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Posts Tagged ‘Brustspannen’

Liegt es an meinem runden Geburtstag, meiner Abneigung gegen sportliche Betätigung oder meinen Naschattacken? Ich fühle mich wie Achtzig. Die Knochen tun weh, ich komm kaum aus dem Bett, bin müde, kann mich nicht aufraffen… Regelmässig Kopfschmerzen und Unlust auf oder gegen Alles… (Allein das Wort „regelmässig“ hätte mich hier schon aufhorchen lassen müssen…)

Während ich also in vermeintlich weiser Vorraussicht mein Testament überarbeitete, Altersheime besichtigte und Anstaltspackungen „Biovital“ orderte, flatterte mir der Newsletter der Freiburger Heilpflanzenschule (geleitet von der genialen Ursel Bühring) in die Mailbox. Hier klagt eine Patientin über Gelenk- und Muskelschmerz, regelmäßige Migräneattacken und noch so allerlei Zipperlein, die mir sehr bekannt vorkamen. Ich las also weiter…

Die Patienten befand sich in der Menopause! Den Aufschlag meiner Kinnlade auf die Tastatur hat man, glaub ich, noch zwei Straßen weiter gehört…

Der Schuster hat den schlechtesten Leisten, heißt es doch auch. Wie oft hab ich Teerezeptchen und Tipps an Wechseljahresgequälte weitergegeben… aber an mich selbst?

Ursel Bühring listet die Beschwerden der Patientin noch einmal auf:

  • Migräneanfälle (im 14 tägigen Rhythmus)
  • Schulter-Arm-Syndrom
  • diffuse Gelenkschmerzen
  • Müdigkeit
  • Spannungskopfschmerz
  • Spannende Brüste vor der Menstruation
  • stärkere Menstruation
  • verkürzte Menstruation
In diesem Fall waren wirklich die Hormone der Verursacher. Was man bei Gelenkschmerzen nicht gleich mutmaßen würde.
Natürlich gibt Ursel Bühring auch die Therapie preis. Gegen die Migräneattacken empfiehlt sie Mutterkraut in Form des Fertigpräparates „Nemargan“ und einen Minzölroller (leicht selbst zu machen, siehe diesen Blog oder bei Eliane Zimmermann), „Retterspitz äußerlich“ gegen die Gelenkbeschwerden (in Kombination mit einem Enzympräparat) und eine leichte Ernährungsumstellung.
Auch der Mönchspfeffer kommt hier als Hormonbalancierer zu Ehren. Gegen die spannenden Brüste empfiehlt Ursula Bühring ein einfach herzustellendes Brustöl mit ätherischem Rosengeranienöl (wenn das jetzt nicht genügend Gründe sind, den interessanten Newsletter zu bestellen… 😉 )
Die Therapie ist natürlich gänzlich auf die Patientin zugeschnitten und sollte nicht einfach so übernommen werden. Aber für mich war dieser Newsletter ein kleiner Tritt in mein verlängertes Rückrat. Warum besinne ich mich nicht auf das, was ich weiß?
Angespornt durch diesen erfolgreich behandelten Fall wendete ich mich also mal mir selbst zu. Auch meine Hormönchen wollten wohl ein wenig beachtet und ausgeglichen werden.
Es gibt viele wunderbare Kräuter, die uns Frauen dabei unterstützen:

Die obige Tabelle basiert auf Erfahrungen der englischen Kräuterheilkunde. Ich wollte mal sehen, ob wir hier nicht Ähnliches zu bieten haben und hab das Netz fleißig durchsucht. Dabei entdeckte ich diese wunderbare Seite:

Kräuterfrau

Die Seite gehört der begnadeten Kräuterfrau Verena. Begeistert stöberte ich ihn ihren Rezepten und wollte mich sofort mit ihr austauschen…

Aber leider weilt Verena nicht mehr auf diesem Planeten. Ihre Familie bewahrt ihr Andenken und lässt die Seite im Netz. Das finde ich wunderbar. Zum Einen bleibt uns so Verenas Kräuterschatz erhalten und zum Anderen ist das eine wirklich schöne Art, das Gedenken an seine Lieben zu bewahren.

Verena hat sich auch mit hormonausgleichenden Pflanzen befasst. Sie hat herausgefunden, dass die Wirkstoffe über die Haut optimal aufgenommen werden und sich eine Frauenmantelcreme, bzw. ein Frauenmantelgel ausgetüftelt.

Hormone als Creme… warum eigentlich nicht? Naturkosmetik ist ja gewissenermaßen auch schon Heilkosmetik. Und Dank der Aromatherapie und der hier verwendeten ätherischen Öle wissen wir, wie ungeheuer wirksam diese in Cremes oder Lotionen sind. Heilen über die Haut ist eine gute Alternative. Genau nach diesem Motto hat schon der große Kräuterheiler Maurice Mességué seine Therapien entwickelt (er heilte mit Kräuter – Hand- und Fussbädern).

Nun, da uns die Familie von Verena nach wie vor die Rezeptur des Progesterongels zur Verfügung stellt, gehe ich in den Selbstversuch. Ich bezweifle nicht, dass es mir sehr helfen wird. Schon allein der Ansatz, den heimischen Frauenmantel, statt der ausländischen Yamswurzel zu nehmen, gefällt mir ungemein. Im deutschsprachigen Raum fristen die Heilkräuter ja eher ein bescheidenes Dasein und müssen um Anerkennung kämpfen. Und wer kennt sie nicht, die Exoten, die z. Zt. unsere Kräutermärkte überschwemmen… Jiaogolan, Goji (der bei uns als Unkraut am Bahndamm wächst), Brahmi und Co…

Nichts gegen diese Kräutlein, aber ich wehre mich dagegen, dass wir angeblich nicht so heilkräftige Pflanzen in unserer Flora haben sollen….

Ich kann die Seiten der schweizer Kräuterfrau nur empfehlen. Schaut euch dort mal um, solange sie uns noch zur Verfügung stehen.

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