Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Uncategorized’ Category

Ja, mal wieder ein Beitrag, der nichts mit Kräutern zu tun hat. Aber das muss ich mir mal von der Seele schreiben. Vor allem, weil man bei Amazon neuerdings nicht mehr Rezensieren darf, wenn man das Objekt nicht dort gekauft hat und zum anderen, weil ich bis heute nicht weiß, wie man bei Tchibo selbst rezensiert. Das haben wir auch zu dritt mit Durchforsten der Website nicht geschafft. Also dann hier, eingefleischte Teetrinker mögen mir verzeihen …

Für Leute mit wenig Zeit: Nicht kaufen!

Wer es genauer wissen will:

Ich trinke gern mal Kaffee. Am liebsten einen Espresso mit Milchschaum. Heutzutage wird das Espresso Macchiato genannt. Die Qbo von Tchibo sieht gut aus und punktete, jedenfalls laut Beschreibung, mit erstklassigen Kaffeesorten, recyclebaren Kapseln und allerbestem Milchschaum. Das ganze wird neuerdings auch von „Alexa“ unterstützt. Für ein Spielkind wie mich, ein kleines bisschen Raumschiff – Enterprise – Feeling. Mit einem knappen „Alexa, mach mir einen Espresso Macchiato!“ läuft das gewünschte Gebräu in die Tasse. Natürlich ist auch mir klar, dass ich die Maschine vorher mit Kapsel bestückt und mit Tasse versehen haben muss …

Soweit, so theoretisch.

Zunächst blieb aber die Tasse kalt. Die Maschine hatte einige Kaffees voreingestellt, den Espresso mit Schaum bekommt man aber nur über die App. Ich bin computertechnisch versiert, sollte kein Problem sein.

War es aber doch. Als erstes knallte mir die App die Mitteilung „Du bist nicht der Besitzer!“ um die Ohren.

Da sagte mein Bankkonto aber etwas anderes.

Nun gut. Tatsächlich schaffte ich es schließlich, mir meinen ersten Espresso Macchiato zu machen und er schmeckte gut. So angefixt wollte ich gleich mal ein paar Kapseln bestellen, denn die gibt es leider nicht beim Kaufmann um die Ecke. Zunächst bei Amazon. Ich bin da schon Kunde, seit es die gibt. Aber die Auswahl war mehr als übersichtlich. Also direkt bei Tchibo. Doch auch hier prangte an den meisten Kapseln das  dezente „zur Zeit nicht verfügbar!“ Zu allem Überfluss hatte Tchibo auch noch das Kennenlernpaket vergessen. Mein kleiner, zum Glück vorzeitig georderter Vorrat, hatte noch 7 Kapseln …

Aber wer will schon Vielfalt? Also noch mal das Gleiche bestellt. Und dann das Kaffeekochen mit Alexa probieren. Dazu musste ich allerdings erstmal herausfinden, wie ich Qbo denn aussprechen muss. Ich versuchte es zunächst mit „Ku-be-o“. Das war nix … Also vielleicht englisch? „Qu-bi-oh“? Na, das war schon dichter dran. Zum Glück klärte mich Alexa auf und fragte, ob ich die „Qubo“-App meinte. Ja, Geiz ist geil gilt wohl auch für Namen. Wer braucht schon Vokale.

Gut. Als dann! Alexa, mach mir einen Espresso Macchiato!

Nix!

„Spüle den Milkmaster!“, herrschte mich die weibliche Stimme dagegen an.

Oha! Nach jedem Tässchen den Milkmaster spülen? Da dürfte der gefühlt tassengroße Wassertank (nach Webseite 900 ml) nicht lange halten. Zum Glück musste ich zum Milkmaster spülen nur ein Knöpfchen drücken.

Also jetzt! Prima. Obwohl ich irgendwie das Gefühl hatte, das das „Macchiato“ hier seinen Namen nicht zu Recht bekam. Ich hatte aber auch nicht aufgepasst. Gab die Maschine erst die Milch in die Tasse und dann den Kaffee? Zu sehen war zwar Schaum, aber kein weißer. Ach, was soll´s.

Tasse genommen, gemütlich gemacht und … „Der Milkmaster ist noch angeschlossen! Nehmen Sie ihn ab, reinigen Sie ihn, oder stellen sie ihn in den Kühlschrank!“

„Zu Befehl, Herr Qbo!“ In die Küche geflitzt. Milkmaster in den Kühlschrank gestellt. Bei der Kaffeemaschine entschuldigt.

Ja, die App sagt dir mal fix, was du vergessen hast.

Am Nachmittag wollten wir das Unglaubliche wagen und zwei Tassen brühen. Leider geht das nicht am Stück. Der Milkmaster möchte gespült werden. Nach jedem Tässchen.  Da meine Erste bereits kalt war, als mein Mann mit seiner kam, machte ich mir dann noch einen Espresso Macchiato. Und was für ein Wunder! Dieses Mal kam zuerst der Schaum, dann der Kaffee und der Espresso war perfekt.

Das sollte übrigens der einzige richtige Espresso Macchiato in meinem 8 Kapsel langen Kaffee-Erlebnis bleiben. Bei jeder weiteren Anfrage kam immer erst der Espresso und dann hauchte der Milkmaster einen Schuss heißes Wasser mit zwei Tropfen Milch über den brauen Schaum …

 

fullsizeoutput_75e8

Suchbild: Wo ist der Milchschaum?

Na, morgen ist ja auch noch ein Tag … Vielleicht sollte ich eine Nacht drüber schlafen.

Und am nächsten Tag mach ich mir doch gleich einen Morgenkaffee. So im Vorübergehen! Milkmaster ist gespült, frisch angeschlossen … Ich steh zwar im Nachtzeug in der kalten Küche, aber es sollte ja schnell gehen …

„Leeren Sie den Kapselbehälter!“

Oh verdammt ja. Na muss ja. Schade das es mächtig kalt ist heute morgen, aber ein heißer Kaffee macht das schon wett … also raus mit den Dingern und in die praktischen Recyclebeutel, die mitgeliefert worden. Da denkt doch mal jemand an die Umwelt! Das ist doch klasse. Nur noch zukleben und … wohin schicken?

In den gelben Sack schmeissen … Na schönen Dank! Dafür hätte ich keine Extrabeutel gebraucht und DAS hab ich mir unter Kapselrecycling NICHT vorgestellt.

Jetzt aber zum Kaffee!!!

„Füllen Sie den Wasserbehälter!“

Kruzifix! Das geht nur, wenn ich den Milkmaster wieder abmontiere. Ok, schnell gemacht. Naja, so oft wie der Milkmaster gespült wird …

„Spülen Sie den Auslass!“

Gleich muss ich Eiswürfel pinkeln, so lang wie ich mich jetzt schon mit der Maschine rumärgere. Und auch Alexa kann da nicht helfen. Gut spülen, sonst gibt es ja keinen Kaffee …

Und jetzt endlich Espresso mit Schaum!

Nein, ohne! Der Milkmaster lässt sich nur spülen und hält sich ansonsten zurück. Spuckt nur wieder kurz einen Schwall heisses Wasser mit einem Milchtröpfchen. Wähnt sich womöglich noch im Spülmodus. Obwohl immer laut und deutlich „Espresso Macchiato“ auf dem Display steht. Ich bin enttäuscht.

Bei dem Gedanken an die nächste bevorstehende Kaffeerunde mit Freunden wird mir unbehaglich. Es mag aber auch daran liegen, dass ich jetzt wirklich schon seit einer halben Stunde in der Küche stehe.

Nein, die Qbo war ein absoluter Fehlkauf. Ich bin doch kein Masochist. Und auch Alexa kann nichts daran ändern, dass die Maschine MICH auf Trab hält und nicht anders herum. Auch die schlechte Verfügbarkeit des durchaus guten Kaffees macht mir die Sache nicht schmackhafter. Die Qbo ist jetzt schon so lange auf dem Markt, dass sie aus dem Gröbsten raus sein sollte.

Ich starte „Eine Runde Mitleid“ auf Alexa und husche ins Bad, um heute noch irgendwie warm zu werden. Wenn schon nicht mit der Qbo, dann wenigstens mit mir selbst. Die Qbo geht zurück. Nein, danke! Da hab ich ja weniger Arbeit bei klassischem handgefilterten Kaffee und der ist auch noch umweltfreundlich …

Zusammenfassung:

Pro:

  • Kaffee schmeckt
  • Maschine sieht edel aus

 

Contra

  • Permanente Reinigung ist umständlich und zeitaufwändig, zumindest wenn man die Maschine mit Milkmaster nutzt.
  • Espresso Macchiato wurde nur in einem von acht Fällen korrekt gebrüht, ist kein repräsentativer Schnitt, macht aber nachdenklich.
  • Pseudo-Recyclingversprechen. Kommt doch nur in den gelben Sack und die traurige Geschichte (des gelben Sackes) setze ich mal bei jedem als bekannt voraus.
  • Die Kapseln sind, wenn man nicht gerade in Hamburg wohnt, nur online zu beschaffen, was zu verschmerzen wäre, wenn sie denn vorrätig wären.
  • Will auch eine „Zwangsentkalkung“ nach 50 Tassen (mittlere Wasserhärte). Die Kapseln hierzu sind nicht gerade preiswert. „Designerpreis“, sag ich mal.

 

Entscheide nun jeder selbst … Und wer zufällig weiß, wie man bei Tchibo rezensiert, der darf mir das gern mitteilen.

Advertisements

Read Full Post »

Generation „Lifehack“

Als Kräuterhexe bin ich oft „offline“. Nicht nur, weil ich irgendwo in Funklochgebieten wandere, sondern auch aus Überzeugung. Offline zu sein, ist heutzutage Luxus – notwendiger Luxus! Wer jetzt glaubt, das wäre ein Thema, das nur der Jugend ans Herz zu legen wäre, der irrt! Gerade diesen Sommer wurde ich immer wieder von Freundinnen mit erhobenem Zeigefinger gemahnt, dass ich nicht erreichbar gewesen sei. Wenn ich mein Handy wieder anstellte, sah ich es dann auch: Die verschiedenen Versuche, mich mobil, über Messenger, oder über das Festnetz zu erreichen. Mehrfach am Tag. Es ging meist um banale Dinge. Wenn ich nicht innerhalb einer Stunde antwortete, wurde ich mit Nachrichten überschüttet. Eine Stunde! Wenn ich mich im Urlaub gar für zwei Tage ausklinkte, wurde mir mit Vermisstenanzeige gedroht.

 

Es ist wichtig, einfach mal „nicht da“ sein zu dürfen. Das ist jetzt mal ein „Lifehack“ von mir. Wobei wir beim Thema sind. Unser urdeutscher „Ratschlag“ fristet inzwischen sein Dasein in der „No Go“-Kiste. Weil Ratschläge eben auch Schläge sind, wie man mittlerweile sagt. Auch Tipps von Oma sind ein alter Hut. Heute gibt es sogenannte „Lifehacks“. Meist für das Offline-Leben. Nun, da mag ich meinem alten Ratschlag hinterhertrauern, zumindest scheint die Jugend nun „Lifehacks“ anzunehmen. Gebt das doch mal bei Google ein! Tatsächlich finden sich hier auch ein paar wirklich gute Tipps, oder sollte ich sagen „Hints“?

Die Mehrzahl der „genialen“ Lifehacks ist allerdings recht banal. Das, so bildete ich mir ein, bekommt doch jeder mit, der nicht mit geschlossenen Augen durchs Leben läuft. Aber nein. Da häufen sich die Hacks, die einen Informationenswert haben, wie der, dass Wasser nicht anbrennen kann. Die werden dann geliked und gepinnt, was das Zeug hält. Und wenn man auf der Suche nach wirklich Sinnvollem ist, kommt man aufgrund der Menge nichtssagender Tipps nicht wirklich zu einem Ergebnis.

Das macht mich schon nachdenklich. Bereiten Schule und Elternhaus den Nachwuchs wirklich so gar nicht mehr aufs Offline-Leben vor? Die jungen Leute verstehen nicht, warum wir so ein Aufheben um „Privatsphäre“ machen und wie wir uns überhaupt ohne Internet treffen und verabreden konnten. Heute lebt man online. Immer erreichbar, alles digital.

Ich lebe auch online. Keine Frage. Ich kaufe eBooks, was Wald und Geldbeutel schont, ich hole mir Informationen aus dem Netz, die ich brauche, ich schreibe auch E-Mails, knüpfe Kontakte … Ich könnte mir das Netz nicht mehr wegdenken. Was das angeht, bin ich immer up to Date und habe so manches überflüssige technische Spielzeug … nur eben nicht auf 24 Stunden-Standby.  Ich möchte noch die wahre Welt wahrnehmen. Nicht nur die technischen Illusionen. Da muss ich automatisch an diese tolle Bierwerbung denken, wo auf eine kleine Insel in einem schönen See gezoomt wird. Schade nur, dass es dieses Kleinod in Wirklichkeit nicht gibt …

 

Darum schalte ich ab. Regelmässig. Im wahrsten Wortsinne. Geräte aus. Alle! Auch den Router. Wenn’s dringend ist, habe ich Festnetz. Leben pur, ohne Smartwatch mit Pulsmesser. Ich bin ich. Ich nutze das Internet und nicht andersrum.

Gestern musste ich eines meiner technischen Spielzeuge zur Reparatur in einen Computerladen bringen. Da ich einem guten Freund zum Geburtstag einen Füllhalter kaufen wollte, wagte ich den freundlichen jungen Mann zu fragen, ob es hier in der großen Stadt irgendwo einen Schreibwarenladen gäbe.

Er sah mich mit großen Augen an: „Schreiben? So richtig „old School“ – mäßig, mit der Hand?“

Genau das wollte ich. Er war fassungslos. Ich irgendwie auch. Gut, die meisten Menschen werden nicht mehr viel händisch schreiben müssen, oder wollen. Ein paar gibt es aber doch. Und so wirklich gar nichts mehr per Hand schreiben, kann ich mir kaum vorstellen. Das ist wie mit Dumbledores Denkarium. Was ich händisch zu Papier bringe, ist aus meinem Kopf. Befreiend. Fast schon ein Therapieersatz in schweren Zeiten. Das funktioniert aber nur händisch und nicht getippt … drei A4 Seiten und ihr habt die schwirrenden Gedanken aus dem Schädel.

Aber auf die Zeiten laufen wir zu. Alles Digital und online. Ohne Ausnahme. Selbst bei der Bank oder den Behörden wird auf Tablets unterschrieben. Digital. Diesen Fortschritt finde ich sogar gut. Dennoch: Ich glaube, es ist geradezu zwingend für unsere geistige und körperliche Gesundheit zurück zu den Wurzeln zu kommen. Dinge mit den eigenen Händen und dem eigenen Kopf zu erledigen. Und vor allem: Manchmal wirklich unerreichbar zu sein!

So haben die Schweden zum Beispiel herausgefunden, dass schon nach 72 Stunden Nichtstun irgendwo in der schönen grünen Wildnis, ohne Kontakt nach außen, der Stresspegel um 70% fällt (hier). Das nenne ich mal einen Lifehack. Der darf auch gerne gepinnt und geliked werden. Offline is the new Luxury …

Das hätte euch Oma aber auch verraten können! Billiger als irgendeine Studie …

(Oha, Studie … da könnt ich wieder mal einen ganzen Roman drüber schreiben. Wer Lust hat, googelt mal, was die Studie gekostet hat, um aus dem roten Arbeitsamt „A“ ein weißes zu machen … ach nee … heißt ja jetzt „Jobcenter“)

So … das wollte ich unbedingt mal loswerden! Und jetzt schalte ich ab! Im Doppelwortsinne!

Read Full Post »

Lasst euch vom trübkalten Wetter nicht zurückhalten! Auch jetzt schon können Kräuterhexen und andere Naturverbundene draußen viel finden. Dabei müssen sie meist gar nicht weit laufen: sogar den eigenen Weihnachtsbaum könnt ihr verwerten. Birthe hat auf ihrem Gartenblog ihre Erfahrungen dazu mitgeteilt:

https://birthesgartenzeiten.wordpress.com/2016/12/04/basteln-weihnachtsbaum-ade-christbaumspitze-wird-zum-holzquirl/

Ursula Stumpf geht auf diese Idee in dem hier vorgestellten Buch „Meine Pflanzenmanufaktur“ ein.

Ich konnte mich auch nicht immer so sang- und klanglos von meinen Bäumchen trennen und so nutzte ich meist wenigstens die Nadeln für Badepralinen (Kleingeschnitten, damit sie nicht pieksen), oder zum Räuchern. Besonders im Stövchen auf dem Sieb wird der Duft sehr fein. Wer ans Nachmachen denkt: Bitte nur, wenn ihr wisst, wo das Bäumchen herkommt. Unbehandelt sollte es schon sein. Es wäre nicht anzuraten, Chemie zu verräuchern oder gar drin zu baden. Auch bei Asthma oder Keuchhusten bleibt ihr bitte fern vom Tannenduft

Die ganz Sorgfältigen könnten sich sogar die Nadeln für „Tannentee“ sichern. Immer vorausgesetzt natürlich, dass ihr ein unbehandeltes Bäumchen habt. Manchmal haben die Bäumchen sogar weiche Triebe, die lassen sich gleich so nutzen. Sie stecken voller Vitamine und schmecken leicht säuerlich. So könnte man z. B. Frischkäsekugeln in den gehackten weichen Nadeln wälzen.

Die älteren, harten Nadeln können für Tee oder Tannensalz genommen werden. Der Tee wird bei Erkältungen und Verdauungsproblemen genutzt. Bitte nicht länger als 2 Minuten ziehen lassen, sonst schmeckt er durch die Gerbstoffe bitter. Etwas Honig dazu und der gesunde Tee ist fertig.

Das Tannensalz ist sehr aromatisch, man mischt es etwa 1:2 mit grobem Meersalz.

Gesund? Ja, zugegeben, wenn das Bäumchen länger bei euch in der Stube stand, hat es mit Sicherheit einiges an Wirkstoffen eingebüßt. Wer sich mit Tanne für die Hausapotheke bevorraten möchte, sollte frische Nadeln sammeln. Wer aber wie ich meint, es wäre ja echt  schade …

Und vergesst nicht: Im Kräuterhandel darf die Droge auch über zwei Jahre lagern …

Von daher könnt ihr gerne ein wenig experimentieren.

Fichte, Lärche und Kiefer gehen natürlich auch. Nur von den Eiben, da müsst ihr wegbleiben!

Sooo … habt ihr Lust bekommen? Dann mal ran an die Nadeln! Irgendwelches Schneespray oder Wachs sollte allerdings auch nicht mehr dran haften.

Oben hab ich erwähnt, dass ich die Nadeln gern (in Maßen) in Badepralinen nutze. Es geht aber auch einfacher: Ihr macht einen kräftigen Absud aus den Nadeln und gebt ihn ins Badewasser. Das gibt nicht nur ein „duftes“ Bad, sondern löst auch so manches Hautproblem, gern die der „juckenden“ Art. Das liegt an den Gerbstoffen, die, wie oben genannt, einen Tee bitter werden lassen, wenn man ihn zu lange ziehen lässt.

Wer es luxuriöser mag, gibt Natron dazu. Etwa 80 bis 100 g. Das ist schon fast Wellness. Es macht die Haut weich und unterstützt die Entgiftung.

Seit ihr auf den Geschmack gekommen und wollt noch länger etwas vom „Tannenbad“ haben: Es geht auch ein Badesalz. Die Nadeln in einem Einmachglas „einsalzen“ und bei Bedarf aufkochen und zum Badewasser geben. Natürlich könnt ihr auch Salz und Nadeln so ins Wasser geben, aber das löst die Wirkstoffe nicht gut raus. Dann müsst ihr mit ein wenig ätherischem Öl schummeln. Ihr könnt das Salz auch mit etwas Lebensmittelfarbe grün färben. Das ist dann schon verschenkwürdig. Das ätherische Tannen- oder Fichtenöl kommt bei mir auch in die Erkältungsbadewürfel, da die Tannennadeln hier  auch mehr Deko sind …

Im Winter machen wir uns vor allem die ätherischen Öle und das Harz der Nadelbäume zu nutze. So könnt ihr, wenn ihr die fallenden Nadeln fein gesammelt habt, diese auch einen Mondlauf (28 Tage …) in Alkohol ausziehen. Je höherprozentiger, desto besser. Wir wollen ja auch die Harze lösen. 70 %iger aus der Apotheke wäre schon mal nicht schlecht. Aber da zahlt ihr natürlich auch horrende Preise, da man verdienen vermeiden möchte, dass ein Zechbruder bei diesen Prozenten ein Auge riskiert. Ihr könnt aber auch schon über den Internethandel preiswerten Bioalkohol in Literflaschen kaufen.

Danach wird abgeseiht und in dunkle Flaschen gefüllt. Fertig ist eure Variante des klassischen Franzbranntweins, der gern für Einreibungen rheumatischer oder verspannter Glieder genutzt wird. Muskelkater adé.

Ich hätte jetzt fast schon auf den „Veröffentlichen“ – Button geklickt, als mich Göttin Zufall auf dieses Büchlein aufmerksam machte:

51m5pk7nuzL._SX314_BO1,204,203,200_.jpg

Schatz, ich habe den Weihnachtsbaum aufgegessen!

Gut, ich hab einen Beitrag über das Tannenbaumrecyceln geschrieben, Sindy Grambow aber sogar ein Büchlein! Ich glaube, mehr Recycling geht nicht. Darum möchte ich euch auch einen Tipp aus diesem Extrem-Recycling-Heft nicht vorenthalten:

Geröstete Nadeln kann man wie Rosmarin verwenden!

Ein etwas anderer, aber pikanter Geschmack, der genau wie Rosmarin leicht dominieren kann.

Und statt eines einfachen Tannensalzes verrate ich hier ihr:

Weihnachtsbaum-Pommes-Würzsalz

1 Tl gemahlene Tannennadeln

1 Tl rosenscharfes Paprikapulver

2 Tl Salz

So! Haben Sindy und ich euch neugierig gemacht? Wer mehr wissen will, kann ja ihr Büchlein kaufen. Zum Taschengeldpreis – als ebook noch günstiger. Da steht noch einiges mehr drin. Zum Beispiel „Weihnachtsbaumsaft„. Sie erklärt auch besser als ich, welche Inhaltsstoffe für welche Wirkung zuständig sind. Chemie war halt nie meins.

Weihnachtsbaumwein, Weihnachtsbaumlikör … Sindy reizt es wirklich aus. Aber hier verkneif ich mir das Recyceln doch, das möchte ich mit wirklich frischen Nadeln machen. Aber keine Frage: es geht!

Sindy recycelt mit Stumpf und Stiel. Ich glaube kaum, das das noch zu toppen ist. Aber ich lass mich überraschen. Wer noch etwas weiß …

Ich habe sogar schon einmal ein Bäumchen im Garten vergessen. Das stand im nächsten Frühjahr natürlich nadellos in der Ecke, Ich machte aus der Not eine Tugend und habs eingepflanzt und drumrum Wicken gesät. Ein Wickenbaum! Das sah tatsächlich nett aus.

Fotos hab ich leider nicht davon. Aber ich konnte nicht umhin eines zu machen, als wir vor Weihnachten noch einmal essen waren. Der Gastwirt hatte seine entnadelte Tanne schön aufgehübscht und verkehrt herum an die Decke gehängt. So geht es auch. Sah gar nicht schlecht aus. Die Farben kommen hier auf dem Foto leider nicht so gut rüber. Das Bäumchen war mit Schneespray und einer blauen Lichterkette geschmückt. Diese Art zu dekorieren ist nicht nur resourcenschonend, sondern auch kinder- und katzenfreundlich. Wenngleich ein echter Weihnachtsbaum bei Kindern eigentlich nicht fehlen darf.

Habt ihr auch noch irgendwelche Ideen für ausgediente Weihnachtsbäume? Immer her damit! „Upcycling“ liegt ja total im Trend.

Read Full Post »

Wieder mal ein Thema, das mit Kräutern eigentlich nichts zu tun hat, wenn man einmal davon absieht, dass ich eben viel darüber schreibe. Nicht nur hier, im Blog, ich schreibe auch Bücher. Spätestens für Letztere braucht man adäquate Soft- und Hardware.

Da mein geliebtes altes Macbook Pro langsam in die Jahre kommt und Macken entwickelt, musste jetzt doch leider ein neues Macbook Pro her. Ich sage: leider. Denn für mich ist das Ding ein Downgrade …

Als Vielschreibende brauche ich eine gute Tastatur und viel Speicher. Ein handliches Gerät ist optimal, da ich meine Texte selten am Schreibtisch verfasse. Natürlich hab ich einen anderen Anspruch, als Nutzer, die mit Medien arbeiten müssen. Hier also mein Eindruck mit Schwerpunkt „Schreiben“.

Tastatur: ungewohnt kurzer „Tastenhub“. Ich denke, das ist aber Gewohnheitssache. Was mir aber wirklich fehlt, sind die Funktionstasten. Da konnte ich mit einem Klick laut oder leise stellen, stumm … na ihr wisst schon. Jetzt muss man erstmal diese hochgelobte Leiste anklicken und es zeigt sich ein digitaler Schieberegler. Ein bisschen nervig. Die meisten Symbole hier drauf sehe ich sowieso nicht, da meine Hände die beim Schreiben verdecken. Also auch nicht die Wortvorschläge. Für mich bringt die „Innovation“ nichts. Möglicherweise hat derjenige mehr davon, der ein Programm nutzt, das speziell auf die Touch Bar ausgelegt ist.

Das große Trackpad gefällt mir gar nicht. Da ich meine Hände hauptsächlich auf der Tastatur habe, stört es im Grunde. Ich gehöre noch zu der Generation, die Schreibmaschinenschreiben gelernt hat. Das heißt, ich lege die Handballen kaum auf. Durch die breite Fläche vor der Tastatur, berühre ich das Trackpad dann doch mal und schwups, ist mein Cursor sonstwo. Und nicht nur das. Du schrammst mit Uhr oder Schmuck ständig über das Metall. Ich zieh mir jetzt beim Schreiben die Ärmel lang. So ich denn welche habe. Gut … muss ich mit Leben. Die Mehrzahl der Nutzer wird das Trackpad wohl häufig brauchen.

Speicher: Ich habe 1 TB. Mehr konnte ich mir nicht leisten. Apple war immer teuer, aber dieses Mal haut es mich echt um. Nein, bei aller Liebe … Langsam sprengt es meine Reizschwelle. Überhaupt ist eine funktionierende Datensicherung und Synchronisation das Wichtigste beim Schreiben. Apple sieht dafür hauptsächlich die Cloud vor. Und es ist immer noch nicht bei Apple angekommen, dass man eben doch mal in der Pampa oder auf Reisen ist, wo man eben NICHT an das Datenwölkchen kommt. Daher vermisse ich natürlich, wie viele andere auch, so was wie einen SD-Kartenslot. Als eingeschworener Applefan hab ich am neuen Pro echt zu schlucken. Überhaupt sind die Anschlüsse ein Witz. Ich kann nicht mal mehr mein neues iPhone mit dem Pro verbinden. Das muss man sich mal vorstellen. Das Ding ist nur wenige Wochen älter, als das Pro. Wenn sie schon alles streichen, wäre es dann nicht selbstverständlich, ein, zwei Adapter für die Übergangsphase zu spendieren?

Und er wird heiß! Es ist unangenehm, wenn man lange schreibt und die Tasten nähern sich dem Kochplattenmodus. Habe mir schon überlegt, eine externe Tastatur zuzulegen, aber die gibt es nur mit Bluetooth, dass bei mir Schädelbrummen erzeugt.

Fazit: Ein teures Schmuckstückchen. Vielleicht gewöhne ich mich noch dran. Denn leider gibt es mein Schreibprogramm, das ich zur Revision verwende, nicht als App. Texte entwerfen geht auf dem iPad mit Logitechtastatur rein vom Schreibgefühl besser. Der Anschlag ist schöner, nichts wird heiß und du kommst auch nicht dauernd auf dieses Trackpad.

Hätte ich nicht einen neuen Laptop gebraucht, hätte ich mir das Pro nicht gekauft. Schon gar nicht zu so einem Preis! Das ist das erste Mal, das ich Preis und Leistung wirklich unterirdisch finde (bei Apple).

Aber auch wenn ich hier mal zu meckern hab, auf Windows kriegt ihr mich nicht mehr zurück. Da müsste ich noch mehr meckern.

 

Wen noch interessiert, welche Software ich nutze:

Zum reinen Verfassen nehme ich Ulysses. Das geht schnell, flüssig und sämtliche Änderungen sind sofort plattformübergreifend überall verfügbar. Ulysses sticht für mich durch die Datensicherung und mit der übersichtlichen Oberfläche. Für Schnellschreiber.

Den Feinschliff macht Papyrus Autor. Die Software findet echt jeden Fehler. Auch stilistisch. Zur Rechtschreibprüfung gibt es Erläuterung. Ich tue mich sehr schwer mit der letzten Schlechtschreibreform, hier ist mir Papyrus echt eine Hilfe.

Mir gefällt auch die Zeitleiste, ohne die wäre ich bei meinem langen Roman aufgeschmissen gewesen. Ich hasse Rückblicke, obwohl ich mich natürlich auch so aus der Affaire hätte ziehen können. Für die Erstfassung ist mir Papyrus zu bunt und unruhig. Und wie oben schon erwähnt: ich kann nur auf dem Rechner arbeiten. Apps hierzu fehlen noch.

Ja und ich hab natürlich auch mit Scrivener geschrieben. Lange Jahre und begeistert. Aber Scrivener kommt nur mit der Dateistruktur von Dropbox zurecht und Dropbox möchte mal eben 99 Euronen, da sie kleinere Accounts nicht mehr anbieten. Scrivener stellt sich bei mir durch seine Datensicherung ins Aus. Hier hab ich nur die Möglichkeit Datenspeicher oder Dropbox. Das Zusammenspiel App und Software funktioniert auch nicht, das hat mir schon mal ein Buch gekillt. Wäre ich nicht so eine Übervorsichtige mit Datensticks in jeder Tasche, dann wäre mein Buch weg gewesen. So hatte ich noch eine ältere Fassung, die ich „nur“ noch mal überarbeiten musste.

 

 

Fazit: Hübsch und handlich, das Macbook Pro. Aber mit deutlichem Verbesserungsbedarf.

 

 

Read Full Post »

Glutenfrei – Laktosefrei!

Ihr kennt das sicher: Appetit auf Kuchen, keine richtige Lust zu backen. Bei mir kommt die Glutensensitivität hinzu. Kein Mehl …

Da finde ich ein tolles Rezept mit nur zwei Zutaten im Netz:

Einen Marzipankuchen!

Ja, das könnte gehen. Ich liebe ja auch Bethmännchen, die fast nur aus Marzipan bestehen, aber ein ganzer Kuchen? Ist das nicht zu klebrig süß?

Das „Wunderweib“ verspricht auf ihrer Seite eine duftig lockere Leckerei aus 400 g Marzipanrohmasse und 7 Eiern. Wenn man den fertigen Kuchen ein paar Tagen liegen ließe, würde er noch saftiger.

Das wäre zu beweisen!

Da wir unsere Küche gerade renovieren, bin ich im Moment ohne richtigen Backofen. Zwischen vielen Umzugskisten mit Hausrat steht ein kleiner Minitoastofen, der es auf 170 Grad bringt, nicht mehr und nicht weniger.

Ich wage mich daher nur mit 200 g Rohmasse und vier Eiern an den Kuchen. Außerdem mach ich den Ofen mangels Hitzeregulierung einfach ein paar mal an und aus. Da er oben schnell bräunt, backe ich nach fünf Minuten nur noch mit Unterhitze.

Nach 30 Minuten hole ich zwei Exemplare dieses Prachtstückes aus dem Ofen:

img_0378

Ja, der ist fluffig, der ist zart. Die Marzipannote nicht aufdringlich, nichts klebrig Süßes. Ein saftiger, leckerer Kuchen. In meinem Kopf entstehen schon Variationen mit Schokotröpfchen oder Kirschen. Von der Konsistenz her ähnelt er den feinen Sandküchlein, die Oma noch pur aus Stärkemehl gebacken hat. Nur eben saftiger.

Das „Wunderweib“ empfiehlt ja das Liegenlassen. Ein kleiner Kuchen hat es also bis zum nächsten Morgen geschafft. Und was soll ich sagen? Noch zarter und saftiger! Unglaublich! Ob er am nächsten Tag noch saftiger wäre? Wer kann das wissen? Er wurde ja schon bis auf den letzten Krümel gegessen …

 

Read Full Post »

Viele von euch wissen, dass ich einen kleinen Rattler habe. Diese Mini – Pinscher sind wahre Energiebündel. Die Kombination von jugendlichem Leichtsinn, Power und einer Flexileine führte aber fast zu einer Katastrophe:

Meine kleine wilde Hummel rannte mir (vollgepackt mit Gepäck) dreimal um die Beine (Flexileine!) und sprang dann in ein nahendes Auto (Altstadtstraße, kaum Bürgersteig).

Der Dumme war natürlich am anderen Ende der Leine. Ich war einfach nicht vorausschauend genug. Natürlich wusste ich, das der Kleine auf Autos zustürmt, meine Gedanken waren jedoch woanders.

Es gab einen fürchterlichen Rumms, mein Kleiner wurde zurückgeschleudert und landete jaulend hinter mir im Sand. Mein erster Gedanke war: „Er jault, er lebt noch!“

Dem schnell reagierenden Autofahrer war zu verdanken, dass ihn die Hinterräder nicht noch erwischt haben.

Ich habe natürlich gleich alles fallen lassen und mir den Kleinen geschnappt. Auf den ersten Blick war nicht viel zu sehen. Es blutete am rechten Hinterlauf, zum Glück nicht stark, aber er hielt ihn wimmernd in Schonhaltung eingezogen. Ich versuchte mit Hilfe des Fahrers einen tierärztlichen Notdienst zu erreichen, aber erst ein freundlicher Passant konnte uns einen Tierarzt nennen, der zwar telefonisch nicht antwortete, aber „bestimmt aufmacht“.

Zum Glück war es auch so. Der Tierarzt untersuchte meinen Rattler und stellte zunächst Prellungen und eben die Wunden fest. Gebrochen schien nichts. Die Wunde am Hinterlauf war recht tief, was bei einem Rattler schnell geht, der ist von Natur aus sehr dünn. Da ist nichts, weder Fell noch Fett.

Der Arzt betrachtete die Wunden, gab noch Antibiotika und drückte mir eine Wundsalbe mit Manukahonig in die Hand. Ich solle die offenen Stellen damit behandeln, zweimal täglich. Verbinden wolle er das nicht, seiner Erfahrung nach heile so etwas offen besser ab.

Ok … im Prinzip bin ich dafür. Aber die Wunden waren wirklich „offen“. Ich konnte die Sehne sehen, wenn nicht gar mehr. Und da soll ich jetzt einfach dieses Manukazeugs draufmachen und gut? Ich meine, wenn sich da jetzt was entzündet, gerade am Gelenk …

Aber da musste ich nun durch. Also rauf mit der Salbe! Was soll ich sagen? Die klebt wie Pumasch… – ihr wisst schon. Leider nicht nur am Tier. Honig eben. Ein paar ätherische Öle seien da drin, um Parasiten abzuhalten. Und natürlich den Hund  – vom Lecken nämlich.

Gut – Parasiten gab es nicht. Könnte auch an der Jahreszeit liegen. Den Hund hielt das nicht ab. Er leckte … ich fluchte. Für mich waren das nun 24 Stunden Alarmbereitschaft. Für die nächsten Tage … Und Rattler haben eine ziemlich lange Zunge! Wenn du glaubst, die lecken sich die Vorderpfote, dann ist die Zunge schon auf dem Weg nach hinten.

 

img_0066

 

Einen Tag nach dem Unfall: Das Gewebe ist gut abgeschwollen. Das Gelenk kaum noch dick. Es kommt kein Blut mehr, nur etwas Flüssigkeit – keine Eiterbildung. Richtig genau mag ich trotzdem noch nicht hingucken, weil man immer noch viel von der Sehne sieht. Als Laie würde ich auf den Ansatz derselben tippen, aber da kann ich mich auch irren …

 

img_0075

Nochmal vier Tage später. Die Wunden wachsen vom Rand her zu. Wundflächen sind deutlich kleiner geworden. Es kommt mir sehr schnell vor. Die große Wunde hat schon wieder „Haut“, die tiefe natürlich noch nicht.

 

img_0076

 

Auch die Sehne ist kaum noch zu sehen. Ich bin sehr erleichtert.

 

f9658060-9de3-43cb-93c5-aa636776e4d4

Nochmal vier Tage später. Es ist alles zu. Ein wenig Schorf noch auf der tiefen Wunde. Ich schicke Dankgebete an den Schutzengel, der sich zwischen Hund und Auto geworfen hat und natürlich auch an den Tierarzt …

 

Insgesamt empfand ich die Heilung als ungewöhnlich schnell und sauber. Darum schau ich mir die Salbe noch mal genauer an:

img_0078

 

Ich habe mit „Manuka Lind“ behandelt. Als Wirkstoff werden hier Manukahonig und Beinwell angegeben. Mit Manuka hatte ich bisher keine Erfahrung, weiß aber als Hobbyimker, das Honig (unbehandelter – damit meine ich auch nicht mit Chemie behandelte Bienen) ein wunderbarer Wundheiler ist. Der Honig aus den Manukablüten soll dem noch eins drauf setzen. Na, das ist natürlich eine unschlagbare Kombination: Beinwell als schneller Gewebeheiler und Manuka, der wohl unter Anderem mit seiner keimwidrigen Wirkung trumpft. Ich bin wirklich positiv überrascht.

Leider verrät der Hersteller nicht, welche ätherischen Öle noch zugefügt wurden. Meiner Nase nach tippe ich u. a. auf Lavendel und Geranie. Aber da muss noch mehr drin sein. Etwas leicht Herbes ist wahrnehmbar. Ich bin davon überzeugt, dass die Öle nicht nur Fliegen und Mücken abwehren, sondern ebenfalls die Wundheilung kräftigt unterstützt haben.

Ein Hammermittel!

Lediglich über den Hilfsstoff „Macrogol“ konnte ich nichts Hilfreiches herausfinden. Der einzige kleine Wermutstropfen in diesem Heilcocktail. Vielleicht weiß ja jemand von euch mehr. Als Selbstrührer wäre ich geneigt, so eine Heilsalbe in eigener Regie zu kochen, aber Wundheilung scheint mir ein heißes Eisen. Das war mir vorher gar nicht bewusst. Sowohl die Tierheilpraktiker als auch meine alternative Tierärztin lehnten eine Begleitung der Heilung ab. Die Verantwortung überließ man den klassischen Veterinären.

Mir ist auch nicht ganz klar, wozu das Macrogol wichtig ist. Ich hätte jetzt einfach Honig und Beinwell zusammengerührt, ohne weitere Träger- oder Hilfssubstanz. Na, vielleicht sind ja wirklich Chemiker oder Apotheker unter euch, die mich hier mal aufklären können. Im Netz hab ich es nur in seiner Eigenschaft als Abführmittel gefunden.

Mein Rattler springt jedenfalls wieder! Und dafür bin ich absolut dankbar! Allen die geholfen haben: Schutzengel, Autofahrer, Tierarzt und auch der Firma Inuvet! (Sollte das hier ein Mitarbeiter der Firma lesen: ich wüsste wirklich unheimlich gern, welche Öle drin sind! 😉 )

Read Full Post »

Heute mussten wir meinen Vater gehen lassen. Er ist 88 geworden und hatte die letzten drei Jahre  bei uns gelebt. Auch wenn wir auf Grund seiner Krankheitsgeschichte und seines Alters damit rechnen mussten, war es natürlich schmerzlich, ihn auf seiner letzten Reise zu begleiten.

Wir hatten für diesen schweren Weg sehr freundliche Unterstützung durch die Notfall- und auch die Oberärztin. Einen herzlichen Dank an das Team der Intensivstation des Krankenhauses Itzehoe. Einfühlsam wurde uns die Situation erklärt und wir konnten die letzten Minuten mit unserem Vater verbringen. Ich hatte zuvor gesehen, dass in diesem Krankenhaus auch Aromapflege praktiziert wird und fragte danach. Sehr schnell kam eine freundliche Schwester und bot ihre Hilfe an.

Wir bekamen ein wärmendes Öl in die Hände, dessen Duft ich sofort dankbar aufnahm. Unserem Vater massierte sie damit die Beine und Füße, vor allem die Fußsohlen. Das alles sollte den Übergang erleichtern. Ein Traueröl für schwere Zeiten…

 

image

Aromapflege für schwierige Zeiten

 

Mir fehlt natürlich der Vergleich, aber ich hatte wirklich den Eindruck, dass sich eine friedliche Wolke über uns senkte. Wir fühlten uns eingehüllt. Natürlich waren wir sehr, sehr traurig, aber der Vati schlief ruhig ein.

Nach dem Abschied haben wir das Öl mitnehmen dürfen.

Ich hatte deutlich die Rose wahrgenommen, aber auch Geranie und Sandelholz waren in der Mischung. Ich werde sie in nächster Zeit noch oft anwenden.

Vor vielen Jahren haben wir schon meine Mutter begleitet. Damals hatte ich das dringende Bedürfnis etwas Rosenduft zu versprühen, war aber einfach zu gehemmt, um danach zu fragen. Ich freue mich wirklich, dass es die Möglichkeit der Begleitung mit Seelendüften nun immer häufiger gibt. Vielleicht traut sich jetzt der eine oder andere, der sich vielleicht in ähnlicher Situation befindet, danach zu fragen.

Read Full Post »

Older Posts »