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Posts Tagged ‘Erkältung’

Wieder mal Grippe…

Dieses Mal etwas leiser: Die Schweinegrippe…  Ich hatte mich letztes Jahr schon dazu geäußert. Ich kann auch immer noch nicht nachvollziehen, was die armen Schweine damit zu tun haben…

 

Nachdem die letzte Schweinegrippesaison mit der erschütternden Dokumentation in den Öffentlich-Rechtlichen abgeschlossen wurde (Inhalt: Die Aktion war ein „Testlauf“ für den Ernstfall…), sind wir in der Folgesaison mit ersten Opfern.

 

Ob das nun Schweine-, Hühner-, oder echte Grippe ist, ist mir als Kräuterhexe eigentlich gleich. Eine echte Grippe ist gefährlich und ernst zu nehmen. Eben erklärte ein Mediziner im „Hamburg-Journal“, dass die „Schweinegrippe“ nach wie vor harmlos verliefe, es aber doch immer wieder zu gefährlichen Verläufen, besonders bei den 30-40 Jährigen, käme.

Das ist schon mal ungewöhnlich – gerade die Vitalsten sind „Zielgruppe“.

Es wurde auch erklärt, die jetzige Impfung wäre viel verträglicher und sicherer, was natürlich impliziert, dass die letzte so harmlos nicht war. Aber das kennen Eltern eigentlich schon. Jede neue Impfung für ihre Sprößlinge wird i.d. R. mit „verträglicher“ beworben.

 

Ich bin, dass ist auch ein Geheimnis, kein Impffreund. Aber die Entscheidung, dafür oder dagegen, nehme ich Ihnen nicht ab. Informieren Sie sich gründlich und entscheiden Sie sich selbst. Aber das Sie sich informieren und vielleicht auch nicht „nur“ bei ihrem Arzt, erwarte ich eigentlich von einem mündigen Patienten.

 

Also lassen wir die Impfung mal beiseite und überlegen, wie wir verstärkt vorbeugen können.

Rezepte sind hier im Blog (einfach mal im Vorjahr gucken) gut zu finden. Wichtig: Vitamin C und ruhig eine ganze Menge davon. Unsere Abwehrzellen haben im Falle eines Infektes einen hohen Bedarf an Vitamin C und leider ist es im Körper nicht speicherbar. Tatsächlich wurden schon schwerste Grippefälle mit extrem hohen Dosen ins Leben zurückgeholt (Bei „extrem hohen Dosen“ sollte Ihnen grundsätzlich sofort „nur unter ärztlicher Anleitung“ in den Sinn kommen. Zweifelsohne ist bei jeder echten Grippe sowieso die Eigenbehandlung zu unterlassen, es sei denn, sie sind lebensmüde. So etwas gehört IMMER in ärztliche Hand!).

Das soll jetzt nicht heißen, dass Sie zum Frühstück eine Familienpackung Vitaminpillen zu sich nehmen. Was über natürliche Nahrung fast nicht möglich ist, nämlich eine Überdosierung, ist mit Pillen natürlich einfach.

Außerdem halte ich von künstlichen Vitaminen nichts. Das Vitamin „E“ z. B. gibt es in natürlicher Form in über 200 unterschiedlichen Molekülvarianten. Das synthetische Pendant hat eine.  Für die Wissenschaft hat das noch keine Bedeutung, ich glaube aber schon, dass die Schöpfung sich etwas dabei gedacht hat. Aus persönlicher Erfahrung würde ich natürlichen Vitaminen sowieso den Vorzug geben.

Natürliches Vitamin C propagiert die Kräuterhexe, indem Sie Vogelbeeren (getrocknet), Hagebutten und Sanddorn anpreist. Mit Sanddorn decken wir auch noch ein anderes Vitamin ab: das Vitamin „A“.

Vitamin A schützt und stärkt die Schleimhäute. Die Schleimhäute sind das erste Bollwerk gegen Viren und haben damit eine äußerst wichtige Funktion. Schon trockene Schleimhäute durch die Heizungsluft im Winter setzen damit unsere „Widerstandskraft“ herunter. Zusätzlich zu den Vitaminen können wir also auch ein gutes Nasenpflegeöl benutzen, dass außerdem auch bei ersten Schnupfenanzeichen gut helfen kann (ich nehme Schwarzkümmelöl als Basis, etwas Sanddorn, Lavendel und Fichtennadel dazu).

 

Wer seine Abwehr dann auch noch mit Kräutern ein wenig pusht (Ich habe Beste Erfahrungen mit dem Fertigpräparat „Esberitox“ gemacht), vielleicht auch Sport oder Saunagänge pflegt, der hat seinen Körper „winterfest“ gemacht. Das ist keine Garantie dafür, dass die Grippe an einem vorüberzieht, aber eine gute Vorraussetzung, um einem Infekt zu entgehen.

Und natürlich viel frische Luft… damit meine ich nicht unbedingt die Shoppingtour. Auch jetzt haben Wald und Flur schon viel Reizvolles (nein, keine Pollen!). Erstes Grün ist bereits zu sehen. Und der Wald streichelt die Seele, was nicht zuletzt auch die Abwehr stärkt.

Kommen Sie gut durch den Winter!

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Ja, ich gebs zu: Ich gehöre zu den chaotischen Hausfrauen, die immer nichts da haben. Ich habe keine Taschentücher in der Handtasche, keine Mittelchen im Apothekenschrank (wir sind auch selten krank *aufholzklopf*), ich hab für den Notfall ja Wald und Garten. Hin- und wieder bereite ich etwas zu, aber meist verschenk ich es, wenn ein Freund in Not ist. So sitz ich selbst in der Regel oder Cremes oder Heilmittelchen da.

Selber schuld, ja ich weiß. Wenns mich trifft, ist das auch nicht so schlimm, aber ich hab ja noch Kinder. Eines davon studiert in Kanada. Das Gesundheitssystem dort unterscheidet sich um Einiges von unserem, so haben die Ärzte zumeist keine Röntgen- oder Laborgeräte in der Praxis, meist muss man in eine Klinik, um solche Diagnosegeräte zur Hilfe zu nehmen und die Kräuterkunde ist im Ärztestand auch wenig bekannt. Der letze Punkt gilt für Deutschland ja genauso.

Wenn meine Tochter da mal richtig krank wird (und das, wie Kinder das so gern machen, grundsätzlich nachts und Feiertags…), fragt sie mich um Hilfe. Das geht dank des Internets heute ja problemlos. Was selbst das Internet noch nicht kann: Kräuter mal eben über den Teich schippern.

Dann sitz ich hier, wringe mir die letzten Gehirnzellen aus, um wenigstens ein paar brauchbare Mittel zusammenzubekommen. Eigentlich müsste es ja auch in Kanada gute Herbalisten geben, aber sie hat wohl noch keinen ausfindig gemacht.

So mal eben in eine Apotheke gehen und Kräuter holen, kann man wohl auch nicht (oder sie erzählt ihrer Mutter hier nicht so ganz das Wahre…)

Die täglichen Mahlzeiten können mit Gewürzen ein wenig gesünder werden…

Also gehen wir beide meist den Gewürzschrank der Hostfamilie durch. Heimlich still und leise (weil es mal wieder Nacht ist und alle schlafen). Das ist tatsächlich nicht die schlechteste Idee, denn wir finden hier:

Salz, Pfeffer, heißes Wasser, die absolute, aber wirksame Minimalausstattung, die sich sogar in Studentenbuden finden dürfte.

Mit leichtem Salzwasser lassen sich Wunden auswaschen. Eine Prise Pfeffer in heißem Wasser hilft, wenn man unter Kälteschauern leidet. Mit Salzwasser lässt sich auch prima bei Halsschmerzen gurgeln.

Wenn hier eine kochende Hausfrau wohnt, finden wir sicherlich auch Thymian. Daraus kann man schnell einen Tee machen, um bei Erkältungen und Husten gewappnet zu sein. Auch Salbei leistet hier gute Dienste, er fördert ausserdem das Schwitzen, was bei fiebernden Patienten förderlich ist, weil es die Temperatur senkt.

Haben wir Kopfschmerzen, könnte Rosmarintee helfen, besonders wenn Magenprobleme der Auslöser sein könnten.

Sind Nelken im Gewürzregal, haben wir sogar zahnschmerzstillende Arznei im Haus (drauf kauen, nicht für Kinder!).

Wird ein Blutstiller gebraucht, können wir zum Cayennepfeffer greifen. Ich will vorsorglich darauf hinweisen, dass das Blut dann wahrscheinlich gestillt ist, der Patient aber nicht unbedingt. Cayennepfeffer brennt natürlich höllisch…

Das Yoghurt und Quark prima bei Sonnenbrand helfen, weiß sicherlich mittlerweile jeder. Die sind zwar nicht im Gewürzregal, aber meist im Kühlschrank zu finden. Auch Gurke oder zerquetsche Tomate sind hier hilfreich.

Im Gemüsefach findet sich auch meist noch Zwiebel, die bei Insektenstichen oder Ohrenschmerzen gute Dienste leistet.  Ein „Zwiebelhäutchen“ kann außerdem wie ein Pflaster auf Schnittwunden aufgelegt werden. Ein Stückchen Würfelzucker, angefeuchtet, hilft ebenfalls bei Insektenstichen (einfach auflegen).

Eine Warze benötigt zwar nicht unbedingt erste Hilfe, aber auch sie bekommen wir mit dem Inhalt des Gemüsefaches weg. Eine kleine Knoblauchscheibe passgenau (sie sollte nur die Warze bedecken) schneiden, Pflaster drüber und 24 Stunden drauf lassen.

Andere heilende Gewürze sind z. B.:

Gewürz Anwendung bei:

Ajowan

Asthma bronchiale, Blähungen, Bronchitis, Darmkoliken, Durchfall
Anis

Blähungen, Dreimonatskoliken, Durchfall, Husten, Magenkrämpfe, Mundgeruch

Basilikum Blähungen, Blutarmut, Darminfektionen u. –koliken, Heuschnupfen, Osteoporose, tränende/brennende Augen, Unterleibskrämpfe, Wadenkrämpfe
Beifuss Abwehrschwäche, Appetitlosigkeit, hohe Cholesterinwerte, Frauenbeschwerden, Karies, Konzentrationsschwäche, Pilzinfektionen, Völlegefühl, Zahnfleischentzündungen
Dill Kraut: Abwehrschwäche, Blutarmut, Gicht, Harnsteinleiden, Hautentzündungen, Jodmangel, OsteoporoseSamen: Darmkoliken, Mundgeruch, Nervosität, Reizmagen
Estragon Appetitlosigkeit, Blähungen, Blutarmut, Harnsteinleiden, Karies, Magenübersäuerung, Magnesiummangel, Nierenträgheit, Osteoporose, Rheuma, Verdauungsträgheit, Zahnschmerzen
Fenchelsamen Blähungen, Dreimonatskoliken, Durchfall, Husten, Magenkrämpfe
Gewürznelke Arteriosklerose, Asthma bronchiale, Darminfektionen, Durchfall, Heuschnupfen, Husten, Krebs, Magengeschwür, Magenschleimhautentzündung, Migräne, Rheuma, Zahnschmerzen
Ingwer Appetitlosigkeit, Arteriosklerose, Blähungen, Darm- u. Magenträgheit, Erkältungen, Gastritis, Müdigkeit, Reisekrankheit, Übelkeit mit Erbrechen
Kapern Harnwegsinfektionen, Halsinfektionen, Husten, Racheninfektionen, Schnupfen, Verdauungsträgheit
Kardamom Blähungen, Kater, Roemheld-Syndrom, Verdauungsträgheit
Knoblauch Agina pectoris, Arteriosklerose, Asthma bronchiale,Bluthochdruck, Bronchitis, Darmentzündungen, Durchblutungsstörungen, grippale Infekte, Herzinfarkt, Koliken, Krebs, Schlaganfall, Verstopfung
Koriander Appetitlosigkeit, Blähungen, Darmkoliken, Erbrechen, Gastritis, Kater, Kopfschmerzen, Reizmagen.
Kresse Abwehrschwäche, Arteriosklerose, Bronchitis, grippale Infekte, Harnweginfektionen, Husten, Krebs, Nierenentzündung, Schnupfen
Kreuzkümmel Appetitlosigkeit, Blähungen, Bronchitis, Darmkoliken, Erkältung, Husten mangelnde Hautdurchblutung, Menstruationskrämpfe, Völlegefühl
Kümmel Dreimonatskoliken, Blähungen, Darmkoliken, Magenschwäche, Mundgeruch, Verdauungsprobleme bei fetthaltigen Speisen
Kurkuma Arteriosklerose, Darminfektionen, erhöhter Cholesterinspiegel, Gallenblasenentzündung, Pilzinfektion
Liebstöckel Wurzeln: Blutarmut, Gicht, Harnsteinleiden, Karies, Knochenschwund, Kropf, Muskelkrämpfe, WassersuchtBlätter: Mangelerkrankungen
Majoran Abwehrschwäche, Appetitmangel, Blähungen, Darmkoliken, Durchfall, Gallensteine, Gastritis, Karies, Nervosität, Reizmagen
Muskatnuss Gelenkentzündungen, Muskelzerrungen, rheumatische Erkrankungen, Verstauchungen, unterstützt die Verdauung
Oregano Blutarmut, grippale Infekte, Halsentzündungen, Husten, Keuchhusten, Kopfschmerzen, Rachenentzündungen, Zahnfleischentzündungen
Paprika Arteriosklerose, Durchblutungsstörungen, Konzentrationsschwäche, Lernschwäche, Magenkrämpfe, Migräne
Petersilie Arteriosklerose, Bluthochdruck, Brust-, Lungen- u. Magenkrebs, Diabetes, Blutarmut, Harnweginfektionen, Gelbsucht, grippale Infekte, Harnsteine, Herpesinfektionen, Osteoporose
Pfeffer Angina pectoris, Herzinfarkt, kalte Hände u. Füße, reduzierte Magensäuresekretion, Speichelmangel, Verdauungsträgheit
Pfefferminze Appetitlosigkeit, Darmkoliken, Durchfall, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Menstruationsbeschwerden
Rosmarin Angina pectoris, Erschöpfung, Gallenbeschwerden, Herzinfarkt, Herzschwäche, Müdigkeit, niedriger Blutdruck
Safran Haarschuppen, Konzentrationsschwäche, Lichtempfindlichkeit, Lippenrisse, Magenträgheit, Muskelschwäche
Salbei Darmentzündungen, Durchfall, grippale Infekte, Halsentzündungen, Magenschleimhautentzündung, Nachtschweiß, Rachenentzündungen, Zahnfleischentzündungen
Schwarzkümmel Abwehrschwäche, Allergien, Arthritis, Blähungen, Rheuma, Verdauungsträgheit
Senf Blasenentzündungen, Harnweginfektionen, Heiserkeit, Konzentrationsschwäche, Müdigkeit
Thymian Asthma bronchiale, Blutarmut, Darmentzündungen, grippale Infekte, Keuchhusten, Mandelentzündungen, Verdauungsstörungen
Zimt

Darminfektionen, Darmkoliken, Durchfall, Heiserkeit, Kreislaufschwäche, niedriger Blutdruck, Rachenentzündungen, Reizhusten, Verdauungsträgheit

Definitiv ein ungeheures Potential, was da in unseren Gewürzregalen schlummert. Selbstverständlich sollte man bei ernstzunehmenden Krankheiten immer einen Fachmann aufsuchen. Die Kräuter können natürlich unterstützend eingesetzt werden. Die Wirkung hängt aber auch mit der Frische zusammen. Wenn der Zimt seit ein paar Jahren ungenutzt schlummert, wird er im Ernstfall auch nicht mehr viel ausrichten.

Wer mehr über „heilende Gewürze“ wissen möchte, schaut im Buch von Dr. Jürgen Zittlau (Heilende Gewürzküche) nach. Leider ist das Buch z. Zt. nur noch im Antiquariat zu bekommen.

Auch Räucherfans können unbesorgt ins Gewürzregal greifen. Wer magisch arbeitet, wird z. B. Basilikum für Geschäftserfolg und Zimt für Wohlstand mit einsetzen. Vielleicht sehen Sie Ihre Gewürze jetzt mit anderen Augen…

Auch wer mehr Schwung ins eheliche Werk geben will, sollte mal vor seinen Gewürzen stehenbleiben. Ganz besonders Beifuss (Frau), Koriander (Mann) und Zimt (beide) haben hier Einiges zu bieten.

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Auf die obligatorischen Holunderblütenrezepte verzichte ich. Zum Einen, weil mir bisher immer das Schleswig-Holsteiner Wetter oder die knickkürzenden Bauern einen Strich durch die Rechnung gemacht haben und ich nicht wirklich irgendwo schöne Dolden finden konnte, zum Anderen wird darüber reichlich und ausführlich und mittlerweile in jeder dritten Frauenzeitschrift geschrieben.

Wenn mir mal wieder der Holunder durch die Lappen gegangen ist, muss das Mädesüß herhalten. Nicht das es kein adäquater Ersatz wäre. Wer einmal seine Schlagsahne mit Mädesüß aromatisiert hat, weiß was ich meine, ich ärgere mich nur immer über den hier echt spärlich vorkommenden Holunder.

Schon die Angeln und die Sachsen verwendeten Mädesüß. Das Aroma wird am Besten in Essig, Öl oder Gelees eingefangen. Man kann auch, wie mit Holunder, Blütensirupe oder Limonaden ansetzen. Einen Versuch wert ist auch

Mädesüßwein

600 ml Mädesüßblüten (Einzelblüten)

225 g Sultaninen

1,6 kg Zucker

4, 5 l kochendes Wasser

Zitronensaft (3 Zitronen)

150 ml starker Schwarztee

20 g Backhefe oder 1 TL Weinhefe

1 TL Hefenährsalz

Blüten, Sultaninen und Zucker in ein Gefäss mit Deckel geben. Wasser hinzufügen und gut umrühren. Nach dem Abkühlen Zitronensaft, Tee, Hefe und Nährsalz hinzufügen. 4 bis 5 Tage bei etwa 20 Grad gären lassen, zweimal täglich umrühren und verschlossen halten. Dann in Gärgefäss umfüllen. Wenn der Wein sich klärt in saubere Flaschen abfüllen und 3 Monate reifen lassen.

Das feine, an Mandel, Vanille und Honig erinnernde Aroma eignet sich natürlich auch für

Mädesüß-Eis

2 Mädesüßdolden

6 Eidotter

125 g Zucker

500 ml Milch

75 ml Schlagsahne

1 EL Wildblüten

Die Dotter mit 60 g Zucker hellgelb schlagen. Mit dem restl. Zucker die Milch aufkochen, Hitze reduzieren. Die Dotter kraftig in de Milch rühren und vorsichtig erwärmen, bis es andickt, aber KEINESFALLS kochen, sonst gerinnt es. Die Blüten in die Creme legen und 20 Minuten ziehen lassen. Dann durch ein Sieb passieren. Nach dem Erkalten in die Eismaschine geben bis sie andickt, dann die Sahne hinzugeben und weitere 15 min rühren, mit Wildblüten garnieren.

Diese leckere Eiscreme kann man nicht nur so genießen, sie ergibt in Verbindung mit Wildfleisch, besonders in Portwein mariniertem, ein raffiniertes Entree.

Auf die Spuren unserer Vorfahren begeben Sie sich mit dem

Mädesüß-Bier

1/2 kg Mädesüß

10 g Himbeerblätter

10 g Odermennig

10 g Malvenblüten

2 Zitronen (Bio)

4,5 l Wasser

4,5 kg Zucker

30 Weinstein

Bierhefe

brauner Zucker

Die Kräuter und die Zitronenschale in einen Topf geben und mit Wasser übergießen. 30 Minuten köcheln lassen. Zucker, Weinstein und Zitronensaft in einem großen Gefäß mischen. Den Kräutersud drübergeben, dabei die Kräuter gut ausdrücken. Bis zum Zuckerauflösen rühren. Wenn die Lösung lauwarm ist, die Bierhefe nach Packungsanleitung hinzugeben. Zugedeckt drei Tage warm stehen lassen. Nach der Gärung auf Flaschen ziehen (in jede Flasche 1/2 Tl braunen Zucker geben). Nach etwa 1 Woche ist das Bier klar und trinkfertig.

Medizinische Wirkung:

Die Kelten machten eine Salbe gegen Geschwüre aus ihr. Der Absud wird bei Arteriosklerose, Cellulitis, Durchfall, Erkältungskrankheiten, Fieber, für die Frühjahrskur, bei Gicht, erhöhten Harnstoffwerten, Nieren- und Blasensteinen, Ödemen, Rheumatismus, Steinleiden und Übergewicht genommen. Sie gehört zu den besten Heilmitteln für das Verdauungssystem. Sie schützt die Schleimhäute und wirkt reizlindernd, reduziert die Übersäuerung und mildert Übelkeit. So wird es erfolgreich bei Sodbrennen und Magengeschwüren eingesetzt. In England verwendet man es bei Kindern, die an Durchfall leiden. Menschen, die von einem tollwütigen Tier gebissen wurden, bekamen Mädesüß aufgelegt (heutzutage gehört das natürlich dringend in ärztliche Hand!).

Bei geschwollenen Beinen kann man ein Fussbad mit einem starken Teeabsud, oder auch Packungen und Kompressen probieren.

Frische Blätter gegen Couperose und für Wunden.

Auch in der Tierheilkunde findet Mädesüß Verwendung

In der Tiermedizin werden Ekzeme und entzündliche und fiebrige Erkrankungen und Verdauungsprobleme damit behandelt (nicht bei Katzen!). Besonders Pferde sprechen auf Mädesüß besser an, als auf Weide.

Interessantes:

Mädesüß gehört zu den heiligsten Pflanzen der Kelten, sie wurde zur Sonnenwende gepflückt und zur Abwehr in Haus und Stall aufgehängt.  Man verbrannte es auch, um Geister und Dämonen zu vertreiben. Mädesüß war ein beliebtes Streukraut.  Kelten entlockten ihm die Farben Gelb, Rosa, Schwarz und Grün zum Färben ihrer Kleidung. Einige schottische Tartans werden immer noch mit ihm gefärbt. Imker rieben Bienenstöcke mit dem Mädesüß aus. Im Kleiderschrank vertreibt es Motten.

Bei Salicylsäureunverträglichkeit bitte vorsichtig sein. Normaler Weise ist das Mädesüß verträglicher als die Reinsubstanz in Tablettenform, aber Vorsicht ist geboten.

Magisches:

Mädesüß wird in Liebes- und Friedenszaubern verwendet (häuslicher Frieden). In der Sonnenwendnacht gesammelt, hilft es Diebe zu erkennen.

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