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Posts Tagged ‘Aromatherapie’

Ihr merkt schon am Titel, ich tue mich sehr schwer mit diesem Beitrag. Es geht um eine Buchbesprechung.

Ich habe mich sehr auf das neue Buch gefreut. Ich bin keine Aromatherapie-Expertin, aber  die Handhabung der „duften“ Medizin wurde in meiner Ausbildung auch behandelt. Schließlich haben wir hier auch „Kräuter“ und das in hochdosierter Form. So nutze ich auch des Öfteren ätherische Öle, habe aber natürlich nicht das Repertoire einer Fachfrau.

Aber dafür gibt es ja Bücher. In meinem Schrank tummeln sich Werke von Eliane Zimmermann, Monika Werner, Ruth von Braunschweig, Dietrich Wabner, Barbara Krämer und nicht zuletzt Susanne Fischer-Rizzi, die mich seinerzeit erst auf ihre „Duftspur“ gebracht hat.

„Duftmedizin“ von Maria Schasteen sollte die Sammlung bereichern.

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Aber das Buch hat mich verwirrt. Ich bin mir immer noch nicht sicher, wie ich es finde. Scheinbar geht es anderen nicht so, denn es ist mittlerweile zum Bestseller bei Amazon aufgestiegen. Doch bei mir ist da so ein Nachgeschmack … nein, ich kann es nicht aufrichtig empfehlen, aber auch nicht wirklich dagegen sprechen. Man findet Dankesarien  und Lobpreisungen in den Bewertungen bei Amazon und ich habe es bisher noch nicht gewagt, selbst eine kritische Rezension zu schreiben. Ihr findet von mir aber keinen Direktlink zu Amazon, denn an diesem Buch möchte ich nicht einmal ein paar Cent verdienen.

Was stört mich an dem Werk?

Ich will es mit einer Pro- und Kontraliste versuchen:

Pro:

  • Optisch ansprechend aufgemacht
  • Es werden Geschichten von Patienten erzählt, die unglaubliche Wirkungen erfahren durften.

Kontra:

  • Die Patientengeschichten sind für meinen Geschmack deutlich zu lang. Die liest man einmal und dann wünscht man sich doch eher ein einfaches Nachschlagewerk.
  • Die Beschreibungen der Öle sind zwar relativ lang, aber inhaltlich eher knapp.
  • Zu dem Preis hätte ich mehr vorgestellte Öle erwartet.
  • Es wird dringend darauf aufmerksam gemacht, nur „therapeutische Öle“ zu verwenden. Die gibt es aber anscheinend nur bei der Autorin.

Gerade der letzte Punkt kam mir sehr bitter auf. Immer wieder wird darauf hingewiesen, nur „therapeutische Öle“ zu verwenden. Gut, klar. Jeder Aromatherapeut und -experte erklärt deutlich, dass die Öle eine gute Qualität haben müssen, um medizinisch zu wirken. Aber für mein Laienverständnis gehören auch Öle von Farfalla oder Primavera dazu. Hier fing mein Bauch an, widerwillig zu grummeln.

Na gut. Ich blättere also bis zum Anhang und schau mal. Ja, da steht eine Bezugsquelle für die empfohlenen Öle. Hier lande ich auf eine Seite der Autorin, die ein Vertriebsnetzwerk für die Öle aufbauen will. Das Einzige, was ich hier machen kann: Mich als Vertriebler bewerben. Auch das hätte ich fast noch hinnehmen können, allerdings erfährst du nichts … nullkommanichts … Du darfst dich bewerben und gespannt sein, ob der gnädige Blick des Auswahlkommitees auf dich fällt. Dabei weißt du aber noch gar nicht, wofür du dich beworben hast. Nur das du irgendwie ätherische Öle vertreiben willst. Du hast absolut keinerlei Eckdaten. Auch über die Öle wird nichts verraten.

Ich erwarte nicht, das auf einer Homepage die Verträge veröffentlicht und die Honorare oder Boni verraten werden, aber mehr als „du darfst dich bewerben“ schon. Das klingt sehr elitär. Es wird nicht jeder genommen.

Freund Google verrät mir, das Maria Schasteen wohl vorher oder immer noch für „Young Living“ Öle tätig war (ist?). Ich kenne die Öle nicht, weiß nicht, ob sie wirklich so hochwertig sind, wie angepriesen. Ist möglich, aber mir egal. Weil ich auch auf der Young Living Seite wieder mehr den Vertrieb, als die Öle im Vordergrund sehe. Das große Geldverdienen für den Vertriebler wird gepriesen.

Ja und dann wirbt die Autorin auch noch selbst für das ach so tolle „Netzwerkmarketing“. Wer mal reinschauen möchte, findet das YouTube Video hier.

Nichts gegen Eigenwerbung, absolut nicht! Aber sie wirbt nicht für das Produkt, sondern verspricht halt das dicke Auto und das tolle Haus.

Und es sieht beinahe so aus, als wären die Öle gar nicht so hochwertig. Wenn man Wikipedia glauben darf, so wurden lt. Chefchemiker Robert Pappas andere Öle zu Testzwecken vorgelegt, als tatsächlich verkauft worden. Siehe hier (die Seite ist leider in Englisch)

Die FDA warf „Young Living“ vor, mit Heilmitteln gegen Ebola, Autismus und Krebs zu werben und die Öle chemisch zu strecken (findet ihr ebenfalls in obigem Artikel).

 

Nachdem ich das gelesen habe, bin ich noch skeptischer. Sind die geschilderten Fälle mit den fantastischen Heilungen glaubhaft? Haben die neuen Öle, die Maria Schasteen wohl demnächst über das Netzwerkmarketing vertreibt wirklich „therapeutische“ Qualität?

Ich weiß es nicht. Aber es ist eines der wenigen Bücher, wo ich ziemlich schnell von Freude in Skepsis absank. Der Nachgeschmack bleibt. Als ich dann auch noch das Video sah, war ich persönlich durch damit.

Ob Frau Schasteen wirklich eine Koryphäe in der Aromatherapie ist, kann ich nicht sagen, wage es jedoch zu bezweifeln. Aber im Netzwerkmarketing scheint sie spitze zu sein. Zumindest verspricht sie Reichtümer.

Ob zumindest das Buch sachlich korrekt ist, kann ich letztendlich auch nicht sagen. Es steht einiges drin, was zu den Grundlagen der Aromatherapie gehört.

Vielleicht kann das einmal eine Fachfrau beurteilen, die die Öle mehr liebt, als den Mammon. Die einzige negative Bewertung bei Amazon kam übrigens von einer Aromaexpertin. Mich würde interessieren, was andere Expertinnen hierüber denken.

 

 

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Während ich bei manchen „Kräuterexperten“ das Gefühl hab, sie machen ihren Job nur, weils grade „in“ ist, gibt es doch zum Glück auch sehr viele Hexchen, Heiler und sogar studierte Fachfrauen, die eben keine Massenabfertigung mit gefährlichem Halbwissen praktizieren, sondern wirklich ihren Beruf lieben.

Aus finanziellen Gründen sind die weisen Frauen (ja – auch Männer… aber die haben doch schon seit Jahrhunderten ihre eigene Lobby…) oft gezwungen, nur ihr von der Wissenschaft bereits labortechnisch abgesegnetes Wissen weiterzugeben und der große Erfahrungsschatz bleibt ungehoben.

Ich gehöre nicht zu denen, die mal eben noch drei Generationen lang hoffen wollen, dass die Wissenschaft das bestätigt, was wir Kräuterhexen längst wissen. Ich suche die wertvollen Tipps meiner Kolleginnen zwischen den Zeilen (Ursula Brüning) und in den Blogs und in den nicht ganz so fachlich gestalteten Publikationen.

Manchmal hab ich das Glück, eine leidenschaftliche Kollegin kennenzulernen. So ging es mir z. B. mit Eliane Zimmermann.

Sie hat tatsächlich den Spagat zwischen Wissenschaft und Erfahrungsheilkunde geschafft und speziell für uns Praktikerinnen, die kein Heimlabor ihr Eigen nennen, ein wunderbares Büchlein unter dem Titel „Aromatherapie“ herausgebracht.

Nein, ich setze hier kein Link zu diesem Buch, da klickt bitte oben auf Elianes Link, denn so bekommt sie wenigstens im Bestellfall einen kleinen Obolus. Wer selbst Bücher schreibt, kennt die lächerlich kleine Gewinnspanne, die ein Autor hat. Da Eliane Perlen der Weisheit in ihrem Blog verteilt, finde ich das nur gut und richtig, wenn ihr euch dort weiterklickt und eben eventuell auch über ihre Seite bestellt…

Aber zurück zum Buch. Hier beschreibt Eliane bewährte Rezepte – eben was für die praktische Familienfrau, die ihre Lieben umsorgen möchte.

Eines dieser Rezepte war für einen Akne-Roller. Nun, ich hab ein pubertierendes Kind, mit genau diesen Gesichtspunkten, die einem in dem Alter so ziemlich zu schaffen machen. So einen Roller zu machen, dass geht glatt nebenbei, praktisch – prima – preiswert.

Ich nahm mir also ihr Rezept vor, strich das Manukaöl heraus, weil ich es einfach nicht vorrätig hatte und gab noch etwas Propolistinktur hinzu, die bei Akne ebenfalls gute Erfolge zeigt.

Und was soll ich sagen: Schon nach der ersten Anwendung ging die Akne deutlich zurück. Die Entzündungen waren heraus, die Pickelchen blasser und kleiner…

Jetzt, nach grob einer Woche, sind die Pickel kaum noch zu sehen. es sind blasse Minipickelchen geworden. Ich finde das schon erstaunlich.

Ich sag nur: selbst ist die Frau! Und für jede, die auch eine kleine Pustelblume zu Haus hat, meine Abwandlung von Elianes Rezept:

Akne-Roller

7 Tr. Propolistinktur (Eliane hatte hier 4 Tr. Manukaöl)

4 Tr. Teebaumöl

4 Tr. Lavendelöl (bitte das ECHTE! – Kein Lavandin!)

2 Tr. Palmarosaöl

in 10 ml Gin (und das natürlich alles in den Roller)

gut schütteln ist obligat, wie meistens bei einfachen Naturkosmetikrezepten und das Aufbrauchen sollte auch relativ schnell (drei Monate) gehen, weil wir nicht groß konservieren und Verkeimungsgefahr besteht. Aber bei 10 ml sollte das kein Problem sein.

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Das ist natürlich nicht das einzige wunderbare Rezept in diesem gut lesbaren Büchlein, das eben vor  guten Tipps und nicht schwierigen Fachwörtern strotzt. Aber das findet bitte selbst heraus. Von Luft und Liebe können auch Autoren nicht leben…

Zugegeben… Elianes Blog strotzt ebenfalls vor Informationen. Man kann sich da durchaus gut belesen, ohne auch nur einen Cent auszugeben. Aber wer sich ein wenig mit natürlichen Heil- und Wohlfühlmitteln befassen möchte, hat mit dem Aromatherapiebuch eine gute Grundlage.

Bitte lasst euch von „Aromatherpie“ nicht abschrecken, wenn ihr „nur Kräuterhexen“ seid. „Therapie“ heißt nun nicht, dass hier Krankheitsbilder mit Dosierungen angegeben werden und „Aroma“ bedeutet nicht, dass wir irgendetwas in der Duftlampe verflüchtigen lassen.

Schon seit Jahrhunderten (-tausenden?) werden Aromen für Heilung und Wohlbefinden eingesetzt. Und was ist ein „Aroma“ überhaupt? Nun – viele werden es tatsächlich nicht mehr kennen, da uns diese fürchterlichen Kunstdüfte den Geruchssinn vergrault haben. Aber es gibt sie noch, die Echten, die Feinen… und sie bestehen meist aus ätherischen Ölen, die ihrerseits nichts anderes sind, als die geballte Essenz der Pflanze. Sie sind also nicht nur „dufte“ sondern auch Wirkstoffbomben. Das ist der Grund für den erhobenen Zeigefinger, den man in vielen Büchern ob der Anwendung findet. Man darf diese starken und wertvollen „Konzentrate“ eben mal nicht unter dem Motto „viel hilft viel“ verwenden.

Wer sich da ein wenig unsicher fühlt, kauft sich einfach die ganz edlen teuren Tropfen, damit geizt man automatisch. 😉

Ich nutze die ätherischen Öle aus der Aromatherapie eben gern, wenn die Saison oder mein Vorratsschrank gerade nicht das passende Kraut hergeben. Oder wenn es einfach nur „dufte“ sein soll, oder ich peppe meine Kreationen eben ein bisserl auf. Als Duftstoff kommt eigentlich nahezu überall was mit hinein und als Wirkstoff auch immer öfter.

Ich würde da gern aus der Aromatherapie einen „Duftspaß“ machen, aber das könnte dazu führen, dass die Schulmedizin noch weniger ernst nimmt, als sie das zur Zeit tut, obwohl es längst genügend Beispiele für ihre heilkräftige Wirkung gibt.

Für mich war und ist die Bekanntschaft mit Eliane wirklich sehr fruchtbar. Ich kombiniere das Beste aus beiden Welten, Kräuterkunde und Aromatherapie. Und ich durfte eine Kräuterfrau kennenlernen (ja, für mich ist sie eine), die ihre Kräuter liebt und schätzt. Als wunderbare Helfer für Mensch und Tier eben und nicht als alternative Geldquelle…

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Widerstand beim Lesen der Überschrift? Na, das hoffe ich doch. Und ich hoffe auch, Sie damit zum Handeln zu bewegen.

Gesundheit soll nicht erwünscht sein? Tasten wir uns mal heran. Fakt ist: wären wir alle plötzlich gesund, wäre die Wirtschaft am Boden. Ein ganzer Wirtschaftszweig ginge zugrunde, mit all den daranhängenden Arbeitsplätzen. Die Ärzte hätten mehr Freizeit, als ihnen lieb wäre.

Ein Arzt erzählte mir mal, dass er die Praxis nicht halten könne, wenn er keine Blutdruck- und Zuckerkranken mehr hätte. Die sind regelmässig  da.  Ich will hier beileibe keinem Arzt unterstellen, dass er seine Patienten absichtlich krank hält. Gegen o. g. Leiden haben wir ja schulmedzinisch wirklich nichts. Hätten wir was, hätte die Ärzteschaft aber wohl tatsächlich Probleme.

 

Ich hab auch nicht die Ärzte im Auge. Ich denke da mehr an den Industriezweig, der ständig neue, aber nicht unbedingt unbedenkliche Mittel auf den Markt wirft. Als Kräuterhexe erlebe ich seit Jahren, welchen Einfluss die Pharma hat und wie nach und nach und leider recht lautlos wirklich wertvolle Heilkräuter verschwinden. Scheinbar geht es Einigen noch nicht schnell genug. Aber damit könnte nächstes Frühjahr wirklich schon Schluss sein und Sie, lieber Patient, haben nicht mehr die Qual der Wahl, sondern dürfen gegen Beschwerden das einnehmen, was irgendjemandem aus dem Reagenzglas geschwappt ist.

 

Darauf hingewiesen hat mich zum Glück Eliane Zimmermann, eine begnadete Aromatherapeutin, die viele wunderbare Gesundheitstipps in ihrem Blog für jedermann bereithält. Es wurde eine Petition eingereicht, die das noch zu stoppen versucht, aber lesen Sie selbst (wenn Sie auf den Link klicken, kommen Sie direkt zu Eliane Zimmermanns Blog):

 

Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen …dass das Verkaufsverbot von Heilpflanzen in der EU ab dem 1. April 2011 in Deutschland nicht greift. Laut Europäischer Richtlinie zur Verwendung traditioneller und pflanzlicher medizinischer Produkte (THMPD) wird der Verkauf und die Anwendung von Naturprodukten stark eingeschränkt.

Begründung

Es handelt sich um eine Richtlinie der EU zur Vereinheitlichung des Zulassungsverfahrens für traditionelle Kräuterzubereitungen, die medizinisch eingesetzt werden. Damit werden Naturprodukte zu medizinischen Produkten umdeklariert, die zugelassen werden müssen.
In allen EU Ländern wird es dann verboten sein Heilkräuter oder Pflanzen zu verkaufen, die keine Lizenz haben.
Naturstoffe, denen man eine Heilwirkung zuschreibt werden nicht mehr als Lebensmittel eingestuft, sondern als Arznei. Nur was man patentieren und mit einer Schutzmarke im Handel monopolisieren kann ist erwünscht. Was einfach in der Natur wächst ist illegal.
Unsere Gesundheit wird dadurch nicht geschützt, sondern es werden die Umsätze und Profite der Grosskonzerne gesichert. Wir sollten selber entscheiden was gut für uns ist und welche Mittel wir nehmen, ob chemische Bomben oder sanfte Naturheilmittel.
Dadurch erfahren auch Krankenkassen eine Erleichterung weil immer mehr Leute dazu übergehen, Naturprodukte ohne Rezeptschein zu kaufen.

 

Man kann von Glück sagen, dass der Initiator dieser Petition sich durch diese Richtlinie gequält hat. Sie ist nämlich nicht einfach zu verstehen. Natürlich steht da auch nicht explizit drin „wir verbieten Kamillentee“, denn dann könnte sich Widerstand rühren. Wer genug Biss hat, kann sich die Richtlinie ja mal vornehmen, dazu bei Google einfach „2004/24/EG“ eingeben.

 

Erste Gegner der Petition behaupten schon, es wäre alles nicht so tragisch, es würde zuviel in diese Richtlinie hineininterpretiert. Nun ja, es hilft wenig, wenn eine Richtlinie tatsächlich so einen Gestaltungsspielraum hat, den können nämlich auch Naturheilkunde-Gegner nutzen.

Das es ernst steht, um die Naturheilkunde, ist Insidern schon lange bekannt. Es mehren sich in den letzten Wochen Angriffe auf die Homöopathie, wie zu deren Anfangszeiten. Persönliche Erfahrungen von ehemaligen Patienten werden milde belächelt und als Hirngespinst abgetan.  Allein in meiner aktiven Zeit als Kräuterhexe verschwanden viele gute Heilkräuter aus den Apotheken. Sie wurden verboten. Wer noch das Glück hat und alte Kräuterbücher besitzt, wird sie als wunderbare Heilmittel finden. Heutzutage schichtet man keine Scheiterhaufen mehr, sondern bemüht Studien, über deren Wert sich durchaus streiten lässt.

 

Was ich neulich erst erfahren habe: Apotheker sollen eine Liste mit Kräutern haben, die zwar (noch) nicht verboten sind, die sie aber ausdrücklich nicht verkaufen sollen! Ich frage mich natürlich, wer so etwas anordnen kann…

 

Es sind nicht nur wir Patienten, die unter der Umsetzung dieser Richtlinie leiden werden. Auch für viele kleine Naturheilmittelhersteller dürfte es das Aus bedeuten. Die ächzen schon seit Jahren unter den Auflagen, die eigentlich nur finanzstarke Pharmaunternehmen einhalten können. Versuchen Sie doch mal, bei einer dieser Firmen eine Auskunft über deren Produkte zu bekommen – sie kriegen keine. Diese Firmen dürfen dem Patienten nämlich nur Auskunft geben, wenn er explizit nach einem Mittel fragt. Das heißt, was Sie nicht kennen, werden Sie nie zu Gesicht bekommen.

 

Das ging mir erst letztens so, als ich ein kleines Unternehmen anrief, um den genauen Produktnamen eines hervorragenden Arthrosemittels zu bekommen. Es war unter dem mir bekannten, alten Namen nicht mehr im Handel. Die Firma durfte mir den neuen nicht nennen (ich hätts dann ja einfach in der Apotheke kaufen können) und der behandelnde Arzt hielt das Mittel für Blödsinn und verschrieb halt ein anderes (mit gänzlich anderen Wirkstoffen).

Auch wenn Sie vielleicht nicht unbedingt ein Naturheilkundefan sind: Allein die Bevormundung, dass wir nicht mehr wählen dürfen, wie wir behandelt werden, ist doch schreiendes Unrecht! Mit dieser Richtlinie werden wir entmündigt.

Gucken Sie doch mal ins Netz, bei irgendeiner schweren Krankheit, die schulmedzinisch als nicht heilbar gilt. Wenn jemand diese Krankheit anders besiegt hat, wird er als Scharlatan beschimpft. Keiner sagt: „Aha, das klingt interessant, ich schau mir das mal näher an“

 

Mich beschleicht nur allzu oft das Gefühl, dass es niemanden interessiert, weil die Methoden preiswert sind und keiner (außer der Patient) dran verdient. Stellen Sie sich vor, Sie gehen jeden Morgen auf die Wiese nebenan und pflücken sich ihre Blutdruckmedikamente selbst… das kann sich die Wirtschaft wirklich nicht leisten.

Zum Glück gibt es sie noch, die kleinen Bastionen der Naturheilkunde, z. B. auch Firmen wie Wala, Weleda und Soluna, um nur einige zu nennen. Die lesen ihre Erkenntnisse auch nicht aus dem Kaffeesatz, sondern betreiben ernsthafte Forschung mit qualifizierten Kräften. Wenn diese Richtlinie in Kraft tritt, würde diese Firmen das wie ein Dolchstoß treffen.

Die „Väter“ dieser Richtlinie behaupten, sie hätte eine Vereinfachung des Heilkräutermarktes zum Ziel. Irgendwie kann ich das nicht wirklich glauben.

 

Die gesetzlichen Auflagen haben z. B. in der Vergangenheit dazu geführt, dass nahmhafte Naturheilmittelhersteller einige Produkte gar nicht mehr auf den deutschen Markt gebracht haben. Patienten, die die Mittel dringend brauchen, bestellen Sie z. B. über Groß Britannien.

 

Sie, lieber Leser, werden aber sicherlich von all dem keine Kenntnis haben. Sie wissen ja gar nicht, was für wunderbare Mittel es gibt. Selbst viele Ärzte wissen es nicht. Und wenn diese Richtlinie durchgesetzt ist, brauchen Sie sich da auch wirklich keine Gedanken mehr drüber zu machen. Heilkräuter sind dann zum größten Teil Geschichte. Womöglich müssen Sie ihren Pfefferminztee dann aber in der Apotheke holen und nicht im Lebensmittelladen. Und von den neu entdeckten Kräften mancher unscheinbarer Kräuter werden sie gar nichts haben. Die werden nämlich nicht zugelassen. Wen interessiert es denn, Tausende in die Zulassungsauflagen zu stecken, wenn Sie diese Kräutlein vor der Haustür haben und nicht in Pillenform für ein halbes Monatsgehalt in der Apotheke kaufen? Nein, das sponsert niemand. Die Forschung setzt da an, wo es an Ihren Geldbeutel geht. Oder eine Firma wie Monsanto schafft es tatsächlich, auch unseren Löwenzahn zu patentieren. Genauso, wie sie es mit Mais schon gemacht hat. Fragen Sie mal die Bauern, die eine hohe Strafe riskieren, wenn sie ihr eigenes Saatgut verwenden, oder die gar gleich in den Ruin getrieben werden, wenn sich Gene vom Monsanto-Mais in den eigenen Maisplantagen unerlaubt finden lassen. Dinge, die durch Pollenflug gar nicht zu vermeiden sind.

 

Es würde mich freuen, wenn Sie sich Richtlinie und Petition einmal anschauen. Weggucken hilft nicht. Blauäugig auf das Wohlwollen unserer Führungsriege zu hoffen, auch nicht. Erinnern Sie sich an die letzte Schweinegrippe? Na, was hat uns das gekostet? War die Imfpung wirklich sinnvoll? Die Ausgaben für den Impfstoff jedenfalls nicht. Wir schlagen uns jetzt noch mit dem „Sondermüll“ herum.

Es hätte auch furchtbar enden können, meinen Sie? Nun ja, genaugenommen rate ich Ihnen dann, ihr Auto stehen zu lassen und Strecken unter 15 km mit dem Fahrrad zu fahren. Sie verringern das Risiko, in einem Autounfall zu sterben, um ca. 50 %. Man kann sich nicht gegen alles impfen oder versichern. Sinn oder Unsinn von Versicherungen und Impfungen mal völlig außer Acht gelassen.

 

Es wird noch viele Verrückte geben, die irgendwelche bösartigen Erreger züchten (man denke an die Antrax-Briefe) oder einfach Nachlässige, denen mal ein paar solcher Keime entwischen. Unsere Umwelt wird sich laufend weiter ändern, die Belastungen durch Chemikalien und Schwermetalle werden größer.  Am Besten begegnen wir diesen Herausforderungen mit einem widerstandsfähigen Körper. Und dabei ist uns die Naturheilkunde eine große Hilfe. Sie abzuschaffen und alles hinterher mit Chemie zu kurieren (was oft genug in reiner Symptomunterdrückung endet), ist nicht der Weg. Wir entfremden uns mehr und mehr der Natur. Die Schöpfung legt uns alles zu Füssen, was wir brauchen. Die Schöpfung wohlgemerkt und nicht irgendein Chemieriese…

 

 

 

 

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