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Posts Tagged ‘Cholesterin’

10. September

Die letzte Tour war in Bezug auf Kräuter ernüchternd. Aber ich erwähnte ja bereits, dass wir hier so artenarm sind, eine regelrechte Kultursteppe, dass wir uns über manches Kräutlein so bannig freuen, das einem „südlichen“ Niedersachen vielleicht nur ein müdes Lächeln abfordern würde. Man merkt wirklich deutlich, dass die Flora bunter wird, wenn man hinter Hamburg (hier von uns aus gesehen, also südlich davon) ist. Das gilt aber ebenso für den Osten. Auch in Mac-Pomm gibt es schöne Ecken. Am Klima dürfte es also nicht liegen. Ich vermute, es liegt an der Bewirtschaftung. Schleswig-Holstein ist das waldärmste Bundesland (fällt gar nicht so auf, weil wir mit unseren Stränden punkten, gell?). Landwirtschaft wird hier groß geschrieben (vor Allem auf den Flurkarten) und auch die Art und Weise, wie man heute mit Beikräutern verfährt, lässt ihnen kaum noch eine Chance. Wegränder werden vor der Blüte gemäht (So sind Johanniskrautstellen hier echte Geheimtipps) und auch das in anderen Bundesländern immer mehr praktizierte natürliche Belassen eines Randstreifens in Feldern (für Kornblumen u. ä.) hab ich in meinem Umfeld noch nicht gesehen.

Zum Glück gilt das Gesagte nicht zu 100 %. Hier und da finden sich noch kleine Idyllen. Wobei die Betonung auf „klein“ liegt. Das von mir letztens besuchte Schutzgebiet für Birkhühner, war ein winzig kleines Moor – ich möchte mal behaupten, es hatte etwa Fussballfeldgröße. Da kannst du schützen was du willst, auf so einer kleinen Fläche bleibt doch nichts, was Puls hat. Da hast du auf dem Papier ausgewiesene Schutzgebiete und in Wirklichkeit zeigt dir das Birkhuhn den Stinkeflügel und tippt sich an die Stirn. Ich habe sogar einen Anwohner gefragt, der mir ebenfalls bestätigte, das kein Birkhuhn so lebensmüde wäre, dort zu nisten.

Etwas größer und auch artenreicher ist da schon der Naturpark Aukrug. Das hört sich jetzt gewaltiger an, als es ist. Denn auch der Naturpark Aukrug ist nicht mehr als eine auf der Landkarte großzügig umkreiste Fläche, die vielleicht im Vergleich zum Rest unseres Kreises wirklich mehr Wald hat und den auch noch teilweise zusammenhängend.

Wie dem auch sei – hier gibt es, am Boxberg, wunderschöne Heideflächen. Der Wald sieht in letzter Zeit etwas arg zersaust aus. Mir ist nicht bekannt, ob Absicht oder Windbruch. Wir werden sehen. Jedenfalls kann man am Boxberg wunderbar wandern. Auch für Familien mit Kindern ist das eine schöne Idee, denn hier ist ein kleiner Wanderpfad mit Spielattraktionen und Informationen für den Nachwuchs. Manche dieser „Spielgeräte“ (alle aus Holz, sich gut einfügend) sind etwas in die Jahre gekommen. Aber für gute Ideen brauch es ja auch immer Idealisten, Freiwillige und Ehrenamtliche, die so etwas am Laufen halten. Ein Budget seitens unserer Obrigen ist da in der Regel nicht vorgesehen…

 

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Die Heide am Boxberg- hier gibt es noch Blaubeeren!

 

Manchmal wandere ich also auch bei uns am Boxberg. Ja, nehmt euch ruhig mal eine Landkarte und schaut, wie winzig die Wälder hier sind. So kann es dir zur Pilzzeit in der Gegend von Lohe – Förden schon passieren, dass dir die Pilzsammler in Reih und Glied, im praktischen Zwei-Meter-Abstand, mit Körbchen bewaffnet entgegenkommen. Auch hier gibt es etwas Heidelandschaft und wenn die Pilzfreunde unterwegs sind, kannst du glauben, das ist irgendein CSI-Geschwader bei der Tatortuntersuchung. Die Möglichkeit an „Altersschwäche“ zu sterben, haben Pilze in diesen Wäldern nicht.

Rund um den Boxberg gibt es auch viele Pilze (Wenn das hier jemand von den Lohe – Fördernern – Pilzsucher liest… nein, stimmt nicht…  schreibe ich nur aus künstlerischer Freiheit… 😉 ).

Also hier gibt es für unsere Verhältnisse viele Pilze, darunter Birkenpilze, Maronen und Steinpilze. Manchmal findet ihr mich hier zum Sammeln…

 

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Ein Perlpilz – zu meinem und seinem Glück selten auf der Sammelliste der Pilzjäger

 

Hier am Boxberg kann man auch, wenn man schneller ist, als die Ziegen, wunderbar Blaubeeren sammeln. Seltsamer Weise findet man wenig Menschen im Gesträuch. Heutzutage nutzen diese kleinen Geschenke von Mutter Natur kaum noch Menschen, oder sie haben Angst davor… Oft kräftig von den Medien geschürt. Nach denen ist man schon nach 50 Bucheckern dem Tode geweiht (Danke liebe Volkszeitschrift mit den vier großen Buchstaben!). Aber könnt ihr euch etwas Leckereres vorstellen, als Blaubeermarmelade mit weißer Schokolade?

Zurück zu meinen Pilzen. Wenn man nicht unbedingt einen der ganz giftigen Vertreter erwischt, sind sie sehr gesund… Okay, okay, ich muss da mal wieder ein paar Einschränkungen machen. Auch die guten Pilze sind nicht unbedingt gesund, wenn sie zu strahlenbelastet sind, aber so etwas könnte man hier überprüfen: BfS

Zugegeben, in diesem Fall sind wir Nordlichter besser dran. Die Strahlenbelastung ist in Süddeutschland (nicht nur bei Pilzeen, auch bei Wild) deutlich höher. Aber beim Bundesamt für Strahlenschutz könnt ihr die Werte erfahren. Das geht sogar soweit, dass man die Belastung für einzelne Gewässer oder Fischarten einsehen kann.

Es ist wie es ist: wir müssen mit der Belastung leben. Ich habe mich bisher nicht vom Pilze- und Fischessen abhalten lassen, übertreibe es aber nicht. Auch das gehört zu einer „ausgewogenen“ Ernährung.

Gut…, das haben wir geklärt. Also auch bei uns gibt es sehr gesunde Pilze. Dazu müsst ihr nicht unbedingt auf Reishi oder Shiitake ausweichen. Den realtiv geschmack- und wirkstofflosen Champignon meine ich damit auch nicht. Leider könnt ihr nicht durch meinen Blog zum Pilzkenner werden, das müsst ihr schon Life und in Farbe lernen, aber dazu gibt es ja überall gute Kurse.

Wenn ihr so einen Kurs besucht, lasst euch unbedingt mal das Judasohr zeigen. Zugegeben, dieser Pilz sieht nicht lecker aus. Tatsächlich meint man, einen Baum mit knorpeligen Ohren zu sehen. Aber die meisten von euch haben ihn schon mal gegessen: Den berühmten Mu – Err Pilz beim Chinesen! Die Pilze dort wurden meist aus Vietnam importiert, aber er wächst auch bei uns und zwar am Holunder. Wolf-Dieter Storl weiß in seinen Holundergeschichten zu berichten, warum dort und warum er Judasohr heißt… ich verrate es euch nicht.

Von mir erfahrt ihr nur, dass er sehr gesund ist. In der chinesischen Medizin wird er gegen Arteriosklerose, zu hohem Cholesterin und bei Kreislauferkrankungen eingesetzt. Er wirkt entzündungshemmend und blutverdünnend. Es gibt Studien, die ihm eine Immunsystem steigernde Wirkung zuschreiben.

Kleingeschnitten und in heißer Milch (notfalls auch Wasser) eingelegt kann er nach kurzer Ziehzeit genutzt werden für:

Bindehautentzündungen, Lidrandentzündungen, Gerstenkörner, Augenentzündungen und Schleimbeutelentzündungen

Ich gehöre zu denen, die ihn trotz seiner seltsam weich-knorpeligen Konsistenz ganz gern mögen. Wenn wir Gesundes essen, tragen unsere Lebenmittel ihren Namen wieder zu Recht.

Wer nun dem Judasohr eine kulinarische Chance geben möchte: raus in die Natur und die Holunderbüsche absuchen. Oder kaufen. Dann würde ich jedoch Bioware bevorzugen. Besonders, wenn ihr „Heilendes“ im Sinn habt.

Auch andere Pilze sind heilsam. Unsere Speisepilze sind nun leider keine Vitaminbomben, aber mit Mineralstoffen können sie schon punkten.

Also traut euch wieder: Ran an die Pilze. Ganzjährig. Es müssen nicht immer Maronen sein (besonders auch deswegen, weil sie zu den „Strahlenden“ gehören – siehe oben). Natürlich könnt ihr auch weiterhin recht kostspielige Vitalpilze als Nahrungsergänzung kaufen. Aber: Warum in die Ferne schweifen…?

 

 

 

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Was einer Kräuterhexe und Jungimkerin (ist das nicht herrlich, sich in meinem Alter noch „jung“ nennen zu dürfen?) nicht alles so „zufällt“…

Seit heute mach ich den ganzen Starlets (an meine jungen Leser: „It-Girls“), Topmodells und Schönheitschirurg-Abonnentinnen Konkurrenz: mein Spiegelbild lächelt mir mit satten, vollen, (sch)wülstigen Lippen entgegen. Wäre ich Lippenstiftverwenderin, hätte ich vierfachen Verbrauch – mindestens. Und das habe ich mit gesunden, natürlichen Zutaten geschafft – rein Bio eben. Die Haut ist wirklich prall und faltenlos. Richtig feines Bio-Botox.
Das Lächeln wirkt nicht ganz so steif, wie ein vom Arzt aufgespritztes, das Volumen muss sich hinter dem käuflich zu erwerbenden beileibe nicht verstecken. Und das ist eigentlich schon das Problem: es beschränkt sich nämlich nur auf meine rechte Oberlippe. Das kommt davon, wenn man Bienen küsst…

„Wer ist denn so dusselig?“ fragt ihr jetzt vielleicht… Nun unerfahrene Imker eben, denen nicht ganz klar ist, dass auch Bienen mal ihre „Tage“ haben und in freudiger Erwartung ungeschützt in den Honigraum lugen (die Imker, nicht die Bienen).

Nach dem ersten Schreck konnte ich feststellen, dass ich wohl NICHT allergisch reagiere, denn sowohl Schmerz, als auch Schwellung hielten sich in Grenzen. Nach 10 Minuten war kaum noch was zu spüren oder zu sehen.

Aber irgendwas ist da doch… der Unbeherrschte (also ich) prockelt und fummelt dann ja doch an der Stichstelle rum, knetet, fühlt mit der Zunge… tja, und nun hab ich sie doch – die Schwellung. Sehr zur Erheiterung meiner Familie. Die Sprüche könnt ihr euch denken. Meine bessere Hälfte meinte fröhlich, ich müsse ihn nur permanent anlächeln, dann wäre da nix zu sehen…

grummel….

Auf eine Art freu ich mich aber schon. Zum Einen, wie oben erwähnt, dass ich nicht übermäßig reagiere und der Schmerz nicht schlimmer als Brennnesselbrennen ist. Das ich die noch öfter spüren werde (muss), ist mir klar. Schließlich beherberge ich jetzt einige Tausend Tierchen.

Zum Anderen, dass ich die Heilwirkung des Bienengifts nutzen kann. Wer sich ein wenig in das Thema einliest, oder auch auf Imkerseiten stöbert, der hört immer wieder, dass Imker meist alt werden (na, das wär doch schon mal was), kein Rheuma kriegen und spätestens den 50. Stich nicht mehr merken.

Aber da gibt es noch viel mehr. Eigentlich darf ich euch das gar nicht verraten, da ja seit diesem Jahr Werbung für Dinge, die nicht durch anerkannte Studien gegangen sind (Betonung auf „anerkannt durch den Urheber dieses Gesetzes“), gar nicht mehr propagiert werden dürfen. Darum verzehrt die Werbefrau im Fernsehen ihren „Aktivia“ ja auch nur noch zum Wohlfühlen und nicht mehr, um ihren Darm in Schwung zu bringen…

Genaugenommen ist dieses als „Verbraucherschutz“ getarnte Gesetz ein gut ausgeklüngelter Rundumschlag gegen die Erfahrungsheilkunde… aber gut… wenn ich da jetzt noch mehr drauf eingehe, muss ich mich noch mal stechen lassen, um den Blutdruck runterzukriegen.

Und damit sind wir schon bei einem nicht werbefähigen Stichwort ( 😉  „Stich“-Wort, grins…)

Da ich hier kein Produkt bewerbe, sondern nur Erfahrungen weitergebe, tu ich das mal dreist. Die Erfahrungsheilkunde mit Bienengift (nachgooglen unter „Apitherapie“), umfasst positive Beeinflussung von Bluthochdruck, Cholesterinspiegel, entzündlichen Prozessen (auch Rheuma) und noch viele andere Beschwerden. Im Bienengift liegt ein hohes Potential, was zumindest die Homöopathen schon lange in potenzierter Form nutzen.

Ich bemerke aber eine große Scheu unter meinen Mitmenschen, die mir dann mit Statistiken kommen wie: an Bienenstichen seien schon mehr Menschen gestorben, als durch Terroristen, oder auch die Biene führe die Todesstatistik der tierischen Gifte an…

Gut, das mag sogar sein. Aber man solle bitte auch bedenken, dass Todesfälle durch Bienenstich „nur“ bei Allergikern, oder wirklich tragischen Unfällen mit einer Unzahl von Stichen vorkommen können. Ich sage „nur“ bei Allergikern, weil das allergisch sein eben kein natürlicher Zustand ist. In der Regel erfährt man von einer vorhandenen Allergie auch, bevor der Zustand bedrohlich wird. Der Arzt wird einem dann mit einem Notfallset fürs nächste (und wahrscheinlich ernstere) Mal ausrüsten.

Der normal Gesunde trägt also mehr Positives als Negatives von so einem Stich davon. Es gibt sogar allergische Imker (ob ich in dem Zustand noch imkern würde, wage ich mal zu bezweifeln). Wer mit Allergien leben muss, sollte eben seine Notfallmedikamente immer bei sich haben. Ich denke, das versteht sich von selbst. Gerade bei Bienengiftallergien, da man Bienen ja nicht, wie z. B. Erdbeeren, aus dem Weg gehen kann.

Allergien sind wieder ein ganz eigenes Thema. Nur um euch mal neugierig zu machen: Wusstet ihr, das Milch, die von Kühen kommt, die noch ihre Hörner haben, von den meisten Milchallergikern vertragen wird?

Meiner Meinung nach steigen die allergischen Erkrankungen deshalb, weil wir „denaturiert“ leben. Weil die Stoffe, die wir heutzutage als vermeintlich „natürlich“ zu uns nehmen, leider ihre natürliche Unschuld in irgendeinem Verarbeitungsprozess verloren haben. Ja selbst zur Pollenallergie gibt es Studien, die zu der Erkenntnis kommen, dass die Allergien nur dort vorherrschen, wo der Feinstaub der Dieselfahrzeuge auf den Pollen aufsitzt…

Nun gut, lasst die Experten noch Jahrzehnte über Ursache und Wirkung streiten. Persönlich würde ich euch raten, so natürlich wie möglich zu leben. Nix zu kaufen und zu verzehren, was ein Etikett hat, möglichst viele Wildkräuter in euren Speiseplan aufzunehmen (wer jetzt Bedenken wegen der Umweltbelastung hat, dem sei gesagt, dass wir hier Gemüsefelder direkt an der Autobahn haben… ja und auch Füchse streifen da gelegentlich durch) und – aus aktuellem Anlass – nur Honig vom Imker eures Vertrauens zu kaufen. Auch Honig ist urgesund (schon wieder gesetzwidrige Werbung…) Darüber schreib ich demnächst mehr. Wer gleich sein Intresse stillen will, kann auch mal unter http://www.bienen-heilen.de gucken.

Na, mit dem Beitrag hab ich ja mal wieder eine dicke Lippe riskiert… 😉  , aber ich lass euch ja gern an meinen Erfahrungen teilhaben…

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Rotklee – ja die meisten erkennen ihn, denken vielleicht an ihre Hasen zu Hause, oder ans Weidevieh, dass sich über ihn freut. Die Pflanze hat aber weit mehr Potential. Klee gehörte vor unseren ach so zivilisierten Zeiten auch auf den Speiseplan. Mit den Blüten wurde u. a. Mehl gestreckt. Es gibt viele essbare Kleesorten, auch Weißklee oder Inkarnatklee gehören dazu.

Klee gibt pikanten, süßen und auch Gemüsegerichten den letzten Pfiff.

Wenn Sie die Blütenblätter einzeln auszupfen (das Grüne entfernen), schmeckt der Klee am intensivsten. Probieren Sie es doch selbst:

Grüne und gelbe Zucchini mit Rotkleeblüten

Je 2 grüne und gelbe Zucchini

1 El Olivenöl

1 Knoblauchzehe, gepresst

Salz, Pfeffer

2 EL Kleeblüten (einzelne Blütenblättchen)

Zucchini waschen, Stielansätze entfernen und zusammen mit dem Knoblauch im Olivenöl anbraten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren.

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Natürlich ist Rotklee auch eine geschätzte Heilpflanze. Die drei Blätter versinnbildlichten je einen Aspekt der dreifaltigen Göttin, was schon verrät, dass er hoch geachtet war.

Er ist ein wertvolles Blutreinigungsmittel und wird mit dieser Eigenschaft bei chronischen Leiden angewandt wie z. B. Ekzemen, Arteriosklerose, Schuppenflechte, Impetigo, Krätze und anderen Hautkrankheiten. Er normalisiert Gewebewachstum und wird bei gut- und bösartigen Wucherungen genutzt. Als Jupiterpflanze findet er (in der Erfahrungsheilkunde) begleitende Anwendung bei Krebs, Warzen und Polypen (Jupiter steht für Expansion).

Unsere Vorfahren kannten noch seine beruhigende Wirkung und nahmen ihn gern bei Stresskopfschmerz, Krämpfen und nervösem Muskelzucken. Bei chronischen Angstzuständen kann er hilfreich sein, entwickelt hier sein Potential, ähnlich wie das Johanniskraut, aber erst nach längerer Einnahme. Eine positive Wirkung bei der Cholesterinsenkung wird ihm ebenfalls zugeschrieben.

Rotklee – ein meist unbeachteter Heiler

Rotklee ist ein typisches Frauenkraut und wirkt auf die weiblichen Geschlechtsorgane. Hier unterstützt er z. B. die Heilung von Endometriose und Dysmenorrhö (schmerzhafte Periode). Auch unregelmässige Perioden hilft er zu normalisieren. In der Menopause kann er Hitzewallungen reduzieren. Sein Absud hilft bei Pilzbefall und lokalen Entzündungen und eignet sich als Scheidenspülung.

Umschläge oder Salben aus Rotklee sind hilfreich bei Brustentzündungen, bei verhärteten Milchgängen stillender Frauen und sie finden ihre Anwendung sogar bei Brustkrebs.

Die Anwendung bei östrogenabhängigem Krebs (Brustkrebs, Eierstockkrebs) wird mittlerweile kontrovers diskutiert. Nachdem es bei uns jahrelang Mode war, die Frau durch künstliche Östrogene möglichst lang „jung“ zu halten und damit angeblich auch einen besseren Schutz gegen Brustkrebs zu bieten, kommt man so langsam zu der Erkenntnis, dass die „Spielerei“ mit Hormonzugaben nicht so das Wahre ist und die Ergebnisse weit hinter den Erwartungen zurückbleiben. Jedenfalls in der Heilungsabsicht. Die Brieftasche der Behandler und Pharma freut sich schon (www.brustkrebs-info.de).

Damit wirft sich gleichzeitig die Frage auf, ob die Gefahren der künstlichen Hormone auch für Phyto-Östrogene (pflanzliche Hormone) gelten. Ich habe damals in der Heilpraktiker-Ausbildung gelernt, daß das menschliche Hormonsystem derart sensibel ist, dass wir Menschen noch nicht in der Lage sind, da wirklich schadlos einzugreifen. Ich halte aber Phyto-Östrogene für eine andere Geschichte, da sie natürlich vorkommen und meiner Meinung nach ganz anders auf den Menschen wirken, als irgendetwas, was aus dem Reagenzglas schwappt.

Leider gibt  es diesbezüglich keine Studien. Das ist noch ein weites Feld. Fakt ist, dass Rotklee zu den Krebsheilpflanzen der Indianer zählt und auch viele alternative Heiler ihn hierzu benutzen. Anne McIntyre, eine seit Jahrzehnten praktizierende britische Herbalistin (in England dürfen Herbalisten therapeutisch arbeiten) – schreibt dem Rotklee krebshemmende Eigenschaften zu.

Die wissenschaftliche Meinung tendiert dahin, Pflanzenöstrogene mit künstlichen gleichzusetzen und eine Zufuhr derselben vor den Wechseljahren als krebswidrig und nach den Wechseljahren als krebsbegünstigend zu „vermuten“. Da man es halt mangels genauer Studien nicht wirklich weiß, raten die meisten bei bereits vorhandenen Tumoren eher ab. (www.brustkrebs-info.de)

Das ist gängige Praxis. Heilpflanzen, die nicht etliche Studien hinter sich haben, werden „vorsichtshalber“ als „möglicher Weise gefährlich“ eingestuft und von der Verwendung wird aus Sicherheitsgründen abgeraten. Ihre künstlichen Pendants schüttet die Pharma gern mal zum Testen auf den Markt. Bei Contergan haben wir es leider zu deutlich vor Augen bekommen, bei vielen kleineren Medizinskandalen bekommen wir es oft gar nicht mit. Diese Thematik würde meinen Blog jedoch sprengen (meine Geduld auch). Wer sich mehr mit Ergebnismanipulationen in der Pharma-„forschung“ beschäftigen möchte, kann sich ja auf http://www.impf-report.de umsehen. Der Verfasser ist Journalist und hat einige aufrüttelnde Beiträge zusammengestellt.

Meine Empfehlung zu der Anwendung bei Brustkrebs: Suchen Sie sich einen guten Therapeuten. Egal ob Sie Rotklee nun anwenden, oder nicht, das Krebsgeschehen muss beobachtet werden. Ein guter Therapeut kann das am Besten beurteilen. Mit ihm würde ich einen eventuellen Einsatz von Rotklee besprechen. Oder Sie fragen Ihren Bauch. Leider gibt es bei Krebsgeschehen keine Gesundungsgarantie, weder in der Naturheilkunde noch in der Schulmedizin. In solchen Fällen halte ich den Einsatz von Bauchgefühlen und Intuition mehr als berechtigt.

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Damit ist das Heilungspotential des Rotklees noch lange nicht erschöpft, er findet auch Verwendung als Lungenheilmittel und beruhigt Lungengewebe, Asthma, Bronchitis und hartnäckigen Husten. Sie können mit dem Absud gurgeln, wenn Sie Halsschmerzen plagen.  Auch um die Leber- und Gallefunktion zu stärken, können Sie Rotkleetee trinken. Gegen Fusspilz sind Umschläge oder Tinkturen hilfreich.

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Wer generell unsicher ist, ob er Heilkräuter einnehmen kann (so sind z. B. die meisten Gewürzkräuter in der Schwangerschaft nicht anzuwenden, jedenfalls nicht als Therapeutikum), der sollte sich auch immer die Dosis vor Augen führen. Wenn Sie  auf der Pizza oder im Eintopf Beifuss, Petersilie oder Salbei finden, dann müssen Sie, auch als Schwangere, das Essen nicht meiden. In Gewürzdosen gehen Sie mit Gewürzkräutern keine Risiken ein (es sei denn, Sie sind allergisch dagegen). Petersilie wurde früher zum Abtreiben genutzt, ich kann mir aber kaum vorstellen, dass Sie nun akribisch die Blättchen rauspulen.

Genau so sehe ich das bei Phyto-Östrogenen. Es gibt viele Pflanzen, die auf uns hormonell ausgleichend wirken. Bei vielen wissen wir es gar nicht und verzehren Sie trotzdem. Wenn die Phyto-Östrogene der Heilkräuter nach Einschätzung des Bundesgesundheitsamtes gefährlich wären, dann müssten mit einem Schlag auch alle Soja-Produkte aus dem Regal verschwinden. Gerade Soja wird mit diesen Eigenschaften ja beworben. Ich persönlich kann  mich mit Soja irgendwie gar nicht anfreunden, könnte jetzt aber keinen konkreten Grund benennen. Als Milchersatz würde ich eher Hafer- oder Reismilch verwenden und um überbackenen Käse einigermaßen vorzutäuschen eignet sich Erdnussbutter ganz gut. Tofu solange zu malträtieren, bis er ein künstliches Schnitzel oder eine Bratwurst ist, finde ich einfach voll daneben. Entweder ich ess Fleisch, oder nicht.

Sie sehen, man kann bei jedem Thema gut abschweifen 😉

Aber zurück zum Rotklee. Für die Aufrührer unter uns (ich mein die Salben- und Cremekocher… ) hab ich noch ein altes Rezept ausgebuddelt:


Dr. Coffins Kleesalbe gegen Wucherungen und Schwellungen

Füllen Sie einen großen Topf mit Kleeblüten. Mit Wasser bedecken und eine Stunde sprudelnd kochen lassen. Abseihen, auspressen, nochmals mit frischen Blüten füllen, den Sud dazugeben und wieder eine Stunde kochen. Abseihen. Die Flüssigkeit jetzt soweit einkochen lassen, bis sie eine teeartige Konsistenz hat. Nicht anbrennen lassen! Das schmälert die Wirkung.

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Rotklee als Seelenkraut

Wer seine Gefühle in sich hineinfrisst, sich dauernd sorgt und grübelt, negative Gedanken „züchtet“, dem kann der Rotklee helfen. Genau diese Probleme, sagen einige Krebsforscher, können Auslöser für Krebs sein. Ich habe mich der Auffassung angeschlossen. Zumindest bei den Menschen, die ich kennengelernt habe, herrschte ein tiefer Groll oder eine andere negative Emotion  im Inneren und nagte wortwörtlich an den Organen. „Es nagt an einem“.

In dieser Richtung therapiert z. B. das Krebszentrum in Bristol. Hier hat die geistig-mentale Arbeit einen großen Stellenwert. Visualisationen (positive Gedankenbilder) gehören zum Therapiekonzept.

Der Rotklee hilft uns beim „Rauslassen“, wobei er uns stärkt und einen „Energiekick“ verabreicht. So können wir alte Muster bearbeiten und haben auch mehr Kraft, durch Krisen zu gehen, seien sie nun seelisch oder körperlich. Rotklee wärmt und tröstet und kann ein guter Begleiter sein, wenn „die Nacht am dunkelsten ist„.  Probieren Sie den Rotklee gern einmal aus und schauen Sie, ob er Ihnen gut tut. Das eine Tasse nicht reicht, hab ich oben schon erwähnt, er braucht eine gewisse „Vorlaufzeit“, genau wie Johanniskraut.

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Rotklee in der Ritualarbeit

Klee wurde klassisch in Fruchtbarkeitsriten verwendet. Hierfür die Blüten am Besten bei Neumond (in einem Wasser oder Erdzeichen) morgens den noch taufeuchten (blühenden) Klee pflücken. Gib ihn in eine schöne Glasschüssel, die Wasser und ein paar Tropfen Sandelholz enthält. Die Schüssel sollte so, ähnlich den Bachblüten, ein paar Stunden an der Sonne stehen.  Gegen Mittag die Blüten abseihen und die Flüssigkeit verwahren. Wenn der Abendstern aufgegangen ist, kannst du die Essenz in deinem Ritual verwenden, indem du deinen Körper benetzt.

Rotklee kann auch zur Reinigung von Räumen und Ritualplätzen genommen werden. Dafür einen Esslöffel Rotklee in Essig ansetzen und drei Tage ausziehen lassen. Danach abseihen. Diesen Essig kannst du in einen Eimer Wasser geben und deine Räume damit wischen oder besprengen.

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