Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘ganzheitliche Medizin’

Wenn die Menstruation zu stark ist, kann das nicht nur belastend sein, sondern auch bedrohliche Ausmaße annehmen. Die Schulmedizin geht bei zu starker Periode meist wie folgt vor:

  • Es wird ein Eisenpräparat verschrieben, dass, da nicht pflanzlich, vom Körper nicht gut aufgenommen werden kann.
  • Es wird die „Pille“ verschrieben, was das Symptom sofort unterdrückt (ein Körper, dem eine Schwangerschaft vorgegaukelt wird, blutet ja auch nicht mehr…)
  • Wenn alles nicht hilft, wird möglicher Weise zur Gebärmutterentfernung geraten (wenn die Frau schon etwas älteren Semesters ist).

Für mich klingt das ein bisschen wie den Teufel mit dem Beelzebub austreiben, oder unter uns Kräuterhexen: den Bock zum Gärtner machen…. Keine dieser Möglichkeiten bekämpft tatsächlich die Ursache. Ich will nun nicht behaupten, dass Kräuter das Problem mit Sicherheit lösen, dass kann ich gar nicht. Aber phytotherapeutische Behandlungserfolge ermutigen doch, sich mit Kräutern hier einmal näher zu befassen. Außerdem sind künstliche Hormone keine Allheilmittel. Wenn man sich sowieso für die Pille als Verhütungsmittel entschieden hat, dann ist das ok. Aber die Pille und damit einen Eingriff in den Hormonhaushalt, nur um die Regelblutung zu stoppen (Nichts anderes ist es, die Blutung, die man dann noch hat, ist nur eine Scheinblutung. Tatsächlich gab es auch Pillen, die die Blutung gänzlich ausbleiben ließen, das kam bei den Frauen nicht so gut an. Jetzt täuscht die Scheinblutung Normalität vor)?

Meine Mutter gehörte zu der Generation, die als erstes die glorreiche Pille und die damit verbundene sexuelle Freiheit genießen durfte. Allerdings musste sie die Pille auch bis ins Grab nehmen. Ununterbrochen, kontinuierlich… Die Frauenärztin erklärte der damals 65 jährigen, das müsse so sein,weil sie die Pille über Jahrzehnte genommen habe und wenn sie sie jetzt absetzen würde, dann wäre das Osteoporoserisiko enorm erhöht.

Ob das so stimmt, kann ich nicht sagen. Wenn nicht, dann zeigt das zumindest, dass auch unter Frauenärzten hier verschiedene Auffassungen herrschen und sich die Medizin sowieso alle paar Jahrzehnte revidiert. Den Arzt wird das nicht so treffen, Sie als Patientin schon eher.

Also lassen Sie uns mal schauen, ob wir selbst auch mithelfen können, dass die Periode sich wieder normalisiert (Rezepte für Frauen im gebärfähigen Alter, ganz junge Frauen schauen bitte in frühere Beiträge).

Gründe für eine zu starke Blutung gibts reichlich. Ich lege Ihnen also ans Herz, erst einmal die Frauenärztin aufzusuchen. Zysten, Hormonungleichgewicht, Tumore, Einflüsse anderer Organsysteme, Endometriose… Sie sehen, ins Blaue raten ist nicht hilfreich. Eisenmangel ist übrigens nicht der Grund für eine zu starke Blutung, sondern die Folge davon.

Die meisten Frauenärzte(innen) haben heute durchaus ein offenes Ohr, wenn Sie ihre Probleme mit Kräutern begleiten wollen. Solange der Zustand nicht wirklich ernst ist (Blutungen, die einen Krankenhausaufenthalt nötig machen, Tumore etc), werden Sie sicherlich auch erst einmal Kräuter allein versuchen dürfen.

Wichtig ist, dass wir dem Körper hochwertige Nährstoffe zuführen. Nicht nur, um die Organsysteme zu stärken, sondern auch, weil der enorme Blutverlust nicht nur Eisenmangelzustände verursacht. Wir können dafür:

  • Algen essen (wers nicht so mag – ich kann den Geschmack auch nicht so leiden – es gibt Algen auch in Kapseln, oder auf dem Wochenmarkt als Salat frisch und scharf angemacht, das ist wirklich lecker…)
  • Floradix oder den selbstgemachten Eisensirup, möglicher Weise in doppelter Dosierung einnehmen
  • Grünes Gemüse, Wurzelgemüse, wertvolles Protein (nein, keine Käse-Sahnetorte) und Vollkorn im Speiseplan dominieren lassen.
  • Alkohol, Koffein, Raffiniertes, Dong Quai, meiden.

Auch folgender Vitalwurzeltee kann hilfreich sein. Er wird täglich (maximal 4 Monate) eingenommen.

Vitalwurzeltee

2 Teile Yamswurzel

1 Teil Süßholzwurzel

1 Teil Klettenwurzel

3 Teile Löwenzahnwurzel

(1 Teil Beinwellwurzel * siehe Anmerkung)

2 Teile Birkenrinde

1 Teil Zimt

1 Teil Mönchspfeffer

2 Teile Lapacho

1 Teil Ingwerwurzel

5 Tl auf 1 l Wasser 20 Min. leicht köcheln lassen. 3-4 Tassen tgl., nicht länger als 4 Monate

Natürlich sollten Sie sich und Ihren Körper bei Teekuren beobachten. Teilen Sie Ihrer Ärztin Erfolge oder auch Misserfolge mit. Erwarten Sie nicht gleich absolute Besserung bei der nächsten Periode. So etwas braucht schon seine Zeit.


Die Diskussion um den Beinwell erhitzt die Gemüter – Jahrhunderte verehrt, dann (zu Recht??) geächtet.

*) in den 60er und 70er Jahren war Beinwell der Geheimtipp in der alternativen Szene. Aufgrund der hohen Mineral- und Vitalstoffdichte wurde er reichlich gegessen. Dann kam der Pyrrolizidinalkaloidskandal: Diese Inhaltsstoffe haben im Laborversuch und in hohen Dosen verabreicht bei Ratten Leberkrebs verursacht. Und aus wars mit der Euphorie. Gleichzeitg verlor die Pflanzenheilkunde den besten Knochen- und Gewebsheiler überhaupt.

Mittlerweile hat man doch ein wenig genauer hingesehen: Bei einem Konsum von etwa 4 Apothekerpackungen am Tag (!) könnte man eine gefährliche Dosis erreichen. Der große Phytotherapeut Weiss erklärt, man kann Beinwell und ähnliche Pflanzen unbedenklich verwenden. (Storl 2000:128). Es konnte in Deutschland bis auf den heutigen Tag auch kein Leberschaden durch eine (deutsche) PA-haltige Pflanze nachgewiesen werden. Auch in den Hippie-Kommunen, oder anderen Kulturen (z. B. England), wo er ganz oben auf der Speisekarte stand, ist kein Leberschaden durch Beinwell (eher wohl durch Alkohol) zu verzeichnen.

Wenn Sie sich durch die PA-Diskussion verunsichert fühlen und den Empfehlungen des Bundesgesundheitsamtes folgen möchten, lassen Sie den Beinwell einfach weg. JEDES Kraut, dass Ihnen in irgendeiner Form Unbehagen bereitet, vom Bauchgefühl oder tatsächlichen Nebenwirkungen her, ist wegzulassen.

Viele Heilkräuterexperten haben den Rat des BGA so übernommen. Und ich teile Ihnen hier auch ausdrücklich mit, dass die Beinwellwurzel im Originalrezept enthalten ist, dass BGA aber von der innerlichen Einnahme abrät. Im medizinischen Teil der Kräuterbücher vieler Kräuterexperten wird auch explizit darauf hingewiesen, dass die innerliche Einnahme nicht mehr empfohlen wird. Im Wildgemüseteil hingegen finden sie oberleckere Rezepte mit Beinwell… alles von ein und dem selben Autoren, im gleichen Buch. Denken Sie sich Ihren Teil selbst. Ich möchte hierzu keine Vermutungen äußern.

So… jetzt ist der schwarze Peter bei Ihnen. Ich persönlich finde einen BGA-Rat noch nicht so erschreckend, wie einen Beipackzettel in der normalen Tablettenpackung… und vor nicht allzu langer Zeit, war Quecksilber DAS probagierte Allheilmittel der Mediziner…

.

Eine Woche vor Beginn der Menstruation können Sie zusätzlich noch diesen Tee versuchen:

Gegen starke Blutungen

2 Teile Hirtentäschelblätter

1 Teil Schafgarbe

1 Teil Brennnessel

1 Teil Eichenrinde

6 Tl auf 1 Liter, 20 Minuten köcheln.

Bei Beginn der Blutung über den Tag (evtl. halbstündlich) verteilt in kleinen Schlucken trinken. Sie können den Tee auch als Tinktur zubereiten und bei Bedarf öfter nehmen.

.

Bitte erwarten Sie keine Spontanänderungen. Wahrscheinlich wird sich erst nach zwei Zyklen deutliche Besserung zeigen. Es ist wertvoll, wenn Sie Ihre Frauenärztin auf diesem Weg begleitet. Es gibt wirklich mittlerweile viele offene Ärzte! Wenn es schlimmer wird, gehen Sie auf jeden Fall zur Ärztin! Wenn Ihre Ärztin von dem einen oder anderen Kraut abrät, hören Sie auf sie! Ich kenne Sie nicht, ich kann keine Ferndiagnosen stellen, ich kenne Ihren Körper nicht. Ihre Ärztin kennt Sie. Wenn sie sich aber generell gegen Kräuter stellt, steht es Ihnen frei, einen offeneren Arzt zu finden.

Gesundheitsprobleme wie diese erfordern schon einen tieferen Einstieg in die Heilkräuter. Haben Sie nicht Lust, sich damit wieder zu befassen? Sich erneut das Recht einzufordern, für die Gesundheit der Familie verantwortlich zu sein? Über Jahrtausende lag das in den Händen der Frauen. „Erst das Wort, dann die Pflanze, dann das Messer“ (frei nach Äskulap)

Die Medizin hat unbestreitbar Großartiges geleistet und in der Notfallmedizin ist sie unschlagbar, aber insgesamt gesünder ist die Menschheit nicht geworden.

Ganzheitliche Medizin ist das Ziel und die besteht aus:

  • gesundem Menschenverstand
  • gesundem Menschenverstand
  • gesunden Menschenverstand
  • Hilfe durch Gespräch, Beistand, Änderung der Lebensumstände
  • Unterstützung des gesamten Menschen und seiner Organsysteme durch „alternative“ und sanfte Heilmethoden (Energetische Arbeit, Phytotherapie, Homöopathie etc…)
  • Schulmedizin in Notfällen und zur Unterstützung der sanften Gesundheitspflege, wenn sie bessere Alternativen bieten kann

Viele Krankheiten können Sie getrost selbst in die Hand nehmen und mit den manchmal so belächelten „Hausmitteln“ kurieren. Ich habe den Optimalfall tatsächlich einmal leben dürfen, in Wolfenbüttel, mit meinem Kinderarzt: Wenn meine Kinder etwas Ernsteres hatten, bin ich hingegangen, um eine Diagnose zu bekommen oder eben meine zu stützen. Dann besprachen wir die Behandlung. Meist bin ich dann gegangen, um mit meinen Mitteln zu therapieren. Der Arzt hat, je nach Bedarf, auch Kontrolluntersuchungen gemacht. Nur wenn keine Besserung erreicht werden konnte, oder Kräuter nicht mehr ausreichten (Hin und wieder doch Antibiotika – aber im Darmsanieren kennen wir uns ja aus), verschrieb er gleich etwas. Ja, solche Arzt-Patient-Beziehungen kann es geben. Ich durfte die vor 20 Jahren schon erleben. Wer in der Gegend um Wolfenbüttel wohnt, dem gebe ich gern die Adresse. Der Arzt war jung, ich denke, den gibts da noch. Ich hatte das Glück, mehrere solcher Ärzte dort zu haben. Ich war hier nicht dummer, nichtswissender Patient, sondern gleichberechtigter Partner in der Gesundheitspflege. Denn Eines hab ich jedem Arzt, egal wie lange er studiert hat, voraus: Ich kenne meinen Körper besser. Was liegt also näher, als eine Zusammenarbeit, statt einer Hierachie?

Auch in Eutin oder Plön könnte ich aufgeschlossene Ärzte nennen, die Hilfe zur Selbsthilfe leisten.

Ein eindrückliches Beispiel hatte ich vor etwa 12 Jahren, als ich in einen Verkehrsunfall verwickelt war. Meine Tochter war grad ein halbes Jahr alt. Unser Wagen hatte sich überschlagen, der Notfallhubschrauber landete… Die Ärztin kam auf mich zu und fragte, ob mein Kind „normal“ reagieren würde. Das es nach dem Schreck erstmal ordentlich weinte, war auch normal. Aber sie meinte insgesamt. Ich guckte sie erstaunt an und bejahte. Sie meinte, niemand könne das besser beurteilen, als eine Mutter. Wenn ich den Eindruck hätte, es wäre alles normal, bräuchten wir keine näheren Untersuchungen machen.

Ich war ernsthaft beeindruckt. Und das Kind wurde nicht untersucht, durch Röntgen oder sonstwas geschickt. Mein Mann und ich schon, na eher mein Mann, mir gings ganz gut. Ich weiß nicht, ob man immer 100%ig so vorgehen kann, aber immerhin war das eine Unfallärztin mit reichlich Erfahrung. Den Satz muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: „Niemand kann ein Kind besser beurteilen, als seine Mutter“ (na, ich denk mal, für liebe Väter gilt das auch).

Da ich schon einmal einen Krankenhausmarathon mit Kind hinter mir hatte, und es danach noch monatelang nachts schrie und nicht schlafen konnte ( es war nichts Gefährliches, eigentlich hat man sogar überhaupt nichts gefunden, nach zwei Tagen intensivster Diagnostik…), war ich über die Reaktion der Ärztin mindestens so froh, wie freudig überrascht.

Mein Bauchgefühl sollte besser sein, als die Labortechnik… sagte eine Ärztin… ungeheuerlich oder? Die Technik brauchts erst, wenn etwas nicht stimmt…

Mein Wunsch für alle: Ärzte als Partner zu finden, die nicht auf den unwissenden Patienten herabsehen, sondern in ernst nehmen. Die nicht blind ihren Maschinen und Laborwerten vertrauen, sondern auch ihrem Menschenverstand, die mich unterstützen MEINEN Weg in der Bekämpfung der Krankheit zu finden. Das kann man alles in ein Wort fassen: RESPEKT

.

Das das keine Utopie ist, durfte ich ja schon erleben. Und wenn Sie als Patient da auch ein wenig aufmüpfiger werden, die ewig Gestrigen meiden, dann wird sich in der Szene was tun. Suchen Sie die „Heiler“ unter den Ärzten, die die Ihren Beruf lieben und ihre Patienten auch. Ganzheitliche Medizin ist das Beste aus BEIDEN Welten…

Read Full Post »