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Archive for April 2011

Walpurgis/Beltane

Wer nicht mit mir zum Brocken fliegt, feiert sein Walpurgis sicherlich zu Haus. Hierfür hab ich noch einige Tipps… Keine Angst, die Rezepte sind auch für den Tanz in den Mai verwendbar!

Die meisten werden das Wetter wohl nutzen und grillen. Äußerst lecker zu Allem, egal ob Fleisch oder auch nur Stockbrot:

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Das Super-Extralecker-Pesto:

 1 Bund Basilikum

2 Knoblauchzehen

2 EL Pinienkerne

2 El Parmesan, frisch gerieben

5 El Olivenöl

Salz, Pfeffer

Die Basilikumblättchen abzupfen, Knoblauch grob hacken, alles zusammen mit den Pinienkernen und dem Parmesan in den Mixer geben. Zum Schluss das Öl dazugießen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

SO muss ein Pesto schmecken. Wer das einmal probiert hat, wird das ganze Fertigzeugs im Regal lassen. Zumal da sowieso der Warnhinweis drangehört: „Vorsicht: Basilikum und Pinienkerne könnten in Spuren enthalten sein“.

Eine herrliche Creme, ebenfalls wunderbar zu Schwein, Geflügel oder einfach nur Baguette:

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Feigen-Senf-Creme

100 g Mascarpone

1 El Feigenkonfitüre (notfalls Aprikose)

3 Tl  scharfer Senf

Salz, Pfeffer

1 Tl Zitronensaft

Alles verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken… ich kann gar nicht genug davon kriegen…

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Wer sich beeilt, findet auch noch Waldmeister. Nein, nein, ich meine nicht im Regal. Da müsst ihr schon in den Wald. Jeglicher käuflicher Waldmeistergeschmack ist nämlich KÜNSTLICH.

Wer also ein kleines Sträußchen erbeutet hat, sagen wir mal so grob 10 Stängel, verbannt diese kurz in den Froster, das erhöht das Aroma. Und dann können wir sie zubereiten, unsere

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Waldmeisterbowle 

1 Büschel Waldmeister

1 /2 l trockener Weißwein

150 g Rohrzucker

Saft von zwei Zitronen

1 Flasche Champagner oder Sekt.

Weißwein, Zucker und Zitronensaft in die Bowlenschüssel geben und verrühren, bis alles klar ist. Den Waldmeister hineinhängen und 40 min ziehen lassen.

Etwa 1 ½  Stunden kühl stellen. Vor dem Servieren mit Champagner aufgießen.

Variante:

Immer noch spritzig, aber mit weniger Umdrehungen: Statt Champagner Mineralwasser nehmen.

Alkoholfrei: mit Apfelsaft und/oder alkoholfreiem Asti zubereiten

Wer nur zu zweit feiert, hat am späten Abend vielleicht noch Intimeres vor, da könnten folgende Getränke nützlich sein:

Für dieses Jahr vielleicht etwas zu spät (dann mal gleich fürs nächste ansetzen): ein lecker Damianaelixier. Die Wirkung wurde mir mehrfach bestätigt.

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Damianaelixier

1 Flasche weißer Rum

½ Zimtstange

1 Vanilleschote

4 Kubeben oder 1 langer Pfeffer

½ Tl Muskatblüten

2 Handvoll Damianablätter

Honig nach belieben

Die Zutaten mit dem Rum (ohne Honig!) bis kurz vor den Siedepunkt erhitzen. Abgedeckt eine Woche ziehen lassen (bis Walpurgis etwas knapp – zugegeben). Abfiltern,  abfüllen, Honig zugeben, kredenzen und freuen…

Damiana, die Pflanze, die der Apotheker des Vertrauens gern besorgt (sonst im ethnobotanischen Handel), ist außerordentlich lustfördernd. Sollte der Sommer sich bedeckt halten, dann kann man wenigstens unter der Bettdecke die Sonne scheinen lassen. Die Kubeben oder auch langer Pfeffer sind nur Geschmackszutaten. Anders zu pfeffern ist aber nur in Maßen anzuraten.

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Auf den letzten Drücker noch machbar:

Kraftmilch – lead in your pencil

6 schwarze Pfefferkörner

4 Mandeln

1 TL Honig

1 Msp Gelee Royal

100 ml kalte Milch

wenn’s mal eben schnell gehen soll… die alkohol- und wartezeitfreie Variante für einen „Midnight rambler“. Bis zu Walpurgis sicherlich fertigzustellen und auch sonst schnell zur… na zur Hand natürlich.

Pfefferkörner und Mandeln fein mahlen oder mörsern. Dann alles miteinander vermengen und kräftig schütteln.

Ich bin natürlich wie immer für Erfolgsberichte dankbar, hab aber irgendwie das Gefühl, dass ich nichts hören werde….

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Chor der Druiden

 

Die Flamme reinigt sich vom Rauch:

So reinig‘ unsern Glauben!

Und raubt man uns den alten Brauch:

Dein Licht, wer kann es rauben!

 

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

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Flugverbote beachten!

Bitte lest den Aufruf des Amtes für Flugangelegenheiten!

Bald ist Walpurgisnacht und wie üblich möchte ich darauf hinweisen, dass nur EINWANDFREIE Besen einen ungetrübten Luftritt gewährleisten können, möglichst mit hex-a-dezimal-Check (in jeder Luftfahrt-Apotheke gegen geringes Entgelt erhältlich) transastral geprüft. Walpurgis-Besen dürfen vorher NICHT als PR-Maßnahme für Besenwirtschaften zweckentfremdet worden und auch nicht mehr als 174,67 mal als Vehikel zur Kehrwochen-Orgie benutzt worden sein. Es wird nochmals darauf hingewiesen, dass ein einwandfreier Start nur gewährleistet ist, wenn ein eindeutig heterosexuelles männliches Wesen > 23,5 Jahre den Besen durch eine Küche gewirbelt hat, zielführend staubarme Dreckaufnahme > 34mg/mm2 pro Kehrung nachgewiesen nach ISO 93,5. Das hochsommerliche Wetter zwingt auch zu einer relativ HOHEN Flugbahn, um all den Ungeziefern aus dem Weg fliegen zu können.

Ich wünsche allen Hexen viel Spass und Freude bei der Einhaltung dieser Sicherheitsmaßnahmen.

Luci McEvil (Amt für Flugangelegenheiten)

Nachtrag: Es ist selbstverständlich verboten Hexenfeuer inmitten von Wäldern anzulegen, ohne Aufsicht NACKTER Feuerwehrmänner, auch wenn die Ästhetik dies eigentlich verbietet. Sexuelle Belästigungen von Feuerwehrmännern wird mit Flugverbot nicht unter 400 Jahren bestraft!“

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Für diejenigen, die das keltische „Blumenfest“ – Beltane traditioneller feiern wollen:

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Rahmen: grüne Kleidung, Maibaum, Narzissen, leuchtende Farben, Sonnensymbole

Speisen: Süßspeisen, Kuchen, Plätzchen, Früchte – kein Fleisch

Räucherwerk: Apfelblüte, Flieder, Heidekraut

Getränk: Aromatisieren Sie Weißwein mit Heideblüten, Waldmeister und Mädesüß (die Maibowle könnte ebenfalls so abgewandelt werden). Für den rituellen Gebrauch könnten 3 Tropfen Frühlingsregen hinzugegeben werden.

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Egal welcher Gesinnung ihr seid: Hexen, Heiden, Christen, Atheisten… ich wünsch euch allen viel Spaß! Feiert oder tanzt fröhlich in den Mai!

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Jetzt aber schnell…

Wie ihr wisst, läuft die „Schonfrist“ für viele Kräuterarzneien ab. Ich habe über die Petition damals geschrieben. Und auch gleich was auf die Ohren bekommen, weil ja die Kräuter nicht verboten werden, nur „angemeldet“ werden müssen. Nun ja, soweit zur Theorie. In der Praxis wird aufgrund der Formvorschriften wohl doch Einiges verschwinden… In Österreich scheint es schon zu leichten „Hamsterkäufen“ zu kommen. Was letztendlich nicht mehr zu erwerben ist und ob das Ganze für den Verbraucher nun besser wird, (was ich persönlich bezweifle), zeigt wohl erst die Zeit.

Ernsthafte Gedanken hierzu hat sich die geniale Kräuterexpertin Miriam Wiegele gemacht. Das Radiointerview zu diesem Thema findet ihr hier (der Podcast vom 12.04.11).

Ich sag nur: Selbst ist die Frau. Unter dem Umweg „Nahrungsergänzung“ kann man das Eine oder Andere wohl noch bekommen,es ist aber recht schwer, Sinnvolles vom Nutzlosen zu unterscheiden.

Aber wir haben Wald und Flur vor der Haustür. Sammelkörbchen geschnappt und raus. Normaler Weise können wir uns mit den „Mite-Kräutern“, also unbedenklichen, über Generationen erprobten Heilkräutern, gegen fast alles wappnen. Die giftigeren Vertreter gehören sowieso in kundige Hand.

Wer ein bewährtes Fertigpräparat hat, sichere sich mal den Beipackzettel. Falls das Präparat nicht mehr zu bekommen ist, weiß man wenigstens, was drin ist.

Ich hab gerade über einen wirklich guten Versandhandel Holunderblütenwasser gekauft. Da kosten 100 ml fast 10 Euro. Letztes Jahr habe ich selbst welches destilliert und somit einen ganzen Liter (und damit fast ein Vermögen) im Kühlschrank.

Da wir „blöden“ Kräuterkundigen keine Destillen besitzen dürfen (das dürfen in Deutschland nur Leute mit ner Branntweinlizenz oder Chemiker), musste ich mit meinem Wok und Spaghettitopf destillieren. Das sind natürlich keine optimalen Bedingungen. Mein Holunderblütenwasser ist somit nicht so lange haltbar, wie das teure Pendant. Aber egal…

Selbst ist die Frau. Mir jedenfalls drehen die mit der neuen Verordnung nicht eine einzige chemische Pille mehr an (auch kein Aspirin! – Es lebe die Weidenrinde! Und die pul ich auch noch selbst!)

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Der aufmerksame TV-Zuschauer hats wohl mitbekommen: die hochgelobten Energiesparlampen dünsten giftige Dämpfe aus. Bisher hieß es ja beschwichtigend, sie seien nur bedenklich, wenn sie kaputt gingen… (schon allein das ist ja wohl der Hammer!)

Ich hab dieses Kunstlicht und die Lampen sowieso gehasst. Ich bekenne mich schuldig, ein Glühbirnenhorter zu sein. Nun hat sich, nachdem einigen Menschen wohl schlecht wurde, ein Labor mit den Energiesparlampen befasst und siehe da: krebserregende Dämpfe, absolut nicht innenraumgeeignet.

In meinen Augen der Skandal: Warum testet man den Mist erst jetzt? Sollte man nicht annehmen, es gäbe genug Gesetze, diesen Mist vor Abverkauf zu testen? TÜV-Siegel oder sonstwas? Ich darf nicht mal selbstangesetzte Likörchen verkaufen, weil ich einen Fliesenboden in der Küche hab, aber Giftspucker dürfen ungeprüft in Haushalte?

Die Hersteller haben Besserung versprochen. Man denke auch über eine Heraufsetzung der Grenzwerte nach (kopfschüttel, kopfschüttel, kopfschüttel…)

Wenn mein Vaterland sowas auf mich loslässt, spiele ich wirklich mit dem Gedanken, Waise zu werden…

Wer mehr wissen möchte, heute abend, 20.15 Uhr auf NDR, in der Sendung „Markt“.

Was spült Geld in die Rentenkassen? Grenzwerte und Rentenalter rauf! Dafür gibts von mir definitiv den Daumen runter! Pfui! Was sind das für Volks(ver-)treter.

Meine Meinung! Ich bin wirklich sauer!

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Högörök Schädelpils….

Mir brummt der Schädel… nicht, das ich regelmässig dem Alkohol zuspreche, aber gestern habe ich mir erlaubt, ein HALBES Glas Rotwein zu trinken. Nicht nur, das ich schon gestern dadurch Artikulationsschwierigkeiten hatte, auch heute komm ich mit dem Kopf durch keine Tür. Das kann ich mir nicht erklären, normaler Weise hab ich das bei einem Gläschen Wein nicht. Hat mir der Wirt da irgendwas Ultrabilliges angedreht? Zuviel Frostschutz drin?

 

Ich komme nicht umhin, mit meinem hämmernden Hirn an „Högörök“ Schädelpils zu denken. Wers nicht kennt: Högörök ist ein norwegisches Bier. Ich weiß bis heute nicht wirklich, ob das so eine Fake-Seite, wie der „Kolonialwarenladen“ (hoher Schmunzelwert) ist, oder ob hier nur der eigenen Sprache mächtige Norweger auf unseriöse Übersetzer reingefallen sind…

Ich glaub eigentlich eher, dass es sich ebenfalls um eine Schmunzelseite handelt. Wem der Tag heute zu grau ist, der kann ja „Högörök“ mal googeln…

 

Jedenfalls fühl ich mich genauso, wie das Högörök verspricht… mein Kopf dröhnt. Högörök hat unter den Rotweinen einen ebenbürtigen Partner gefunden.

Nun – auch für dieses Schädelbrummen gibt es aber Tipps aus der Kräuterkunde:

 

Im Erste-Hilfe-Kräuterkasten befinden sich hierzu „Nachtkerzenöl-Kapseln“ 2 – 3 g versprechen schnelle Wirkung. Bis sie bei mir eintritt, wirds leider noch ein wenig dauern, da ich erst in die Apotheke muss… wie das so ist, die Kräuterhexe hat selbst nie was im Haus, sie verschenkt zu viel.

Eine Homöopathin verriet mir, dass man „Sumpffolgen“ ebenso gut mit Arnikaglobuli in die Schranken weisen kann. Das habe ich noch nicht probiert. Nicht, das ich nichts von Homöopathie halte, im Gegenteil, aber ich brauch Dinge die riechen und schmecken, daher hab ich mich damit nicht bis in die Tiefe befasst. Ein guter Homöopath braucht etwa 20 Jahre… so haben wir das in der Ausbildung gelernt. Glaub ich gern, ob der Mittelvielfalt.

Heute also nur ein kurzer Beitrag… aber vielleicht dem Einen oder Anderen doch mal ein wertvoller Hinweis.

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Nach dem Beitrag über die Gemmotherapie erreichen mich vermehrt Anfragen zur Erhältlichkeit. Tatsächlich musste ich feststellen, dass die Gemmotherapie unter unseren Apothekern i. d. R. nicht bekannt ist. In der Schweiz und in Österreich dagegen ist sie relativ gängig.

 

Nun habe ich schon mal mehrere Stunden im Kreuzverhör der Zollbehörde gesessen, weil ich mich erdreistete, homöopathische Globuli aus der Schweiz einzuführen. Medikamente einführen, dass darf man nämlich nicht. Und in solchen Fällen ist Homöopathie, die ja angeblich nur aus Wasser und Einbildung besteht, ein Arzneimittel.

 

Unglücklicher Weise hatte ich in der Lieferung auch eine „Taschendestille“, so ein Miniding, was hier noch erlaubt wäre, aber im Zusammenhang mit giftigen Drogen (Arsenicum Album war unter den Globuli) ein, jedenfalls der Zollbehörde nach, verdächtiges Licht auf mich warf.

 

Bisher konnte ich also noch nicht ausmachen, wo man die Gemmotherapeutika in Deutschland bekommt. Ja, also ich hab mir ohnehin selbst welche gemacht. Ich möchte aber dazu sagen, dass ich giftige Kräuter (z. B. Immergrün) NICHT verarbeite.

Dr. Steingassner gibt zur Rezeptur Folgendes an:

1 Teil Knospen in 20 Teile Glyzerin 3 Wochen ausziehen lassen.

Dann wird filtriert und die Mischung nochmals verdünnt, nach Dr. Steingassner: 1 Teil Wasser, 1 Teil Glyzerin, 1 Teil Arznei

 

Wenn man verschiedenen Autoren und Herstellern folgt, gibt es da aber auch unterschiedliche Rezepturen. Bei manch einem werden dann hinter her 3 x 9 Tropfen verabreicht, der andere steigert sich nach und nach von 5 Tropfen auch 20 und wieder zurück und der nächste nimmt 2 Sprühstöße aus der Zerstäuberflasche.

 

Wer sich also selbst an die Knospentinkturen machen möchte, sammelt sie (man kann sie einfach „abstribbeln“) und verteilt seine Sammelwut bitte auf mehrere Bäume (bitte umsichtig sammeln!!), zerkleinert die Knospen und setzt sie an. Bitte Kräuter, die ohnehin für den menschlichen Genuss geeignet sind, ich möchte das nochmals betonen.

Eine Teilnehmerin versucht absolut vergeblich das Hartriegel-Mazerat zu bekommen, da es gerade als Herzinfarkt-Vorbeugemittel gute Dienste leisten soll. Auch zur Nachsorge soll es wunderbar beitragen. Hier sieht es ganz mau aus, denn dieses Präparat scheint sich auch in Österreich oder der Schweiz nicht zu finden. Das propagiert hauptsächlich Frankreich.

 

Wer also keinen Hartriegel bekommen kann, sollte vielleicht auf unseren klassischen und unschlagbaren Weißdorn ausweichen. Weißdorn kann auch über lange Zeit unbedenklich angewendet werden (Trotzdem sollten Herzpatienten so etwas immer mit ihrem Therapeuten absprechen, schließlich muss er das Zusammenspiel der Medikamente berücksichtigen!).

Weißdorn gehört zu den wichtigsten Kräutern der TCM – hier als SHAN ZA. Um seine Wirkung zu begreifen, müssen wir ein wenig in die Zellbiologie gehen. Die TCM erklärt sich das also so:

 

Die Energielieferanten der Zellen (die Kraftwerke sozusagen) sind die sogenannten Mitochondrien. Soviel wissen wir vielleicht noch aus dem Biologieunterricht. Sie kommen, was eigentlich logisch ist, vermehrt in Muskelzellen, also auch im Herzmuskel vor. Mittlerweile hat man festgeststellt, dass in einem Schock oder Panikzustand mehr als 50 % der Mitochondrien plötzlich ihre Arbeit einstellen können… kein Wunder, das man weiche Beine bekommen kann! Wer also aufgrund einer schockierenden Nachricht kraftlos zusammensinkt, kann sich jetzt wohl denken warum.

Zum Glück hält dieser Zustand nicht an und sie arbeiten dann fleißig weiter.

Was auch spannend ist: Mitochondrien waren eigene Organismen. Also eigene Lebensformen, die unser Körper irgendwann mal integriert hat. Wer hier elektrisiert auffährt und mehr wissen möchte: googelt mal Mitochondrien-DNA.. wirklich ein spannendes Thema! Über die Mitochondrien-DNA lässt sich scheinbar viel über unsere Herkunft erfahren.

Aber zurück!

Mitochondrien sind also Energiespender. Und unser wunderbarer Weißdorn kann hier nochmal ein paar Briketts drauflegen und das letzte aus Ihnen herausholen.

 

Das wäre es für jeden Otto-Normalverbraucher. Ich plädiere für den fleißigen Gebrauch des Weißdorns bei Herzproblemen (mit Absprache!) und Stress. Für die, die es genauer wissen wollen, dann noch mal Folgendes:

 

Der Weißdorn enthält 6 von 12 Katalysatoren des Zitronensäurezyklus, sowie Vitamin C. Außdem reduziert er Eisen (auf Dreiwertiges) und heizt damit die Cytochrome an, die für die Zellatmung verantwortlich sind. Der Weißdorn aktiviert den Krebszyklus und lässt den Körper selbst aus minderwertigerer Nahrung ATP gewinnen.

Sooo… das für die Kopfmenschen…   vielleicht seht ihr das, was vor unserer Haustür wächst, mal ein wenig mit anderen Augen!

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Das wissen wir spätestens seit Japan. Bisher befindet sich die Menschheit auf einem recht gefährlichen Pfad. Einerseits die Engstirnnigkeit, nichts zuzulassen, was nicht mindestens schon in mehreren wissenschaftlichen Publikationen aufgetaucht ist und andererseits aber der bodenlose Leichtsinn, Dinge umzusetzen, deren Langzeitwirkung noch nicht geprüft wurde (Gentechnik…).

 

Menschen, die sich auf sogenannten „Grenzwissenschaften“ einlassen, werden oft als Spinner verschrien. Und „Grenzwissenschaft“ impliziert auch eher das Ausgrenzen aus der Wissenschaft, als einen möglichen Schulterschluss bei schlüssigen Beweisen.

 

Somit werden Menschen, die an (noch) nicht anerkannte Kräfte (Homöopathie, Alternativheilkunde, Magie) glauben, besten Falles mild belächelt, aber oft auch bösartig angegriffen. Die Möglichkeit, dass es Kräfte gibt, für die wir möglichweise schlicht nicht die Messinstrumenten haben, wird dezent ignoriert.

Der aufmerksame Leser wird bemerkt haben, dass ich sogar die „Magie“ genannt habe. Tatsächlich glaube ich, dass auch „Magie“ letztendlich wissenschaftlich zu erklären ist. Der derzeitige Stand der Atomphysik kann hier tatsächlich einige gute Erklärungen liefern.

Persönlich ist mir das zu dröge, ich muss nicht alles wissen, um es anzuwenden und ich finde, es nimmt manchen Dingen auch den Zauber  – oder wissenschaftlicher ausgedrückt: den Charme (haben Sie es nicht auch immer gehasst, wenn Ihr Vater Ihnen bei jedem Regenbogen die Lichtbrechung erklärt hat? Der Topf Gold am Ende gefiel meinem Romantik-Gen viel besser).

 

Und nun ist etwas passiert, was die Wissenschaft standhaft zu ignorieren versucht, weil es ihr „Heiligtum“ – ihre bisherigen Erkenntnisse – in Grund und Boden stampfen könnte…

Man hat wahrscheinlich eine fünfte Kraft entdeckt.

 

Für die, deren Physikunterricht auch eine Weile her ist: Es gibt bisher vier anerkannte Grundkräfte: die Schwerkraft, die elektromagnetische Kraft, die schwache Kernkraft und die starke Kernkraft.

Nun scheint es da eine Fünfte zu geben. Und das entdeckt nicht irgend so ein angeblicher „Esospinner“, sondern eine wissenschaftliche Elite-Einheit: Das US-Labor „Fermilab“

Das Fermilab ist ein Teilchenbeschleuniger, also eine Einrichtung, die sich dem Atom intensiv widmet. Wer hat es nicht noch in Erinnerung: das „Bohrsche Atommodell“, dieses Wölkchenbild von Nils Bohr, das uns den Aufbau von Atomen erklären soll.

 

Was viele dezent ignorieren: Es ist ein Atom – MODELL, eine These, die aus dem Verhalten des Atoms erstellt wurde. Weil –  wirklich „gesehen“ hat noch niemand so ein Atom und seine schwirrenden kleinen Elektrönchen.

 

Bisher konnte dieses Modell auch unsere Welt erklären.

 

Jetzt scheinbar nicht mehr.  In dem amerikanischen Labor verhielten sich die Atome nicht, wie ihnen vorhergesagt wurde, sondern sie gingen in den Funktionsstreik. Das scheint so massiv zu sein, dass die Forscher glauben, eine fünfte Grundkraft entdeckt zu haben. Wenn das so ist, können wir die Schulbücher einstampfen.

 

Nicht nur Kopernikus und Gallilei können ein Lied davon singen, wie geschmeidig die Wissenschaft auf neue Erkenntnisse reagiert. Bisher wird diese Entdeckung noch ignoriert. Kann ja nicht sein… und was nicht sein darf, dass kann ja nicht sein… geht nicht. Die Tatsache, dass diese neue Kraft auch von Wissenschaftlern und nicht etwa einer Gruppe meditierender New Age Anhängern entdeckt wurde, nutzt dabei gar nichts.  Verwirr mich nicht mit Tatsachen, ich habe meine Meinung…

 

Die Chance, dass hier doch ein wenig Interesse ob dieser Entdeckung im Volk und damit auch bei deren Wissenschaftlern entsteht, haben wir wohl der BILD-Zeitung zu verdanken, die ja scheinbar immer noch im Volk die Meinung bildet… 😉

 

Nun, damit kann ich leben. In mir keimt die Hoffnung, dass sich jetzt mal was tut, in den Kalkköppen, die nichts gelten lassen, was sie nicht seit 30 Jahren in den Lehrbüchern haben (wobei sie gleichalte Volksmedizin als veraltet abtun…).

 

Eine neue Kraft spaltet die Wissenschaft. Schön…  Das es andere Kräfte gibt, als nur die vier oben genannten, dass wissen viele Naturheilkundler, Kräuterhexchen und Heiler schon längst. Und sie wenden die Kräfte auch an. Wenn die Wissenschaft mal nachrückt, dann erwartet sie gleich den Nobelpreis. Jeder andere, der diese Kräfte vor der offiziellen Entdeckung anwendet, bekommt seinen eigenen Scheiterhaufen, heutzutage zum Glück nur verbal oder gesetzlich geschichtet, aber er bekommt ihn.

 

Umdenken ist angesagt. Vielleicht sind wir ja jetzt endlich an dieser Schwelle. Vielleicht haben die furchtbaren Ereignisse in Japan wenigstens das bewirkt (und nicht nur ein temporäres Umdenken, weil wir ja grad kurz vor der Wahl sind…)  und vielleicht wird jetzt auch die Existenz des noch nicht Beweisbaren wenigstens respektiert und für möglich gehalten.

 

So… und nun werde ich mir ein paar Globuli zu Gemüte führen und mich allen Kritikern zum Trotz danach sehr wohl fühlen. Und wer mit dem (Tot-)Schlagwort „Placeboeffekt“ daherkommen will, der soll mal hübsch ruhig sein. Denn selbst, wenn ich „nur“ diesen Effekt erzeugt haben sollte, dann hab ich mehr erreicht, als er mit seinen BASF-Pillen…

„Placeboeffekt“ – ist euch eigentlich klar, was uns die Wissenschaft da vorhält? Das Heilen mit dem Geist! Durch pure Einbildung (Visualisation!!), oder den Glauben (ätsch – beten hilft doch!) Das ist doch nahezu eine Auszeichnung!

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Mit dem ersten Grün scharren passionierte Kräuterhexen schon in den Startlöchern, dabei könnten sie längst schon ernten!

Aber dazu muss die eine oder andere schon die Brille aufsetzen. Die Wirkstoffbomben sind nämlich recht klein, es sind die Knospen!

Wenn man sich vorstellt, dass die ganze Kraft der zukünftigen Pflanze konzentriert in Knospe oder Trieb liegt, dann wird einem vielleicht auch klar, warum das kleine Wunderpillen sein können. Regelmässig empfehle ich, schon im Winter hier und da mal ein Knöspchen zu knabbern. Sie sind teilweise etwas gewöhnungsbedürftig harzig, aber stehen den käuflichen Vitamin- und Mineralstoffpillen in nichts nach. Es versteht sich von selbst, dass man nur bekannte und ungiftige Knospen knabbert, wie z. B. Buche, Linde, Birke, Esche, Ahorn und Haselnuss. Ja auch Tannen- oder Kieferntriebe gehen.

Manche Alchimisten schwören auf Knospentinkturen und damit sind sie nicht allein. Auch die moderne Medizin erkennt zunehmend das Potential.

Hier gibt es sogar eine spezielle Fachrichtung: die Gemmotherapie (Gemmo = Knospe).  Hier in Deutschland ist sie relativ unbekannt, aber in Frankreich und England hochgehandelt.

Im Gegensatz zu üblichen Tinkturen werden hier die Knospen (oder auch Triebe und junge Wurzeln) in Glyzerin ausgezogen. Auch das ist hier relativ unbekannt. Als ich mal in der Apotheke meines Vertrauens Glyzerin hierfür kaufen wollte, bekam ich einen kleinen Vortrag zu hören. Glyzerin wäre abführend und eben irgendwie giftig und unverträglich – ich also damit unverantwortlich (ich wollte eine Glyzerintinktur ansetzen – das wird in England für Kindermedikamente gemacht, da da kein Alkohol drin ist… ja, ja, ich weiß, rein chemisch ist Glyzerin irgendwie schon Alkohol…  seltsame Sache das).

Also hab ich mein Vorhaben erstmal gelassen. Nur um später festzustellen, dass andere Kräuterfrauen durchaus Kinderhustensirup auch so herstellen. Nachdem ich mich mit der Gemmotherapie näher befasst habe, entdeckte ich auch, dass einige Naturheilmittelfirmen durchaus auch mit Glyzerin ausziehen.

 

Warum wird in der Gemmotherapie Glyzerin genommen? Der Heilungsgedanke hinter dieser Therapieform ist, dass die Eiweiße der Knospe optimal mit unseren Zelleiweißen korrespondieren und einen sehr starken und schnellen Heilungsimpuls setzen. Einweiße werden aber von Alkohol zersetzt. Um diese zu schonen, wird Glyzerin genommen. Glyzerin ist als Auszugsmittel besser als Wasser, kann aber im Gegensatz zu Alkohol nun andere Stoffe, wie z. B. ätherische Öle oder Harze nicht so gut ausziehen.

Manche Hersteller dieser Gemmopräparate (manchmal auch Meristempräparate) setzen später Alkohol hinzu, um die Mischung zu stabilisieren. Bitte frag mich keiner, ob das jetzt doch Eiweiße zerstört, dazu bin ich zu wenig Chemiker. Ich verlass mich einfach mal auf die Erfahrungen der Hersteller.

Knospengewebe ist Embryonalgewebe, dem eine große Reparatur- und Heilwirkung nachgesagt wird. Das Embryonalgewebe der Pflanze steht ja kurz davor, einen kräftigen, gesunden Organismus aufzubauen und stellt diese Kräfte in einer Tinktur zur Verfügung.

 

In der Gemmotherapie wird also ein Glyzerinauszug hergestellt und dieser, weil das Präparat sehr kraftvoll ist, nachher noch auf 1:10 verdünnt. Damit haben wir sozusagen ein 1D – Präparat (nicht D1 – es wird nur verdünnt, nicht verschüttelt). Eine 10%ige Verdünnung. Die Gemmotherapie nähert sich damit der Homöopathie ein wenig an. Sie ist nahezu eine Mischung aus Phyto- und Homöopathie.

 

Die Heilerfolge, die teilweise spektakulär sind, sprechen für sich. Es lohnt sich, einmal tiefer in diese Therapieform einzusteigen:

 

Um die „richtige“ klassische Gemmotherapie anzuwenden, muss man sich länger mit ihr beschäftigen. Da gibt es ein paar Grundsätze (z. B. die Präparate grundsätzlich nicht zu mischen, bei Kombinationen nur Pflanzen aus dem gleichen Biotop zu verwenden), die man beherzigen soll. Auch für das Verständnis der Wirkweise reicht mein kleiner Blog nicht so wirklich aus. Dennoch möchte ich euch ein paar Anwendungsgebiete und Präparate nicht vorenthalten:

 

Knospenmazerat Hauptanwendungen
Birke Betula pendula Blutreinigend, Wachstum (Kinder), Depressionen, Karies, Gelenkschmerzen, Gelenksteife,
Brombeere Rubus fructicosus Knochenbildung (Brüche), Osteoporosevorbeugung, Darmentzündungen,  Fibrome
Esche Fraxinus Excelsior Blutgefäßpflege (Krampfadern, Aterienverkalkung), Gicht, Muskelrheuma, Niereninsuffizienz,  cholesterinsenkend, bei Übergewicht
Hartriegel Cornus Saguinea Hauptherzmittel,  Herzinfarktvorbeugung, Morbus Basedow,  blutgefäßpflegend, anti-nekrotisch,
Hasel Corylus Avellana Lungenstauuung, Bronchitis, Anämie, Zirrhose, Leberverfettung,  Depressionen, Kopfschmerzen, Lungenfibrose, Crataegus
Himbeere Rubus idaeus Frauenheilkunde, blutgefäßschützend, Ovarienregulation, blutreinigend, krebswidrig,  Fibrome, zusammen mit Frauenmantel bei übermäßiger Behaarung
Mais (gekeimt) Zea mays Herzmuskelentzündungen, herzkranzgefässstärkend, nach Herzinfarkt,  koronare Insuffizienz
Schwarze Johannisbeere Ribes nigrum DAS Lebenselixier in der Gemmotherapie (und in der Frauenheilkunde für Frauen nach der reproduktiven Phase), erhöht die Wirksamkeit anderer Präparate,  kortison-ähnliche Wirkung,  hilft gegen (fast) alles… 😉
Silberlinde Tiliaceae Schlafprobleme, Neurosen,  Übergewicht, Cholesterin, Schilddrüsenüberfunktion
Wacholder Juniperus communis Leberinsuffizienz, chron. Hepatitis, tiefwirkendes Tonikum, Rheuma, Sterbebegleitung
Walnuss Juglans regia entzündungshemmend (Pankreas), blutreinigend, Leber-Gallestoffwechsel, Dermatitis, Ekzeme, Altersstar, Darmflora, Zucker,  Leberzirrhose,  zahlreiche Hautkrankheiten
Weinrebe Vitis vinifera Veneninsuffizienz, Beinödeme, Anämie, Arthritis, Arthrose, Fibrome, geschwürhemmend
Weißdorn Crataegus Oxyacantha Herzheilmittel, beruhigend,  unregelmässige Herzaktionen

 

Das ist nur eine kleine, bescheidene Auswahl und auch die Anwendungsgebiete können nur angerissen werden. Es versteht sich von selbst, das Sie bei ernsten Krankheiten nicht selbst doktern, sich an Ihren Therapeuten wenden und auch das Mittel bitte als Fertigpräparat kaufen. Die Verarbeitung von Pflanzen, die giftig sind, grundsätzlich auch den Fachleuten überlassen.

 

Wie gesagt, die Gemmotherapie ist eine ganz eigene, wirkungsvolle Heilweise, die nicht nur im körperlichen, sondern auch im seelischen Bereich wirkt. Um sie sicher anzuwenden, bedarf es doch des näheren Befassens. Aber dafür steht Literatur und Internet zur Verfügung. Da hier besonders die Franzosen fleissig sind, sei die Seite http://www.feh.be empfohlen, ein bisserl Französisch sollte man aber können.

 

Das alles kann uns aber nicht von der klassischen Verwendung der Knospen abhalten. Wenn wir sie frisch knabbern, ist ein eiweißschonendes Konservieren nicht nötig. Auf Butterbrot, oder mit ins Kräuteröl sind sie auch nicht mehr ganz so harzig. Nochmals sei drauf hingewiesen, nur essbare Knospen wie z. B. Birke, Hasel, Ahorn, Linde und Esche zu verwenden. Eiche ginge natürlich auch, ist aber böse bitter…

Pur ist immer am Besten!

Gut, wir können aber nicht auf Vorrat futtern. Wer konservieren möchte, kann natürlich klassisch auch alkoholische Tinkturen oder auch Ölauszüge (z. B. die hervorragenden Pappelknospen – die Pappel hat ähnliche Wirkstoffe wie Propolis!!) machen. Die normalen Wirkstoffe bleiben so erhalten. Wir sind hier nicht mehr in der klassischen Gemmotherapie und verzichten möglicher Weise auf einige feinstoffliche Wirkungen, aber ein wertvolles Präparat haben wir trotzdem.

 

Wer intensiver in die Gemmotherapie einsteigen möchte, dem sei dieses Buch empfohlen:

 

 

Gemmotherapie – Phytotherapie – Mineralientherapie

 

In der Gemmotherapie wird fast jede erreichbare Knospe „weggefangen“. Uns steht eine große Kräuterapotheke zur Verfügung. Es werden auch exotische und giftige Pflanzen verarbeitet, spätestens bei Letzteren verbietet sich das Selbermachen. Wer ein wenig googelt, wird auch noch viel mehr über die wunderbaren Knospen finden. Mein Entdeckereifer ist jedenfalls geweckt. Meine Pappelknospen sind sowieso schon seit Jahren obligat, wobei ich die Balsampappel ob ihres betörenden Duftes bevorzuge… (wunderbares Hexensalbenknöspchen…).

 

Da in den Knospen die zukünftige Pflanze steckt, aber bitte, bitte umsichtig sammeln, nicht einen Baum gänzlich plündern, das könnte ihm sehr schaden. Wie wir oben sehen, reicht ein winzig kleiner Mengenanteil aus, um starke Präparate zu machen.

Ich hab hier wirklich nur einen winzigen, winzigen Ausschnitt vorstellen können. Ich hoffe, ich konnte Sie ein wenig an meiner Begeisterung teilhaben lassen.

 

 

 

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