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Archive for Juli 2011

Wer ein wenig aufmerksam ist, für den ist das ja nichts Neues: Das Wetter macht Kapriolen, die Jahreszeiten scheinen außer Kraft gesetzt. Den letzten richtigen Sommer hatten wir hier in Schleswig-Holstein 1997…

Seitdem haben wir teils ein nettes recht sonniges Frühjahr und dann bricht das Durcheinander wieder herein, ab Juni (für Kenner: ab Kieler-Woche), holt man die Sonnenmilch nur noch heraus, damit der Regen besser abperlen kann.

Mir fällt das besonders auf, weil ich seit Jahren versuche, Holundersekt und Johanniskrautöl zu machen und mir das Wetter regelmässig einen Strich durch die Rechnung macht. Und das seit Jahren.

Ich glaube, dass die Natur uns das zur Verfügung stellt, was wir  brauchen werden. Daher ist z. B. der Giersch bei uns übersäuerten Menschen allgegenwärtig. Nun… wie gesagt, das ist nur meine Überzeugung. Aber achtet doch mal darauf.

Dieses Jahr gibt es im Gegensatz zu den Vorjahren außergewöhnlich viel Johanniskraut (weil ich danach ja jahrelang auf Jagd war, fällt mir das auf). Johanniskraut als wunderbares Gemüts- und Nervenmittel, Depressionshelfer und natürlich in der Wund- und Narbenpflege…

Außerdem wird das ein Eichhörnchenjahr. Es gibt Nüsse, Nüsse, Nüsse… sollten wir uns bevorraten?

Die Bauern hingegen haben Grund zu klagen. Manche Felder wurden einfach umgepflügt und neu eingesät, aber die Nachfolgefrucht kümmert auch oft nur dahin. „Das Wetter spielt verrückt“, klagte mir eine Bäuerin. „Das wird Missernten geben und Lebensmittel werden teuer werden.“

Wie es aussieht, müssen wir uns jetzt schon an solche Klimaveränderungen anpassen, indem wir die Anbaupflanzen ändern. Viele Bauern haben das bereits getan. Rapsfelder gibts bei uns zunehmend weniger, was allerdings auch dem Biogas-Mais zuzuschreiben ist. („Bio“ ist hier schon irgendwie der Hammer… warum eigentlich „Biogas“? Die Felder werden doch gespritzt, wie nichts Gutes! Wir haben Trinkwasserqualitätsprobleme seither.)

Gut… wir müssen uns irgendwie anpassen. Ich war also im Wald auf „Kräuterpirsch“ Das ist aus mehreren Gründen recht spannend. Ich beträufle mir seit einiger Zeit die Hosenbeine und Socken mit Patchouli, weil die Zecken den menschlichen Duft nicht mehr wahrnehmen und mich in Ruhe lassen.

Scheinbar wirkt das auch auf andere Tiere. Sie bemerken mich nicht. Ich habe Wesen zu Gesicht bekommen, die ich vorher noch nie in freier Wildbahn erblickt habe.

Gestern z. B. kam ein kleiner Marder direkt auf mich zu. Er suchte eifrig den Boden ab, inspizierte einen dicken Holzstapel.

Nicht einfach mit dem Handy zu erwischen, schon gar nicht, wenn er seinen Kopf dreht und den Kehlfleck versteckt. Aber ein Holzscheit dort hat definitiv einen Puls…

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Nun, was bieten uns Wald und Flur jetzt ersatzweise, wenn die Ernteaussichten so trübe sind?

Johanniskraut gibts immer noch. Wer einen sonnigen Tag erwischt, kann sich bevorraten. Scheinbar sieht Mutter Natur ja die Notwendigkeit hierfür.

Ob man nun Johanniskrautöl herstellt (das dieses Jahr scheinbar wieder recht lang ziehen muss, bis es rot wird…), eine Tinktur, oder ob man es trocknet… Von dem Öl kann man sowieso nie zuviel haben. Und wenn man es „nur“  in Hautcreme oder Badeöl verarbeitet.

Die „Warnhinweise“ die man bei der Verwendung von Johanniskraut manchmal liest, von der Sonnenüberempfindlichkeit bis hin zum Neutralisieren der Pille – das ist bisher in normaler Dosierung noch nicht vorgekommen. Hier hatten Apothekenpräparate in hoher Konzentration ihre Wirkstofffinger drin. Wer sein normales Teechen brüht, sein Esslöffelchen Öl nimmt (den würde ich nicht runter kriegen), oder seine Tinktur, der dürfte keinerlei Probleme haben.

Als „Sonnenkraut“ bringt Johanniskraut ja die Sommersonne und das Licht ins Gemüt. Besonders in der dunklen Jahreszeit haben wir hier einen starken Helfer… ja und auch gerade hier, ist eine höhere Lichtempfänglichkeit wünschenswert.

Im Mittelalter nannte sich das Kraut fuga daemonum – was darauf hinweist, das Dämonen dieses Kraut fürchten. Kräuterhexen mit Betonung auf „Hexen“ verwenden es daher zur Abwehr negativer Energien, besonders auch von „Energieräubern“. Es wurde auch in der häuslichen Kochstelle verbrannt, um das Heim zu schützen. Das mag der eine oder andere belächeln, tatsächlich gibt es mittlerweile aber auch schon wieder Heilpraktiker, die Depressionen und andere Seelenkrankheiten mit anderen Wesenheiten in Verbindung bringen.

Das mag man nun sehen, wie man will… ob nun Dämon oder Depression… wessen Seele leidet, der wird gern auf das Johanniskraut zurückgreifen. Ich möchte aber daran erinnern: Johanniskraut wirkt erst bei Langzeiteinnahme. Bei akuten Problemen sollte man vielleicht doch eher an Bachblüten oder Baldrian denken.

Außerdem blüht gerade das große Hexenkraut. Recht unscheinbar, aber in fast jedem Wäldchen zu finden. Heute wird es kaum noch gebraucht. Der englische Name „enchanter´s nightshade“ weist dezent darauf hin, wie es genutzt wurde: Es wurde zur Anrufung, für Bindezauber, Gestaltwandlung und Transformation eingesetzt. Da als  „Hexenkraut“  auch manches andere Kräutlein bezeichnet wurde, ist es nicht so einfach, die alten Anwendungen zu trennen. Sobald man allerdings die „Beeren“ einsetzen soll, ist man definitiv im falschen Rezept gelandet. Möglicher Weise ist hier dann der bittersüße Nachtschatten, manchmal auch die Alraune, gemeint.

Das Hexenkraut ist eine Saturnpflanze und wird auch magisch eingesetzt, um das eigene Charisma zu erhöhen und Balance ins Leben zu bringen. Auch wer seinen Weg im Leben noch nicht gefunden hat, wer endlich rausfinden möchte, was er will und kann, dem kann das Hexenkraut helfen. Hierzu bedarf es keines ausgefeilten Rituals, schon eine einfache Meditation mit der Pflanze kann genügen.

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So langsam lassen sich auch die ersten Pilze blicken, die Ebereschen hängen prall und reifen (unbedingt hamstern, als Vitamin C – Bombe und auch als Trauerhilfe), die ersten Beeren lassen sich vernaschen. Mangels Sonne noch etwas zuckerbedürftig, aber ich hoffe auf Wetterbesserung.

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Die Haselnuss ist ebenfalls ein durch und durch magischer Strauch, der uns mit anderen Welten verbinden kann. Zauberstäbe wurden aus seinem Holz hergestellt.

Die großen, nicht zu alten Blätter können in Öl eingelegt werden und müssen dort ein paar Monate reifen. Danach kann man sie mit Fisch, Leber oder Wild füllen und genießen. Leckere Rezepte hierfür sind u. a. in dem genialen Wildkräuterkochbuch „So schmecken Wildpflanzen: 144 Rezepte vom Meister der Aromen “  finden.

Wer ein Iphone hat, bekommt das Buch auch als App mit deutlichem Preisvorteil. 😉

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Und noch ein unscheinbares Pflänzchen blüht grad im Wald: Die Braunelle… wahrscheinlich seid ihr da schon tausendmal dran vorbeigelaufen. Im Englischen heißt sie Self-Heal, Heal-all, oder auch woundwort, was ja schon vielversprechend ist. Tatsächlich hab ich mir früher extra aus Österreich so eine Creme aus dem Pflänzchen für satte 30 Euro importieren lassen. Inzwischen mach ich sie mir selbst. Die Wirkung auf die Haut ist fantastisch.

Manche Anbieter mischen den Extrakt auch noch mit dem energetischen Blütenmittel hierzu (ähnlich den Bachblüten). Die hier beschriebene Wirkung (das Mittel wird unter „Self-Heal“ gehandelt) ist nahezu magisch. Tatsächlich ähneln sich homöopathische, energetische und magische Wirkungen oft… ist Magie vielleicht nichts anderes als eine klassische Nutzung feinstofflicher Qualitäten?

Als Tee (Blätter) bringt die Braunelle Kraft, Heilung und Vitalität. Als Räucherung oder im Amulett heilt sie gebrochene Herzen. Hexen verwenden sie auch, um den geschlagenen Zirkel zu sichern (er wird mit Braunelle abgestreut).

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Gleich vorweg: hier kommt ganz und gar nichts über Kräuter. Nur ein gut gemeinter Rat für Menschen, die möglicher Weise ihren Telefonanbieter wechseln wollen…

Und das macht man ja hin und wieder. Ich tu das jedenfalls, weil ich meine Kosten im Griff haben möchte. So zog es mich vor ein paar Jahren auch zu dem Telefonanbieter mit dem Sauerstoffüberschuss…

Damals war ich recht zufrieden, Preise und Service stimmten.

Aus nicht ersichtlichen Gründen änderte sich das aber drastisch. Scheinbar ist man dort nicht in der Lage, mehr als zwei Verträge zu verwalten.

So wurden immer wieder bunt unsere drei Rufnummern miteinander verquickt und getrennt, was schlecht war, weil zwei der Nummern geschäftlich laufen sollten. Durch das ganze Tohuwabohu kam es dann auch einmal zu einer Rücklastschrift, weil ein falsches Konto angesprochen wurde…

Wer in letzter Zeit mal Verträge abgeschlossen hat, weiß, dass es oft nur noch telefonisch oder per Internet gemacht wird und die Beweislast dem Kunden aufgebürdet ist.

Um eine Klärung herbeizuführen, musste ich also einerseits im Ladengeschäft vorstellig werden, bei einem anderen Vertrag im Internet und den Rest per Telefon. Ob das tatsächlich so Rechtens ist, weiß ich nicht, denn auch vom Service bekommt man ständig anders lautende Auskünfte.

Nun gut… tatsächlich ist also eine Lastschrift geplatzt. Das kostet pro Vertrag 19 Euro… mannomann… selbstverständlich hab ich gleich angerufen und nochmals das richtige Konto angegeben. Nur um festzustellen, dass auch danach das Ganze zum Platzen verurteil war… man hatte irgendwie nicht das richtige Konto.

Viele Telefonate und schlaflose Nächte später entschloss ich mich dann zur Kündigung bei dem Anbieter, da er es auch nach einem halben Jahr nicht schaffte, die Verträge zu trennen (sie wurden alle zu unterschiedlichen Zeiten abgeschlossen), immer wieder das falsche Konto hatte und scheinbar ganz und gar nicht verstand, was ich denn nun wollte.

Im System hatte man nicht die Korrespondenz, konnte sie daher nicht einsehen, hatte aber auch sonst nicht viel Einsehen in unsere Problematik.

Also wechselte ich den Anbieter (ich hatte keine Laufzeitverträge) und wählte die Rufnummernmitnahme.

Und wieder schaffte man es nicht, die Verträge zu trennen. Während ein Vertrag zum 03. Juli übernommen werden sollte, sollten die zwei anderen erst zum 15. Juli portiert werden.

Vorsorglich abgestrippt hat man aber alle drei! Ein Aufruf an alle Zertifizierungsfachleute! Macht denen bitte ein Angebot! Da weiß Links doch nicht, was Rechts tut (wenn überhaupt dort jemand etwas weiß).

Jetzt sind wir seit Anfang der Woche damit beschäftigt, die scheinbar an Sauerstoffmangel und damit an Energie leidenen Mitarbeiter um eine entweder vorzeitige Weitergabe der Rufnummern oder eben ein erneutes Freischalten bis zum 15. zu bewegen. Jeder zweite sagt uns die vorzeitige Weitergabe zu, aber erfolgen tut sie nicht und die anderen 50 % behaupten, dass gehe gar nicht und wir hätten das ja absichtlich so bestellt…

Es war bisher nicht möglich, überhaupt EINEN Entscheidungsträger ans Telefon zu bekommen. Die Callcenter-Damen und Herren können ja nicht unbedingt etwas dafür. Da läuft das wie bei uns im Kindergarten. Es macht immer ein anderer was, dann ist auch keiner wirklich Schuld.

Ich bin ernsthaft angepisst. Ja, so deutlich will ich das mal sagen! Vielleicht kann ein Callcenter – Mitarbeiter 80 % der Probleme beheben, aber wenn es nicht geht, dann sollte doch mal eine höhere Instanz eingeschaltet werden können.

Aber O…. hat ja wegen Reichtum geschlossen. Wenn die so weitermachen, wird ihr Marktanteil plötzlich enorm schrumpfen, sie werden teure Marktforschungsaufträge dafür vergeben und die Rücklastgebühren auf 25,– Euro raufsetzen.

Habt ihr in euren Konzernen keine Controller mehr? Mache mich erbötig, hier mal auszuhelfen und den Schweinestall aufzuräumen!

Ich habe irgendwo mal gelesen, dass die Weltwirtschaft eines Tages aus etwa 100 Monopolisten bestehen wird. Nun, der Trend zeichnet sich wirklich ab. Und damit sind wir Verbraucher wieder mal hinten dran.

Ach so: Suche Brieftauben! Kennt sich da jemand aus?

Gleichzeitig möchte ich mich bei meiner geneigten Leserschaft entschuldigen, dass sie mit diesem Beitrag als mein Wutpuffer benutzt wurde. Mit Kräutern hat das ja eindeutig nicht zu tun. Aber mit Dampf ablassen. Soo… mir hat das erst einmal geholfen. Und vielleicht ja doch dem Einen oder Anderen, der ähnlich schlechte Erfahrungen mit unseren Multis machen musste… ich finde, es sollte einfach mal gesagt werden. Bevor sich mein Magengeschwür hier wieder heimisch fühlt, wollte ich deren Inkompetenz (und auch verbale Inkontinenz) einmal schwarz auf weiß hinterlassen.

Ich wünsche allen eine gute Verbindung!

Und… wenn euch auch Ähnliches passiert ist, lasst den Ärger ruhig hier. Mir hat der Beitrag schon geholfen. Auch wenn ich mich mindestens noch 10 Tage lang mit meinem Laptop im Gepäck auf Reisen begebe, um meine Familie im Notfall wenigstens per Email kontaktieren zu können.

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