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Archive for the ‘Das Wissen der Mütter’ Category

Es war wieder ein Jahr der Prüfungen für mich. Treue Leserinnen haben sich das durch den verwaisten Blog vielleicht schon gedacht. Olaf Rippe von natura-naturans kündigte 2016 als Jahr an, „in dem die Sterne streiten“. „Na klasse“, dachte ich damals, glaubte mich persönlich aber relativ sicher, da die Vorhersage eher global gemeint war.

Ja, die Sterne streiten. Aber warum mit mir?

Sie stritten nicht nur mit mir. In meinem Umfeld gab und gibt es vermutlich noch viele Krisen zu meistern. Also rüsten wir uns!

Ich gönnte mir gerade eine Teilnahme an den Frauenheiltagen von natura-naturans. Sehr oft nehme ich die Angebote dort nicht wahr, was aber hauptsächlich der Entfernung geschuldet ist.

Die Gästeliste versprach Aufregendes. Und so war es denn auch:

 

Zunächst lauschten wir einem bewegenden Vortrag von Prof. Dr. Ingrid Gerhard. Sie machte eindringlich klar, wie sehr unsere Gesundheit und unser Gefühlsleben den Hormonen unterworfen sind. Eigentlich nichts Neues, gerade für uns Frauen. Erschreckend jedoch: die vielen hormonähnlich wirkenden Substanzen in unserer Umwelt. Ja, auch das wusste ich bereits. Schon mein Zahnarzt entfernte mir die damals so bejubelten Plastikplomben, die östrogenähnliche Wirkungen haben sollten und dem alten Amalgam da wohl kaum an Gefährlichkeit nachstanden. Er zeigte mir einige überzeugende Studien aus Schweden und den USA. Doch „wissen“ und „bewusst werden“ sind zwei unterschiedliche Dinge.

Prof. Dr. Ingrid Gerhard befasst sich seit Jahrzehnten mit der Problematik der Umwelteinflüsse. Vielen von uns ist der Holzschutzmittelskandal noch in reger Erinnerung. Aber haben wir daraus gelernt? Mitnichten. Über 200 Stoffe stellen uns Industrie und Landwirtschaft „zur Verfügung“, die unsere sensiblen Systeme aufs Gefährlichste belasten. Welche das sind, warum einige schon in anderen Ländern, aber nicht in Deutschland verboten sind und was wir trotz Allem tun können, erfahren wir in unseren Medien nicht. Diese Informationen müssen wir uns selbst beschaffen. Zum Beispiel bei Frau Dr. Gerhard:

http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/

Als wertvollen Tipp gab uns Frau Dr. Gerhard auch noch die App „ToxFox – Der Produktcheck des BUND“ mit auf den Weg, mit der man die Inhaltsstoffe von Kosmetika sofort überprüfen kann. ToxFox lebt vom Mitmachen. Da könnte natürlich auch mal jemand Inhaltsstoffe ein wenig „schönen“. Mitdenken ist daher immer erlaubt.

Auch die App „Codecheck“ von Codecheck.info ist einen Blick wert. Sie überprüft neben Kosmetika auch noch Lebensmittel.

Beide Apps sind kostenlos. Wer kein Smart- oder Iphone besitzt, kann auch direkt auf den Webseiten die Codes eingeben.

Danke Frau Prof. Dr. Gerhard für diesen Tipp!

 

Das Kontrastprogramm zu chemischen Formeln und medizinischen Studien bot uns schließlich Marlis Bader. http://www.marlis-bader.de/

Vor allem den Räucherfreudigen dürfte sie längst ein Begriff sein. Es soll ja noch immer Menschen geben, die Räucherwerk nur für Schall und Rauch halten, aber die würzigen Wolken können viel, viel mehr. Schon seit Urzeiten werden Räucherungen zum Schutz, zu Heilzwecken und für die Seele eingesetzt. Medizinische Räucherungen waren aber nicht das aktuelle Thema. Marlis Bader ging auf die Kraft des Heilrituals ein.

Für mich fiel da ein wichtiger Kernsatz: „Irgendwann nehm ich die komplette Verantwortung zu mir!“

Das schreibt euch auf! Das ist so was von essentiell. Das gilt für alle Lebensbereiche: Die Verantwortung übernehmen. Etwas, was heute kaum noch jemand macht. Wie schnell finden wir die „Schuld“ bei anderen! Aber gerade für unsere Gesundheit müssen WIR die Verantwortung übernehmen. DANN ist Heilung möglich!

Bitte nicht falsch verstehen: Damit ist nicht gemeint, jedem Arzt und Therapeuten die Freundschaft zu kündigen. Damit ist einzig und allein gemeint, sein Hirn einzuschalten, besser noch den Bauch und SELBST zu entscheiden, welchen Weg man geht. Und dann dazu auch zu stehen. Ob das der Schulmedizinische oder ein Alternativer ist, liegt bei euch.

Für ein Heilritual entscheide ich mich meist, wenn die anderen Wege erfolglos waren. Mit dieser Intention, mit der Eigenverantwortung und dem wirklichen Wollen (manch einer profitiert doch von den Umständen seiner Krankheit und will sie nicht loslassen), kann ein Heilritual gewaltige Kräfte entfalten.

So einem Ritualbeispiel durften wir folgen. Obwohl es nicht wirklich praktiziert wurde, war doch die Kraft spürbar.

Für jeden Räucherfreund und die, die es werden wollen, sind die Bücher von Marlis Bader Pflicht. Schon allein, weil sie unserer Räucherkultur näherstehen: Marlis bevorzugt einheimische Kräuter. Da freuen sich nicht nur Herz und Seele, sondern auch der Geldbeutel.

 

Margret Madejsky schließlich, die diese Veranstaltung mit ihrem Team ins Leben gerufen hatte, gab uns wertvolle Tipps zum Entgiften, speziell in Bezug auf unsere hormonelle Balance. Ja, auch da wusste ich schon Einiges. War ja nicht zum ersten Mal hier. Aber Asche auf mein Haupt … Da war doch was mit dem Wissen und Umsetzen …

Als wunderbaren Entgiftungstrank empfahl sie uns unter Anderem einen Leberentlastungstrank mit Kurkuma und Zitrone.

Den verrate ich euch hier nicht … Ihr könnt euch gern mal mit natura-naturans selbst befassen. Oder mit Google. Aber Letzteres kann auch einige Obskuritäten an den Tag bringen. Ein Blick auf die Webseite http://www.natura-naturans.de ist auch für die wertvoll, die eben nicht bis nach München reisen können. Viele Beiträge sind hier kostenlos online gestellt und man kann sich jeden Vortrag auch als DVD bestellen.

 

Am nächsten Tag durften wir Dr. rer. nat. Ursula Stumpf genießen. Ja, „Dr. rer. nat.“ Das mag man so gar nicht glauben, wenn man Ursula erlebt. Sie ist so natürlich und menschennah, wie deine beste Freundin und nicht etwa zurückhaltend oder dozierend, wie solche Titel manch einen befürchten lassen. (Ich hoffe, Ursula nimmt mir das nicht krumm).

Ich habe Ursula Stumpf (die Titel lass ich jetzt mal weg, bei meiner Freundin würde ich die auch nicht voransetzen) meine intensive Zuwendung zu Heilkräutern zu verdanken. Ihr erstes Buch über Seelenkräuter (Es hieß glaub ich, „Kräuter für Wellness …“) hat mich ins Leben zurückgeholt. Ich habe mich zwar schon von Kindesbeinen an für Kräuter interessiert, aber eben auch diese nicht wirklich „ernst“ genommen. Erst eine schwere Lebenskrise ließ mich nach pflanzlichen Verbündeten suchen. Ich dachte damals, wenn Krankheiten seelische Ursachen haben, dann müssten doch auch Kräuter bei kranken Seelen helfen. Dann fand mich dieses Buch. Ursula war meines Wissens die Erste, die Kräuter und Seele in Verbindung brachte. Aus diesem Buch hab ich auch meinen „Scheiß-Egal-Tee“ geklaut, der so wirkt, wie er heißt. Bei Ursula heißt er, glaub ich, „Tee für funktionelle Herzbeschwerden …“ Dieses wirksame Rezept nutze ich schon so lange, dass ich über Jahre nicht mehr sicher war, wo ich es eigentlich her hatte. Es war mir während meiner Panikattackenzeit eine große Hilfe. Ich habe diesen wunderbaren Tee dann auch etwas später unverfänglich mit „Gelassenheitstee“ betitelt und das Rezept bereit gestellt. Ihr findet es hier. Er wirkt wirklich wunderbar, bringt Ruhe im Sturm, sollte aber, wie alle Heiltees, nicht zur Gewohnheit werden.

Natürlich hab ich auch alle ihre Bücher im Regal. Keine Frage! Und ganz besonders freue ich mich über zwei Neuerscheinungen von ihr:

 

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Unsere Heilkräuter

und

 

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Meine Pflanzenmanufaktur

 

 

Das Bestimmungsbuch ist eines der Besten, das mir bisher untergekommen ist:

– gute Farbfotos UND

– hilfreiche Detailzeichnungen

– Heilrezepte

– Seelenwirkung.

Die Kombination von Detailzeichnung und Foto ist wunderbar. So hab ich zum Beispiel das erste Mal in meinen langen Kräuterhexenjahren ein exaktes Unterscheidungsmerkmal von Ackerschachtelhalm und Sumpfschachtelhalm gefunden, dass NICHT vom Fruchtstand abhängig ist. Eine eindeutige Kaufempfehlung, zum Beispiel über obigen Link.

Meine Pflanzenmanufaktur“ ist vielleicht nicht für jeden etwas, aber für Kräuterfrauen wie mich ganz bestimmt: Hier wird mit Kräutern kreativ gearbeitet. Von nützlichen Dingen wie dufte Körbchen, Pflanzenfarben, Schneebesen, bis zu spielerischen, wie einen „Nütztnichts„. Na und gerade den, den werde ich wohl brauchen, diesen Nütztnichts.

Für mich Wissenshungrige total interessant, war die Herstellung von Birkenpech. Das will ich schon lange wissen und habe die kläglichen Versuche einiger Geschichtsprofessoren in Steinzeitcamps verfolgt. Aber Ursula hat diese Hürde gemeistert. Da kommt dann wohl doch die Apothekerin mit ihrem fundierten Wissen über chemische Vorgänge durch. Eine Apothekerin, die sich den Heilpflanzen verschrieben hat, fundierter kann Wissen nicht kommen.

Das mit dem Birkenpech versuche ich demnächst auch. Ich werde euch berichten. Leider sind Birken bei uns recht rar.

Ursulas empfehlenswerte Webseite findet ihr hier:

http://www.kraeuterweisheiten.de/

 

Auch die nächste Referentin konnte einen Dr.-Titel vorweisen. Und ich freue mich jedesmal, wenn Medizinstudium und Kräuterwissen zusammenkommen. Ebenfalls eine unschlagbare Kombination. Ich spreche von der Frauenärztin Dr. Heide Fischer. Spätestens nach der Aufforderung: „Laden Sie Ihre Nachbarinnen doch mal zum Vaginalzäpfchen gießen ein„, das ihrem Buch „Frauenheilpflanzen“ entnommen ist, haben auch ihre Werke einen festen Platz in meinem Regal. Ich habe damals beim Lesen dieser Idee lachend quer über dem Buch gelegen. Meine lieben aber erzkonservativen Nachbarinnen – beim Gießen von Vaginalzäpfchen. Dazu einen Kaffee …   Wer Heide Fischer life erlebt, wundert sich allerdings nicht mehr. Sie hat einen herrlichen Humor.

Rezepte aus diesem Buch habe ich schon öfter erwähnt, zum Beispiel die „Feuer im Becken„- Salbe, aus dem Artikel „Wenn die Lust zur Last wird“.

Wer sich mit den normalen kleinen bis mittleren Beschwerden des Frauseins befassen muss, oder auch mal näher ins Frausein spüren will, der ist mit diesem empfehlenswerten Buch sehr gut beraten. Wer jedoch ein größeres Päckchen zu tragen hat, der sollte mal in die anderen Werke schauen. Ja sogar eine Meditation gibt es von Heide Fischer, die ich inhaltlich zwar gut finde, mit der Sprechstimme werde ich aber nicht warm.

Auch Heide Fischer hat etwas Neues herausgebracht:

 

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Ab 40

 

Nach ihrem Vortrag zum Thema „Hormone“ und dem Studium dieses Buches habe ich festgestellt, dass auch ich in den letzten 15 Jahren hormonell völlig falsch gelegen habe … Ich bin dabei, die Tipps umzusetzen. Natürlich werde ich berichten, ob mir das gelungen ist.

Obwohl auch Heide Fischer über ein ernstes Thema referierte, brachte sie uns mit ihrer sympathischen, fröhlichen Art mehrfach zum Lachen. Eine unkomplizierte Frau. Jedenfalls uns gegenüber. Ich könnte mir vorstellen, dass sie bei einer konservativen, mit hochdosierten Hormonen behandelnden Ärzteschaft, schon die Zähne zeigen kann. Wer mehr wissen will: http://www.frauen-naturheilkunde.de/

 

Olaf Rippe kam uns dann „sinnlicher“. Gibt es ein schöneres Heilmittel, als die Liebe? Sogar einen Liebestrank durften wir für die Anwendung zu Haus mitnehmen. Dazu folgt hier jetzt nicht mehr. Lasst eurer Fantasie freien Lauf. Es lebe die Venus!

 

Gabriela Nedoma haben wir es zu verdanken, dass sowohl die Gemmotherapie (Knospentherapie), als auch die wirklich pure Naturkosmetik wiederbelebt wurde. Ihr Vortrag ließ uns in Großaufnahmen von Knospen und deren Querschnitten schwelgen, die uns in völlig neue Welten enführten. Oder wusstet ihr, dass eine sich gerade öffnete Knospe im Inneren Lichter erzeugt? Ein Minikosmos …

http://www.gruenekosmetik.at/index.php

Eine ebenfalls sehr empfehlenswerte Seite. Gabriela gibt auch einen Newsletter heraus.

 

Natürlich gibt es auch von Gabriela zwei empfehlenswerte Neuerscheinungen:

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Vegane Kosmetik

In Zusammenarbeit mit der genialen Siegrid Hirsch (deren Bücher auch ins Regal gehören!)

und

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Das große kleine Buch: Naturwaschmittel aus Wald und Wiese

 

„großes kleines Buch“ ist absolut treffend. Es ist, anders als es hier vielleicht scheinen mag, wirklich ein kleines Bändchen. Es werden auch „nur“ Rosskastanie, Seifenkraut und Efeu besprochen. Aber das ausführlich. Für mich gab es da doch noch was zu lernen. An Efeu als Hustenmittel hatte ich mich in Eigenregie bisher nicht ran gewagt. Da musste ich doch zum Apothekenmittel greifen. Was mir an den käuflichen Mitteln aber so gar nicht behagt, sind die Zusatzstoffe.

 

Vollgepackt mit Wissen und Inspiration fuhr ich nach Hause. Es gibt viel zu tun! Ich kann jeder nur empfehlen, bei den nächsten Frauenheiltagen dabei zu sein. Das tun wir für uns! Und damit auch für unsere Familien!

Wer nicht kann: Da gibt es ja immer noch die DVD´s …

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Aufgrund einiger Anfragen aber zunächst ein Nachtrag zu den Algen:

Ja, Algen sind wertvoll, sowohl als Lebensmittel, als auch als Heil- und Pflegemittel. Gemahlen werden sie gern in Kosmetikprodukten (meist wegen des Alginats) verwendet. In der Volksmedizin werden sie zur Senkung von Cholesterin und Blutdruck, zur Stärkung des Immunsystems und gegen Krebs eingesetzt.

Bevor sich hier gleich wieder die Trolle versammeln (ich hatte diverse Angriffe bei meinem Artikel zum Strahlenschutz zu verzeichnen):

Natürlich gibt es wegen der Krebswidrigkeit keine EU-Studie. Das will niemand. Wir reden hier von Volksmedizin. Es ist durchaus möglich und wahrscheinlich das Japan da Einiges hat und natürlich auch die englischsprachigen Länder, wo Heilpflanzenforschung noch groß geschrieben wird (bei uns nicht!). Aber so eine Studie ist in der Ausführung sehr teuer und wer die Ergebnisse lesen will, muss ebenfalls tief in die Tasche greifen. Da kostet so ein Artikelchen gern mal zwischen 60 bis 100 Euro. Bitte seht es mir also nach, wenn ich nicht überall eine Quelle angebe. Wenn ich nicht irre, hat zur Krebswidrigkeit die Uni Hamburg etwas veröffentlicht. Ernsthaft Interessierte, die es ganz genau wissen wollen, können das googeln. Aber ich darf euch verraten, dass die Studien (auch die deutschen) meist in Englisch mit sehr viel Fachvokabular abgefasst werden.

Wer unter Krebs leidet, wird sicherlich nicht auf die Idee kommen, jetzt einfach nur Alge zu essen und mehr nicht. Bei so einer komplexen schweren Krankheit, die m. E. nicht nur eine einzige Ursache hat, informiert man sich gründlich um seinen EIGENEN PERSÖNLICHEN Heilungsweg zu finden. Es hält euch natürlich niemand davon ab, andere, die es geschafft haben, nach deren Weg zu fragen. Vielleicht könnt ihr dann einen Ähnlichen gehen.

So! Ernstes Thema erledigt. Nun zu mehr Spaß!

 

Das Algen lecker sein können, hatte ich im vorherigen Artikel ja schon erwähnt. Nun wurde ich nach dem Salat von unserem Wochenmarkt gefragt. Hierbei handelt es sich um Riementang (Himanthalia elongata), der dort mit Chili und Öl angemacht wurde. Er sieht aus wie grellgrüne Spaghetti, wird daher auch oft Spaghettialge genannt und kommt sogar hin und wieder bei uns vor.

 

Aber zurück ins Binnenland: Meine letzte Kräutertour führte mich in unseren (Schleswig-Holsteins) letzten Urwald. Naja, fast… ein beinahe Urwald könnte man sagen. Er wird auch dementsprechend geschützt, aber rundherum gibt es eben auch Bodenbewirtschaftung und die hier allgegenwärtigen „Bio“-gasanlagen. Ja, ich hab was gegen diese. Wer das nicht hat, wohnt entweder nicht dazwischen, ist kein Imker, verdient sein Geld damit, oder hat sich mit der Materie noch nicht tiefer befasst. Eine dieser Anlagen, eine von den großen, hat leider Flora und Fauna eines natürlich Bächleins hier nachhaltig gekillt. Kann ja mal passieren… kostete auch etwas Bußgeld.

Aber zum Glück ist der Riesewohld nicht ganz klein und man kann immer noch etwas finden. Ich komme ursprünglich aus Niedersachsen und stelle immer wieder fest, dass die Wälder hier im Gegensatz zu denen dort, wirklich artenarm sind. Schleswig-Holstein ist ohnehin das waldärmste Bundesland. Umso erfreuter war ich dann auch, als ich dieses Pflänzlein, das in Niedersachsen üppig in den Wäldern wächst, hier fand:

 

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Der „Türöffner“ zum Feenreich

 

Die Schlüsselblume! Die wilde Urmutter unserer Gartenprimeln ist ein magisches Pflänzlein. Allein ihre Heilwirkung ist fantastisch. Weithin bekannt ist sie als Hustenmittel. Schleim wird dabei besonders schonend abgehustet (wg. des hohen Saponingehaltes), was sie gerade für ältere Menschen interessant macht. Aber das ist längst nicht alles: Sie ist ein Seelenschmeichler. Wirkt beruhigend und schmerzstillend, lindert Migräne und Kopfschmerzen. Auch zur Vorbeugung von Schlaganfällen wurde sie eingesetzt. Sie ist so mild und beruhigend, dass sie auch Kindern als Schlaftee oder bei Nervosität gegeben wurde. Sie wirkt herzstärkend und krampflösend (auch Wadenkrämpfe). Für uns Erwachsene ist sie in Form eines Likörchens natürlich besonders lecker.

Hildegard von Bingen empfiehlt Himmelschlüsseltee gegen Schwermut (Himmelschlüssel… was „erschließt“ uns das Pflänzchen im seelischen Bereich?).

2 Teel. reine Blüten auf eine Tasse. Sehr wohlschmeckend (aber bitte nicht wild sammeln – geschützte Pflanze!).

Auf einem anderen Kräuterblog hab ich sogar gefunden, dass man nun ihre Wirkung bei Krampfleiden wie Epilepsie oder Parkinson untersucht. Das gibt doch Hoffnung!  ( www.Kraeuter-verzeichnis.de)

Die Blüten wurden Wein beigefügt und die Blätter den ersten Frühlingssalaten. Ja, es wurde sogar direkt aus den Blüten ein lieblicher Wein hergestellt, was heute kaum noch machbar ist, weil die Pflanze zu Recht unter Naturschutz steht und auch sehr selten geworden ist. Die Kelten fügten die Schlüsselblume ihren Rezepturen bei, da sie die Wirkung der anderen Kräuter erhöhte.

Wer mit einer ungeraden Anzahl Schlüsselblumen (muss aber die richtige sein), an einen Feenhügel klopft, der kann eintreten und mit dem kleinen Volk feiern. Nein… mir ist es noch nicht gelungen. 😉

Auf alle Fälle ist diese zauberhafte Blume eine tiefere Betrachtung wert. Wäre es nicht eine nette Idee, sie ihm eigenen Garten anzubauen?

Die Schlüsselblume wirkt auch entwässernd, genau wie die nächste Pflanze, der ich im Riesewohld begegnen durfte:

 

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Winterschachtelhalm

 

Dem Winterschachtelhalm!

Er ist kaum zu übersehen, da er bis zu 1,50 Meter hoch werden kann. Ohne Blätter und Zweige, aber eindeutig ein Schachtelhalm und außerdem sehr dekorativ (ihr könnt ihn für gutes Geld in Gärtnereien erwerben). Da außer dem Ackerschachtelhalm alle Schachtelhalme leicht giftig sind, sollte er innerlich nicht angewendet werden, obwohl man früher die jungen schmackhaften Frühjahrssprosse durchaus verzehrt hat. Vermutlich ist die Wirkstoffdichte dann noch nicht so hoch.

Er wirkt stark entwässernd und wird genutzt bei:

schweren Beinen, geschwollenen Beinen, Bauchwassersucht, Juckreiz

Man kocht den Schachtelhalm über Dampf weich oder kocht einen Tee (25 min), den man zum Badewasser gibt.
Gut für Fußbäder (bis Wadenhöhe) oder Sitzbäder (bis Nierenhöhe). Auch als Umschlag möglich. (nach Angelika und Chris Lenz)

Ich möchte auch hier nicht unerwähnt lassen, dass man bei Problemen mit Wassereinlagerungen immer erst einen Heilkundigen aufsuchen sollte, um die Ursache zu klären!! Auch permanentes Entwässern gehört in fachkundige Hand.

 

Den ungiftigen Vertreter, den Ackerschachtelhalm, empfiehlt der Kräuterpfarrer Hermann-Josef Weidinger sogar bei bösartigen Tumoren, Geschwüren und Krebsleiden. Dazu soll der Kranke die betroffenen Stellen etwa 15 Minuten den Zinnkrautdämpfen (dampfender Absud) ausgesetzt werden und morgens und abends eine Tasse Zinnkrauttee getrunken werden. Nach drei Wochen eine Woche aussetzen…

Die Empfehlung mag dem wirkstoffkundigen Anwender ins Staunen bringen. Punktet das Zinnkraut doch vor allem wegen seiner Mineralstoffe und besonders der Kieselsäure. Nicht umsonst empfiehlt sie Maria Treben für alle „alten Frauen ab 40“, damit sie starke Knochen behalten. Aber das Zinnkraut ist durch die Kieselsäure ja „pflanzlicher Bergkristall“ (Storl – wenn ich nicht irre...). Vielleicht erklärt das sein Potential?

 

Aber mein Weg führt mich tiefer in den Wald und da wird mir gleich österlich zu Mute. Ihr kennt das sicher!

 

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Weidenkätzchen

 

Als Kräuterhexlein macht es mich natürlich ein wenig traurig, den Weidenschnitt zu sehen. Aber so komme ich zumindest zu einem Ostersträußchen, ohne selbst Hand an die Sträucher gelegt zu haben. Als Kind habe ich immer versucht, diese streichelzarten Kätzchen so lange wie möglich aufzubewahren. Aber wusstet ihr, dass sie auch eine große Heilwirkung besitzen?

Ihr kennt bestimmt längst die Heilwirkung der Weidenrinde, die aufgrund ihres Salicylgehaltes wie Aspirin wirkt, ohne dessen magenschädigende Wirkung zu haben. Die bei der Azetylsalizylsäure befürchteten Magenblutungen können hier nicht auftreten. Weidenkätzchen haben eine ähnliche Wirkung, aber ihr Haupteinsatzgebiet sind Schlafstörungen und Nervenschwäche. Weidinger empfiehlt hierzu einen mit Honig gesüßten Tee 1/2 Stunde vor dem Schlafengehen. Die Wirkung lässt sich vermutlich auch durch den Bromkaliumanteil erklären. So eine Art pflanzliches Schüßlersalz, könnte man sagen (Kalium Bromatum Nr. 14).

Wer einen Garten hat, braucht die Weidenzweige nach Ostern nicht fort werfen. Sie wachsen an!

 

Aber nicht nur die Weidenkätzchen auch die Birkenkätzchen sind verwertbar, sogar kulinarisch.

Ja, ich weiß, ihr armen Pollengeplagten! Aber ich denke, es gibt Hoffnung. Wie zum Beispiel Brennnesseltee (ab sechs Wochen vor der kritischen Zeit getrunken – englische Kräuterheilkunde), Zedernöl (bitte nachlesen bei Eliane Zimmermann) und natürlich eine Ernährungsumstellung.

Ich möchte jetzt kein Augenrollen sehen. Ihr müsst so etwas ja nicht auf Dauer machen. Ich bin z. B. Gelegenheitsveganer. Meist ess ich Fleisch nur aus Bequemlichkeit. Das gibt es nun mal in jedem Supermarkt, gutes Gemüse und Obst muss man allerdings schon suchen. Und die Bioabteilungen werden hier bei uns immer kleiner. Wenn ich mal wieder zu einem „Veganertreff“ gehe, dann nehme ich mir immer vor, viel mehr davon in meinem Speiseplan aufzunehmen. Denn das geht auch lecker. Ohne Tofu, ohne Soja…

Ich möchte euch daher ein interessantes Rezept nicht vorenthalten. Das geht noch einen Schritt weiter und ist reine Rohkost. Aber die Autorin beschreibt, dass sie selbst als ehemalige Pollenallergikerin sich nun diesem Genuß hingeben kann. Einen Versuch ist Rohkost (über einen längeren Zeitraum) daher vielleicht auch für Pollenallergiker einmal wert. Aber bitte das Brot erst genießen, wenn man nachweislich nicht mehr allergisch ist:

 

Birkenbrot
250 g Mandeln
2 Handvoll männliche Birkenblüten
1 Karotte
½ TL Koriandersamen
100 g Leinsamen

nach Geschmack Meersalz, 1 Knoblauchzehe oder Schnittlauch oder für eine süße Variante Rosinen und Zimt

Mandeln über Nacht in Wasser einweichen, das Einweichwasser abgießen und die Mandeln waschen. Die Birkenblüten vom Blütenstand abrebeln. Die Mandeln mit der Karotte, den Birkenblüten, Koriandersamen und den Zutaten nach Geschmack im Mixer oder Zerkleinerer klein hacken. Dann die Leinsamen getrennt davon im Mixer/Zerkleinerer grob mahlen und anschließend unter die Mandelmischung rühren. Bei Bedarf etwas Wasser zugeben.

Einen Brotlaib formen und in etwa 2 cm dicke Scheiben schneiden. Diese nebeneinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech oder Gitter legen und im Backofen oder in einem Lebensmitteltrockner bei Temperaturen unter 40 °C trocknen.

 

Dieses und andere höchst spannende Rezepte (z. B. auch zum Riementang) findet ihr hier:

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Meine liebsten Wildpflanzen rohköstlich

 

Dann mal raus mit euch! Noch habt ihr nicht so die Qual der Wahl. Wenn aber erst alles richtig grünt…

 

 

 

 

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Eigentlich wollte ich ja schon längst weg sein. Auf großer Kräutertour… das Wissen unserer Mütter sammeln. Wer diesen Blog verfolgt, hat allerdings auch alle Steine kennengelernt, die mir in den Weg gerollt wurden. Das waren zum Einen die ewigen Ausfälle meines nagelneuen Hobby Wohnmobils, zum Anderen aber auch private Hindernisse.

Jetzt ist es einigermaßen startklar (nur die Heizung ist nicht so ganz in Ordnung und die maroden Drehsitze werde ich wohl nie ersetzt bekommen) und dann musste mein Papa ins Krankenhaus. Zum Glück nichts Schlimmes, wohl aber in der Mobilität (seiner) sehr beeinträchtigend. Also irgendwas ist immer. Ihr kennt das sicher.

 

Darum bin ich einfach losgefahren. Ja, es werden, wie im letzten Jahr auch, zunächst sicher wieder nur kleine Mehrtages – Etappen werden, bis sich die Situation mit meinem Vater geklärt hat.

 

Ich nutze die Zeit und besuche die schönen Orte, die im Sommer sicherlich mehr als überlaufen sind. Mein erster Anlaufplatz ist ein traumhafter Stellplatz in Maasholm:

 

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Maasholm – auch bei trübem Wetter eine Reise wert

 

 

Ich dachte, um diese Zeit wäre hier kein Mensch. Da irrte ich mich aber gewaltig. Es stehen schon einige Wohnmobilsten hier, die ebenfalls den wunderbaren Meeresstellplatz (ja, für alle die, die es nicht wissen: die Schlei ist ein Fjord und kein Fluss!) genießen. Direkt am Wasser stehen, erstklassige, penibel saubere Sanitäranlagen und ein spitzenmässiges Bistro, direkt am Yachthafen. Die Inhaber haben ein Herz für Wohnmobilisten und geben gern ihren leckeren Cappuccino mit samt Tasse ab, schlicht darauf vertrauend, das es wiederkommt, das Porzellan. Ohne Pfand…

Aber es soll hier ja nicht vorrangig um Stellplätze gehen. Sondern um Kräuter und Wildgemüse. Da hab ich mir vor Jahren schon Maasholm auf die Wunschliste geschrieben, denn hier gedeiht ein Kraut, das ich besonders mag, in üppigen Mengen… und das sollte gerade jetzt im März Erntezeit haben…

 

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Das leckerste Wildgemüse Maasholms – noch sehr zurückhaltend

 

Nein, das ist keine wundersame Tentakel eines außerirdischen Wesens – normaler Weise sollten aus den dunklen Knospen bereits wunderbare krause tief violette oder auch schon sattgrüne Blätter gesprossen sein. Hier erwartete ich ungeduldig die zarten jungen Triebe des Meerkohls (Crambe maritima).

Wie es aussieht, muss ich auch noch länger warten. Die Wetterkapriolen machen nicht nur dem Kulturgemüse zu schaffen. Obwohl er auch das schon war, der Meerkohl, ein Kulturgemüse. Zu viktorianischen Zeiten heiß gehandelt. Sein Geschmack hat etwas Haselnussähnliches mit leicht bitterer Note. Also bevorzugt frische Schosse und gebleichte Stellen verwenden. Leider wurde er übermässig geerntet und ist in seinem Bestand sehr zurückgegangen. Darum ist die Ernte vielerorts verboten. Zum Glück ist er auch in Kräutereien zu bekommen und wächst dann prächtig gut und gern 12 Jahre für euch. Der Strunk dort oben ist etwa unterarmdick (schlanke Unterarme, nicht meine.. 😉  ).

Sein Nährwert lässt sich sehen. Neben einem hohen Mineralstoffgehalt wartet er auch mit reichlich Vitamin C auf, was ihn bei den Seefahrern zu einem beliebten Reisebegleiter machte.

 

Gut, das war nichts. Noch nicht. Aber man kann ja wiederkommen. Doch schauen wir erst mal, ob hier nicht noch was wächst und siehe da, das tut es:

 

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Strandbeifuß

 

Der Strandbeifuß treibt aus. In diesem Zustand ist er lecker auf Butterbrot. Da braucht man ja auch nicht die Mengen. Selbstverständlich kann man ihn auch wie seinen großen Bruder, den gemeinen Beifuß, zum Räuchern, bei Ritualen und zum Putzen seiner Glaskugel benutzen (tatsächlich wurden Kristallkugeln zum Hellsehen damit abgerieben. Vielleicht sollte man sein Tarot in Beifuß wickeln?).

Für Heilzwecke würde ich mit dem Ernten noch ein wenig warten. Hier punktet der Beifuss mit den ätherischen Ölen und die brauchen nun einmal Sonne. Um die Sonnenwende bis in den August wären da die Erntezeiten, auf alle Fälle jedoch vor der Blüte.

Insgesamt ist dieser zarte Vertreter der Artemisien sanfter. Auch im Aroma. Nicht ganz so bitter, wie der große Bruder. Daher nimmt man ihn auch als Geschmacksgeber im Wumken.

Aber nicht nur mein geliebter Beifuß lässt sich schon sehen. Auch ein Gemüse, dass wir eher im Asialaden oder Reformhaus kaufen, vor allem wenn es aus Japan kommt: Algen.

Bah, nee… jetzt mal nicht die Nase rümpfen. Warum in die Ferne schweifen? Warum glaubt ausgerechnet jeder Deutsche, daß das, was bei ihm wächst, giftig ist? Und so wird für Algen oder Goji-Beeren (welche bei uns Unkraut sind) gern viel Geld ausgegeben. Algen aus unseren Gewässern? Na wer will, kann natürlich weiterhin getrocknete Wakame aus Japan holen… Aber ich glaube kaum, das die weniger bedenklich sind, nach dem da alles „strahlt“…

 

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Vegan aus dem Meer – zu jeder Zeit vorrätig

 

Algen haben als Lebensmittel eine lange Tradition. Sie sind sehr nahrhaft und überaus mineralsstoffreich. In England stehen sie noch auf dem Speiseplan. Hier werden sie so geschätzt, daß manch Schafbauer die gute Ware extra vom Strand klaubt, um seinen Tieren mit der Zufütterung derselben etwas Gutes zu tun. Hier kennt kaum jemand ihren Wert auf dem Speiseplan, obwohl ich neulich auf dem Markt beim Fischhändler tatsächlich einen schmackhaften Algensalat bekommen habe.

Was mich angeht, so ess ich Algen in der richtigen Dosis recht gern. Die grüne Alge vom Markt war mit scharfem Dressing angemacht und schmeckte lecker. Unsere heimischen Algen schmecken intensiv nach Meer, mir manchmal schon zu intensiv. Von daher dosiere ich vorsichtiger. Der Geschmack darf nicht dominieren. Algen sind übrigens nicht giftig. Aber natürlich können sie, wie jedes Gemüse, einen nicht mehr zum Verzehr zu empfehlenden Zustand haben. Darum bitte immer pflücken und nicht einfach vom Strand sammeln. Die obersten frischen grünen Spitzen. Alles Andere wird ein bisschen zäh.

Wer das jetzt einmal probieren möchte, dem lege ich ein Wildgemüsebuch ans Herz, das nun nicht das gefühlt tausendste Bärlauchpesto im Repertoire hat, sondern mit erfrischend neuen Rezepten kommt. Eben auch für Alge. Für das vorsichtige Rantasten an das „Superfood“ (ich hasse eigentlich diese neuen Wortschöpfungen und werbewirksamen Schlagworte, aber hier trifft es wirklich zu), empfehle ich das zur Zeit im Handel für den halben Preis erhältliche

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wild kochen von Anette Eckmann.

 

Wer mal wieder frische Wildgemüserezepte sucht, ist hier definitiv richtig. Das Buch ist liebevoll aufgemacht und eben ein bisschen anders: dänisch, einfach, lecker! Oder: dänisch – einfach lecker!

Für den Anfang empfehle ich das Algenknäckebrot. Das hat mir besonders gut gefallen. Oder den Hagebuttenketchup. Aber den gibt es erst später im Jahr.

 

Ihr seht, auch wenn ihr noch nichts seht, in der Natur ist immer etwas da. So gibt es ganz besondere Schätzchen, auch an diesem Plätzchen:

 

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Wilde Möhre

 

Die etwas ruppig aussehenden Samenstände der wilden Möhre sind zu dieser Zeit ihr bestes Erkennungszeichen: Sie ziehen sich zu einem Nest zusammen. Wenn ihr die trockenen Blütenstände pflückt und euch die Mühe macht, sie auseinander zu pulen, kommt ihr auf die Samen der wilden Möhre und damit auf eine Möglichkeit der ganz feinen Küche.

Die von den trockenen Hülsen befreiten Samen quetscht ihr im Mörser (oder Unterwegs mit der breiten Seite eines Küchenmessers) einfach mal an. Sofort habt ihr einen zarten, sehr aromatischen Duft in der Nase. Natürlich kann man auch das ätherische Öl kaufen, aber ist die wilde Ernte nicht viel spannender?

Wenn ihr mal reinschnuppert, habt ihr sofort verschiedene Süßspeisenvariationen vor Augen. Und genau dafür könnt ihr die wilde Möhre nehmen. Wenn der Blütenstand noch nicht ganz so dröge ist, wie hier, sondern noch Grün aufweist, könnt ihr ihn so wie er ist, z. B. in Milch oder Sahne legen und diese über Nacht aromatisieren. Um diese Zeit im Jahr, solltet ihr schon die kleine Mühe auf euch nehmen und alles Vertrocknete herauslesen.

So… und nun ist riechen und schwelgen angesagt. Der Duft umhüllt einen, wie die Arme einer liebenden Mutter! Düfte sind Geschmacksache, aber dieser würde sich auch in einem Parfum gut machen. Er erdet, er wärmt und streichelt die Seele. Irgendwie zeigt das ja schon die Form des Samenstandes: geborgen in einem Nest!  Die Hexlein unter euch können sie natürlich auch räuchern, aber mir persönlich ist in diesem Fall der Duft des Öls angenehmer. Die Wilde Möhre gibt uns in dieser hektischen Zeit, in der alte Werte scheinbar nichts mehr gelten, wieder eine Mitte, einen Halt. Nach Kalbermatten zentriert sie unsere Bewusstseinskräfte. Also auch wieder ein „Zur-Mitte-Kommen“, ein „Wurzeln“.

Dieser kleine Teelöffel voll Samen kann dir zwar den Moment und die Nachspeise versüßen, wenn du die positiven Eigenschaften der wilden Möhre gezielt einsetzen willst, musst du dir das ätherische Öl aber kaufen. Natürlich kannst du auch damit eine Schnupperorgie machen, ich nutze es jedoch gern in pflegender Kosmetik. Ein wahres Tonikum für die Haut, egal ob anspruchsvoll oder aknegeplagt. Auch wer Verführung im Sinn hat, könnte es in einem Massageöl verwenden. Es ist ein Phytopheromon (Sexuallockstoff, der dem menschlichen ähnelt) und wirkt hormonell ausgleichend. Es findet seinen Einsatz daher auch bei Menstruationsstörungen und PMS, oder generell bei Drüsenproblemen (nach Wabner). Die kleine Wilde unterstützt nicht nur die Haut, sondern auch die Leber. Wobei sie doppelt punktet, denn gerade Leberprobleme machen sich oft über die Haut bemerkbar. (Vor der inneren Einnahme des ätherischen Öls sei aber an dieser Stelle nochmals gewarnt. Solche Dosierungen gehören in die Hand einer Fachfrau! Liebe Fachmänner, nicht schmollen, ich weiß, dass es euch auch gibt, aber ich glaube, hier sind die Frauen in der Überzahl).

Man könnte wieder mal einen ganzen Bericht dieser spannenden, wenn auch unscheinbaren Pflanze widmen. Und natürlich wartet ihr wieder auf Rezepte. Dieses Mal möchte ich mich dafür in den Hintergrund zurückziehen und auf den wundervollen Beitrag von Eliane Zimmermann verweisen. Mehr Wilde Möhre geht nicht.

Ihr müsst also nicht Hormocenta* oder Placentubex für die Gesichtspflege nehmen, es geht auch wunderbar vegan!

Für die Jüngeren unter euch: Früher war es durchaus auch üblich, die menschliche Plazenta zu verwerten, besonders in Hautcremes. Von den wertvollen Inhaltsstoffen her verständlich… Später hat man meines Wissens Tierische genommen. Die Generation meiner Mutter hat darauf geschworen. Ob Hormocenta das auch gemacht hat, kann ich nicht sagen, der Name legt es fast nahe und es wurde von vielen behauptet. Heutzutage findet sich jedenfalls keine Plazenta in den Cremes. Ich weiss aber, das einige Hebammen noch Proben zur Weiterverarbeitung zu homöopathischen Globuli nehmen.

So… liebe Grüße also aus Maasholm! Es lohnt sich wirklich, diesen malerischen Ort einmal zu besuchen. Ja, auch der Ort ist wunderschön. Und jetzt wisst ihr ja auch, nach was ihr Ausschau halten könnt, wenn ihr auf Kräutersuche seid.

 

*  in der derzeitigen Rezeptur werden lt. Deklaration keine menschlichen oder tierischen Produkte verwendet.

 

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In 2015 hatte ich öfter Heimpausen. Teilweise eben werkstattbedingt, manchmal jedoch auch, weil ich hier noch bei der VHS Hanerau-Hademarschen ein paar Kurse hab.

Bei so einem Kurs kam ich mal wieder selbst ins Staunen: Wir wollten einen schönen Herbstfrüchtelikör ansetzen. Da wir die Mensa der Schule benutzen dürfen, waren wir optimal ausgestattet. Das Herbstfrüchtelikörrezept ist supereinfach und manchmal kommen da so tolle Likörchen heraus (je nach Zutat natürlich), dass sie bis zum letzten Tröpfchen mit dem Messer verteidigt werden. Eine Teilnehmerin verriet mir einmal, dass der Likör nur noch streng rationiert vergeben werde und speziell zum Hasenbraten einige Tropfen in die Sauce kämen… Reine Gaumenwellness.

Ich will euch das Rezept gleich mal dalassen. Es spricht nichts dagegen, auch einen „Frühsommerlikör“ so anzusetzen:

 

Herbstfrüchtelikör

Möglichst viele verschiedene Herbstfrüchte

brauner Zucker

1 Zimstange

Birnenschnaps

Die gestandende Hausfrau merkt schon hier, dass Geschmacksvariationen möglich und wahrscheinlich sind. Nach meiner Erfahrung ist es empfehlenswert, auch sehr saftige Früchte, wie Pflaumen, Himbeeren und/oder Birnen und stark Färbende wie Schlehe oder Aronia dabei zu haben. Wieviel Zucker und wieviel Zimt mit dazukommt, ist ein wenig Geschmackssache. Ich darf euch verraten, dass bei 20 Leuten mit den gleichen Zutaten 20 verschiedene Likörchen herauskommen.

Die Früchte werden gesäubert, etwas kleiner geschnitten und abwechselnd mit dem Zucker in ein Gefäss geschichtet. So darf der Ansatz zusammen mit der Zimtstange einen Tag stehen. Schon nach kurzer Zeit dürfte sich ein appetitlicher roter Saft in der Flasche sammeln, auch wenn ihr viele harte Früchte, wie z. B. Quitten dabei hattet.

Am nächsten Tag kommen die Früchte weg (was schon ein wenig schade ist, ich hab  noch mal einen eigenen Liköransatz damit gemacht, aber vielleicht ginge auch ein Mus, oder getrocknet und gemahlen als Pulver…, oder, bei Beeren, als Zutat im Quark…) und es wird mit Birnenschnaps aufgegossen. Lasst ihn mindestens noch 6 Wochen reifen… wenn ihr euch denn beherrschen könnt.

 

Um nun das mitgebrachte Obst noch ein wenig zu veredeln, wollten wir wilde Beeren dazusammeln. Da unsere heimischen Knicks nicht mehr viel hergeben, sind wir wenig optimistisch rausgegangen, um die wilde Ernte einzubringen.

Wie sollten wir uns täuschen! Und noch im Nachhinein würde ich den Verantwortlichen der schulischen Grünanlage unheimlich gern meinen Dank ausdrücken! Kaum vor der Tür, stolperten wir schon über die schwarzen Hagebutten der Bibernellrosen (eine vor allem an der Nordseeküste heimische Art, die jedoch mehr und mehr von den üppigeren Kartoffelrosen verdrängt wird), gefolgt von Berberitze und normaler Hagebutte. Als ich dann auch noch in den Kornelkirschen stand, konnte ich mich kaum noch bändigen. Und als Krönung kam dann diese Pflanze…

 

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Da staunt das Kräuterhexlein – Hagebuttenperlen in Dolden!

 

Ja, da hab ich erst einmal sparsam geguckt. Das sah mir ganz nach Hagebutte aus, allerdings winzig und in Dolden. Optisch fast mehr ein roter Holunder, was zu dieser Jahreszeit aber kaum möglich wäre. Ich hab nach Dornen geschaut, aber keine auf den ersten Blick gefunden… Ich fürchte, ich hätte noch eine ganze Weile dumm dagestanden, wenn nicht eine Teilnehmerin das Ganze aufgelöst hätte: Hier wuchs eine Büschelrose. Die hab ich wirklich noch nie gesehen. Tippe auf „Neophyt“, also eingebürgert. Manch einem treibt das ja schon den Blutdruck hoch, weil die Neophyten die einheimischen Arten verdrängen sollen. Aber sind wir nicht alle „Neophyten“?  Die meisten Neulinge in unserer Flora haben sich gut angepasst und eine Nische gefunden. Gewarnt wird vor einigen aggressiven Arten. Die sind mir so noch nicht untergekommen, aber da kennen sich Botaniker sicher besser aus. Ich könnte mir schon vorstellen, dass solche Pflanzen lokal zum Problem werden können. Meistens werden sie aber zum Problem gemacht.

Ich war ganz begeistert, von diesen süßen kleinen Hagebuttenperlen, die natürlich auch in unseren Herbstfrüchteansatz kamen. Ich ließ mir versichern, dass die Büschelrose auch mit Blütenstand ganz herrlich aussähe. Das wird natürlich im nächsten Sommer überprüft.

Mit unseren Schätzen, die schon allein ihr Vitamingehalt so wertvoll macht, haben wir also unsere Ansätze bereichert. Und dann erfahre ich auch noch eine Variation, die sich nicht minder spannend anhört:

 

Zierquittenlikör

Auch diese duftenen aromatischen Zierquitten, die meist an kniehohen Sträuchern wachsen, sind lecker. Sie können einen Apfelgelee aromatisieren oder auch Saft. Ihr Vitamin C Gehalt ist sehr hoch, sie werden auch „Zitronen des Nordens“ genannt. Obwohl – ich bin mir nicht sicher… die stammen, glaube ich, auch nicht von hier… Wieder ein Neophyt?

Jedenfalls verriet mir eine junge Frau, dass sie bei Aldi manchmal den Spargel im Glas kauft. Diese Gläser sind sehr hoch und schmal. Der Spargel wird verwertet und dann werden Zierquittenscheiben mit Zucker dort eingeschichtet. Das allein ist schon eine Augenweide. Der Quittensaft wird später mit Korn zu einem Likörchen angesetzt. Das könnte man in dem länglichen Glas, mit ein paar Quittenscheiben als Deko, machen. Aber sie verriet mir, dass sie die Scheiben im Backofen nachtrockne und die Kinder die jetzt süßen Scheiben gerne knabbern würden…

Letzteres hab ich noch nicht ausprobiert, aber das Likörchen war lecker.

 

 

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10. September

Die letzte Tour war in Bezug auf Kräuter ernüchternd. Aber ich erwähnte ja bereits, dass wir hier so artenarm sind, eine regelrechte Kultursteppe, dass wir uns über manches Kräutlein so bannig freuen, das einem „südlichen“ Niedersachen vielleicht nur ein müdes Lächeln abfordern würde. Man merkt wirklich deutlich, dass die Flora bunter wird, wenn man hinter Hamburg (hier von uns aus gesehen, also südlich davon) ist. Das gilt aber ebenso für den Osten. Auch in Mac-Pomm gibt es schöne Ecken. Am Klima dürfte es also nicht liegen. Ich vermute, es liegt an der Bewirtschaftung. Schleswig-Holstein ist das waldärmste Bundesland (fällt gar nicht so auf, weil wir mit unseren Stränden punkten, gell?). Landwirtschaft wird hier groß geschrieben (vor Allem auf den Flurkarten) und auch die Art und Weise, wie man heute mit Beikräutern verfährt, lässt ihnen kaum noch eine Chance. Wegränder werden vor der Blüte gemäht (So sind Johanniskrautstellen hier echte Geheimtipps) und auch das in anderen Bundesländern immer mehr praktizierte natürliche Belassen eines Randstreifens in Feldern (für Kornblumen u. ä.) hab ich in meinem Umfeld noch nicht gesehen.

Zum Glück gilt das Gesagte nicht zu 100 %. Hier und da finden sich noch kleine Idyllen. Wobei die Betonung auf „klein“ liegt. Das von mir letztens besuchte Schutzgebiet für Birkhühner, war ein winzig kleines Moor – ich möchte mal behaupten, es hatte etwa Fussballfeldgröße. Da kannst du schützen was du willst, auf so einer kleinen Fläche bleibt doch nichts, was Puls hat. Da hast du auf dem Papier ausgewiesene Schutzgebiete und in Wirklichkeit zeigt dir das Birkhuhn den Stinkeflügel und tippt sich an die Stirn. Ich habe sogar einen Anwohner gefragt, der mir ebenfalls bestätigte, das kein Birkhuhn so lebensmüde wäre, dort zu nisten.

Etwas größer und auch artenreicher ist da schon der Naturpark Aukrug. Das hört sich jetzt gewaltiger an, als es ist. Denn auch der Naturpark Aukrug ist nicht mehr als eine auf der Landkarte großzügig umkreiste Fläche, die vielleicht im Vergleich zum Rest unseres Kreises wirklich mehr Wald hat und den auch noch teilweise zusammenhängend.

Wie dem auch sei – hier gibt es, am Boxberg, wunderschöne Heideflächen. Der Wald sieht in letzter Zeit etwas arg zersaust aus. Mir ist nicht bekannt, ob Absicht oder Windbruch. Wir werden sehen. Jedenfalls kann man am Boxberg wunderbar wandern. Auch für Familien mit Kindern ist das eine schöne Idee, denn hier ist ein kleiner Wanderpfad mit Spielattraktionen und Informationen für den Nachwuchs. Manche dieser „Spielgeräte“ (alle aus Holz, sich gut einfügend) sind etwas in die Jahre gekommen. Aber für gute Ideen brauch es ja auch immer Idealisten, Freiwillige und Ehrenamtliche, die so etwas am Laufen halten. Ein Budget seitens unserer Obrigen ist da in der Regel nicht vorgesehen…

 

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Die Heide am Boxberg- hier gibt es noch Blaubeeren!

 

Manchmal wandere ich also auch bei uns am Boxberg. Ja, nehmt euch ruhig mal eine Landkarte und schaut, wie winzig die Wälder hier sind. So kann es dir zur Pilzzeit in der Gegend von Lohe – Förden schon passieren, dass dir die Pilzsammler in Reih und Glied, im praktischen Zwei-Meter-Abstand, mit Körbchen bewaffnet entgegenkommen. Auch hier gibt es etwas Heidelandschaft und wenn die Pilzfreunde unterwegs sind, kannst du glauben, das ist irgendein CSI-Geschwader bei der Tatortuntersuchung. Die Möglichkeit an „Altersschwäche“ zu sterben, haben Pilze in diesen Wäldern nicht.

Rund um den Boxberg gibt es auch viele Pilze (Wenn das hier jemand von den Lohe – Fördernern – Pilzsucher liest… nein, stimmt nicht…  schreibe ich nur aus künstlerischer Freiheit… 😉 ).

Also hier gibt es für unsere Verhältnisse viele Pilze, darunter Birkenpilze, Maronen und Steinpilze. Manchmal findet ihr mich hier zum Sammeln…

 

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Ein Perlpilz – zu meinem und seinem Glück selten auf der Sammelliste der Pilzjäger

 

Hier am Boxberg kann man auch, wenn man schneller ist, als die Ziegen, wunderbar Blaubeeren sammeln. Seltsamer Weise findet man wenig Menschen im Gesträuch. Heutzutage nutzen diese kleinen Geschenke von Mutter Natur kaum noch Menschen, oder sie haben Angst davor… Oft kräftig von den Medien geschürt. Nach denen ist man schon nach 50 Bucheckern dem Tode geweiht (Danke liebe Volkszeitschrift mit den vier großen Buchstaben!). Aber könnt ihr euch etwas Leckereres vorstellen, als Blaubeermarmelade mit weißer Schokolade?

Zurück zu meinen Pilzen. Wenn man nicht unbedingt einen der ganz giftigen Vertreter erwischt, sind sie sehr gesund… Okay, okay, ich muss da mal wieder ein paar Einschränkungen machen. Auch die guten Pilze sind nicht unbedingt gesund, wenn sie zu strahlenbelastet sind, aber so etwas könnte man hier überprüfen: BfS

Zugegeben, in diesem Fall sind wir Nordlichter besser dran. Die Strahlenbelastung ist in Süddeutschland (nicht nur bei Pilzeen, auch bei Wild) deutlich höher. Aber beim Bundesamt für Strahlenschutz könnt ihr die Werte erfahren. Das geht sogar soweit, dass man die Belastung für einzelne Gewässer oder Fischarten einsehen kann.

Es ist wie es ist: wir müssen mit der Belastung leben. Ich habe mich bisher nicht vom Pilze- und Fischessen abhalten lassen, übertreibe es aber nicht. Auch das gehört zu einer „ausgewogenen“ Ernährung.

Gut…, das haben wir geklärt. Also auch bei uns gibt es sehr gesunde Pilze. Dazu müsst ihr nicht unbedingt auf Reishi oder Shiitake ausweichen. Den realtiv geschmack- und wirkstofflosen Champignon meine ich damit auch nicht. Leider könnt ihr nicht durch meinen Blog zum Pilzkenner werden, das müsst ihr schon Life und in Farbe lernen, aber dazu gibt es ja überall gute Kurse.

Wenn ihr so einen Kurs besucht, lasst euch unbedingt mal das Judasohr zeigen. Zugegeben, dieser Pilz sieht nicht lecker aus. Tatsächlich meint man, einen Baum mit knorpeligen Ohren zu sehen. Aber die meisten von euch haben ihn schon mal gegessen: Den berühmten Mu – Err Pilz beim Chinesen! Die Pilze dort wurden meist aus Vietnam importiert, aber er wächst auch bei uns und zwar am Holunder. Wolf-Dieter Storl weiß in seinen Holundergeschichten zu berichten, warum dort und warum er Judasohr heißt… ich verrate es euch nicht.

Von mir erfahrt ihr nur, dass er sehr gesund ist. In der chinesischen Medizin wird er gegen Arteriosklerose, zu hohem Cholesterin und bei Kreislauferkrankungen eingesetzt. Er wirkt entzündungshemmend und blutverdünnend. Es gibt Studien, die ihm eine Immunsystem steigernde Wirkung zuschreiben.

Kleingeschnitten und in heißer Milch (notfalls auch Wasser) eingelegt kann er nach kurzer Ziehzeit genutzt werden für:

Bindehautentzündungen, Lidrandentzündungen, Gerstenkörner, Augenentzündungen und Schleimbeutelentzündungen

Ich gehöre zu denen, die ihn trotz seiner seltsam weich-knorpeligen Konsistenz ganz gern mögen. Wenn wir Gesundes essen, tragen unsere Lebenmittel ihren Namen wieder zu Recht.

Wer nun dem Judasohr eine kulinarische Chance geben möchte: raus in die Natur und die Holunderbüsche absuchen. Oder kaufen. Dann würde ich jedoch Bioware bevorzugen. Besonders, wenn ihr „Heilendes“ im Sinn habt.

Auch andere Pilze sind heilsam. Unsere Speisepilze sind nun leider keine Vitaminbomben, aber mit Mineralstoffen können sie schon punkten.

Also traut euch wieder: Ran an die Pilze. Ganzjährig. Es müssen nicht immer Maronen sein (besonders auch deswegen, weil sie zu den „Strahlenden“ gehören – siehe oben). Natürlich könnt ihr auch weiterhin recht kostspielige Vitalpilze als Nahrungsergänzung kaufen. Aber: Warum in die Ferne schweifen…?

 

 

 

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  1. – 3. September 2015

Ich möchte nicht immer auf einen Campingplatz. Aber reine Stellplätze sind nicht so häufig. Mir gehen allmählich auch die Ideen aus. Da ich meinen Mops wegen seiner Impfprobleme nicht erneut impfen konnte, kommt ein Trip nach Dänemark auch nicht in Frage.

Aber ich habe schon oft Kräuterwanderungen in Städten gemacht. Kräuter wachsen überall. Und ich bin mehr auf Erfahrungen, als auf Kräuter aus. Ich lese eine Empfehlung über den Stellplatz in Friedrichstadt, der sich von viel Grün um geben an die Stadt schmiegt. Das Beste aus beiden Welten sozusagen.

 

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Schafe und Eider – wir sind in Friedrichstadt

 

Der Stellplatz gehört zu den modernen voll automatisierten Plätzen. Du ziehst eine Karte und suchst dir ein schönes Plätzchen. Davon gibt es hier genug. Alles läuft über diese Karte, dein Strom, Duschen, Waschmaschine…

Gut, ist nicht ganz so persönlich, funktioniert aber bestens. Nicht so ein Desaster wie in Pelzerhaken. Nachdem ich mich eingerichtet habe, nehme ich die beiden Hunde und wir sehen uns die Gegend an.

Friedrichstadt liegt sehr schön. Die Stadt allein ist als „Holländerstadt“ eine Reise wert, aber sie ist heute nicht mein Ziel. Wir wandern also in Richtung Eider und Schafe. Was die Natur hier zu bieten hat, ist typische norddeutsche Artenarmut. Ich bin ein wenig enttäuscht. Wenigstens ist der Platz von einer schönen Wildrosenhecke umwachsen, da kann ich mir noch eine wunderbare Rosenessenz machen.

Wieder am Platz schau ich mich dort noch ein wenig um. Er ist wirklich nett angelegt. Von Wasser umgeben. Mehrere Sitzgruppen, eine erhöht hinter jungen Weiden. Es gibt ein „Hundeörtchen“ das aber keiner in Anspruch nimmt. Als ich quer über den Platz schlendere, da entdecke ich sie dann doch, meine Artenvielfalt:

Mitten auf dem Platz sind zwei wunderschöne großes Kräuterbeete angelegt. Hier darf man nehmen, was man braucht. Von der Petersilie bis zur Pfefferminze, in Hochbeeten und damit sogar rollstuhlfreundlich. Obwohl das Beet sehr zentral liegt, nehmen viele das Angebot nicht an. Ich pflücke mir etwas, zur Würze für mein Abendbrot und als Kräutertee.

Wer Friedrichstadt besuchen möchte, steht hier auch richtig. Das Zentrum ist fussläufig gut zu erreichen. Wer mehr über den Stellplatz erfahren möchte: www.womoclick.de. Hier findet ihr ein wunderbares Video, sogar aus der Vogelperspektive könnt ihr auf den Platz schauen. Die Seite ist für Mobilreisende sehr interessant.

Ich stehe hier gut und ruhig. Mit einigen Reisenden komme ich nett ins Gespräch. Na, das findet ihr später in meinem Buch wieder. Und damit ihr seht, dass man trotz Artenarmut etwas machen kann, folgt hier die Rosenessenz:

 

Rosenessenz

Blütenblätter von duftenden, ungespritzen Rosen in Lagen abwechselnd mit Zucker in ein Einmachglas schichten. Ordentlich pressen. Als Essenzstarter ein paar Tropfen Zitronensaft darüber geben. Schon bald saften Duft und Farbe aus. Wichtig ist wirklich das Zusammenpressen der Schichten. Ordentlich drücken! Nach ein paar Tagen habt ihr (je nach Rosenfarbe) eine kräftig rote oder pinkfarbene Essenz, die intensiv nach Rose duftet und schmeckt. Schon ein paar Tropfen davon verschönern einen Quark und lassen ihn himmlisch rosig schmecken.

Wenn ich hierfür Rosen pflücke, zupfe ich gleich am Strauch die Blätter ab. Die Alleräussersten lasse ich stehen. Die sind meist nicht mehr ganz so saftig. Da ich damit nicht die Rose köpfe, entwickeln sich im Herbst dann auch noch Hagebutten und die Bienen sind nicht ganz so sauer auf mich…

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Ich bin mit meinen beiden kleinen Rackern auf engstem Raum unterwegs. Da stellt sich mir auch die Frage nach eventuellen Parasiten. Wie ich das gelöst habe, könnt ihr u. a. auch weiter vorn lesen. Da ich ja fleißig Erfahrungen mit anderen Kräuterfreunden austauschen möchte, komme ich mit vielen Menschen ins Gespräch. Oft kommen wir dann auch „auf den Hund“.

Vielleicht kennt ihr das auch: Während noch vor ein, zwei Jahrzehnten der Tierarzt gerade mal zum Impfen aufgesucht wurde, könnte man ihn mittlerweile fast schon duzen. Die Tiere sind oft krank. Meine Beiden haben Lebensmittelunverträglichkeiten. So etwas kenne ich von früher gar nicht. Meine Tierärztin meinte daraufhin nur, dass sich eben die Qualität unserer „Lebens“-mittel sehr geändert habe. Das ist nun wirklich vorsichtig ausgedrückt. Aber ich sehe das genau so. Mein Mops hat durch einen Impfschaden (Staupe) ein empfindliches Immunsystem bekommen und darf an Fleisch nur noch Rind und Weißfisch (wer irgendeinen Hersteller weiß, der wirklich NUR Rindfleisch in seinem Futter hat – bitte mitteilen! Die bisher getesteten „puren“ Rindfleischprodukte hatten meist nur 4%, der beste 36%!). Auf Getreide reagiert sie sofort mit Entzündungen. Mein Rattler, deutlich fitter, verträgt weder Getreide noch Milch. Wenn er Milch bekommt, fallen ihm die Haare kreisförmig aus.

Nun, auf so was kann man zum Glück mit einer angepassten Diät Rücksicht nehmen.

 

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„Nein, wir haben dein Frühstücksei nicht geklaut…“

 

Wenn ich also mit anderen ins Gespräch und auf das Thema „Hund“ komme, wird mir oft das Leid der armen Tiere geklagt. Ob es nicht ein Kraut hiergegen oder dagegen gäbe. Bei so empfindlichen oder immunschwachen Tieren rate ich meist als Erstes dazu, ihnen keine Gifttröpfchen mehr in den Nacken zu träufeln.

Oha! Da hab ich ja was gesagt! Das ginge ja gar nicht und der Hund vertrüge das super und ohne geht überhaupt nicht und… und… und…

Der Hund verträgt das super… fein! Woher wissen sie das denn? Eine Halterin sagte mir mal, der Hund kotze und kote nur die ersten drei Tage Blut… das beruhigt doch ungemein. Es gibt immer noch Menschen, die sich einreden (ich kann mir nicht vorstellen, dass sie es glauben), dass ein Mittel, das mit Ganzkörperkondom produziert wird und die Haut eines Tieres so giftig macht, das Insekten beim Reinbeißen sterben, dem Tier so gar nichts tut! Entschuldigung, da kann ich nur mit den Augen rollen.

Natürlich gibt es robuste Hunde, denen es womöglich nicht viel ausmacht. Helmut Schmidt war auch bis zuletzt Kettenraucher. Aber das blauäugige Behaupten, diese Gifttropfen seien harmlos, machen mich giftig. Es tut mir leid, wenn ich jetzt den Einen oder Anderen verunsichere, aber es ist so. Auf den deutschen Webseiten werdet ihr da leider ganz und gar nichts zu finden, da müsst ihr schon auf ausländische ausweichen. Hier gibt es nicht nur Studien zu den Nebenwirkungen, sondern auch über die Resistenzen, die sich mittlerweile bei Flöhen bilden.

Und jeder, der in Bio aufgepasst hat, weiß das die Leber Gifte abbaut. Wir belasten zunächst hauptsächlich diese. Der Hund wird also nicht gleich tot umfallen, wenn ihr die Nackentropfen benutzt. Womöglich werdet ihr aber im Laufe der Jahre die Leber schädigen.

Ja, ich weiß… ich komme jetzt auf die Abschussliste einiger Tierärzte. Und manch ein Tierarzt oder Hundehalter kommt mit dem Todschlagargument unserer Angela: „Wir sind da alternativlos.“

Aber das stimmt nicht! Es gibt eine Menge Alternativen, nur müsste so manch einer da aus seiner Bequemlichkeitszone heraus. Natürlich sind die Tröpfchen einfacher.

Jeder, der sich mit der Flohbehandlung beschäftigt, bekommt eingebläut: 90 % der Flöhe sitzen nicht auf dem Tier…

Warum bitte, kommt dann das Gift auf das Tier? Ist doch in sich unlogisch. Natürlich muss ich den Hund so lange giftig halten, bis alle Flöhe mal zu „Tisch“ waren…

Gut, lange Rede, kurzer Sinn. Wenn sich jetzt jemand überlegt, was er anders machen könnte, mit dem teile ich meine Erfahrungen:

Zecken: keine Probleme mehr seit der Beifütterung von Kokosöl (1/4 Teel. bei 6 kg Körpergewicht) und der gelegentlichen Nutzung von einem Tröpfchen Patchouliöl auf dem Halsband.

Flöhe: Bekämpfung außerhalb des Tieres mit Flohlampen (nichts weiter als eine Wärmequelle mit klebender Oberfläche). Hier ist etwas Geduld gefordert. Manchmal tut sich da ein zwei Wochen gar nichts. Die Flöhe landen in Schüben drauf. Wir haben jetzt aber seit drei Jahren nicht mal mehr Einen gefangen oder gesichtet. Ich nehme die Billigste des großen Warenversenders (um die 10 Euro).

Am Tier: bei uns geht das prima mit einem Flohkamm. Leider taugt das nur bei kurzhaarigen Rassen wirklich. Wenn so ein Floh auf dem Kamm sitzt, diesen sofort in Wasser tauchen. Nasse Flöhe sind relativ bewegungsunfähig. Ich habe sogar mal einfach auf einen flitzenden Floh gespuckt um ihn dann zu greifen. Einige Wüstenbewohner sollen ihre stolzen Afghanen so entflöhen, Finger anfeuchten und durch das Fell. Die manuelle Jagd am Tier ist zeitraubend und nicht wirklich so effizient. Die Flohlampe bringt es bei uns auf Dauer. Wenn wirklich hoher Flohdruck herrscht (feuchtwarmes Wetter), sprühe ich die Hunde vor dem Gassigehen auch mal mit ätherischen Ölen ein (z. B. Geranie, Zitroneneukalyptus, u. a., hochverdünnt, nicht ins Gesicht oder in den Schambereich). Wer sich nicht traut zu mischen, es gibt Fertigpräparate. Verdünnter Zitronensaft oder Essig leisten aber auch gute Dienste.

Am Liegeplatz: Wenn der Flohbefall schlimm ist, gebe ich Rainfarn oder Lavendel unter die Liegekissen – aufpassen: der Hund sollte nicht dran knabbern können. Das musste ich zum Glück seit Jahren nicht mehr tun. Auch doppelseitiges Klebeband in den Zimmerecken kann hilfreich sein. Mit einer dicken Lage Rainfarn unter dem Wohnzimmerteppich konnte ich einmal eine Wohnung entflöhen, in die ich einzog. Zu der Zeit hatte ich keine Haustiere und die dort ansässigen Flöhe nahmen meine Kinder als Ersatz. Über einen damals eingesetzten „Fogger“ (Flohgiftgasbombe vom Tierarzt), haben sich die Flöhe scheinbar fast totgelacht, aber nur fast. Er nutzte nichts… erst der Rainfarn brachte Ruhe.

Ja und wenn es gar nicht geht: ich weiß, es kann so schlimme Fälle geben, dass das Tier ernsthafte gesundheitliche Probleme bekommt. Womöglich ist da der umsichtige Einsatz der Gifttropfen eine erste Hilfe. Aber das ist mir halt wichtig: Umsichtig. Nicht als Dauerbehandlung zur reinen Prophylaxe. Denn die Leber wächst eben nicht mit ihren Aufgaben.

Letztendlich: Wer mehrere Hunde hat, weiß das sich nicht jeder Flöhe einfängt. Meist wird das schwächste Tier „ausgesucht“. Warum die mehr nach dem „Geschmack“ der Plagegeister sind, weiß ich nicht. Wenn euer Hund also rundum fit ist, ist ein Flohbefall gar nicht so wahrscheinlich. Wäre es dann nicht auch eine Idee, erst zu den Tropfen zu greifen, wenn es wirklich sein muss? Obwohl ich ja gerade ein schwaches Tier nicht noch zusätzlich vergiften würde…

Würmer: Wieder ein zweischneidiges Schwert. Denn eine Wurmbehandlung geht nun wirklich so gut wie gar nicht ohne Gift, sei es synthetisch oder pflanzlich. Darum plädiere ich dafür, wirklich nur zu behandeln, wenn ein Wurmbefall vorliegt. Das kann man per Kotprobe feststellen. Aber auch hier wird mal eben alle drei Monate prophylaktisch die Paste verschrieben. Kotproben kosten halt was… und man muss unter Umständen zweimal zum Arzt.

Meine Beiden werden aus den Unverträglichkeitsgründen „gebarft“, sie bekommen also rohes Fleisch, Gemüse, Kräuter. Bei den Kontrollen sind bisher (auf Holz klopf) keine Würmer aufgetreten. Die Tierärztin meinte hierzu, dass auch Würmer ein bestimmtes „Milieu“ bevorzugen. Bei Tieren, die rohes Fleisch bekommen, scheint sich die Zusammensetzung der Verdauungssäfte so zu ändern, dass sie den Würmern schlechter bekommen. Außerdem bekommen die Hunde oft geraspelte Möhren ins Futter, was das Ganze noch unterstützt.

Lausfliegen: Ich weiß gar nicht, was die Biester außer fies aussehen und erbärmlich beißen noch anrichten. Sie sind fast noch flinker als Flöhe. Schmeißen ihre Flügel ab, sobald sie auf dem Tier gelandet sind und piesacken es. Wir haben sie uns bisher beim Passieren von Schafweiden eingefangen. Ich vermute also das es Schaflausfliegen waren, es gibt aber auch Hirschlausfliegen. Von früher kenn ich diese Insekten überhaupt nicht. Vermutlich vermehren sie sich auch erst in den letzten Jahren so freudvoll.

Bisher bekommen wir sie am Besten mit sofortigem Abduschen vom Hund. Einige schwimmen im Wasser, die anderen kann man relativ leicht auskämmen.

 

Hab ich euch jetzt ein paar Gewissensfragen aufgedrückt? Das wollte ich nicht. Aber mir sind halt schon ein paar Gifttropfengequälte untergekommen. Ja einer unserer kleineren Hausbewohner ist vor unseren Augen elendig daran verreckt. Die Tierärztin kommentierte das lapidar mit „bei so kleinen Tieren ist die Dosierung eben schwierig“. Das war so traurig, so fürchterlich mit anzusehen, wie sich das Tier quälte, ich konnte unsere Tochter monatelang nach dem Vorfall nicht mehr aufrichten.

Aber ich wünsche mir, das gefährliche Arzneien mit mehr Umsicht und nur wenn überhaupt nötig eingesetzt werden. Wer nun meint, die Nackentropfen seien nicht gefährlich – ich weiß gar nicht, ob ich auf so einen Kommentar überhaupt noch antworten würde, nachdem, was ich bisher alles darüber gelesen, gesehen und am eigenen Tier erfahren habe, den bitte ich doch, vor irgendeiner Kritik mal die ausländischen Studien zu lesen.

Die Entscheidung kann ich euch nicht abnehmen. Ich wünsche mir nur, dass ihr einmal ernsthaft darüber nachdenkt. Dann lasst den Bauch entscheiden. Nicht das Hirn, nicht den Arzt, nicht eure Bequemlichkeit, nicht das Portemonnaie. Wenn euer Bauch weiterhin zu den Tröpfchen steht, dann mag das in eurem Fall die bessere Alternative sein.

 

 

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