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Archive for November 2010


ein Zeitungsartikel in der FAZ ließ mich den Gedanken des vorhergehenden Beitrags weiterführen…

Wer grad krank ist, hat hier sicherlich sofort die Antwort parat. Vielleicht kennen Sie das Sprüchlein:

Alle Wünsche werden klein, gegen den, gesund zu sein!“

Und wie so oft, steckt hier wirklich viel viel Wahrheit drin. Ich meine jetzt nicht, das Gesundwerdenwollen. Das will mit Sicherheit jeder, jedenfalls bewußt. Unbewußtes will ich hier mal außer Acht lassen. Aber am Anfang steht: „alle Wünsche werden klein“: Die Krankheit fordert, dass ich einzig und allein sie im Fokus habe. Und das ist vielleicht der Schlüssel.

In der Schulmedizin gibt es eine einfache Gleichung: Krankheit = Böse. Das rechtfertigt nahezu jede Maßnahme, die Krankheit auszumerzen, man arbeitet schließlich gegen das Böse, gegen einen Fehler in Gottes Schöpfung. Womit wir schon mal unterstellen, dass ein göttliches Wesen Fehler macht. Oder wir sind gar so aufgeklärt, dass wir an nichts Übersinnliches glauben, die Entstehung von Krankheiten aus negativen Umwelteinflüssen und, zur Zeit sehr beliebt, Genfehlern, herausinterpretieren.

Könnte Krankheit nicht doch einen tieferen Sinn haben, oder eben, für unsere kopflastigen Mitmenschen, ein von der Evolution zur Wiederherstellung des Gleichgewichts eingesetzter Mechanismus sein?

Ein Artikel aus der FAZ sollte uns da wirklich zu denken geben:

„Nach einer durchgestandenen Mumpserkrankung verringert sich für Frauen deutlich das Risiko, im späteren Leben an Eierstockkrebs zu erkranken (West R., Cancer 1966, 19:1001-1007). Auch andere Krebsarten sind nach einer Mumpserkrankung seltener (Albonico H.U., Med Hypotheses 1998, 51(4):315-320). Mumps in der Kindheit senkt ausserdem die Wahrscheinlichkeit im späteren Leben an Multiple Sklerose zu erkranken. (Kesselring, J. Schweiz Med Wochenschrift 1990, 120:1083-1090).“

Heutzutage lächeln Mediziner bestenfalls nur milde über unsere Großeltern, die alle Kinder bei Kinderkrankheiten „zusammenpackten“, damit die Kinder das hinter sich hätten. Kinderkrankheiten sind harmlos. Jedenfalls im Kindesalter. Ja, ich weiß, es können sich auch lebensbedrohliche Zustände entwickeln, bei den Masern zum Beispiel. Und trotzdem packten unsere Eltern und Großeltern die Kinder zusammen und ließen Sie die Krankheiten durchstehen. Sie wußten auch, das es zu Fällen kommen kann, wo der Zustand kritisch wird. Sie merkten aber auch, dass unsere Kinder nach jeder durchstandenen Krankheit einen Entwicklungsschub machten. Sie wurden etwas erwachsener und reifer.

 

Die Klostergärten unserer Vorfahren bergen auch heute noch zu hebende Wissensschätze (Abb.: Klostergarten Glastonbury)

 

In unserer Zeit zählen diese Argumente nicht. Man erklärt, dass Todesfälle möglich sind (wie im Autoverkehr und in der Badewanne auch…) und wenn das nicht hilft, wird der neuerdings angeblich aggressivere Verlauf ins Spiel gebracht.

Ob Kinderkrankheiten aggressiver verlaufen, weiß ich nicht. Wenn ja, sollte man sich mal fragen, warum. Wenn wir über die heutige Jugend nur noch den Kopf schütteln, sollten wir uns mal überlegen, ob die vielleicht gegen Kinderkrankheiten „durchgeimpft“ sind und ob ihnen da irgendwelche Reifephasen fehlen könnten. Eine gewagte These? Mag sein, aber damit steh ich nicht allein.

Aber zurück zum Artikel… eine durchlebte Mumpserkrankung verringert das Krebsrisiko und auch das Multiple Sklerose Gefahr. Hier sollten wirklich alle Alarmglocken schrillen… Unserer Wissenschaft sind bis heute die Mechanismen nur in Ansätzen bekannt! Und immer noch wird zu voreilig in gut und böse kategorisiert. Eigentlich sollte uns die Geschichte schon gelehrt haben, dass man mit dem völligen Ausmerzen einer Sache, eine andere über Gebühr stärkt.

Wir können kein risikofreies Leben führen. Auch wenn uns Pharmazie und Versicherungsunternehmen das gern suggerieren wollen, um ihre Produkte an den Mann zu bringen. Besonders wir Deutschen sind so leicht zu kriegen. So überversichert wie wir ist weltweit kein anderes Volk. Eine Kollegin sagte mal zu mir: „Ich habe keine Lebensversicherung, ich will echte Tränen an meinem Grab!“ Womit sie eigentlich schon zum Kern kommt: Eine Versicherung versichert einen nicht gegen das Unglück oder den Vorfall. Ein bisschen Geld kann ich möglicher Weise bekommen. Finanzielle Absicherung kann aber auch anders aussehen.

Kann Krankheit oder Unglück auch einen Sinn haben? Ist Krankheit vielleicht der Wink mit dem Zaunpfahl?

Mir sagte einmal ein Therapeut, dass wir, wenn wir im Leben mit Problemen konfrontiert werden, eine geraume Zeit haben, diese zu lösen. Sollte das schließlich nicht möglich sein und wir uns wirklich mit der Situation nur noch quälen, entwickelt sich die Krankheit und nimmt der Seele die Last…

Also spätestens jetzt sollten wir realisieren, dass die Krankheit sich entwickelt hat, weil etwas in unseren Lebensumständen nicht stimmt. Eine Krankheit ist das rote Alarmlämpchen. Ich denke, das trifft wirklich auf viele, wenn nicht gar auf alle Krankheiten zu. In meinem Umfeld konnte ich das jedenfalls immer nachvollziehen. Louise Hay hat die Krankheitsursachen in ihrem Klassiker ja bereits zusammengestellt. Wenn Sie hier nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, sondern den Sinn als solchen erfassen, kann das Büchlein eine Lebenshilfe sein.

Eingeprägt hat sich mir besonders die Kombination: Pickel = kleine Wutausbrüche. Ich könnte mir das gut vorstellen. Gerade in der Pubertät leidet man ja besonders. Kritiker werden einfach einen Hormonüberschuss als Schuldigen betiteln. Aber warum schießen nicht nur meine Emotionen, sondern auch meine Hormone über? Es gibt durchaus auch Jugendliche, die relativ unbeschwert durch die Pubertät kommen.

Und schwere Krankheiten, wie Krebs? Auch hier bestätigen immer mehr Mediziner und Wissenschaftlicher den seelisch-emotionalen Zusammenhang.

Ja, sogar bei dem beliebten Thema „Kreislaufkrankheiten“ gibt es Neues. So wird uns immer wieder klargemacht, dass z. B. Fettleibigkeit eindeutig Herz-Kreislaufkrankheiten forcieren würden.

Seltsamer Weise laufen die Statistikkurven der „Dickwerdenden Amerikaner“ nicht mit der „Zunahme der Herz-Kreislaufkrankheiten“ parallel.  Das „Moppelsyndrom“ der Amerikaner hätte diese Krankheiten auch sprunghaft ansteigen lassen müssen… Hier schweigt sich die Statistik aus.

Es geht also nicht so einfach: schwarz-weiß, gut-böse…

Viele Heiler sehen in Krebs inzwischen sogar als einen „guten Botschafter“ an. In der deutschen Literatur hab ich solche Äußerungen noch nicht gefunden. Er ist die letzte mahnende Instanz, die zur Umkehr bewegen will, weil sonst meine Erdenzeit verwirkt ist. Viele ehemals Krebskranke können das bestätigen. Ich will hier nicht behaupten, das wäre immer so und wie wunderbar es wäre, Krebs zu haben, nein, ganz bestimmt nicht. Ich möchte nur ermutigen, einmal anders mit Krankheit umzugehen.

Wir sind ja eher dran gewöhnt, alles Unangenehme „wegmachen“ zu lassen. Krebs rausschneiden, die Pille gegen den Schmerz, ja die Werbung zeigt es uns ja: Wirf eine Pille ein und schon kannst du doch in die Kneipe, ins Theater, zum Schlittschuhlaufen…

Wir setzen uns nicht mit unserer Krankheit auseinander. Wir überlassen die Beseitigung Anderen. Unsere Wünsche werden nicht klein, gegen den, gesund zu sein. Wir wollen einfach die Krankheit über Medikamente ignorieren und weitermachen, wie bisher. Das die „ungehörten“ Krankheiten dann mal eben heftiger werden, kann man sich auch denken.

Aber auch, wenn ich mich einlasse und den Sinn der Krankheit erfassen möchte, ist das leider keine Garantie. Wir sind schon zu hirnlastig geworden und wollen Zusammenhänge über die Logik begreifen. Die Seele ist nicht logisch. Und Logik hilft nicht, weil uns die großen Zusammenhänge eben noch gar nicht klar sind. Sonst würde uns dieser Mumps-Krebszusammenhang nicht so aus der Bahn werfen. Wir verstehen ihn nicht und sind geneigt, ihn als Humbug dazustellen.

Da sagt uns der Blutdruck deutlich: „wechsle deinen Job, dein Chef ist unbelehrbar, da stellst du dein Licht unter einen Scheffel, du hast Besseres verdient“ und wir ersticken diese Stimme mit Tabletten. Wir haben mehr Angst vor Arbeitslosigkeit als vor drohendem Herzinfarkt…

Wir passen unseren Körper und mehr und mehr auch unsere Seele mit Chemikalien den Umständen an, statt die Umstände zu ändern. Das sich der Körper irgendwann doch noch über dann vielleicht schwerere Krankheit Gehör verschaffen will, liegt eigentlich auf der Hand.

Was machen wir, wenn wir die Krebsdiagnose bekommen? Tun wir uns etwas Gutes? Denken wir endlich mal an uns? Meist nicht. Wir malträtieren unseren Körper mit Chemo oder Strahlentherapie, laufen die ganze schulmedizinische Therapie ab, und verschieben das Leben auf die erhoffte gesunde Zeit nach der Therapie.

Ob wir die Zeit nach der Therapie noch erleben, wissen wir aber nicht.

Die Krankheit wird mit allen Mitteln bekämpft, der Körper leidet mit, aber der MUSS er halt durch… ob er will, oder nicht.

Wäre ich der Körper, hätte ich spätestens hier die Nase voll. Ich ringe um Aufmerksamkeit, was scheinbar nur mit Krankheit geht, mein Besitzer versteht unter „Kümmern“ nur Vitamine, Medizin und Sport und meint damit, seiner Sorgfalt Genüge getan zu haben und ich würde härter malträtiert, als vorher. Hab ich denn auch Spaß gehabt, hab ich gelebt? Oder nur funktioniert? Ich würde die Kommunikation mit meinem Besitzer aufgeben und ins Nirvana gehen.

Eigentlich möchte ich jedem schwer Erkrankten zurufen: Werd jetzt egoistisch! Auch wenn du dabei über das Ziel hinausschießt! Denk an dich, gönn dir das Beste! Wenn du Chemo machen willst, dann tu das, aber gönn dir trotzdem noch Auszeiten und Dinge, die du schon immer wolltest. Sei ruhig mal zickig und nicht immer höflich. Lass es raus. Wenn du keine Chemo machen willst, dann tu das, dann lebe jetzt, quetsch aus deinen letzten Tagen soviel Freude, wie möglich. Es kommt nicht darauf an, wie lange man lebt, sondern wie gut. Ja, Krebs hat keine gute Prognose. Ja, wir könnten dran sterben. Aber sterben müssen wir so oder so. Es könnte auch das nächste Auto sein. Mit dem Leben erst anfangen, wenn ich so eine Diagnose bekomme, ist ein wenig arg spät und dann auch nicht mehr so einfach. Aber es gibt wirklich Fälle, wo sich Seele und Körper wieder vertragen haben und der Krebs, weil er nicht mehr gebraucht wurde, ging… Ein Fall sitzt hier an der Tastatur.

Ihr Arzt sagt es Ihnen vielleicht nicht. Aber die meisten von uns haben ständig irgendwelche Krebszellen im Körper. Und unser Körper hat kein Problem damit und vernichtet die. Wie all die anderen schädigenden Eindringlinge auch. Der Krebs scheint sich nur entwickeln zu können, wenn der Körper diese Zellen nicht mehr eliminiert. Warum er das tut, ist noch nicht geklärt. Natürlich ist ein gesundes Immunsystem eines der ersten Ziele zur Behandlung von Krebs. Aber manchmal reicht das nicht. Hier spielt meiner Meinung nach eben die Seele mit. Schulmediziner sehen das anders, haben aber den Auslöser auch noch nicht gefunden. Nicht jeder Raucher kriegt Lungenkrebs. So einfach sind Krankheiten nicht zu erklären.

Was also tun, wenn ich krank bin?

  • hör in deinen Körper hinein. Oft kommt man dahinter, was wirklich der Auslöser war. Da kann ein Abstellen der Umstände, oder ein bloßes Erkennen schon ausreichen, um zu gesunden.
  • gib deinem Körper die Chance auf Selbstheilung. Bei akuten und gefährlichen Zuständen, gibst du natürlich zuerst dem Arzt die Chance. Du kannst Selbstheilung durch sanfte Hausmittel unterstützen.
  • kriegst du die Krankheit nicht in den Griff, such einen Therapeuten. Lies genau: Such DU! Lass dir keinen aufschwatzen. Es ist immer wichtig, dass du mit Leib und Seele an der Heilung teilnimmst. Wenn du die Therapie anderen zu Liebe machst und nicht dahinter stehst, kannst du es gleich sein lassen. Außerdem solltest du die Verantwortung nicht abgeben. Bleib aktiv am Heilungsprozess beteiligt.
  • Auch wenn du dich in therapeutische Hände begibst, solltest du nicht in Passivität verfallen. Informiere dich und gönne dir unterstützende Maßnahmen. Teile auch deinem Behandler deine Entscheidungen mit.
  • Solltest du tatsächlich am Ende deines Lebensweges angekommen sein, so ist es dein gutes Recht, eine aussichtslose Therapie zu beenden und deine letzten Tage an einem Ort deiner Wahl oder mit den Menschen deiner Wahl zu verbringen. Auch wenn es dir schon recht schlecht gehen sollte und du das Bett nicht mehr verlassen kannst, wäre das möglich. Wenn deine Lieben einverstanden sind, kannst du auch zu Haus gepflegt werden.

Auch bei der Diagnose „Krebs“ hat man meistens noch genug Zeit, ein paar Tage in sich zu gehen, um nicht aus der Panik heraus zu entscheiden. Wenden Sie sich in diesem Fall auch gern an die „Gesellschaft für biologische Krebsabwehr“.

 

Ich hab tatsächlich Menschen kennengelernt, die sich auf der Diagnose „schulmedizinisch unheilbar“ ausruhen. Sie tun nichts mehr, weil es ja nichts gibt, was helfen könnte. Sie ergeben sich, oft wütend, manchmal traurig, oder auch gleichgültig, dem Schicksal.

Es heißt aber „schulmedizinisch“ nicht heilbar. Es kann durchaus sein, dass andere Methoden doch noch helfen könnten. Ja, es kann sogar sein, dass der Körper das mal eben selbst macht. Es sei denn, sie haben ihm eingeimpft, dass das nicht geht.

 

Eine Krankheit, deren Botschaft, oder meinetwegen rein wissenschaftlich gesehen, auch deren Ursache (Ich meine wirklich Erstursache und nicht Symptom, hier tappt die Medizin oft noch im Dunkeln), erkannt wird, kann somit wirklich ein Geschenk sein. Sie tun sich natürlich einen Gefallen, wenn sie schon die kleinen, harmlosen Geschenke verstehen, auspacken und bearbeiten, damit die große Bescherung nicht nötig wird. Auch wenn die Botschaft ein schlichtes Immunsystemtraining ist, wie bei den Erkältungen oft der Fall, oder, wenn der Artikel der FAZ so stehengelassen werden kann, durchaus auch bei ernsteren Krankheiten der Hintergrund sein könnte.

 

Unser Umgang mit Krankheit sollte überdacht werden.

 

Vielleicht denken Sie bei einer guten Tasse Kräutertee nach. Denn bis wir das Geheimnis um Gesundheit und Krankheit gelöst haben, müssen wir uns ja behelfen. Dabei muss man nicht unbedingt die dicken Kräuterenzyklopädien wälzen.

Um uns mit guten Nährstoffen zu versorgen, suche ich mein Wildgemüse auf fetterem (unbelasteten) Boden. Hier finde ich Brennnessel, Gänseblümchen und Löwenzahn, die Kardinalpflanzen um wieder zu Kräften zu kommen. Das ist ein guter Anfang. In einer netten Buchhandlung finden Sie sicherlich auch weiterführende kleine Büchlein, um ihr Wildgemüserepertoire zu erweitern. Und dann gehts ans Sammeln. Das geht nur stressfrei und langsam. Eine gesunde Entschleunigung schon vor dem Genuss.

Wenn Sie mit einer ernsthaften Krankheit zu kämpfen haben, bieten Löwenzahn und Co. immer noch eine gute Grundlage, um die Kräfte zu stärken. Zur reinen Behandlung bedarf es dann aber wohl mehr. Hier helfen uns Pflanzen, die tatsächlich um ihre Nährstoffe „kämpfen“ müssen. Die Anpassungsfähigen, Zähen, Unbeugsamen… Erwandern Sie doch mal solche scheinbar „lebensfeindlichen“ Gebiete und schauen sie sich die Pflanzen an, die mit der Umgebung klar kommen. Nehmen Sie mal eine oder zwei ansprechende mit. Es könnte z. B. die Schafgarbe sein, die schon immer gegen allerlei Gebrechen genutzt wurde und auch als „Strahlenschutzpflanze“ ihren Einsatz findet. Eine Frauenpflanze schlechthin. Es könnte das Tausendgüldenkraut sein, dass unseren Vorfahren Tausend Gulden wert war… Einbildung? Oder doch so ein Heilpotential?

Vielleicht finden Sie auch eine eher giftige Pflanze anziehend. Das muss kein Widerspruch sein. Natürlich empfehle ich nicht, diese als Tee zuzubereiten. Man kann sich ihr aber homöopathisch nähern. Wenn Sie mehr über eine so gefundene Pflanze herausfinden wollen, schauen sie nicht nur in ein klassisches Kräuterbuch, sondern schauen Sie auch mal, ob es eine homöopathische Verwendung gibt. Vielleicht haben Sie auch eine „Bachblüte“, ein Blütenmittel, das über Schwingung heilt.

 

Ja und auch unter den „düsteren, bösen“, vom Volksglauben den Hexen zugeordneten Pflanzen, kann ich Hilfe finden. Da die Hexenpflanzen ungeheure Kräfte haben, können Sie nicht nur Leben, sondern auch Tod bescheren. Sie sind oft Helfer, wenn ich mich tatsächlich schon auf der Gratwanderung zwischen Leben und Tod befinde.

Ein Experimentieren verbietet sich damit natürlich. Ein Befassen nicht. Und da das vor uns schon so manches kleine Naturheilmittelunternehmen gemacht hat, finde ich die gefährlichen Pflanzenschwestern in verträglicher Form im Handel, z. B. eine Schierlingscreme zu unterstützenden Brustkrebsbehandlung.

 

Heilkraut oder Heulkraut… eine Frage der Dosierung, besonders auch bei der Bilse…

 

Das uns todbringende Pflanzen vielleicht auch vorm Tod retten können, ist schon seltsam. Sie lehren uns damit aber, dass nichts so schlecht ist, das es nicht auch irgendwo gut ist, dass alles in der Schöpfung seinen Sinn hat, wenn er sich uns vielleicht auch noch nicht erschlossen hat und schließlich auch, dass die Dosis das Gift macht. Das gilt nicht nur für Sustanzen, die wir zu uns nehmen sondern auch für Lebensumstände und Beziehungen. Auch zuviel Arbeit kann Gift sein, auch zuviel „Liebe“ (Klammern) kann Gift sein.

 

Wenn Sie sich auf diese Reise einlassen und wachen Sinnes durch die Natur streifen, müssen Sie automatisch andere Dinge etwas kürzen. Vielleicht die Arbeit, das Aufreiben für andere, das Verfallen in Depressionen… schon das kann heilsam sein. Sie ändern etwas in ihrem Leben.

Die Naturvölker und Weisen eines Volkes glauben sowieso, dass wir am Besten aus der Natur direkt und nicht aus Büchern lernen. Nun, die Antworten zu ungeklärten Fragen finden sich in keinem Buch. Also ist es keine schlechte Idee, diesem Weg einmal zu folgen. Auch damit wir lernen, mal wieder mit uns allein zu sein. Das können nur noch wenige. Sie verfallen meist in hektische Betriebssamkeit, nur um nicht über das eigene Leben nachdenken zu müssen.

Wenn das alles nicht so fruchtet, besuchen Sie doch mal uns Muschelschubbser. Der Nordseewind bläst Ihnen schon mal ordentlich das Hirn frei. Das Reizklima macht seinem Namen alle Ehre und fordert dem Körper umgehende Reaktionen ab. Und zur Eile antreiben, lassen wir uns auch nicht.

Einfach mal eine andere Perspektive einnehmen… Wenn der bisherige Weg nicht erfolgreich war, dann sollte man mal einen anderen nehmen (Buchtipp: Die Mäusestrategie für Manager: Veränderungen erfolgreich begegnen – ein recht deutlicher Einblick ins menschliche Festhalten am Gewohnten mit Schmunzelgarantie…).

 

Alles Gute!

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Diesen Satz hab ich geklaut! Und gleich als Titelthema eingesetzt. Weil der Artikel, aus dem er entnommen ist, wirklich tiefe Wahrheiten enthält. Solche Perlen der Weisheit bekommt man nicht jeden Tag geschenkt. Aber vorsicht: Es ist harter Tobak, wird euer Weltbild erschüttern und eure Aufmerksamkeit fordern. Aber besser habe ich die „Idee“ Krankheit noch nicht erklärt bekommen. Ich lege euch sehr ans Herz, den ganzen Artikel zu lesen und das könnt Ihr hier:

Aktueller kann der Anlass eigentlich gar nicht sein. Der Bärbel-Mohr-Blog von Dr. Mohr (nicht verwandt) beantwortet so die brennende Frage, wie Ikonen der Gedankenkräfte dem Krebs erliegen können. Auf die Spur dieses Blogs hat mich ein anderer Querdenker gebracht, der sich absolut zu lesen lohnt:

Hans-Peter Zimmermann

 

Sogar der unter Kräuterfreunden beliebte Kräuterhändler Daniel Rühlemann hat sich in einem Interview mal geäußert und gesagt, man brauche keine Kräuter, man könne sich durch Gedanken heilen.

 

Warum interessiert mich dann noch die Kräuterkunde?

 

Gute Frage – hab ich mich selbst oft gefragt. Aber die Antwort ist einfach: Weil wir menschlich sind. Ja, ich bin absolut überzeugt von der Macht der Gedanken. Aber hinter seinem Weltbild zu stehen, ist eine harte Disziplin. Und wir sind eben kleine Menschlein, die von Zweifeln geplagt werden, die launisch oder traurig sein können und (frag mal meinen Mann) auch ganz schön borstig und widerspenstig. Wir glauben uns oft selbst nicht, denken, die Masse hat Recht (wenns so wäre, sähe es auf dieser Welt sicherlich besser aus).

 

Ich sehe Kräuter auch nicht als pure „körperliche“ Heilmittel. Ich denke, sie wirken auf unsere Seele. Stärken unser Vertrauen, beruhigen uns (Gedankenarbeit leistet man am besten im ruhigen, sogenannten „Alpha-Zustand“ – etwa kurz vorm Einschlafen, oder in leichter Trance), ja erhellen die Stimmung. Wer einmal Wolf-Dieter Storl gelesen hat, weiß, was ich meine. Auch er spricht von Pflanzen als „Verbündete“ und nicht als preiswerte Heilmittel. So sucht er sich die Pflanzen auch durch „Begegnung“ und nicht über ihren Inhaltsstoffkatalog aus.

Die intensive Suche nach Pflanzen bei negativen Seelenzuständen brachte mich den Kräutern eigentlich erst richtig nah. Damals gab es noch keine Literatur zu diesem Thema. Ich drehte das also einfach um. Bei Spannungskopfschmerz schaute ich in Louise Hays Klassiker um die Ursache zu finden, z. B. Stress und hatte, jetzt mal ganz vereinfacht dargestellt, das „Seelenkraut“ zu meiner Krankheit. Wenn Kräuter wirklich wirken, dann MÜSSEN sie auf den Seelenzustand Einfluss nehmen und eben nicht einfach pur als chemische Reaktion auf ein krankhaftes Geschehen. Ich glaube, Kräuter machen Beides. Deshalb haben wir meiner Meinung nach auch viele Kräuter, die eben schulmedizinisch (noch) keinen Nachweis zu ihrer Wirkung bringen konnten, Volksmedizinisch aber schon lange und erfolgreich genutzt werden.

Ja, ich denke auch, eine Heilung kann rein geistig geschehen. Aber weil wir eben nicht perfekt sind, weil wir den reinen Geist noch nicht perfekt beherrschen, sind die Kräuter für uns da.

 

Im Optimalfall nehme ich beim ersten Anzeichen einer Krankheit nicht gleich eine Pille, sondern geh kurz in mich und frage mich, was wohl die Ursache sein könnte, oder auf was mich die Krankheit hinweisen möchte. Dann such ich mein Heilkraut dazu. Dabei ist „suchen“ wörtlich zu nehmen. Ich gehe mit offenen Sinnen durch Wald und Flur. Allein das ist schon sehr erholsam, meditativ und entspannend. Gesund sowieso. Wenn ich „mein“ Kraut finde, bereite ich es dankbar zu und lege meinen Heilungswunsch hinein. Natürlich trinke ich auch den Tee nicht nebenbei, sondern bewußt, um die Heilung zu erlangen. Oft kommen bei einer derartigen Zubereitung meines Heiltrankes auch die Gedanken, die mir zeigen, wo ich vom Weg abgekommen bin, wo ich meine körperlichen oder seelischen Bedürfnisse vernachlässigt habe, oder mit faulen Kompromissen leben musste.

 

Ja, das ist mein Weltbild. Und wie alle menschlichen Weltbilder hinkt es ein wenig. Weil wir Menschen eben nicht das große Ganze erfassen können. Schwerstkranke finden vielleicht keinen Trost in diesen Gedanken, auch Eltern nicht, die mit ihren Kindern leiden. Was kann denn ein Kind gemacht haben, um krank zu werden?

Meist nichts, die Kinder spiegeln die Eltern. Unsere Kinder nehmen uns da etwas ab. Auch das ist nun ein wenig einfach erklärt. Aber ich will euch das Denken auch nicht abnehmen. Die Ansätze zur „Idee“ Krankheit sind gegeben. Oft möchte eine Krankheit nur das: das man über sie nachdenkt.

 

Ihr wollt mehr über die Kraft der Gedanken wissen? Oh, da gibt es wundervolle Lehrer. Den ersten könnt ihr im Spiegel entdecken. Wenn ihr euch öfter mal mit ihm unterhaltet, werdet ihr zu manch interessanter Einsicht kommen. Und dann gibt es da noch so viele Methoden und Trainer. Mir persönlich hat die Silva-Mind Methode sehr viel gebracht. Also gebt eure Macht nicht einfach ab… weder an eine Pille noch an ein Dogma…

 

 

 

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Der Name sagt es eigentlich schon: „Erzengelwurz“ – diese Pflanze fand bei unseren Vorfahren höchste Anerkennung und das über Jahrhunderte. Sie gehörte in jeden Kräuterlikör, wurde eifrig in der Küche verwendet (kandierte Stängel für Süßigkeiten, Torten…, Rhabarberkompott – hier mildert sie die Säure), ja sogar als Talisman gegen böse Mächte wurde die Wurz getragen.

Ihre Anwendungsgebiete sind weit gestreut: Blutarmut, Verdauungsbeschwerden, Husten, Erkältung, Bronchialasthma, Erschöpfung, Rheuma, Fieber, Krämpfe, Bluthochdruck, Angina Pectoris…

Die Legende besagt, dass einem Mönch im Traum ein Engel erschienen ist und ihm mitteilte, er könne mit dieser Wurz die Pest heilen. Also kaum ein Wundermittel, dass die Wurz nicht als Ingredienz enthalten hatte. Derartige Wirkstoffnachweise werden werden heutzutage allerdings nicht mehr anerkannt.

Nein, heute werden Pflanzen im Labor zerlegt. Bei unserer Erzengelwurz fand man dabei u. A. Furanocumarine. Wie bei den meisten isolierten Wirkstoffen konnte man da natürlich auch eine gewisse Gefährlichkeit nachweisen. Furanocumarinen wurde dabei Krebsförderung bescheinigt.

 

Und schon wurde eine ehemals hochgeschätzte Heilpflanze geächtet. Nichts macht dem heutigen Menschen mehr Angst, als Krebs und Seuchen. Und Angst ist immerhin das sicherste Mittel, die Massen zu beherrschen. Kräuterbuchautoren überarbeiteten ihre Werke, Wildgemüsefans mieden die Engelwurz.

 

So fallen Heilige.

 

Der große Verwandte der Erzengelwurz – der Riesenbärenklau, bitte nicht anfassen!

 

Wer meinen Blog verfolgt, weiß auch, das positive Forschungsergebnisse in Bezug auf Pflanzen meist nicht aus Deutschland kommen. Dem empfehlenswerten Blog der Aromatherapieexpertin Eliane Zimmermann hab ich den Hinweis auf eine neue Studie zum Erzengelwurz zu verdanken. Die Studie stammt aus Island. Wer des Englischen mächtig ist, sollte Sie sich mal näher anschauen (http://www.znaturforsch.com/ac/v59c/s59c0523.pdf).

Diese Studie hat solch aufregende Ergebnisse, dass man sich mal wieder fragt, warum „die Welt“ nicht reagiert. Die Forscher haben u. A. herausgefunden, dass die Inhaltsstoffe der Erzengelwurz z. B. das Virenwachstum hemmen, ohne die Wirtszellen zu schädigen, den normalen Lebenszyklus der Zellen wieder herstellen (eine Zelle hat eine festgelegte Lebenszeit, sowohl eine verkürzte, als auch eine verlängerte wären ungesund. Verlängertes Zellleben hat man z. B. bei Tumoren oder auch Schuppenflechte) und auch das Wachstum bei Krebstumoren stoppen. Leider bisher nur bei Mäusen…

Außerdem erhöht die Erzengelwurz die Energie und das Wohlbefinden. Sie hat valiumähnliche Wirkung und mildert Ängste. Blutgefäße werden erweitert (Bluthochdruckmittel, Aphrodisiakum).

Wenn man sich das so anschaut, ist es mehr als begreiflich, wie die Erzengelwurz eine wichtige Zutat in Lebenselixieren wurde…

 

Die o. g.Wirkungen lassen sich vor allem auch auf die Furanocumarine zurückführen. Wir erinnern uns: Die bösen Furanocumarine, die ja Krebs erregen…

 

Wie kann das sein? Hier krebserregend, da krebswidrig? Wir sehen, die Forschung hat ein weites Feld. Bis dahin müssen wir uns wohl mit gesundem Menschenverstand begnügen.

 

Die krebserregenden Wirkungen werden meist mit der isolierten Substanz nachgewiesen. Die o. g. Wirkungen wurden mit der Anwendung der Tinkturen, also der ganzen Pflanze, erreicht. Den Kräuterheiler wundert das nicht. Kräuterheiler sind sowieso davon überzeugt, dass die Wirkstoffe einer Pflanze als Ganzes agieren, sich gegenseitig stärken oder harmonisieren.

 

Die Forscher haben außerdem herausgefunden, dass sie mit isländischen Tinkturen positive Ergebnisse hatten, mit englischen nicht…

 

Woran liegt das? Verarbeitung, Standort? Die isländischen Forscher vermuten, dass es am Standort liegt. Der Erzengelwurz scheint zur Entwicklung der wirksamen Inhaltsstoffe ein kälteres Klima zu benötigen. Das ist nichts Ungewöhnliches. Wenn Sie sich z. B. die Arnika in den heimischen Garten geholt haben, um Ihre Tinkturen selbst herzustellen, wundern Sie sich nicht, dass diese nicht so wirksam sind. Auch bei der Arnika hängt der Wirkstoffgehalt vom Standort ab (Arnica montana – Berg – der Name sagt es ja schon).

 

Was heißt das jetzt für uns? Sie können es mit dem Wissen unserer Vorfahren halten und die Arnika nach deren Empfehlungen nutzen. Oder Sie halten sich an die aktuellen Empfehlungen der Labormedizin und meiden sie lieber. Es soll da aber auch so was wie „goldene Mittelwege“ geben.

 

Hier würde ich mir wünschen, wie schon im vorigen Beitrag erwähnt, dass eben Versuche unter ärztlicher Aufsicht erfolgen könnten. Manch ein Krebspatient würde das vielleicht gern machen, wenn alles andere nicht erfolgreich war. Und wer, wenn nicht der behandelnde Arzt, könnte besser beurteilen, ob vielleicht so eine Tinktur wirkt?

 

Leider geht das nicht so einfach. Hier brauchts eine Studie und noch eine und noch eine… das muss bezahlt werden und möglichst noch von jemandem, der das Ergebnis nicht vorgibt.

 

Die Entscheidung, die Engelwurz anzuwenden, kann ich Ihnen nicht abnehmen. Den Arzt und die Therapie seines Vertrauens muss jeder selbst finden. Aber ich halte es für äußerst wichtig, diese Pflanze nicht aus den Augen zu verlieren. Damit möchte ich jeden, der Erfahrungen mit der Angelika hat, recht herzlich einladen, diese mit mir zu teilen.

 

Wenn Sie sich einer Pflanze nähern wollen, die nicht ganz unbedenklich ist, gibt es auch immer noch den homöopathischen Weg. Auch meditativ kann man Einblicke gewinnen. Ich kann nur empfehlen, einer Pflanze treu zu bleiben, die sich Ihnen immer wieder irgendwie „in den Weg stellt“. Befassen Sie sich mit ihr. Man muss ja nicht alles essen.

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Egal, zu welcher Fangmeinde Sie gehören, sicherlich hat sich beim Lesen dieser Überschrift bei Ihnen etwas geregt.

Möglicher Weise mussten Sie zu Ihren Blutdrucktabletten greifen, weil Sie unlängst Opfer eines Scharlatan geworden sind, der Ihnen dreifach gewendeltes Wunderwasser verabreicht hat, oder weil Sie herausbekommen mussten, dass ihr Arzt sie seit Jahren falsch behandelte, weil er sich auf Fortbildung eins pfiff….

 

Manchmal kommen Menschen zu mir, denen bei Ihrem Arzt etwas seltsam vorkam. Wie letztens eine liebe Freundin, die absolut geschockt von der Frauenärztin kam, die sie mit einem Kilo Lebensregeln für das nächste halbe Jahr eindeckte, da sie einen Blasenpilz habe. Sie war total entsetzt und fragte mich, ob es nicht etwas gäbe, diese Therapie noch zu unterstützen – ein halbes Jahr Totalenthaltsamkeit kam ihr zu hart vor – und das grad vor Weihnachten…

Nun, wer einmal unter Pilzen leiden musste, weiß um die Hartnäckigkeit. Ich erzählte aus Sicht der Naturheilkunde, was man noch alles machen könne, Frau und auch Mann… aber der Mann war in diese Lebensregeln gar nicht einbezogen. Das kam mir nun wieder seltsam vor.

Dann erzählte Sie auch noch, dass die Ärztin ihr deutlich machte, wie „verkeimt“ wir Frauen denn so in unseren intimsten Bereichen seien und was man da nun gegen machen könne…

Da wurde ich allerdings mehr als stutzig. Wenn sich etwas selbst gut reinigt (womit ich die inneren Bereiche meine), ist das die Vagina. Ich kenne eine gute Handvoll Ärzte in der Umgebung, die bei Entzündungen in diesem Bereich, oder einem Entgleisen der Flora zu einfachen Yoghurt-Tampons raten.

Als sich nun die Freundin verunsichert noch mal an die Ärztin wenden wollte, wurde ihr von der Sprechstundenhilfe im Vertrauen mitgeteilt, dass hier jede Patientin mit der Pilzdiagnose hinausginge…

 

Ich vermute jetzt mal frech, dass es sich bei diesen Pilzen nicht um eine Diagnose, sondern eine grundsätzliche Lebenseinstellung/Vermutung dieser Ärztin handelte…

 

Eine andere Freundin hingegen kann nicht wirklich gut leben, ohne von einem „Baumschamanen“ regelmässig ein besonders behandeltes Hölzchen käuflich zu erwerben. Da kostet ein fingerlanges Stück Holunder mal eben 150,– Euronen..

 

Da war für jeden was dabei, oder? Sowohl für die Ärztegegener, als auch für die „Anti-Heiler-Innung“….

 

Und solange sich Schulmedizin und Naturheilkunde gegenseitig nicht aufs Fell gucken, freut sich der Dritte: Die Pharma….

 

Ich habe das ganze schon optimal erleben dürfen, es geht nämlich auch ganz anders: Zu meiner Zeit in Wolfenbüttel habe ich eng mit meinen Ärzten zusammengearbeitet. Als mein Sohn eine Milcheiweißallergie entwickelte und ich dem Allergologen Bachblüten vorschlug, meinte er: „Kenn ich nicht, hab schon was davon gehört, wenns hilft, ist´s in Ordnung“. So behandelte ich meinen Sohn unter der Kontrolle des Arztes mit den Blüten. Im Gegenzug zeigte er mir noch die Methode der Pulsdiagnostik bei Allergien…

 

Auch mit dem Kinderarzt lief es ähnlich. Wenn ich mir nicht sicher war, holte ich mir von ihm eine Diagnose. Wir besprachen dann zusammen die Therapie. Meist konnte ich meine normalen Hausmittel anwenden und verblieben dabei, dass ich mir ein klassisches Medikament holen würde, wenn ich keinen Erfolg hätte. Die ganz normalen Kontrollen, auch Nachuntersuchungen bei schwereren Krankheiten, machte der Arzt.

 

Liebe Leute – es geht! Das Zauberwort ist „Respekt“.

 

Mein Allgemeinmediziner verwies mich ab und an tatsächlich zu einer „Aura-Heilerin“…

 

Nun, die war, ehrlich gesagt, nichts für mich. Aber als Patient sollte man sich ja auch nicht unbedingt in die Passivhaltung begeben. Schließlich kennen wir unsere Körper länger als jeder Arzt… wenn wir irgendwo ein ungutes Gefühl haben, ob nun in der Schulmedizin, oder beim Schamanen, dann sollten wir das Organ, was man „Gehirn“ nennt, einschalten und eine zweite Meinung einholen.

 

Ich halte generell erstmal keine Methode für schlecht, die nicht schadet. Selbst wenn also jemand mit einem ganz besonderen „Hölzchen“ in der Tasche herumläuft und ihn allein der Glauben daran positiv stimmt, dann heilt dieses Hölzchen, ganz einfach dadurch, weil man durch Geist und Glauben heilen kann. Ob ich nun unbedingt ein halbes Monatsgehalt dafür ausgeben würde, sei mal dahingestellt. Die Gefahr hierbei ist eine gewisse Abhängigkeit vom „Holzlieferanten“ so daß man immer wieder hingeht um nun doch ein anderes Hölzchen für die nächsten Probleme mitnimmt.

 

Natürlich gibt es inzwischen genug Nachweise, dass auch energetische Mittel, sog. „Schwingungsmittel“ heilen. Die Homöopathie wäre sonst nicht denkbar. Aber die Homöopathie gibt es im Vergleich mit meinem „Hölzchen“ zum Discountpreis.

 

Und nicht alles, was einem seltsam gewandeten Menschen aus der Tasche fällt, ist ein Schwingungsmittel. In Schwung kommt allenfalls sein Bankkonto.

 

Mein Vorschlag: Wir sollten offen sein! Sowohl als Patient, als auch als Heiler, oder Arzt. Ganzheitliche Medizin schließt nämlich alle mit ein! Die Gegner der Alternativmedizin führen oft fehlende Studien ins Feld. Aber nur, weil etwas noch nicht labortechnisch nachgewiesen wurde, ist es nicht automatisch unwirksam. Außerdem muss jemand diese Studien finanzieren. Die meisten Studien werden von Pharmafirmen finanziert. Muss ich mehr sagen? Glauben Sie im Ernst, dass die wirklich wissen wollen, wieviel Potential ein Löwenzahn hat, wenn er direkt vor Ihren Füssen wächst und sich nicht teuer als Pille verkaufen lässt?

 

Wir HABEN doch unsere Versuchsreihen! Über Jahrhunderte bis Jahrtausende wurden Kräuter erfolgreich genutzt! Man kann unseren Ahnen doch nicht einen IQ von 0 unterstellen… Und ein Kraut in einzelne Wirkstoffe zu zerlegen und diese dann in auf natürliche Weise nicht aufnehmbare Mengen zuzuführen, nur um die Schädlichkeit zu beweisen – das ginge sogar mit unseren gängigsten Lebensmitteln!

 

Vielen Ärzten kreide ich auch die absolute Pharmagläubigkeit und die Reduzierung des Menschen auf eine Maschine an. Das Herz ist nicht nur eine Pumpe! Zum Glück gibt es aber auch viele Mediziner, denen klar ist, das keine Wissenschaft sich so oft dreht, wie die Medizin.

 

Neulich wurde ich bei einem Vortrag gefragt, warum ich denn nicht als Heilpraktiker mein Wissen praktisch anwende. Ich antwortete, dass der Heilpraktiker heutzutage gänzlich schulmedizinisch ausgebildet wird, um die Prüfung zu schaffen. Therapieformen muss er sich meist nach der Prüfung in eigener Regie aneignen. Da ich aber einen gänzlich anderen, als einen schulmedizinischen Denkansatz verfolge, wäre das nicht mein Weg. Und den Heilpraktiker als Mittel zum Zweck – nein – das möchte ich nicht. Dann verkneife ich mir lieber das Praktizieren in Deutschland. Mein Gesprächspartner hielt den Schwerpunkt der Ausbildung aber für absolut korrekt und brachte genau das Argument, dass zur gesetzlichen Prüfung von Heilpraktikern führte: Schließlich müsse der Heilpraktiker erkennen, welche Krankheiten nicht in seine Hand gehörten…

 

Meine Lieben: Angehende Heilpraktiker sind in der Regel nicht so dämlich, dass zwei Jahre Differentialdiagnostik brauchen, um zu erkennen, welche Krankheiten oder Notfälle über ihre Kompetenz hinausgehen. Die Prüfung ist so hammerhart, damit die Ärzteschaft ihre Konkurrenz niedrig halten kann…

 

Die, die also weiterhin ganz allein ihre alternativen Heilmethoden anwenden wollen, werden eben „Heiler“. So darf man sich auch nennen, wenn man einige Formulierungen vermeidet und eben nicht an der Tür stehen hat, dass man Krankheiten heilt… Unter den Bezeichungen „Wellness und Entspannung“ machen sich eben leider nicht nur diese breit, sondern auch einige Scharlatane.

 

Wer hat also Recht? Na, wer heilt hat Recht! Also tut euch zusammen und lernt von einander.  Wenn der Kräutersepp ein bestimmtes Kraut erfolgreich empfohlen hat, würde ich als Arzt mal aufhorchen. Wenn der Arzt auf eine bestimmte Diät drängt, sollte auch der Kräutersepp mal hinhören. Gerade in der Heilkunde gibt es nämlich noch sehr, sehr viel zu entdecken. Genaugenommen sind die Ärzte hier in einer wundervollen Position, weil sie doch mit ihren Patienten reichlich Erfahrungen sammeln können. Es liegt am Patienten, dem Arzt mitzuteilen, was ihm geholfen hat. Es liegt am Arzt, zu prüfen, wie verwertbar diese Erfahrung ist (ich denke z. B. an Brennnessel und Zeder bei Heuschnupfen) und letztendlich liegt es auch am Arzt, die überteuerten Pharmaprodukte nicht mehr abzufordern, wenn er eine nebenwirkungsfreie und preiswerte Alternative gefunden hat.

Die Pharma kann ihre Produkte nur an den Mann bringen, weil wir sie auch kaufen! Wenn wir hier Medizin haben, die nachweislich mehr schadet als nutzt, oder preiswerter zu erzeugen ist, sollte die geblockt werden. Das geht nicht ohne die Ärzte. Als Patient haben wir wohl in den seltesten Fällen ein Fachstudium in dieser Richtung absolviert.

 

Also redet mit euren Ärzten! Fragt nach den Medikamenten. Wenn hier keinerlei Entgegenkommen zu spüren ist, gibt es sicherlich irgendwo anders offnere Kollegen. Wenn ein Heiler euch abzieht… dann geht woanders hin. Ich bin zwar nicht der Meinung, wer heilende Gaben hat, soll die gefälligst umsonst zur Verfügung stellen, aber ein anständiger Obolus und reine Abzocke sind schon ein Unterschied. Wir haben die Wahl, wir können das Beste aus beiden Welten haben!

 

Es gibt eine Studie, die sich mit den Menschen befasst hat, die den Krebs besiegen konnten. Leider, leider kann ich euch nicht sagen, wo ich das gelesen hab. Falls einer die Quelle weiß, soll er sie mir bitte mitteilen.

Natürlich möchte jetzt jeder wissen, WELCHE Methode hat die meisten Erfolge nachzuweisen. Ich muss euch schon wieder enttäuschen. Die Erfolge lagen weder bei der Chemo noch bei Kräutern oder Diäten. Die Erfolge lagen bei den Menschen. Es gab deutliche Unterschiede bei den Menschen: Diejenigen, die aktiv mitgearbeitet haben, haben die größte Erfolgsquote gehabt. Diejenigen, die die jeweilige Methode passiv über sich ergehen ließen, haben es meist nicht geschafft…

 

Wir Patienten haben also tatsächlich Macht. Die Macht unseren Therapeuten zu wählen, die Macht, die Therapie mitzubestimmen und die Macht der Gedanken, die nachweislich den Heilungsprozess beeinflusst.

 

Manchmal besuche ich Fachtagungen zu bestimmten Themen. Natürlich besonders die auf Naturheilkunde ausgerichteten. Hin und wieder kommt mir das vor, wie eine Märchenstunde. Hier trifft man Heilpraktiker und naturheilkundlich arbeitende Ärzte. Wenn man von den Erfolgen hört, die sie oft mit einfachen sanften Mitteln erzielen, fragt man sich natürlich, warum der Rest der Welt davon noch nichts erfahren hat, oder wird das ganz einfach verschwiegen? Zu diesen Veranstaltungen kann auch der interessierte Laie kommen. Wahrscheinlich können Sie sich nicht selbst behandeln, aber zumindest lernen Sie Therapeuten kennen, die diese Methoden anwenden. Und Sie lernen Alternativen kennen.

 

Auf solchen Fachtagungen finden also schon Mediziner und Heiler zusammen. Meine Hoffnung wäre, das das auch mal im größeren Maße passiert. Das z. B. die Kräuterheilkundigen ihr Wissen zusammentragen und sammeln. Das Therapeuten aus diesem Fundus schöpfen und eigene Wege gehen. Zusammen etwas schaffen. Gemeinsamkeiten finden. Aus altem und neuem Wissen die Heilkunde der Zukunft schaffen und uns nicht die Therapien von der Pharma diktieren zu lassen…

 

Es wird Zeit, dass wir uns auf ein gemeinsames Ziel konzentrieren, statt uns zu bekämpfen. Den lachenden Dritten kennen wir ja mittlerweile. Es ist ein gern eingesetztes Mittel, Menschen aufeinanderzuhetzen, um derweil seine eigenen Pläne zu verfolgen. Allein wie sie uns die Schweinegrippepanik um die Ohren gehauen haben, sollte doch beiden Seiten zu denken geben.

Im einem abschließenden Bericht (ARD) über die Schweinegrippe wurde diese ganze Aktion als „Probelauf“ deklariert. Aha… es war nun angeblich eine Übung. Toll… Den Ernstfall wird wahrscheinlich keiner mehr ernst nehmen. Eine Übung, die uns enorm Geld gekostet hat und seit der bestimmt einige Vorstände ihren Cocktail auf Hawaii schlürfen.

Ich möchte mich nicht länger an der Nase herumführen lassen. Sollte das Schlimmste eintreffen und diese EG Richtlinie uns wirklich den Großteil der Heilkräuter kosten, dann rüste ich auf. Die Scheiterhaufen heutzutage kommen als Paragrafen getarnt. Wer mitmachen möchte, kann sich bei mir melden. Die Naturheilkunde darf nicht sterben. Also lasst uns wach bleiben und beobachten, was passiert. Wenn nötig, werden wir dann handeln (ich habe zwar auch die Petition gezeichnet, aber ich denke, unseren Politikern geht das am verlängerten Rückrad entlang… ). Wer mit mir handeln möchte, darf sich dann gerne melden.

Bis dahin können wir nur informieren. Mitteilen, wo wir Kräuter erfolgreich eingesetzt haben, Erfahrungen austauschen. Es gibt viele von uns. Wir sollten uns zusammentun. Lass sie die Scheiterhaufen schichten… dieses Mal können wir uns wehren..

 

 

 

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Es sieht wirklich schlimm aus, auf dem Grund der Dörfergemeinschaftsschule. Die Hauptgebäude sind zwar glücklicher Weise erhalten geblieben, aber Sporthalle und Chemieräume wurden ein Raub der Flammen. Was bleibt, ist eine immer noch rauchende Ruine aus Sondermüll. Allein die Beseitigung derselben dürfte über 200.000 Euro kosten.

Es steigt immer noch Rauch aus den Ruinen

 

Dem beherzten Eingreifen der Helfer haben wir es zu verdanken, dass sich das Feuer nicht zum Hauptgebäude herüberfrass. Der Verbindungsgang wurde abgerissen.

 

Diese Schneise verhinderte Schlimmeres

 

Mit der Zerstörung der Turnhalle stehen aber auch die Vereine in Todenbüttel vor einem Problem. Sportvereinsaktivitäten, Kinderturnen – all das fand hier statt. Eine Möglichkeit relativ schnell mit einer Übergangslösung zum Unterrichtsalltag zurückzukehren, wären Schulcontainer.  Das löst jedoch nicht das Problem eines Chemieraumes (bestimmte Sicherheitsvorschriften, Abzugsanlage) oder einer Sporthalle.

 

Ich weiß noch nicht, wie es weitergeht. Ich drücke die Daumen, dass wir in absehbarer Zeit wieder Räume haben werden. Denn hier lässt sich mit Sicherheit nicht mehr unterrichten:

 

 

Bei Radio RSH läuft zur Zeit der Wettbewerb „Unsere Schule soll schöner werden“. Nun, ich hätte hier ein würdiges Projekt… Tatsächlich hatte ich kurzfristig überlegt, das mal vorzuschlagen. Aber der Wettbewerb hat natürlich einen etwas anderen Hintergrund.

 

 

 

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Bärbel Mohr, Autorin der bekannten „Bestellung ans Universum“ – Bücher ist gestorben. Sie erlag viel zu früh einem Krebsleiden. Viel zu früh – ja das sag ich. Aber können wir wirklich beurteilen, ob das so stimmt?

Bärbel Mohr hat die Macht der Gedanken in leichte, gut lesbare Form gebracht. Viele Menschen haben das Prinzip des positiven Denkens, vor allem aber auch des „positiven Überzeugtseins“ dadurch verstanden und angewendet. Auch Kinderbücher hat Bärbel Mohr verfasst.

 

Ich weiß nicht, wieviele Menschen von den Ideen profitiert haben, aber ich denke, sie hat viele erreicht.

Und nun stirbt sie selbst mit 46 Jahren an Krebs. Widerlegt das nicht die These ihrer Bücher?

 

Nein, ich denke nicht.  Ihre Kritiker mögen einwenden, sie habe sich bestimmt nicht „bestellt“ , früh zu sterben. Das ist eben ein Punkt, den ich in ihren Büchern etwas vermisst oder nur knapp verdeutlicht gefunden habe.

 

Warum also starb die große Wünscherin so früh? Selbstverständlich kann ich das nicht beantworten. Aber wenn ich mir etwas wünsche und es tritt nicht ein, kann das eben aus folgenden Gründen passieren:

  • Ich habs mir gewünscht, aber nicht wirklich geglaubt, dass es auch passiert – an dieser Hürde scheitern die meistern
  • Ich habs mir gewünscht, aber mein Unterbewußtsein möchte das nicht (Blockaden, Ängste, Schuldgefühle)…
  • Ich erlaube mir Erfolg nicht, weil ich glaube, ihn nicht verdient zu haben – ebenfalls eine der häufigsten Gründe
  • Mein Wunsch steht einem höheren Plan entgegen – womit wir die spirituelle Ebene berühren

Ich persönlich glaube nicht unbedingt, dass auf Bärbel Mohr die ersten Punkte zutreffen, ich denke, sie hat das Wünschen erfolgreich durchgeführt und war sich dieser Punkte durchaus bewusst genug, um sie zu bearbeiten. Aber das ist natürlich reine Spekulation von mir, ich kannte Bärbel Mohr leider nicht persönlich. Ja, ich glaube wirklich, dass Menschen manchmal zu früh oder unter schwierigen Umständen den Planeten verlassen, um anderen zu helfen. Ich persönlich litt sehr unter dem frühen Tod meiner Mutter, ich haderte unheimlich mit dem Schicksal, Gott, der Welt… ich hab die Schöpfung angegiftet, Stoßgebete in den Himmel geschickt und wollte den Umstand, dass sie tot ist, einfach ignorieren…

Ihr Tod hat mich aus der Bahn geworfen – ich musste mich damit auseinandersetzen. Im Nachhinein betrachtet, hat ihr Tod viel bei mir bewirkt. Ich habe mein Leben gänzlich geändert. Ich will nicht so weit gehen und behaupten, sie ist gestorben um mich auf den richtigen Weg zu bringen, aber für mich war es das auslösende Ereignis.

Ich weiß nicht wirklich, ob ein großer Plan hinter all diesen Geschehnissen steckt, aber ich glaube es. Vielleicht ist es allen ein kleiner Trost, die einen lieben Menschen verloren haben. Bärbel Mohr hat vielen Menschen mit ihren Büchern geholfen und sich damit mit Sicherheit einen wunderschönen Platz im Universum verdient.

 

Manchmal vergisst man auch, was man selbst kann. Möglicher Weise hat sich Bärbel Mohr ja gar nichts für sich selbst gewünscht und sich immer hintenan gestellt. Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass eine großartige Frau, die die Welt der Gedankenmächte jedermann zugänglich machte, von uns gegangen ist. Ich hab ihr gerade eine schöne Weiterreise bestellt. Vermutlich haben das andere auch gemacht.

Bärbel Mohr, wo immer du jetzt auch bist, wir haben dir viel zu verdanken!

 

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Vielleicht haben Sie es schon in den Nachrichten gesehen: Die Dörfergemeinschaftsschule Todenbüttel brennt. Was vielleicht der Traum des einen oder anderen Schülers ist, sieht in der Wirklichkeit schon viel gemeiner aus.

Heute Nacht, kurz nach 4, gingen die Sirenen los. Leider, leider steht so ein lautstarkes Instrument direkt vor meinem Schlafzimmerfenster. Da es wirklich ein nicht zu unterschätzendes Feuer ist und nahezu 100 Feuerwehrmänner im Einsatz sind, ging das Sirenchen öfter. Jedesmal klebte ich vor Schreck an der Zimmerdecke…

Der Lärm, die Sirenen, der Rauch… Schlafen war heute nacht kaum möglich. Ein Feuerwehrmann erzählte mir eben, dass die Löscharbeiten wahrscheinlich noch den ganzen Tag andauern…

Die ersten Folgen bekam ich schon zu spüren: Als ich mich schlaftrunken unter Dusche wachduschen wollte, kam ein trauriges Rinnsal. Logisch: Die Wehren brauchen alles verfügbare Wasser, Teiche und Gräben wurden auch schon angezapft. Todenbüttel liegt zwar in einem wasserreichen Gebiet, aber der Brand wird seit Stunden aus allen Rohren bekämpft.

Ich weiß nicht, wie lange das noch dauern wird und auch wenn der Brand nicht aufs Hauptgebäude übergreift, hier wird wohl eine ganze Zeit kein Unterricht möglich sein. Was für ein Glück, das der Hausmeister den Brand bemerkt hat, denn Todenbüttel ist dicht bebaut und die Schule schmiegt sich genau in die Mitte.

Es ist nur ein Brand… aber der dauernde Alarm war beängstigend, die Einsatzfahrzeuge, der blutrote Nachthimmel. Mit „nur“ meine ich, dass ja wenigstens für die Anwohner keine Gefahr bestand. Aber bei Sirenen muss ich immer an Krieg denken. Wenn ich mir vorstelle, wie das gewesen sein muss, die Sirenen, der Kampflärm… was ich bin froh, dass ich nicht zu der Generation gehöre, die das erleben musste.

Und die Schule – na ich hoff mal mit Versicherung und vereinten Kräften bekommen wir das wieder hin. Das ich eben nicht wirklich duschen oder aufs Klo gehen kann, ist da wirklich nur eine kleine Unannehmlichkeit. Lasst uns die Daumen drücken, dass der Schaden sich in Grenzen hält.

 

Nachtrag:

Eben kam in den Nachrichten, dass sich der Schaden wohl auf Millionenhöhe beläuft. Bitter…

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Es gibt im Moment nicht allzuviel zu sammeln. Das aufmerksame Auge findet aber schon frische Blattrosetten von Löwenzahn und Gänseblümchen, die für das nächste Frühjahr bereit sind. Auch von der Brennnessel treibt schon wieder Einiges nach. Zum Verzehr würde ich aber maximal Wurzeln, Knospen und die Frischrosetten nutzen. Es gibt allerdings Kulturen, für die jetzt alles „tabu“ ist und in der dunklen Jahreszeit für die „Waldgeister“ stehen gelassen wird.

Was man jedoch gut „sammeln“ und pflücken kann, ist die nächste Weihnachtsdekoration. Nein, sie sollen kein Tannengrün aus dem Wald holen, da fragen Sie eher mal im Kleingärtnerverein oder beim Friedhofsgärtner, da wird zu dieser Zeit oft noch geschnitten. Aber Zapfen von Tanne und Lärche oder Kiefer kann man jetzt gut holen und für Gestecke nutzen. Efeu und Stechpalmen können ebenfalls zu Dekorationszwecken geschnitten werden, Letztere sind besonders mit ihren roten Früchten wunderschön. Die Zapfen kann man mit Goldspray veredeln. Wer sich im Sommer (oder an günstigen Standorten auch jetzt noch) Schafgarben gesammelt hat, kann diese im getrockneten Zustand auch ganz wunderbar mit Goldspray „weihnachtlich“ schmücken.

Für herbstliche oder auch weihnachtliche Gestecke kann man auch Moos sammeln und in hübschen Schalen arrangieren.  Als Farbtupfer in solchen Arrangements eignen sich rote Pfefferkörner (die kann man günstig in größeren Gebinden kaufen), die großflächig eingestreut werden.

 

Aber nicht nur Ihr Heim können Sie glänzend schmücken, sie selbst profitieren auch noch von unseren glänzenden Pflanzenschwestern.

Die Idee kam mir auf der letzten Herbstwanderung, die uns nur noch spärlich mit Kräutern versorgte. Ich schlug vor Kastanien zu sammeln. Aber was macht man mit Kastanien? Energetische Heiler nutzen sie zur Abschirmung von Erdstrahlung und legen sie beispielsweise unters Bett (ich hab das noch nicht ausprobiert, aber ich denke, da sollte schon eine größere Anzahl liegen). Als Handschmeichler haben viele Menschen sie in der Tasche. Tatsächlich wirken sie dabei beruhigend. In Rheumacremes findet sie Verwendung, oder auch in Krampfaderprodukten. Aber die Kastanie ist auch so etwas, wie die heimische „Waschnuss“. Sie enthält Saponine und erzeugt einen waschaktiven Schaum. Tatsächlich hat man früher empfindliche Stoffe mit einem Sud aus zerkleinerten Kastanien gewaschen.

Die Kastanie ist nicht das einzige Waschkraut. Es gibt viele saponinhaltige Pflanzen, allen voran das Seifenkraut, dass, wie der Name schon sagt, auch bevorzugt zum Waschen verwendet wurde. Heutzutage werden immer noch empfindliche Seidenstoffe mit Seifenkrautsud gereinigt.

Ja und sogar der nicht überall geschätzte Efeu enthält Saponine und hat sehr gute Reinigungseigenschaften. Manchmal mache ich mir einen Absud aus den Blättern und nutze ihn als Glanzspülung. Der Allrounder findet auch als Hustenmittel (Prospan) und in Cellulitemitteln seinen Einsatz.

Der immergrüne Efeu kann das ganze Jahr über „geerntet“ werden

Als ich wieder mal über den Efeu grübelte, erfuhr ich in einem Fernsehbeitrag, dass auch andere sich da bereits Gedanken gemacht haben. Im Rahmen eines Projektes haben zwei Schüler aus dem Efeu einen Reiniger hergestellt. Die Ergebnisse waren so überzeugend, dass eine Firma dieses Mittel nun unter dem Namen „Efea“ herausbringen will.

Das hat mich daran erinnert, wozu ich den Efeu früher auch genutzt habe: Als Farbenauffrischer in der Waschmaschine. Ja, Efeu frischt Farben auf, ob in der Wäsche, oder im Haar. Eine Handvoll Blätter in die Waschtrommel und schwarz wird wieder schwarz und orange schön leuchtend. Ähnliche Effekte hat Efeu auch auf das Haar, die Farben leuchten wieder, das Haar glänzt. Diese Wirkung entfaltet der Efeu aber erst bei höheren Temperaturen, daher bei Feinwäsche eventuell etwas vorgekochten Sud verwenden. Vorsicht aber bei hellen Farben oder blondem Haar!

 

Da wir im „Heilerkreis“ wieder einmal Shampoo machen wollten (Grundrezept hier), habe ich mich entschlossen, dieses Mal auch ein paar Efeublätter in den Sud zu geben. Teilnehmerinnen mit eindeutig nicht zu hellen Haaren, wählten den mit Efeu aufgepeppten Sud. Die ersten Rückmeldungen sind begeistert. Tatsächlich wurden schon Einige auf den Glanz angesprochen.

Das hört sich doch super an. Ich werde mich dem Efeu jedenfalls wieder öfter widmen. Auch in Duschgels ist er mit seinen Cellulitewirkstoffen sicherlich nicht Fehl am Platz. Wer hier eigene Erfahrungen hat, darf sie mir gern mitteilen. Gleichzeitig möchte ich auch meinen absoluten Respekt den Jugendlichen aussprechen, die den Efeu wieder ins Bewußtsein und ins Reinigerregal geholt haben. Manchmal braucht eben auch eine Kräuterhexe einen kleinen Schubs.

 

 

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Widerstand beim Lesen der Überschrift? Na, das hoffe ich doch. Und ich hoffe auch, Sie damit zum Handeln zu bewegen.

Gesundheit soll nicht erwünscht sein? Tasten wir uns mal heran. Fakt ist: wären wir alle plötzlich gesund, wäre die Wirtschaft am Boden. Ein ganzer Wirtschaftszweig ginge zugrunde, mit all den daranhängenden Arbeitsplätzen. Die Ärzte hätten mehr Freizeit, als ihnen lieb wäre.

Ein Arzt erzählte mir mal, dass er die Praxis nicht halten könne, wenn er keine Blutdruck- und Zuckerkranken mehr hätte. Die sind regelmässig  da.  Ich will hier beileibe keinem Arzt unterstellen, dass er seine Patienten absichtlich krank hält. Gegen o. g. Leiden haben wir ja schulmedzinisch wirklich nichts. Hätten wir was, hätte die Ärzteschaft aber wohl tatsächlich Probleme.

 

Ich hab auch nicht die Ärzte im Auge. Ich denke da mehr an den Industriezweig, der ständig neue, aber nicht unbedingt unbedenkliche Mittel auf den Markt wirft. Als Kräuterhexe erlebe ich seit Jahren, welchen Einfluss die Pharma hat und wie nach und nach und leider recht lautlos wirklich wertvolle Heilkräuter verschwinden. Scheinbar geht es Einigen noch nicht schnell genug. Aber damit könnte nächstes Frühjahr wirklich schon Schluss sein und Sie, lieber Patient, haben nicht mehr die Qual der Wahl, sondern dürfen gegen Beschwerden das einnehmen, was irgendjemandem aus dem Reagenzglas geschwappt ist.

 

Darauf hingewiesen hat mich zum Glück Eliane Zimmermann, eine begnadete Aromatherapeutin, die viele wunderbare Gesundheitstipps in ihrem Blog für jedermann bereithält. Es wurde eine Petition eingereicht, die das noch zu stoppen versucht, aber lesen Sie selbst (wenn Sie auf den Link klicken, kommen Sie direkt zu Eliane Zimmermanns Blog):

 

Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen …dass das Verkaufsverbot von Heilpflanzen in der EU ab dem 1. April 2011 in Deutschland nicht greift. Laut Europäischer Richtlinie zur Verwendung traditioneller und pflanzlicher medizinischer Produkte (THMPD) wird der Verkauf und die Anwendung von Naturprodukten stark eingeschränkt.

Begründung

Es handelt sich um eine Richtlinie der EU zur Vereinheitlichung des Zulassungsverfahrens für traditionelle Kräuterzubereitungen, die medizinisch eingesetzt werden. Damit werden Naturprodukte zu medizinischen Produkten umdeklariert, die zugelassen werden müssen.
In allen EU Ländern wird es dann verboten sein Heilkräuter oder Pflanzen zu verkaufen, die keine Lizenz haben.
Naturstoffe, denen man eine Heilwirkung zuschreibt werden nicht mehr als Lebensmittel eingestuft, sondern als Arznei. Nur was man patentieren und mit einer Schutzmarke im Handel monopolisieren kann ist erwünscht. Was einfach in der Natur wächst ist illegal.
Unsere Gesundheit wird dadurch nicht geschützt, sondern es werden die Umsätze und Profite der Grosskonzerne gesichert. Wir sollten selber entscheiden was gut für uns ist und welche Mittel wir nehmen, ob chemische Bomben oder sanfte Naturheilmittel.
Dadurch erfahren auch Krankenkassen eine Erleichterung weil immer mehr Leute dazu übergehen, Naturprodukte ohne Rezeptschein zu kaufen.

 

Man kann von Glück sagen, dass der Initiator dieser Petition sich durch diese Richtlinie gequält hat. Sie ist nämlich nicht einfach zu verstehen. Natürlich steht da auch nicht explizit drin „wir verbieten Kamillentee“, denn dann könnte sich Widerstand rühren. Wer genug Biss hat, kann sich die Richtlinie ja mal vornehmen, dazu bei Google einfach „2004/24/EG“ eingeben.

 

Erste Gegner der Petition behaupten schon, es wäre alles nicht so tragisch, es würde zuviel in diese Richtlinie hineininterpretiert. Nun ja, es hilft wenig, wenn eine Richtlinie tatsächlich so einen Gestaltungsspielraum hat, den können nämlich auch Naturheilkunde-Gegner nutzen.

Das es ernst steht, um die Naturheilkunde, ist Insidern schon lange bekannt. Es mehren sich in den letzten Wochen Angriffe auf die Homöopathie, wie zu deren Anfangszeiten. Persönliche Erfahrungen von ehemaligen Patienten werden milde belächelt und als Hirngespinst abgetan.  Allein in meiner aktiven Zeit als Kräuterhexe verschwanden viele gute Heilkräuter aus den Apotheken. Sie wurden verboten. Wer noch das Glück hat und alte Kräuterbücher besitzt, wird sie als wunderbare Heilmittel finden. Heutzutage schichtet man keine Scheiterhaufen mehr, sondern bemüht Studien, über deren Wert sich durchaus streiten lässt.

 

Was ich neulich erst erfahren habe: Apotheker sollen eine Liste mit Kräutern haben, die zwar (noch) nicht verboten sind, die sie aber ausdrücklich nicht verkaufen sollen! Ich frage mich natürlich, wer so etwas anordnen kann…

 

Es sind nicht nur wir Patienten, die unter der Umsetzung dieser Richtlinie leiden werden. Auch für viele kleine Naturheilmittelhersteller dürfte es das Aus bedeuten. Die ächzen schon seit Jahren unter den Auflagen, die eigentlich nur finanzstarke Pharmaunternehmen einhalten können. Versuchen Sie doch mal, bei einer dieser Firmen eine Auskunft über deren Produkte zu bekommen – sie kriegen keine. Diese Firmen dürfen dem Patienten nämlich nur Auskunft geben, wenn er explizit nach einem Mittel fragt. Das heißt, was Sie nicht kennen, werden Sie nie zu Gesicht bekommen.

 

Das ging mir erst letztens so, als ich ein kleines Unternehmen anrief, um den genauen Produktnamen eines hervorragenden Arthrosemittels zu bekommen. Es war unter dem mir bekannten, alten Namen nicht mehr im Handel. Die Firma durfte mir den neuen nicht nennen (ich hätts dann ja einfach in der Apotheke kaufen können) und der behandelnde Arzt hielt das Mittel für Blödsinn und verschrieb halt ein anderes (mit gänzlich anderen Wirkstoffen).

Auch wenn Sie vielleicht nicht unbedingt ein Naturheilkundefan sind: Allein die Bevormundung, dass wir nicht mehr wählen dürfen, wie wir behandelt werden, ist doch schreiendes Unrecht! Mit dieser Richtlinie werden wir entmündigt.

Gucken Sie doch mal ins Netz, bei irgendeiner schweren Krankheit, die schulmedzinisch als nicht heilbar gilt. Wenn jemand diese Krankheit anders besiegt hat, wird er als Scharlatan beschimpft. Keiner sagt: „Aha, das klingt interessant, ich schau mir das mal näher an“

 

Mich beschleicht nur allzu oft das Gefühl, dass es niemanden interessiert, weil die Methoden preiswert sind und keiner (außer der Patient) dran verdient. Stellen Sie sich vor, Sie gehen jeden Morgen auf die Wiese nebenan und pflücken sich ihre Blutdruckmedikamente selbst… das kann sich die Wirtschaft wirklich nicht leisten.

Zum Glück gibt es sie noch, die kleinen Bastionen der Naturheilkunde, z. B. auch Firmen wie Wala, Weleda und Soluna, um nur einige zu nennen. Die lesen ihre Erkenntnisse auch nicht aus dem Kaffeesatz, sondern betreiben ernsthafte Forschung mit qualifizierten Kräften. Wenn diese Richtlinie in Kraft tritt, würde diese Firmen das wie ein Dolchstoß treffen.

Die „Väter“ dieser Richtlinie behaupten, sie hätte eine Vereinfachung des Heilkräutermarktes zum Ziel. Irgendwie kann ich das nicht wirklich glauben.

 

Die gesetzlichen Auflagen haben z. B. in der Vergangenheit dazu geführt, dass nahmhafte Naturheilmittelhersteller einige Produkte gar nicht mehr auf den deutschen Markt gebracht haben. Patienten, die die Mittel dringend brauchen, bestellen Sie z. B. über Groß Britannien.

 

Sie, lieber Leser, werden aber sicherlich von all dem keine Kenntnis haben. Sie wissen ja gar nicht, was für wunderbare Mittel es gibt. Selbst viele Ärzte wissen es nicht. Und wenn diese Richtlinie durchgesetzt ist, brauchen Sie sich da auch wirklich keine Gedanken mehr drüber zu machen. Heilkräuter sind dann zum größten Teil Geschichte. Womöglich müssen Sie ihren Pfefferminztee dann aber in der Apotheke holen und nicht im Lebensmittelladen. Und von den neu entdeckten Kräften mancher unscheinbarer Kräuter werden sie gar nichts haben. Die werden nämlich nicht zugelassen. Wen interessiert es denn, Tausende in die Zulassungsauflagen zu stecken, wenn Sie diese Kräutlein vor der Haustür haben und nicht in Pillenform für ein halbes Monatsgehalt in der Apotheke kaufen? Nein, das sponsert niemand. Die Forschung setzt da an, wo es an Ihren Geldbeutel geht. Oder eine Firma wie Monsanto schafft es tatsächlich, auch unseren Löwenzahn zu patentieren. Genauso, wie sie es mit Mais schon gemacht hat. Fragen Sie mal die Bauern, die eine hohe Strafe riskieren, wenn sie ihr eigenes Saatgut verwenden, oder die gar gleich in den Ruin getrieben werden, wenn sich Gene vom Monsanto-Mais in den eigenen Maisplantagen unerlaubt finden lassen. Dinge, die durch Pollenflug gar nicht zu vermeiden sind.

 

Es würde mich freuen, wenn Sie sich Richtlinie und Petition einmal anschauen. Weggucken hilft nicht. Blauäugig auf das Wohlwollen unserer Führungsriege zu hoffen, auch nicht. Erinnern Sie sich an die letzte Schweinegrippe? Na, was hat uns das gekostet? War die Imfpung wirklich sinnvoll? Die Ausgaben für den Impfstoff jedenfalls nicht. Wir schlagen uns jetzt noch mit dem „Sondermüll“ herum.

Es hätte auch furchtbar enden können, meinen Sie? Nun ja, genaugenommen rate ich Ihnen dann, ihr Auto stehen zu lassen und Strecken unter 15 km mit dem Fahrrad zu fahren. Sie verringern das Risiko, in einem Autounfall zu sterben, um ca. 50 %. Man kann sich nicht gegen alles impfen oder versichern. Sinn oder Unsinn von Versicherungen und Impfungen mal völlig außer Acht gelassen.

 

Es wird noch viele Verrückte geben, die irgendwelche bösartigen Erreger züchten (man denke an die Antrax-Briefe) oder einfach Nachlässige, denen mal ein paar solcher Keime entwischen. Unsere Umwelt wird sich laufend weiter ändern, die Belastungen durch Chemikalien und Schwermetalle werden größer.  Am Besten begegnen wir diesen Herausforderungen mit einem widerstandsfähigen Körper. Und dabei ist uns die Naturheilkunde eine große Hilfe. Sie abzuschaffen und alles hinterher mit Chemie zu kurieren (was oft genug in reiner Symptomunterdrückung endet), ist nicht der Weg. Wir entfremden uns mehr und mehr der Natur. Die Schöpfung legt uns alles zu Füssen, was wir brauchen. Die Schöpfung wohlgemerkt und nicht irgendein Chemieriese…

 

 

 

 

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Unser traditionelles Familienhalloween hat wieder viel Spaß gemacht (Nein, wir machen das nicht, weil Amerika eine Vorbildfunktion hat, oder weil wir der Kirche eins auszwischen wollen, oder den Drang haben, die Nachbarschaft zu plündern…). Ja, es gab sicherlich auch einige kritische Stimmen, aber die große Mehrheit hatte ihre Freude.

Davon mal abgesehen, ich habe auch in den Zeiten vor dem deutschen Halloweenfieber nichts davon gemerkt, dass die Menschen „besinnlicher“ in ihrem Totengedenken waren. Ich seh nicht ein, dass die, die Spaß haben, daran Schuld sein sollen, das gewisse christliche „Pflichten“ nicht eingehalten werden.

Was bedeutet den Kindern Halloween? Sie können sich verkleiden – dass macht jedem Kind Freude. Sie können von Haus zu Haus laufen, Erwachsene erschrecken, und auch Süßigkeiten abstauben. Alles Dinge, die wir auch im Karneval oder beim „Rummelpottlaufen“ finden. Da schimpft keiner.

Da man deshalb hier mit seiner Kritik nicht ansetzen kann, wird eben der missachtete kirchliche Feiertag angeführt. Ich halte das für ein Scheinargument. Ja, ich kenne einige, die in diesen Tagen, wenn auch nicht punktgenau zu Halloween, auf den Friedhof gehen und stille Einkehr halten. Aber danach gehen auch sie wieder in ihren Alltag. Außerdem ist „Allerheiligen“ erst ein Tag später, Halloween heißt ja: „Der Abend vor Allerheiligen“. Bei den EVANGELISCHEN Christen ist das der Reformationstag. Meines Wissens aber auch kein Tag um still und traurig zu sein, im Gegenteil, Luther hat doch etwas bewegt. Katholischen Widerstand gegen Halloween kann ich dann wirklich kaum noch nachvollziehen. Oder erwartet man vom Volk traurige Stimmung über Tage? Haben wir nicht schon genug Depressionen?

 

Man muss Halloween nicht mögen. Es kann einem zu bunt, zu laut und zu schrill sein. Das ist legitim. Ich mag Karneval nicht. Mit dieser Einstellung würde ich im Rheinland fassungsloses Kopfschütteln ernten. Allerdings hab ich kein Problem damit, dass andere feiern. Ich freue mich, dass sie ihren Spaß haben. Das können Halloween-Gegner wohl nicht.

 

Ich hatte gestern viele kleine Geister zu Besuch. Es war wirklich eine Freude, die Begeisterung zu sehen. Klar, es gab auch kleine „Monster“, die ihre Runde dreimal in einem anderen Kostüm machten, nur um nochmal abzustauben. Ja, dieses bunte Halloween ist neu, aber jede Tradition hatte irgendwo einen Anfang. Ich wüsste für die christlichen Sprecher ein viel besseres Betätigungsfeld: Die Horrorfilme zu Weihnachten. Ist nicht eher Weihnachten eine Zeit der stillen Besinnung, aber auch Freude? Dann schauen Sie sich doch mal das TV-Programm an.

Letztendlich bitte ich auch einmal daran zu denken, dass wir Religionsfreiheit haben. Nicht-Christen dürfen damit sowieso feiern und Christen sollten das ebenfalls dürfen…

 

Hier wird gegruselt…

Also, wir feiern weiterhin. Für unsere Familie ist dieses Fest längst Tradition geworden. Eine liebgewordene Tradition. Wer hier Toleranzprobleme hat, sollte vielleicht wirklich mal in einer stillen Stunde besinnlich in sich gehen und darüber nachdenken, was der wirkliche Grund hierfür ist…

An alle anderen: Wer Tipps und Rezepte sucht, ich hab ein großes Repertoire zur Verfügung. Für den leichten Grusel, oder auch für Erwachsene, zum Selbermachen (kaufen ist nämlich nicht immer nötig…)

 

Soweit ich weiß, ist die USA auch ein christliches Land. Scheinbar hat die Kirche dort kein Problem mit Halloween. Welchen wunden Punkt pieksen wir hier also an? Wer da Ideen hat, kann sie mir gern mitteilen. Ich hätte nämlich lieber Spaß für alle und das wir uns gemeinsam um die wirklichen Probleme kümmern…

 

 


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