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Posts Tagged ‘Brennnessel’

Es könnte so schön sein: Mann hat ihn, den Partner fürs Leben (oder auch nur für diese eine, besondere Nacht) und dann ist der Geist willig, aber das Fleisch ist schwach…

Da das wichtigste Organ beim Sex nun mal der Kopf ist, sind hier auch meist die Gründe zu suchen. Er wird oft von Gefühlen geplagt, oder das Gedankenkarussell lässt keine Ruhe.

Es ist, wie es ist: Die beiden Königskinder können zusammen nicht kommen.

Wenn trotz der Tipps aus dem vorhergehenden Artikel keine Besserung erfolgt ist, müssen wir tatsächlich an körperliche Probleme denken. Ich gehe mal davon aus, dass Sie gesundheitliche Probleme beim Arzt abgeklärt haben. Nun sitzen wir hier wieder, allein mit dem Problem und hoffen auf eine Lösung.

Und wieder lade ich Sie ein Altes, Bewährtes und auch Ungewöhnliches aus dem Reich der Pflanzen und der Fantasie mit mir zu probieren (getrennt natürlich 😉 ).

Gehen wir noch einmal auf die wichtigsten (körperlichen) potenzstörenden Ursachen ein.

  • Rauchen: Ganz klar, als gefässverengendes Gift kommt Rauchen dem Blutandrang an der gewünschten Stelle alles andere als entgegen. Sollten Sie den positiven Gedanken fassen, dass Rauchen ganz aufzugeben (dieser Artikel wäre doch schon ein schöner Grund), dann kann Ihnen die Iboga (Tabernanthe iboga) dabei helfen und damit kennen Sie gleichzeitig die erste potenzstärkende Pflanze.
  • Alkohol: anders als im Straßenverkehr sollte man sich hier um die 0,5 Promillegrenze bemühen. Das Gläschen Rotwein ist fraglos förderlich, ein Übermaß abträglich und Schnaps fördert er die wohlige Bettschwere. Ich habe mir allerdings sagen lassen, dass eine ordentliche Portion Jägermeister hier Wunder wirken soll… ich möchte niemandem zu exzessiven Gebrauch überreden, aber, naja, kann sein… ist ja ein Kräuterlikör. Sollte, bei Gelingen, aber nicht zur Gewohnheit werden. Zumal die wirksame Dosis hier wirklich recht hoch sein soll.
  • Antibiotika: Ja, auch hier kann es zur Verhinderung des ehelichen Werkes kommen. Auch Anitmykotika gehören zu den Spaßverderbern. Ich hoffe nur, dass Sie sie nicht lange einnehmen müssen.
  • Antikrebsmittel: Wer Krebs hat, hat sicherlich meist anderes im Kopf. Trotzdem sollten sie wissen: hier sind die Medikamente fürs Versagen verantwortlich, nicht die Krankheit. Machen Sie sich nicht zusätzlich Vorwürfe.
  • Beruhigungsmittel: Da diese auf das vegetative Nervensystem wirken, gehen sie meist auch auf die Potenz.
  • Blutdrucksenker: Ganz klar, wo kein Druck ist, kann sich nichts aufbauen. Tatsächlich wird sogar der Sinn von Blutdrucksenkern neuerdings von einigen Fachleuten in Frage gestellt. Dr. Jörg Zittlau meint dazu: „Die wissenschaftliche Datenlage liefert keineswegs Belege dafür, dass diese Arzneien die Lebenserwartungen der Betroffenen verlängern. Dafür haben sie unzählige Nebenwirkungen. Eine davon: Impotenz.“ (Zittlau: 2006). Zittlau greift damit ein heißes Eisen an. Ich bin da übrigens seiner Meinung. Das heißt nicht, dass ich Ihnen jetzt dazu rate, ihre Betablocker in den Müll zu werfen. Obwohl ich schon von einigen Therapeuten gehört habe, die das schmerzfrei tun. Ich halte es aber für wichtig, das Bluthochdruckproblem noch einmal neu zu überdenken: Wenn man das Herz auf eine physikalische Pumpe reduziert, mag das alles passen, je weniger Druck im System ist, desto weniger kann kaputt gehen. Jedenfalls in den Leitungen. Natürlich kommen aber auch Nährstoffe nicht mehr überall hin, wenn der Druck runtergeht (wie bei einer Zentralheizung im Dachgeschoss…) wichtige Gebiete, so die Meinung der Kritiker, werden unterversorgt. – Ich persönlich hab ein Problem mit der rein physikalischen Sicht. Aber das ist mein Ding. Ich würde mich aber freuen, wenn sich ein paar fähige Köpfe dem Bluthochdruck noch einmal annehmen würden..
  • Lipidsenker: Tatsächlich wird auch um Cholesterin als Verursacher der Herz-Kreislauferkrankungen gestritten. Trotzdem erfreuen sich die Lipidsenker nach wie vor einer großen Verschreibungshäufigkeit. Selbst Todesfälle (Lipobay-Skandal) minderte die Verschreibungsfreude nicht. Durch massive Eingriffe in den Stoffwechsel gehören aber auch diese Mittel oft zu den Potenzfeinden.
  • Schmerzmittel: Sogar Aspirin (ich meine jetzt den Wirkstoff ASS und nicht die Marke) kann sich negativ auswirken, es verringert die Ausschüttung männlicher Hormone. In der Schwangerschaft eingenommen, kann es die Libido des männlichen Embryos beeinträchtigen. Gichtmittel, opiathaltige Mittel und Kortison können ebenfalls potenzsstörend wirken.

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Was ist zu tun?

Zum einen natürlich die Hormone anregen. Männliche Hormone sind da sehr pflegeleicht und reagieren schon bereitwillig auf:

  • Fettarmes Essen: Also weg mit dem Eisbein, sonst werden Enzyme ausgeschüttet, die die Hormone vergällen… schlanke Männer bilden sowieso mehr Testosteron, weil Fettgewebe mit Östrogenen liebäugelt…
  • Sex: Na, da wäre ich nie drauf gekommen… 😉 Das ist allerdings mehr ein vorbeugender Tipp. Durch regelmässigen Sex kann der Testosteronspiegel zwei- bis dreifach höhere Werte aufweisen, als bei den beschaulichen Schlafzimmermenschen.
  • Sonne: Ab an den Strand – das Testosteron liebt das!
  • Zink: Das Mineral hilft den Männern hoch. Also meine Damen, auf den Speiseplan gehören zukünftig verstärkt: Erdbeeren und Himbeeren. Schon eine Handvoll soll spürbare Wirkung zeigen.

Welche Pflanzen unseren Hormonen auf die Sprünge helfen, sehen wir noch später.

Außerdem können wir dafür sorgen, dass der Blutfluss angeregt wird. Natürlich im Beckenbereich. Nein, ich meine keine, auf einen kleinen Bereich beschränkte, Massage. Der ganze Unterbauch sollte durchblutet sein. Dabei hilft:

  • Sport (selbsterklärend, oder?)
  • Massage: Am besten mit einem wunderbaren Kräuteröl. Waren Sie schon mal bei einer klassischen Massage? Wissen Sie noch grob, in welcher Richtung dort massiert wurde? Gut – für die Beckendurchblutung machen Sie es bitte genau anders herum. Der kräftige Strich wird nach unten ausgeführt, nicht in Richtung Schultern. Das sammelt Energien und Blut im Becken.

Durchblutende Kräuteröle lernen wir noch kennen. Das „Feuer im Becken Balsam“ für die Frau wurde bereits im vorhergehenden Beitrag vorgestellt.

Wer abends den betörenden Duft der Datura schnuppert, wird mit sinnlichen Träumen belohnt.

Es gibt eine viele Liebespflanzen, die Geist und Körper auf die Sprünge helfen können. Einige wachsen sogar zwischen Haustür und Gartenzaun. Gehen Sie mit mir auf Entdeckungsreise….

  • Brennnessel: Der Potenzbissen beim Waldspaziergang. Die Brennnessel wirkt auf zweierlei Art: Zum Einen hilft die Wurzel bei gutartigen Prostatavergrößerungen (die ihrerseits dafür verantwortlich sind, mehr Östrogen als Testosteron zu produzieren), zum Anderen sind die Brennnesselsamen ein Tonikum. Für Männlein und Weiblein, wenn auch die Herren ein wenig mehr profitieren. Fazit: Samen – immer gut und hochempfehlenswert! Wurzeln – bei Prostataproblemen kann man einen Esslöffel der getrockneten zerkleinerten Wurzeln mit 200 ml Wasser fünf Minuten köcheln lassen. Drei Tassen täglich.
  • Damiana: Dieses würzige leckere Kräutlein ist tatsächlich mittlerweile in der Apotheke zu bekommen. Im Eigenversuch sind beste Wirkungen als Likörchen festgestellt worden – obwohl einige Autoren von der Mischung Alkohol/Damiana warnen. Darum ein Teerezept: 2 Essl. Kraut mit einem halben Liter Wasser aufkochen, fünf Minuten ziehen lassen, nach Bedarf trinken und auf eineinhalb Stunden Wirkung freuen. Damiana hilft auch gegen Stress und Depressionen, womit man das Kraut auch in anderer Absicht gut trinken kann. In der Homöopathie ist es ebenfalls als Aphrodisiakum gebräuchlich.  Die Kräuterhexe räuchert auch gern damit, um ihren Liebsten zu betören. Trotz des Lobes nicht überdosieren (mehr als drei EL am Tag) und auch bei Blutarmut lieber wenig nutzen.
  • Hafer: Na, sagt Ihnen die alte Redewendung noch etwas: „Wenn sie der Hafer sticht„? Aha… trotzdem ist der Hafer zu Unrecht ein wenig in Vergessenheit geraten. Hafer ist nicht zimperlich. Aber bitte nicht in homöopathischer Dosis, wir wollen ja was Handfestes.  Sie können nicht nur Haferflocken verwenden, sondern auch im Stall mal eben Haferstroh klauen gehen. Therapeutisch wirkt beides. In einer Studie wurde nicht nur über verstärkte Erektionskraft berichtet und mehr Lust, sondern auch über multiple Orgasmen. Tja… ich glaub die Cornflakes haben erst einmal ausgedient. Zurück zum Müsli. Die Kölln-Flocken aus dem Schrank geholt… Nur Glutenempfindliche dürfen hier leider nicht profitieren. Die Dosierung für Hafertee liegt bei drei Tassen täglich, Extrakt kann mit 300 bis 600 mg genommen werden. Eine Überdosierung von Haferflocken oder -samen ist kaum möglich, da auch unser Magen nur eine begrenzte Kapazität hat.
  • Gingko: Nach alten Quellen hat bereits Goethe dieser Pflanze vertraut. Sie ist ein wunderbares Mittel bei Durchblutungsschwäche (und steigert damit auch die Hirnleistung und… ja richtig geraten!). Es lohnt sich auf alle Fälle einmal, Gingko auszuprobieren. Dabei dürfen Sie getrost auf Fertigpräparate vertrauen. Achten Sie allerdings auf Präparate, die einen 25 % Anteil von Ginkgoflavonglykoside und 6 % Terpenlactone haben. Nur mit diesen Werten sind die positiven klinischen Studien durchgeführt worden. Auch wenn das jetzt wirklich ein schwieriges Vokabular ist – für ein ausgeglichenes Liebesleben lohnt sich das Abschreiben.
  • Ginseng: Ein ähnliches Tonikum, wie der Gingko. Ginseng wird seit Tausenden von Jahren geschätzt. Seine Einsatzgebiete sind Erschöpfung, Schwächezustände und Impotenz. Ginseng ist die Hilfe par excellence, wenn wir mit Stress und Krisen fertig werden müssen. Dabei beschränkt sich das  nicht nur auf seelische Krisen. Auch Extremsituationen wie Hunger oder Hitze werden besser vertragen. Außerdem fördert er den Schlaf. Er erhöht sowohl die Leistungs– als auch die Liebesfähigkeit. Bitte nicht auf die Idee „viel hilft viel“ verfallen. Mitnichten. Langfristig überdosiert können sich Schlafstörungen oder Bluthochdruck einstellen. Bisher wurden die Nebenwirkungen allerdings nur in Ländern beobachtet, wo Ginseng auf dem täglichen Speiseplan (ohne Dosierung) steht. Achten Sie, wenn Sie ein Fertigpräparat nehmen, auf ein Monopräparat (außer Ginseng nichts drin), in Kombinationspräparaten ist der Ginsenganteil oft zu gering.
  • Ziegenkraut (Epimedium sagittatum): Eines der Hauptbestandteile des pflanzlichen“ Frauenviagras“ „Femi-X“ aus Dänemark. Dieses Kraut scheint den Blutfluss optimal zu lenken. Nicht nur an die pikanten Stellen, sondern auch in die Haut, die damit leichter erregbar wird. Tatsächlich wird aber auch das Gehirn mit mehr Blut versorgt, die Fantasie darf weiter mitspielen. Nebenbei wirkt das Ziegenkraut blutdrucksenkend, was ein Widerspruch zu sein scheint… Ziegenkraut tut Männlein und wenn man den Dänen glauben kann (ich tu es) auch Weiblein gut. Bei korrekter Dosierung (zweimal täglich ein Teel. Tinktur) sind keine Nebenwirkungen bekannt. Ja ihr Ungeduldigen, das Rezept folgt unten…

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Das war jetzt wirklich nur eine kleine Auswahl von „Liebesmitteln“. Die Kräuterkunde gibt noch viel mehr her. Auch im Gemüsegarten ist Einiges zu finden. Die chinesische Pflanzenheilkunde bietet noch einige interessante und erprobte Kandidaten.

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Damianaschnäpschen (nach Dr. Zittlau)

0,7 l weißer Rum

20 g Damiana

20 g Sabalfrüchte

2 Vanilleschoten

4 Zimtstangen

2 g Macisblüte

0,5 g Galgant

Die Zutaten einen halben Mondlauf  (10 bis 14 Tage – für die Nichthexen) lang ausziehen lassen. Regelmässig schütteln. Abseihen und Kräuter gut auspressen.

Gut bei nervöser Erschöpfung, Impotenz, sexueller Antriebslosigkeit. Bitte nicht mehr als 2 Schnapsgläschen am Tag.

Damiana verspricht prickelnden Sex für beide Geschlechter – die Sinnlichkeit steigt, Reize werden intensiver wahrgenommen.

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Ziegenkrauttinktur

80 g Blätter

1 l Wodka (40-45%)

Einen Monat lang ausziehen lassen.

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Aromatische Pflanzenhelfer

Wie bereits im vorigen Beitrag erklärt, ist die Atmosphäre wichtig für die Lust. Düfte wirken dabei gezielt und direkt. Raffinierte Liebhaberinnen bringen ihre Aromalampe zum Einsatz und finden Verbündete in folgenden Ölen:

  • Bergamotte: gegen Versagensängste – Potenzschwäche
  • Jasmin: Anti-Angst-Öl, hilft Frauen beim Loslassen
  • Neroli: Nimmt Männern die Angst vor Nähe – Blockadenlöser
  • Sandelholz: Klassiker, nahezu unumgänglich. Phytopheromon (pflanzlicher Sexuallockstoff, dem menschlichen sehr ähnlich). Wirkt stimulierend.
  • Weihrauch: Verstärkt Empfindungen und ist ein klassisches Liebesöl. Vertieft das Gefühl der Verschmelzung mit dem Partner.

Das schönste Duftöl nutzt allerdings nichts, wenn dem Partner der Geruch nicht gefällt…

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Auch ein Liebesbad kann der Zweisamkeit sehr förderlich sein. Nehmen Sie als Badezusatz doch mal 5 Tr. Zimtöl, 3 Tr. Jasmin und 2 Tr. Sandelholz, gemischt in einer Tasse Buttermilch…

Ich kann nicht versprechen, dass es danach „sauber“ zugeht.

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Sie wollen auf Nr. „Sicher“ gehen? Dr. Zittlau beschert uns dafür folgendes Rezept:

Erektionsbad

5 Tr. Bohnenkraut

5 Tr. Rosmarin

5 Tr. Wacholder

3 El Akazienhonig

Alle Zutaten mischen und ins Bad geben… sich selbst am Besten auch mit hinein.

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Das letzte Schmankerl: Ein Parfüm für starke Männer (auch das haben wir Dr. Zittlaus Recherchen zu verdanken)

10 Tr. Narde

2 Tr. Jongquille absolue

2 Tr. Saflor absolue

3 Tr. Mairose absolue

2 Tr. Hyazinthe absolue

1 Msp Iriswurzel

1 Msp Mimose

10 ml Jojobaöl

Alle Zutaten vermischen und einen Mondlauf lang dunkel reifen lassen. Es ist ein sehr intensiver Duft, sparsam verwenden. Luxus – pur (was Interessierte schon am Preis merken werden).

Die babylonische Königin Semiramis holte sich die Zutaten hierfür aus ihren hängenden Gärten. Weil das Parfüm einen unermesslichen Wert hatte, wurde es in Karaffen deponiert, die mit Goldstaub bedeckt waren. Der Duft soll die Männer schwach, aber im entscheidenden Moment stark gemacht haben. Es steht Ihnen frei, diesem Geheimnis selbst auf die Spur zu kommen.

Dieses und auch andere Rezepte, sowie weitere Kräuter finden Sie in Dr. Jörg Zittlaus genialem Buch

Mehr Lust am Lieben

Das Büchlein ist zum Taschengeldpreis zu haben (Sie können auch auf den Link klicken und direkt bei Amazon bestellen) und meiner Meinung nach z. Zt. das Beste zu diesem Thema auf dem Markt. Ich hab ihm viele Tipps zu verdanken.

Natürlich ist das nicht das Einzige, was eine Kräuterhexe zu diesem Thema in Petto hat. Aber das würde auch diesen Blog sprengen. Liebesmittel sind, wie alle anderen Kräuteranwendungen auch, immer sehr individuell. Das Internet kann damit eigentlich immer nur ein Einstieg in das Thema sein.

Ja, das wars dann für heute. Ich wünsche Ihnen, dass Sie immer gut „drauf“ sind…

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Menstruationskrämpfe bei jungen Frauen

Manchmal kann die Periode schon zur Last werden. Besonders, wenn man unter starken Krämpfen zu leiden hat. Bevor hier zu starken Schmerzmitteln gegriffen wird, ist folgender Tee einen Versuch wert:

Ingwer-Zimttee

2 Teil Baldrianwurzel

2 Teil Schneeballrinde

2 Teil Ingwer (frisch geraspelt)

1 Teil Zimtrinde

6 EL der Mischung auf 1 Liter. Geben Sie die Schneeballrinde, den Ingwer und die Zimtrinde in kaltem Wasser langsam zum Kochen. 15 Minuten abgedeckt leicht köcheln lassen. Vom Herd nehmen und die Baldrianwurzel hinzufügen. Mindestens 30 Minuten ziehen lassen. In kleinen Schlucken alle 15 Minuten trinken, bis die Krämpfe nachlassen.

Wenn Sie nicht alle Zutaten zur Hand haben, versuchen Sie es mit einem einfachen  Schafgarbentee. Schon der kann in vielen Fällen helfen.

Weitere Tipps:

  • Massieren Sie den Bauch mit Poleiminzenöl. Vorsicht! Poleiminze darf nicht innerlich angewendet werden! Das pure Öl ist recht stark, Sie können es auch mit ein wenig Olivenöl verdünnen, wenn Sie empfindliche Haut haben. Achten Sie auch darauf, dass es nicht auf Schleimhäute gerät. Es reicht völlig den Bauch zu massieren. Poleizminzenöl wirkt meist recht schnell.
  • Packen Sie eine Wärmflasche ins Kreuz und einen Wickel mit frisch geraspelten Ingwer auf den Unterbauch. Dazu kochen Sie einen starken Ingwertee (15 Min. köcheln lassen), lassen ihn etwas abkühlen, tippen ein trockenes Baumwolltuch hinein und wringen überschüssigen Tee heraus. Dann kommt ein trockenes Handtuch auf den Bauch, der heiße Wickel darüber, und ein dickes Handtuch obenauf. Belassen Sie den Wickel für 15 Minuten oder bis er merklich abkühlt. Sie können auch wieder eine Wärmflasche obenauf geben. Auch der Ingwerwickel bringt meist schnell Erfolg.
  • Beruhigende Tinkturen (Baldrian, Helmkraut) haben meist auch schon eine entkrampfende Wirkung und können von den jungen Mädchen problemlos auch in der Schule eingenommen werden. Auch der Tee kann als Tinktur zubereitet und genommen werden.

Die Natur hat auch für junge Frauen viele wunderbare Helfer

Krämpfe bei jungen Mädchen und Frauen sind meist durch Kalziummangel, Mineralstoffmangel oder auch Stress bedingt. Wenn starke Krämpfe regelmässig auftreten (und organische Ursachen durch den Frauenarzt abgeklärt sind), kann man den Körper auch mit folgenden Maßnahmen unterstützen:

Täglich:

  • Nehmen Sie täglich Nachtkerzenöl, Borretschöl oder Schwarzkümmelöl (in Kapseln, gemäß Packungshinweis). Die Gammalinolsäure darin reguliert die Prostaglandinproduktion. Überschüssiges Prostaglandin ist oft die Ursache für Krämpfe, Stimmungsschwankungen und Beschwerden. Viele junge Frauen profitieren sehr von den Ölen.
  • Trinken Sie täglich drei Tassen des „Ausgleichenden“ Tees im vorigen Beitrag. Der Tee kann auf Vorrat gekocht und auch kalt getrunken werden.
  • Nehmen Sie zusätzlich ein Vitamin/Mineralstoffpräparat
  • Versuchen Sie ihre Essgewohnheiten, zumindest während einer Probezeit, auf „gesund“ umzustellen.
  • Versuchen Sie Dong Quai Kapseln. Die Einnahme sollte aber etwa eine Woche vor Einsetzen der Menstruation gestoppt werden und erst nach der Periode wieder beginnen.

Eine Woche vor der Menstruation:

  • Unterstützen Sie vermehrt die Leber. Zum Beispiel mit Löwenzahn oder anderen Bittermitteln
  • Essen Sie kalziumreicher, nehmen Sie eventuell sogar Kalzium in Kapselform

Während der Menstruation:

  • Versuchen Sie „stressarm“ zu leben.
  • Notieren Sie die körperlichen Veränderung mit dieser „Kur“ um eventuell anders zu dosieren oder andere Mittel zu probieren.
  • Oft ist schon nach der einmaligen Kur eine erhebliche Besserung zu spüren. Lassen Sie sich nicht täuschen: Um so ein langdauerndes Problem in den Griff zu bekommen, braucht es mindestens drei Menstruationzyklen. Also nicht vorzeitig aufgeben.

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Starke Blutungen (junge Frauen)

Wenn die Blutungen außergewöhnlich stark sind, sollten Sie das abklären lassen. Oft ist eine starke Hormonschwankung der Grund, es können aber auch organische Ursachen sein. Eine zu starke Blutung  hat Handlungsbedarf, da sie definitiv darauf hinweist, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist.

Unterstützend (auch zur evtuellen Therapie des Arztes) können Sie Folgendes machen:

  • Nehmen Sie Algen in den täglichen Essenplan auf. Wenn diese Ihnen (oder Ihrer Tochter) so gar nicht über die Zunge gehen: es gibt sie auch in Tablettenform im Reformhaus. Eine Nahrungsergänzung mit den jodreichen Algen könnte schon eine enorme Verbesserung erzielen (da Jodmangel ursächlich sein könnte). Bei Schilddrüsenproblemen klären Sie das bitte vorher mit dem Arzt.
  • Nehmen Sie täglich Dong Quai, außer während der Periode
  • Nehmen Sie ein Eisenpräparat (auf pflanzlicher Basis)
  • Nehmen Sie Mönchspfeffertinktur (1-4 Teel. 2 x tgl.)
  • Trinken Sie zwei – drei Tassen „Mondzeittee“ täglich

Mondzeittee

4 Teile Himbeerblätter

4 Teile Brennnessel

2 Teil Alfalfa

1 Teil Schafgarbe

6 Teel. auf 1 Liter. Mindestens 20 Minuten ziehen lassen. Kann warm und kalt getrunken werden.

  • Setzen Sie das Dong Quai eine Woche vor Zyklusbeginn ab.
  • Nehmen Sie kein Poleiminzenöl zur Massage, das könnte die Blutung erhöhen.
  • Beginnen Sie eine Woche vor der Menstruation mit der Einnahme einer Hirtentäschel/Schafgarben-Tinktur (1 – 2 Teel 3 x tgl)
  • Wenn die Blutung beginnt, erhöhen Sie die Dosis der Tinktur bis auf maximal halbstündlich
  • Trinken Sie während der Blutung folgenden Tee: 8 Teile Brennnessel, 4 Teile Hirtentäschel, 1 Teil Schafgarbe über den Tag verteilt.

Starke Blutungen lassen sich nicht mit einer einmaligen Vier-Wochenkur beheben. Das würde nur die Symptome kurieren. Auch hier sollten Sie das Ganze über mehrere Zyklen durchhalten. Wichtig ist aber immer eine vorhergehende ärztliche Abklärung, wunderbar wäre eine ärztliche Begleitung.

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Wenn wir uns mit Kräutern für Frauen beschäftigen wollen, sollten wir zunächst einige näher kennenlernen, die wir immer wieder nutzen können. Diese Kräuter werden uns ein ganzes Frauenleben lang begleiten und gehören in jeden Kräuterhexenschrank. Zu diesen Pflanzenverbündeten gehören:

Baldrian – Baldrian ist DAS Kraut gegen Stress und Anspannung. Es wird angewendet bei Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen und als Schmerzstiller. Es gibt Menschen, bei denen er scheinbar nicht wirkt. Die müssen auf andere Kräuter ausweichen (evtl. Passionsblume, Hopfen, etc.)

Beinwell – Reich an Allantoin, Eisen, Kalzium und Vitamin A ist er die Kardinalpflanze bei Wundheilung und Knochenbrüchen. Wolf-Dieter Storl hat sogar die Erfahrung gemacht, dass Knochenteilchen wieder ihren Platz finden. Er wirkt schleimbildend und hilft damit bei Lungen-, Magen-,  und Hautentzündungen und gehört zu den besten Mitteln bei Magengeschwüren. Seine Anwendung wird mittlerweile kontrovers diskutiert und für nicht länger als 6 Wochen empfohlen. Bisher konnte jedoch noch nicht ein einziger durch Beinwell entstandener Leberschaden nachgewiesen werden. Wenn Sie durch die Diskussion verunsichert sind, halten Sie sich einfach an die 6-Wochen-Empfehlung.

Brennnessel – Sie gehört zu den besten Eisenquellen (gut verwertbar) im Pflanzenreich und stellt auch noch Kalzium und Vitamin A zur Verfügung. Sie vitalisiert und kräftigt den ganzen Körper. Ihre Einsatzgebiete sind u. a. Allergien, Anämie, Heuschnupfen, Müdigkeit, Ödeme und Menstruationsprobleme.

Cayennepfeffer – Er regt Kreislauf und Verdauung an. Er ist reich an Vitamin K und stoppt Blutungen meist sehr schnell. Äußerlich aufgetragen brennt er ziemlich heftig. Er hilft bei Verstopfung und wirkt tonisierend auf das Herz. Er wärmt den ganzen Organismus.

Echinacea – Die Echinacea wird klassisch zur Stärkung des Immunsystems genutzt. Neuere Forschungen lassen ein großes Potential bei der Bekämpfung von AIDS vermuten.

Helmkraut – Auch ein Kraut, das in Europa nicht so bekannt ist, dabei ist es das Kardinalmittel bei Nervenproblemen, Ängsten und Stress. Es wird weltweit am Häufigsten gegen Kopfschmerz eingesetzt und zur Stärkung des Nervensystems genommen. Nur wir Deutschen halten uns da bedeckt. Wer es nutzen möchte, wird es in einer Kräuterei kaufen müssen.

Ingwer – Seine wärmenden und krampflösenden Eigenschaften machen ihn so beliebt. Er wird bei Magenkrämpfen, Erkältungen, Kreislaufproblemen und Übelkeit (Reiseübelkeit, morgendliche Übelkeit) genutzt. Auch bei Regelbeschwerden kann er eingesetzt werden.

Kamille – Schon lange wird sie bei Stress und nervöser Anspannung genommen. Sie ist ein Mittel gegen Magen- und Verdauungsprobleme und bei Entzündungen.

Kanadische Gelbwurz – In Europa wenig bekannt und auch schwer zu kriegen, gehört sie doch zu den besten natürlichen Antibiotika und infektionsbekämpfenden Kräutern. Sie sollte nicht überdosiert oder zu lange genommen werden.

Knoblauch – Als „Penicillin armer Leute“ hat er sich einen Namen gemacht. Seine antibiotischen und antiviralen Eigenschaften haben ihm Respekt verschafft. Er gehört zu den besten Mitteln gegen Grippe, Erkältungen, bakterielle und virale Infektionen und hohen Blutdruck.

Löwenzahn – Er gehört zu den am meisten benutzten Kräutern weltweit und wird sowohl in der Vorsorge, als auch in der Behandlung genutzt. Seine Hauptwirkung liegt bei Leber- und Nierenbeschwerden. Er ist reich an Kalzium und ist damit ein Diuretikum, das anders als chemische Alternativen, dem Körper dieses essentielle Mineral nicht ausschwemmt. Die Wurzel wird bei Leberproblemen genutzt. Wegen der hohen Mineral- und Vitamindichte von Blatt und Wurzel wird der Löwenzahn zur Rekonvaleszenz und Energiebildung genommen.

Minze – Energetisiert und gibt anderen Tees ein wenig Pfiff, wenn sie fade schmecken. Sie hilft bei Verdauungsproblemen, Magenbeschwerden, Erkältung und Fieber.

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Lernen Sie die Kräuter kennen. Wenden Sie sie zunächst bei harmlosen Beschwerden an. So werden Sie sicher im Umgang mit den Heilpflanzen, lernen sich, ihren Körper und die optimale Dosierung kennen.

Wir Frauen sind unterschiedlich, unsere Körper sind es und sogar die Ansprüche ändern sich, je nach Lebensalter. Heute möchte ich Kräuter für junge Frauen vorstellen. Leider lassen wir unsere Töchter oft allein, mit ihrer Frauwerdung, weil wir der falschen Annahme unterliegen, sie wüssten durch Schulunterricht, Fernsehen oder Jugendzeitschriften genug über ihren Körper. Das ist leider nicht so. Auch über Verhütung weiß die bereits „praktizierende“ Jugend meist recht wenig.

Ich finde es schade, dass es in unserer Kultur keine Rituale mehr zur Frau- oder Mannwerdung gibt. Eine Feier, ein Einstand ins Erwachsenenleben. Kommunion oder Konfirmation hat mir da nicht den richtigen Hintergrund. Diese werden zwar grob in dem besagten Alter gefeiert, ist mir aber nicht persönlich genug und zelebriert ja auch etwas Anderes: Eine bestätigte Religionszugehörigkeit.

Nein, ich finde, es sollte Rituale und Feste für Mädchen geben, die das erste Mal menstruieren und auch für Jungs, die somit offiziell in der Männerwelt aufgenommen werden. Vielleicht sollten sich unsere Psychologen mal mit den Gedanken befassen. Ich glaube jedenfalls, dass unserer Jugend solche Initiationsriten fehlen.

Das Wort „Hormon“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „antreiben„. Ja, das merken wir nur zu deutlich. Vor Allem, wenn in einem Haushalt Mutter und Tochter mit ihren antreibenden Hormonen zu kämpfen haben, die Tochter mit der Pubertät, die Mutter mit den Wechseljahren. Wir kennen sicher alle noch unsere körperlichen Beschwerden aus den Jahren dieses ersten „Antriebs“ wenn die Hormone sich erst einmal ausbalancieren müssen.  Dabei können wir unseren Töchtern helfen. Ein wichtiges Organ, dass im Hormonchaos unterstützt werden muss, ist die Leber. Das gilt für alle Generationen. Wenn die Leber überlastet ist, kann sich das in unregelmässigen und zu starken Perioden, Energiemangel, Akne, Allergien, Verdauungsproblemen und allgemeinen gesundheitlichen Problemen zeigen.

Helfen wir unseren Töchtern also, einen sanften Weg ins Frausein zu gehen.

Ein Universalhelfer und Schützer bei Frauenbeschwerden – der Frauenmantel

Ein milder Kräutertee, der tonisierend und ausgleichend wirkt und den Körper stärkt, wäre Folgender:

Ausgleichender Tee für junge Frauen

2 Teile Himbeerblätter

1 Teil Brennnesselblätter

1 Teil Alfalfa

2 Teile Minze

1 Teil Löwenzahn

1 Teil Süßholz

1 Teil Herzgespann

1 Teil Zitronengras

etwas Stevia für die Süße (keine Angst – Stevia steht kurz vor der Lebensmittelzulassung)

1 Teel. der Mischung pro Tasse, 3 -4 Tassen täglich (20 min abgedeckt ziehen lassen). Während, oder bei Bedarf auch schon kurz vor der Periode trinken.

Sollte die junge Dame dennoch unter körperlichen Problemen (z. B. Akne) leiden, können Sie sie vielleicht dazu bewegen, mal probeweise für 4 Wochen die Ernährung zu ändern. Sie wissen schon: weißen Zucker und Koffein meiden, Weißmehl, Snacks, Softdrinks auch und dafür mehr Früchte und Gemüse, Salate, Fisch und Rohkost zu sich zu nehmen.

Vielleicht können Sie sie mit diesem Eiweiß-Kalzium Shake ein wenig locken. Er ist auch eine gute Alternative zum Frühstück, wenn ihr Teenager normaler Weise ohne aus dem Haus geht…

Eiweiß-Kalzium-Shake

1 Tasse Milch

1 Tasse Saft, ungesüßt

1 Banane

1/2 Tasse Erdbeeren (geht auch gefroren)

1/4 Tasse Yoghurt

1 TL Pollen

2 TL Spirulina

Etwas Vanillemark

Das ergibt zwei Portionen. Ihnen schadet der Shake auch nicht. Sie können variieren, auch mal nur Saft und keine Milch nehmen und müssen keine Angst mehr haben, dass die junge Dame kein anständiges Frühstück hatte.  Wenn Pollen nicht vertragen wird, können Sie ihn natürlich weglassen (sollten Sie auch – bei Unverträglichkeiten jeglicher Art sollte man nichts riskieren). Ein enorm wertvoller Bestandteil ist aber die Spirulina-Alge. Diese Nährstoffbombe vitalisiert. Tun Sie ihrer Tochter (gern auch sich) etwas Gutes. Spirulina gibt es auch in Tablettenform, wenn sie im Shake nicht so gut ankommt.

Ich denke, damit haben wir einen guten Start ins Frauenleben. Reden Sie mit ihrer Tochter über das Frausein. So selbstverständlich, wie man meint, ist es auch heutzutage nicht. Wir können unsere Kinder nur gut vorbereiten – durchboxen müssen sie sich allein.

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