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Archive for the ‘Tiere’ Category

Treue Leser wissen: Ich habe einen Mops. Frag mich nicht warum. Manche Tiere finden dich einfach. Ich war jahrelang Großhundehalter und „Sowas“ wie ein Mops wäre für mich nie in Frage gekommen. Sieht ja gar nicht aus, wie ein Hund, diese Schnauze, dieser Schwanz …   Soweit zu meinen Vorurteilen.

Am Mops wurden, wie an vielen anderen Rassen auch, böse Zuchtfehler begangen. Das bestreitet keiner. Und da die Rasse so liebenswert ist, würde ich es sehr begrüßen, wenn endlich wieder der „Ursprungsmops“ angestrebt werden würde, der hatte nämlich eine Schnauze.

Leider wollen heute viele den kurzen Weg gehen und kreieren „Designerhunde“. Das heißt, sie nehmen zwei Rassen, paaren die Hunde, und hoffen, von beiden je das Beste zu bekommen. Das mag auch klappen, oder aber auch nicht. Ich kenne einige, die eben dann das Schlechteste aus beiden Rassen bekamen. Ausschuss sozusagen. Etwas in eine Rasse hineinzuzüchten, so daß es auch auf die Nachkommen vererbt wird, dauert nun einmal Jahre …  Aber ich glaub, darüber hab ich mich schon einmal ausgelassen.

Wie dem auch sei, mein Möpslein hat mich gefunden und meine größte Sorge damals war, das es nicht frei atmen kann. Das bekannteste Problem bei Möpsen. Aber sie kann! Mir fiel ein Stein vom Herzen. An dem Punkt wusste ich aber noch nicht, dass es bei Weitem nicht nur die Schnauze ist, die oft beim Mops zum Problem wird.

Mein Mops hat sich alle Probleme herausgesucht, die ein Mops so haben kann und noch ein paar mehr. Die Dame stellt die Tierärzte vor Probleme.

Gut … Sie war aber mal kerngesund, das Potential ist also da. Nur niemand mehr, der Rat wusste. Also griff ich zu einem letzten Strohhalm: Tierkommunikation! Soll mir die kleine Maus doch mal deutlich sagen, was mit ihr nicht stimmt und was ich machen kann.

Ich war also auf einem Wochenendseminar mit dem Versprechen, danach Dr. Dolittle in den Schatten stellen zu können. Meine Erwartungen waren nicht sehr hoch, da ich mir dachte, mit dem eigenen Tier ist es sowieso nicht so einfach.

Gut! Da saßen wir also in einem Tierkommunikations-Anfängerkurs. Was mich bei solchen Kursen immer wundert, dass da eben auch Leute hinkommen, die wohl beileibe keine Anfänger sind. Was uns „Anfänger“ ob der Trefferquote immer etwas entmutigt.

Zunächst erklärte die Seminarleiterin, warum und wie Tierkommunikation denn funktioniere. Für mich war das etwas lang. Denn würde ich glauben, es funktioniere nicht, säße ich nicht hier. Ich weiß auch nicht, wie ein Fernseher funktioniert und schaue trotzdem manchmal fern. Nun gut.

Schließlich waren wir in Gruppen aufgeteilt und hatten jeweils ein Foto eines Vierbeines vor uns. Wir sollten einfach erzählen, was uns in den Sinn kam. Natürlich nicht, ohne uns vorher auf das Tier einzustimmen und mental um Erlaubnis zu fragen.

Na, mir kam leider nicht wirklich viel in den Sinn, was ich aber meinem Stresspegel zuschreibe.

Nachdem jeder seine Eindrücke vorgetragen hatte, wurden doch erstaunlich viele Fakten von den Tierhalten bestätigt. Bis hin zur Farbe der Schmusedecke und zu den Animositäten. Bremsend wirkten auf mich allerdings wieder die nahezu professionellen Vorträge der „Fortgeschrittenen“ im Anfängerkurs.

 

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Wenn ich dich nur verstehen könnte …

 

Am zweiten Tag ging es auch für mich flüssiger. Ich „wusste“ Einiges. Ein direktes Gespräch habe ich mental nicht geführt. Zweimal bin ich von der vorgeschlagenen Methode abgewichen und habe das Tier mit „Silva Mind“ befragt. Das war für mich einfacher.

Ich denke, wir müssen unsere Wahrnehmung in dieser Form erst einmal schulen, frei werden, entspannt sein (Letzteres ist schwer für mich) um für diese Art Kommunikation bereit zu sein, um eine hohe Trefferquote zu haben.

Im Laufe des Tages gingen wir aber noch tiefer, d. h. es kamen die Vorleben der Tiere zur Sprache. Das fand ich schwierig. Es mochte alles den Tatsachen entsprechen, was wir da hörten, aber es waren unüberprüfbare Dinge und m. E. nicht unbedingt hilfreich in diesem Leben. Manchmal, so hatte ich doch den Eindruck, war der Wunsch der Vater des Gedankens.

Schließlich wurde mit meinem Mops kommuniziert, der anwesend war. Das Ergebnis hieß: Er ist nicht krank, er spiegelt mich nur. Wenn ich meine Blockaden löse, geht es dem Hund gut.

Okay …

Zunächst: das uns unsere Tiere, genau wie unsere Kinder, spiegeln, ist klar. Gerade deshalb tun sie mir oft so Leid. Tragen sie doch mein Päckchen. Aber mit „er ist nicht krank“ war mir nicht wirklich geholfen. Der Hund leidet, ihm geht es schlecht. Und der Lösungsweg: „Lös deine Blockaden“ ist m. E. auch nicht der Beste. Klar, natürlich. Wenn es mir gut geht, dann geht es meinem Hund auch gut. Aber das setzt mich absolut unter Druck, denn an seinen Blockaden arbeitet man doch nahezu lebenslänglich. Soll mein Hund solange leiden? Gibt es nicht einen Weg, ihn auch mit einem völlig schrägen Frauchen wieder gesund zu kriegen?

Trotz Allem war es ein gutes Wochenende für mich. Schwer zu erklären, nicht wahr? Ich besann mich auf meine eigenen Fähigkeiten. Auf „Silva“ zum Beispiel, oder auf meine Intuition. Und da hab ich meinem Möpslein eine wirklich hilfreiche Kräutermischung verpasst. Tierkommunikation ist meiner Meinung nach ein guter Weg, einem Tier zu helfen. Ich selbst hab einfach noch nicht genug Praxis. Aber ich habe einige Teilnehmer kennengelernt, die einen wunderbaren Zugang hatten. Und genau da liegt meiner Meinung nach auch das Problem: Hat der Tierkommunikator eine Verbindung oder nur eine ausgeprägte Fantasie? Das kann ein Tierhalter auf den ersten und auch dem zweiten Blick sicherlich nicht sagen. Da halte ich es mit der Bibel: „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.“ Wenn sich etwas tut beim Tier und ihr auch ein gutes Gefühl habt, dann seid ihr richtig. Egal ob beim Tierarzt, beim Tierheilpraktiker, oder beim Tierkommunikator.

Das Beste ist übrigens ein Mix aus allen Welten. Wir haben inzwischen eine tolle Tierärztin, die auch eine Kommunikatorin in der Praxis hat, Heilpflanzen, Homöopathie und anderen Alternativen gegenüber sehr aufgeschlossen und unheimlich ambitioniert ist. Und wisst ihr was? Meiner Fine wachsen wieder die ersten Haare. Auf dem Kringelschwänzchen. Die ersten seit 5 Jahren. Und sie spielt wieder!

Ach ja … die Kräutermischung. Fine kämpft seit einem halben Jahr mit einer eitrigen Infektion. Die vorhergehende Tierärztin zog ihr zunächst 4 Zähne und vor kurzem noch einmal vier. Ich habe zwar permanent darauf hingewiesen, dass trotz der Antibiotika die Entzündung wirklich nicht wegginge, aber erst bei der letzten OP hat sie dann doch endlich einen Abstrich gemacht. Das Labor stellte multiresistente Keime fest. Die OP hat die Praxis einwandfrei gemacht (Möpse sind hier aufgrund der Anatomie auch Problemkandidaten), aber mit der Therapie als solchen kann ich mich nicht anfreunden, schon allein, weil der Fokus nicht auf diesem penetranten Keim, sondern auf den Kahlstellen im Fell lag. Mit dem schütteren Haar lebt sie nun schon seit Jahren ganz gut, aber solche Bakterien sind doch gefährlich. Jedenfalls hab ich mir einen Termin bei unserer neuen Ärztin zur Weiterbehandlung geben lassen. Das dauerte aufgrund von Urlaub leider noch mal eine Woche.

Bis dahin hab ich Fine folgende Kräutermischung ins Futter gegeben: 1 Scheibchen Kurkuma, 1 Scheibchen Ingwer, 1/2 Kapsel Kapuzinerkresse, 1 kleines Scheibchen Knoblauch. Einen Hauch Pfeffer (für die Verwertung des Kurkumas), 1/4 TL Kokosöl, 1 Teel. Bienenhonig (eigene).

Ich habe keine Erfahrungswerte mit den Dosierungen, deswegen hab ich mich langsam rangetastet. Beim Erhöhen des Kapuzinerkresseanteils ließ die Verschleimung ziemlich schnell nach, mit dem Ingwer der ebenfalls. Fine eitert nicht mehr aus dem Maul. Bienenhonig wird von Juliette Barclay und Dr. Pitcairn (wenn ich mich nicht irre) für geschwächte Tiere empfohlen und in einer Studie wirkt Medi-Honey gegen multiresistente Keime (bei Wunden). Ich dachte mir, was für Haut geht, geht auch für Schleimhaut.

Außerdem verdampfe ich Zeder und Eukalyptus in der Aromalampe. Nicht stark, so dass sie ausweichen kann, wenn es unangenehm sein sollte. Ich hab den Eindruck, dass besonders Zeder gut wirkt. Kamille auch hin und wieder, in der Nähe des Ruheplatzes.

Ein neues Antibiotikum, was nach den Laborergebnissen gewählt wurde, bekommt sie natürlich auch. Bei diesem Keim müssen wir auf Nummer sicher gehen …

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Der letzte Artikel hat bei einigen Lesern Fragen aufgeworfen. Das ist nicht verwunderlich, denn in den normalen Medien finden wir keinerlei negative Schlagzeilen zu diesen Nervengiften. Ich bin leider in Chemie nicht sonderlich bewandert, aber wer es jetzt genau wissen möchte, der sollte einmal hier schauen: Die Autorin hat des Öfteren durch diese Flohmittel geschädigte Hunde in der Praxis und erzählt die bittere Wahrheit. So schlimm hab selbst ich das nicht eingeschätzt! Die Nebenwirkungen treten viel häufiger und schwerer auf, als ich dachte. Da frage ich mich ernsthaft, ob unsere Tierärzte so blauäugig sind, einfach nur das Geld sehen, oder diese massive Vergiftung wirklich für das kleinere Übel halten …

Sollte Letzteres der Fall sein, erwarte ich mir zumindest eine Aufklärung vom Arzt, damit ICH das entscheiden kann.

 

 

 

 

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Oft bringt es ja erst die Heizperiode an den Tag: Da haben doch tatsächlich Flöhe in irgendwelchen Ritzen überlebt. Wir lesen ja immer und überall, das etwa 90 % der Blutsauger nicht am Tier, sondern in der Umgebung ablauern.

Schon deswegen finde ich es ziemlich daneben, unsere Haustiere mit der Chemiekeule zu behandeln. Von Spätschäden (Leber) mal ganz abgesehen. Bevor hier jemand mit mir eine Grundsatzdiskussion anfangen will, bitte ich ihn, doch mal ENGLISCHE Studien zu diesen Giften zu lesen. In Deutschland wirst du kaum etwas Negatives finden.

Es mag Ausnahmen geben. Wenn ich ein Tier finde, das so befallen ist, das eine einmalige Keule wirklich hilft (was noch zu beweisen wäre) … aber die prophylaktische Dauerbehandlung halte ich für absolut fahrlässig. Vor allem, wenn es auch anders geht.

Zum Beispiel so:

Das sind keine Karamellbonbons, sondern Hundesnacks aus zwei Zutaten, die gegen Flöhe und Zecken helfen und super für die Haut sind.

Genaugenommen ist das Rezept kein Geheimnis. Es enthält Kokosöl, das für sich schon genommen eine erstaunliche Menge an gesundheitlichen Vorteilen birgt und Bierhefe. Kokosöl bekommen meine Hunde schon lange (innerlich) und bisher waren wir damit zeckenfrei. Bierhefe ist unter Hundehaltern auch ein alter Hut, weil sie super für die Haut ist. Anscheinend hält sie ebenso wie das Kokosöl Zecken und Flöhe fern. Ich habe leider noch keine Bierhefe anwenden können, weil meine Hunde glutensensitiv sind. Zum Glück gibt es aber inzwischen Glutenfreie.

Beim Kokosöl zeichnet hauptsächlich die Laurinsäure für den Zeckenschutz verantwortlich, was es bei der Bierhefe ist, weiß ich nicht. Vielleicht schlicht und einfach ein gesundes Hautmillieu.

Ich habe mir also aus den beiden gesunden Zutaten kleine Leckerlis gegossen. Da meine Hunde klein sind und damit etwa einen Teelöffel Kokosöl pro Tag brauchen, habe ich eine Silikonform für Minieiswürfel erworben. Zwei Teile Kokosöl mit einem Teil Bierhefe gemischt, sanft geschmolzen und in die Form gegossen. Die Bierhefe sinkt beim Erkalten etwas ab.

So … ich werde euch berichten. Mit Flöhen und Zecken hatten wir ja bisher auch keine Probleme (festaufholzklopf), aber ich verspreche mir von den Häppchen jetzt auch eine deutliche Fellverbesserung bei meinem hautgeplagten Mops. Seine Diagnose ging ja von Demodex-Milben über Hautpilz, bis jetzt zuletzt zu Impfschaden. Letzteres scheint zu stimmen, den auf die Behandlung spricht er leicht an. Natürlich werde ich euch vom weiteren Verlauf berichten.

Wenn das bei euch nicht reicht, der Flohdruck einfach zu hoch ist, gibt es noch andere Mittel. Ich habe sie hier schon mal beschrieben:

https://earthwitch.wordpress.com/tag/floehe/

Im Prinzip „behandelt“ ihr hauptsächlich Liegeplätze und Umgebung und unterstützt das Ganze mit ätherischen Ölen. Bitte nicht aufgeben, wenn es nicht gleich klappt. So hab ich zum Beispiel bei Zecken beste Erfahrungen mit Patchouli gemacht. Andere mit Eukalyptus, Geranie, oder Zeder. Vielleicht müsst ihr probieren. Wichtig natürlich: Auch hier darf das Tier nicht zum Lecken rankommen. Ich mach manchmal einfach ein, zwei Tropfen auf das Halsband. Bei großen Tieren kann es Sinn machen, auch einen auf (oder unter) den Rutenansatz zu machen.

Jetzt, zu dieser Jahreszeit, werdet ihr euch aber draußen kaum noch was fangen. Wie ihr die Liegeplätze flohrein haltet, findet ihr unter obigem Link.

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Viele von euch wissen, dass ich einen kleinen Rattler habe. Diese Mini – Pinscher sind wahre Energiebündel. Die Kombination von jugendlichem Leichtsinn, Power und einer Flexileine führte aber fast zu einer Katastrophe:

Meine kleine wilde Hummel rannte mir (vollgepackt mit Gepäck) dreimal um die Beine (Flexileine!) und sprang dann in ein nahendes Auto (Altstadtstraße, kaum Bürgersteig).

Der Dumme war natürlich am anderen Ende der Leine. Ich war einfach nicht vorausschauend genug. Natürlich wusste ich, das der Kleine auf Autos zustürmt, meine Gedanken waren jedoch woanders.

Es gab einen fürchterlichen Rumms, mein Kleiner wurde zurückgeschleudert und landete jaulend hinter mir im Sand. Mein erster Gedanke war: „Er jault, er lebt noch!“

Dem schnell reagierenden Autofahrer war zu verdanken, dass ihn die Hinterräder nicht noch erwischt haben.

Ich habe natürlich gleich alles fallen lassen und mir den Kleinen geschnappt. Auf den ersten Blick war nicht viel zu sehen. Es blutete am rechten Hinterlauf, zum Glück nicht stark, aber er hielt ihn wimmernd in Schonhaltung eingezogen. Ich versuchte mit Hilfe des Fahrers einen tierärztlichen Notdienst zu erreichen, aber erst ein freundlicher Passant konnte uns einen Tierarzt nennen, der zwar telefonisch nicht antwortete, aber „bestimmt aufmacht“.

Zum Glück war es auch so. Der Tierarzt untersuchte meinen Rattler und stellte zunächst Prellungen und eben die Wunden fest. Gebrochen schien nichts. Die Wunde am Hinterlauf war recht tief, was bei einem Rattler schnell geht, der ist von Natur aus sehr dünn. Da ist nichts, weder Fell noch Fett.

Der Arzt betrachtete die Wunden, gab noch Antibiotika und drückte mir eine Wundsalbe mit Manukahonig in die Hand. Ich solle die offenen Stellen damit behandeln, zweimal täglich. Verbinden wolle er das nicht, seiner Erfahrung nach heile so etwas offen besser ab.

Ok … im Prinzip bin ich dafür. Aber die Wunden waren wirklich „offen“. Ich konnte die Sehne sehen, wenn nicht gar mehr. Und da soll ich jetzt einfach dieses Manukazeugs draufmachen und gut? Ich meine, wenn sich da jetzt was entzündet, gerade am Gelenk …

Aber da musste ich nun durch. Also rauf mit der Salbe! Was soll ich sagen? Die klebt wie Pumasch… – ihr wisst schon. Leider nicht nur am Tier. Honig eben. Ein paar ätherische Öle seien da drin, um Parasiten abzuhalten. Und natürlich den Hund  – vom Lecken nämlich.

Gut – Parasiten gab es nicht. Könnte auch an der Jahreszeit liegen. Den Hund hielt das nicht ab. Er leckte … ich fluchte. Für mich waren das nun 24 Stunden Alarmbereitschaft. Für die nächsten Tage … Und Rattler haben eine ziemlich lange Zunge! Wenn du glaubst, die lecken sich die Vorderpfote, dann ist die Zunge schon auf dem Weg nach hinten.

 

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Einen Tag nach dem Unfall: Das Gewebe ist gut abgeschwollen. Das Gelenk kaum noch dick. Es kommt kein Blut mehr, nur etwas Flüssigkeit – keine Eiterbildung. Richtig genau mag ich trotzdem noch nicht hingucken, weil man immer noch viel von der Sehne sieht. Als Laie würde ich auf den Ansatz derselben tippen, aber da kann ich mich auch irren …

 

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Nochmal vier Tage später. Die Wunden wachsen vom Rand her zu. Wundflächen sind deutlich kleiner geworden. Es kommt mir sehr schnell vor. Die große Wunde hat schon wieder „Haut“, die tiefe natürlich noch nicht.

 

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Auch die Sehne ist kaum noch zu sehen. Ich bin sehr erleichtert.

 

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Nochmal vier Tage später. Es ist alles zu. Ein wenig Schorf noch auf der tiefen Wunde. Ich schicke Dankgebete an den Schutzengel, der sich zwischen Hund und Auto geworfen hat und natürlich auch an den Tierarzt …

 

Insgesamt empfand ich die Heilung als ungewöhnlich schnell und sauber. Darum schau ich mir die Salbe noch mal genauer an:

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Ich habe mit „Manuka Lind“ behandelt. Als Wirkstoff werden hier Manukahonig und Beinwell angegeben. Mit Manuka hatte ich bisher keine Erfahrung, weiß aber als Hobbyimker, das Honig (unbehandelter – damit meine ich auch nicht mit Chemie behandelte Bienen) ein wunderbarer Wundheiler ist. Der Honig aus den Manukablüten soll dem noch eins drauf setzen. Na, das ist natürlich eine unschlagbare Kombination: Beinwell als schneller Gewebeheiler und Manuka, der wohl unter Anderem mit seiner keimwidrigen Wirkung trumpft. Ich bin wirklich positiv überrascht.

Leider verrät der Hersteller nicht, welche ätherischen Öle noch zugefügt wurden. Meiner Nase nach tippe ich u. a. auf Lavendel und Geranie. Aber da muss noch mehr drin sein. Etwas leicht Herbes ist wahrnehmbar. Ich bin davon überzeugt, dass die Öle nicht nur Fliegen und Mücken abwehren, sondern ebenfalls die Wundheilung kräftigt unterstützt haben.

Ein Hammermittel!

Lediglich über den Hilfsstoff „Macrogol“ konnte ich nichts Hilfreiches herausfinden. Der einzige kleine Wermutstropfen in diesem Heilcocktail. Vielleicht weiß ja jemand von euch mehr. Als Selbstrührer wäre ich geneigt, so eine Heilsalbe in eigener Regie zu kochen, aber Wundheilung scheint mir ein heißes Eisen. Das war mir vorher gar nicht bewusst. Sowohl die Tierheilpraktiker als auch meine alternative Tierärztin lehnten eine Begleitung der Heilung ab. Die Verantwortung überließ man den klassischen Veterinären.

Mir ist auch nicht ganz klar, wozu das Macrogol wichtig ist. Ich hätte jetzt einfach Honig und Beinwell zusammengerührt, ohne weitere Träger- oder Hilfssubstanz. Na, vielleicht sind ja wirklich Chemiker oder Apotheker unter euch, die mich hier mal aufklären können. Im Netz hab ich es nur in seiner Eigenschaft als Abführmittel gefunden.

Mein Rattler springt jedenfalls wieder! Und dafür bin ich absolut dankbar! Allen die geholfen haben: Schutzengel, Autofahrer, Tierarzt und auch der Firma Inuvet! (Sollte das hier ein Mitarbeiter der Firma lesen: ich wüsste wirklich unheimlich gern, welche Öle drin sind! 😉 )

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Ich bin mit meinen beiden kleinen Rackern auf engstem Raum unterwegs. Da stellt sich mir auch die Frage nach eventuellen Parasiten. Wie ich das gelöst habe, könnt ihr u. a. auch weiter vorn lesen. Da ich ja fleißig Erfahrungen mit anderen Kräuterfreunden austauschen möchte, komme ich mit vielen Menschen ins Gespräch. Oft kommen wir dann auch „auf den Hund“.

Vielleicht kennt ihr das auch: Während noch vor ein, zwei Jahrzehnten der Tierarzt gerade mal zum Impfen aufgesucht wurde, könnte man ihn mittlerweile fast schon duzen. Die Tiere sind oft krank. Meine Beiden haben Lebensmittelunverträglichkeiten. So etwas kenne ich von früher gar nicht. Meine Tierärztin meinte daraufhin nur, dass sich eben die Qualität unserer „Lebens“-mittel sehr geändert habe. Das ist nun wirklich vorsichtig ausgedrückt. Aber ich sehe das genau so. Mein Mops hat durch einen Impfschaden (Staupe) ein empfindliches Immunsystem bekommen und darf an Fleisch nur noch Rind und Weißfisch (wer irgendeinen Hersteller weiß, der wirklich NUR Rindfleisch in seinem Futter hat – bitte mitteilen! Die bisher getesteten „puren“ Rindfleischprodukte hatten meist nur 4%, der beste 36%!). Auf Getreide reagiert sie sofort mit Entzündungen. Mein Rattler, deutlich fitter, verträgt weder Getreide noch Milch. Wenn er Milch bekommt, fallen ihm die Haare kreisförmig aus.

Nun, auf so was kann man zum Glück mit einer angepassten Diät Rücksicht nehmen.

 

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„Nein, wir haben dein Frühstücksei nicht geklaut…“

 

Wenn ich also mit anderen ins Gespräch und auf das Thema „Hund“ komme, wird mir oft das Leid der armen Tiere geklagt. Ob es nicht ein Kraut hiergegen oder dagegen gäbe. Bei so empfindlichen oder immunschwachen Tieren rate ich meist als Erstes dazu, ihnen keine Gifttröpfchen mehr in den Nacken zu träufeln.

Oha! Da hab ich ja was gesagt! Das ginge ja gar nicht und der Hund vertrüge das super und ohne geht überhaupt nicht und… und… und…

Der Hund verträgt das super… fein! Woher wissen sie das denn? Eine Halterin sagte mir mal, der Hund kotze und kote nur die ersten drei Tage Blut… das beruhigt doch ungemein. Es gibt immer noch Menschen, die sich einreden (ich kann mir nicht vorstellen, dass sie es glauben), dass ein Mittel, das mit Ganzkörperkondom produziert wird und die Haut eines Tieres so giftig macht, das Insekten beim Reinbeißen sterben, dem Tier so gar nichts tut! Entschuldigung, da kann ich nur mit den Augen rollen.

Natürlich gibt es robuste Hunde, denen es womöglich nicht viel ausmacht. Helmut Schmidt war auch bis zuletzt Kettenraucher. Aber das blauäugige Behaupten, diese Gifttropfen seien harmlos, machen mich giftig. Es tut mir leid, wenn ich jetzt den Einen oder Anderen verunsichere, aber es ist so. Auf den deutschen Webseiten werdet ihr da leider ganz und gar nichts zu finden, da müsst ihr schon auf ausländische ausweichen. Hier gibt es nicht nur Studien zu den Nebenwirkungen, sondern auch über die Resistenzen, die sich mittlerweile bei Flöhen bilden.

Und jeder, der in Bio aufgepasst hat, weiß das die Leber Gifte abbaut. Wir belasten zunächst hauptsächlich diese. Der Hund wird also nicht gleich tot umfallen, wenn ihr die Nackentropfen benutzt. Womöglich werdet ihr aber im Laufe der Jahre die Leber schädigen.

Ja, ich weiß… ich komme jetzt auf die Abschussliste einiger Tierärzte. Und manch ein Tierarzt oder Hundehalter kommt mit dem Todschlagargument unserer Angela: „Wir sind da alternativlos.“

Aber das stimmt nicht! Es gibt eine Menge Alternativen, nur müsste so manch einer da aus seiner Bequemlichkeitszone heraus. Natürlich sind die Tröpfchen einfacher.

Jeder, der sich mit der Flohbehandlung beschäftigt, bekommt eingebläut: 90 % der Flöhe sitzen nicht auf dem Tier…

Warum bitte, kommt dann das Gift auf das Tier? Ist doch in sich unlogisch. Natürlich muss ich den Hund so lange giftig halten, bis alle Flöhe mal zu „Tisch“ waren…

Gut, lange Rede, kurzer Sinn. Wenn sich jetzt jemand überlegt, was er anders machen könnte, mit dem teile ich meine Erfahrungen:

Zecken: keine Probleme mehr seit der Beifütterung von Kokosöl (1/4 Teel. bei 6 kg Körpergewicht) und der gelegentlichen Nutzung von einem Tröpfchen Patchouliöl auf dem Halsband.

Flöhe: Bekämpfung außerhalb des Tieres mit Flohlampen (nichts weiter als eine Wärmequelle mit klebender Oberfläche). Hier ist etwas Geduld gefordert. Manchmal tut sich da ein zwei Wochen gar nichts. Die Flöhe landen in Schüben drauf. Wir haben jetzt aber seit drei Jahren nicht mal mehr Einen gefangen oder gesichtet. Ich nehme die Billigste des großen Warenversenders (um die 10 Euro).

Am Tier: bei uns geht das prima mit einem Flohkamm. Leider taugt das nur bei kurzhaarigen Rassen wirklich. Wenn so ein Floh auf dem Kamm sitzt, diesen sofort in Wasser tauchen. Nasse Flöhe sind relativ bewegungsunfähig. Ich habe sogar mal einfach auf einen flitzenden Floh gespuckt um ihn dann zu greifen. Einige Wüstenbewohner sollen ihre stolzen Afghanen so entflöhen, Finger anfeuchten und durch das Fell. Die manuelle Jagd am Tier ist zeitraubend und nicht wirklich so effizient. Die Flohlampe bringt es bei uns auf Dauer. Wenn wirklich hoher Flohdruck herrscht (feuchtwarmes Wetter), sprühe ich die Hunde vor dem Gassigehen auch mal mit ätherischen Ölen ein (z. B. Geranie, Zitroneneukalyptus, u. a., hochverdünnt, nicht ins Gesicht oder in den Schambereich). Wer sich nicht traut zu mischen, es gibt Fertigpräparate. Verdünnter Zitronensaft oder Essig leisten aber auch gute Dienste.

Am Liegeplatz: Wenn der Flohbefall schlimm ist, gebe ich Rainfarn oder Lavendel unter die Liegekissen – aufpassen: der Hund sollte nicht dran knabbern können. Das musste ich zum Glück seit Jahren nicht mehr tun. Auch doppelseitiges Klebeband in den Zimmerecken kann hilfreich sein. Mit einer dicken Lage Rainfarn unter dem Wohnzimmerteppich konnte ich einmal eine Wohnung entflöhen, in die ich einzog. Zu der Zeit hatte ich keine Haustiere und die dort ansässigen Flöhe nahmen meine Kinder als Ersatz. Über einen damals eingesetzten „Fogger“ (Flohgiftgasbombe vom Tierarzt), haben sich die Flöhe scheinbar fast totgelacht, aber nur fast. Er nutzte nichts… erst der Rainfarn brachte Ruhe.

Ja und wenn es gar nicht geht: ich weiß, es kann so schlimme Fälle geben, dass das Tier ernsthafte gesundheitliche Probleme bekommt. Womöglich ist da der umsichtige Einsatz der Gifttropfen eine erste Hilfe. Aber das ist mir halt wichtig: Umsichtig. Nicht als Dauerbehandlung zur reinen Prophylaxe. Denn die Leber wächst eben nicht mit ihren Aufgaben.

Letztendlich: Wer mehrere Hunde hat, weiß das sich nicht jeder Flöhe einfängt. Meist wird das schwächste Tier „ausgesucht“. Warum die mehr nach dem „Geschmack“ der Plagegeister sind, weiß ich nicht. Wenn euer Hund also rundum fit ist, ist ein Flohbefall gar nicht so wahrscheinlich. Wäre es dann nicht auch eine Idee, erst zu den Tropfen zu greifen, wenn es wirklich sein muss? Obwohl ich ja gerade ein schwaches Tier nicht noch zusätzlich vergiften würde…

Würmer: Wieder ein zweischneidiges Schwert. Denn eine Wurmbehandlung geht nun wirklich so gut wie gar nicht ohne Gift, sei es synthetisch oder pflanzlich. Darum plädiere ich dafür, wirklich nur zu behandeln, wenn ein Wurmbefall vorliegt. Das kann man per Kotprobe feststellen. Aber auch hier wird mal eben alle drei Monate prophylaktisch die Paste verschrieben. Kotproben kosten halt was… und man muss unter Umständen zweimal zum Arzt.

Meine Beiden werden aus den Unverträglichkeitsgründen „gebarft“, sie bekommen also rohes Fleisch, Gemüse, Kräuter. Bei den Kontrollen sind bisher (auf Holz klopf) keine Würmer aufgetreten. Die Tierärztin meinte hierzu, dass auch Würmer ein bestimmtes „Milieu“ bevorzugen. Bei Tieren, die rohes Fleisch bekommen, scheint sich die Zusammensetzung der Verdauungssäfte so zu ändern, dass sie den Würmern schlechter bekommen. Außerdem bekommen die Hunde oft geraspelte Möhren ins Futter, was das Ganze noch unterstützt.

Lausfliegen: Ich weiß gar nicht, was die Biester außer fies aussehen und erbärmlich beißen noch anrichten. Sie sind fast noch flinker als Flöhe. Schmeißen ihre Flügel ab, sobald sie auf dem Tier gelandet sind und piesacken es. Wir haben sie uns bisher beim Passieren von Schafweiden eingefangen. Ich vermute also das es Schaflausfliegen waren, es gibt aber auch Hirschlausfliegen. Von früher kenn ich diese Insekten überhaupt nicht. Vermutlich vermehren sie sich auch erst in den letzten Jahren so freudvoll.

Bisher bekommen wir sie am Besten mit sofortigem Abduschen vom Hund. Einige schwimmen im Wasser, die anderen kann man relativ leicht auskämmen.

 

Hab ich euch jetzt ein paar Gewissensfragen aufgedrückt? Das wollte ich nicht. Aber mir sind halt schon ein paar Gifttropfengequälte untergekommen. Ja einer unserer kleineren Hausbewohner ist vor unseren Augen elendig daran verreckt. Die Tierärztin kommentierte das lapidar mit „bei so kleinen Tieren ist die Dosierung eben schwierig“. Das war so traurig, so fürchterlich mit anzusehen, wie sich das Tier quälte, ich konnte unsere Tochter monatelang nach dem Vorfall nicht mehr aufrichten.

Aber ich wünsche mir, das gefährliche Arzneien mit mehr Umsicht und nur wenn überhaupt nötig eingesetzt werden. Wer nun meint, die Nackentropfen seien nicht gefährlich – ich weiß gar nicht, ob ich auf so einen Kommentar überhaupt noch antworten würde, nachdem, was ich bisher alles darüber gelesen, gesehen und am eigenen Tier erfahren habe, den bitte ich doch, vor irgendeiner Kritik mal die ausländischen Studien zu lesen.

Die Entscheidung kann ich euch nicht abnehmen. Ich wünsche mir nur, dass ihr einmal ernsthaft darüber nachdenkt. Dann lasst den Bauch entscheiden. Nicht das Hirn, nicht den Arzt, nicht eure Bequemlichkeit, nicht das Portemonnaie. Wenn euer Bauch weiterhin zu den Tröpfchen steht, dann mag das in eurem Fall die bessere Alternative sein.

 

 

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… mit Mönchspfeffer.

 

Es ist meiner Apotheke schließlich doch noch gelungen, Mönchspfeffer zu besorgen. Was mich sehr freut, denn ich weiß, dass sie sich mangels Nachfrage gar nicht mehr mit Kräutern bevorratet. Auch die einfache Schafgarbe für meinen Unterleib musste sie beim Großhändler ordern.

 

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Nur wer die Liebe kennt, weiß wie ich leide…

 

 

Aber ich möchte euch natürlich nicht vorenthalten, wie der Mönchspfeffer gewirkt hat:

Zunächst hab ich für meinen kleinen 6 kg Brummer etwas weniger als 1/4 Teelöffel gemörsert, das Pulver etwas angefeuchtet und in Fleisch versteckt.  Nach etwa einer Stunde wurde er etwas ruhiger. Ich will das mal so verdeutlichen:

 

Ohne Mönchspfeffer

Hündin außer Haus – Rüde jault, heult und wimmert den ganzen Tag

Hündin im anderen Zimmer – Rüde jault, wimmert und kratzt an der Tür

Hündin im gleichen Raum – strampelnder jammernder Rüde muss gehalten werden

Rüde kann auch mit Futter kaum abgelenkt werden.

 

Mit Mönchspfeffer

Hündin außer Haus – zwei, drei Mal am Tag fünf Minuten Jammern.

Hündin im anderen Zimmer – leises Jammern wenn der andere Hund zu hören ist, oder eine Person zu ihr geht.

Hündin im gleichen Raum – Rüde versucht an die Hündin zu kommen, kann relativ einfach beruhigt werden, jammert ein bisschen, kann auch verhältnismäßig nahe abliegen, versucht es aber in etwa stündlichen Abständen mal wieder mit dem Anschleichen.

Rüde kann mit Futter abgelenkt werden.

 

Das ist natürlich nicht repräsentativ. Die Hochhitze dauert ja nur ein paar Tage, und meine „Statistik“ könnte sich da noch ändern. Ich denke aber, es ist eine deutliche Tendenz zu spüren.

Falls ihr da irgendwelche Erfahrungen habt, immer her damit!

 

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Vor so einem Problem stand ich bisher noch nicht: mein kleiner Rüde, der Prager Rattler, ist absolut liebeskrank. Er heult die ganze Nacht und auch am Tage, jammert und fiept. Fussel, der eigentlich Drago heisst, aber jeden Fussel findet, ist nicht mehr er selbst. Nun ich kann es ihm nicht verdenken, denn meine Mopsdame ist läufig. Ich hatte schon öfter Rüden und Hündinnen zusammen, aber so ein Casanova, wie der Kleine, ist mir noch nicht untergekommen.

Das strapaziert nicht nur ihn, sondern auch unsere Nerven.

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Platonische Liebe ist still…

 

Bisher wollte ich ihm seine Kronjuwelen nicht nehmen. Solange er nicht jedes Bein angreift, um sich daran abzurubbeln, soll er ruhig ganz „Mann“ bleiben. Eine Kastration mag mir zwar mehr Ruhe verschaffen, sie ist aber auch wesensverändernd und sollte m. E. das letzte Mittel sein.

Nun, ich mag es immer noch nicht tun. Von den chemischen Keulen hält eine Kräuterhexe aber auch nichts. Was also tun? Da ich, wie gesagt, auch schon früher Rüden hatte, wollte ich ein bewährtes Mittel, mit dem sich auch unsere lieben Mönche ruhig hielten, wieder einsetzen: Den Mönchspfeffer, oder Keuschlamm. Also nicht Keu – Schlamm, sondern Keusch – Lamm… Alles klar?

Leichter gesagt, als getan. In der Apotheke gibt es das nur in Kombipräparaten. Meist für Frauen. Einfache Tinkturen oder Pulver hält weder die Apotheke, noch der Großhändler vorrätig. Das spiegelt den Weg unserer Heilkräuter… man muss sie gar nicht verbieten, man muss sie einfach nur nicht mehr haben. Das Angebot sinkt, aus Frust dann auch die Nachfrage (mehr als fünf Apotheken mochte ich nicht fragen), irgendwann ist ein Kraut dann aus den Augen und aus dem Sinn.

Krieg ich noch Mönchspfeffer? Klar, über das Internet ist er nach wie vor zu beziehen. Aber  nur für den, der weiß, was er sucht. Wisst ihr was ich meine? Es ist so schade, dass du als Kunde nicht mehr die Wahl hast. Der Apotheker kann dir nur Fertigpräparate anbieten. Oder du musst fachkundig sein und wirklich deutschlandweit suchen. Letztendlich wird die Masse auf das zurückgreifen, was da ist. Fertigpräparate (für meinen Hund hatte die Apo aber nix), oder die chemische Keule beim Tierarzt, bzw. die tatsächliche Kastration.

Ich will hier nicht Pro und Contra von Kastration erwägen. Ich denke, das sind auch Einzelfallentscheidungen. Was mir halt stinkt ist, dass uns nach und nach die Wahl genommen wird. Dann propagieren wir das Schlagwort unsere Kanzlerin und werden „alternativlos“.

Insgeheim freue ich mich natürlich auch, dass die Kräuter über die Gewürzshops und Ethnobotanik doch wieder zu uns finden. Aber eines fehlt da: die fachliche Beratung. Das wäre eindeutig Apothekersache. Allerdings hat sogar der Apotheker nicht Kräuterkunde als eines seiner Schwerpunktfächer. Er ist wirkstoffkundig. Wenn er nicht freiwillig in dieser Richtung Interesse zeigt, kann er nicht viel helfen.

So wie meine freundliche und etwas hilflose Apothekenhelferin, der ich riet, mal mit dem lateinischen Namen zu suchen. Sie meinte mit einem Seitenblick zu mir: „Haben sie den zufällig grad „auf Tasche“?“

 

 

 

 

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