beikommen können, sollten Sie sich immer über einen Fachmann absichern. Werden Sie nicht leichtsinnig. Natürlich sind Kräuter toll, aber im Ernstfall sollte man sie allenfalls begleitend und nach Rücksprache einsetzen und auch wenn in harmloseren Fällen keine Besserung erfolgt, ist Arzt oder Heilpraktiker angesagt. Für mich (wie gesagt: für mich) gibt’s da eigentlich nur eine Ausnahme:

Wenn die Krankheit verzweifelt ist, kann ein verzweifelt Mittel nur helfen, oder keins.“ Shakespeare

Also, da schließe ich mich dem alten Shakespeare einmal an. Bei Krankheiten, wo auch die Schulmedizin ziemlich im Dunkeln tappt, oder nur mit sehr bedenklichen Nebenwirkungen versehene Alternativen anbietet, habe ich kein Problem, mich nur auf Alternativen zu verlassen… Aber das gilt für mich. Bitte entscheiden Sie, mit gesundem Menschenverstand, selbst. Vergessen Sie nicht: Sie allein dürfen entscheiden, was mit Ihnen passiert (und tragen natürlich auch die Folgen..), solange Sie nicht irgendein Virenträger sind, der dem Umfeld gefährlich werden kann, ist alles allein Ihre Entscheidung. Solange Sie des Denkens mächtig sind, lassen Sie sich Behandlungen genau erklären und sehen Sie sich alle Möglichkeiten an. Wägen Sie ab. Lassen Sie sich nie überreden, nur überzeugen…

Nun… letztens war es ein recht harmloses, aber sehr unangenehmes Leiden, dessen mögliche Behandlung bei mir nachgefragt wurde: Fußpilz.

Gerade jetzt im Sommer, Hitze, Schwitzen… das freut den Pilz! Womöglich noch ein nettes Klima in Synthetiksocken oder den ach so beliebten Plastikclogs, in der teureren Variante angeblich sogar mit Anti-Pilz-Ausrüstung…

Den Betroffenen ist das oft so peinlich, dass sie sich bei größter Hitze in dickes Schuhwerk quälen, damit nur keiner was mitbekommt.

In der Tat sind Pilze recht hartnäckig. Das müssen Sie zur Behandlung leider auch sein:

  • höchste Hygiene ist angesagt: befallene Regionen brauchen ein eigenes (Einmal-) Handtuch. Hände sind nach berühren sofort zu waschen. Zwischen den Zehen ist auch ein Föhn hilfreich.
  • Tragen Sie Baumwolle und Schuhe aus natürlichen Materialien. Je offener und luftiger, je besser. Auch wenn der Hersteller jenes berühmten Schuhwerks sich mit Anti-Pilz-Ausrüstung brüstet: es scheint maximal auf den Schuh zu wirken, den Pilz am Fuss lässt es unbeeindruckt.
  • Reinigen Sie Duschtasse oder Wanne täglich mit pilzwidrigen Mitteln (z. B. auch starkem Thymiantee – siehe Beitrag über Reinigungsmittel aus Kräutern)
  • Sie können vermehrt pilzwidrige Tees trinken, wie z. B. Thymian, Ringelblume, Kamille, Klette, Rose, Zimt und Ingwer (schön abwechseln), drei mal täglich.
  • Sie unterstützen ihre körpereigene Bakterienflora im Kampf gegen Pilze mit Aloe Vera Präparaten, die man einnehmen kann.
  • Thymian– oder Ringelblumensalbe kann dreimal täglich aufgetragen werden (eine Einmal- und-nie-wieder-Anwendung, wie in der Werbung von chemischen Mitteln, gibt es in der Kräuterkunde leider nicht, nach Aussagen einer Apothekerin aber bei den käuflichen Mitteln auch nicht…)
  • Baden Sie Ihre Füsse zweimal täglich in starken Tees aus Ringelblume, Thymian, Zimt, Ingwer, Pfefferminz, Walnuss oder Kamille. Auch hier tut Wechseln gut.
  • Nehmen Sie Knoblauch in Ihren Speiseplan auf (am besten täglich).
  • Teebaumöl – (verdünnt) ist ebenfalls hilfreich, es kommt von der Wirkung nahezu an Thymian heran.
  • Thymianöl kann pur (2-3 Tropfen) aufgetragen werden.
  • Das Wichtigste: Trockenhalten, Trockenhalten, Trockenhalten!

Das leichteste Spiel haben Pilze natürlich bei einem schwachen Immunsystem. Sollten Sie zu der Persongruppe gehören, müssen Sie möglicher Weise schon eher zu ärztlicher Hilfe greifen, denn ein nur lästiger Fusspilz kann sich zu ziemlich hartnäckigen und nicht mehr nahezu harmlosen Geschichten entwickeln.

Wenn Sie die Möglichkeit haben: laufen Sie barfuss… Strand, Salzwasser, Sonne..

Ich wünsche Ihnen immer gut zu Fuß  zu sein!

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Baden wie Kleopatra

„Deine Bäder sollen sein wie der Saft der Juliblumen,

der Geist der Rosen und Veilchen,

wie die Milch des Einhorns und des Panthers Atem,

in Körben gesammelt, vermischt mit den Weinen Kretas.“

(Volpone, Ben Jonson)

Na, wenn allein das Zitat keine Wucht ist…  ich gebe zu, mein Badezimmer ist oft weit entfernt von dieser herrlichen Vision. In Haushalten mit Handwerkern, fleißigen Gärtnern, vorratswirtschaftenden Hausfrauen und munteren Kindern ist das wohl auch nicht so einfach.

Ja, es gibt Haushalte, die nicht einmal mehr eine Badewanne haben. Die Bewohner erzählen mir, dass sie nicht gern baden, duschen ginge fix und wäre auch nicht so teuer…

Oh mann, ich find das schade… gibt es etwas Entspannenderes als ein wohliges Treiben in duftendem Schaum bei Kerzenschein und vielleicht auch sanfter Musik? Natürlich stimme ich den „Duschern“ zu, dass für eine einfache Körperreinigung die Dusche vorzuziehen ist. Aber wie entspannt sich der Duschfan? Ich bin neugierig, wer mir dazu was mitteilen möchte, immer gern!

Haben Sie ein eigenes Zimmer? Als Mann vielleicht. Männer haben des öfteren Büros oder Hobbyräume. Frauen haben meist kein eigenes Zimmer. Ich nenn das oft „Schwellenfrauen“. Sie haben keinen eigenen Bereich, leben zwischen den Schwellen. Wenns hochkommt, gibts noch das Frisiertischchen im Schlafzimmer – den Hauswirtschaftsraum mit Bügelbrett, oft aus praktischen Gründen auch noch im Keller untergebracht – will ich hier wirklich nicht nennen.

So wird das Badezimmer in vielen Familien zum einzigen privaten Ort. Hier kann man für eine kleine Weile die Welt wirklich „ausschließen“.

Wenn Sie wirklich keinen Rückzugsort haben, sollten Sie sich überlegen, das Bad zu einer kleinen Erholungsoase zu machen. Da wir das Zeitalter des Plumpsklos hinter uns gelassen haben, können auch kleine Bäder mit sauberen Toiletten zum Verweilen und Entspannen einladen.

Machen Sie dieses „vergessene“ Zimmer gemütlich. Selbst wenn Sie sich vom Bauträger so ein klinikgleiches, in sterilem Weiß bis unter die Decke gekacheltes Bad aufschwatzen ließen (die Sanitär-Standausführung im Baumarktbeige oder Krankenhausweiß ist ja so günstig!), kann man mit ein wenig dekorativem Geschick, Kerzen und Duft eine heimelige Oase erstehen lassen.

Das geht auch mit schmalem Geldbeutel:

  • mit Muscheln und Fundstücken der letzten Strandwanderung (auch die abgeschliffenen Glasscherben des Zivilisationsmülls finden hier eine nützliche Verwendung).
  • Kerzen und nochmal Kerzen… kann man auch selbst gießen
  • Tiegel und Töpfen mit selbstgemachten Pflegekreationen und bunten Tinkturen (färben Sie mal ihr Badesalz mit Karottensaft, mehr „Sommer“ geht gar nicht)
  • Schalen mit duftenden Waschkugeln (soooo einfach, Seife raspeln, ein wenig anfeuchten, zu Bällchen formen, in Kräutern wälzen – duftend, wenn möglich -, z.B. Zimt, Lavendel…)

Japaner reinigen sich, bevor sie in die Wanne steigen…

Auch mit schmalem Budget lässt sich – ein wenig Fantasie vorausgesetzt – überall  „Meeresstimmung“ zaubern.

Kleopatra badete gern in Eselsmilch. Das ist nicht so einfach nachzumachen, aber 1 Liter Milch und eine Tasse Honig in der Wanne sind ebenso herrlich und pflegend.

Madame de Pompadour pflegte ihrer Bademilch Honig, Lavendel und Rosenblüten hinzuzufügen, etwas, was wir auch heute ohne Schwierigkeiten nachmachen können…

Königin Mary von Schottland hingegen badete gern in Rotwein. Das hab ich noch nicht ausprobiert, aber warum nicht?

Die Badekultur ist schon sehr alt. Ovid empfiehlt eine Maske aus Vogelnestern gegen Pickel. Auch wenn das helfen sollte, ich kann mir kaum vorstellen, dass man sich dafür begeistern kann… da kann ich mich schon eher für ein türkisches Badeöl aus Rosenblüten oder einer Gesichtsmaske aus Efeublättern erwärmen.

Um das Badezimmer frisch zu halten, muss auch hier nicht Meister Proper ran oder gar seine richtig aggressiven oder künstlichen Pendants:

  • Rostflecken in der Wanne rückt man mit einer Mischung aus Borax und Zitronensaft zu Leibe
  • Grünliche Flecken an Armaturen bekommen heissen Essig zu spüren, oder werden mit Buttermilch aufgeweicht
  • Fleckige Emaille wird mit einer Mischung aus Terpentin und Leinöl (oder Terpentin und Salz) wieder schön
  • Der speckige Überlauf wird mit Kinderzahnbürste (natürlich einer ausrangierten), Zitronensaft, Essig und Natron bearbeitet
  • Messing- und Chromarmaturen werden mit Salz und Essig eingerieben und nach dem Trocknen mit einem Fensterleder poliert
  • Fleckige Kacheln bekommen eine „Abreibung“ durch Zitronen und ihren Glanz zurück, indem man Sie mit Milch und Wasser einreibt, nachspült und poliert
  • Ein Blütenpotpourri auf der Fensterbank hält Ungeziefer fern
  • Ein Raumspray mit 10 Tr. Teebaum sorgt für angenehme Frische
  • Die am Strand gesammelten geschliffenen Glasscherben, in einer Muschel oder Schale dekoriert, sind nicht nur eine schöne Dekoration, sondern auch ein guter Duftträger: 20 Tr. Rosmarinöl darauf geträufelt gibt einen meeresähnlichen Duft und vertreibt Plagegeister. Rosmarin wirkt antiseptisch.
  • Die Kloschüssel bekommt mal eine „Maske“ aus Essig und Mehl (damit der Essig an seinem Platz bleibt) und wird am nächsten Morgen mit der Bürste attackiert. Spülen und fertig.
  • Der Sitz kann mit einer Mischung aus einer Tasse warmen Essig, Natron und sechs Tropfen Lavendelöl gereinigt werden. Gut nachwischen!

So ist das Badezimmer auf dem besten Weg zur Wellness-Oase…

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Uns selbst können wir dann auch noch mit folgenden Rezepten verwöhnen:

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Blüten-Badeessig

1 Tasse Duftperlargonienblätter

1 kleine Flasche Apfelessig

4 Tr. Rosengeranienöl

3 Tr. Neroliöl

Die Geranienblätter zwei Wochen im Essig warm ausziehen lassen, abseihen, Öl zugeben und in einen dekorativen Flakon umfüllen. Ein Spritzer macht jedes Bad zur Aromatherapie…

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Lady Venetias wunderbare Waschkugeln

2 Stck unparfümierte Seife raspeln

1 Tasse Haferflocken

3 Teel. gehackte Lavendelblüten, Eau-De-Cologne-Minze und Rosenblüten

1 Tasse Rosenwasser

3 Tropfen Lavendelöl

3 Tropfen Nelkenblütenöl

Rosenwasser erwärmen. Die restlichen Zutaten vermischen. Das Rosenwasser über die Mischung geben und 15 Minuten ruhen lassen. Alles gut durchkneten (evtl. nochmal im Wasserbad erwärmen). Zu kleinen Kugeln rollen, trocknen lassen, in Pergamentpapier wickeln (oder dekorativ und duftend im Bad verteilen). Nach ein paar Tagen kann man die Kügelchen nochmals mit Rosenwasser glätten und, wenn sie hauptsächlich duftend und dekorativ sein sollen, in Kräutern wälzen. Selbstverständlich sind sie auch wunderbar zum Waschen geeignet…

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Tipp:

Werfen Sie alten Kräutertee oder alte Kräuterbüschel nicht weg. In ein Mulltuch gewickelt und unter den laufenden Wasserhahn gebunden lassen sich noch wundervolle Wannenbäder genießen.

Oder sie befeuchten die trocknen Stängel und geben Sie auf die Grillkohle. Das aromatisiert das Grillgut.

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„Ich konnte oft beobachten, was hier alles aus Düften und Winzigkeiten kreiert wurde; Rosenblüten, die noch im Fallen gesammelt wurden, um daraus ein Potpourri zu machen; kleine Lavendelbündel, die verschickt wurden, um die Schubladen der Städter gesünder zu machen oder die Luft von Krankenzimmern zu verbessern.“

(Cranford, Mrs. Gaskell)

Kräuter sind nicht nur in der Gesundheitspflege eine „dufte“ Alternative zu chemischen Pendants. Auch im normalen Haushalt sind sie wertvolle und umweltfreundliche Helfer. Leider ist auch hier, genau wie in Heilkunde, viel in Vergessenheit geraten. Dagegen wollen wir etwas unternehmen:

Kräuter wurden zum Konservieren genutzt, zum Reinigen und Desinfizieren, zum Würzen… sie wurden ins Dachstroh geflochten, zum Polieren von Möbeln benutzt und auf Böden gestreut.

Wenn Sie mit selbstgemachten, giftfreien Produkten eine gewisse Unabhängigkeit von der Chemie, aber auch ein freundliches Grunzen Ihres Sparschweines erreichen, warum also nicht? Außerdem macht es wirklich Spaß. Die Räume riechen nicht mehr „hochklinisch“ nach Krankenhaus und Labor, sondern nach allen Düften des Orients und Okzidents, ohne dabei so penetrant aufdringlich zu wirken, wie künstliche Duftstoffe das zumeist tun.

Sie müssen dazu nicht exotische Zutaten aus dem Kräuterhandel besorgen. Schon Zitronensaft und Backpulver aus dem Vorratsschrank erweisen sich als wertvolle Hilfen. Sie brauchen nicht mehr Geld, sie haben nur weniger grellbunte Plastikflaschen im Haus.

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Tipps für den Kräuterhaushalt

  • Ameisen und andere Schädlinge: werden durch Gewürznelken, Poleiminze, Lorbeer und Minze in den Regalen vertrieben
  • Bücher schützen Sie vor Ungeziefer, indem Sie Marienblatt oder Waldmeister einlegen (hinterlassen keine Flecken). Sollte ein altes Erbstück, dass noch in Pergament gebunden ist, gereinigt werden müssen, verwenden Sie ein weiches Tuch und Milch.
  • Eichenholzpolitur: (Möbel, Treppen) 60 g Bienenwachs und 1 Tl Zucker in einem Liter Bier schmelzen und wieder erkalten lassen
  • Fliegen meiden die Nähe von Holunderbündeln und Rainfarn.
  • Fliegendreck: Sollten Sie vorhergehenden Tipp verpasst haben und die Fliegen haben sich auf Ihren Fensterrahmen verewigt, hilft kalter Tee.
  • Holzbodenflecken: Zitronensaft, aber vorsicht.. Zitrone bleicht… gut nachwischen, nicht zuviel auftragen
  • Muffiger Geruch im Wohnzimmer erfordert nicht unbedingt den Chemiecocktail, den uns die Werbung als „Luftreiniger“ für Möbel und Tierplätzchen eindringlich empfehlen möchte: Ein einfaches Raumspray tut die gleichen Dienste. Die physikalischen Vorgänge der „Erfrischung“ sind nämlich die Gleichen, da gibts kein Patent drauf.
  • Ofengeruch (Backofen), der sich hartnäckig hält, kann mit Zitronenschalen vertrieben werden, die eine Weile im warmen Backofen „schmoren“.
  • Pfannen bekommt man sauber, indem man ein paar Senfkörner darin erwärmt und mit einem Tuch nachpoliert
  • Rußgeruch (nach dem gemütlichen Abend vor dem Kamin) läßt sich vermeiden, wenn Sie zum Schluß auf die noch glühende Asche aromatische Kräuter und Hölzer streuen.
  • Silberfische, Küchenkäfer und deren Verwandte hassen Lavendelöl, dass in potentielle „Wohnritzen“ verteilt wurde…
  • Schuhcreme nicht eingekauft? Kein Problem, solange es schwarze oder braune Lederschuhe sind, lassen die sich auch hervorragend mit der Innenseite von Bananenschalen pflegen. Polieren nicht vergessen!
  • Spiegel kann man vor Fliegen und deren unschönen Hinterlassenschaften schützen, indem man sie mit einem Zwiebelaufguss abreibt.
  • Teppichflecken: was durch Bürsten nicht verschwindet, kann oft durch Abreiben mit einer rohen Tomate entfernt werden (vorsichtig auf Rückseite prüfen…)
  • Tintenkleckse auf Holz oder Stoff können ebenfalls mit der Oxalsäure einer reifen Tomatenscheibe bearbeitet werden (siehe Teppichflecken).
  • Wespen werden in Frankreich mit aufgehängten Brennnesselbündeln vertrieben. Getrocknete Brennnesselblätter haben außerdem erstaunlich konservierende Wirkung auf darin eingepackten Käse oder Obst…

Auch so können Putzmittel aussehen: Seifenkraut

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Rezepte für den wilden Haushalt

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Raumsprays

Grundrezept:

300 ml Wasser

10 Tr. äth Öl (oder 2 Hände voll Kräuter aufkochen)

Andere Dosierungen:

mit 5 Tr. auf 50 ml –  Insektenvertreibung

10 Tr. auf 50 ml – Infektionskrankheiten eindämmen

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Positive Ionen, die durch Lüftungssysteme, Monitore und einige moderne Baustoffe freigesetzt werden, können nach neuester Forschung mit einem Spray aus ätherischen Baumölen reduziert werden und steigern die Wirksamkeit der wohltuenden negativen Ionen.

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Küchenspray, fettlösend:

5-6 Tr. (insgesamt) von Eukalyptus, Rosmarin, Lavendel und Zitrone auf 50 ml beseitigen Fettgeruch.

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BESONDERER TIPP

Reste (Stiele u. A.) von Rosmarin, Ysop, Salbei nicht wegschmeißen, sondern knapp mit Wasser bedeckt zu einer antiseptischen Reinigungslösung auskochen. Ein wenig Spülmittel (besser noch: ein Schuss Betain) löst Fette. Im Kühlschrank eine Woche haltbar. Thymian und Rosmarin sind besonders wirksame Keimtöter. Thymian und Teebaum sind in den Rezepturen generell austauschbar – aber bitte NIEMALS Teebaum bei Katzen anwenden!


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Möbelpolitur

275 ml Wasser

1 gr. Handvoll Zitronenmelisse

275 ml reines Terpentin

60 g Bienenwachs

60 g Seifenflocken

Wasser aufkochen, über die Melisse geben, 15 min. ziehen lassen. Bienenwachs und Terpentin im Wasserbad schmelzen.

Den durchgeseihten Kräutertee und die Seifenflocken in einem zweiten Topf vorsichtig erhitzen. Beide Mischungen leicht abkühlen lassen und miteinander verrühren.

Man kann auch getr. Majoran oder Lavendel verwenden.

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Shampoo für empfindliche Polster

15 g Seifenkrautwurzel oder  2 Handvoll frische Stängel

750 ml Wasser

evtl. 6 Tr. äth. Öl nach Wahl

Falls die Wurzel getrocknet ist, über Nacht einweichen. Alle Zutaten (bis auf das Öl) aufkochen und 20 min köcheln lassen. Fertige Flüssigkeit im Kühlschrank aufbewahren. Auf den Stoff mit angefeuchtetem Schwamm auftragen.

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Allzweckreiniger

1 Handvoll frischer Salbei (od. Rosmarin, od. 2 hdvll. Thymian)

300 ml Wasser

2 El Natron

8 Tr. Zitronensaft

Kräuter aufkochen und 20 min köcheln lassen. Abkühlen lassen, absieben und Natron und Zitronensaft zugeben. Gut schütteln. Eignet sich für Küche und Bad. Im Kühlschrank eine Woche haltbar.

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Fensterreiniger

1 hdvll. Zitronenverbene (oder Zitronenmelisse, oder Indianernessel)

230 ml Wasser

2 El Weißweinessig

3-4 Tropfen Flüssigseife

Kräuter aufkochen und 10 min köcheln lassen. Abkühlen, absieben, restliche Zutaten zugeben. Schütteln und innerhalb von 3 Wochen aufbrauchen.

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Die Hexe in mir nutzt natürlich Kräuter auch besonders fürs Boudoir… aber warum auch nicht? Schon die Indianer besprengten ihre Schlafstätten mit Wasser, das mit Sandelholz parfümiert wurde. In Europa wurde zur Vorbereitung auf das eheliche Werk nächtens noch ein leichter Salat mit Basilikum und Kapuzinerkresse genommen.

Wer dabei ein wenig Kräuterzauber zur Hilfe nehmen möchte, der fertigt ein

Liebesbeutelchen

Ein violettes Samt- oder Seidenbeutelchen, zuschnürbar

Rosen- und Geißblattblüten

Je drei Tropfen Patchouli, Jasmin, Ylang-Ylang und Rose

Mit den Blütenblättern füllen und das ganze mit einem Rotdornzweig umrühren… Das Beutelchen dann an einem Bettpfosten befestigen.


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Lange hab ich überlegt, ob ich diesen Text schreibe… es ist mir nämlich peinlich… wirklich peinlich. Der Grund dieses Unbehagens ist dieser fellige Mitbewohner:

Suchbild…

Dieses Prachtexemplar hab ich vor vielen Jahren als Rassekatze erworben. Ich hab mich damals auch nicht gewundert, dass seine Schwester so ganz und gar anders aussah.

Als sich die üppige Mähne mit dem ersten Fellwechsel trotz akribischer Bürsterei zu dickem Filz verdichtete, stand ich verzweifelt bei der Tierärztin. Die klärte mich auf, dass ich da erstmal schon gar kein Rassetier hätte, sondern einen Perser-Normalo-Mischling. Im Gedanken setzte ich den „Züchter“ vorsorglich auf die Liste…

Es käme leider öfter vor, dass gerade diese Mischlingskatzen zu dieser übernormalen Verknotung während des Fellwechsels neigten. Man könne vorab im Dezember ein Mittel geben, damit das Malheur im Februar glimpflicher abginge.

Jetzt kommt das Peinliche: Ich habs regelmässig im Dezember vergessen abzuholen. Asche auf mein Haupt. Also kam der Kater unter die Schere. Ha.. wenn das man so einfach ginge. Es filzt bis auf die Haut durch, mit einem Scherapparat kommt man gar nicht mehr drunter. Die nächste Tierärztin (ich war mittlerweile umgezogen) schickte mich nach Haus und meinte, sie würde so ein Präparat nicht kennen. Ich solle halt nur fleissig kämmen…

Toll…

Ich kämmte ja, wirklich, jeden Tag! Aber im Februar war Land unter.

Hinzu kam, dass der gute sich katergemäß auch mal auf mehrwöchige Wanderschaften machte, natürlich im Frühjahr.

Ich schnitt also so gut ich konnte, hoffte, dass er für seine Ausflüge die Dunkelheit bevorzugte und hatte ein verdammt schlechtes Gewissen. Bei meinen tierfriseurtechnischen Künsten sah er aus wie Frankensteins Gesellenstück. Ich befürchtete sogar, dass man bei seinem Anblick den Verdacht auf eine gefährliche Katzengrippe in Umlauf bringen könnte…

Vor ein paar Tagen hat mich wieder mal eine Nachbarin angesprochen. Ich solle ihn runterscheren (eigentlich war schon so Einiges geschoren, nur am Po gabs einen neuen Filz). Ich erklärte peinlich berührt mein Dilemma. Sie ließ das gar nicht gelten. Man müsse nur immer schön kämmen (Himmel… diesen Satz kann ich mittlerweile schon mit geschlossenen Augen sehen…, mein Bürstenverschleiß beschert dem örtlichen Zoohändler das Weihnachtsgeld). Immer kämmen, dann passiere das gar nicht. Und wenns so weit kommt, dann mit Vollnarkose zum Tierarzt und runterscheren, sie täte das auch immer.

Aha… sie tut das auch immer… aber Moment: Sie bürstet doch auch immer… finde den Fehler!

Sie ging nicht eher, bis sie mir das Versprechen abnahm, in den nächsten Tagen zum Tierarzt zu fahren um ihn runterscheren zu lassen.

Nee… bei aller Liebe… eine Vollnarkose für so was? Das kann doch nicht Sinn der Sache sein.

Ich redete mir also mit Katzenleckerli den Mund fusselig, und fisselte selbst am letzten Filzstückchen, damit der Kater zwar nicht hübsch, aber absolut filzfrei an der Nachbarin vorbeistolzieren konnte.

Dann googelte ich in verschiedenen Katzenforen. Mein Kater kann doch nicht der einzige sein, der das Problem hat.

War er auch nicht.

Mit Entsetzen las ich folgende Tipps:

  • wöchentlich baden
  • bloß nicht baden
  • gleich im Februar scheren lassen, bevor was passiert
  • jeden Tag Babypuder ins Fell
  • Distelöl ins Futter (den Tipp halte ich sogar für gut)
  • Zum Hundefriseur nach Dienstschluss
  • 12 Wochen danach in der Wohnung lassen (damits keiner sieht)
  • Eh nur in der Wohnung lassen
  • Marathonkämmen (alle zwei Stunden)
  • Nicht rauslassen, damit er sich nicht bewegt und nicht verstrubbelt

Das kanns doch nicht sein. Ich hätte nicht gedacht, das das Problem so verbreitet ist. Ich hab außer meinem Kater noch keinen geschorenen gesehen. Das mag daran liegen, dass es meist Wohnungskatzen bleiben…

Es MUSS doch auch andere Wege geben. Ich erinnerte mich an die Tierärztin, die schon im Dezember was ins Futter tun wollte… die werde ich nochmal ausfindig machen

und ich erinnerte mich, ja ich erinnerte mich, dass ich selbst während der Herbalistenausbildung so einen Fall hatte… Große Güte, warum fällt mir das jetzt erst ein? Ich werde wohl meinen Brennnesselinput erhöhen müssen, wenn mein Gedächtnis mir solche Streiche spielt.

Also gut… alte Skripte vorgekramt. Was hab ich damals in der Klausur der armen Katze verordnet, ah ja… hier ist es…:

Süßholz

Klettenwurzel

Rotklee

Brennnessel

zu gleichen Teilen…

außerdem ein wenig geschroteten Leinsamen darüber…

Mal schauen…

Süßholz baut insgesamt Energie auf, stützt jedes Organsystem und macht den Tee für die Katze schmackhafter. Außerdem unterstützt Süßholz die körpereigene Kortisonproduktion und ist damit für alle Hautprobleme, die nach Kortison verlangen, angezeigt.

Klettenwurzel war ja schon immer ein „Haarmittel“, ist ein hervorragender Blutreiniger und unterstützt besonders trockene Haut. Am besten arbeitet sie mit

rotem Klee zusammen.

Brennnessel wird seit jeher zur Verbesserung der Fellqualität bei Haustieren genutzt. Und

Leinsamen ist ohnehin ein wunderbares Hautmittel (in geschroteter Form oder als Öl).

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Ok… diese Rezeptur wurde damals mit „sehr gut“ bewertet. Meine Tutorin hält sie also für effizient. Ich werde meinem Punker also ab Dezember vorsorglich diese Teemischung anbieten.

Damit sein Fell jetzt schön nachkommt, kriegt er aber schon mal Brennnessel und Leinsamen, mal sehen, vielleicht auch ein paar Algen. Ich denke, ich sollte auch den Fischanteil etwas aufstocken.

In den nächsten Tagen hat Katerli sich ein paar extra Portionen Leckerli und Streicheleinheiten verdient, weil ich da wirklich nicht eher drauf gekommen bin…  der Schuster hat den schlechtesten Leisten sagt man..

Es kann nicht Sinn der Sache sein, eine Langhaarkatze regelmässig scheren zu müssen, oder ihr Bewegungsmangel zu verordnen, damit das Fell geordnet bleibt. Mir war nicht klar, wie viele das betrifft. Es gibt ja auch Exemplare, die relativ leicht durch den Fellwechsel kommen (auch so ein Exemplar hab ich zu Haus). Ich werde die Sache jetzt intensiver verfolgen. Spätestens nächstes Frühjahr werde ich über Erfolg oder Misserfolg berichten können. Aber ich denke, mit der Pflanzenkombination ist „katz“ auf der richtigen Seite.

Für gute Tipps (von Verstecken und Narkotisieren mal abgesehen) bin ich aber auch zu haben!

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Wenn die Periode ausbleibt und sowohl eine Schwangerschaft, als auch die beginnende Menopause ausgeschlossen werden kann, können wir zu Kräutern greifen.

Auch eine ausbleibende Periode kann viele Gründe haben. Sogar hier kann die Psyche im Spiel sein. Unser Hormonsystem ist empfindlich. Sei nett zu dir und deinem Körper, trink aufbauende, nährende Tees, nimm gute Nahrungsergänzungen, wie Spirulina, Floradix (oder den selbstgemachten Eisensirup), Vitamine, Mineralien (alles bitte aus natürlichen Quellen) und vermeide Stress.

Dann wähle einen Termin, an dem Du deine Menstruation locken willst. Die meisten Frauen menstruieren zu Voll- oder Neumond, das wäre doch eine gute Wahl. Der Vollmond wird sowieso in den meisten Kulturen mit Weiblichkeit in Verbindung gebracht und erinnert dein Unterbewusstsein an dein Vorhaben.

Verabrede dich also mit dir selbst (natürlich kannst du auch Freundinnen einladen) und mach dir einen schönen Tee. Um die Periode zu locken, würde sich Folgender eignen:

Mondtee

3 Teile Pfefferminz

1 Teil Ingwerwurzel

1 Teil Schafgarbe

1/2 Teil Beifuß

6 Tl dieser Mischung auf 1 l Wasser. Zum Köcheln bringen, vom Herd nehmen und 20 Minuten abgedeckt ziehen lassen.

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Stimme dich ein. Umgib dich mit menstruierenden Frauen. Frauen, die in einem Haushalt leben, menstruieren meist zur gleichen Zeit. Das kann sogar für Schulkameradinnen oder Kolleginnen gelten. Frauen sondern in dieser Zeit bestimmte Pheromone ab, was andere Frauen tatsächlich beeinflussen kann.

Einige Tage vor dem geplanten „Periodelocken“ kannst du anfangen, Vollbäder mit Poleiminze zu nehmen. Bitte lies noch mal genau! Du darfst NICHT das Öl nehmen. Das Öl enthält giftige Substanzen, zu hoch konzentriert, und darf auch nicht innerlich genommen werden! Ein Bad ist ähnlich, wie eine Tasse Tee (wir nehmen die Wirkstoffe auch gut über die Haut auf), also auch hier das Öl NICHT verwenden (Ich hab in den Beiträgen für junge Frauen mehr dazu geschrieben). Für das Bad nimmst du eine Handvoll Kraut und gibst es in ein Mulltuch. Das Mulltuch hängst du so unter den Wasserhahn, dass das einfließende heiße Wasser für einige Minuten da durchlaufen kann. Dann kannst du das Bad angenehm temperieren, dich selbst genüsslich hineinlegen und das Mulltuch abnehmen. Du kannst es jetzt wie einen „Kräuterbadeschwamm“ benutzen. Engländerinnen würden jetzt sogar noch einen Poleiminztee dazu trinken, da aber zwei junge Mädchen vor ein paar Jahren mit einer Überdosis Öl experimentiert hatten und starben, wird in Deutschland grundsätzlich von der innerlichen Einnahme  abgeraten. Das macht nichts, wir können auf die Poleiminze als Tee gut verzichten. Poleiminze ist sehr potent, auch als Badezusatz bewirkt sie viel.  Sei dir aber bitte wirklich sicher, dass du nicht schwanger bist, bevor du deine Tage mit Kräutertees (wie z. B. dem Mondtee) hervorlocken willst.

Wer die Poleiminze lieben lernt (ich mag sie), kann sie auch nutzen, ohne dass er sie einnimmt. Poleiminze ist (in der kriechenden Form) ein guter Bodendecker und allein das sitzen auf dem minzigen Untergrund kann die Periode locken…

Es ist hilfreich, ein kleines Ritual zu gestalten. So stimmst du dich mit allen Sinnen auf den Wunsch, wieder in den fraulichen Rhythmus zu kommen, ein.

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Die vorstehenden Tipps sind für Frauen im gebärfähigen Alter gedacht. Für ganz junge Frauen lesen Sie bitte frühere Beiträge.

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Ist es zu gewagt, die Poleiminze zu diskutieren?  Ich denke nicht. Es hat noch nie geholfen, Informationen einfach zurückzuhalten, damit kein Missbrauch stattfindet. Ja, die Poleiminze gehörte zu den Abtreibungsmitteln, genau wie Beifuss und auch wie Petersilie (raten Sie mal, woher Petersilienstraßen ihren Namen haben…). Die Pflanzen sind damit nicht automatisch zu ächten. In unserem ganz normalen Gewürzschrank sind Kräuter, mit denen Sie sich eben mal einen kleinen Trip verschaffen können. Sind die deswegen verboten? Nein!

Ich denke jeder normal denkende Mensch weiß genau, dass ein Herumspielen mit hohen Dosen lebensgefährlich ist.  Das muss nicht mal ein exotisches Kraut sein, einfaches Salz reicht auch. Frauen, die ungewollt schwanger werden, sind sicherlich verantwortungsvoll genug, sich fachmännische Hilfe zu suchen.

Die Leichtsinnigen und Unbelehrbaren, die machen ihre Dummheiten auch so, ob ich hier nun etwas zu abortiv wirkenden Kräutern schreibe, oder auch nicht. Ich sags noch mal deutlich: Wer mit halluzinogenen oder abortiven Kräutern in hohen Dosen spielt, dem ist nicht zu helfen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass er mit solchem Leichtsinn aus dem irdischen Genpool ausscheidet…  Darwin lässt grüßen.

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Werden Sie auch ganz kribbelig, wenn Sie es hören, dieses kleine, aber intensive Sirren und Summen? Sind Sie ein Festessen für Mücken? Und es gibt bestimmt auch jemanden, der Sie damit tröstet, dass Sie eben „süßes Blut“ haben.

Hört sich blöd an, ist aber gar nicht so abwegig: Tatsächlich scheint die Zusammensetzung unseres Blutes und damit auch unser körpereigener Duft eine nicht unwesentliche Rolle bei unserer Beliebtheit bei den „Lufteinheiten“ zu spielen.

Ein Tipp, den ich meinen jüngeren Kräuterfans gebe lautet: hier und da beim Spazierengehen Wegerich zu pflücken und essen. Schon allein das konnte einigen helfen. Der Verzehr scheint die Körperdüfte zu verändern.

Alle anderen, die mit Wegerich nicht weiterkommen, müssen härtere „Flugabwehrgeschütze“ auffahren.

Sommer, Sonne, Strand und…?

Es ist bekannt, dass viele Kräuter, bzw. deren ätherische Öle, Insekten vertreiben. In heißen Ländern bedient man sich da der Geranien, Tomaten(Kraut) oder des Basilikums. Auch Walnussbäume mögen die meisten Insekten nicht. Naturliebhaber reiben sich auch einfach pur mit Beifuss oder Melissenblättern ein. Selbst Pfefferminze hat eine gewisse Wirkung. Ob die Insekten das nicht mögen oder die Beute schlicht und ergreifend im Geruchschaos nicht finden, kann ich nicht sagen.

Aber auch unter den zartgeflügelten Luftbewohnern scheint es welche mit Heuschnupfen zu geben. Es gibt immer wieder einige, die sich nicht abschrecken lassen. Man muss leider zugeben, dass die chemischen Alternativen definitiv wirksamer sind. Wer sich aber einmal mit der Giftigkeit befasst, nimmt bestimmt doch eher den einen oder anderen Mückenstich in Kauf.  Die Werbung suggeriert gern Harmlosigkeit mit Begriffen wie „Family“ oder „sensitiv“, was sich eigentlich mehr auf die Trägeröle bezieht, aber nicht auf den Wirkstoff. Ich habe einmal erlebt, wie der von mir panisch auf eine Bremse gerichtete Sprühstoß eines sehr bekannten und beliebten Insektenschutzmittels nicht nur das Tier sondern gleich auch das Armaturenbrett, auf dem es saß, der Vernichtung anheim gab. Das Plastik schmolz und zog Fäden, wie auf einem Dali-Bild.

Sicherlich hat sich an der Rezeptur mittlerweile einiges getan, aber harmlos ist sie bestimmt nicht.

Wer nicht selbst rühren möchte, sondern die Mittel käuflich erwerben, dem rate ich zu „Zanzarin“, dass es in den Apotheken gibt. Es erinnert mich vom Geruch her ein wenig an Treckerschmiere, aber ist im Selbstversuch bisher das einzige Mittel, das auch Zecken Einhalt gebietet. Möglicher Weise mögen Zecken keine Trecker…

Für die Selbstrührer hätt ich da aber auch ein Rezept:

Stichnich

50 ml Jojobaöl

10 Tr. Bergamotte

10 Tr. Eucalyptus citriodora

5 Tr. Lemongrass

5 Tr. Palmarosa

Natürlich können Sie auch andere Trägeröle nehmen, aber mit Jojoba gibts gleich einen kleinen Sonnenschutz.

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Wem Öl in den heißen Tagen zu „kompakt“ ist, der kann auch ein Spray verwenden.

Insektenspray

2 ml 90 % Alkohol (Apotheke)

98 ml dest. Wasser

30 Tr. äth. Öle (z. B. obige Mischung)

Alles zusammen in eine Sprühflasche geben. Sollten Sie keinen Alkohol auftreiben können, tuts zur Not auch ein halber Teel. Salz. Der bewirkt eine bessere Lösung der Öle im Wasser, aber er konserviert natürlich nicht so gut wie Alkohol.

Mit der Mischung sollten Sie nicht nur Ihren Körper (Augen und Schleimhäute auslassen) bespühen, sondern auch ihre Umgebung. Das Spray ist (mit Alkohol) etwa 6 Monate haltbar.

Es gibt auch andere Mischungen, die Sie verwenden können:

  • Eukalyptus, Geranie, Gewürznelke, Lavendel
  • Lavendel, Lemongrass, Zeder
  • Bergamotte, Gewürznelke, Rosmarin, Salbei

Probieren Sie es aus. Schließlich sollen Sie sich auch noch mit der Duftmischung wohlfühlen.

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Wenn Sie doch noch zum „Buffet“ geworden sind: Am schnellsten und besten wirkt Teebaumöl, direkt und pur, ein paar Tropfen auf die Stelle…

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