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Archive for the ‘Frauenkräuter’ Category

Es war wieder ein Jahr der Prüfungen für mich. Treue Leserinnen haben sich das durch den verwaisten Blog vielleicht schon gedacht. Olaf Rippe von natura-naturans kündigte 2016 als Jahr an, „in dem die Sterne streiten“. „Na klasse“, dachte ich damals, glaubte mich persönlich aber relativ sicher, da die Vorhersage eher global gemeint war.

Ja, die Sterne streiten. Aber warum mit mir?

Sie stritten nicht nur mit mir. In meinem Umfeld gab und gibt es vermutlich noch viele Krisen zu meistern. Also rüsten wir uns!

Ich gönnte mir gerade eine Teilnahme an den Frauenheiltagen von natura-naturans. Sehr oft nehme ich die Angebote dort nicht wahr, was aber hauptsächlich der Entfernung geschuldet ist.

Die Gästeliste versprach Aufregendes. Und so war es denn auch:

 

Zunächst lauschten wir einem bewegenden Vortrag von Prof. Dr. Ingrid Gerhard. Sie machte eindringlich klar, wie sehr unsere Gesundheit und unser Gefühlsleben den Hormonen unterworfen sind. Eigentlich nichts Neues, gerade für uns Frauen. Erschreckend jedoch: die vielen hormonähnlich wirkenden Substanzen in unserer Umwelt. Ja, auch das wusste ich bereits. Schon mein Zahnarzt entfernte mir die damals so bejubelten Plastikplomben, die östrogenähnliche Wirkungen haben sollten und dem alten Amalgam da wohl kaum an Gefährlichkeit nachstanden. Er zeigte mir einige überzeugende Studien aus Schweden und den USA. Doch „wissen“ und „bewusst werden“ sind zwei unterschiedliche Dinge.

Prof. Dr. Ingrid Gerhard befasst sich seit Jahrzehnten mit der Problematik der Umwelteinflüsse. Vielen von uns ist der Holzschutzmittelskandal noch in reger Erinnerung. Aber haben wir daraus gelernt? Mitnichten. Über 200 Stoffe stellen uns Industrie und Landwirtschaft „zur Verfügung“, die unsere sensiblen Systeme aufs Gefährlichste belasten. Welche das sind, warum einige schon in anderen Ländern, aber nicht in Deutschland verboten sind und was wir trotz Allem tun können, erfahren wir in unseren Medien nicht. Diese Informationen müssen wir uns selbst beschaffen. Zum Beispiel bei Frau Dr. Gerhard:

http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/

Als wertvollen Tipp gab uns Frau Dr. Gerhard auch noch die App „ToxFox – Der Produktcheck des BUND“ mit auf den Weg, mit der man die Inhaltsstoffe von Kosmetika sofort überprüfen kann. ToxFox lebt vom Mitmachen. Da könnte natürlich auch mal jemand Inhaltsstoffe ein wenig „schönen“. Mitdenken ist daher immer erlaubt.

Auch die App „Codecheck“ von Codecheck.info ist einen Blick wert. Sie überprüft neben Kosmetika auch noch Lebensmittel.

Beide Apps sind kostenlos. Wer kein Smart- oder Iphone besitzt, kann auch direkt auf den Webseiten die Codes eingeben.

Danke Frau Prof. Dr. Gerhard für diesen Tipp!

 

Das Kontrastprogramm zu chemischen Formeln und medizinischen Studien bot uns schließlich Marlis Bader. http://www.marlis-bader.de/

Vor allem den Räucherfreudigen dürfte sie längst ein Begriff sein. Es soll ja noch immer Menschen geben, die Räucherwerk nur für Schall und Rauch halten, aber die würzigen Wolken können viel, viel mehr. Schon seit Urzeiten werden Räucherungen zum Schutz, zu Heilzwecken und für die Seele eingesetzt. Medizinische Räucherungen waren aber nicht das aktuelle Thema. Marlis Bader ging auf die Kraft des Heilrituals ein.

Für mich fiel da ein wichtiger Kernsatz: „Irgendwann nehm ich die komplette Verantwortung zu mir!“

Das schreibt euch auf! Das ist so was von essentiell. Das gilt für alle Lebensbereiche: Die Verantwortung übernehmen. Etwas, was heute kaum noch jemand macht. Wie schnell finden wir die „Schuld“ bei anderen! Aber gerade für unsere Gesundheit müssen WIR die Verantwortung übernehmen. DANN ist Heilung möglich!

Bitte nicht falsch verstehen: Damit ist nicht gemeint, jedem Arzt und Therapeuten die Freundschaft zu kündigen. Damit ist einzig und allein gemeint, sein Hirn einzuschalten, besser noch den Bauch und SELBST zu entscheiden, welchen Weg man geht. Und dann dazu auch zu stehen. Ob das der Schulmedizinische oder ein Alternativer ist, liegt bei euch.

Für ein Heilritual entscheide ich mich meist, wenn die anderen Wege erfolglos waren. Mit dieser Intention, mit der Eigenverantwortung und dem wirklichen Wollen (manch einer profitiert doch von den Umständen seiner Krankheit und will sie nicht loslassen), kann ein Heilritual gewaltige Kräfte entfalten.

So einem Ritualbeispiel durften wir folgen. Obwohl es nicht wirklich praktiziert wurde, war doch die Kraft spürbar.

Für jeden Räucherfreund und die, die es werden wollen, sind die Bücher von Marlis Bader Pflicht. Schon allein, weil sie unserer Räucherkultur näherstehen: Marlis bevorzugt einheimische Kräuter. Da freuen sich nicht nur Herz und Seele, sondern auch der Geldbeutel.

 

Margret Madejsky schließlich, die diese Veranstaltung mit ihrem Team ins Leben gerufen hatte, gab uns wertvolle Tipps zum Entgiften, speziell in Bezug auf unsere hormonelle Balance. Ja, auch da wusste ich schon Einiges. War ja nicht zum ersten Mal hier. Aber Asche auf mein Haupt … Da war doch was mit dem Wissen und Umsetzen …

Als wunderbaren Entgiftungstrank empfahl sie uns unter Anderem einen Leberentlastungstrank mit Kurkuma und Zitrone.

Den verrate ich euch hier nicht … Ihr könnt euch gern mal mit natura-naturans selbst befassen. Oder mit Google. Aber Letzteres kann auch einige Obskuritäten an den Tag bringen. Ein Blick auf die Webseite http://www.natura-naturans.de ist auch für die wertvoll, die eben nicht bis nach München reisen können. Viele Beiträge sind hier kostenlos online gestellt und man kann sich jeden Vortrag auch als DVD bestellen.

 

Am nächsten Tag durften wir Dr. rer. nat. Ursula Stumpf genießen. Ja, „Dr. rer. nat.“ Das mag man so gar nicht glauben, wenn man Ursula erlebt. Sie ist so natürlich und menschennah, wie deine beste Freundin und nicht etwa zurückhaltend oder dozierend, wie solche Titel manch einen befürchten lassen. (Ich hoffe, Ursula nimmt mir das nicht krumm).

Ich habe Ursula Stumpf (die Titel lass ich jetzt mal weg, bei meiner Freundin würde ich die auch nicht voransetzen) meine intensive Zuwendung zu Heilkräutern zu verdanken. Ihr erstes Buch über Seelenkräuter (Es hieß glaub ich, „Kräuter für Wellness …“) hat mich ins Leben zurückgeholt. Ich habe mich zwar schon von Kindesbeinen an für Kräuter interessiert, aber eben auch diese nicht wirklich „ernst“ genommen. Erst eine schwere Lebenskrise ließ mich nach pflanzlichen Verbündeten suchen. Ich dachte damals, wenn Krankheiten seelische Ursachen haben, dann müssten doch auch Kräuter bei kranken Seelen helfen. Dann fand mich dieses Buch. Ursula war meines Wissens die Erste, die Kräuter und Seele in Verbindung brachte. Aus diesem Buch hab ich auch meinen „Scheiß-Egal-Tee“ geklaut, der so wirkt, wie er heißt. Bei Ursula heißt er, glaub ich, „Tee für funktionelle Herzbeschwerden …“ Dieses wirksame Rezept nutze ich schon so lange, dass ich über Jahre nicht mehr sicher war, wo ich es eigentlich her hatte. Es war mir während meiner Panikattackenzeit eine große Hilfe. Ich habe diesen wunderbaren Tee dann auch etwas später unverfänglich mit „Gelassenheitstee“ betitelt und das Rezept bereit gestellt. Ihr findet es hier. Er wirkt wirklich wunderbar, bringt Ruhe im Sturm, sollte aber, wie alle Heiltees, nicht zur Gewohnheit werden.

Natürlich hab ich auch alle ihre Bücher im Regal. Keine Frage! Und ganz besonders freue ich mich über zwei Neuerscheinungen von ihr:

 

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Unsere Heilkräuter

und

 

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Meine Pflanzenmanufaktur

 

 

Das Bestimmungsbuch ist eines der Besten, das mir bisher untergekommen ist:

– gute Farbfotos UND

– hilfreiche Detailzeichnungen

– Heilrezepte

– Seelenwirkung.

Die Kombination von Detailzeichnung und Foto ist wunderbar. So hab ich zum Beispiel das erste Mal in meinen langen Kräuterhexenjahren ein exaktes Unterscheidungsmerkmal von Ackerschachtelhalm und Sumpfschachtelhalm gefunden, dass NICHT vom Fruchtstand abhängig ist. Eine eindeutige Kaufempfehlung, zum Beispiel über obigen Link.

Meine Pflanzenmanufaktur“ ist vielleicht nicht für jeden etwas, aber für Kräuterfrauen wie mich ganz bestimmt: Hier wird mit Kräutern kreativ gearbeitet. Von nützlichen Dingen wie dufte Körbchen, Pflanzenfarben, Schneebesen, bis zu spielerischen, wie einen „Nütztnichts„. Na und gerade den, den werde ich wohl brauchen, diesen Nütztnichts.

Für mich Wissenshungrige total interessant, war die Herstellung von Birkenpech. Das will ich schon lange wissen und habe die kläglichen Versuche einiger Geschichtsprofessoren in Steinzeitcamps verfolgt. Aber Ursula hat diese Hürde gemeistert. Da kommt dann wohl doch die Apothekerin mit ihrem fundierten Wissen über chemische Vorgänge durch. Eine Apothekerin, die sich den Heilpflanzen verschrieben hat, fundierter kann Wissen nicht kommen.

Das mit dem Birkenpech versuche ich demnächst auch. Ich werde euch berichten. Leider sind Birken bei uns recht rar.

Ursulas empfehlenswerte Webseite findet ihr hier:

http://www.kraeuterweisheiten.de/

 

Auch die nächste Referentin konnte einen Dr.-Titel vorweisen. Und ich freue mich jedesmal, wenn Medizinstudium und Kräuterwissen zusammenkommen. Ebenfalls eine unschlagbare Kombination. Ich spreche von der Frauenärztin Dr. Heide Fischer. Spätestens nach der Aufforderung: „Laden Sie Ihre Nachbarinnen doch mal zum Vaginalzäpfchen gießen ein„, das ihrem Buch „Frauenheilpflanzen“ entnommen ist, haben auch ihre Werke einen festen Platz in meinem Regal. Ich habe damals beim Lesen dieser Idee lachend quer über dem Buch gelegen. Meine lieben aber erzkonservativen Nachbarinnen – beim Gießen von Vaginalzäpfchen. Dazu einen Kaffee …   Wer Heide Fischer life erlebt, wundert sich allerdings nicht mehr. Sie hat einen herrlichen Humor.

Rezepte aus diesem Buch habe ich schon öfter erwähnt, zum Beispiel die „Feuer im Becken„- Salbe, aus dem Artikel „Wenn die Lust zur Last wird“.

Wer sich mit den normalen kleinen bis mittleren Beschwerden des Frauseins befassen muss, oder auch mal näher ins Frausein spüren will, der ist mit diesem empfehlenswerten Buch sehr gut beraten. Wer jedoch ein größeres Päckchen zu tragen hat, der sollte mal in die anderen Werke schauen. Ja sogar eine Meditation gibt es von Heide Fischer, die ich inhaltlich zwar gut finde, mit der Sprechstimme werde ich aber nicht warm.

Auch Heide Fischer hat etwas Neues herausgebracht:

 

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Ab 40

 

Nach ihrem Vortrag zum Thema „Hormone“ und dem Studium dieses Buches habe ich festgestellt, dass auch ich in den letzten 15 Jahren hormonell völlig falsch gelegen habe … Ich bin dabei, die Tipps umzusetzen. Natürlich werde ich berichten, ob mir das gelungen ist.

Obwohl auch Heide Fischer über ein ernstes Thema referierte, brachte sie uns mit ihrer sympathischen, fröhlichen Art mehrfach zum Lachen. Eine unkomplizierte Frau. Jedenfalls uns gegenüber. Ich könnte mir vorstellen, dass sie bei einer konservativen, mit hochdosierten Hormonen behandelnden Ärzteschaft, schon die Zähne zeigen kann. Wer mehr wissen will: http://www.frauen-naturheilkunde.de/

 

Olaf Rippe kam uns dann „sinnlicher“. Gibt es ein schöneres Heilmittel, als die Liebe? Sogar einen Liebestrank durften wir für die Anwendung zu Haus mitnehmen. Dazu folgt hier jetzt nicht mehr. Lasst eurer Fantasie freien Lauf. Es lebe die Venus!

 

Gabriela Nedoma haben wir es zu verdanken, dass sowohl die Gemmotherapie (Knospentherapie), als auch die wirklich pure Naturkosmetik wiederbelebt wurde. Ihr Vortrag ließ uns in Großaufnahmen von Knospen und deren Querschnitten schwelgen, die uns in völlig neue Welten enführten. Oder wusstet ihr, dass eine sich gerade öffnete Knospe im Inneren Lichter erzeugt? Ein Minikosmos …

http://www.gruenekosmetik.at/index.php

Eine ebenfalls sehr empfehlenswerte Seite. Gabriela gibt auch einen Newsletter heraus.

 

Natürlich gibt es auch von Gabriela zwei empfehlenswerte Neuerscheinungen:

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Vegane Kosmetik

In Zusammenarbeit mit der genialen Siegrid Hirsch (deren Bücher auch ins Regal gehören!)

und

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Das große kleine Buch: Naturwaschmittel aus Wald und Wiese

 

„großes kleines Buch“ ist absolut treffend. Es ist, anders als es hier vielleicht scheinen mag, wirklich ein kleines Bändchen. Es werden auch „nur“ Rosskastanie, Seifenkraut und Efeu besprochen. Aber das ausführlich. Für mich gab es da doch noch was zu lernen. An Efeu als Hustenmittel hatte ich mich in Eigenregie bisher nicht ran gewagt. Da musste ich doch zum Apothekenmittel greifen. Was mir an den käuflichen Mitteln aber so gar nicht behagt, sind die Zusatzstoffe.

 

Vollgepackt mit Wissen und Inspiration fuhr ich nach Hause. Es gibt viel zu tun! Ich kann jeder nur empfehlen, bei den nächsten Frauenheiltagen dabei zu sein. Das tun wir für uns! Und damit auch für unsere Familien!

Wer nicht kann: Da gibt es ja immer noch die DVD´s …

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Eigentlich wollte ich ja schon längst weg sein. Auf großer Kräutertour… das Wissen unserer Mütter sammeln. Wer diesen Blog verfolgt, hat allerdings auch alle Steine kennengelernt, die mir in den Weg gerollt wurden. Das waren zum Einen die ewigen Ausfälle meines nagelneuen Hobby Wohnmobils, zum Anderen aber auch private Hindernisse.

Jetzt ist es einigermaßen startklar (nur die Heizung ist nicht so ganz in Ordnung und die maroden Drehsitze werde ich wohl nie ersetzt bekommen) und dann musste mein Papa ins Krankenhaus. Zum Glück nichts Schlimmes, wohl aber in der Mobilität (seiner) sehr beeinträchtigend. Also irgendwas ist immer. Ihr kennt das sicher.

 

Darum bin ich einfach losgefahren. Ja, es werden, wie im letzten Jahr auch, zunächst sicher wieder nur kleine Mehrtages – Etappen werden, bis sich die Situation mit meinem Vater geklärt hat.

 

Ich nutze die Zeit und besuche die schönen Orte, die im Sommer sicherlich mehr als überlaufen sind. Mein erster Anlaufplatz ist ein traumhafter Stellplatz in Maasholm:

 

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Maasholm – auch bei trübem Wetter eine Reise wert

 

 

Ich dachte, um diese Zeit wäre hier kein Mensch. Da irrte ich mich aber gewaltig. Es stehen schon einige Wohnmobilsten hier, die ebenfalls den wunderbaren Meeresstellplatz (ja, für alle die, die es nicht wissen: die Schlei ist ein Fjord und kein Fluss!) genießen. Direkt am Wasser stehen, erstklassige, penibel saubere Sanitäranlagen und ein spitzenmässiges Bistro, direkt am Yachthafen. Die Inhaber haben ein Herz für Wohnmobilisten und geben gern ihren leckeren Cappuccino mit samt Tasse ab, schlicht darauf vertrauend, das es wiederkommt, das Porzellan. Ohne Pfand…

Aber es soll hier ja nicht vorrangig um Stellplätze gehen. Sondern um Kräuter und Wildgemüse. Da hab ich mir vor Jahren schon Maasholm auf die Wunschliste geschrieben, denn hier gedeiht ein Kraut, das ich besonders mag, in üppigen Mengen… und das sollte gerade jetzt im März Erntezeit haben…

 

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Das leckerste Wildgemüse Maasholms – noch sehr zurückhaltend

 

Nein, das ist keine wundersame Tentakel eines außerirdischen Wesens – normaler Weise sollten aus den dunklen Knospen bereits wunderbare krause tief violette oder auch schon sattgrüne Blätter gesprossen sein. Hier erwartete ich ungeduldig die zarten jungen Triebe des Meerkohls (Crambe maritima).

Wie es aussieht, muss ich auch noch länger warten. Die Wetterkapriolen machen nicht nur dem Kulturgemüse zu schaffen. Obwohl er auch das schon war, der Meerkohl, ein Kulturgemüse. Zu viktorianischen Zeiten heiß gehandelt. Sein Geschmack hat etwas Haselnussähnliches mit leicht bitterer Note. Also bevorzugt frische Schosse und gebleichte Stellen verwenden. Leider wurde er übermässig geerntet und ist in seinem Bestand sehr zurückgegangen. Darum ist die Ernte vielerorts verboten. Zum Glück ist er auch in Kräutereien zu bekommen und wächst dann prächtig gut und gern 12 Jahre für euch. Der Strunk dort oben ist etwa unterarmdick (schlanke Unterarme, nicht meine.. 😉  ).

Sein Nährwert lässt sich sehen. Neben einem hohen Mineralstoffgehalt wartet er auch mit reichlich Vitamin C auf, was ihn bei den Seefahrern zu einem beliebten Reisebegleiter machte.

 

Gut, das war nichts. Noch nicht. Aber man kann ja wiederkommen. Doch schauen wir erst mal, ob hier nicht noch was wächst und siehe da, das tut es:

 

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Strandbeifuß

 

Der Strandbeifuß treibt aus. In diesem Zustand ist er lecker auf Butterbrot. Da braucht man ja auch nicht die Mengen. Selbstverständlich kann man ihn auch wie seinen großen Bruder, den gemeinen Beifuß, zum Räuchern, bei Ritualen und zum Putzen seiner Glaskugel benutzen (tatsächlich wurden Kristallkugeln zum Hellsehen damit abgerieben. Vielleicht sollte man sein Tarot in Beifuß wickeln?).

Für Heilzwecke würde ich mit dem Ernten noch ein wenig warten. Hier punktet der Beifuss mit den ätherischen Ölen und die brauchen nun einmal Sonne. Um die Sonnenwende bis in den August wären da die Erntezeiten, auf alle Fälle jedoch vor der Blüte.

Insgesamt ist dieser zarte Vertreter der Artemisien sanfter. Auch im Aroma. Nicht ganz so bitter, wie der große Bruder. Daher nimmt man ihn auch als Geschmacksgeber im Wumken.

Aber nicht nur mein geliebter Beifuß lässt sich schon sehen. Auch ein Gemüse, dass wir eher im Asialaden oder Reformhaus kaufen, vor allem wenn es aus Japan kommt: Algen.

Bah, nee… jetzt mal nicht die Nase rümpfen. Warum in die Ferne schweifen? Warum glaubt ausgerechnet jeder Deutsche, daß das, was bei ihm wächst, giftig ist? Und so wird für Algen oder Goji-Beeren (welche bei uns Unkraut sind) gern viel Geld ausgegeben. Algen aus unseren Gewässern? Na wer will, kann natürlich weiterhin getrocknete Wakame aus Japan holen… Aber ich glaube kaum, das die weniger bedenklich sind, nach dem da alles „strahlt“…

 

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Vegan aus dem Meer – zu jeder Zeit vorrätig

 

Algen haben als Lebensmittel eine lange Tradition. Sie sind sehr nahrhaft und überaus mineralsstoffreich. In England stehen sie noch auf dem Speiseplan. Hier werden sie so geschätzt, daß manch Schafbauer die gute Ware extra vom Strand klaubt, um seinen Tieren mit der Zufütterung derselben etwas Gutes zu tun. Hier kennt kaum jemand ihren Wert auf dem Speiseplan, obwohl ich neulich auf dem Markt beim Fischhändler tatsächlich einen schmackhaften Algensalat bekommen habe.

Was mich angeht, so ess ich Algen in der richtigen Dosis recht gern. Die grüne Alge vom Markt war mit scharfem Dressing angemacht und schmeckte lecker. Unsere heimischen Algen schmecken intensiv nach Meer, mir manchmal schon zu intensiv. Von daher dosiere ich vorsichtiger. Der Geschmack darf nicht dominieren. Algen sind übrigens nicht giftig. Aber natürlich können sie, wie jedes Gemüse, einen nicht mehr zum Verzehr zu empfehlenden Zustand haben. Darum bitte immer pflücken und nicht einfach vom Strand sammeln. Die obersten frischen grünen Spitzen. Alles Andere wird ein bisschen zäh.

Wer das jetzt einmal probieren möchte, dem lege ich ein Wildgemüsebuch ans Herz, das nun nicht das gefühlt tausendste Bärlauchpesto im Repertoire hat, sondern mit erfrischend neuen Rezepten kommt. Eben auch für Alge. Für das vorsichtige Rantasten an das „Superfood“ (ich hasse eigentlich diese neuen Wortschöpfungen und werbewirksamen Schlagworte, aber hier trifft es wirklich zu), empfehle ich das zur Zeit im Handel für den halben Preis erhältliche

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wild kochen von Anette Eckmann.

 

Wer mal wieder frische Wildgemüserezepte sucht, ist hier definitiv richtig. Das Buch ist liebevoll aufgemacht und eben ein bisschen anders: dänisch, einfach, lecker! Oder: dänisch – einfach lecker!

Für den Anfang empfehle ich das Algenknäckebrot. Das hat mir besonders gut gefallen. Oder den Hagebuttenketchup. Aber den gibt es erst später im Jahr.

 

Ihr seht, auch wenn ihr noch nichts seht, in der Natur ist immer etwas da. So gibt es ganz besondere Schätzchen, auch an diesem Plätzchen:

 

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Wilde Möhre

 

Die etwas ruppig aussehenden Samenstände der wilden Möhre sind zu dieser Zeit ihr bestes Erkennungszeichen: Sie ziehen sich zu einem Nest zusammen. Wenn ihr die trockenen Blütenstände pflückt und euch die Mühe macht, sie auseinander zu pulen, kommt ihr auf die Samen der wilden Möhre und damit auf eine Möglichkeit der ganz feinen Küche.

Die von den trockenen Hülsen befreiten Samen quetscht ihr im Mörser (oder Unterwegs mit der breiten Seite eines Küchenmessers) einfach mal an. Sofort habt ihr einen zarten, sehr aromatischen Duft in der Nase. Natürlich kann man auch das ätherische Öl kaufen, aber ist die wilde Ernte nicht viel spannender?

Wenn ihr mal reinschnuppert, habt ihr sofort verschiedene Süßspeisenvariationen vor Augen. Und genau dafür könnt ihr die wilde Möhre nehmen. Wenn der Blütenstand noch nicht ganz so dröge ist, wie hier, sondern noch Grün aufweist, könnt ihr ihn so wie er ist, z. B. in Milch oder Sahne legen und diese über Nacht aromatisieren. Um diese Zeit im Jahr, solltet ihr schon die kleine Mühe auf euch nehmen und alles Vertrocknete herauslesen.

So… und nun ist riechen und schwelgen angesagt. Der Duft umhüllt einen, wie die Arme einer liebenden Mutter! Düfte sind Geschmacksache, aber dieser würde sich auch in einem Parfum gut machen. Er erdet, er wärmt und streichelt die Seele. Irgendwie zeigt das ja schon die Form des Samenstandes: geborgen in einem Nest!  Die Hexlein unter euch können sie natürlich auch räuchern, aber mir persönlich ist in diesem Fall der Duft des Öls angenehmer. Die Wilde Möhre gibt uns in dieser hektischen Zeit, in der alte Werte scheinbar nichts mehr gelten, wieder eine Mitte, einen Halt. Nach Kalbermatten zentriert sie unsere Bewusstseinskräfte. Also auch wieder ein „Zur-Mitte-Kommen“, ein „Wurzeln“.

Dieser kleine Teelöffel voll Samen kann dir zwar den Moment und die Nachspeise versüßen, wenn du die positiven Eigenschaften der wilden Möhre gezielt einsetzen willst, musst du dir das ätherische Öl aber kaufen. Natürlich kannst du auch damit eine Schnupperorgie machen, ich nutze es jedoch gern in pflegender Kosmetik. Ein wahres Tonikum für die Haut, egal ob anspruchsvoll oder aknegeplagt. Auch wer Verführung im Sinn hat, könnte es in einem Massageöl verwenden. Es ist ein Phytopheromon (Sexuallockstoff, der dem menschlichen ähnelt) und wirkt hormonell ausgleichend. Es findet seinen Einsatz daher auch bei Menstruationsstörungen und PMS, oder generell bei Drüsenproblemen (nach Wabner). Die kleine Wilde unterstützt nicht nur die Haut, sondern auch die Leber. Wobei sie doppelt punktet, denn gerade Leberprobleme machen sich oft über die Haut bemerkbar. (Vor der inneren Einnahme des ätherischen Öls sei aber an dieser Stelle nochmals gewarnt. Solche Dosierungen gehören in die Hand einer Fachfrau! Liebe Fachmänner, nicht schmollen, ich weiß, dass es euch auch gibt, aber ich glaube, hier sind die Frauen in der Überzahl).

Man könnte wieder mal einen ganzen Bericht dieser spannenden, wenn auch unscheinbaren Pflanze widmen. Und natürlich wartet ihr wieder auf Rezepte. Dieses Mal möchte ich mich dafür in den Hintergrund zurückziehen und auf den wundervollen Beitrag von Eliane Zimmermann verweisen. Mehr Wilde Möhre geht nicht.

Ihr müsst also nicht Hormocenta* oder Placentubex für die Gesichtspflege nehmen, es geht auch wunderbar vegan!

Für die Jüngeren unter euch: Früher war es durchaus auch üblich, die menschliche Plazenta zu verwerten, besonders in Hautcremes. Von den wertvollen Inhaltsstoffen her verständlich… Später hat man meines Wissens Tierische genommen. Die Generation meiner Mutter hat darauf geschworen. Ob Hormocenta das auch gemacht hat, kann ich nicht sagen, der Name legt es fast nahe und es wurde von vielen behauptet. Heutzutage findet sich jedenfalls keine Plazenta in den Cremes. Ich weiss aber, das einige Hebammen noch Proben zur Weiterverarbeitung zu homöopathischen Globuli nehmen.

So… liebe Grüße also aus Maasholm! Es lohnt sich wirklich, diesen malerischen Ort einmal zu besuchen. Ja, auch der Ort ist wunderschön. Und jetzt wisst ihr ja auch, nach was ihr Ausschau halten könnt, wenn ihr auf Kräutersuche seid.

 

*  in der derzeitigen Rezeptur werden lt. Deklaration keine menschlichen oder tierischen Produkte verwendet.

 

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September… es wird allmählich herbstlich, was im Wohnmobil ja eigentlich kein Problem darstellen sollte. In einem Wohnmobil nicht, aber in einem Hobby Vantana durchaus. Die Heizung, besser: die Steuerung derselben, funktioniert nämlich elektronisch und das mit dem Strom ist eine Never-Ending-Story in diesem rollenden Wohnwürfel. Nicht nur, dass die Batterie schnell im Nirvana ist, wenn man die Kiste mal drei Tage irgendwo abgestellt hat, nein, auch der Direktanschluss mit dem Stromnetz führt, vor allem nachts, wenn es einem kalt wird, zu ziemlich handfestem Frust.

Denn wenn eine Steuerung nicht steuert, passiert gar nichts. Manchmal verweigert schlicht das Display seinen Dienst. Weg isses. (ich habe das später testen lassen, am Display liegt es nicht… durch die Blume hab ich wieder „Anwenderdummheit“ suggeriert bekommen)

Ich schnattere mir mit gutem Bettzeug nicht so schnell was ab, meine beiden kleinen Begleiter schon eher, vor allem der Mops, der ja nun durch seine gesundheitlichen Probleme sehr schütteres Fell hat.

Das mir jetzt keiner kommt und sagt, so ein Auto hat ja noch eine Fahrzeugheizung. Notfalls könne man dreimal um den Block fahren. Ja, schau mal, das weiß eine Hausfrau auch. Aber ich weiß nicht, ob ich es mal erwähnt habe: ich fahre einen nagelneuen Hobby Vantana und da geht die Fahrzeugheizung auch nicht!!! Leider bemerke ich das erst jetzt, wo es deutlich frischer wird. Im Sommer ist mir das nicht aufgefallen, man möge mir das verzeihen.

Ich lass meine beiden also unter die Bettdecke. Normaler Weise dürfen sie das nicht. Sie haben ihr Körbchen unter dem Tisch und da käme unter normalen Umständen auch schöne warme Heizungsluft hin.

Aber zurück zum Standplatz. Hier gibt es Einheitspreis. Den finde ich, nachdem ich relativ preiswert an den schönsten Ostseestränden stand, im Vergleich schon recht happig. Außerdem gleiten wir ja gerade in die Nebensaison. Nun ja. Der Platz ist recht ordentlich, etwas betagt, der Stromkasten kriechend erreichbar. Kräuterhexen scheuen zum Glück keinen Bodenkontakt.

Nach der Ankunft schnapp ich mir meine Beiden. Viel auf- und umzubauen hast du ja bei einem Wohnmobil nicht. Ich gehöre nicht zu denen, die hier und da noch ein Unterlegkeilchen einbauen, um den Wagen genau in die Waagerechte zu bekommen (ist vermutlich bei längeren Mobilen eher nötig) und fahre auch nicht gleich Markise und sämtliches Gestühl aus. Was bei einer Ein-Personen-Reise ja noch übersschaubar wäre…

Also rauf auf den Deich… und wieder runter an den… den Strand? Kruzifix nochmal! (ich höre gerade nebenbei einen Rita Falk Krimi) Ich bin doch den Schildern gefolgt, wo ist denn der Strand? Am Deichfuss (heißt das so?) läuft ein Fahrradweg entlang, dahinter, so weit mein Auge reicht – zugegebener Maßen bei meiner Körperhöhe nicht so weit, wie bei anderen – grünes Marschland. Es sind ein paar Trampelpfade zu sehen, sonst nix. Aha! Ein Hinweisschild leitet mich rechts weiter. In der Ferne kann ich Tönning erkennen.

Jetzt aber zum Badestrand! Nur noch hier, an der Grasfläche entlang und…

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Land in Sicht – ein Strand nicht

 

Wie jetzt? Das ist der Strand? Der BADE-Strand wohlgemerkt?

Ich gehe etwas weiter, wo eine schmale Treppe über den Schotter ins Watt führt. Kein Irrtum möglich. Hier steht es sogar dran. Das ist die Badestelle. Nun ja, Wattenmeer: Das Meer ist nicht immer da, wenn du da bist. Aber so was, wie etwas Sand, wo man nach Muscheln gucken kann, hätte ich schon erhofft. Sehnsüchtig schau ich gen Norden, wo sich die Kulisse von Tönning abzeichnet. Da hab ich auch mal gestanden (Mit meinem alten Nugget! Drei Tage ohne Strom, aber warm! – friss das Hobby!). Ziemlich zentrumsnah, auf einem Platz mit allem Komfort, Blick aufs Wasser (erste Reihe), billiger und mit SAND am Wasser. Da gab es sogar ein paar Bäume in der Gegend und eine Menge schöner Kräuter am Strand… Gut, das war „nur“ die Eider, bzw. ihre breite Mündung. Aber DAS hier?

Gegenüber der Treppe ist ein kleiner Rastplatz mit einem Spielplatz. Zwar ganz nett und niedlich, aber nee… das hier, ist es wirklich nicht. Wer gern Rad fährt, der mag am Deich entlang seinen Spaß haben. Ich trolle mich.

Ich setz mich ins kühle Womo und koch erstmal ein Süppchen. Das macht die Bude etwas wärmer. Nach der Mittagspause geh ich auf der inneren Deichseite spazieren. Hier verläuft ein langer Wirtschaftsweg, vermutlich bis Deichende. Links Felder, rechts Deich. Nicht mal ein Schaf ist zu sehen. Wenigstens Schafgarbe. Ich nehme mir welche mit.

Die Schafgarbe ist so ein „Hilft-gegen-Alles“-Kraut, ähnlich wie die Kamille. Tatsächlich ähneln sich auch ihre ätherischen Öle in der chemischen Zusammensetzung. Und beide (Öle) sind blau. Sollte man nicht denken. Meistens kennt man die Garbe nur als Magenmittel oder gegen Frauenleiden. Gerade bei Letzteren spielt sie all ihre Trümpfe aus. Sie ist mein erstes Mittel bei Frauenbeschwerden aller Art. Erst wenn sie wirklich nicht mehr helfen kann, geh ich tiefer in die Sache.

Aber nicht nur Frauenleiden: Sie regelt auch zu hohen Blutdruck (schmeisst jetzt bitte nicht eure Bluthochdrucktabletten weg! So was muss langsam gemacht werden! Wenn ihr die Schafgarbe nehmt und sie deutlich hilft, dann wird euer Arzt euch mit den Tabletten neu einstellen!). Und noch einmal ein deutliches Wort: Bluthochdruck kriegt weder der Arzt mit EINER Pille weg, noch die Kräuterhexe mit einer Tasse Tee. Er kann viele Ursachen haben und in der Regel muss man genau DIE beseitigen. Die Schafgarbe hilft hier regulieren, besonders in leichten Fällen. Wer sehr hohen Blutdruck hat, wird seine Lebensumstände ändern müssen (Sorry, kein Medikament, weder Schulmedizin noch Alternativmedizin, können eine gesundheitsschädigende Lebensführung auffangen) und natürlich therapeutischen Beistand suchen. Nicht das irgendwann auf eurem Grabstein steht: Die Kräuterhexe hat gesagt…

Zurück zur Garbe. Ihr Potential ist sehr hoch. Neben o. g. Beschwerden kann sie auch bei Kopfschmerzen und in der Wundheilung hilfreich sein. Das gilt sogar für innere Wunden. Wer nach einer Operation Schafgarbe trinkt, ist meist schneller wieder auf den Beinen. Bei den Bachblüten und in neueren Alternativtherapien wird sie auch bei Strahlungsschäden, bzw. zum Schutz vor diesen und gegen Krebs eingesetzt.

Nicht zu vergessen: Sie ist lecker! War jahrhundertelang so etwas wie Pfefferersatz. Die frischen grünen Blättchen könnt ihr so kauen und in den Salat tun. Werden sie älter und zäher, ergeben sie immer noch ein gutes Suppengewürz. Dem Vergleich mit echtem Pfeffer kann sie m. E. nicht standhalten, aber etwas würziger wird das Ganze schon.

Und auf jeden Fall gehört sie in die Nähe geschwächter Pflanzen und auf den Kompost (als Komposthelfer).

Ich muss aufpassen, das das nicht schon wieder ein Plädoyer für die kleine Garbe wird. Ich habe schon an anderer Stelle viel über sie geschrieben…

Nach dem Abendbrot setzt hier eine Völkerwanderung ein: Alles läuft hoch auf den Deich. Einige haben eine Flasche Wein dabei. Ich frage mich wirklich, was ich gerade verpasse. Dann sehe ich es: Den Sonnenuntergang. Ja, das ist natürlich ein kleines Highlight. Und dann noch eine Flasche Wein links, den Liebsten rechts… meine Güte!

Aber das hier ist trotz des Sonnenunterganges (an der Ostsee hab ich halt den Sonnenaufgang zelebriert) nicht meins. Ich werde mit dem Platz nicht warm. Mir ist schlicht zu wenig „Gegend“ drumrum. Und mir ist völlig unklar, wie so ein Platz eine Bombenbewertung bekommen kann. Sicher: nette Betreiber sollen auch in eine Bewertung einfließen, aber das kann ja nicht Alles sein. Nette Nachbarn hab ich zu Haus auch.

Ich schau mir noch mal die Seite an, wo dieser Platz sogar mit Video in allen Tönen gelobt wird. Da Werbung alles suggerieren kann, schau ich lieber in die Bewertungen, die das normale Volk von sich gibt. Auch dieses Video soll so etwas sein. Nun ja, Geschmäcker sind ja auch verschieden, trotzdem kann ich diese Lobhudelei nicht nachvollziehen… und dann sehe ich: Als Platzbetreiber kannst du bei diesem „privaten“ Anbieter ein Video von deinem Platz machen lassen. Ziemlich professionell und mit einem Gütesiegel. Das Siegel vergibt er also nicht, es wird gekauft… naja.. von der Wirtschaft kenne ich das ja. Oder er findet wirklich jeden super, der ihn bezahlt.

Wie dem auch sei… Ich fühle mich nicht wohl. Ein bisschen wie abgeschoben. „Eingedeicht“. Vielleicht wirklich nur Geschmackssache, aber ich mach mich wieder auf die Reifen, hoffe auf genügend Fahrtwind, denn Reibung soll ja warm machen…

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Liegt es an meinem runden Geburtstag, meiner Abneigung gegen sportliche Betätigung oder meinen Naschattacken? Ich fühle mich wie Achtzig. Die Knochen tun weh, ich komm kaum aus dem Bett, bin müde, kann mich nicht aufraffen… Regelmässig Kopfschmerzen und Unlust auf oder gegen Alles… (Allein das Wort „regelmässig“ hätte mich hier schon aufhorchen lassen müssen…)

Während ich also in vermeintlich weiser Vorraussicht mein Testament überarbeitete, Altersheime besichtigte und Anstaltspackungen „Biovital“ orderte, flatterte mir der Newsletter der Freiburger Heilpflanzenschule (geleitet von der genialen Ursel Bühring) in die Mailbox. Hier klagt eine Patientin über Gelenk- und Muskelschmerz, regelmäßige Migräneattacken und noch so allerlei Zipperlein, die mir sehr bekannt vorkamen. Ich las also weiter…

Die Patienten befand sich in der Menopause! Den Aufschlag meiner Kinnlade auf die Tastatur hat man, glaub ich, noch zwei Straßen weiter gehört…

Der Schuster hat den schlechtesten Leisten, heißt es doch auch. Wie oft hab ich Teerezeptchen und Tipps an Wechseljahresgequälte weitergegeben… aber an mich selbst?

Ursel Bühring listet die Beschwerden der Patientin noch einmal auf:

  • Migräneanfälle (im 14 tägigen Rhythmus)
  • Schulter-Arm-Syndrom
  • diffuse Gelenkschmerzen
  • Müdigkeit
  • Spannungskopfschmerz
  • Spannende Brüste vor der Menstruation
  • stärkere Menstruation
  • verkürzte Menstruation
In diesem Fall waren wirklich die Hormone der Verursacher. Was man bei Gelenkschmerzen nicht gleich mutmaßen würde.
Natürlich gibt Ursel Bühring auch die Therapie preis. Gegen die Migräneattacken empfiehlt sie Mutterkraut in Form des Fertigpräparates „Nemargan“ und einen Minzölroller (leicht selbst zu machen, siehe diesen Blog oder bei Eliane Zimmermann), „Retterspitz äußerlich“ gegen die Gelenkbeschwerden (in Kombination mit einem Enzympräparat) und eine leichte Ernährungsumstellung.
Auch der Mönchspfeffer kommt hier als Hormonbalancierer zu Ehren. Gegen die spannenden Brüste empfiehlt Ursula Bühring ein einfach herzustellendes Brustöl mit ätherischem Rosengeranienöl (wenn das jetzt nicht genügend Gründe sind, den interessanten Newsletter zu bestellen… 😉 )
Die Therapie ist natürlich gänzlich auf die Patientin zugeschnitten und sollte nicht einfach so übernommen werden. Aber für mich war dieser Newsletter ein kleiner Tritt in mein verlängertes Rückrat. Warum besinne ich mich nicht auf das, was ich weiß?
Angespornt durch diesen erfolgreich behandelten Fall wendete ich mich also mal mir selbst zu. Auch meine Hormönchen wollten wohl ein wenig beachtet und ausgeglichen werden.
Es gibt viele wunderbare Kräuter, die uns Frauen dabei unterstützen:

Die obige Tabelle basiert auf Erfahrungen der englischen Kräuterheilkunde. Ich wollte mal sehen, ob wir hier nicht Ähnliches zu bieten haben und hab das Netz fleißig durchsucht. Dabei entdeckte ich diese wunderbare Seite:

Kräuterfrau

Die Seite gehört der begnadeten Kräuterfrau Verena. Begeistert stöberte ich ihn ihren Rezepten und wollte mich sofort mit ihr austauschen…

Aber leider weilt Verena nicht mehr auf diesem Planeten. Ihre Familie bewahrt ihr Andenken und lässt die Seite im Netz. Das finde ich wunderbar. Zum Einen bleibt uns so Verenas Kräuterschatz erhalten und zum Anderen ist das eine wirklich schöne Art, das Gedenken an seine Lieben zu bewahren.

Verena hat sich auch mit hormonausgleichenden Pflanzen befasst. Sie hat herausgefunden, dass die Wirkstoffe über die Haut optimal aufgenommen werden und sich eine Frauenmantelcreme, bzw. ein Frauenmantelgel ausgetüftelt.

Hormone als Creme… warum eigentlich nicht? Naturkosmetik ist ja gewissenermaßen auch schon Heilkosmetik. Und Dank der Aromatherapie und der hier verwendeten ätherischen Öle wissen wir, wie ungeheuer wirksam diese in Cremes oder Lotionen sind. Heilen über die Haut ist eine gute Alternative. Genau nach diesem Motto hat schon der große Kräuterheiler Maurice Mességué seine Therapien entwickelt (er heilte mit Kräuter – Hand- und Fussbädern).

Nun, da uns die Familie von Verena nach wie vor die Rezeptur des Progesterongels zur Verfügung stellt, gehe ich in den Selbstversuch. Ich bezweifle nicht, dass es mir sehr helfen wird. Schon allein der Ansatz, den heimischen Frauenmantel, statt der ausländischen Yamswurzel zu nehmen, gefällt mir ungemein. Im deutschsprachigen Raum fristen die Heilkräuter ja eher ein bescheidenes Dasein und müssen um Anerkennung kämpfen. Und wer kennt sie nicht, die Exoten, die z. Zt. unsere Kräutermärkte überschwemmen… Jiaogolan, Goji (der bei uns als Unkraut am Bahndamm wächst), Brahmi und Co…

Nichts gegen diese Kräutlein, aber ich wehre mich dagegen, dass wir angeblich nicht so heilkräftige Pflanzen in unserer Flora haben sollen….

Ich kann die Seiten der schweizer Kräuterfrau nur empfehlen. Schaut euch dort mal um, solange sie uns noch zur Verfügung stehen.

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Wir unterstellen es ja immer so gern den Männern: das „hormongesteuert“ sein. Genaugenommen trifft es uns aber genauso, wenn nicht gar noch schlimmer.

Welche Mutter kennt das nicht, nach dem ersten Kind und vielleicht einer unschönen Geburt: „Auf keinen Fall noch mehr Kinder!“ Aber „schwupps“ – die Hormone fangen uns wieder und der dringende Wunsch nach einem Geschwisterchen ist da.

Und wie oft werden wir aufgezogen, mit unseren Tagen vor den Tagen? Wenn wir uns einfach auch mal recht männlich herausnehmen, Feingefühl und Takt mal zu vergessen und Tacheles zu reden? Bei Männern ist das „cool“ und „machomäßig“ bei uns Frauen gleich ein „Syndrom“.

Und irgendwann kommt sie dann endlich: Die Freiheit nach den Wechseljahren, das Ende der Hormondiktatur! Nur leider sehen und erleben das die meisten Frauen anders.

In unserer zivilisierten, ewig jungen Gesellschaft sind „Wechseljahre“ schon fast ein Schimpfwort. Niemand will sie… und schon keiner will mitten drin stecken. Wir verlieren Fruchtbarkeit, Spannung und Vitalität und Attraktivität… zumindest glauben wir das. Eine typisch westliche Sichtweise.

Der Fruchtbarkeitsverlust ist nur körperlich zu sehen. Die mangels Menstruation zurückbehaltene Energie können wir anders nutzen. Projekte und Ideen entstehen, aber nur, wenn wir uns dem westlichen, feindlichen Bild der Menopause nicht unterwerfen.

Auch die Vitalität muss nicht schwinden. Wenn wir umsichtiger mit unserem Körper umgehen, gehen wir möglicher Weise unseren besten Jahren entgegen. Die Werbung hat die Tatsache längst entdeckt und nennt die Generation über 50 „Bestager“ (im besten Alter).

Die Spannung lässt leider nach, was sich ebenfalls die Werbung zu nutze macht. Aber auch hier können wir mit Kräutern entgegenwirken.  Und sei es nur der Zinnkrauttee, den ich im vorigen Beitrag erwähnte.

Dem Schönheitsideal der ewig 30-jährigen sollten wir abschwören.  Das spiegelt nicht unser Innerstes, das sind wir nicht. Es gibt durchaus Schönheit in Gesichtern, die gelebt haben. Das hat mit Falten überhaupt nichts zu tun. Mögen Sie Rosen? Lieben Sie nicht auch die üppig erblühten, duftenden Blüten, auch wenn Sie schon die ersten äußeren Blütenblättchen verlieren? Ja, pralle Knospen sind schön und zart, aber erst die üppige Pracht der vollerblühten Rose lässt den Dichter schwärmen.

Mit Menschen ist das nicht anders: Schauen Sie sich doch mal die Schönheitsideale an: In ihren jungen Jahren waren sie zwar schön, aber hatten noch kein Charisma. Viele „Sexgöttinnen“ bekamen ihre Ausstrahlung erst in den Dreißigern oder Vierzigern und viele sind bis in die Sechziger hinein attraktiv, ohne sich der Schönheitschirurgie gebeugt zu haben.

Meine persönliche Meinung zu den „Alter Mann – junge Frau“ – Geschichten: Ich glaube in den meisten Fällen bevorzugen die Männer so blutjunge Frauen, weil die noch unkompliziert sind und sich fügen. Oder weil sie halt dekorativ sind und er sie noch mit Geld beeindrucken kann. Natürlich will ich nicht bestreiten, dass es auch hier echte Liebesgeschichten geben kann, Liebe geht seltsame Wege. Aber ich glaube, Sie wissen, was ich meine.

Sie sind jetzt also in den Wechseljahren. Das geht allen Frauen seit Jahrtausenden so und trotzdem hat die Wissenschaft da immer noch so manches Fragezeichen im Gesicht. Es gibt Völker, bei denen „Wechseljahre“ nicht mal einen Begriff haben, weil sie unspektakulär von statten gehen.

Bei uns „Zivilisierten“ kann das ganz anders sein. Wir erleben die Pubertät jetzt andersrum. Fragen Sie einmal Männer, die sowohl pubertierende Jugendliche, als auch menopausierende Frauen im Haushalt haben. Hier fliegen die Fetzen. Die Hormone sind bei beiden nicht im Gleichgewicht und hier versuchen wir anzusetzen.

Grundsätzlich gilt tatsächlich Ähnliches, wie in der Pubertät: Die Leber stärken, die Hormone abbaut und die Hormone selbst sanft balancieren. Besonders Letzteres ist nicht so einfach.

Ich setze voraus, dass Sie bereits bei Ihrem Frauenarzt vorstellig waren, um eventuelle andere Ursachen für die Beschwerden auszuschließen und die können in der Tat vielfältig sein. Von den bekannten Dingen wie Hitzewallungen und Brustspannen, bis hin zu Herzrasen, Panikattacken und Depressionen…

Allein der Symptome wegen, ist es schwierig, eindeutig die Wechseljahre als Verursacher zu benennen. Daher ist ein guter Frauenarzt in dieser Zeit sehr wertvoll.

Viele Frauenärzte greifen heute schon zu sanfteren Mitteln um Sie zu unterstützen. Meist bekommen Sie ein Mönchspfefferpräparat. Mönchspfeffer ist wunderbar, aber auch kein Allrounder. Vielleicht sollten Sie doch etwas gezielter herangehen. Bedenken Sie, dass die Pflanzenheilkunde heutzutage nicht unbedingt zur Ausbildung eines Arztes gehört. Wenn ihr Frauenarzt sie da unterstützt, sich interessiert zeigt und hilft, halten Sie das Schmuckstück in Ehren. Ganzheitliche Therapie ist immer das Beste aus BEIDEN Welten.

Gut… Sie sind nun also in den Wechseljahren, wechseln von einer Laune in die Nächste, von Wohlbefinden zu Unbehagen, von heiß zu kalt…

Da die Eierstöcke die Östrogenproduktion langsam einstellen, übernehmen andere Drüsen diese Rolle. Sie sind für ein wenig Unterstützung beim Bewältigen dieser Aufgabe dankbar. Auch hier hilft keine Einmalgabe sondern nur eine kurmäßige Anwendung. Ich nehme hier gern den

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Tonisierenden Tee für die Menopause

1 Teil Dong Quai

1 Teil Ingwer

1 Teil Löwenzahnwurzel

1 Teil Mönchspfeffer

1 Teil Orangenschale

3 Teile Sarsaparilla

3 Teile Sassafras

1 Teil Süßholzwurzel

1 Teil Yamswurzel

1 Teil Zimt

6 Teelöffel auf ein Liter. 20 Minuten köcheln lassen. Drei bis vier Tassen täglich über drei Monate, bei Bedarf länger. Der Tee kann auch kalt getrunken werden.

Bitte immer dran denken! Wenn Sie allein nicht weiterkommen, sich unsicher fühlen, starke Beschwerden, Schmerzen oder Fieber auftreten, ist der Weg zum Arzt obligat!

Der einfache Löwenzahn ist ein wunderbarer Helfer während der Wechseljahre (und auch sonst!)

Natürlich profitieren wir gerade in den Wechseljahren von kalziumreicher Nahrung (nicht unbedingt Milchprodukte, wie ich schon an anderer Stelle ausgeführt habe), daher sind Kalzium – Tees ratsam. Hildegards Schachtelhalmtee ist nicht schlecht, oder auch eine Mischung aus:

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Kalziumreicher Tee für die Menopause

1 Teil Borretsch

2 Teile Brennnessel

1 Teil Hafer

1 Teil Kamille

3 Teile Pfefferminze

1 Teil Zinnkraut

Im Originalrezept ist auch noch ein Teil Beinwell enthalten. Nach wie vor rät das BGA von der innerlichen Verwendung ab. Ich habe mich auch hierzu schon geäußert. Wenn Sie den Empfehlungen des BGA folgen, lassen sie den Beinwell weg und verwenden auch den Borretsch seltener. Auch so ist das Rezept noch sehr kalziumhaltig.

Der Tee enthält kein Koffein. Wenn er über längere Zeit eingenommen wird, steigert er die Energie aber langsam und nachhaltig. Zubereitung und Dosierung wie oben, aber nur aufgießen und 30 Minuten ziehen lassen, nicht kochen.

Sie sollten sich und Ihren Körper verwöhnen. Ist Ihr Energielevel sehr niedrig, dann bekochen Sie mal nicht ihre Lieben, sondern sich selbst und stellen Sie folgende Powerbällchen her:

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Powerbällchen für weise Frauen

3 Teel. Dong Quai Pulver

2 Teel. Ginsengpulver

3 Teel. Bienenpollen

½ Tasse Honig

1 Tasse Sesambutter

1 Teel. Spirulina

etwas Gelee Royal

Für den Geschmack: Kokosraspel, Karob, gemahlene Nüsse, gehacktes Dörrobst…

Rühren Sie die Zutaten zusammen, bis eine geschmeidige, leicht formbare Masse entsteht. Eventuell mit den Zutatenmengen etwas variieren. Formen Sie Bällchen und rollen Sie sie in den Raspeln, Nüssen oder dem Obst, ganz nach Gusto. Genießen Sie!

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Hitzewallungen

Ungefähr 75 % der Frauen in den Wechseljahren sind davon betroffen. Die Ursachen sind noch nicht gänzlich geklärt und daher gibt es auch hier leider kein Patentrezept. Trotzdem hab ich einige Tipps, die schon vielen Frauen geholfen haben und sich das Ausprobieren lohnt:

  • Bevorzugen Sie Vollkornprodukte und meiden Sie Zucker
  • Nehmen Sie Nahrung zu sich die reich an Kalzium und Vitamin E ist (Wenn sie Diabetes, Rheuma oder hohen Blutdruck haben, sprechen Sie Vitamin E – Gaben mit dem Arzt ab, ansonsten fragen sie Apotheker oder Packungsbeilage).
  • Trinken Sie Salbeitee (einfacher Salbei aus dem Garten – 20 Minuten ziehen lassen), vielen hat das geholfen. Aber bitte trinken Sie Salbei nicht über einen längeren Zeitraum.

Auch folgende Rezeptur hat sich bewährt:

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Tee gegen Hitzewallungen

4 Teile Eisenkraut

1 Teil Ginseng

4 Teile Herzgespann

4 Teile Mariendistel

4 Teile Rosmarin

4 Teile Salbei

1 Teel. auf eine Tasse, mit kochendem Wasser übergießen, 30 Minuten ziehen lassen, über den Tag verteilt trinken.

Sehen Sie der Menopause entspannt entgegen. Die Psyche hat hier einen großen Anteil an unserem Befinden. Suchen Sie sich einen guten Frauenarzt, der Sie begleitet. Optimaler Weise sprechen Sie auch die Kräuter mit ihm ab.

Denken Sie dran: Sie gehören zu den Weisen Ihres Volkes. Lebenserfahrung lässt sich nicht studieren. Es mag sein, dass Ihr Umfeld das nicht zu schätzen weiß. Dann helfen Sie anderen. Es gibt dankbare Menschen im Internet, in Ihrer Gemeinde, in der Nachbarschaft. Oder schreiben Sie Ihre Erfahrungen nieder. Treffen Sie sich mit anderen Weisen. In unserer Gesellschaft zählt der ältere Mensch meist nicht viel, aber unsere Gesellschaft befindet sich auch im Absturz. Es wird Zeit, dass wir uns auf alte Werte, im wahrsten Wortsinne, besinnen.

Die Zeit, Leben zu schenken, nähert sich dem Ende. Nun schenken Sie Weisheit und wer weise werden will, hört Ihnen zu.

Sollte sich Ihr Körper während der Zeit der Umstellung unangenehm melden, dann schenken Sie ihm ein wenig mehr Beachtung. Er erinnert Sie an die Aufgabe, nun die Jüngeren zu lehren und sich selbst aus der Hetze des Alltags ein wenig mehr zurück zu nehmen.

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Ich glaube, ich sagte es schon mal: Ich bin den Soja-Produkten gegenüber recht skeptisch. Erst war es ein Bauchgefühl, dann hab ich einige negative Abhandlungen gelesen (die Sojabohne müsse erst stark bearbeitet werden, um essbar zu sein – Sojalecithin – der allgegenwärtige Lebensmittelemulgator werde aus toxischem Reinigungsschlamm gewonnen) und nun hab ich einen weiteren, sehr besorgniserregenden Text hierüber gefunden:

http://www.sylt-gesund-leben.de/texten/soja.htm

Wie gesagt, bei mir war es nur ein „Bauchgefühl“. Ich musste, da ich aus gesundheitlichen Gründen eine zeitlang keine Milch durfte, auf andere Produkte ausweichen. Ich nahm eine ganze Zeit Soja, aber irgendwie…

Naja, ich bin auf Hafer- und Reismilch ausgewichen. Die sind geschmacklich sogar um Längen besser. Neuerdings bietet die Firma Koelln auch Hafermilch an.

Ich verfolgte die Sojaberichterstattung immer im Hintergrund. Viel erfährt man nicht. Gestern las ich in einem Blog: „Was die Medien verteufeln, schau dir mal genau an, es ist wahrscheinlich gut. Was sie in den Himmel loben ist wahrscheinlich Käse“.

Tatsächlich mache ich diese Erfahrungen vermehrt auch. Der Blogschreiber ging sogar noch weiter und erklärte, er würde überhaupt keine Zeitungen mehr lesen, die echte Wahrheit bekäme man nur über Blogs heraus.

Sogar das würde ich unterstreichen, allerdings ist es recht schwierig, die „wahren“ und die „gesponnenen“ Nachrichten zu unterscheiden.

Aber genauso läuft es doch meist bei den großen Skandalen: Es wird jemand aufmerksam, behauptet etwas und wird dafür im leichtesten Fall belächelt und lächerlich gemacht, im schlimmsten Fall durch scheinbar respektable und kompetente Andersgläubige abgekanzelt, verklagt und per Rufmord beseitigt.

Normaler Weise dauert es recht lang, manchmal Generationen, um einen Skandal wirklich aufzudecken. Auch wenn es vielleicht nicht mal ein Skandal, sondern einfach „nur“ ein Gesundheitsirrtum ist.

Was bei mir immer sauer aufstößt: Wenn eine große Industrie da dran hängt. Da kannst du mit der Wahrheit so gut wie gar nicht durchkommen. Schauen Sie mal eben ins Badezimmer und gucken sie, welche Konservierungsmittel in Duschgel und Kosmetika sind. Ich tippe auf „Parabene“. Genau diese sind in Frankreich wegen Verdacht auf Brustkrebsförderung verboten worden. Würde das Verbot auch bei uns greifen, hätte so mancher Kosmetikhersteller ein fast nicht zu lösendes Geldproblem…  in der Regel wird sich für die Brieftasche entschieden, nicht für die Volksgesundheit.

Bei Soja hab ich also nur bruchstückhaft kritische Texte, Meinungen und Studien gefunden. Das Soja einen besser durch die Wechseljahre bringen soll, ist übrigens inzwischen auch durch mehrere Studien widerlegt worden.

Fakt ist, gesichert kann ich leider nicht behaupten, dass Soja eher krank macht… aber ich hab ein verdammt ungutes Gefühl. Darum meine Bitte:

Wer hier irgendetwas für mich hat: Texte, Studien, vielleicht eigene Erfahrungen: bitte an mich weiterleiten. Wenn gewünscht, gebe ich die Quelle auch nicht preis. Ich weiß nicht, ob ich auf diesem Weg wirklich genug zusammenbekomme, um rechtssicher behaupten zu dürfen, dass Soja nicht gesund ist… aber ich möchte vorrangig erst einmal eine genaue Info für mich.

Vielleicht sollten wir tatsächlich bei solchen Themen ein wenig mehr „netzwerken“, Gleichgesinnte, die sich untereinander informieren. Damit man uns kein X für ein U vormachen kann. Denn mir geht es schon längst wie o. g. Blogger: ich traue den Medien schon lange, lange nicht mehr…

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Wenn die Periode ausbleibt und sowohl eine Schwangerschaft, als auch die beginnende Menopause ausgeschlossen werden kann, können wir zu Kräutern greifen.

Auch eine ausbleibende Periode kann viele Gründe haben. Sogar hier kann die Psyche im Spiel sein. Unser Hormonsystem ist empfindlich. Sei nett zu dir und deinem Körper, trink aufbauende, nährende Tees, nimm gute Nahrungsergänzungen, wie Spirulina, Floradix (oder den selbstgemachten Eisensirup), Vitamine, Mineralien (alles bitte aus natürlichen Quellen) und vermeide Stress.

Dann wähle einen Termin, an dem Du deine Menstruation locken willst. Die meisten Frauen menstruieren zu Voll- oder Neumond, das wäre doch eine gute Wahl. Der Vollmond wird sowieso in den meisten Kulturen mit Weiblichkeit in Verbindung gebracht und erinnert dein Unterbewusstsein an dein Vorhaben.

Verabrede dich also mit dir selbst (natürlich kannst du auch Freundinnen einladen) und mach dir einen schönen Tee. Um die Periode zu locken, würde sich Folgender eignen:

Mondtee

3 Teile Pfefferminz

1 Teil Ingwerwurzel

1 Teil Schafgarbe

1/2 Teil Beifuß

6 Tl dieser Mischung auf 1 l Wasser. Zum Köcheln bringen, vom Herd nehmen und 20 Minuten abgedeckt ziehen lassen.

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Stimme dich ein. Umgib dich mit menstruierenden Frauen. Frauen, die in einem Haushalt leben, menstruieren meist zur gleichen Zeit. Das kann sogar für Schulkameradinnen oder Kolleginnen gelten. Frauen sondern in dieser Zeit bestimmte Pheromone ab, was andere Frauen tatsächlich beeinflussen kann.

Einige Tage vor dem geplanten „Periodelocken“ kannst du anfangen, Vollbäder mit Poleiminze zu nehmen. Bitte lies noch mal genau! Du darfst NICHT das Öl nehmen. Das Öl enthält giftige Substanzen, zu hoch konzentriert, und darf auch nicht innerlich genommen werden! Ein Bad ist ähnlich, wie eine Tasse Tee (wir nehmen die Wirkstoffe auch gut über die Haut auf), also auch hier das Öl NICHT verwenden (Ich hab in den Beiträgen für junge Frauen mehr dazu geschrieben). Für das Bad nimmst du eine Handvoll Kraut und gibst es in ein Mulltuch. Das Mulltuch hängst du so unter den Wasserhahn, dass das einfließende heiße Wasser für einige Minuten da durchlaufen kann. Dann kannst du das Bad angenehm temperieren, dich selbst genüsslich hineinlegen und das Mulltuch abnehmen. Du kannst es jetzt wie einen „Kräuterbadeschwamm“ benutzen. Engländerinnen würden jetzt sogar noch einen Poleiminztee dazu trinken, da aber zwei junge Mädchen vor ein paar Jahren mit einer Überdosis Öl experimentiert hatten und starben, wird in Deutschland grundsätzlich von der innerlichen Einnahme  abgeraten. Das macht nichts, wir können auf die Poleiminze als Tee gut verzichten. Poleiminze ist sehr potent, auch als Badezusatz bewirkt sie viel.  Sei dir aber bitte wirklich sicher, dass du nicht schwanger bist, bevor du deine Tage mit Kräutertees (wie z. B. dem Mondtee) hervorlocken willst.

Wer die Poleiminze lieben lernt (ich mag sie), kann sie auch nutzen, ohne dass er sie einnimmt. Poleiminze ist (in der kriechenden Form) ein guter Bodendecker und allein das sitzen auf dem minzigen Untergrund kann die Periode locken…

Es ist hilfreich, ein kleines Ritual zu gestalten. So stimmst du dich mit allen Sinnen auf den Wunsch, wieder in den fraulichen Rhythmus zu kommen, ein.

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Die vorstehenden Tipps sind für Frauen im gebärfähigen Alter gedacht. Für ganz junge Frauen lesen Sie bitte frühere Beiträge.

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Ist es zu gewagt, die Poleiminze zu diskutieren?  Ich denke nicht. Es hat noch nie geholfen, Informationen einfach zurückzuhalten, damit kein Missbrauch stattfindet. Ja, die Poleiminze gehörte zu den Abtreibungsmitteln, genau wie Beifuss und auch wie Petersilie (raten Sie mal, woher Petersilienstraßen ihren Namen haben…). Die Pflanzen sind damit nicht automatisch zu ächten. In unserem ganz normalen Gewürzschrank sind Kräuter, mit denen Sie sich eben mal einen kleinen Trip verschaffen können. Sind die deswegen verboten? Nein!

Ich denke jeder normal denkende Mensch weiß genau, dass ein Herumspielen mit hohen Dosen lebensgefährlich ist.  Das muss nicht mal ein exotisches Kraut sein, einfaches Salz reicht auch. Frauen, die ungewollt schwanger werden, sind sicherlich verantwortungsvoll genug, sich fachmännische Hilfe zu suchen.

Die Leichtsinnigen und Unbelehrbaren, die machen ihre Dummheiten auch so, ob ich hier nun etwas zu abortiv wirkenden Kräutern schreibe, oder auch nicht. Ich sags noch mal deutlich: Wer mit halluzinogenen oder abortiven Kräutern in hohen Dosen spielt, dem ist nicht zu helfen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass er mit solchem Leichtsinn aus dem irdischen Genpool ausscheidet…  Darwin lässt grüßen.

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