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Posts Tagged ‘Giersch’

Zunächst einmal: Den Satz „von der Pest zum Pesto“ hab ich geklaut. Hat mir halt gefallen. So heißt ein Rezept von Beate Slipher, deren Buch „Natur satt!“ ich hiermit herzlichst empfehlen will.

Giersch ist so ziemlich das schrecklichste „Unkraut“, dass sich ein Gärtner vorstellen kann. Oft werde ich gefragt, wie man ihn los wird. Ich sag immer: „Essen oder umziehen“, was mein Gegenüber selten zum Lächeln reizt. Was ihn reizt, ist eben der Giersch. Viele Teilnehmerinnen meiner Wanderungen nutzen ihn auch hin und wieder. Aber gegen den üppigen Wuchs, meinen sie, könne man nicht anessen.

Als passionierte Kräuterhexe bin ich natürlich von meinen Kräutern überzeugt, weiß das sie lecker und gesund sind. Giersch in allen Variationen hab ich dabei natürlich auch drauf. Ein besonderer Hit ist die Gierschlimonade.

Giersch – versuchen nicht fluchen!

Heute hab ich, um meinen Giersch mal wieder ein wenig zu bannen, o. g. Pesto aus Beate Sliphers Buch gemacht. Abweichend vom Rezept hab ich den Löwenzahn weggelassen und nur Giersch genommen. Beim obligatorischen Schüsselauswischen mit Brotscheibchen fing ich an zu schwärmen. So einen Wohlgeschmack hätte ich nie vermutet. Wirklich nicht. Mein Mann, der ein Häppchen bekam, war sofort Feuer und Flamme. Um auch die Reste aus Trichter und Mixer bis aufs letzte Tröpfchen zu nutzen, haben wir uns Spaghetti gemacht und geschmaust, als hätte es die letzten Jahre nix Anständiges mehr gegeben. Jetzt schmachten wir unser Pestoglas an. Aufheben? Niedermachen? Der Giersch im Garten ist nämlich weg. Liegt hier als kulinarische Entzückung im Glas. Ich fürchte fast, so schnell wächst der nicht nach, wie wir ihn lecker finden.

Neugierig geworden? Dagegen kann ich was machen. Aber ernten und zubereiten müssen Sie selbst. Und denken Sie dran: Lobeshymnen an Frau Slipher, nicht an mich.

Von der Pest zum Pesto

100 g Löwenzahn und Gierschblätter (den Löwenzahn ließ ich weg)

100 g Parmesan

100 g Pinienkerne

2 große Knoblauchzehen (hab ich auch weggelassen, hatte keine mehr, war trotzdem lecker)

100 ml Olivenöl

1 TL Salz

Blätter waschen und trocknen. Zusammen mit Parmesan, Pinienkernen und Knoblauch in der Küchenmaschine oder im Mörser zerkleinern, bis eine gleichmässige Masse entstanden ist. Olivenöl und Salz hinzufügen. Immer luftdicht verschlossen halten.

So, genug geschrieben, ich glaub, da war noch ein Klecks Pesto in der Schüssel…



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