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Archive for the ‘Schönheit’ Category

Als Kräuterhexchen hab ich immer das Bedürfnis gehabt, in dicht bewachsenen Häuschen zu leben…

ob nun hier…

Mein Seehexenhäuschen

oder hier….

Mein Rosenhexenhäuschen

oder eben zuletzt hier…

Mein „Mitten-im-Dorf-Versteck“

nun hat mich der Sturm zwangsentblättert

 

Der Efeu hat sich komplett von einer Seite losgerissen und ist auf mein feuerrotes Spielmobil gefallen. Ich fühle mich tatsächlich ein wenig nackt und schutzlos. Einen Großteil der Nachbarn wirds freuen. Ich konnte förmlich sehen, wie es sie in den Heckenscheren juckte… aber ich bin wirklich ein wenig traurig.

 

Andere, die die sich auch auf Geister- und Ahnenpfaden bewegen, werden das womöglich sogar für ein gutes Zeichen halten. Orte, an denen der Efeu über Gebühr wächst, sollen Tore zur Unterwelt sein, Pforten, die Seelen aller Art passieren müssen. Daher wirken solche Efeuburgen manchmal ein wenig unheimlich. Meine Hauptefeuzone befindet sich allerdings am Schuppen, von daher wähne ich mich nicht in Bedrängnis.

 

So… jetzt hab ich aber eine Unmenge Efeu. Ich, die ich doch keiner Pflanze ein Blättchen krümmen kann. Und auch noch Efeu, der bei mir irgendwie unter Naturschutz steht. Und verkommen lassen mag ich schon gar nichts. Was mach ich jetzt damit?

 

Nicht, das man mit Efeu nicht viel anfangen könnte. Nach wie vor ist er ein wunderbares Cellulite-Mittel. Aber soviel Cellulite hab selbst ich nicht, dass ich diesen Berg wegwickeln könnte.

 

Mein Mann nimmt, auf meinen Tipp hin, regelmässig eine Handvoll Efeu in die Buntwäsche, die Farben werden damit richtig leuchtend. Aber auch Wäsche haben wir nicht mehr in diesem Ausmaß.

 

Genau wie der Wäsche, kommt der Efeu auch den Haaren zu Gute. Im Shampoo oder als Spülung bringt er Leuchtkraft und Glanz. Nun muss ich allerdings nicht eine ganze Yeti-Familie versorgen…

 

Was mach ich mit meinem Efeu? hat jemand eine Idee? Ja, ja, ich bin knickerig, kann nichts wegschmeißen…

 

Wer das übrigens nachmachen will, die Leuchtkraft für Haar und Wäsche: Bitte nicht auf Blond oder in weiße Wäsche. Und der Efeu muss relativ heiß geworden sein, also mindestens 60 Grad oder eine Abkochung davon machen.

 

Drückt mir die Daumen, dass der Sturm nicht noch mehr entblättert. Wein und Rosen müssen bleiben!

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Ich hab neulich ein wenig Großstadtluft gewittert und bin auch in den Shop eines namhaften Herstellers für biologisch hochwertige Möbel und Kleidungsstücke gegangen. Ein neu erblühendes Untersegment ist hier die Naturkosmetik. Naturkosmetik – wenn sie denn wirklich welche ist – hat schon ihren Preis. Hochwertige Öle schlagen kräftig zu Buche. Da es nicht schwer ist, sich reine, pure Naturkosmetik selbst zu machen, kauf ich in der Regel nichts, aber mal schnuppern, schauen und Rezepturen und Ideen als Anregung mitnehmen, macht mir Spaß.

Da stieß ich auf ein kleines Päckchen mit Badepralinen. Drei kleine Pralinchen hatten hier den stolzen Preis von 11,80 Euro! Ich kann es nur noch mal sagen: 11,80 Euro! Das sind fast 4 Euro pro Pralinchen.

Badepralinchen sind meist aus Kakaobutter und pflegen die Haut wunderbar. Ich liebe Badepralinen und mache sie in allen Variationen. Da Kakaobutter schon bei 30 Grad schmilzt, reicht es aus, die Dose auf die Heizung zu stellen, ätherische Öle dazuzugeben, das ganze in Eiswürfelförmchen zu geben und fertig sind sie… ruckzuck und vor allem: Preiswert! Meine Pralinen, in der Größe der dort angebotenen, dürften in der Herstellung, je nach Aromaöl oder sonstigen Zusätzen, etwa 20 bis 50 Cent kosten. 4 Euro wäre da schon mal ein recht stolzer Aufschlag.

 

Ich schaute noch schnell auf die Zutaten, nicht das hier irgendwas Superbesonderes drin ist, was den Preis rechtfertigen würde. Nööö… Kakaobutter und eine Prise Lavendelblüten obenauf. Wirklich nichts Spektakuläres.

 

Also entweder fällt mir das Geld förmlich aus der Tasche, oder ich verzichte auf den Hautschmeichler, oder ich mach ihn mir selbst. Letzteres empfehle ich von ganzem Herzen! Es geht schnell und einfach. Wer einmal welche gemacht hat, bleibt dabei.

 

Wenn man bei den Selbstgemachten dann mal mit dem Preis aus dem Shop hochrechnet, hat man einen fürstlichen Stundenlohn.

 

Wer selbst Hauschka, Weleda oder Logona zu seiner Marke erkoren hat, liegt richtig. Die Ingredienzen sind wertvoll und der Preis sicherlich auch gerechtfertigt. Aber mir scheint, das unter „Naturkosmetik“ mittlerweile auch viel auf den Markt kommt, das ob der einfachen Inhaltsstoffe schlicht überteuert ist.

So hab ich neulich in Hamburg auf dem Markt sogar einen Stand entdeckt, wo selbstgemachte Beinwellcreme verkauft wird. Das ist – man möge mir verzeihen – schon sträflich! Niemand, außer der Apotheker ihres Vertrauens und sie natürlich für ihren Eigenbedarf, darf Medikamente selbst herstellen. Und eine Creme die zur Linderung mancher Leiden  angepriesen wird, ist ein Medikament. Zudem sollte das kleine Döschen üppige 35,– Euro kosten! Das ist schlicht Abzocke. Ein Blick auf die anderen Döschen sprach dann auch noch Bände. Die hochgelobten Gesichtscremes gaben weder Inhaltsstoffe noch Haltbarkeitsdatum preis. Das hier jemand illegal rührt, ist sehr wahrscheinlich.

 

Nichts gegen den kleinen Kosmetikrührer, der hier und da mal was verkauft. Ist zwar auch verboten (davon kann man nahezu ausgehen, weil in der Kosmetikverordnung strenge Maßstäbe angelegt werden, wie z. B. eine Ausbildung in Chemie, labortechnische Prüfungen der Rezepte usw…), aber naja… ich bin genaugenommen auch dafür, dass der normal Kundige Kosmetik herstellen darf (Lebensmittel darf jeder, ist das nicht gefährlicher?), aber illegal ist das leider noch. Nur das der kleine Rührer nicht den dicken unverschämten Reibach macht. 35 Euro für ein kleines Döschen ist schon der absolute Hammer!

 

Also muss ich leider sagen: Augen auf! Auch bei Naturkosmetik und Kräuterfrauen. Was sich da allmählich tummelt, ist auch schon grenzwertig. So was macht den Ruf und auch den Markt kaputt. Seid nicht dumm, fragt nach, fühlt der Expertin auf den Zahn! Sich gründlich zu informieren, bevor man das Portemonnaie zückt, ist nicht verkehrt und kann vor Schaden bewahren.

Da holt euch die Beinwellsalbe lieber beim Apotheker. Die ist im Vergleich zu dem Marktdöschen ja gradezu spottbillig. Ich meide Apotheken ja auch, was bei mir aber mit dem Preis zu tun hat, aber wer wegen der Qualität sicher sein will, der sollte dort hingehen. Es ist möglich, dass hier die Salben auf Basis künstlicher Fette gemacht werden. Einfach mal fragen.

Also: Traut nichts und Niemandem. Mir auch nicht! Das lesen dieses Blogs ersetzt nicht den Einsatz des eigenen Gehirns! Im Gegenteil, Letzteres ist ausdrücklich erwünscht.

So! Wenn ich euch mit meinen Ausführungen, Tipps und Rezepten hilfreich sein konnte, freut mich das sehr. Wenn ihr dazu auch noch aus eigener Abschätzung und nicht blindem Vertrauen gekommen seid, freut mich das richtig. Ich bin schließlich auch nicht vor Irrtümern und Schreibfehlern geschützt. Traut EUCH mehr zu. Dazu gehört auch die Herstellung eigener Pflege. Es muss ja nicht gleich die komplette Serie von der Zahnpasta bis zum Shampoo sein. Ihr könnt so viel und seid nicht abhängig! Und da ich diese kleinen Pflegebömbchen sehr empfehle, wäre es doch mal eine Idee, sich so ein Pralinchen herzustellen…

 

 

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Soo… obwohl mich die Paketdienste vor Weihnachten nicht lieb hatten, bekam ich gerade noch so eine Lieferung Tiegelchen und Töpfchen und die große Rührerei ging los.

Also nichts gegen Paketdienste: was ich so mitbekam, haben die über Gebühr geschuftet, sind auch mehrmals gekommen, wenn ich nicht da war, also Hut ab. Und gegen Wetter können die ja auch nichts machen. Aber um mich Weihnachten so richtig ins Schwitzen zu bringen, kam dann auch noch diese nette Statusmeldung:

 

Mein Paket wurde übersehen…  Leider nicht nur vom Paketdienst, sondern auch vom Lieferanten vorher. Obwohl mir mitgeteilt wurde, das es angeblich schon seit einer Woche unterwegs wäre, war es zum Zeitpunkt meines verzweifelten Anrufes (am 21.12.) noch nicht mal gepackt. Soo… da vergisst mich mein Lieferant, der Paketdienst übersieht das Päckchen und das Wetter setzt eins drauf. Ob mir das was sagen will?

Wie gesagt, ich hab ja alles noch auf den letzten Drücker bekommen. Die Paktedienstfahrer haben ob der miesen Wetterbedingungen wirklich Höchsteinsatz gezeigt. Bei uns kommt noch hinzu, dass im Dorf eine nette Baustelle ihr momentan untätiges Dasein fristet und alle weitläufig über die Pampa umgeleitet werden, die irgendwie nicht im Winterdienst-Schneeschiebeprofil der Gemeinde zu liegen scheint. Wer da lang muss, sollte ein bisserl Schweden-Rallye-Erfahrung mitbringen, oder schon mal Paris-Dakar gefahren sein.

Ein bisschen ange… war ich schon. Alle Weihnachtsgeschenke an einem Tag rühren?

 

Nun, Ärmel hoch und ran. Rezepte hauptsächlich aus dem bereits vorgestellten „Geschenke aus dem Garten“ – Buch, teilweise leicht abgewandelt.

 

Marathonrühren in meiner Küche. Aber die Ergebnisse überzeugen. Die Rezepte beschränken sich auf Bienenwachs und Honig als Emulgatoren und sind dafür nach meinem Verständnis halt Naturkosmetik pur. Spinnrad- oder Doleschalek-Anhänger mögen mir das verzeihen. Ich finde die Doleschalek – Bücher auch super, beschränke mich aber meist auf die Wirkstoffempfehlungen und rühre mein eigenes Süppchen. In der dekorativen Selbstrührkosmetik ist Frau Doleschalek allerdings unschlagbar und meines Wissens bisher auch einzig.

 

Nun also gerührt: Zunächst die Handcreme, für die ein Kartoffel-Rosmarinsud erforderlich ist. Riecht wie Gemüsesuppe, macht Hunger. Der Geruch lässt mit dem Erkalten merklich nach. Aufgetragen zunächst etwas ölig, zieht aber relativ rasch ein und hinterlässt ein gepflegtes Gefühl.

Die Holundercreme ist super… riecht durch das Weizenkeimöl etwas streng, aber hat eine „sofort-sichtbar-jünger“ Wirkung. Beduften kann ja jeder nach Geschmack, wenns stört. Aber nach dem Auftragen ist das etwas Strenge eh verflogen. Ich spiele mit dem Gedanken, nicht nur Holunderblütenwasser, sondern auch Holundersaft zu verwenden. Könnte allerdings mit dem gelben Weizenkeimöl ein hässliches Hundehäufchenbraun geben. Wäre einen Versuch wert.

Frei nach dem Motto: „Was nicht mehr in den Mund passt, kommt ins Gesicht“ (ich weiß nicht, wo ich das gelesen habe… Stefanie Faber vielleicht?), haben wir die Bodylotion gerührt. Da auch hier nur ein klitzeklein wenig Bienenwachs als Emulgator eingesetzt wurde, sind pyhsikalische Höchstleistungen gefragt. So eine Lotion wird ähnlich gemacht, wie Mayonnaise… Tröpfchenweise einrühren und emulgieren lassen.

 

Mein Mann wollte mir das Anfangs nicht ganz abnehmen (er hat noch nie Mayonnaise gemacht) und versuchte das Tröpfeln durch Schnelligkeit zu umgehen. Der Versuch war fürs Klo… naja, nicht ganz. Da noch unparfümiert, wars halt fürs Stockrosenbeet. Stockrosen mögen Fett. Angeblich hat man früher fette tote Katzen unter ihnen vergraben. Nun, ob man früher wirklich fette Katzen hatte und ob sie tatsächlich unter den Stockrosen gelandet sind, ich weiß es nicht. Aber das mit dem Fett habe ich schon ausprobiert und meine Stockrosen danken es mir. Vielleicht wuchsen sie auch mir zuliebe etwas prächtiger und hofften, dass ich weitere Fettgaben nicht für nötig halte… 😉

 

Also nochmal gerührt und dieses Mal getröpfelt. Harte Arbeit, weil wir ja gleich für die ganze Familie rührten… Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Eine leichte, sehr pflegende Bodylotion mit tatsächlich mayonnaisiger Konsistenz, wirklich angenehm aufzutragen und mit wunderbarem Hautgefühl.

 

Zum Schluss noch die Badesahne. Hier wußte der Honig wohl nicht, dass er seinen Job als Emulgator und nicht nur als Hautpfleger machen sollte. Gut, also vor Gebrauch schütteln. Da kann ich durchaus mit leben. Das Sahnebad pflegt ebenfalls so wunderbar, dass Normalhäutige keine extra Pflege nach dem Bad brauchen.

 

„Alles Geniale ist einfach“ soll Edward Bach, Vater der Bachblüten, gesagt haben. Ich kann da nur wieder einmal zustimmen. Was mir jetzt noch in meinem Repertoire fehlt, wäre eine „Bauchweg-Creme“. Ich hab da zwar auch einige Rezepte mit stoffwechselanregenden Wirkstoffen, aber ohne Bewegung und Verbannung böser Kalorienbomben wirds wohl noch nicht gehen.

So haben wir wohl alle unsere kleinen Laster. Damit mein kleines Laster nicht allzu groß wird, und man mich mit dem Werbeslogan einer bekannten Schokoladefirma als „quadratisch, praktisch, gut“ bezeichnen kann, werde ich mal anfangen, auf meine Linie zu achten und das nicht nur beim Busfahren.

 

Unterstützen soll mich bei diesem Vorhaben mein geliebter Topinambur, der allerdings im Moment im „frostigen Verlies“ unter der Erdoberfläche weilt. Die nächste Ernte wartet auf Plusgrade. Eine schöne Ausrede, um weiterzunaschen, oder?

 

 

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Es gibt im Moment nicht allzuviel zu sammeln. Das aufmerksame Auge findet aber schon frische Blattrosetten von Löwenzahn und Gänseblümchen, die für das nächste Frühjahr bereit sind. Auch von der Brennnessel treibt schon wieder Einiges nach. Zum Verzehr würde ich aber maximal Wurzeln, Knospen und die Frischrosetten nutzen. Es gibt allerdings Kulturen, für die jetzt alles „tabu“ ist und in der dunklen Jahreszeit für die „Waldgeister“ stehen gelassen wird.

Was man jedoch gut „sammeln“ und pflücken kann, ist die nächste Weihnachtsdekoration. Nein, sie sollen kein Tannengrün aus dem Wald holen, da fragen Sie eher mal im Kleingärtnerverein oder beim Friedhofsgärtner, da wird zu dieser Zeit oft noch geschnitten. Aber Zapfen von Tanne und Lärche oder Kiefer kann man jetzt gut holen und für Gestecke nutzen. Efeu und Stechpalmen können ebenfalls zu Dekorationszwecken geschnitten werden, Letztere sind besonders mit ihren roten Früchten wunderschön. Die Zapfen kann man mit Goldspray veredeln. Wer sich im Sommer (oder an günstigen Standorten auch jetzt noch) Schafgarben gesammelt hat, kann diese im getrockneten Zustand auch ganz wunderbar mit Goldspray „weihnachtlich“ schmücken.

Für herbstliche oder auch weihnachtliche Gestecke kann man auch Moos sammeln und in hübschen Schalen arrangieren.  Als Farbtupfer in solchen Arrangements eignen sich rote Pfefferkörner (die kann man günstig in größeren Gebinden kaufen), die großflächig eingestreut werden.

 

Aber nicht nur Ihr Heim können Sie glänzend schmücken, sie selbst profitieren auch noch von unseren glänzenden Pflanzenschwestern.

Die Idee kam mir auf der letzten Herbstwanderung, die uns nur noch spärlich mit Kräutern versorgte. Ich schlug vor Kastanien zu sammeln. Aber was macht man mit Kastanien? Energetische Heiler nutzen sie zur Abschirmung von Erdstrahlung und legen sie beispielsweise unters Bett (ich hab das noch nicht ausprobiert, aber ich denke, da sollte schon eine größere Anzahl liegen). Als Handschmeichler haben viele Menschen sie in der Tasche. Tatsächlich wirken sie dabei beruhigend. In Rheumacremes findet sie Verwendung, oder auch in Krampfaderprodukten. Aber die Kastanie ist auch so etwas, wie die heimische „Waschnuss“. Sie enthält Saponine und erzeugt einen waschaktiven Schaum. Tatsächlich hat man früher empfindliche Stoffe mit einem Sud aus zerkleinerten Kastanien gewaschen.

Die Kastanie ist nicht das einzige Waschkraut. Es gibt viele saponinhaltige Pflanzen, allen voran das Seifenkraut, dass, wie der Name schon sagt, auch bevorzugt zum Waschen verwendet wurde. Heutzutage werden immer noch empfindliche Seidenstoffe mit Seifenkrautsud gereinigt.

Ja und sogar der nicht überall geschätzte Efeu enthält Saponine und hat sehr gute Reinigungseigenschaften. Manchmal mache ich mir einen Absud aus den Blättern und nutze ihn als Glanzspülung. Der Allrounder findet auch als Hustenmittel (Prospan) und in Cellulitemitteln seinen Einsatz.

Der immergrüne Efeu kann das ganze Jahr über „geerntet“ werden

Als ich wieder mal über den Efeu grübelte, erfuhr ich in einem Fernsehbeitrag, dass auch andere sich da bereits Gedanken gemacht haben. Im Rahmen eines Projektes haben zwei Schüler aus dem Efeu einen Reiniger hergestellt. Die Ergebnisse waren so überzeugend, dass eine Firma dieses Mittel nun unter dem Namen „Efea“ herausbringen will.

Das hat mich daran erinnert, wozu ich den Efeu früher auch genutzt habe: Als Farbenauffrischer in der Waschmaschine. Ja, Efeu frischt Farben auf, ob in der Wäsche, oder im Haar. Eine Handvoll Blätter in die Waschtrommel und schwarz wird wieder schwarz und orange schön leuchtend. Ähnliche Effekte hat Efeu auch auf das Haar, die Farben leuchten wieder, das Haar glänzt. Diese Wirkung entfaltet der Efeu aber erst bei höheren Temperaturen, daher bei Feinwäsche eventuell etwas vorgekochten Sud verwenden. Vorsicht aber bei hellen Farben oder blondem Haar!

 

Da wir im „Heilerkreis“ wieder einmal Shampoo machen wollten (Grundrezept hier), habe ich mich entschlossen, dieses Mal auch ein paar Efeublätter in den Sud zu geben. Teilnehmerinnen mit eindeutig nicht zu hellen Haaren, wählten den mit Efeu aufgepeppten Sud. Die ersten Rückmeldungen sind begeistert. Tatsächlich wurden schon Einige auf den Glanz angesprochen.

Das hört sich doch super an. Ich werde mich dem Efeu jedenfalls wieder öfter widmen. Auch in Duschgels ist er mit seinen Cellulitewirkstoffen sicherlich nicht Fehl am Platz. Wer hier eigene Erfahrungen hat, darf sie mir gern mitteilen. Gleichzeitig möchte ich auch meinen absoluten Respekt den Jugendlichen aussprechen, die den Efeu wieder ins Bewußtsein und ins Reinigerregal geholt haben. Manchmal braucht eben auch eine Kräuterhexe einen kleinen Schubs.

 

 

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Baden wie Kleopatra

„Deine Bäder sollen sein wie der Saft der Juliblumen,

der Geist der Rosen und Veilchen,

wie die Milch des Einhorns und des Panthers Atem,

in Körben gesammelt, vermischt mit den Weinen Kretas.“

(Volpone, Ben Jonson)

Na, wenn allein das Zitat keine Wucht ist…  ich gebe zu, mein Badezimmer ist oft weit entfernt von dieser herrlichen Vision. In Haushalten mit Handwerkern, fleißigen Gärtnern, vorratswirtschaftenden Hausfrauen und munteren Kindern ist das wohl auch nicht so einfach.

Ja, es gibt Haushalte, die nicht einmal mehr eine Badewanne haben. Die Bewohner erzählen mir, dass sie nicht gern baden, duschen ginge fix und wäre auch nicht so teuer…

Oh mann, ich find das schade… gibt es etwas Entspannenderes als ein wohliges Treiben in duftendem Schaum bei Kerzenschein und vielleicht auch sanfter Musik? Natürlich stimme ich den „Duschern“ zu, dass für eine einfache Körperreinigung die Dusche vorzuziehen ist. Aber wie entspannt sich der Duschfan? Ich bin neugierig, wer mir dazu was mitteilen möchte, immer gern!

Haben Sie ein eigenes Zimmer? Als Mann vielleicht. Männer haben des öfteren Büros oder Hobbyräume. Frauen haben meist kein eigenes Zimmer. Ich nenn das oft „Schwellenfrauen“. Sie haben keinen eigenen Bereich, leben zwischen den Schwellen. Wenns hochkommt, gibts noch das Frisiertischchen im Schlafzimmer – den Hauswirtschaftsraum mit Bügelbrett, oft aus praktischen Gründen auch noch im Keller untergebracht – will ich hier wirklich nicht nennen.

So wird das Badezimmer in vielen Familien zum einzigen privaten Ort. Hier kann man für eine kleine Weile die Welt wirklich „ausschließen“.

Wenn Sie wirklich keinen Rückzugsort haben, sollten Sie sich überlegen, das Bad zu einer kleinen Erholungsoase zu machen. Da wir das Zeitalter des Plumpsklos hinter uns gelassen haben, können auch kleine Bäder mit sauberen Toiletten zum Verweilen und Entspannen einladen.

Machen Sie dieses „vergessene“ Zimmer gemütlich. Selbst wenn Sie sich vom Bauträger so ein klinikgleiches, in sterilem Weiß bis unter die Decke gekacheltes Bad aufschwatzen ließen (die Sanitär-Standausführung im Baumarktbeige oder Krankenhausweiß ist ja so günstig!), kann man mit ein wenig dekorativem Geschick, Kerzen und Duft eine heimelige Oase erstehen lassen.

Das geht auch mit schmalem Geldbeutel:

  • mit Muscheln und Fundstücken der letzten Strandwanderung (auch die abgeschliffenen Glasscherben des Zivilisationsmülls finden hier eine nützliche Verwendung).
  • Kerzen und nochmal Kerzen… kann man auch selbst gießen
  • Tiegel und Töpfen mit selbstgemachten Pflegekreationen und bunten Tinkturen (färben Sie mal ihr Badesalz mit Karottensaft, mehr „Sommer“ geht gar nicht)
  • Schalen mit duftenden Waschkugeln (soooo einfach, Seife raspeln, ein wenig anfeuchten, zu Bällchen formen, in Kräutern wälzen – duftend, wenn möglich -, z.B. Zimt, Lavendel…)

Japaner reinigen sich, bevor sie in die Wanne steigen…

Auch mit schmalem Budget lässt sich – ein wenig Fantasie vorausgesetzt – überall  „Meeresstimmung“ zaubern.

Kleopatra badete gern in Eselsmilch. Das ist nicht so einfach nachzumachen, aber 1 Liter Milch und eine Tasse Honig in der Wanne sind ebenso herrlich und pflegend.

Madame de Pompadour pflegte ihrer Bademilch Honig, Lavendel und Rosenblüten hinzuzufügen, etwas, was wir auch heute ohne Schwierigkeiten nachmachen können…

Königin Mary von Schottland hingegen badete gern in Rotwein. Das hab ich noch nicht ausprobiert, aber warum nicht?

Die Badekultur ist schon sehr alt. Ovid empfiehlt eine Maske aus Vogelnestern gegen Pickel. Auch wenn das helfen sollte, ich kann mir kaum vorstellen, dass man sich dafür begeistern kann… da kann ich mich schon eher für ein türkisches Badeöl aus Rosenblüten oder einer Gesichtsmaske aus Efeublättern erwärmen.

Um das Badezimmer frisch zu halten, muss auch hier nicht Meister Proper ran oder gar seine richtig aggressiven oder künstlichen Pendants:

  • Rostflecken in der Wanne rückt man mit einer Mischung aus Borax und Zitronensaft zu Leibe
  • Grünliche Flecken an Armaturen bekommen heissen Essig zu spüren, oder werden mit Buttermilch aufgeweicht
  • Fleckige Emaille wird mit einer Mischung aus Terpentin und Leinöl (oder Terpentin und Salz) wieder schön
  • Der speckige Überlauf wird mit Kinderzahnbürste (natürlich einer ausrangierten), Zitronensaft, Essig und Natron bearbeitet
  • Messing- und Chromarmaturen werden mit Salz und Essig eingerieben und nach dem Trocknen mit einem Fensterleder poliert
  • Fleckige Kacheln bekommen eine „Abreibung“ durch Zitronen und ihren Glanz zurück, indem man Sie mit Milch und Wasser einreibt, nachspült und poliert
  • Ein Blütenpotpourri auf der Fensterbank hält Ungeziefer fern
  • Ein Raumspray mit 10 Tr. Teebaum sorgt für angenehme Frische
  • Die am Strand gesammelten geschliffenen Glasscherben, in einer Muschel oder Schale dekoriert, sind nicht nur eine schöne Dekoration, sondern auch ein guter Duftträger: 20 Tr. Rosmarinöl darauf geträufelt gibt einen meeresähnlichen Duft und vertreibt Plagegeister. Rosmarin wirkt antiseptisch.
  • Die Kloschüssel bekommt mal eine „Maske“ aus Essig und Mehl (damit der Essig an seinem Platz bleibt) und wird am nächsten Morgen mit der Bürste attackiert. Spülen und fertig.
  • Der Sitz kann mit einer Mischung aus einer Tasse warmen Essig, Natron und sechs Tropfen Lavendelöl gereinigt werden. Gut nachwischen!

So ist das Badezimmer auf dem besten Weg zur Wellness-Oase…

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Uns selbst können wir dann auch noch mit folgenden Rezepten verwöhnen:

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Blüten-Badeessig

1 Tasse Duftperlargonienblätter

1 kleine Flasche Apfelessig

4 Tr. Rosengeranienöl

3 Tr. Neroliöl

Die Geranienblätter zwei Wochen im Essig warm ausziehen lassen, abseihen, Öl zugeben und in einen dekorativen Flakon umfüllen. Ein Spritzer macht jedes Bad zur Aromatherapie…

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Lady Venetias wunderbare Waschkugeln

2 Stck unparfümierte Seife raspeln

1 Tasse Haferflocken

3 Teel. gehackte Lavendelblüten, Eau-De-Cologne-Minze und Rosenblüten

1 Tasse Rosenwasser

3 Tropfen Lavendelöl

3 Tropfen Nelkenblütenöl

Rosenwasser erwärmen. Die restlichen Zutaten vermischen. Das Rosenwasser über die Mischung geben und 15 Minuten ruhen lassen. Alles gut durchkneten (evtl. nochmal im Wasserbad erwärmen). Zu kleinen Kugeln rollen, trocknen lassen, in Pergamentpapier wickeln (oder dekorativ und duftend im Bad verteilen). Nach ein paar Tagen kann man die Kügelchen nochmals mit Rosenwasser glätten und, wenn sie hauptsächlich duftend und dekorativ sein sollen, in Kräutern wälzen. Selbstverständlich sind sie auch wunderbar zum Waschen geeignet…

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Tipp:

Werfen Sie alten Kräutertee oder alte Kräuterbüschel nicht weg. In ein Mulltuch gewickelt und unter den laufenden Wasserhahn gebunden lassen sich noch wundervolle Wannenbäder genießen.

Oder sie befeuchten die trocknen Stängel und geben Sie auf die Grillkohle. Das aromatisiert das Grillgut.

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Es sieht ja wirklich nach Sommer aus, etwas, was wir gerade im klammen Norden nicht oft haben, und dieses Jahr konnte sich die Sonne sogar gegen die Kieler Woche durchsetzen!

Genauso wie wir nach Sonne, Wärme und Strand lechzen, lechzt unser Körper jedoch nach mehr Pflege. Ich gehe mal davon aus, dass Sie sowieso verantwortungsvoll Sonnenbaden. Zugegeben, Sonnenschutz ist ein Kapitel für sich. Die meisten käuflichen Cremes sind bedenklich.

Der Emulgator PEG ist Hauptverdächtiger als Auslöser der Mallorca-Akne.

Dabei kann man Sonnenschutz auch essen (natürliche Carotinoide): 40g Tomatenmark und 10g Olivenöl 10 Wochen lang täglich eingenommen erhöht den Eigenschutz um Lichtschutzfaktor 4. Wenn Sie selbst Cremes oder Salben herstellen, verwenden Sie im Sommer doch öfter Jojobaöl. Jojoba hat selbst ebenfalls einen LSF 4.

Damit haben Sie auf ganz natürlich Weise schon etwas für den Sonnenschutz getan, denn gerade bei Sonnenschutzmitteln wird nicht ausreichend informiert:

  • Ein Lichtschutzfaktor jenseits der 20 bringt kaum noch etwas. Faktor 20 hat eine 96%ige Filterwirkung, Faktor 40 nur 1,5% mehr.
  • Es wird bei Sonnenschutzmitteln oft mit dem Zusatz „ölfrei“ geworben, wobei mancher Konsument sich in Bezug auf die Mallorcaakne in Sicherheit wähnt. Aber gerade die stattdessen eigensetzten Silikone (die ölähnliche Eigenschaften aufweisen) scheinen die Auslöser für die Akne zu sein.
  • Sonnenschutzcremes schützen vor Sonnenbrand, aber nicht unbedingt vor den schädlichen UV-A Strahlen. Erst seit kurzem gibt es überhaupt eine verlässliche Methode zur Messung des UVA-Schutzes.

Besser einmal dick eincremen, als mehrmals nachcremen (Empfehlenswerter Naturkosmetik-Sonnenschutz: Lavera).

Aber die UV-Strahlen sind nicht grundsätzlich zu verdammen. UV-B-Strahlen bringen Energie und Lebensfreude, UV-C-Strahlen werden zur Vitamin D Synthese benötigt. Mässig sonnen, der gesunde Mittelweg, wie immer Leben. Eigentlich einfach, oder?

Im Sommer nie „ohne“. Auch an bedeckten Tagen an Sonnenschutz denken!

Eine gute Pflege nach dem Sonnenbad braucht die Haut, denn Sonnencreme hin oder her, Hitze, (Salz-)Wasser… insgesamt wird unser größtes Organ doch ganz schön beansprucht. In vorhergehenden Beiträgen haben wir schon Bodylotionen kennengelernt. Langanhaltend pflegend, feuchtigkeitsspendend und wirklich einfach ist das Tegomulsrezept.

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Ebenfalls wunderbar und auch als Gesichtsreiniger und Erfrischer zu verwenden ist der:

Orangensorbet-Reiniger für heiße Tage

4 EL Orangenblütenwasser

5 Tr. ätherisches Bitterorangenöl

2 TL Ringelblumenblüten

1 Pr. Iriswurzel (wenn zur Hand)

Alle Zutaten in eine hübsche Flasche geben. Die Iriswurzel verlängert die Haltbarkeit, aber Sie können natürlich das Blütenwasser auch immer neu ansetzen

Die Ringelblumen sind hübsch anzusehen und sorgen für die reinigenden Eigenschaften.

Mit einem Wattebausch auftragen, im Sommer als Erfrischung den ganzen Tag über verwendbar (evtl. ohne Blüten in Zerstäuber umfüllen).

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Wer seine möglicher Weise im Urlaub hart verdiente Sonnenbräune erhalten will und die Haut erstrahlen lassen möchte, rührt sich nach dem Sonnenbad ein:

Papayabalsam

1 Papaya

1 El Kakaobutter

Das Papayafruchtfleisch mit einer Gabel zerdrücken. Die Kakaobutter vorsichtig erwärmen (im Wasserbad, oder auf einem Löffel), nicht flüssig, nur weich werden lassen. Beides mischen und gut durchrühren. Sofort verwenden, wenn es die richtige Konsistenz hat. Leider nicht haltbar, aber wirklich ein „Hautwunder“. Gut auch für bereits „schälende“ Partien. Nach dem Auftragen vorsichtig abduschen.

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Obwohl man Salben und Balsame auch „leicht“ dosieren kann und sie damit als sommerliche Pflege tauglich sind (z. B. auf die feuchte Haut auftragen, mit etwas Wasser in der Hand vermischen, hauchdünn benutzen), gefällt manch einem eine typische leichte Lotion während der heißen Tage besser.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, so eine Lotion oder Milch herzustellen.

Die wirklich Einfachste und sehr Erfrischende ist:

Badeöl
Pflege – Öl der Wahl
einige Kräuter oder äth. Öle

Als Kräuterzusatz empfehle ich Rosmarin. Auf der duschfeuchten Haut ein wenig dieses Öls auftragen, eventuell noch mal ganz kurz (wirklich kurz) lauwarm überduschen. Durch den Rosmarin entsteht ein frisches, leichtes, sommerliches Hautgefühl, man ist sofort wach und munter. Wunderbar fürs morgendliche Duschen vor einem aktiven Tag.

Körperfluids

Sie können auch einen Schritt weitergehen, und einen wässrigen Anteil  in das Öl bringen. Im Badeöl bringen wir ihn einfach durch manuelles Mischen unter der Dusche ein. Die Haut ist feucht und warm und nimmt das Öl gut auf. Im Fluid geben wir den wässrigen Anteil einfach in die Flasche, müssen aber auch hier manuell Mischen (schütteln!), da wir keinen Emulgator benutzen. Für sommerliche Hautöle nehme ich meist Jojobaöl, da es sehr haltbar ist und von sich aus schon Lichtschutzfaktor 4 hat.

Körperfluid

60 ml Öl

30 ml Hydrolat (Rosenwasser, Hamamelis – schön für würzige, männliche Düfte, oder ein anderes Kräuterwasser)

20 Tropfen äth. Öl nach Belieben (auch hier wieder erfrischend: Rosmarin, evtl. Minze)

Einfach mischen und vor dem Anwenden schütteln. Da wir hier mit Wasserbestandteilen aber ohne Konservierung arbeiten, nicht zu lange aufheben!

Mehr Pflegestoffe, als ein einer Parfümerie...

Sie haben es doch lieber dick? Kein Problem: Dann rühren Sie eine klassische Lotion. Der Besuch beim Kosmetikzubehörhandel ist da aber obligat.

Körperlotion

3 El Kräuter

20 ml Öl

4 g Tegomuls (Apotheke, Kosmetikhandel)

20 Tr. äth. Öle nach Wahl (z. B. Lavendel, Myrrhe)

Brühen Sie aus den Kräutern einen Tee. Am besten mit destilliertem Wasser, das erhöht die Haltbarkeit. Wenn Sie nichts im Haus haben, plündern Sie den Vorgarten und nehmen z. B. Gänseblümchen, Rosen und wer hat, auch die wunderbaren Ringelblumen. Lassen Sie den Tee 10 Minuten ziehen und auf  etwa 70 Grad abkühlen.

Nun auch das Öl-Tegomulsgemisch auf 70 Grad erwärmen und zusammen mit dem Tee in ein verschließbares Gefäss geben. Dann schütteln, alles zusammen. Eine Minute sollten Sie schon durchhalten. Wenn die Masse klumpt, noch etwas Tee nachgeben. Nach dem Abkühlen die äth. Öle hinzugeben

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Oft werde ich gefragt, was das Beste für die Haut ist. Ich sage schlicht: Mayonnaise. Ja genau, eigentlich die Mayonnaise. Allerdings würde die aus dem Lebensmittelregal etwas seltsam auf der Haut riechen. Aber genau in diesem Prinzip machen wir die nächste Körperlotion. Erinnern Sie sich bitte kurz zurück, an den Kochunterricht in der Schule: Bei der Herstellung von Mayonnaise ist Fingerspitzengefühl erforderlich:

Körperlotion – gerührt, nicht geschüttelt

6 g Kokosfett

2 g Bienenwachs

30 g Jojobaöl

60 ml Kräuterhydrolat

13 magische Tropfen äth. Öl

Erwärmen Sie die Fette auf etwa 70 Grad (Bienenwachs schmilzt erst ab 60 Grad). Parallel dazu das Blütenwasser auf die gleiche Temperatur. Nehmen Sie ihren schnellsten Rührer und geben Sie nun, wie beim Maynonnaiserühren, das Wasser Tröpfchen für Tröpfchen, ständig rührend, in die Ölmischung. Sie müssen so lange „rührend“ bleiben, bis die Masse lauwarm ist. Nun können Sie auch die äth. Öle zugeben.

Kokosfett hat einen Lichtschutzfaktor von 2, Jojobaöl, wie schon erwähnt, 4. Kokosfett zieht leicht ein und kühlt ein wenig. Nehmen Sie ein frisches Blütenwasser, für den Sommer je nach Geschmack, Rosenwasser, Lavendel, vielleicht aber auch Orangenblüte? Kreieren Sie Ihren eigenen Sommertraum!


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