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Posts Tagged ‘Datura’

Himmel, ich erfrier mir allmählich den Charakter… 😉
Das ist doch kein Wetter mehr. Hat hier niemand einen Draht zu Petrus?
Bei dieser Kühle eine Idee für Kräuter zu haben, ist nicht so einfach. Aroma lässt sich ohne Sonnenschein auch nicht herauslocken. Also mach ich mich heute mal auf die Suche nach Zunderschwamm. Ich wusste zwar, dass er als „Zunder“ genutzt werden kann, mir war aber nie bewusst wie. Dieses Problem konnte ich dank Wolf-Dieter Storl aber lösen. Wie unsere Ahnen aus dem Pilz ganze Kleidungsstücke herstellen konnten, wird mir wohl ein Rätsel bleiben. Wer da mehr weiß…?
Der Zunderschwamm ist super zum Räuchern, als Ersatz für die Kohle. Er bringt ein wenig Eigengeruch mit. Aber das schadet nicht. Storl erwähnt in seinen Büchern, dass im Herstellungsland der Kohletabletten die Hausfrauen stundenlang für ein wenig Herdbefeuerung laufen müssen und fühlt sich bei dem Gedanken, von dort die Kohle zu verbrennen nicht wohl. Wenn das so ist, ziehe ich den Zunderschwamm auch vor. Außerdem ist er umsonst zu haben und heimisch. Was will man mehr?

Was alternativ ginge, wäre ein „Zusammenrollen“ von getrocknetem Beifuss. Das mache ich öfter. In der Hand hin und hergerubbelt gibt das ein kleines Knäuel, das beständig durchglimmt. Man kann dort auch andere Kräuter oder Harze mit auflegen. Da Beifuss meine Lieblingspflanze ist, stört es mich absolut nicht, den Geruch ständig um mich zu haben.

Bei dem Wetter frieren mir jedenfalls die Gedanken mit ein… es ist wirklich nicht leicht, eine norddeutsche Kräuterhexe zu sein.

Der „dunklen“ Ecke in meinem Hexengarten scheint es da gut zu gehen, Krähenbeere, Alraune, Bilsenkraut, Datura… die fühlen sich trotz der Kühle recht wohl und wuchern sogar ein wenig. Wer weiß, was das zu Bedeuten hat. Vielleicht sind dieses Jahr Tinkturen (potenziert!) dieser starken Pflanzenschwestern nötig.

Auch mein heiliger Dornbusch treibt gut. Heiliger Dornbusch? Klar… ihr kennt vielleicht den Weißdornbusch aus Glastonbury, der aus dem Wanderstab des Joseph gewachsen sein soll. Bei mir wächst ein Ableger. Nein, ich habe keinen Frevel begangen. Es gibt eine kleine Gärtnerei, die ihn vermehren darf. Und hier hab ich ihn nun… *grins*

Ich sammle Pflanzen von heiligen Plätzen. Ob das nun sinnvoll ist, sei mal dahingestellt. Durch die Umsiedelei in einen profanen Garten werden sie sicherlich nicht mehr die gleiche „Schwingung“ wie am Ursprungsort haben. Trotzdem hab ich das Gefühl, ein wenig vom Geheimnis des Kraftortes mitzunehmen. Das ist nicht immer ein Bäumchen, oft auch nur ein Kraut…, Bucheckern aus dem Avebury-Ring oder sonst eine kleine Erinnerung. Ich fühle mich diesen Orten damit immer noch ein wenig verbunden.

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