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Archive for Februar 2011

Ich sitz grad an einer Recherche, was sich nicht gerade als einfach erweist. Ursprünglich wollte ich eine Fachzeitschrift abonnieren, in der regelmäßig die neuesten Forschungsergebnisse veröffentlicht werden. Nun ja, das Abo kostet über 1.300,– Euro im Jahr. Uns ist Wissen scheinbar nicht nur lieb, sondern auch teuer.

 

Das Abo hab ich mir erstmal nicht geleistet. Im englischen Sprachraum findet man da schneller Veröffentlichungen.

 

Wer irgendwelche Fakten sucht, der findet wunderbare Studien dafür, aber auch dagegen… Grade bin ich über Antioxidantien gestolpert, jene Zaubersubstanzen, die wir brauchen, um krebsfördernde Moleküle abzufangen. Oder aber auch nicht. Andere Berichte statuieren, dass ein zuviel von Antioxidantien auch freie Radikale bilden kann.

 

Dann wiederum ermahnt mich ein in Satzform erhobener Zeigefinger, Antioxidantien während einer Chemotherapie zu meiden, weil eben diese Chemo mit freien Radikalen zur Tumorzerstörung arbeitet… Den Mechanismus finde ich nun schon wieder fast spannend, so ähnlich wie den Teufel mit dem Beelzebub austreiben, indem ich einen Tumor mit Substanzen bekämpfe, die ihn eigentlich bilden…

Na, ich bin zu wenig Chemiker oder Biologe, um das genau zu beurteilen, es mag ja durchaus so sein.

Wer sich jetzt wirklich gesund ernähren möchte, steht definitiv vor einem Dilemma. Wer Antioxidantien zu sich nehmen möchte, sollte aber auch auf Milch verzichten, weil diese sie unwirksam macht – Ade du schöner Blaubeeryoghurt…

 

Das Szenario erinnert mich an den letzten Forschungsbericht über die Erzengelwurz. Hier fand man heraus, dass die angeblich krebsauslösenden Inhaltsstoffe im Tierversuch doch eher krebswidrig wirkten.

 

Himmel, was machen diese Ingredienzen? Was ihnen grad so einfällt? Oder fälschen kleine grüne Männchen nächtens die Laborergebnisse?

 

Der ernsthaft um seine Gesundheit Bedachte isst nun also Bitterschokolade in Maßen (krebswidrig wegen der Antioxidantien, die auch nicht durch Milch behindert werden, außerdem blutdrucksenkend), linksdrehenden Yoghurt in gebührendem zeitlichen Abstand (wegen der guten Darmflora), wunderbar wäre vielleicht auch ein linksdrehender Obstsalat, um die Vitamine optimal aufzubereiten…

Ich ess öfter linksdrehenden Obstsalat, weil mein lieber Göttergatte eine geschmeidige Linkswendung ausführen muss, um den Salat auf den Frühstückstisch zu stellen…

 

Was sollten wir also tun? Das ist nun wieder ganz, ganz einfach: Hör auf deinen Bauch. Mein Bauch z. B. bevorzugt Obst, Gemüse und andere Leckereien, in denen die heiß diskutierten Substanzen in natürlicher Form enthalten sind. Und das ist gut so. Eine Überdosierung ist nahezu unmöglich. Nur bei dem Zeug, was uns so aus dem Reagenzglas entwischt, was wir synthetisiert und analysiert haben, was wir extrahieren, komprimieren und intensivieren, das ist relativ unberechenbar. Die Schöpfung hat uns eigentlich alles wunderbar vordosiert, warum sollten wir das ändern? Warum pulen wir uns die vermeintlich einzigen guten Wirkstoffe raus, ohne den Sinn der anderen zu begreifen?

 

Also hören sie auf ihren Bauch. Tatsächlich haben wir ein recht gutes Körpergefühl und nehmen normaler Weise das zu uns, was wir brauchen. Leider führen künstliche Aromen diesen wunderbaren Selbstregelungsmechanismus in die Irre.

Ich stelle mir manchmal Paracelsus vor und glaube, er hätte bei manch einer unserer modernen Erkenntnisse schallend gelacht. Hat er uns nicht schon immer gepredigt, die „Dosis macht das Gift“? Aber nein, wir fitzeln unsere Lebensmittel auf, die uns seit Jahrtausenden dienen und verunsichern uns mit widersprüchlichen Ergebnissen.

 

Würden wir die Lebensmittelzusatzstoffe, die uns so manch ein überbezahlter Industrieboss ins Essen tropft, genauso untersuchen, wären wir definitiv gesünder.

 

Und sie dürfen weiterhin ganz normalen Yoghurt kaufen, oder besser noch: selbst machen (dazu reich ein Esslöffel normaler Bioyoghurt in 1 l warme Milch – 24 Stunden in die Thermoskanne, dann in den Kühlschrank, geht auch gleich im Kühlschrank, dauert nur länger – dann einfach immer verbrauchten Yoghurt mit Milch auffüllen. Hält sich normaler Weise recht gut).

Die linksdrehenden Milchsäuren (der Yoghurt dreht sich ja nicht, wie sie sicherlich schon bemerkt haben) sind im normalen Yoghurt etwa im gleichen Prozentsatz wie die rechtsdrehenden enthalten. Linksdrehende sollten Babys nicht gegeben werden, weil diese dann abdrehen, da es ihnen den Magen umdreht. Die Rechtsdrehenden sind für normale Menschen ebenso verdaulich, wie die Linksdrehenden.

Also lassen Sie sich nichts andrehen. Für Linksdrehende wird nämlich kräftig am Preis gedreht.

– Stopp – mir dreht sich alles.

 

Also nochmals Paracelsus: Die Dosis macht das Gift. Esst, was euch gut tut und schmeckt. Und vor allem: Abwechslungsreich.

 

Guten Appetit!

 

 

 

 

 

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Eigentlich sollte im Titel stehen: „Gesundheit aus dem dritten Reich“, aber das hätte sehr leicht zu Missverständnissen führen können. Dieses 3. Reich ist nicht der Geschichte entnommen, sondern der Biologie. Es gibt Pflanzen, Tiere und eben diese „Zwischenlebewesen“, die heutzutage eigentlich mehr in der Nähe des Tierreiches angesiedelt werden, als zum Pflanzenreich. Also mehr Tier, als Pflanze.

 

Während dem Biologen jetzt wahrscheinlich ein wissendes Lächeln entrückt, hat so manch einer noch ein Fragezeichen auf der Stirn. Na, da will ich mal helfen: Ich meine Pilze!

Ha! Die kennt doch jeder, das sind diese rauchertapetenbeigefarbenen Kugeln aus der Dose…

Mitnichten! Ach ja… nichts gegen Raucher übrigens, wir haben ja alle unsere Laster, ich möchte das mal schnell relativieren und ein „Buchhalterbeige“ daraus machen. So…

Gut… also natürlich meine ich keine Dosenchampignons. Die stehen, zumindest rein geschmacksmäßig, doch dem Styropor näher, als dem Lebensmittelreich…

 

Manch einer sammelt noch selbst Pilze. Dem brauch ich über Geschmack und Genuss nichts zu sagen. Die meisten beschränken sich auf Supermarktware. Hier findet sich eine wirklich kleine und leider oft auch recht betagte Auswahl der eigentlich köstlichen Vertreter des Pilzreiches.

Wir Deutschen scheinen eine Champignon-Nation zu sein. Der Champigon steht an allererster Stelle und ist für viele der Inbegriff des Pilzes überhaupt.

Wenn wir mal weltweit schauen, läuft im jedoch ein ganz anderer Pilz den Rang ab: der Shiitake.

Nein, das ist weder ein Schreibfehler, noch ein verunglückter Milchshake, es ist einer der begehrtesten Pilze überhaupt. Darüber hinaus ist dieser Pilz überaus gesund. In China ist er seit Jahrtausenden als „Pilz der Unsterblichkeit“ bekannt und wird gegen vorzeitiges Altern eingesetzt. Aber er kann noch viel mehr:

  • Er schützt die Leber vor Giftstoffen, Chemikalien, Alkohol, Drogen und Infektion
  • Kann erhöhte Leberwerte senken
  • Atherosklerose mindern
  • Blutdruck senken
  • Blutzucker regulieren
  • Cholesterin senken
  • Gerinnsel verhindern
  • Herzinfarkt und Schlaganfall verhindern helfen
  • Bei Anämien stärkend wirken
  • den Interferon-Level heben (hilft gegen Grippe)
  • das Immunsystem generell stärken und ständig wiederkehrende Erkältung, Husten und Bronchitis vermeiden
  • Ist ein Anitallergen (Heuschnupfen, Asthma)
  • Stärkt das Immunsystem vor allem auch bei Aids- und Krebspatienten
  • Guter Helfer beim chronischen Müdigkeitssyndrom
  • Eingesetzt bei Fibromyalgie
  • Er wird verwendet bei Arthritis, Müdigkeit und Hepatitis.
  • Gekocht kann er die Bildung von krebsfördernden Nitriten im Magen verhindern
  • Der Inhaltsstoff  „Lentinan“ kann die Lebenszeit von Krebspatienten verlängern, die sich einer Chemotherapie unterziehen müssen
  • Er stimuliert die Stammzellen zur Bildung von B und T-Zellen und hemmt die Verklumpung von Blutkörperchen
  • Durch das Anheben des Interferonlevels und der erhöhten Anzahl von Killerzellen wirkt er tumorwidrig.
  • Erfolgreich eingesetzt bei einigen Herpes Simplex-Viren.

Das sind doch erstaunliche Eigenschaften, oder? Ich will ja nicht behaupten, dass das Pilzlein den Arzt spart, aber vielleicht müssen sie diesen nicht mehr ganz so oft sehen. Und trotz dieser positiven Eigenschaften ist er ein schmackhafter Speisepilz. Mehr geht ja wohl nicht!

Achtung: Wer allerdings sehr schwach ist, oder unter Durchfall leidet, sollte auf diese Gesundheitsbombe verzichten. Wer Thyroxin oder Hydrocortison nehmen muss, hat leider nichts von den krebswidrigen Eigenschaften. Wer Blutverdünner nimmt, sollte vor allzu üppigem Genuss des Pilzes Rücksprache mit dem Arzt halten. Vorsicht ist da aber eher bei den käuflichen, wasserlöslichen Extrakten angebracht. Eine normale Pilzmahlzeit hat bisher noch keine negativen Wirkungen gezeigt.

 

Und das Beste: Sie können diesen Wunderpilz selbst pflücken und zwar jetzt! Wie? Es gibt ihn als Kultur zu kaufen. Mit einem kleinen Mini-Gewächshaus, dass man kühl und relativ dunkel (Keller, Abstellkammer)  aufstellt. Die Ernten sind üppig. Bezugsquelle

Die Firma Hawlik berät auch telefonisch stets freundlich und kompetent. Also, was hindert Sie noch daran, schmackhafte Gesundheit zu pflücken?

 

Guten Appetit!

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Ob Kissinger ahnte, wie aktuell dieser Satz mal wird? Und wie sehr sich Konzerne wie „Monsanto“ das zur Firmenphilosophie gemacht haben?

Wir Deutschen im Lande der Dichter und Denker denken ja wenigstens noch und haben uns bisher erfolgreich gegen Gentechnik in den Lebensmitteln gewehrt – so glauben wir jedenfalls. Das passt natürlich einigen nicht. Welch eine Gewinnmaximierung wäre möglich, wenn wir doch endlich den ganzen Mist klaglos fressen würden, den sich die Schlipsträger in den Konzernzentralen ausgedacht haben.

 

Wenn wirs nicht tun, dann hinein mit dem Zeug in die Tiere… natürlich nicht verfolgbar, ähnlich dem Dioxinskandal, der bereits wieder in die Vergessenheit sinkt.

 

Das Hauptargument gegen natürliche Nahrung ist deren angebliche Unbezahlbarkeit und das die Agrarressourcen dafür nicht ausreichen würden. Aber nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich. Wenn wir wollten, ginge es.

 

Das gesundes Essen unbezahlbar ist, ist sowieso Schwachsinn – komm mir jetzt keiner mit den „armen Hartz IV- Empfängern“, denn ich war auch mal auf diese Hilfe angewiesen, mit drei Kindern und es ist definitiv machbar. Manchmal muss man einfach nur mal die Prioritäten etwas verschieben. Mit dem Budget, dass in vielen Familien für Zigaretten ausgegeben wird, koch ich euch 3-Sterne-Menues…

 

 

Wer es nicht hinbekommt, soll sich ruhig mal trauen, und einen eingefleischten Bioesser fragen. Da diese meist selbst kochen, können sie auch wertvolle Tipps geben. Ja selbst in den Kochbüchern findet man Hilfe, mit Titel von „Essen für 1, 50 Euro“ oder „Bio mit Aldi„.

Und als Kräuterhexe darf ich immer wieder darauf hinweisen, dass auch Wald und Flur für uns da sind…

Das wir auch von der Umsetzung her in der Lage wären, uns und unsere Tiere gesund zu ernähren, dass will am Sonntag den 20.02.11 eine Dokumentation im Bayerischen Fernsehen beweisen. Um 19:00 Uhr bekommen wir Einblick in das Wirken von Josef Feilmeier, der sich schon lange in diesem Bereich engagiert.

 

Und damit mache ich, eigentlich auch recht untypisch für mich, einmal Werbung für andere. Aber ich finde dieses Thema wichtig. Deutschland gehört zu den wenigen Ländern, die noch relativ wenig Gen-Technik in den Nahrungsmitteln haben. Amerika sieht das z. B. nicht so eng. Aber kommen nicht ausgerechnet von dort laufend Schreckensmeldungen über den Gesundheitszustand der Einwohner?

 

Wie dem auch sei, wenn wir auch nur eine klitzekleine Möglichkeit haben, dem Genwahnsinn zu entgehen, indem wir Josef Feilmeier unsere Aufmerksamkeit widmen; ich finde, wir sollten es tun.

 

 

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Wieder mal Grippe…

Dieses Mal etwas leiser: Die Schweinegrippe…  Ich hatte mich letztes Jahr schon dazu geäußert. Ich kann auch immer noch nicht nachvollziehen, was die armen Schweine damit zu tun haben…

 

Nachdem die letzte Schweinegrippesaison mit der erschütternden Dokumentation in den Öffentlich-Rechtlichen abgeschlossen wurde (Inhalt: Die Aktion war ein „Testlauf“ für den Ernstfall…), sind wir in der Folgesaison mit ersten Opfern.

 

Ob das nun Schweine-, Hühner-, oder echte Grippe ist, ist mir als Kräuterhexe eigentlich gleich. Eine echte Grippe ist gefährlich und ernst zu nehmen. Eben erklärte ein Mediziner im „Hamburg-Journal“, dass die „Schweinegrippe“ nach wie vor harmlos verliefe, es aber doch immer wieder zu gefährlichen Verläufen, besonders bei den 30-40 Jährigen, käme.

Das ist schon mal ungewöhnlich – gerade die Vitalsten sind „Zielgruppe“.

Es wurde auch erklärt, die jetzige Impfung wäre viel verträglicher und sicherer, was natürlich impliziert, dass die letzte so harmlos nicht war. Aber das kennen Eltern eigentlich schon. Jede neue Impfung für ihre Sprößlinge wird i.d. R. mit „verträglicher“ beworben.

 

Ich bin, dass ist auch ein Geheimnis, kein Impffreund. Aber die Entscheidung, dafür oder dagegen, nehme ich Ihnen nicht ab. Informieren Sie sich gründlich und entscheiden Sie sich selbst. Aber das Sie sich informieren und vielleicht auch nicht „nur“ bei ihrem Arzt, erwarte ich eigentlich von einem mündigen Patienten.

 

Also lassen wir die Impfung mal beiseite und überlegen, wie wir verstärkt vorbeugen können.

Rezepte sind hier im Blog (einfach mal im Vorjahr gucken) gut zu finden. Wichtig: Vitamin C und ruhig eine ganze Menge davon. Unsere Abwehrzellen haben im Falle eines Infektes einen hohen Bedarf an Vitamin C und leider ist es im Körper nicht speicherbar. Tatsächlich wurden schon schwerste Grippefälle mit extrem hohen Dosen ins Leben zurückgeholt (Bei „extrem hohen Dosen“ sollte Ihnen grundsätzlich sofort „nur unter ärztlicher Anleitung“ in den Sinn kommen. Zweifelsohne ist bei jeder echten Grippe sowieso die Eigenbehandlung zu unterlassen, es sei denn, sie sind lebensmüde. So etwas gehört IMMER in ärztliche Hand!).

Das soll jetzt nicht heißen, dass Sie zum Frühstück eine Familienpackung Vitaminpillen zu sich nehmen. Was über natürliche Nahrung fast nicht möglich ist, nämlich eine Überdosierung, ist mit Pillen natürlich einfach.

Außerdem halte ich von künstlichen Vitaminen nichts. Das Vitamin „E“ z. B. gibt es in natürlicher Form in über 200 unterschiedlichen Molekülvarianten. Das synthetische Pendant hat eine.  Für die Wissenschaft hat das noch keine Bedeutung, ich glaube aber schon, dass die Schöpfung sich etwas dabei gedacht hat. Aus persönlicher Erfahrung würde ich natürlichen Vitaminen sowieso den Vorzug geben.

Natürliches Vitamin C propagiert die Kräuterhexe, indem Sie Vogelbeeren (getrocknet), Hagebutten und Sanddorn anpreist. Mit Sanddorn decken wir auch noch ein anderes Vitamin ab: das Vitamin „A“.

Vitamin A schützt und stärkt die Schleimhäute. Die Schleimhäute sind das erste Bollwerk gegen Viren und haben damit eine äußerst wichtige Funktion. Schon trockene Schleimhäute durch die Heizungsluft im Winter setzen damit unsere „Widerstandskraft“ herunter. Zusätzlich zu den Vitaminen können wir also auch ein gutes Nasenpflegeöl benutzen, dass außerdem auch bei ersten Schnupfenanzeichen gut helfen kann (ich nehme Schwarzkümmelöl als Basis, etwas Sanddorn, Lavendel und Fichtennadel dazu).

 

Wer seine Abwehr dann auch noch mit Kräutern ein wenig pusht (Ich habe Beste Erfahrungen mit dem Fertigpräparat „Esberitox“ gemacht), vielleicht auch Sport oder Saunagänge pflegt, der hat seinen Körper „winterfest“ gemacht. Das ist keine Garantie dafür, dass die Grippe an einem vorüberzieht, aber eine gute Vorraussetzung, um einem Infekt zu entgehen.

Und natürlich viel frische Luft… damit meine ich nicht unbedingt die Shoppingtour. Auch jetzt haben Wald und Flur schon viel Reizvolles (nein, keine Pollen!). Erstes Grün ist bereits zu sehen. Und der Wald streichelt die Seele, was nicht zuletzt auch die Abwehr stärkt.

Kommen Sie gut durch den Winter!

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Die letzen Lebensmittelskandale haben es gezeigt: Schädigende Substanzen werden uns permanent „untergeschoben“. Können wir da überhaupt noch etwas machen?

Ich behaupte: Ja

Wir müssen ausweichen lernen. Natürlich geht so etwas nie zu 100 % und wir werden, wie ein Slalomfahrer, doch noch das eine oder andere Hindernis erwischen. Allerdings reduzieren wir die schädlichen Einflüsse erheblich. Ich denke, das lohnt sich.

 

Die Idee, beim Dioxinskandal Nutztiere zu meiden und einfach auf Fisch auszuweichen, hat es leider nicht gebracht. Fisch darf erheblich höhere Mengen Dioxin aufweisen, wahrscheinlich ganz einfach deswegen, weil das Giftzeug nunmal schon allgegenwärtig ist und es Fische unter den gängigen Werten in freier Wildbahn kaum noch gibt.

Schädlingsbekämpfungsmitteln und anderen Giften auszuweichen ist nur möglich, wenn ich den „Hersteller“ kenne. Ob das nun mein Garten ist, oder der Biobauer meines Vertrauens.

Leider hilft das nicht immer, z. B. wenn mein Nachbar ein Freund der Schädlingsspritze ist und der Wind ungünstig steht.

Bei einer Kräuterhexe liegt es natürlich nahe, dass sie auf Wildkräuter und -Gemüse ausweicht. Auch hier ist penible Beobachtung des Umfeldes nötig. Direkt am gespritzten Felde sollte ich nichts suchen. Auch vielbefahrene Wege sollten gemieden werden. Eine Fabrik in der Nähe ist auch nicht optimal.

 

Beim Boden gibt es Zeigerpflanzen. So mag z. B. der Spitzwegerich keine behandelten Böden. dem Gänseblümchen wird ähnliches nachgesagt. Wo der Löwenzahn üppig blüht, sollte man allerdings vorsichtig sein.

 

Da Genpflanzen keinen Respekt vor ihren natürlichen Geschwistern haben und sich über viele Kilometer hinweg gern mit ihnen kreuzen, könnte man einfach Gemüse bevorzugen, dass nachweislich keine Gen-Pendants hat. Bei Wildgemüse ist das sowieso nicht zu erwarten.

Ich weiche den bedenklichen Stoffen in Kosmetika und Seifen schon lange durch Selbermachen aus. Wer wissen will, was hier bedenklich ist, holt sich die Informationen aus dem kleinen und handlichen Inhaltsstoff – Lexikon von Heinz Knieriemen.

Essen kommt möglichst pur und von lokalen Erzeugern auf den Tisch, aber VORSICHT!

Lokal heißt nicht unbedingt, dass das im Supermarkt im Regal steht. Die hier beliebte Lebensmittelserie „Unser Norden“ wird allenfalls im Norden gegessen, aber nicht hergestellt. die „Unser Norden“ – Reihe mags international bis in den Pazifik rein. Auch die Büsumer Krabben haben Büsumer Gewässer oder gar das Städchen nie gesehen. Während man sich hier damit rechtfertigt, das halt die Rezeptur „büsumisch“ ist, behaupten die Hersteller von „Unser Norden“, die Produkte seien nicht im Norden hergestellt, sondern für den Norden gemacht.

Ich plädiere also für grüne Läden und Hofläden. Eine 100%ige Sicherheit ist das natürlich nicht, aber eine deutliche Minimierung der Schadstoffe.

Wenn man bei saisonalen Gemüsen bleibt, auf Importe verzichtet, dann hat man eine weitere Chance keine Treibhausgiftknöllchen und Vergiftetes im Einkaufskorb zu haben.

Da Gemüse nicht „gefüttert“ wird, juckt uns der Futtermittelskandal hier weniger, allerdings haben wir die Pflanzenschutzmittel nicht ausgeschlossen.

Der Fleischesser hat beim Ausweichen größere Probleme. Biofleisch wäre eine Alternative, aber ist natürlich deutlich teurer.

Wer jetzt aufstöhnt und meint, bei dieser Art der Lebensmittelbeschaffung werde er ja wieder zum Jäger und Sammler und hätte gar keine Zeit mehr für Familie und Arbeit, der sollte zum „Lokalisten“ werden. So eine Art Mini-Einkaufsgesellschaft. Wenn sich hier mehrere Zusammenfinden, kann man sich die Beschaffung teilen. Sie werden nicht der oder die Einzige sein, die sich gern besser ernähren möchte.

Im grünen Laden gibt es u. a. die „Green-Bags“ hier kann man sich sein saisonales Gemüse und Obst einmal wöchentlich mit Rezepttipps abholen. Herkunftsnachweis innenliegend. Auch mit Hartz-IV Budget machbar. (Raucherhaushalte möglicher Weise ausgeschlossen).

Vieles kann länger gelagert werden. Kartoffeln, Reis, Zucker, Salz…

Eine vernünftige Vorratshaltung, Saisongemüse, ein gutes Verhältnis zu den örtlichen (Bio-) Bauern, aufpeppen des Speisezettels mit Wildobst  und -gemüse, das ist der erste Schritt.

Und schauen Sie sich doch mal um. In so manchem Garten bleiben die Obstbäume unbeerntet, weil es einfach zu viel ist, oder der Besitzer es nicht schafft. Oft kann man das Fallobst umsonst mitnehmen und sich so gesunde Säfte oder Apfelmus für die Wintermonate sichern. Ja sogar das kostenfreie Abernten wird immer wieder erlaubt. Verwilderte Obstbäume lassen sich auch oft an Waldrändern finden.

Jammern hilft nichts. Wenn wir mit politischem Engagement nicht weiterkommen, müssen wir mit dem Geldbeutel wählen. Solange wir uns den Umständen beugen, hat niemand einen Anlass, etwas zu ändern.

Außerdem gibt es ein gutes Gefühl, die Erzeuger zu stärken, die ihren Beruf noch mit Herz ausüben.

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Eben erreichte mich eine alarmierende Mail des Kräuterbauern Paul Stoiber. Wie es aussieht, wird unsere Verbraucherschutzministerin morgen in Brüssel über Gen-Soja in den Futtermitteln abstimmen. Aber da das nicht so ganz mein Metier ist, hier mal ein Textauszug

 

 

am kommenden Dienstag, den 08. Februar 2011 entscheidet die deutsche Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner auch über Ihre politische Zukunft. In Brüssel wird entschieden, ob künftig Futtermittel in die EU eingeführt werden dürfen, die mit NICHT zugelassenen gentechnisch veränderten Substanzen kontaminiert sind. Bisher galt hier die Nulltoleranz.

 

 

 

Ich bin absolut gegen die Gentechnik. Schlicht und ergreifend deswegen, weil die Auswirkungen unabsehbar sind. Ja, ich wage mich sogar soweit vor, dass ich behaupte, der Mensch spielt hier Gott. Mittlerweile gibt es tatsächlich genug Studien, die belegen, wie gefährlich die Gentechnik ist. Das diese wieder einmal aus wirtschaftlichen Gründen irgendwie nicht in die Medien gelangen, kann man sich vielleicht denken.

Wer immer noch glaubt, der Fortschritt in dieser Richtung sei golden, dem lege ich dringendst die Monsanto-Dokumentation ans Herz.

 

Tatsächlich hat eine italienische Studie alarmierende Veränderungen bei Ziegen festgestellt, deren Mütter Genfutter bekommen haben. Die Veränderungen bleiben also nicht in der Futterpflanze, sie „arbeiten“ unkontrolliert weiter.

 

 

Es kann nicht immer alles mit dem Argument „Wirtschaftlichkeit“ und „der Verbraucher wills billig“ schöngeredet werden. Trotz medizinischem Fortschrittes sind wir immer noch ein krankes Volk. So langsam dämmert es auch dem Letzten, dass die Lebensmittel hier wohl stark beteiligt sind. Es sind keine LEBENS-mittel mehr. Ja, man kann den Eindruck bekommen, dass es eine schlichte Industrie-Resteverwertung ist. Und es ist schlicht eine Lüge, das Genveränderungen in einer Pflanze im Verbraucher (Mensch oder Tier) nichts anrichten.

 

Wir Menschen kennen die Zusammenhänge des Lebens, der Funktionen und das Zusammenspiel der Inhaltsstoffe noch viel zu wenig, als das wir uns so weit aus dem Fenster lehnen können und behaupten, es wäre ungefährlich nach Lust und Laune zu manipulieren. Als ob wir besser wären, als die Evolution. Das ist schlicht Hochmut, vielleicht auch nur Dummheit, oder Wahnsinn.

Bei Befürwortern solcher Experimente scheint das Wort „Langzeitfolgen“ aus dem Vokabular gestrichen. Wer so argumentiert, kann auch AIDS für harmlos halten, dass macht sich ja oft auch erst nach vielen Jahren oder womöglich gar nicht bemerkbar.

 

Es gibt genug kritische Stimmen. Die werden nur mundtot gemacht. Ich habe keine Lust, für die Profitgier die Gesundheit meiner Familie zu opfern.

 

Die internationale Arbeitsgruppe Futtermittel NON-GVO führt noch weiter aus:

 

 

Warum gibt es „zugelassene“ und „nicht zugelassene“ Substanzen in Futtermitteln:

  • Bei den jetzt zugelassenen Substanzen handelt es sich um Technologien, die im 0,1 %-Bereich im Futtermittel als nicht gefährlich einzustufen sind.
  • Wird die Nulltoleranz ganz aufgehoben, dürfen auch Substanzen enthalten sein, die mit 0,1 % bereits tödlich sein können. Rückstände von GVO-Pflanzen, die Medikamente produzieren oder Antibiotika enthalten, sind dann genau so erlaubt, wie Agent Orange. Bei Soja wird heute in einigen Regionen bereits Agent Orange gespritzt, weil die resistenten Unkräuter sonst nicht mehr zu bekämpfen sind. Dessen Folgen in Futtermittel und Nahrung sind katastrophal. Die Handelskonzerne interessiert aber keine Folgeerscheinung, sondern nur der uneingeschränkte lukrative Handel.
  • Warum werden immer nur Befürworter, gewinnorientierte Handelsgiganten, oder denen durch Posten verbundene Personen gefragt?

 

 

Ich konnte in der Kürze nicht alle Statements der Arbeitsgruppe überprüfen. Die bisherige Erfahrung zeigt aber, dass sie wahrscheinlich richtig liegt. Vielleicht haben wir hier unter den Lesern jemanden, der sich mit diesen Dingen noch genauer auskennt.

 

Die blöden Dioxineier beherrschten die Schlagzeilen über Wochen. Warum erfahren wir nichts über eine derart wichtige Entscheidung wie diese? Wenn ich das Thema bisher richtig verfolgt habe, will Deutschland zum größten Teil keine Genprodukte. Vertreten die Volksvertreter nun das Volk, oder nur sich die Beine?

Kann die EU uns zur Einfuhr solcher Produkte zwingen? Dürfte eigentlich nicht gehn oder? Denn was ich als Futtermittelhersteller kaufe, sollte doch wohl meine Entscheidung sein. Wenn EU-REcht hier auch über Bundesrecht geht, fange ich langsam an, zum absoluten EU-Gegner zu werden. Es darf mich gern mal jemand aufklären, was mir de EU bisher gebracht hat. Seit der EU geht es mit unserem doch früher recht strengem Lebensmittelrecht bergab.

 

Der Dioxinskandal wurde durch ein Verbrechen verursacht. Der Gen-Skandal wird morgen möglicher Weise legalisiert. Heimat, was tust du mir an?

 

Ich möchte WENIGSTENS die Wahl haben… was eine Kennzeichnungspflicht voraussetzen würde… *kopfschüttel*

 

Gibt es noch irgendwo ein Land auf diesem Planeten, dass den Menschenverstand regieren lässt? Bin für Tipps dankbar, gern gleich mit Einbürgerungsantrag in der Anlage…

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Als Kräuterhexchen hab ich immer das Bedürfnis gehabt, in dicht bewachsenen Häuschen zu leben…

ob nun hier…

Mein Seehexenhäuschen

oder hier….

Mein Rosenhexenhäuschen

oder eben zuletzt hier…

Mein „Mitten-im-Dorf-Versteck“

nun hat mich der Sturm zwangsentblättert

 

Der Efeu hat sich komplett von einer Seite losgerissen und ist auf mein feuerrotes Spielmobil gefallen. Ich fühle mich tatsächlich ein wenig nackt und schutzlos. Einen Großteil der Nachbarn wirds freuen. Ich konnte förmlich sehen, wie es sie in den Heckenscheren juckte… aber ich bin wirklich ein wenig traurig.

 

Andere, die die sich auch auf Geister- und Ahnenpfaden bewegen, werden das womöglich sogar für ein gutes Zeichen halten. Orte, an denen der Efeu über Gebühr wächst, sollen Tore zur Unterwelt sein, Pforten, die Seelen aller Art passieren müssen. Daher wirken solche Efeuburgen manchmal ein wenig unheimlich. Meine Hauptefeuzone befindet sich allerdings am Schuppen, von daher wähne ich mich nicht in Bedrängnis.

 

So… jetzt hab ich aber eine Unmenge Efeu. Ich, die ich doch keiner Pflanze ein Blättchen krümmen kann. Und auch noch Efeu, der bei mir irgendwie unter Naturschutz steht. Und verkommen lassen mag ich schon gar nichts. Was mach ich jetzt damit?

 

Nicht, das man mit Efeu nicht viel anfangen könnte. Nach wie vor ist er ein wunderbares Cellulite-Mittel. Aber soviel Cellulite hab selbst ich nicht, dass ich diesen Berg wegwickeln könnte.

 

Mein Mann nimmt, auf meinen Tipp hin, regelmässig eine Handvoll Efeu in die Buntwäsche, die Farben werden damit richtig leuchtend. Aber auch Wäsche haben wir nicht mehr in diesem Ausmaß.

 

Genau wie der Wäsche, kommt der Efeu auch den Haaren zu Gute. Im Shampoo oder als Spülung bringt er Leuchtkraft und Glanz. Nun muss ich allerdings nicht eine ganze Yeti-Familie versorgen…

 

Was mach ich mit meinem Efeu? hat jemand eine Idee? Ja, ja, ich bin knickerig, kann nichts wegschmeißen…

 

Wer das übrigens nachmachen will, die Leuchtkraft für Haar und Wäsche: Bitte nicht auf Blond oder in weiße Wäsche. Und der Efeu muss relativ heiß geworden sein, also mindestens 60 Grad oder eine Abkochung davon machen.

 

Drückt mir die Daumen, dass der Sturm nicht noch mehr entblättert. Wein und Rosen müssen bleiben!

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