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Pflanzen und Gefühle

Etwa 25- 30 % der Deutschen leiden an psychischen Krankheiten (Psyche = griechisch für „Seele“), das sind rund 16 Mio. Menschen. Jeder 3. erkrankt mindestens einmal im Leben an einer psychischen Störung, die ärztlicher Behandlung bedarf.

Das auch Heilkräuter hier eine wertvolle Hilfe sein können, kommt erst langsam ins Bewußtsein. Die Forschungen in dieser Richtung sind bisher noch recht kläglich.

Aber schon Aristoteles war davon überzeugt, das Pflanzen eine Seele haben. Hildegard von Bingen auch. „Blätter des Lebens“ nannte sie ihre Kräuter. Edward Bach meinte, dass die Pflanze den Menschen mit positiven Schwingungen überflutet und damit die negativen der Menschen überdeckt. Er hat über seine Bachblüten zum ersten Mal eindeutig Heilpflanzen, Gemütszustände und Krankheiten in einen Zusammenhang gebracht und damit einen völlig neuen Therapieansatz vorgestellt. Er heilt nicht die Krankheit, sondern den negativen Seelenzustand.

Ungelöste Dauerkonflikte machen krank. Tatsächlich sind es meist nicht die großen Krisen und Katastrophen im Leben, sondern die kleinen, schnell verdrängten Konflikte, die wir nicht so ernst nehmen und die Krankheit verursachen (Beziehungsprobleme, Ärger am Arbeitsplatz). Heilkräuter wirken hier sanfter als Chemie, gehen aber tiefer und die Wirkung dauert länger an. Auch die Gefahr von Abhängigkeit und ständiger Dosiserhöhung ist bei Heilkräutern grundsätzlich nicht gegeben.

Ich musste mich aus eigener schmerzlicher Erfahrung (massive Panikattacken) mit diesem Thema auseinandersetzen. Das erste, was ich lernen musste: Nicht jedem hilft jede Pflanze gleich gut. Das beliebte Johanniskraut hatte bei mir nicht mehr Wirkung, als ein Glas Leitungswasser. Wir sind alle verschieden, Heilpflanzen auch, also lernen Sie Ihre Pflanze kennen!

Das ist gar nicht so einfach. Eben weil unser Kräuterwissen ziemlich in Vergessenheit geraten ist und auf „Seelenzustände“ schon gar nicht erforscht wurde. Die klassische Schulmedizin hält Psychosomatik zum größten Teil noch für Humbug. Ja leider reduziert sich die Schulmedizin oft auf rein physikalische und chemische Vorgänge im Körper. Es wird operiert, was nicht recht am Platz ist, es wird in meist künstlicher Form zugeführt, was nicht vorhanden ist… Dabei wird vernachlässigt, dass der Körper eigentlich selbst in der Lage ist, sich zu regulieren, manchmal brauch er nur einen Anstoß, aber nicht etwas, dass alle Funktionen selbst übernimmt.

China hat sich seine Kräutertradition bewahrt. Hier wird der Suchende oft fündig. Dazu bedarf es ob des geballten Wissens aber Kräuterkundiger. Selbstversuche halte ich nicht für fruchtbar. Da ich ja, wie gesagt, schon irgendwie, genau wie meine Pflänzchen, im deutschen Boden verwurzelt bin, such ich hier meine Seelenverbündeten. Das dauert oft ein wenig länger, aber die Beziehungen sind fruchtbarer…

Auch milde Kräuter wirken. Wer gleich zu Psychopharmaka greift, lässt sich oft auf den Tanz mit dem Teufel ein. Das wird sicherlich jeder bestätigen können, der versucht hat, davon wieder loszukommen. Ich selbst war einmal in einer Krisensituation kurz davor, ein angeblich harmloses Mittel, dass nicht abhängig macht, zu nehmen. Glücklicher Weise hab ich zuvor gegoogelt: Andere Betroffene schilderten, dass dieses Mittel zwar nicht süchtig mache, aber nach Absetzen die Symptome schlimmer seien, als vorher. Womit doch eine gewisse Abhängigkeit erzeugt wird. Was ja eigentlich auch logisch ist. Mit Beruhigungsmitteln löst man keine Probleme, egal ob die synthetisch oder pflanzlich sind. Trotzdem wirken Pflanzen anders, als chemische Pendants. Während Letztere den Körper mit Gewalt beruhigen, scheinen Pflanzen tatsächlich die Seele zu erreichen. In diesem wirklich ganzheitlich ruhigen Zustand ist der Mensch eher in der Lage, Lösungen zu finden.

Schon eine kleine Kräuterspirale bietet vielen Seelentröstern Platz

Pflanzen sind „Sonnenkollektoren“. Nach den Lehren unser Vorfahren ist das Herz ist ein „Sonnenorgan“. Schon der Volksmund kennt die „Sonne im Herzen“. Fröhliche Gemüter fangen sich nicht so schnell jeden Virus ein, wie ständig traurige und gestresste Menschen. Ja, Disharmonie macht krank. 50 % aller Todesfälle gehen auf Herz-Kreislauferkrankungen zurück. Dieses Phänomen existiert aber erst seit dem letztem Jahrhundert! Bis zum Mittelalter kannte man Herzkrankheiten nicht. Die „Herzkräuter“ waren durchweg Gemütskräuter – Seelenkräuter. Das gibt einem schon zu denken. Trotz großer Fortschritte in der Medizin entwickeln wir neue Krankheiten, die die Menschen früher kaum kannten. Was hat sich geändert? Die Lebensumstände… was war damals anders, besser?

Unter anderem sicher die naturbelassenere Nahrung. Man kann sich starke Nerven nämlich auch „anessen“. Wir müssen nur auf basenbildende Lebensmittel, wie Keime, hochwertige Proteine, Vollkorn, grüne Gemüse, Wurzelgemüse und „kultivierte“ Milchprodukte wie Yoghurt, Kefir und Buttermilch achten. Zitronen, Pampelmusen, Samen und Nüsse sind ebenfalls basenbildend.

Als Nahrungsergänzungen kommen Spirulina, Bienenpollen und Hefeextrakt in Frage.

Auch kalziumreiche Lebensmittel sind gut für die Nerven (und nicht nur für Knochen und Zähne). Auch Krämpfe, Hyperaktivität und Schlaflosigkeit kann dadurch gemindert werden. Wir finden Kalzium in: Algen (rund 10 mal mehr als in Milch!), Milchprodukten, den meisten grünen Gemüsen (Brokkoli, Grünkohl, Mangold, Rübstiel, Spinat) und Petersilie. Große Mengen sind auch in Mandeln und Sesam zu finden. Obwohl Milchprodukte reich an Kalzium sind, scheint unser Körper es nicht gut verwerten zu können.

Auch unter den Kräutern und Wildgemüsen ist Kalzium reich vertreten:

Ackerschachtelhalm, Amaranth, Brennnessel, Brunnenkresse, Hafer, Löwenzahn, Senfsprossen und Vogelmiere sind gute Quellen. Hafer ist übrigens ein sehr guter Nervenstärker. Er sollte den Speiseplan regelmäßig bereichern.

Es gibt viele Pflanzenhelfer, die auf die Seele wirken. Ja, ich wage zu behaupten, dass sogar jedes Pflänzlein unsere Seele berührt. Wir haben halt nur noch nicht (oder nicht mehr) genug Erfahrungen gesammelt.

Die wichtigsten Seelenfreunde sind:

Erzengelwurz als Botin des Lichts und Schutzengel in Pflanzengestalt. Schützt vor Pestilenz (Infekten) Tod und Teufel. Die Wurzel ist in Lebenselixieren enthalten. Sie heißt auch „Angstwurz“ (im „Melissengeist“ enthalten).

Baldrian verstärkt chem. Beruhigungsmittel, daher bitte nicht zusammen einnehmen. In den meisten Fällen ist Baldrian eine wunderbare Hilfe, bei Dauergebrauch drohen aber Kopfschmerz und Herzklopfen. Dem Baldrian hab ich ein eigenes Kapitel gewidmet. Schauen Sie bitte in vorhergehenden Beiträgen nach.

Eisenkraut, das fast vergessene heilige Kraut der Kelten, stählt auch die Nerven, braucht aber 4 Wochen Wirkzeit

Damiana (Asthmabesen) fegt Traurigkeit weg,  ist gut für Sonnentees, wirkt aphrodisierend. Im Ursprungsland wird Damiana sehr erfolgreich gegen Asthma eingesetzt.

Helmkraut, eine wunderbare Pflanze zur Trauerarbeit, wie auch die Schlehe, oder die Vogelbeere.

Hopfenzapfen entwickeln nach zweijähriger Lagerzeit beruhigende Inhaltsstoffe.

Johanniskraut, ein typisches Sonnenkraut, bringt Licht ins Gemüt, wirkt (leider nicht bei jedem) erst nach längerer Einnahme.

Zimt ist blutzuckersenkend und beruhigend.

Auch Heilsteine kommen natürlich in Frage. Aber das wäre schon wieder ein ganz eigener Beitrag.

Bernstein verstärkt die Sonnenkräfte.

Anwendungsformen: vom Tee bis zur Tinktur


Kräutertees sollten spätestens nach einigen Tagen Wirkung zeigen, sonst Rezeptur ändern (Ausnahme: Baldrian, Johanniskraut, Passionsblume, Eisenkraut, Weißdorn)

Keine Daueranwendung!

Spätestens nach 6 Wochen die Rezeptur ändern.

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Kräuter können natürlich auch als „Kräuterkissen“ wirken. Hierbei entfalten sich die Aromen durch die Körperwärme. Es gibt unzählige, wirklich gute Kräuterkissenkombinationen.  Wer da Rezepte möchte, darf mich gern kontaktieren.

König Georg III von England schwor auf reine Hopfenkissen, die mit Wodka besprengt wurden.


Mit Kräuterkissen sind wir schon bei der Aromatherapie, einem Zweig der Kräuterheilkunde. Über die Nase nehmen wir die Inhaltsstoffe schneller auf. Duft verknüpft Erinnerungen. In der Aromatherapie gibt es wunderbare Mischungen. Auch das wäre schon wieder einen eigenen Beitrag wert. Bei Panikern hilfreich: (echter) Jasmin.

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Auch Medizinalweine helfen: Obwohl die Franzosen 11mal mehr Wein trinken, als die Amerikaner, sterben sie dreimal seltener an Herz-Kreislauferkrankungen.

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Seelenbalsam – Rezepte

Seelenruhe

Likör zum Geniessen

1 Tasse getrocknetes Johanniskraut ½ Tasse Baldrianwurzel

½ Tasse Melisse abgeriebene Schale von 3 Bioorangen

½ Tasse Rosmarin 500 g Zucker

½ Basilikum 2 l Obstbranntwein (41 Vol.-%)

Alle Zutaten in ein Glasgefäß geben und rühren, bis sich der Zucker gelöst hat. 3 Wochen an einem kühlen Ort stehen lassen und täglich schütteln. Abseihen und noch 3 Monate kühl und dunkel reifen lassen. Nach dem Essen oder vor dem Schlafengehen ein Gläschen genießen.

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Sommer für die Seele

20 g Holunderblüten 30 g Kornblumenblüten

50 g Johanniskraut 20 g echtes Labkraut

30 g Königskerzenblüten 50 g Honigklee

Wärmt die Seele, wie ein Sommerspaziergang.

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Sonnenwein

2 Handvoll Sonnenkräuter ( z. B. Johanniskraut, Goldrute, Rosmarin oder Esche) in

700 ml Weißwein (wer mag kann einen Naturbernstein hinzufügen)

eine Woche an der Sonne ziehen lassen. Haltbarkeit etwa 4 Wochen. Wer die Haltbarkeit erhöhen möchte, muss den Alkoholgehalt erhöhen, indem er mit Trinkalkohol aus der Apotheke auffüllt oder die Mischung mit einem höherprozentigem Sherry ansetzt. 20 % sollte der Wein dann schon haben.

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Danziger Goldwasser (auch käuflich zu erwerben)

1 TL Kardamom einige Wacholderbeeren

1 TL Koriander 1 Prise Macis

1 TL Sternanis einige Zitronen- und Pomeranzenschalen

1 Handvoll Rosenblüten 170 g brauner Zucker

1 Zimstange 700 ml Doppelkorn

5 Gewürznelken

Ansetzen, sechs bis acht Wochen in die Sonne stellen, täglich schütteln, abseihen, etwas Blattgold hinzufügen.

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SEELISCHE PROBLEME

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Abhängigkeit/Sucht

Teemischung aus: Dost, Eleutherokokkus, Rose , Thymian, Wermut, Zimt

Während des Entzugs helfen Johanniskrautpräparate.

Speziell bei Nikotinsucht haben sich auch Hafer, Damiana und Breitwegerich (Lungenschutz) bewährt. Ausserdem viel Äpfel essen (danach schmecken Zigaretten abscheulich).

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Aggressivität

Gut: Galle und Lebermittel, Wermuttinktur,

Duftlampe: Kamille, Lavendel, Majoran oder Zypresse

Teemischung: Damiana, Eisenkraut, Sternanis

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Angst

Herbs de Provence“ häufig in der Küche verwenden.

Teemischung: Echtes Labkraut, Eisenkraut, Thymian, Dost

Melissenteemischung: 3 Teile Zitronenmelisse, 1 Teil Borretschblüten und Blätter, 1 Teil Kamille, 1 Teil Zitronenverbene, 1 Teil Johanniskraut

Bei Bedarf trinken.

Duftlampe: Jasmin, Rose, Vanille oder Zimt (auch mit 1 EL Sesamöl ins Badewasser)

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Depressionen

die Mangelkrankheit (Schlafmangel, Lichtmangel, Liebesmangel, Nährstoffmangel…)

Teemischung: Johanniskraut, Liebstöckel, Melisse, Ringelblume, Weißdorn

Teemischung: 2 Teile Kamille, 1 Teil Borretschblüten, 1 Teil Zitronenmelisse, ½ Teil Lavendelblüten, ½ Teil Rosenblüten

Johanniskraut braucht zum Wirken mindestens zwei Wochen. Fertigpräparate sollten ein Mindestgehalt von 0,2 mg Gesamthypericin haben.

Duftlampe: Neroli, Bergamotte, Jasmin, Sandelholz oder Zirbelkiefer.

Bad: 8 Tr. Lavendel, 3 Tr. Jasmin, 4 Tr. Ylang Ylang, 2 EL Sahne

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Erschöpfung, Burnout

Tee: fünf bis sechs Kräuter aus folgender Auswahl: Alant, Bibernelle, Dill, Eleutherokokkus, Eiche, echter Gamander, Ginseng, Kerbel, Rosmarin, Thymian, Ysop

Eine große Tasse solch einer Mischung hilft etwa 4 Stunden durchzuhalten. Sie sollten keine Dauerlösung sein, sie müssen es schaffen, die Ursache der Erschöpfung zu beseitigen.

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Um wieder zu Kräften zu kommen

Teemischung: Bibernelle, Bohnenkraut, Brennnessel, Salbei

Als Kur etwa 3 Monate, dabei immer 3 Wochen Kur und drei Wochen Pause im Wechsel. Nicht abends nehmen, der Tee vitalisiert stark.

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Gelassenheitstee mein Lieblingstee (auch bei funktionellen – nicht organischen – Herzbeschwerden)

Baldrian, Herzgespann, Hopfen, Lavendel, Weißdorn, Zitronenmelisse

Dieser Tee bringt Ruhe im Sturm. Manchmal ist Herzgespann nicht zu bekommen, der Tee wirkt auch ohne gut.

Duftlampe: Rose

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Konzentration

Teemischung: Schachtelhalm, Ehrenpreis, Rose, Fenchel

Duftlampe: Rosmarin, Basilikum, Lorbeer oder Pfefferminze

Fertigpräparat: Ginkgo

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Kopfschmerzen (Spannungs-)

Teemischung: Beifuss, Bitterklee, Ehrenpreis,Gänsefingerkraut, Majoran, Schlüsselblume

Der Tee wirkt auch hormonell ausgleichend (wiederkehrende Kopfschmerzen haben oft hormonelle Ursachen).

Rosmarinfussbad (auch bei Migräne): Aus einer Tasse Rosmarinnadeln und 1,5 l Wasser einen Sud bereiten. Den Sud in eine Schüssel geben und mit warmem Wasser aufgießen, bis die Fußknöchel bedeckt sind.

Nach 10 Minuten die Füsse kurz in eiskaltes Wasser tauchen und das ganze nochmal von vorn.

Oft kann man die Wirkung mit Eiswürfeln im Nacken noch verstärken.

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Nervosität

Teemischung: Herzgespann, Johanniskraut, Lavendel, Melisse, Pomeranzenblüten, Storchschnabel

Wacholderbeerkur: Am ersten Tag 4 Wacholderbeeren über den Tag verteilt kauen (nur kauen, nicht hinunterschlucken! Nach dem Kauen die Reste ausspucken), am nächsten Tag 5 Beeren, danach 6, bis man 15 Beeren täglich kaut. Dann wieder reduzieren, bis man bei 4 Beeren täglich angelangt ist. Erneut auf 15 Beeren hochgehen. Die Kur ist beendet, wenn man insgesamt viermal bis 15 und wieder hinuntergelangt ist.

Nervenkraft-Kalzium-Tee

1 Teil Ackerschachtelhalm, 1 Teil Brennnessel, 1 Teil Hafer und Haferstroh (mindestens 30 min. ziehen lassen.

Der Tee baut, über 3 – 4 Monate mit 3 – 4 Tassen täglich genommen, die Nervenkraft auf und Osteoporose vor.

Entspannungsbäder mit ätherischen Ölen oder Kräutern beruhigen die Nerven nachhaltig. Wer kein Bad nehmen möchte, oder darf, der kann auf Fussbäder ausweichen. Sehr entspannend ist z. B. das

Kräuterfussbad

2 Teile Lavendel, 1 Teil Hopfen, 1 Teil Salbei, ½ Teil Rosmarin, einige Tropfen äth. Öl nach Belieben.

Ein Fussbad zieht das Blut nach unten, regt den Kreislauf an. Vielleicht reicht Ihnen ein lieber Mensch dazu noch eine Tasse Kamillen- oder Lavendeltee und massiert Ihren Nacken.

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Phobien

Teemischung: Angelikawurzel, Brennnessel, Eisenkraut, Pfefferminze, Rose, Wermut

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Prüfungsangst/Mobbing

Einige Kräuter aus folgender Auswahl: Baldrian, Beifuss, Eberraute,Ehrenpreis, Eisenkraut, Heilziest, Salbei, Thymian. Eine Messerspitze Kardamom hinzugeben.

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Schlafstörungen

Teemischung: Hopfen, Lavendel, Melisse, Orangenblüte, Passiflora,Weißdorn

Baldrian als Tee, oder die Tinktur (1 Teel. Auf ein halbes Glas Wasser), aber auch als Bad: 250 ml Tinktur ins fließende Wasser.

Schlafkissen: o.g. Kräuter in ein kleines Kissen einfüllen (15cm x 15cm ist ausreichend)

Schlafstörungen sind ein Symptom eines Ungleichgewichtes, das es zu finden gilt. Wer unter besonders hartnäckigen Schlafstörungen leidet kann Folgendes probieren:

  1. 4 Stunden vor dem Schlafengehen ¼ Teel. Baldrian/Helmkraut-Tinktur stündlich einnehmen und eine Tasse Nervenkraft-Kalziumtee trinken.
  2. 20 Minunten vor dem Schlafengehen ein warmes Lavendelbad nehmen oder einen belebenden Spaziergang machen (wenn es das Klima zulässt, auch barfuss über das Gras).
  3. Kurz vorm Schlafengehen ein Glas warme Milch (oder Soya-, Mandel-, Reismilch) mit Zimt und Honig trinken. Stellen Sie die Baldrian/Helmkraut-Tinktur neben ihr Bett und legen Sie sich schlafen.
  4. Falls Sie erwachen, zwingen Sie sich nicht zum Wiedereinschlafen, das strengt an und funktioniert meist nicht. Nehmen Sie lieber ¼ Teel. der Tinktur. Lesen Sie ein wirklich langweiliges Buch oder nehmen Sie nochmal ein heißes Kräuterbad.

Sie sollten trotzdem versuchen, den Grund Ihrer Schlaflosigkeit herauszufinden und die Ursache zu beheben. Helmkrauttinktur bekommen Sie möglicher Weise nicht in der Apotheke. Helmkraut (Virginisches Helmkraut) ist im gutsortierten Kräuterfachhandel zu bekommen und leicht im Garten zu ziehen.

Bei Schlaflosigkeit infolge von düsteren Gedanken oder Angst vor Dunkelheit und Albträumen:

1 TL Erzengelwurz und 1 TL Baldrianwurzel in 250 ml kaltem Wasser drei Stunden ziehen lassen, dann abseihen und bis auf Trinkwärme erhitzen. Die Lichtpflanzen beschützen die traumwandelnde Seele in der Nacht.

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Schock

Tee: Orangenblüten, Passiflorakraut, Ringelblume, Rosenblüte, Schlüsselblume und eine Mischung aus den Gewürzen Pfeffer, Koriander, Sternanis und Zimt.

Wenns schnell gehen muss: Eine Prise von jedem Gewürz in eine große Tasse Tee.

Bachs Notfalltropfen

Duftlampe (Taschentuch): Neroliöl

Sollte es sich um einen schweren Schock (z. B. nach Unfall) handeln, ist sofort ärztliche Hilfe anzufordern. Die Schockmittel stellen dann eine erste Hilfe dar.

Wenn man etwas zur Ruhe gekommen ist, sollte man „Nervennahrung“ zu sich nehmen (Nüsse, Fisch).

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Menschen sind individuell, Kräuter auch. Nicht jedes Kraut erzielt bei jedem Menschen die gleiche Wirkung. Fangen Sie immer in niedrigen Dosen an und schauen Sie, wie es Ihnen bekommt. Wenn Sie über 60 sind, sollten Sie mit halber Dosis anfangen, da Ihr Körper sensibler ist. Bei Kindern müssen Sie ebenfalls vorsichtig sein. Hier müssen die Dosen aufs Körpergewicht umgerechnet werden, wobei eine Normaldosis einem 75 kg schweren Erwachsenen entspricht. Wenn Sie sich mit Kräutern noch nicht so auskennen, bleiben Sie bei Kindern bei bewährten Tees wie Kamille, Melisse und Lavendel. Zur Beruhigung bei Kindern hat sich auch Katzenminzentee (nur die echte, keine Zuchtformen) bewährt. Ab 12 können Sie normale Dosen verabreichen.

Fragen zu Kräutern können Sie mir jederzeit und gern stellen. Fragen zu sich selbst, stellen Sie bitte Ihrem Spiegelbild oder Ihrem Therapeuten. Es sollte selbstverständlich sein, dass Kräuter nicht immer ausreichen und doch ab und an ein Therapeut hinzugezogen werden muss. Nutzen Sie also Ihren gesunden Menschenverstand und wenden Sie sich an einen Spezialisten, wenn Sie allein nicht weiterkommen. Das kann ein Seelenpfleger, ein guter Freund, ein Arzt oder Heilpraktiker sein.

Wenn Sie über keinen gesunden Menschenverstand mehr verfügen, dann ist der Gang zum Therapeuten obligat. 😉

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