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Archive for Dezember 2016

Der letzte Artikel hat bei einigen Lesern Fragen aufgeworfen. Das ist nicht verwunderlich, denn in den normalen Medien finden wir keinerlei negative Schlagzeilen zu diesen Nervengiften. Ich bin leider in Chemie nicht sonderlich bewandert, aber wer es jetzt genau wissen möchte, der sollte einmal hier schauen: Die Autorin hat des Öfteren durch diese Flohmittel geschädigte Hunde in der Praxis und erzählt die bittere Wahrheit. So schlimm hab selbst ich das nicht eingeschätzt! Die Nebenwirkungen treten viel häufiger und schwerer auf, als ich dachte. Da frage ich mich ernsthaft, ob unsere Tierärzte so blauäugig sind, einfach nur das Geld sehen, oder diese massive Vergiftung wirklich für das kleinere Übel halten …

Sollte Letzteres der Fall sein, erwarte ich mir zumindest eine Aufklärung vom Arzt, damit ICH das entscheiden kann.

 

 

 

 

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Oft bringt es ja erst die Heizperiode an den Tag: Da haben doch tatsächlich Flöhe in irgendwelchen Ritzen überlebt. Wir lesen ja immer und überall, das etwa 90 % der Blutsauger nicht am Tier, sondern in der Umgebung ablauern.

Schon deswegen finde ich es ziemlich daneben, unsere Haustiere mit der Chemiekeule zu behandeln. Von Spätschäden (Leber) mal ganz abgesehen. Bevor hier jemand mit mir eine Grundsatzdiskussion anfangen will, bitte ich ihn, doch mal ENGLISCHE Studien zu diesen Giften zu lesen. In Deutschland wirst du kaum etwas Negatives finden.

Es mag Ausnahmen geben. Wenn ich ein Tier finde, das so befallen ist, das eine einmalige Keule wirklich hilft (was noch zu beweisen wäre) … aber die prophylaktische Dauerbehandlung halte ich für absolut fahrlässig. Vor allem, wenn es auch anders geht.

Zum Beispiel so:

Das sind keine Karamellbonbons, sondern Hundesnacks aus zwei Zutaten, die gegen Flöhe und Zecken helfen und super für die Haut sind.

Genaugenommen ist das Rezept kein Geheimnis. Es enthält Kokosöl, das für sich schon genommen eine erstaunliche Menge an gesundheitlichen Vorteilen birgt und Bierhefe. Kokosöl bekommen meine Hunde schon lange (innerlich) und bisher waren wir damit zeckenfrei. Bierhefe ist unter Hundehaltern auch ein alter Hut, weil sie super für die Haut ist. Anscheinend hält sie ebenso wie das Kokosöl Zecken und Flöhe fern. Ich habe leider noch keine Bierhefe anwenden können, weil meine Hunde glutensensitiv sind. Zum Glück gibt es aber inzwischen Glutenfreie.

Beim Kokosöl zeichnet hauptsächlich die Laurinsäure für den Zeckenschutz verantwortlich, was es bei der Bierhefe ist, weiß ich nicht. Vielleicht schlicht und einfach ein gesundes Hautmillieu.

Ich habe mir also aus den beiden gesunden Zutaten kleine Leckerlis gegossen. Da meine Hunde klein sind und damit etwa einen Teelöffel Kokosöl pro Tag brauchen, habe ich eine Silikonform für Minieiswürfel erworben. Zwei Teile Kokosöl mit einem Teil Bierhefe gemischt, sanft geschmolzen und in die Form gegossen. Die Bierhefe sinkt beim Erkalten etwas ab.

So … ich werde euch berichten. Mit Flöhen und Zecken hatten wir ja bisher auch keine Probleme (festaufholzklopf), aber ich verspreche mir von den Häppchen jetzt auch eine deutliche Fellverbesserung bei meinem hautgeplagten Mops. Seine Diagnose ging ja von Demodex-Milben über Hautpilz, bis jetzt zuletzt zu Impfschaden. Letzteres scheint zu stimmen, den auf die Behandlung spricht er leicht an. Natürlich werde ich euch vom weiteren Verlauf berichten.

Wenn das bei euch nicht reicht, der Flohdruck einfach zu hoch ist, gibt es noch andere Mittel. Ich habe sie hier schon mal beschrieben:

https://earthwitch.wordpress.com/tag/floehe/

Im Prinzip „behandelt“ ihr hauptsächlich Liegeplätze und Umgebung und unterstützt das Ganze mit ätherischen Ölen. Bitte nicht aufgeben, wenn es nicht gleich klappt. So hab ich zum Beispiel bei Zecken beste Erfahrungen mit Patchouli gemacht. Andere mit Eukalyptus, Geranie, oder Zeder. Vielleicht müsst ihr probieren. Wichtig natürlich: Auch hier darf das Tier nicht zum Lecken rankommen. Ich mach manchmal einfach ein, zwei Tropfen auf das Halsband. Bei großen Tieren kann es Sinn machen, auch einen auf (oder unter) den Rutenansatz zu machen.

Jetzt, zu dieser Jahreszeit, werdet ihr euch aber draußen kaum noch was fangen. Wie ihr die Liegeplätze flohrein haltet, findet ihr unter obigem Link.

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