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Posts Tagged ‘Hitzewallungen’


Wir unterstellen es ja immer so gern den Männern: das „hormongesteuert“ sein. Genaugenommen trifft es uns aber genauso, wenn nicht gar noch schlimmer.

Welche Mutter kennt das nicht, nach dem ersten Kind und vielleicht einer unschönen Geburt: „Auf keinen Fall noch mehr Kinder!“ Aber „schwupps“ – die Hormone fangen uns wieder und der dringende Wunsch nach einem Geschwisterchen ist da.

Und wie oft werden wir aufgezogen, mit unseren Tagen vor den Tagen? Wenn wir uns einfach auch mal recht männlich herausnehmen, Feingefühl und Takt mal zu vergessen und Tacheles zu reden? Bei Männern ist das „cool“ und „machomäßig“ bei uns Frauen gleich ein „Syndrom“.

Und irgendwann kommt sie dann endlich: Die Freiheit nach den Wechseljahren, das Ende der Hormondiktatur! Nur leider sehen und erleben das die meisten Frauen anders.

In unserer zivilisierten, ewig jungen Gesellschaft sind „Wechseljahre“ schon fast ein Schimpfwort. Niemand will sie… und schon keiner will mitten drin stecken. Wir verlieren Fruchtbarkeit, Spannung und Vitalität und Attraktivität… zumindest glauben wir das. Eine typisch westliche Sichtweise.

Der Fruchtbarkeitsverlust ist nur körperlich zu sehen. Die mangels Menstruation zurückbehaltene Energie können wir anders nutzen. Projekte und Ideen entstehen, aber nur, wenn wir uns dem westlichen, feindlichen Bild der Menopause nicht unterwerfen.

Auch die Vitalität muss nicht schwinden. Wenn wir umsichtiger mit unserem Körper umgehen, gehen wir möglicher Weise unseren besten Jahren entgegen. Die Werbung hat die Tatsache längst entdeckt und nennt die Generation über 50 „Bestager“ (im besten Alter).

Die Spannung lässt leider nach, was sich ebenfalls die Werbung zu nutze macht. Aber auch hier können wir mit Kräutern entgegenwirken.  Und sei es nur der Zinnkrauttee, den ich im vorigen Beitrag erwähnte.

Dem Schönheitsideal der ewig 30-jährigen sollten wir abschwören.  Das spiegelt nicht unser Innerstes, das sind wir nicht. Es gibt durchaus Schönheit in Gesichtern, die gelebt haben. Das hat mit Falten überhaupt nichts zu tun. Mögen Sie Rosen? Lieben Sie nicht auch die üppig erblühten, duftenden Blüten, auch wenn Sie schon die ersten äußeren Blütenblättchen verlieren? Ja, pralle Knospen sind schön und zart, aber erst die üppige Pracht der vollerblühten Rose lässt den Dichter schwärmen.

Mit Menschen ist das nicht anders: Schauen Sie sich doch mal die Schönheitsideale an: In ihren jungen Jahren waren sie zwar schön, aber hatten noch kein Charisma. Viele „Sexgöttinnen“ bekamen ihre Ausstrahlung erst in den Dreißigern oder Vierzigern und viele sind bis in die Sechziger hinein attraktiv, ohne sich der Schönheitschirurgie gebeugt zu haben.

Meine persönliche Meinung zu den „Alter Mann – junge Frau“ – Geschichten: Ich glaube in den meisten Fällen bevorzugen die Männer so blutjunge Frauen, weil die noch unkompliziert sind und sich fügen. Oder weil sie halt dekorativ sind und er sie noch mit Geld beeindrucken kann. Natürlich will ich nicht bestreiten, dass es auch hier echte Liebesgeschichten geben kann, Liebe geht seltsame Wege. Aber ich glaube, Sie wissen, was ich meine.

Sie sind jetzt also in den Wechseljahren. Das geht allen Frauen seit Jahrtausenden so und trotzdem hat die Wissenschaft da immer noch so manches Fragezeichen im Gesicht. Es gibt Völker, bei denen „Wechseljahre“ nicht mal einen Begriff haben, weil sie unspektakulär von statten gehen.

Bei uns „Zivilisierten“ kann das ganz anders sein. Wir erleben die Pubertät jetzt andersrum. Fragen Sie einmal Männer, die sowohl pubertierende Jugendliche, als auch menopausierende Frauen im Haushalt haben. Hier fliegen die Fetzen. Die Hormone sind bei beiden nicht im Gleichgewicht und hier versuchen wir anzusetzen.

Grundsätzlich gilt tatsächlich Ähnliches, wie in der Pubertät: Die Leber stärken, die Hormone abbaut und die Hormone selbst sanft balancieren. Besonders Letzteres ist nicht so einfach.

Ich setze voraus, dass Sie bereits bei Ihrem Frauenarzt vorstellig waren, um eventuelle andere Ursachen für die Beschwerden auszuschließen und die können in der Tat vielfältig sein. Von den bekannten Dingen wie Hitzewallungen und Brustspannen, bis hin zu Herzrasen, Panikattacken und Depressionen…

Allein der Symptome wegen, ist es schwierig, eindeutig die Wechseljahre als Verursacher zu benennen. Daher ist ein guter Frauenarzt in dieser Zeit sehr wertvoll.

Viele Frauenärzte greifen heute schon zu sanfteren Mitteln um Sie zu unterstützen. Meist bekommen Sie ein Mönchspfefferpräparat. Mönchspfeffer ist wunderbar, aber auch kein Allrounder. Vielleicht sollten Sie doch etwas gezielter herangehen. Bedenken Sie, dass die Pflanzenheilkunde heutzutage nicht unbedingt zur Ausbildung eines Arztes gehört. Wenn ihr Frauenarzt sie da unterstützt, sich interessiert zeigt und hilft, halten Sie das Schmuckstück in Ehren. Ganzheitliche Therapie ist immer das Beste aus BEIDEN Welten.

Gut… Sie sind nun also in den Wechseljahren, wechseln von einer Laune in die Nächste, von Wohlbefinden zu Unbehagen, von heiß zu kalt…

Da die Eierstöcke die Östrogenproduktion langsam einstellen, übernehmen andere Drüsen diese Rolle. Sie sind für ein wenig Unterstützung beim Bewältigen dieser Aufgabe dankbar. Auch hier hilft keine Einmalgabe sondern nur eine kurmäßige Anwendung. Ich nehme hier gern den

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Tonisierenden Tee für die Menopause

1 Teil Dong Quai

1 Teil Ingwer

1 Teil Löwenzahnwurzel

1 Teil Mönchspfeffer

1 Teil Orangenschale

3 Teile Sarsaparilla

3 Teile Sassafras

1 Teil Süßholzwurzel

1 Teil Yamswurzel

1 Teil Zimt

6 Teelöffel auf ein Liter. 20 Minuten köcheln lassen. Drei bis vier Tassen täglich über drei Monate, bei Bedarf länger. Der Tee kann auch kalt getrunken werden.

Bitte immer dran denken! Wenn Sie allein nicht weiterkommen, sich unsicher fühlen, starke Beschwerden, Schmerzen oder Fieber auftreten, ist der Weg zum Arzt obligat!

Der einfache Löwenzahn ist ein wunderbarer Helfer während der Wechseljahre (und auch sonst!)

Natürlich profitieren wir gerade in den Wechseljahren von kalziumreicher Nahrung (nicht unbedingt Milchprodukte, wie ich schon an anderer Stelle ausgeführt habe), daher sind Kalzium – Tees ratsam. Hildegards Schachtelhalmtee ist nicht schlecht, oder auch eine Mischung aus:

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Kalziumreicher Tee für die Menopause

1 Teil Borretsch

2 Teile Brennnessel

1 Teil Hafer

1 Teil Kamille

3 Teile Pfefferminze

1 Teil Zinnkraut

Im Originalrezept ist auch noch ein Teil Beinwell enthalten. Nach wie vor rät das BGA von der innerlichen Verwendung ab. Ich habe mich auch hierzu schon geäußert. Wenn Sie den Empfehlungen des BGA folgen, lassen sie den Beinwell weg und verwenden auch den Borretsch seltener. Auch so ist das Rezept noch sehr kalziumhaltig.

Der Tee enthält kein Koffein. Wenn er über längere Zeit eingenommen wird, steigert er die Energie aber langsam und nachhaltig. Zubereitung und Dosierung wie oben, aber nur aufgießen und 30 Minuten ziehen lassen, nicht kochen.

Sie sollten sich und Ihren Körper verwöhnen. Ist Ihr Energielevel sehr niedrig, dann bekochen Sie mal nicht ihre Lieben, sondern sich selbst und stellen Sie folgende Powerbällchen her:

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Powerbällchen für weise Frauen

3 Teel. Dong Quai Pulver

2 Teel. Ginsengpulver

3 Teel. Bienenpollen

½ Tasse Honig

1 Tasse Sesambutter

1 Teel. Spirulina

etwas Gelee Royal

Für den Geschmack: Kokosraspel, Karob, gemahlene Nüsse, gehacktes Dörrobst…

Rühren Sie die Zutaten zusammen, bis eine geschmeidige, leicht formbare Masse entsteht. Eventuell mit den Zutatenmengen etwas variieren. Formen Sie Bällchen und rollen Sie sie in den Raspeln, Nüssen oder dem Obst, ganz nach Gusto. Genießen Sie!

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Hitzewallungen

Ungefähr 75 % der Frauen in den Wechseljahren sind davon betroffen. Die Ursachen sind noch nicht gänzlich geklärt und daher gibt es auch hier leider kein Patentrezept. Trotzdem hab ich einige Tipps, die schon vielen Frauen geholfen haben und sich das Ausprobieren lohnt:

  • Bevorzugen Sie Vollkornprodukte und meiden Sie Zucker
  • Nehmen Sie Nahrung zu sich die reich an Kalzium und Vitamin E ist (Wenn sie Diabetes, Rheuma oder hohen Blutdruck haben, sprechen Sie Vitamin E – Gaben mit dem Arzt ab, ansonsten fragen sie Apotheker oder Packungsbeilage).
  • Trinken Sie Salbeitee (einfacher Salbei aus dem Garten – 20 Minuten ziehen lassen), vielen hat das geholfen. Aber bitte trinken Sie Salbei nicht über einen längeren Zeitraum.

Auch folgende Rezeptur hat sich bewährt:

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Tee gegen Hitzewallungen

4 Teile Eisenkraut

1 Teil Ginseng

4 Teile Herzgespann

4 Teile Mariendistel

4 Teile Rosmarin

4 Teile Salbei

1 Teel. auf eine Tasse, mit kochendem Wasser übergießen, 30 Minuten ziehen lassen, über den Tag verteilt trinken.

Sehen Sie der Menopause entspannt entgegen. Die Psyche hat hier einen großen Anteil an unserem Befinden. Suchen Sie sich einen guten Frauenarzt, der Sie begleitet. Optimaler Weise sprechen Sie auch die Kräuter mit ihm ab.

Denken Sie dran: Sie gehören zu den Weisen Ihres Volkes. Lebenserfahrung lässt sich nicht studieren. Es mag sein, dass Ihr Umfeld das nicht zu schätzen weiß. Dann helfen Sie anderen. Es gibt dankbare Menschen im Internet, in Ihrer Gemeinde, in der Nachbarschaft. Oder schreiben Sie Ihre Erfahrungen nieder. Treffen Sie sich mit anderen Weisen. In unserer Gesellschaft zählt der ältere Mensch meist nicht viel, aber unsere Gesellschaft befindet sich auch im Absturz. Es wird Zeit, dass wir uns auf alte Werte, im wahrsten Wortsinne, besinnen.

Die Zeit, Leben zu schenken, nähert sich dem Ende. Nun schenken Sie Weisheit und wer weise werden will, hört Ihnen zu.

Sollte sich Ihr Körper während der Zeit der Umstellung unangenehm melden, dann schenken Sie ihm ein wenig mehr Beachtung. Er erinnert Sie an die Aufgabe, nun die Jüngeren zu lehren und sich selbst aus der Hetze des Alltags ein wenig mehr zurück zu nehmen.

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Rotklee – ja die meisten erkennen ihn, denken vielleicht an ihre Hasen zu Hause, oder ans Weidevieh, dass sich über ihn freut. Die Pflanze hat aber weit mehr Potential. Klee gehörte vor unseren ach so zivilisierten Zeiten auch auf den Speiseplan. Mit den Blüten wurde u. a. Mehl gestreckt. Es gibt viele essbare Kleesorten, auch Weißklee oder Inkarnatklee gehören dazu.

Klee gibt pikanten, süßen und auch Gemüsegerichten den letzten Pfiff.

Wenn Sie die Blütenblätter einzeln auszupfen (das Grüne entfernen), schmeckt der Klee am intensivsten. Probieren Sie es doch selbst:

Grüne und gelbe Zucchini mit Rotkleeblüten

Je 2 grüne und gelbe Zucchini

1 El Olivenöl

1 Knoblauchzehe, gepresst

Salz, Pfeffer

2 EL Kleeblüten (einzelne Blütenblättchen)

Zucchini waschen, Stielansätze entfernen und zusammen mit dem Knoblauch im Olivenöl anbraten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren.

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Natürlich ist Rotklee auch eine geschätzte Heilpflanze. Die drei Blätter versinnbildlichten je einen Aspekt der dreifaltigen Göttin, was schon verrät, dass er hoch geachtet war.

Er ist ein wertvolles Blutreinigungsmittel und wird mit dieser Eigenschaft bei chronischen Leiden angewandt wie z. B. Ekzemen, Arteriosklerose, Schuppenflechte, Impetigo, Krätze und anderen Hautkrankheiten. Er normalisiert Gewebewachstum und wird bei gut- und bösartigen Wucherungen genutzt. Als Jupiterpflanze findet er (in der Erfahrungsheilkunde) begleitende Anwendung bei Krebs, Warzen und Polypen (Jupiter steht für Expansion).

Unsere Vorfahren kannten noch seine beruhigende Wirkung und nahmen ihn gern bei Stresskopfschmerz, Krämpfen und nervösem Muskelzucken. Bei chronischen Angstzuständen kann er hilfreich sein, entwickelt hier sein Potential, ähnlich wie das Johanniskraut, aber erst nach längerer Einnahme. Eine positive Wirkung bei der Cholesterinsenkung wird ihm ebenfalls zugeschrieben.

Rotklee – ein meist unbeachteter Heiler

Rotklee ist ein typisches Frauenkraut und wirkt auf die weiblichen Geschlechtsorgane. Hier unterstützt er z. B. die Heilung von Endometriose und Dysmenorrhö (schmerzhafte Periode). Auch unregelmässige Perioden hilft er zu normalisieren. In der Menopause kann er Hitzewallungen reduzieren. Sein Absud hilft bei Pilzbefall und lokalen Entzündungen und eignet sich als Scheidenspülung.

Umschläge oder Salben aus Rotklee sind hilfreich bei Brustentzündungen, bei verhärteten Milchgängen stillender Frauen und sie finden ihre Anwendung sogar bei Brustkrebs.

Die Anwendung bei östrogenabhängigem Krebs (Brustkrebs, Eierstockkrebs) wird mittlerweile kontrovers diskutiert. Nachdem es bei uns jahrelang Mode war, die Frau durch künstliche Östrogene möglichst lang „jung“ zu halten und damit angeblich auch einen besseren Schutz gegen Brustkrebs zu bieten, kommt man so langsam zu der Erkenntnis, dass die „Spielerei“ mit Hormonzugaben nicht so das Wahre ist und die Ergebnisse weit hinter den Erwartungen zurückbleiben. Jedenfalls in der Heilungsabsicht. Die Brieftasche der Behandler und Pharma freut sich schon (www.brustkrebs-info.de).

Damit wirft sich gleichzeitig die Frage auf, ob die Gefahren der künstlichen Hormone auch für Phyto-Östrogene (pflanzliche Hormone) gelten. Ich habe damals in der Heilpraktiker-Ausbildung gelernt, daß das menschliche Hormonsystem derart sensibel ist, dass wir Menschen noch nicht in der Lage sind, da wirklich schadlos einzugreifen. Ich halte aber Phyto-Östrogene für eine andere Geschichte, da sie natürlich vorkommen und meiner Meinung nach ganz anders auf den Menschen wirken, als irgendetwas, was aus dem Reagenzglas schwappt.

Leider gibt  es diesbezüglich keine Studien. Das ist noch ein weites Feld. Fakt ist, dass Rotklee zu den Krebsheilpflanzen der Indianer zählt und auch viele alternative Heiler ihn hierzu benutzen. Anne McIntyre, eine seit Jahrzehnten praktizierende britische Herbalistin (in England dürfen Herbalisten therapeutisch arbeiten) – schreibt dem Rotklee krebshemmende Eigenschaften zu.

Die wissenschaftliche Meinung tendiert dahin, Pflanzenöstrogene mit künstlichen gleichzusetzen und eine Zufuhr derselben vor den Wechseljahren als krebswidrig und nach den Wechseljahren als krebsbegünstigend zu „vermuten“. Da man es halt mangels genauer Studien nicht wirklich weiß, raten die meisten bei bereits vorhandenen Tumoren eher ab. (www.brustkrebs-info.de)

Das ist gängige Praxis. Heilpflanzen, die nicht etliche Studien hinter sich haben, werden „vorsichtshalber“ als „möglicher Weise gefährlich“ eingestuft und von der Verwendung wird aus Sicherheitsgründen abgeraten. Ihre künstlichen Pendants schüttet die Pharma gern mal zum Testen auf den Markt. Bei Contergan haben wir es leider zu deutlich vor Augen bekommen, bei vielen kleineren Medizinskandalen bekommen wir es oft gar nicht mit. Diese Thematik würde meinen Blog jedoch sprengen (meine Geduld auch). Wer sich mehr mit Ergebnismanipulationen in der Pharma-„forschung“ beschäftigen möchte, kann sich ja auf http://www.impf-report.de umsehen. Der Verfasser ist Journalist und hat einige aufrüttelnde Beiträge zusammengestellt.

Meine Empfehlung zu der Anwendung bei Brustkrebs: Suchen Sie sich einen guten Therapeuten. Egal ob Sie Rotklee nun anwenden, oder nicht, das Krebsgeschehen muss beobachtet werden. Ein guter Therapeut kann das am Besten beurteilen. Mit ihm würde ich einen eventuellen Einsatz von Rotklee besprechen. Oder Sie fragen Ihren Bauch. Leider gibt es bei Krebsgeschehen keine Gesundungsgarantie, weder in der Naturheilkunde noch in der Schulmedizin. In solchen Fällen halte ich den Einsatz von Bauchgefühlen und Intuition mehr als berechtigt.

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Damit ist das Heilungspotential des Rotklees noch lange nicht erschöpft, er findet auch Verwendung als Lungenheilmittel und beruhigt Lungengewebe, Asthma, Bronchitis und hartnäckigen Husten. Sie können mit dem Absud gurgeln, wenn Sie Halsschmerzen plagen.  Auch um die Leber- und Gallefunktion zu stärken, können Sie Rotkleetee trinken. Gegen Fusspilz sind Umschläge oder Tinkturen hilfreich.

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Wer generell unsicher ist, ob er Heilkräuter einnehmen kann (so sind z. B. die meisten Gewürzkräuter in der Schwangerschaft nicht anzuwenden, jedenfalls nicht als Therapeutikum), der sollte sich auch immer die Dosis vor Augen führen. Wenn Sie  auf der Pizza oder im Eintopf Beifuss, Petersilie oder Salbei finden, dann müssen Sie, auch als Schwangere, das Essen nicht meiden. In Gewürzdosen gehen Sie mit Gewürzkräutern keine Risiken ein (es sei denn, Sie sind allergisch dagegen). Petersilie wurde früher zum Abtreiben genutzt, ich kann mir aber kaum vorstellen, dass Sie nun akribisch die Blättchen rauspulen.

Genau so sehe ich das bei Phyto-Östrogenen. Es gibt viele Pflanzen, die auf uns hormonell ausgleichend wirken. Bei vielen wissen wir es gar nicht und verzehren Sie trotzdem. Wenn die Phyto-Östrogene der Heilkräuter nach Einschätzung des Bundesgesundheitsamtes gefährlich wären, dann müssten mit einem Schlag auch alle Soja-Produkte aus dem Regal verschwinden. Gerade Soja wird mit diesen Eigenschaften ja beworben. Ich persönlich kann  mich mit Soja irgendwie gar nicht anfreunden, könnte jetzt aber keinen konkreten Grund benennen. Als Milchersatz würde ich eher Hafer- oder Reismilch verwenden und um überbackenen Käse einigermaßen vorzutäuschen eignet sich Erdnussbutter ganz gut. Tofu solange zu malträtieren, bis er ein künstliches Schnitzel oder eine Bratwurst ist, finde ich einfach voll daneben. Entweder ich ess Fleisch, oder nicht.

Sie sehen, man kann bei jedem Thema gut abschweifen 😉

Aber zurück zum Rotklee. Für die Aufrührer unter uns (ich mein die Salben- und Cremekocher… ) hab ich noch ein altes Rezept ausgebuddelt:


Dr. Coffins Kleesalbe gegen Wucherungen und Schwellungen

Füllen Sie einen großen Topf mit Kleeblüten. Mit Wasser bedecken und eine Stunde sprudelnd kochen lassen. Abseihen, auspressen, nochmals mit frischen Blüten füllen, den Sud dazugeben und wieder eine Stunde kochen. Abseihen. Die Flüssigkeit jetzt soweit einkochen lassen, bis sie eine teeartige Konsistenz hat. Nicht anbrennen lassen! Das schmälert die Wirkung.

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Rotklee als Seelenkraut

Wer seine Gefühle in sich hineinfrisst, sich dauernd sorgt und grübelt, negative Gedanken „züchtet“, dem kann der Rotklee helfen. Genau diese Probleme, sagen einige Krebsforscher, können Auslöser für Krebs sein. Ich habe mich der Auffassung angeschlossen. Zumindest bei den Menschen, die ich kennengelernt habe, herrschte ein tiefer Groll oder eine andere negative Emotion  im Inneren und nagte wortwörtlich an den Organen. „Es nagt an einem“.

In dieser Richtung therapiert z. B. das Krebszentrum in Bristol. Hier hat die geistig-mentale Arbeit einen großen Stellenwert. Visualisationen (positive Gedankenbilder) gehören zum Therapiekonzept.

Der Rotklee hilft uns beim „Rauslassen“, wobei er uns stärkt und einen „Energiekick“ verabreicht. So können wir alte Muster bearbeiten und haben auch mehr Kraft, durch Krisen zu gehen, seien sie nun seelisch oder körperlich. Rotklee wärmt und tröstet und kann ein guter Begleiter sein, wenn „die Nacht am dunkelsten ist„.  Probieren Sie den Rotklee gern einmal aus und schauen Sie, ob er Ihnen gut tut. Das eine Tasse nicht reicht, hab ich oben schon erwähnt, er braucht eine gewisse „Vorlaufzeit“, genau wie Johanniskraut.

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Rotklee in der Ritualarbeit

Klee wurde klassisch in Fruchtbarkeitsriten verwendet. Hierfür die Blüten am Besten bei Neumond (in einem Wasser oder Erdzeichen) morgens den noch taufeuchten (blühenden) Klee pflücken. Gib ihn in eine schöne Glasschüssel, die Wasser und ein paar Tropfen Sandelholz enthält. Die Schüssel sollte so, ähnlich den Bachblüten, ein paar Stunden an der Sonne stehen.  Gegen Mittag die Blüten abseihen und die Flüssigkeit verwahren. Wenn der Abendstern aufgegangen ist, kannst du die Essenz in deinem Ritual verwenden, indem du deinen Körper benetzt.

Rotklee kann auch zur Reinigung von Räumen und Ritualplätzen genommen werden. Dafür einen Esslöffel Rotklee in Essig ansetzen und drei Tage ausziehen lassen. Danach abseihen. Diesen Essig kannst du in einen Eimer Wasser geben und deine Räume damit wischen oder besprengen.

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