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Posts Tagged ‘Baldrian’

… jedenfalls wenn sich die Frühjahrskräuter noch nicht so wirklich blicken lassen. Was schon da ist und sich freudig für unsere Sinne zur Verfügung stellt, hab ich euch hier beschrieben:

http://whisperingweeds.me

Allem, was noch nicht ins neue Jahr lugt, müssen wir da vielleicht ein wenig entgegenkommen. Ich denke da an Wurzeln…

Pflanzen verlieren ihre Nährstoffe nicht einfach, sondern sie befinden sich, je nach Jahreszeit, in anderen Pflanzenteilen. Im Winter nun mal gern in Rinde, Knospe und Wurzel. Über die Knospen, die ich euch wirklich sehr ans Herz lege (man kann danach morgens Bäume pflücken), hab ich letztes Jahr schon geschrieben:

http://whisperingweeds.me/2013/04/15/fit-und-vital-mit-der-knospenkur/

aber auch die Knospentinkturen sind äußerst wertvoll und nicht zu verachten, die findet ihr in der sog. „Gemmotherapie“. Meine Ausführungen dazu könnt ihr hier noch einmal nachlesen:

(https://earthwitch.wordpress.com/2011/04/07/schnell-noch-zugreifen-die-knospenapotheke/)

inzwischen hat sich auch schon eine Mitleserin als Bezugsquelle angeboten, denn das Herstellen ist nicht jedermanns Sache.

Wer sich ernsthaft mit der echten Gemmotherapie auseinandersetzen will, dem bleibt ein intensiveres Studium nicht erspart. Die Erfolge sind allerdings auch beeindruckend.

Doch zurück zu unseren Wurzeln (im allerwahrsten Hexenwortsinne 😉 ).

Ich muss da ein wenig aufpassen, ob ich das Thema nicht auch schon gebloggt habe, aber ich glaub, es ist (von mir) relativ unberührt.

Wahrscheinlich könnt ihr nicht jede Wurzel selbst sammeln. Das ist meist nicht tragisch, da kann man vielerorts noch den Apotheker fragen. Ich sag das mit einem weinenden Auge, denn in meinem Ort werden die Kräutlein allmählich aus den Regalen genommen. Es rentiert sich einfach nicht für die kleinen Apotheken, weil immer mehr Menschen an unsere Pharma glauben und immer weniger sich (ernsthaft) mit Heilkräutern oder Volksheilkunde auseinandersetzen und die Verantwortung für ihre Gesundheit schlicht an Halbgötter in weiß abgeben.

Ich will hier nicht gegen Arzt und Apotheker argumentieren, bei Leibe nicht. Aber im Vorfeld einer schweren Erkrankung, bei Begleitung einer ärztlichen Therapie oder in der Vorsorge können wir selbst viel tun. Und gerade das versuchen bestimmte Kreise uns auszureden. Lasst die Ärzte das machen, was sie studiert haben: Uns dort helfen, wo wir nicht weiterkommen. Letztendlich halte ich es sowieso für gesünder, die Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen, dann kommen wir weg von dem: „wenn ich trotz Rauchen, Trinken und Völlerei nicht gesund werde, hat mir der Arzt die falschen Pillen gegeben…“

Nun, die Aussage hab ich ein bisschen modifiziert… aber im Prinzip höre ich den Inhalt Tag für Tag. „Ich mach doch schon alles, was der Arzt sagt… aber eine kleine Freude (Rauchen, Trinken, Futtern – vor allem das Falsche) braucht der Mensch doch…, vielleicht benötige ich andere Medikamente.“

Diesen Menschen hilft leider weder Arzt noch Heilpraktiker, da kann nur noch das Schicksal durch böse, aber hoffentlich heilsame Schläge zu einer Kehrtwende führen.

So genug davon. Ich will hier nicht dauernd den Zeigefinger heben. Unsere Kräuter sollen doch auch Spaß machen. Da verbinde ich am Liebsten das Kulinarische mit dem Heilsamen (ja, Gesundheit kann schmecken! Siehe oben. Ein paar Rezepte mit Frühlingskräutern findet ihr auf www.whisperingweeds.me).

Wer also selbst sammelt, sollte Folgendes beachten:

  • klärt ab, wann eure Wurzel am heilkräftigsten ist (beim Löwenzahn gibt’s da schon einen deutlichen Unterschied zwischen Herbst- und Frühjahrswurzel).

  • In der Regel werden Wurzeln bei feuchter Erde (logisch – buddel mal aus knarztrockener) und bei abnehmendem Mond geerntet. Wer es hexenperfekt machen will, erntet vor Sonnenaufgang. Im Winter noch recht leicht machbar…

  • Wer mit einem Spaten erntet, sticht meist etwas von der Wurzel ab, so dass die Pflanze nachwachsen kann. Der typische Unkrautstecher macht die Ernte ertragreicher und es gibt dickere Wurzeln, aber meist entfernen wir die Pflanze gänzlich vom Standort. Das sollte man nur tun, wenn dort genug Exemplare stehen. Knoblauchsraukenwurzel, die zur Zeit noch das herrliche Meerretticharoma hat, lässt sich so leicht ernten.

  • Wenn ihr die Wurzeln aufheben wollt, müssen die gut durchgetrocknet werden. Am Besten Ofen oder Heizung mit zur Hilfe nehmen und bei 40 – 60 Grad trocknen. Die Wurzeln sollten beim Brechen knacken.

  • Wer gleich Tinkturen oder Öle ansetzen will, sollte die Wurzeln auch leicht antrocknen lassen, damit der Wassergehalt (vor allem beim Ölansatz) etwas sinkt.

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Wurz ist nicht immer gleich Wurzel…

Ihr findet sicherlich in so manchem Kräuterbuch auch Kräutlein, die auf „wurz“ enden. Damit ist nicht immer eine Wurzel gemeint, jedenfalls nicht die pflanzeneigene. Die Volksheilkunde will damit meist ausdrücken, dass die Pflanze direkt an die „Wurzel des Übels“ geht. Schön oder? Eine ursachenorientierte und nicht symptomorientierte Heilweise…

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Wer, was, wo?

Ich glaube, das sind drei von fünf journalistischen Grundsätzen, die bei Artikeln beachtet werden. Aber auch beim Kräutersammeln ist das wichtig. Daher diese kleine Übersicht:

Wurzel

Standort

Wirkung

Angelika

Auen, Feuchtgebiete, Wälder

Verdauungssystem

Baldrian

Bäche, Seen

 Nerven

Brennnessel

Äcker, Ödland, Wegränder

 Prostata

Beinwell

Bäche, Seen, Sümpfe

 Gewebe

Bibernelle

Magerwiesen

 Entzündungen, Husten

Blutwurz

Magerwiesen

 Entzündungen, Infektionen

Kalmus

Bäche, Seen

 Verdauungssystem

Löwenzahn

Fettwiesen

 Verdauungssystem (Nieren, Galle)

Meerrettich

Ödland, Schuttplätze, Gärten

 Entzündungen, Infekte

Möhre

Gärten

 Arteriosklerose, Entzündungen, Würmer

Petersilie

Gärten

 Steinleiden, Bluthochdruck

Quecke

Äcker, Ödland

 Fusspilz, Hauterkrankungen, Haarwuchs

Topinambur

Gärten, auch Waldlichtungen

 Blutarmut, Diabetes, Übergewicht

Wenn Sammeln oder Apothekenbesuch nicht erfolgreich sind:

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Geh´n dir mal die Kräuter aus,

Kräuterschulte schickt ins Haus.

http://www.kraeuterschulte.de

Ein bestens sortierter Kräuterhandel, der auch kleine Mengen verschickt.

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Angelika (Angelica archangelica)

Nomen est omen, kann ich hier nur sagen. Wenn unsere Vorvorderen eine „Erzengelwurz“ hatten, sieht man schon mal, was ihr zugetraut wurde. Da kann sich die Kommission „E“ ruhig die Zähne dran ausbeißen.

In Skandiavien war die Angelika aus der Volksmedizin nicht wegzudenken. Wobei wir auch gleich bei einem Phänomen sind: Es gibt Forschungen zu dieser Pflanze, die belegen, dass nördlich geerntete Sorten scheinbar recht potent gegen Krebszellen sind (es wurden ätherische Öle getestet – wer mehr wissen will, schaut hier: http://blog.aromapraxis.de/2010/01/13/atherische-ole-gegen-tumore/ ),

während die in südlicheren Regionen wachsenden Exemplare andere Eigenschaften aufweisen.

Die getrocknete Wurzel wurde auch als Amulett gegen Hexerei getragen. Auch wenn heute viele nicht mehr an so etwas glauben: Wurzeln um den Hals sind durchaus auch eine Heilmethode (Siehe weiter unten beim Meerrettich).

Die Angelika hat sicherlich noch mehr positive Wirkungen, als nur auf den Vertrauungstrakt allein. Wer sich mit ihr einmal näher befassen möchte, kann z. B. die Samen räuchern. Trotz des großen Engagements einzelner Wissenschaftler (wie oben in dem Link), wird es sicher noch einige Zeit brauchen, bis sich die Erkenntnisse über unseren pflanzlichen Erzengel gegen den derzeitigen offiziellen Stand der medizinischen Empfehlungen durchgesetzt haben.

Das ätherische Öl (Samen und auch Wurzel), oder auch die Räucherungen werden als Schutz und gegen Ängste eingesetzt.

Wer selber sammelt, sollte die Pflanze gut kennen, oder im Garten anbauen.

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Baldrian

Auch eine Wurzel, die gern um den Hals getragen wurde. Dabei hatte man allerdings oft mehr die Anziehung des männlichen Geschlechts, als den Schutz im Hinterköpfchen. Ich kanns mir ob des Geruches nicht so recht vorstellen, aber andererseits, wenn ich an die edlen, heute teilweise nicht mehr erhältlichen, Zutaten der Parfümerien denke… Da wurden Ausscheidungen aller Art verarbeitet.

Der Baldrian beruhigt, macht aber nicht schläfrig. Daher eignet er sich hervorragend gegen Prüfungsängste.

Optimaler Weise ernten wir die Wurzel im Frühherbst, vornehmlich von älteren Pflanzen um einer hohen Wirkstoffdichte gewiss zu sein.

Für die Kopfarbeiter unter euch: Die Inhaltsstoffe der Wurzel wirken positiv auf den Neurotransmitter GABA. Ein Mangel dieses Stöffchens lässt Stress, Angst und Nervosität wachsen. Der Baldrian verringert den GABA-Abbau und lässt uns damit Erregung und Angst besser kontrollieren.

Für Herzarbeiter und Hexchen: Die Wirkstoffe der Wurzel drängen die Beta-(Hirn-)wellen zurück. Wir kommen in die langsam schwingenden Delta- und Theta-Wellen. Das sind Hirnfrequenzbereiche die wir in entspannten Zuständen (Meditation, Schlaf) erreichen. Diese Frequenzbereiche werden von echten Hexen und echten Mentalisten (ich meine jetzt nicht diese Fernsehshow-Artisten, sondern Menschen, die ihren Geist trainieren um mehr im Leben zu erreichen) angestrebt und klassisch durch Meditation oder Ritual erlangt. Auf dieser Ebene lassen sich Dinge verwirklichen.

Baldrian ermöglicht jedes Werk, das der Abwehr böser Kräfte dient.“

(Brooke 1992)

vergesst nicht: ihr seid auf einer Hexenseite 😉

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Anwendungen:

1 El Baldrianwurzeln mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 10 Min. abgedeckt ziehen lassen. 2 bis 3 Tassen pro Tag in schweren Zeiten, oder nach Bedarf eine Tasse vor dem „aufregenden“ Ereignis.

Für guten Schlaf gebt ihr 2 El der Wurzel ins eingelaufene Badewasser und badet maximal 10 Minuten. Hier dominiert (anders als beim Tee) die einschlaffördernde Wirkung der ätherischen Öle.

Der Baldrian wurde früher hauptsächlich bei Magenbeschwerden angewendet. Erst in neuerer Zeit hat man die beruhigende Wirkung entdeckt, die man bis heute im Detail noch nicht genau erklären kann. Er gehört somit zu den wenigen Pflanzen die trotz nicht vorhandener Beweisstudie als Heilmittel anerkannt sind.

Mehr über den Baldrian und vor allem über die leckeren Blüten hab ich hier geschrieben:

https://earthwitch.wordpress.com/2010/06/10/baldrian-ja-ich-grill/

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Der Beinwell

Neulich hab ich in einem der neu erschienen Kräuterbücher gelesen, „Beinwell“ käme von „Bein“, also unseren Laufwerkzeugen und „well“ heißt gut. Die Bedeutung von Beinwell wäre somit „Gut für das Bein…“ autsch…

Mannomann… ich hatte erst überlegt, das Büchlein hier mit einer entsprechenden Warnung vorzustellen. Ich habe große Probleme mit einigen dieser Neuerscheinungen, die ihr Wissen wohl aus eigener Interpretiation, Google und Wikipedia beziehen.

Nichts gegen Google und Wikipedia. Aber wenn ich ein Buch schreiben will, dann sollte ich doch etwas Erfahrung aus EIGENER Hand mitbringen, kombiniert mit Recherche und voilà… nun ja… die Zeit wird das schon regeln.

Sinngemäß ist die obige Interpretation gar nicht so falsch, aber die wörtliche Ableitung ist schlicht Käse. Mit „Bein“ ist in diesem Fall „Knochen“ gemeint. Bein war und ist ein deutscher Begriff dafür (Wadenbein, Schienbein, Mondbein… Falzbein).

Und das „well“ haben wir nicht aus dem Englischen geklaut und „gut“ damit gemeint, es ist eher im Begriff von „wallen“ – zusammenwachsen – zu sehen. Der lateinische Name „Symphytum“ bestätigt das noch einmal. Er kommt aus dem griechischen „symphyo“ (ich lasse zusammenwachsen).

Also „gut fürs Bein“ ist irgendwie auch richtig… aber trotzdem.

Damit haben wir die größten Heileigenschaften des Beinwell schon umrissen. Er lässt zusammenwachsen, was zusammenwachsen will. Wenn man Wolf-Dieter Storl glauben schenken mag, sogar richtig und nicht irgendwie schief (was Knochenbrüche angeht). Vorstellen kann ich mir das, ob ich mich im ernsten (Bruch-)Fall darauf verließe, weiß ich noch nicht.

Das Wunder-Gewebe-Wuchsmittel im Beinwell ist Allantoin. Das hat soviel Kraft, das wir bei tiefen Wunden eher vorsichtig sein müssen, sonst sind sie oben schon zugewachsen, bevor sie von unten nachkommen.

Ich sag deutlich „Gewebe“ und nicht Knochen. Die Heilkraft beschränkt sich nämlich nicht nur auf unsere „festen“ Bestandteile. Auch in Cremes (Schuppenflechte) macht sich der Beinwell wunderbar. Seine Schleimstoffe kühlen, beruhigen Entzündungen (z. B. auch im Darm) und heilen Schleimhäute, machen die Verarbeitung aber ein bisschen schwierig, vor allem, wenn man einen Ölauszug machen möchte.

Unsere Obrigkeiten warnen immer wieder vor dem innerlichen Gebrauch von Beinwell und beschränken den äußerlichen auf maximal 6 Wochen im Jahr. Dabei wurde Beinwell über Jahrhunderte als gesundes Gemüse geschätzt. In Europa ist definitiv kein Fall bekannt, wo es durch pyrrolizidinalkaloid-haltige Pflanzen (das ist der geächtete Wirkstoff) zu irgendeiner Schädigung kam. Wer sich mal durchs Netz googelt, wird vom Strom der Diskussionen hierüber förmlich mitgerissen. Und Kräuterleute wie ich machen sich gar strafbar, zumindest aber äußerst unbeliebt, wenn sie dagegen reden. Darum kommt hier ein Zitat von Dr. Zittlau (und nicht von mir), dass ihr lesen könnt, während ich hingebungsvoll meinen Beinwell-Frischkäse-Bratling verzehre.

Weder innerliche noch äußerliche Anwendungen von Beinwell bergen das Risiko von Nebenwirkungen, auch wenn sie über längere Zeit durchgeführt werden. Die Krebswarnungen einiger Ärzte und Chemiker entbehren einer wissenschaftlichen Grundlage.“

Meine eigenen Erfahrungen mit Beinwell sind äußerst positiv. Ich habe ihn daher auch im Garten. Sobald es irgendwo zwackt und krampft, werden Notfalls sofort ein paar Blätter gehackt und aufgelegt. Einzig meinem Enterich, der sich einen Zeh gebrochen hatte, konnte ich damit nicht beikommen. Auf Anraten einer Heilpraktiker-Freundin gab ich ihm Beinwell homöopathisch. Ja, was soll ich sagen, der Erpelfuß ist wie neu.

Aktuell habe ich sogar noch einen schwierigeren Fall: Mein Vater, hochbetagt, hat ein dickes Bein bekommen. Der Arzt erklärte hierzu, dass wohl ein Gefäß im Gelenk geplatzt sei. Normaler Weise würden die Ärzte das punktieren und Schmerz und Schwellung wären dann fort. Bei meinem Vater ist das leider nicht möglich, da er Marcumar, einen Blutverdünner, nehmen muss. Wenn überhaupt, müsste er damit ins Krankenhaus. Also aushalten und der Natur ihren Lauf lassen. Ich fragte den Arzt, ob ich blutauflösende Mittel gegen die Erguss verwenden dürfe. Er sagte, äußerlich angewendet wäre das gar kein Problem.

Also kam, frei nach Eliane Zimmermann, etwas Immortellenöl zum Einsatz. Das war hier aber wohl nicht so gut. Der Bluterguß löste sich zwar auf, verschwand aber nicht, sondern umkreist jetzt das gesamte Bein als große Fläche. Der Arzt meinte, das wäre halt bei der Anwendung von Marcumar so, da könne man nichts machen.

Also nahmen wir Beinwell. Ich habe letztes Jahr welchen geerntet und zwar mitten im Sommer. Da ist der Wirkstoff nicht mehr überwiegend in der Wurzel, also nahm ich die ganze Pflanze. Weil ich nicht wirklich eine Idee zur Konservierung hatte (und Ölansatz sowie Trockenwurzel im Haus war), zerkleinerte ich alles zusammen und fror es ein…

Das war eine Bombenidee. Jetzt konnte ich jederzeit einen (fast) Frischpflanzenumschlag machen, sogar sehr kühl, oder eben doch angewärmt. Mein Vater bekam so einen Umschlag über Nacht über das ganze Bein, der Schleim kühlte zugleich angenehm, und am nächsten Tag war es nur noch halb so dick.

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Hat ein (gefrorenes)Herz für deine Knochen – der Beinwell

Wer den Beinwell verwenden möchte, aber doch wegen der Alkaloide verunsichert ist, kann in der Apotheke pa-freie Salben kaufen (Kytta). Persönlich halte ich mehr von der Urform.

Ihr seht, über den Beinwell kann man ganze Bücher schreiben. Muss ich aber nicht, dass hat man schon gemacht:

In der Abtei Fulda könnt ihr dieses exzellente Büchlein kaufen:

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http://www.abtei-fulda.de/_SIUu5dt1zSLnMOebmb/shop/one.shop/index.html?entry=page.artikel.18

Hier werden nicht nur alle erstaunlichen Anwendungsgebiete und Heilerfolge geschildert, sondern auch die einzelnen Arten (Comfrey) erklärt.

Sooo… der Kaffeeduft kitzelt verführerisch meine Nase und ich werde mich jetzt dem (neuerdings wissenschaftlich bestätigtem) Genuss hingeben. Eine Ergänzung der Wurzelkunde folgt aber bald…

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Periodenschmerzen können teilweise so extrem sein, dass es die Frau ins Bett zwingt. Nach Abklärung eventueller organischer Ursachen hat die Schulmedizin hier meist nur Schmerzmittel anzubieten, leider beseitigt das nicht den Grund der Krämpfe.

Heilkräuter zeigen hier tatsächlich beeindruckende Erfolge, wenn man Sie kurmäßig über einen Zeitraum von mehreren Menstruationen anwendet.

Etwa 10 Tage vor der Menstruation beginnt der Blutkalziumspiegel zu sinken. Das kann sich durch Krämpfe, Kopfschmerzen, Wassereinlagerung, Depressionen und/oder Schlaflosigkeit bemerkbar machen. Die Symptome werden gern unter dem Begriff  „PMS“ (prämenstruelles Syndrom) zusammengefasst.

Da bieten sich schon einige Möglichkeiten an, dem entgegenzuwirken (die Tipps beziehen sich auf Frauen in den fruchtbaren Jahren,  junge Frauen, die am Anfang des Frauseins stehen, schauen bitte in die vorhergehenden Beiträge):

  • Wir erhöhen die Kalziumaufnahme etwa 10 Tage vor der Periode. Das kann durch den einen Kalzium – Tee, aber auch durch Nahrungsmittel wie Kelp, Sesam, Tahin, Yoghurt und grünes Blattgemüse/ Kräuter wie Beinwell (gelegentlich), Brennnessel, Himbeerblätter, Petersilie, Spinat, und Sprossen geschehen.
  • Wir nehmen Floradix oder den selbstgemachten Eisen-Sirup (aus vorhergehenden Beiträgen). Verlassen Sie sich nicht nur auf ein Kalziumpräparat, sondern auf kalziumreiche Nahrung. Ein Präparat bleibt immer eine Nahrungsergänzung und ersetzt keine gesunde Ernährungsweise.
  • Sie können einen Hormonregulierenden Tee für 3 Wochen innerhalb der Periode trinken.

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Hormonregulierender Tee

1 Teil Yamswurzel

1 Teil Ingwer

2 Teile Löwenzahnwurzel (möglichst frisch)

2 Teile Klettenwurzel (möglichst frisch)

2 Teile Süssholzwurzel

2 Teile Sassafras

1/4 Teil Mönchspfeffer

Bringen Sie 6 Teel. der Mischung mit 1 L Wasser zum köcheln und lassen Sie die Mixtur 20 Minuten simmern. 3 Tassen täglich

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Um den erhöhten Kalziumbedarf zu decken können Sie eine 10 Tage vor Menstruationsbeginn mit folgendem Tee anfangen:

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Kalzium – Tee extra

2 Teile Haferstroh

1 Teil Ackerschachtelhalm

2 Teile Brennnessel

4 Teile Minze

4 Teile Himbeerblätter

Wie immer, um Mineralien „auszukochen“, 6 Teel. der Mischung  mit 1 l Wasser zum Kochen bringen, vom Herd nehmen und 20 Minuten ausziehen lassen. Drei bis vier Tassen täglich.

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Wenn Sie Periodenkrämpfe quälen, dürfen sich nichts Kaltes zu sich nehmen. Legen Sie sich eine Wärmflasche auf. Sie können auch folgenden Tee schluckweise alle 15 Minuten trinken, bis die Krämpfe nachlassen. Der Tee eignet sich ebenfalls als Tinktur.

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Tee gegen Krämpfe

1 Teil Schneeballrinde

1 Teil Baldrianwurzel

1/2 Teil Ingwerwurzel

Wieder brauchen wir 6 Teel. der Mischung auf 1 Liter Wasser. Wegen der Rinde und der Wurzel ändert sich die Zubereitung ein wenig. Zuerst die Rinde und den Ingwer 20 Minuten köcheln lassen. Dann vom Herd nehmen und die Baldrianwurzel dazugeben. Nochmals 20 Minuten ziehen lassen.

Im Originalrezept wird auch noch ein Teil Poleiminze verwendet. Da sie leicht giftig ist, wird das in Deutschland nicht mehr gemacht. In den englischsprachigen Ländern gehört sie zu den Besten krampflösenden Mitteln (Sie wurde früher auch für Abtreibungen gebraucht). Trotzdem können wir Ihre Kraft auch noch nutzen: Einfach leicht verdünntes Poleiminzenöl (bitte nur einige Tropfen, es ist sehr effektiv) auf den Bauch massieren, Schleimhäute aber dringend auslassen! Poleiminze kann man auch wunderbar im Garten anpflanzen (bitte bei Kindern aufpassen!). Es gibt kriechende Formen, die ganze Teppiche bilden. Zum Einen verschreckt das Ameisen, zum anderen hat auch schon das pure Sitzen auf so einem duftenden Poleiminzeteppich vielen Frauen Erleichterung gebracht.

Die Poleiminze kam in den 70ern in Verruf. Der Tee wurde oft als krampflösendes Mittel genommen, aber NIE das Öl. Das Öl ist innerlich eingenommen wirklich gefährlich giftig. Leider haben zwei junge Frauen das Öl als Abtreibungsmittel genutzt. Eine kräuterkundige Hebamme hätte das nie getan. Die beiden dachten wohl, sie könnten nichts falsch machen. Sie bezahlten diesen Irrtum mit ihrem Leben.

In den englischen Kräuterkunde heißt es, dass Kraut im Tee hätte keinerlei Gift. Das Öl wäre giftig. Ich kann mir das vorstellen, da ätherische Öle bei Wärme verfliegen (Teekochen) und im Kraut sicherlich auch nicht so konzentriert sind, wie in dem Öl. Ich schließe mich aber vorsichtshalber der deutschen Kräuterkunde an und empfehle auch den Tee nicht zur inneren Anwendung. Wenn Sie die Poleiminze interessiert, informieren Sie sich bitte gründlich. Ob Sie sich dann doch für die innere Anwendung des Tees entscheiden, ist dann ihre Sache. Aber bitte: Nie, wirklich nie das Öl innerlich verwenden, oder gar mit dem Gedanken an eine Abtreibung die Pflanze gefährlich hoch dosieren. Solche lebensbedrohlichen Experimente haben wir heute nicht mehr nötig.

Ich würde mir wünschen, dass sich die deutsche Kräuterforschung, wenn es sie denn wirklich gibt und es sich nicht nur um heilkräuterächtende Studien handelt, sich der Poleiminze noch einmal näher annimmt. Herbalisten singen ganze Lobeshymnen auf ihre krampflösenden und menstruationsfördernden Eigenschaften, da lohnt es sich doch einmal, sich das Kräutlein näher anzusehen. Oder wurde es einfach nur gebrandmarkt, weil es ein typisches Abtreibungskraut wahr? Es ist in Deutschland auch heute noch gesetzlich verboten, jemandem eine historische Abtreibungsrezeptur kund zu tun. Egal aus welchem Interesse. Auch wenn man nur wissen möchte, wieviel man eben NICHT nehmen darf. Allein das Wissen, wie man Kinder früher abtrieb, steht unter Hochstrafe. Das ärgert mich ein bisschen. Ich will die Rezepturen nicht unter das Volk bringen, aber als Herbalistin wüsste ich einfach gern darum. Man kann im Internet alle möglichen Hinweise auf Selbsttötungsrezepte, Bomben, und auch andere furchtbare Sachen finden… aber das Wissen um diese Kräuter wird geahndet… wie gesagt, nur die Weitergabe des Wissens, nicht die Handlung an sich.

Ich habe mir von einer österreichischen Kollegen ein wunderschönes Büchlein über Verhütung mit Pflanzen geholt, das in der deutschen Ausgabe unter „Abtreibungsmitteln“ leere Seiten aufweist. Ich als Deutsche darf keinerlei Kenntnis davon haben. Ich sags nochmal: niemand hat vor, diese alten Rezepturen anzuwenden. Das ist rein historisches Interesse… Es kommt auch niemand auf den Gedanken, mit Pflanzen zu verhüten. Aber interessant, wie es zu anderen Zeiten in anderen Kulturen gehandhabt wurde, ist es doch.

Also Bomben bauen, sich selbst meucheln… das alles geht… Abtreiben nicht… ich meine immer noch das Wissen darum, nicht die Handlung. Ich bin AUSDRÜCKLICH der Ansicht, dass ein Schwangerschaftsabbruch in ärztliche Hand gehört. Bombenbauanleitungen und Selbstmordanweisungen gehören eher verfolgt, als alte Rezepturen.

Für mich gehört die Kenntnis dazu. Wir wissen auch, das Sokrates am Schierlingsbecher starb, wir wissen, dass Schierling auch bei Operationen zur Betäubung eingesetzt wurde. Das alles ist interessant. Niemand stört sich an diesem Wissen. Niemand würde Schierling heutzutage als Narkosemittel einsetzen…

Zweierlei Maß, oder?

Nun gut, also noch einmal zu einem sanfteren Krampflöser:

Baldrian kann man auch wunderbar als Tinktur nehmen. Die meisten kennen ihn nur als „Beruhigungsmittel“, aber er kann viel mehr. Er wirkt auch bei Krämpfen und Schmerzen, sogar Rückenschmerzen, wenn sie von der Muskulatur her rühren. Beginnen Sie mit kleinen Dosen und tasten Sie sich heran. Es kann sein, dass die Dosis schon etwas höher sein sollte, aber keine Angst, Baldrian gehört zu den sicheren Kräutern. Lesen Sie einfach mal in Ruhe die Packungsbeilage. Die meisten Frauen kommen mit einem halben Teelöffel alle 20 Minuten gut hin. Bedenken Sie aber: Eine Tinktur ist natürlich Alkohol… und so sanft Baldrian ist, übertreiben sollte man es auch hier nicht. Aber glücklicher Weise sind wir des Lesens kundig und können die Beilagen studieren oder den freundlichen Apotheker fragen.

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Kuren zum Hormonausgleich sollten mindestens über drei Zyklen ausgeführt werden.

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Nein, da hat sich kein Schreibfehler in die Überschrift geschlichen. Baldrian hat viele Qualitäten und da bedarf es nicht erst der Wurzel.

Der Baldrian weist mit seinem lateinischen Namen auf seine Eigenschaften hin (valere = stark, gesund sein). Er wurde auch gern bei Liebeszaubern verwendet. Ja, Frau sollte ihn sogar am Körper tragen, um sich der zahlreichen Liebhaber nicht mehr erwehren zu können. Im „Chanel- Nr. 5“ – Zeitalter kaum vorzustellbar. Aber nicht nur Liebhaber sollte das Kraut auf diese Weise anziehen, sondern auch einen wirksamen Schutz gegen Blitzschlag und Behexung bilden.

Es heißt, der Rattenfänger von Hameln hätte sich des Baldrians bedient, um die Ratten aus der Stadt zu locken. Das ist gar nicht so abwegig: Nicht nur unsere Katzen lieben Baldrian, auch Ratten sind ganz versessen darauf.

Indianer behandelten Epilepsie und Lähmungen mit Baldrian. Im zweiten Weltkrieg wurden Kriegstraumata mit ihm behandelt. Auch gegen Cholera und Pest wurde er früher eingesetzt.

Unbestritten gehört Baldrian zu den bewährtesten Heilmitteln für das Nervensystem. Er wirkt beruhigend, hypnotisch, krampflösend (glatte Muskulatur) und schmerzstillend. Trotz all dieser wunderbaren Eigenschaften haben unsere Wissenschaftler noch nicht herausgefunden, welche Bestandteile des Baldrians diese Wirkungen verursachen. Das gibt einem bei der teilweise vernichtenden Bewertung alter Heilkräuter durch die Kommission „E“ schon ein wenig zu denken…

Baldrian gehört zum ersten Frühjahrsgrün, ist für die meisten aber als solcher noch nicht zu erkennen

Der Baldrian ist häufig an Flußufern und Feuchtgebieten zu finden und steht gerade jetzt kurz vor der Blüte. Im Gegensatz zu seinen Wurzeln haben die Blüten einen lieblichen, moschusartigen Duft. Sie sind aromatisch und passen wunderbar zu Früchten wie Nektarine, Passionsfrucht und Banane.

Beim Baldrian gibts männliche und weibliche Blüten. Die weiblichen sind etwas kleiner, weiß bis zartrosa. Die Männlichen kräftig und deutlich rosa. Wer sich mit der Bestimmung des Baldrians nicht sicher ist, sollte vielleicht zunächst einen in der Gärtnerei kaufen. Man könnte ihn eventuell mit der Spornblume, die in Küstengebieten wächst, verwechseln.

Kulinarisch verwenden wir also die Blüten. Wie bei den meisten blühenden Zutaten auch hier bitte das Grün entfernen.  Und dann auf den Grill!

Nein, nicht pur natürlich. Ich grille wirklich gern und im Sommer wird meist draußen gegessen und auch zubereitet – also ist der Grill meine Küche. Jeden Tag Bratwurst ist aber auch nicht das Wahre. Also werden auch Beilagen und Gemüse gegrillt. Und für mich gaaanz wichtig: Der Nachtisch. Eine wunderbare Kombination bildet der Baldrian hier mit gegrillten Bananen. Kennen Sie doch sicher: Bananen so pur auf den Grill legen, bis sie schwarz sind und die Schale platzt. Jetzt herunternehmen halbieren oder auch nur oben aufschlitzen und die guten Sachen draufgeben. Für Kinder z. B. Schokosplitter, für Erwachsene Rum und Zucker oder für Kräuterhexen und Gourmets die Baldrianblüten.

Bei schlechtem Wetter gibts natürlich auch eine Abwandlung:

Gebackene Bananen mit Baldrianblüten

8 Bananen, geschält

10 g Butter

1 EL brauner Zucker

1 EL Sherry

2 EL Baldrianblüten

Crème fraiche

Backofen auf 180 Grad vorheizen

Die Bananen in Scheiben schneiden und in eine Auflaufform legen. Mit Butterflocken und Zucker bestreuen und mit Sherry überträufeln. Die Hälfte der Blüten über die Bananen streuen, die Form abdecken und im Ofen 15 – 20 Minuten backen, bis die Bananen weich sind. Dann aus dem Rohr nehmen, die restlichen Blüten darauf streuen und mit Crème fraiche servieren.

Obstsalat mit Baldrianblüten

2 Passionsfrüchte

3 EL Apfelsaft

3 Kiwis, geschält, in Scheiben geschnitten

1 EL Baldrianblüten

Die Passionsfrüchte halbieren, Fruchtfleisch in eine Schüssel schaben, mit Apfelsaft und Kiwis vermengen und mit den Blüten vermischen.

Es gibt also wunderbare Gründe, um den Baldrian im Garten anzusiedeln. Aber er tut nicht nur Leib und Seele gut, sondern auch dem Garten. Neben Gemüse gepflanzt, beschleunigt er das Wachstum und regt die Aktivität der Regenwürmer an (scheinbar wirkt der Baldrian auf Würmer anders als auf Menschen ;-))

Auf uns Menschen wirkt er, wie oben angesprochen, natürlich auch wunderbar.

Wir verwenden den Baldrian, um den Gesamtorganismus zu entspannen. Auch chronische Angstzustände und chronische Schlaflosigkeit können wir mit ihm behandeln. Panik, Herzklopfen, Schwindel… bei allem wirkt er zuverlässig und schnell.

Wer sich von Drogen, Beruhigungsmitteln oder Alkohol abhängig gemacht hat, kann mit Hilfe des Baldrians leichter entziehen.

Auch bei Schmerzen wie Rheuma, Arthritis, Gürtelrose oder Neuralgien wurden gute Ergebnisse erzielt.

Wenn die Angst dich lähmt, wenn Panik aufsteigt – Baldrian hilft! Niedrige Baldriangaben  (kleine Dosen mit Pausen, drei Tage nehmen, drei Tage aussetzen) schenken Mut und Widerstandskraft und hilft, die Energie aus dem Solarplexus ins Herz aufsteigen zu lassen.

Auch bei unbewussten und irrationalen Ängsten wie Angst vor Dunkelheit, bösen Mächten und Geistern, oder objektlose Ängste kann Baldrian gut angewandt werden. In dieser Eigenschaft ist er auch ein wunderbares Füllmittel für ein Kräuterkissen.

Kräuterhexen, die ihre Tinkturen nicht selbst herstellen, bekommen Baldrian natürlich in der Apotheke. Ich nehme immer die Tinktur, nicht die fertigen Tabletten, aber das ist vielleicht eher Geschmackssache. Tinkturen lassen sich jedoch leichter dosieren, gerade wenn ich mehr im energetischen Bereich arbeiten möchte.

Selbstverständlich wurde so ein starkes Kraut auch schon immer rituell und bei der magischen Arbeit verwendet, darum ein Hinweis für Zaunreiterinnen:

Baldriantee bereitet optimal auf magisches Arbeiten vor, vor allem, wenn du dich tief versenken möchtest.  Er ist ein typisches Samhainkraut und daher auch ein wunderbarer Gefährte bei der Schattenarbeit, die Angst vor Selbstverlust– oder Auflösung kann bewältigt werden. Bei Hekate-Ritualen, Überquerungen des Styx , ober bei der Abwehr von negativen Kräften solltest du mit ihm arbeiten.

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