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Archive for September 2010


Wir unterstellen es ja immer so gern den Männern: das „hormongesteuert“ sein. Genaugenommen trifft es uns aber genauso, wenn nicht gar noch schlimmer.

Welche Mutter kennt das nicht, nach dem ersten Kind und vielleicht einer unschönen Geburt: „Auf keinen Fall noch mehr Kinder!“ Aber „schwupps“ – die Hormone fangen uns wieder und der dringende Wunsch nach einem Geschwisterchen ist da.

Und wie oft werden wir aufgezogen, mit unseren Tagen vor den Tagen? Wenn wir uns einfach auch mal recht männlich herausnehmen, Feingefühl und Takt mal zu vergessen und Tacheles zu reden? Bei Männern ist das „cool“ und „machomäßig“ bei uns Frauen gleich ein „Syndrom“.

Und irgendwann kommt sie dann endlich: Die Freiheit nach den Wechseljahren, das Ende der Hormondiktatur! Nur leider sehen und erleben das die meisten Frauen anders.

In unserer zivilisierten, ewig jungen Gesellschaft sind „Wechseljahre“ schon fast ein Schimpfwort. Niemand will sie… und schon keiner will mitten drin stecken. Wir verlieren Fruchtbarkeit, Spannung und Vitalität und Attraktivität… zumindest glauben wir das. Eine typisch westliche Sichtweise.

Der Fruchtbarkeitsverlust ist nur körperlich zu sehen. Die mangels Menstruation zurückbehaltene Energie können wir anders nutzen. Projekte und Ideen entstehen, aber nur, wenn wir uns dem westlichen, feindlichen Bild der Menopause nicht unterwerfen.

Auch die Vitalität muss nicht schwinden. Wenn wir umsichtiger mit unserem Körper umgehen, gehen wir möglicher Weise unseren besten Jahren entgegen. Die Werbung hat die Tatsache längst entdeckt und nennt die Generation über 50 „Bestager“ (im besten Alter).

Die Spannung lässt leider nach, was sich ebenfalls die Werbung zu nutze macht. Aber auch hier können wir mit Kräutern entgegenwirken.  Und sei es nur der Zinnkrauttee, den ich im vorigen Beitrag erwähnte.

Dem Schönheitsideal der ewig 30-jährigen sollten wir abschwören.  Das spiegelt nicht unser Innerstes, das sind wir nicht. Es gibt durchaus Schönheit in Gesichtern, die gelebt haben. Das hat mit Falten überhaupt nichts zu tun. Mögen Sie Rosen? Lieben Sie nicht auch die üppig erblühten, duftenden Blüten, auch wenn Sie schon die ersten äußeren Blütenblättchen verlieren? Ja, pralle Knospen sind schön und zart, aber erst die üppige Pracht der vollerblühten Rose lässt den Dichter schwärmen.

Mit Menschen ist das nicht anders: Schauen Sie sich doch mal die Schönheitsideale an: In ihren jungen Jahren waren sie zwar schön, aber hatten noch kein Charisma. Viele „Sexgöttinnen“ bekamen ihre Ausstrahlung erst in den Dreißigern oder Vierzigern und viele sind bis in die Sechziger hinein attraktiv, ohne sich der Schönheitschirurgie gebeugt zu haben.

Meine persönliche Meinung zu den „Alter Mann – junge Frau“ – Geschichten: Ich glaube in den meisten Fällen bevorzugen die Männer so blutjunge Frauen, weil die noch unkompliziert sind und sich fügen. Oder weil sie halt dekorativ sind und er sie noch mit Geld beeindrucken kann. Natürlich will ich nicht bestreiten, dass es auch hier echte Liebesgeschichten geben kann, Liebe geht seltsame Wege. Aber ich glaube, Sie wissen, was ich meine.

Sie sind jetzt also in den Wechseljahren. Das geht allen Frauen seit Jahrtausenden so und trotzdem hat die Wissenschaft da immer noch so manches Fragezeichen im Gesicht. Es gibt Völker, bei denen „Wechseljahre“ nicht mal einen Begriff haben, weil sie unspektakulär von statten gehen.

Bei uns „Zivilisierten“ kann das ganz anders sein. Wir erleben die Pubertät jetzt andersrum. Fragen Sie einmal Männer, die sowohl pubertierende Jugendliche, als auch menopausierende Frauen im Haushalt haben. Hier fliegen die Fetzen. Die Hormone sind bei beiden nicht im Gleichgewicht und hier versuchen wir anzusetzen.

Grundsätzlich gilt tatsächlich Ähnliches, wie in der Pubertät: Die Leber stärken, die Hormone abbaut und die Hormone selbst sanft balancieren. Besonders Letzteres ist nicht so einfach.

Ich setze voraus, dass Sie bereits bei Ihrem Frauenarzt vorstellig waren, um eventuelle andere Ursachen für die Beschwerden auszuschließen und die können in der Tat vielfältig sein. Von den bekannten Dingen wie Hitzewallungen und Brustspannen, bis hin zu Herzrasen, Panikattacken und Depressionen…

Allein der Symptome wegen, ist es schwierig, eindeutig die Wechseljahre als Verursacher zu benennen. Daher ist ein guter Frauenarzt in dieser Zeit sehr wertvoll.

Viele Frauenärzte greifen heute schon zu sanfteren Mitteln um Sie zu unterstützen. Meist bekommen Sie ein Mönchspfefferpräparat. Mönchspfeffer ist wunderbar, aber auch kein Allrounder. Vielleicht sollten Sie doch etwas gezielter herangehen. Bedenken Sie, dass die Pflanzenheilkunde heutzutage nicht unbedingt zur Ausbildung eines Arztes gehört. Wenn ihr Frauenarzt sie da unterstützt, sich interessiert zeigt und hilft, halten Sie das Schmuckstück in Ehren. Ganzheitliche Therapie ist immer das Beste aus BEIDEN Welten.

Gut… Sie sind nun also in den Wechseljahren, wechseln von einer Laune in die Nächste, von Wohlbefinden zu Unbehagen, von heiß zu kalt…

Da die Eierstöcke die Östrogenproduktion langsam einstellen, übernehmen andere Drüsen diese Rolle. Sie sind für ein wenig Unterstützung beim Bewältigen dieser Aufgabe dankbar. Auch hier hilft keine Einmalgabe sondern nur eine kurmäßige Anwendung. Ich nehme hier gern den

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Tonisierenden Tee für die Menopause

1 Teil Dong Quai

1 Teil Ingwer

1 Teil Löwenzahnwurzel

1 Teil Mönchspfeffer

1 Teil Orangenschale

3 Teile Sarsaparilla

3 Teile Sassafras

1 Teil Süßholzwurzel

1 Teil Yamswurzel

1 Teil Zimt

6 Teelöffel auf ein Liter. 20 Minuten köcheln lassen. Drei bis vier Tassen täglich über drei Monate, bei Bedarf länger. Der Tee kann auch kalt getrunken werden.

Bitte immer dran denken! Wenn Sie allein nicht weiterkommen, sich unsicher fühlen, starke Beschwerden, Schmerzen oder Fieber auftreten, ist der Weg zum Arzt obligat!

Der einfache Löwenzahn ist ein wunderbarer Helfer während der Wechseljahre (und auch sonst!)

Natürlich profitieren wir gerade in den Wechseljahren von kalziumreicher Nahrung (nicht unbedingt Milchprodukte, wie ich schon an anderer Stelle ausgeführt habe), daher sind Kalzium – Tees ratsam. Hildegards Schachtelhalmtee ist nicht schlecht, oder auch eine Mischung aus:

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Kalziumreicher Tee für die Menopause

1 Teil Borretsch

2 Teile Brennnessel

1 Teil Hafer

1 Teil Kamille

3 Teile Pfefferminze

1 Teil Zinnkraut

Im Originalrezept ist auch noch ein Teil Beinwell enthalten. Nach wie vor rät das BGA von der innerlichen Verwendung ab. Ich habe mich auch hierzu schon geäußert. Wenn Sie den Empfehlungen des BGA folgen, lassen sie den Beinwell weg und verwenden auch den Borretsch seltener. Auch so ist das Rezept noch sehr kalziumhaltig.

Der Tee enthält kein Koffein. Wenn er über längere Zeit eingenommen wird, steigert er die Energie aber langsam und nachhaltig. Zubereitung und Dosierung wie oben, aber nur aufgießen und 30 Minuten ziehen lassen, nicht kochen.

Sie sollten sich und Ihren Körper verwöhnen. Ist Ihr Energielevel sehr niedrig, dann bekochen Sie mal nicht ihre Lieben, sondern sich selbst und stellen Sie folgende Powerbällchen her:

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Powerbällchen für weise Frauen

3 Teel. Dong Quai Pulver

2 Teel. Ginsengpulver

3 Teel. Bienenpollen

½ Tasse Honig

1 Tasse Sesambutter

1 Teel. Spirulina

etwas Gelee Royal

Für den Geschmack: Kokosraspel, Karob, gemahlene Nüsse, gehacktes Dörrobst…

Rühren Sie die Zutaten zusammen, bis eine geschmeidige, leicht formbare Masse entsteht. Eventuell mit den Zutatenmengen etwas variieren. Formen Sie Bällchen und rollen Sie sie in den Raspeln, Nüssen oder dem Obst, ganz nach Gusto. Genießen Sie!

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Hitzewallungen

Ungefähr 75 % der Frauen in den Wechseljahren sind davon betroffen. Die Ursachen sind noch nicht gänzlich geklärt und daher gibt es auch hier leider kein Patentrezept. Trotzdem hab ich einige Tipps, die schon vielen Frauen geholfen haben und sich das Ausprobieren lohnt:

  • Bevorzugen Sie Vollkornprodukte und meiden Sie Zucker
  • Nehmen Sie Nahrung zu sich die reich an Kalzium und Vitamin E ist (Wenn sie Diabetes, Rheuma oder hohen Blutdruck haben, sprechen Sie Vitamin E – Gaben mit dem Arzt ab, ansonsten fragen sie Apotheker oder Packungsbeilage).
  • Trinken Sie Salbeitee (einfacher Salbei aus dem Garten – 20 Minuten ziehen lassen), vielen hat das geholfen. Aber bitte trinken Sie Salbei nicht über einen längeren Zeitraum.

Auch folgende Rezeptur hat sich bewährt:

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Tee gegen Hitzewallungen

4 Teile Eisenkraut

1 Teil Ginseng

4 Teile Herzgespann

4 Teile Mariendistel

4 Teile Rosmarin

4 Teile Salbei

1 Teel. auf eine Tasse, mit kochendem Wasser übergießen, 30 Minuten ziehen lassen, über den Tag verteilt trinken.

Sehen Sie der Menopause entspannt entgegen. Die Psyche hat hier einen großen Anteil an unserem Befinden. Suchen Sie sich einen guten Frauenarzt, der Sie begleitet. Optimaler Weise sprechen Sie auch die Kräuter mit ihm ab.

Denken Sie dran: Sie gehören zu den Weisen Ihres Volkes. Lebenserfahrung lässt sich nicht studieren. Es mag sein, dass Ihr Umfeld das nicht zu schätzen weiß. Dann helfen Sie anderen. Es gibt dankbare Menschen im Internet, in Ihrer Gemeinde, in der Nachbarschaft. Oder schreiben Sie Ihre Erfahrungen nieder. Treffen Sie sich mit anderen Weisen. In unserer Gesellschaft zählt der ältere Mensch meist nicht viel, aber unsere Gesellschaft befindet sich auch im Absturz. Es wird Zeit, dass wir uns auf alte Werte, im wahrsten Wortsinne, besinnen.

Die Zeit, Leben zu schenken, nähert sich dem Ende. Nun schenken Sie Weisheit und wer weise werden will, hört Ihnen zu.

Sollte sich Ihr Körper während der Zeit der Umstellung unangenehm melden, dann schenken Sie ihm ein wenig mehr Beachtung. Er erinnert Sie an die Aufgabe, nun die Jüngeren zu lehren und sich selbst aus der Hetze des Alltags ein wenig mehr zurück zu nehmen.

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Manchmal rollt Göttin „Zufall“ dir den roten Teppich aus… Ich beschäftige mich ja jetzt schon einige Zeit intensiver mit den Elixieren, wovon man natürlich nicht seinen Lebensunterhalt bestreiten kann. In meinem Brotberuf (Bilanzbuchhalterin) traf ich vor ein paar Tagen einen Kunden. Er wollte mit mir auf seine Heimat anstoßen und brachte zwei Schnapsgläschen mit goldgelbem Inhalt. Mannomann… erst schrieb ich es nur dem Alkoholgehalt zu und meinem leeren Magen. Nachdem ich zumindest Letzterem abgeholfen hatte, spürte ich jedoch immer noch eine euphorisierende Wirkung, die normaler Alkohol eigentlich nicht auf mich hat. Mir gings zunehmend besser. Das dieser Trunk nicht einfach käuflich zu erwerben war, dachte ich mir schon…

Also hakte ich nach. Tatsächlich musste ich ein wenig drängen, bis mir der Kunde die Flasche zeigte. Mir unbekannte Ingredienzen wurden hier ausgezogen.

Neugierig geworden traktierte ich das Internet. Tatsächlich war der Schnaps eine gängige Touristenattraktion, wobei die Deutschen den Schwerpunkt auf den Alkoholgehalt und Geschmack und nicht die Wirkung legten. Die Einheimischen schwören darauf, mit dem Elixier jede Krankheit zu heilen.

Das sind natürlich Behauptungen, die mich elektrisieren. Die Recherche ging weiter. Es stellte sich heraus, das es von diesem Rezept so viel Abwandlungen, wie von Apfelkuchen gibt. Die Touristenversion ist sicherlich eine „light“-Version, ob der seltenen Zutaten, die ich in einigen alten Rezepten fand. Auch denke ich, dass die Einfuhr von Extrakten aus psychoaktiven Pflanzen verboten ist. Einige Einheimische schwören sogar Ingredienzen wie Schildkrötenschnwänze u. Ä. Davon möchte ich eher Abstand nehmen.

Bei so vielen Abwandlungen des Rezeptes, werde ich mich wohl zurück zur Mischung meines Kunden begeben. Ich werde versuchen, ihm ein Fläschchen abzuschwatzen, um die Zutaten genau zu bestimmen. Selbstversuche schließe ich nicht aus, sobald ich die Unbedenklichkeit nachweisen kann. Letztes Ziel: Eine Mischung aus einheimischen Vertretern der verwendeten Pflanzenfamilien…

Sachdienliche Hinweise, die zum Erfolg des von mir beabsichtigten Rezeptes beitragen, nehme ich gern entgegen und werden mit Wohlbefinden nicht unter 3 Jahren „bestraft“…

Exotische Pflanzen bergen noch viele Geheimnisse

Genaugenommen muss ich gar nicht so weit schauen, um an berühmte Elixiere zu kommen. Auch ein ehemaliger Bewohner des schönen Städchens Eckernförde, der Graf von Saint Germain, hatte geheimnisumwobene Rezepte in Petto. Um ihn ranken sich zahlreiche Legenden. Angeblich kann man einen seiner Tees noch in einer Schleswiger Apotheke bekommen. Auch Saint Germains Rezeptur kreist in vielen Variation im Netz. Da die Spreu vom Weizen zu trennen, dürfte nicht leicht sein. Und ob er die richtigen Ingredienzen preisgab, sei auch mal dahingestellt.

Nach wie vor spannend… schade nur, dass ich nur absolut unrepräsentative Tests machen kann. Aber selbst wenn… stelle sich mal einer vor, es gäbe ein richtiges Lebenselixier, so eines, dass dich Jahrhunderte überleben lässt… stell dir das vor! Würdest du das Rezept verraten? Ja, würdest du diese Wirkung überhaupt wollen?

Aber so weit gehen meine Ambitionen ja gar nicht. Als Kräuterhexe suche ich ein einfaches Kräutermittelchen, dass dir hilft, mehr Lebensqualität, eben auch bis ins Alter zu bekommen. Allein das wäre ja schon enorm. Allerdings haben wir uns so blind und hilflos in die Hände der Schulmedizin begeben, dass wir selbst überhaupt nichts mehr tun. Wir haben den Fokus auf „Vorsorge“ aber schlicht und allein im diagnostischen Sinne. Vorsorgen, in dem wir unserem Körper die Wirkstoffe zuführen, die er braucht  – das tun wir nicht. Höchstens über den Versuch einer gesunden Ernährung. Versuch – ja – richtig gelesen. Denn sobald wir etwas zu uns nehmen, dass ein Etikett trug, ist es schon sehr fraglich, ob es auch gesund war.

Ich bin, ehrlich gesagt, nicht so ein großer Hildegard von Bingen – Fan… naja.. immerhin hat sie zur Renaissance der Kräuterkunde beigetragen. Aber die gute Hildegard meinte schon, dass wir Frauen ab 40 (!) täglich ein Tässchen Zinnkrauttee für Haut und Knochen zu uns nehmen sollten… Keine schlechte Idee. Tja, Hildegard, es kann gut sein, dass ich deine Bücher doch noch mal herauskramen werde…

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Huhnverschämtheit

Manche kennen vielleicht mein schönes Gartenbett, ich hab es in einem älteren Artikel beschrieben. Ob es nun an mir liegt, oder am schönen Bett, jedenfalls wird mein Huhn aufdringlich…

Vorsichtig wird sich erst einmal über die Seite herangetastet…

Eine absolute Huhnverschämtheit!

Es fing damals damit an, dass ich regelmäßig Eier im Bett fand. Eine unerklärliche Geschichte, weil das Bett tagsüber Insekten- und kleintiersicher mit einem Moskitonetz abgeschirmt war. Nun beschleicht mich der Verdacht, das sich das Huhn in der Morgendämmerung zu uns schlich und seine Eier legte…

Anschleichen…


Als ich heute das schöne Wetter etwas nutzen und im Garten schreiben wollte, drängelte es mich geradezu aus dem Bett. Oder vielleicht will es auch nur kuscheln? Werden Hühner im Alter auch komisch?

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Nun ja, es ist mein Ältestes Huhn, so um und bei 9 – 10 Jahre… vielleicht doch senil? Rheuma? Heimweh? Ich weiß es nicht. Und auch, wenn ich manchmal ein dummes Huhn bin, kann ich mit dem meinigen nicht befriedigend kommunizieren. Ich hoffe jedenfalls, dass es ihm gut geht…

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Kuschelattacke

Wenns nach mir geht, bekommt es noch ein paar Jahre seine Gnadenkörnchen hier. Obwohl ich es schon besser fände, wenn es sich ein eigenes Nest suchen würde…

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