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Posts Tagged ‘Hormone’

Es war wieder ein Jahr der Prüfungen für mich. Treue Leserinnen haben sich das durch den verwaisten Blog vielleicht schon gedacht. Olaf Rippe von natura-naturans kündigte 2016 als Jahr an, „in dem die Sterne streiten“. „Na klasse“, dachte ich damals, glaubte mich persönlich aber relativ sicher, da die Vorhersage eher global gemeint war.

Ja, die Sterne streiten. Aber warum mit mir?

Sie stritten nicht nur mit mir. In meinem Umfeld gab und gibt es vermutlich noch viele Krisen zu meistern. Also rüsten wir uns!

Ich gönnte mir gerade eine Teilnahme an den Frauenheiltagen von natura-naturans. Sehr oft nehme ich die Angebote dort nicht wahr, was aber hauptsächlich der Entfernung geschuldet ist.

Die Gästeliste versprach Aufregendes. Und so war es denn auch:

 

Zunächst lauschten wir einem bewegenden Vortrag von Prof. Dr. Ingrid Gerhard. Sie machte eindringlich klar, wie sehr unsere Gesundheit und unser Gefühlsleben den Hormonen unterworfen sind. Eigentlich nichts Neues, gerade für uns Frauen. Erschreckend jedoch: die vielen hormonähnlich wirkenden Substanzen in unserer Umwelt. Ja, auch das wusste ich bereits. Schon mein Zahnarzt entfernte mir die damals so bejubelten Plastikplomben, die östrogenähnliche Wirkungen haben sollten und dem alten Amalgam da wohl kaum an Gefährlichkeit nachstanden. Er zeigte mir einige überzeugende Studien aus Schweden und den USA. Doch „wissen“ und „bewusst werden“ sind zwei unterschiedliche Dinge.

Prof. Dr. Ingrid Gerhard befasst sich seit Jahrzehnten mit der Problematik der Umwelteinflüsse. Vielen von uns ist der Holzschutzmittelskandal noch in reger Erinnerung. Aber haben wir daraus gelernt? Mitnichten. Über 200 Stoffe stellen uns Industrie und Landwirtschaft „zur Verfügung“, die unsere sensiblen Systeme aufs Gefährlichste belasten. Welche das sind, warum einige schon in anderen Ländern, aber nicht in Deutschland verboten sind und was wir trotz Allem tun können, erfahren wir in unseren Medien nicht. Diese Informationen müssen wir uns selbst beschaffen. Zum Beispiel bei Frau Dr. Gerhard:

http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/

Als wertvollen Tipp gab uns Frau Dr. Gerhard auch noch die App „ToxFox – Der Produktcheck des BUND“ mit auf den Weg, mit der man die Inhaltsstoffe von Kosmetika sofort überprüfen kann. ToxFox lebt vom Mitmachen. Da könnte natürlich auch mal jemand Inhaltsstoffe ein wenig „schönen“. Mitdenken ist daher immer erlaubt.

Auch die App „Codecheck“ von Codecheck.info ist einen Blick wert. Sie überprüft neben Kosmetika auch noch Lebensmittel.

Beide Apps sind kostenlos. Wer kein Smart- oder Iphone besitzt, kann auch direkt auf den Webseiten die Codes eingeben.

Danke Frau Prof. Dr. Gerhard für diesen Tipp!

 

Das Kontrastprogramm zu chemischen Formeln und medizinischen Studien bot uns schließlich Marlis Bader. http://www.marlis-bader.de/

Vor allem den Räucherfreudigen dürfte sie längst ein Begriff sein. Es soll ja noch immer Menschen geben, die Räucherwerk nur für Schall und Rauch halten, aber die würzigen Wolken können viel, viel mehr. Schon seit Urzeiten werden Räucherungen zum Schutz, zu Heilzwecken und für die Seele eingesetzt. Medizinische Räucherungen waren aber nicht das aktuelle Thema. Marlis Bader ging auf die Kraft des Heilrituals ein.

Für mich fiel da ein wichtiger Kernsatz: „Irgendwann nehm ich die komplette Verantwortung zu mir!“

Das schreibt euch auf! Das ist so was von essentiell. Das gilt für alle Lebensbereiche: Die Verantwortung übernehmen. Etwas, was heute kaum noch jemand macht. Wie schnell finden wir die „Schuld“ bei anderen! Aber gerade für unsere Gesundheit müssen WIR die Verantwortung übernehmen. DANN ist Heilung möglich!

Bitte nicht falsch verstehen: Damit ist nicht gemeint, jedem Arzt und Therapeuten die Freundschaft zu kündigen. Damit ist einzig und allein gemeint, sein Hirn einzuschalten, besser noch den Bauch und SELBST zu entscheiden, welchen Weg man geht. Und dann dazu auch zu stehen. Ob das der Schulmedizinische oder ein Alternativer ist, liegt bei euch.

Für ein Heilritual entscheide ich mich meist, wenn die anderen Wege erfolglos waren. Mit dieser Intention, mit der Eigenverantwortung und dem wirklichen Wollen (manch einer profitiert doch von den Umständen seiner Krankheit und will sie nicht loslassen), kann ein Heilritual gewaltige Kräfte entfalten.

So einem Ritualbeispiel durften wir folgen. Obwohl es nicht wirklich praktiziert wurde, war doch die Kraft spürbar.

Für jeden Räucherfreund und die, die es werden wollen, sind die Bücher von Marlis Bader Pflicht. Schon allein, weil sie unserer Räucherkultur näherstehen: Marlis bevorzugt einheimische Kräuter. Da freuen sich nicht nur Herz und Seele, sondern auch der Geldbeutel.

 

Margret Madejsky schließlich, die diese Veranstaltung mit ihrem Team ins Leben gerufen hatte, gab uns wertvolle Tipps zum Entgiften, speziell in Bezug auf unsere hormonelle Balance. Ja, auch da wusste ich schon Einiges. War ja nicht zum ersten Mal hier. Aber Asche auf mein Haupt … Da war doch was mit dem Wissen und Umsetzen …

Als wunderbaren Entgiftungstrank empfahl sie uns unter Anderem einen Leberentlastungstrank mit Kurkuma und Zitrone.

Den verrate ich euch hier nicht … Ihr könnt euch gern mal mit natura-naturans selbst befassen. Oder mit Google. Aber Letzteres kann auch einige Obskuritäten an den Tag bringen. Ein Blick auf die Webseite http://www.natura-naturans.de ist auch für die wertvoll, die eben nicht bis nach München reisen können. Viele Beiträge sind hier kostenlos online gestellt und man kann sich jeden Vortrag auch als DVD bestellen.

 

Am nächsten Tag durften wir Dr. rer. nat. Ursula Stumpf genießen. Ja, „Dr. rer. nat.“ Das mag man so gar nicht glauben, wenn man Ursula erlebt. Sie ist so natürlich und menschennah, wie deine beste Freundin und nicht etwa zurückhaltend oder dozierend, wie solche Titel manch einen befürchten lassen. (Ich hoffe, Ursula nimmt mir das nicht krumm).

Ich habe Ursula Stumpf (die Titel lass ich jetzt mal weg, bei meiner Freundin würde ich die auch nicht voransetzen) meine intensive Zuwendung zu Heilkräutern zu verdanken. Ihr erstes Buch über Seelenkräuter (Es hieß glaub ich, „Kräuter für Wellness …“) hat mich ins Leben zurückgeholt. Ich habe mich zwar schon von Kindesbeinen an für Kräuter interessiert, aber eben auch diese nicht wirklich „ernst“ genommen. Erst eine schwere Lebenskrise ließ mich nach pflanzlichen Verbündeten suchen. Ich dachte damals, wenn Krankheiten seelische Ursachen haben, dann müssten doch auch Kräuter bei kranken Seelen helfen. Dann fand mich dieses Buch. Ursula war meines Wissens die Erste, die Kräuter und Seele in Verbindung brachte. Aus diesem Buch hab ich auch meinen „Scheiß-Egal-Tee“ geklaut, der so wirkt, wie er heißt. Bei Ursula heißt er, glaub ich, „Tee für funktionelle Herzbeschwerden …“ Dieses wirksame Rezept nutze ich schon so lange, dass ich über Jahre nicht mehr sicher war, wo ich es eigentlich her hatte. Es war mir während meiner Panikattackenzeit eine große Hilfe. Ich habe diesen wunderbaren Tee dann auch etwas später unverfänglich mit „Gelassenheitstee“ betitelt und das Rezept bereit gestellt. Ihr findet es hier. Er wirkt wirklich wunderbar, bringt Ruhe im Sturm, sollte aber, wie alle Heiltees, nicht zur Gewohnheit werden.

Natürlich hab ich auch alle ihre Bücher im Regal. Keine Frage! Und ganz besonders freue ich mich über zwei Neuerscheinungen von ihr:

 

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Unsere Heilkräuter

und

 

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Meine Pflanzenmanufaktur

 

 

Das Bestimmungsbuch ist eines der Besten, das mir bisher untergekommen ist:

– gute Farbfotos UND

– hilfreiche Detailzeichnungen

– Heilrezepte

– Seelenwirkung.

Die Kombination von Detailzeichnung und Foto ist wunderbar. So hab ich zum Beispiel das erste Mal in meinen langen Kräuterhexenjahren ein exaktes Unterscheidungsmerkmal von Ackerschachtelhalm und Sumpfschachtelhalm gefunden, dass NICHT vom Fruchtstand abhängig ist. Eine eindeutige Kaufempfehlung, zum Beispiel über obigen Link.

Meine Pflanzenmanufaktur“ ist vielleicht nicht für jeden etwas, aber für Kräuterfrauen wie mich ganz bestimmt: Hier wird mit Kräutern kreativ gearbeitet. Von nützlichen Dingen wie dufte Körbchen, Pflanzenfarben, Schneebesen, bis zu spielerischen, wie einen „Nütztnichts„. Na und gerade den, den werde ich wohl brauchen, diesen Nütztnichts.

Für mich Wissenshungrige total interessant, war die Herstellung von Birkenpech. Das will ich schon lange wissen und habe die kläglichen Versuche einiger Geschichtsprofessoren in Steinzeitcamps verfolgt. Aber Ursula hat diese Hürde gemeistert. Da kommt dann wohl doch die Apothekerin mit ihrem fundierten Wissen über chemische Vorgänge durch. Eine Apothekerin, die sich den Heilpflanzen verschrieben hat, fundierter kann Wissen nicht kommen.

Das mit dem Birkenpech versuche ich demnächst auch. Ich werde euch berichten. Leider sind Birken bei uns recht rar.

Ursulas empfehlenswerte Webseite findet ihr hier:

http://www.kraeuterweisheiten.de/

 

Auch die nächste Referentin konnte einen Dr.-Titel vorweisen. Und ich freue mich jedesmal, wenn Medizinstudium und Kräuterwissen zusammenkommen. Ebenfalls eine unschlagbare Kombination. Ich spreche von der Frauenärztin Dr. Heide Fischer. Spätestens nach der Aufforderung: „Laden Sie Ihre Nachbarinnen doch mal zum Vaginalzäpfchen gießen ein„, das ihrem Buch „Frauenheilpflanzen“ entnommen ist, haben auch ihre Werke einen festen Platz in meinem Regal. Ich habe damals beim Lesen dieser Idee lachend quer über dem Buch gelegen. Meine lieben aber erzkonservativen Nachbarinnen – beim Gießen von Vaginalzäpfchen. Dazu einen Kaffee …   Wer Heide Fischer life erlebt, wundert sich allerdings nicht mehr. Sie hat einen herrlichen Humor.

Rezepte aus diesem Buch habe ich schon öfter erwähnt, zum Beispiel die „Feuer im Becken„- Salbe, aus dem Artikel „Wenn die Lust zur Last wird“.

Wer sich mit den normalen kleinen bis mittleren Beschwerden des Frauseins befassen muss, oder auch mal näher ins Frausein spüren will, der ist mit diesem empfehlenswerten Buch sehr gut beraten. Wer jedoch ein größeres Päckchen zu tragen hat, der sollte mal in die anderen Werke schauen. Ja sogar eine Meditation gibt es von Heide Fischer, die ich inhaltlich zwar gut finde, mit der Sprechstimme werde ich aber nicht warm.

Auch Heide Fischer hat etwas Neues herausgebracht:

 

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Ab 40

 

Nach ihrem Vortrag zum Thema „Hormone“ und dem Studium dieses Buches habe ich festgestellt, dass auch ich in den letzten 15 Jahren hormonell völlig falsch gelegen habe … Ich bin dabei, die Tipps umzusetzen. Natürlich werde ich berichten, ob mir das gelungen ist.

Obwohl auch Heide Fischer über ein ernstes Thema referierte, brachte sie uns mit ihrer sympathischen, fröhlichen Art mehrfach zum Lachen. Eine unkomplizierte Frau. Jedenfalls uns gegenüber. Ich könnte mir vorstellen, dass sie bei einer konservativen, mit hochdosierten Hormonen behandelnden Ärzteschaft, schon die Zähne zeigen kann. Wer mehr wissen will: http://www.frauen-naturheilkunde.de/

 

Olaf Rippe kam uns dann „sinnlicher“. Gibt es ein schöneres Heilmittel, als die Liebe? Sogar einen Liebestrank durften wir für die Anwendung zu Haus mitnehmen. Dazu folgt hier jetzt nicht mehr. Lasst eurer Fantasie freien Lauf. Es lebe die Venus!

 

Gabriela Nedoma haben wir es zu verdanken, dass sowohl die Gemmotherapie (Knospentherapie), als auch die wirklich pure Naturkosmetik wiederbelebt wurde. Ihr Vortrag ließ uns in Großaufnahmen von Knospen und deren Querschnitten schwelgen, die uns in völlig neue Welten enführten. Oder wusstet ihr, dass eine sich gerade öffnete Knospe im Inneren Lichter erzeugt? Ein Minikosmos …

http://www.gruenekosmetik.at/index.php

Eine ebenfalls sehr empfehlenswerte Seite. Gabriela gibt auch einen Newsletter heraus.

 

Natürlich gibt es auch von Gabriela zwei empfehlenswerte Neuerscheinungen:

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Vegane Kosmetik

In Zusammenarbeit mit der genialen Siegrid Hirsch (deren Bücher auch ins Regal gehören!)

und

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Das große kleine Buch: Naturwaschmittel aus Wald und Wiese

 

„großes kleines Buch“ ist absolut treffend. Es ist, anders als es hier vielleicht scheinen mag, wirklich ein kleines Bändchen. Es werden auch „nur“ Rosskastanie, Seifenkraut und Efeu besprochen. Aber das ausführlich. Für mich gab es da doch noch was zu lernen. An Efeu als Hustenmittel hatte ich mich in Eigenregie bisher nicht ran gewagt. Da musste ich doch zum Apothekenmittel greifen. Was mir an den käuflichen Mitteln aber so gar nicht behagt, sind die Zusatzstoffe.

 

Vollgepackt mit Wissen und Inspiration fuhr ich nach Hause. Es gibt viel zu tun! Ich kann jeder nur empfehlen, bei den nächsten Frauenheiltagen dabei zu sein. Das tun wir für uns! Und damit auch für unsere Familien!

Wer nicht kann: Da gibt es ja immer noch die DVD´s …

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Liegt es an meinem runden Geburtstag, meiner Abneigung gegen sportliche Betätigung oder meinen Naschattacken? Ich fühle mich wie Achtzig. Die Knochen tun weh, ich komm kaum aus dem Bett, bin müde, kann mich nicht aufraffen… Regelmässig Kopfschmerzen und Unlust auf oder gegen Alles… (Allein das Wort „regelmässig“ hätte mich hier schon aufhorchen lassen müssen…)

Während ich also in vermeintlich weiser Vorraussicht mein Testament überarbeitete, Altersheime besichtigte und Anstaltspackungen „Biovital“ orderte, flatterte mir der Newsletter der Freiburger Heilpflanzenschule (geleitet von der genialen Ursel Bühring) in die Mailbox. Hier klagt eine Patientin über Gelenk- und Muskelschmerz, regelmäßige Migräneattacken und noch so allerlei Zipperlein, die mir sehr bekannt vorkamen. Ich las also weiter…

Die Patienten befand sich in der Menopause! Den Aufschlag meiner Kinnlade auf die Tastatur hat man, glaub ich, noch zwei Straßen weiter gehört…

Der Schuster hat den schlechtesten Leisten, heißt es doch auch. Wie oft hab ich Teerezeptchen und Tipps an Wechseljahresgequälte weitergegeben… aber an mich selbst?

Ursel Bühring listet die Beschwerden der Patientin noch einmal auf:

  • Migräneanfälle (im 14 tägigen Rhythmus)
  • Schulter-Arm-Syndrom
  • diffuse Gelenkschmerzen
  • Müdigkeit
  • Spannungskopfschmerz
  • Spannende Brüste vor der Menstruation
  • stärkere Menstruation
  • verkürzte Menstruation
In diesem Fall waren wirklich die Hormone der Verursacher. Was man bei Gelenkschmerzen nicht gleich mutmaßen würde.
Natürlich gibt Ursel Bühring auch die Therapie preis. Gegen die Migräneattacken empfiehlt sie Mutterkraut in Form des Fertigpräparates „Nemargan“ und einen Minzölroller (leicht selbst zu machen, siehe diesen Blog oder bei Eliane Zimmermann), „Retterspitz äußerlich“ gegen die Gelenkbeschwerden (in Kombination mit einem Enzympräparat) und eine leichte Ernährungsumstellung.
Auch der Mönchspfeffer kommt hier als Hormonbalancierer zu Ehren. Gegen die spannenden Brüste empfiehlt Ursula Bühring ein einfach herzustellendes Brustöl mit ätherischem Rosengeranienöl (wenn das jetzt nicht genügend Gründe sind, den interessanten Newsletter zu bestellen… 😉 )
Die Therapie ist natürlich gänzlich auf die Patientin zugeschnitten und sollte nicht einfach so übernommen werden. Aber für mich war dieser Newsletter ein kleiner Tritt in mein verlängertes Rückrat. Warum besinne ich mich nicht auf das, was ich weiß?
Angespornt durch diesen erfolgreich behandelten Fall wendete ich mich also mal mir selbst zu. Auch meine Hormönchen wollten wohl ein wenig beachtet und ausgeglichen werden.
Es gibt viele wunderbare Kräuter, die uns Frauen dabei unterstützen:

Die obige Tabelle basiert auf Erfahrungen der englischen Kräuterheilkunde. Ich wollte mal sehen, ob wir hier nicht Ähnliches zu bieten haben und hab das Netz fleißig durchsucht. Dabei entdeckte ich diese wunderbare Seite:

Kräuterfrau

Die Seite gehört der begnadeten Kräuterfrau Verena. Begeistert stöberte ich ihn ihren Rezepten und wollte mich sofort mit ihr austauschen…

Aber leider weilt Verena nicht mehr auf diesem Planeten. Ihre Familie bewahrt ihr Andenken und lässt die Seite im Netz. Das finde ich wunderbar. Zum Einen bleibt uns so Verenas Kräuterschatz erhalten und zum Anderen ist das eine wirklich schöne Art, das Gedenken an seine Lieben zu bewahren.

Verena hat sich auch mit hormonausgleichenden Pflanzen befasst. Sie hat herausgefunden, dass die Wirkstoffe über die Haut optimal aufgenommen werden und sich eine Frauenmantelcreme, bzw. ein Frauenmantelgel ausgetüftelt.

Hormone als Creme… warum eigentlich nicht? Naturkosmetik ist ja gewissenermaßen auch schon Heilkosmetik. Und Dank der Aromatherapie und der hier verwendeten ätherischen Öle wissen wir, wie ungeheuer wirksam diese in Cremes oder Lotionen sind. Heilen über die Haut ist eine gute Alternative. Genau nach diesem Motto hat schon der große Kräuterheiler Maurice Mességué seine Therapien entwickelt (er heilte mit Kräuter – Hand- und Fussbädern).

Nun, da uns die Familie von Verena nach wie vor die Rezeptur des Progesterongels zur Verfügung stellt, gehe ich in den Selbstversuch. Ich bezweifle nicht, dass es mir sehr helfen wird. Schon allein der Ansatz, den heimischen Frauenmantel, statt der ausländischen Yamswurzel zu nehmen, gefällt mir ungemein. Im deutschsprachigen Raum fristen die Heilkräuter ja eher ein bescheidenes Dasein und müssen um Anerkennung kämpfen. Und wer kennt sie nicht, die Exoten, die z. Zt. unsere Kräutermärkte überschwemmen… Jiaogolan, Goji (der bei uns als Unkraut am Bahndamm wächst), Brahmi und Co…

Nichts gegen diese Kräutlein, aber ich wehre mich dagegen, dass wir angeblich nicht so heilkräftige Pflanzen in unserer Flora haben sollen….

Ich kann die Seiten der schweizer Kräuterfrau nur empfehlen. Schaut euch dort mal um, solange sie uns noch zur Verfügung stehen.

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Wenn wir uns mit Kräutern für Frauen beschäftigen wollen, sollten wir zunächst einige näher kennenlernen, die wir immer wieder nutzen können. Diese Kräuter werden uns ein ganzes Frauenleben lang begleiten und gehören in jeden Kräuterhexenschrank. Zu diesen Pflanzenverbündeten gehören:

Baldrian – Baldrian ist DAS Kraut gegen Stress und Anspannung. Es wird angewendet bei Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen und als Schmerzstiller. Es gibt Menschen, bei denen er scheinbar nicht wirkt. Die müssen auf andere Kräuter ausweichen (evtl. Passionsblume, Hopfen, etc.)

Beinwell – Reich an Allantoin, Eisen, Kalzium und Vitamin A ist er die Kardinalpflanze bei Wundheilung und Knochenbrüchen. Wolf-Dieter Storl hat sogar die Erfahrung gemacht, dass Knochenteilchen wieder ihren Platz finden. Er wirkt schleimbildend und hilft damit bei Lungen-, Magen-,  und Hautentzündungen und gehört zu den besten Mitteln bei Magengeschwüren. Seine Anwendung wird mittlerweile kontrovers diskutiert und für nicht länger als 6 Wochen empfohlen. Bisher konnte jedoch noch nicht ein einziger durch Beinwell entstandener Leberschaden nachgewiesen werden. Wenn Sie durch die Diskussion verunsichert sind, halten Sie sich einfach an die 6-Wochen-Empfehlung.

Brennnessel – Sie gehört zu den besten Eisenquellen (gut verwertbar) im Pflanzenreich und stellt auch noch Kalzium und Vitamin A zur Verfügung. Sie vitalisiert und kräftigt den ganzen Körper. Ihre Einsatzgebiete sind u. a. Allergien, Anämie, Heuschnupfen, Müdigkeit, Ödeme und Menstruationsprobleme.

Cayennepfeffer – Er regt Kreislauf und Verdauung an. Er ist reich an Vitamin K und stoppt Blutungen meist sehr schnell. Äußerlich aufgetragen brennt er ziemlich heftig. Er hilft bei Verstopfung und wirkt tonisierend auf das Herz. Er wärmt den ganzen Organismus.

Echinacea – Die Echinacea wird klassisch zur Stärkung des Immunsystems genutzt. Neuere Forschungen lassen ein großes Potential bei der Bekämpfung von AIDS vermuten.

Helmkraut – Auch ein Kraut, das in Europa nicht so bekannt ist, dabei ist es das Kardinalmittel bei Nervenproblemen, Ängsten und Stress. Es wird weltweit am Häufigsten gegen Kopfschmerz eingesetzt und zur Stärkung des Nervensystems genommen. Nur wir Deutschen halten uns da bedeckt. Wer es nutzen möchte, wird es in einer Kräuterei kaufen müssen.

Ingwer – Seine wärmenden und krampflösenden Eigenschaften machen ihn so beliebt. Er wird bei Magenkrämpfen, Erkältungen, Kreislaufproblemen und Übelkeit (Reiseübelkeit, morgendliche Übelkeit) genutzt. Auch bei Regelbeschwerden kann er eingesetzt werden.

Kamille – Schon lange wird sie bei Stress und nervöser Anspannung genommen. Sie ist ein Mittel gegen Magen- und Verdauungsprobleme und bei Entzündungen.

Kanadische Gelbwurz – In Europa wenig bekannt und auch schwer zu kriegen, gehört sie doch zu den besten natürlichen Antibiotika und infektionsbekämpfenden Kräutern. Sie sollte nicht überdosiert oder zu lange genommen werden.

Knoblauch – Als „Penicillin armer Leute“ hat er sich einen Namen gemacht. Seine antibiotischen und antiviralen Eigenschaften haben ihm Respekt verschafft. Er gehört zu den besten Mitteln gegen Grippe, Erkältungen, bakterielle und virale Infektionen und hohen Blutdruck.

Löwenzahn – Er gehört zu den am meisten benutzten Kräutern weltweit und wird sowohl in der Vorsorge, als auch in der Behandlung genutzt. Seine Hauptwirkung liegt bei Leber- und Nierenbeschwerden. Er ist reich an Kalzium und ist damit ein Diuretikum, das anders als chemische Alternativen, dem Körper dieses essentielle Mineral nicht ausschwemmt. Die Wurzel wird bei Leberproblemen genutzt. Wegen der hohen Mineral- und Vitamindichte von Blatt und Wurzel wird der Löwenzahn zur Rekonvaleszenz und Energiebildung genommen.

Minze – Energetisiert und gibt anderen Tees ein wenig Pfiff, wenn sie fade schmecken. Sie hilft bei Verdauungsproblemen, Magenbeschwerden, Erkältung und Fieber.

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Lernen Sie die Kräuter kennen. Wenden Sie sie zunächst bei harmlosen Beschwerden an. So werden Sie sicher im Umgang mit den Heilpflanzen, lernen sich, ihren Körper und die optimale Dosierung kennen.

Wir Frauen sind unterschiedlich, unsere Körper sind es und sogar die Ansprüche ändern sich, je nach Lebensalter. Heute möchte ich Kräuter für junge Frauen vorstellen. Leider lassen wir unsere Töchter oft allein, mit ihrer Frauwerdung, weil wir der falschen Annahme unterliegen, sie wüssten durch Schulunterricht, Fernsehen oder Jugendzeitschriften genug über ihren Körper. Das ist leider nicht so. Auch über Verhütung weiß die bereits „praktizierende“ Jugend meist recht wenig.

Ich finde es schade, dass es in unserer Kultur keine Rituale mehr zur Frau- oder Mannwerdung gibt. Eine Feier, ein Einstand ins Erwachsenenleben. Kommunion oder Konfirmation hat mir da nicht den richtigen Hintergrund. Diese werden zwar grob in dem besagten Alter gefeiert, ist mir aber nicht persönlich genug und zelebriert ja auch etwas Anderes: Eine bestätigte Religionszugehörigkeit.

Nein, ich finde, es sollte Rituale und Feste für Mädchen geben, die das erste Mal menstruieren und auch für Jungs, die somit offiziell in der Männerwelt aufgenommen werden. Vielleicht sollten sich unsere Psychologen mal mit den Gedanken befassen. Ich glaube jedenfalls, dass unserer Jugend solche Initiationsriten fehlen.

Das Wort „Hormon“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „antreiben„. Ja, das merken wir nur zu deutlich. Vor Allem, wenn in einem Haushalt Mutter und Tochter mit ihren antreibenden Hormonen zu kämpfen haben, die Tochter mit der Pubertät, die Mutter mit den Wechseljahren. Wir kennen sicher alle noch unsere körperlichen Beschwerden aus den Jahren dieses ersten „Antriebs“ wenn die Hormone sich erst einmal ausbalancieren müssen.  Dabei können wir unseren Töchtern helfen. Ein wichtiges Organ, dass im Hormonchaos unterstützt werden muss, ist die Leber. Das gilt für alle Generationen. Wenn die Leber überlastet ist, kann sich das in unregelmässigen und zu starken Perioden, Energiemangel, Akne, Allergien, Verdauungsproblemen und allgemeinen gesundheitlichen Problemen zeigen.

Helfen wir unseren Töchtern also, einen sanften Weg ins Frausein zu gehen.

Ein Universalhelfer und Schützer bei Frauenbeschwerden – der Frauenmantel

Ein milder Kräutertee, der tonisierend und ausgleichend wirkt und den Körper stärkt, wäre Folgender:

Ausgleichender Tee für junge Frauen

2 Teile Himbeerblätter

1 Teil Brennnesselblätter

1 Teil Alfalfa

2 Teile Minze

1 Teil Löwenzahn

1 Teil Süßholz

1 Teil Herzgespann

1 Teil Zitronengras

etwas Stevia für die Süße (keine Angst – Stevia steht kurz vor der Lebensmittelzulassung)

1 Teel. der Mischung pro Tasse, 3 -4 Tassen täglich (20 min abgedeckt ziehen lassen). Während, oder bei Bedarf auch schon kurz vor der Periode trinken.

Sollte die junge Dame dennoch unter körperlichen Problemen (z. B. Akne) leiden, können Sie sie vielleicht dazu bewegen, mal probeweise für 4 Wochen die Ernährung zu ändern. Sie wissen schon: weißen Zucker und Koffein meiden, Weißmehl, Snacks, Softdrinks auch und dafür mehr Früchte und Gemüse, Salate, Fisch und Rohkost zu sich zu nehmen.

Vielleicht können Sie sie mit diesem Eiweiß-Kalzium Shake ein wenig locken. Er ist auch eine gute Alternative zum Frühstück, wenn ihr Teenager normaler Weise ohne aus dem Haus geht…

Eiweiß-Kalzium-Shake

1 Tasse Milch

1 Tasse Saft, ungesüßt

1 Banane

1/2 Tasse Erdbeeren (geht auch gefroren)

1/4 Tasse Yoghurt

1 TL Pollen

2 TL Spirulina

Etwas Vanillemark

Das ergibt zwei Portionen. Ihnen schadet der Shake auch nicht. Sie können variieren, auch mal nur Saft und keine Milch nehmen und müssen keine Angst mehr haben, dass die junge Dame kein anständiges Frühstück hatte.  Wenn Pollen nicht vertragen wird, können Sie ihn natürlich weglassen (sollten Sie auch – bei Unverträglichkeiten jeglicher Art sollte man nichts riskieren). Ein enorm wertvoller Bestandteil ist aber die Spirulina-Alge. Diese Nährstoffbombe vitalisiert. Tun Sie ihrer Tochter (gern auch sich) etwas Gutes. Spirulina gibt es auch in Tablettenform, wenn sie im Shake nicht so gut ankommt.

Ich denke, damit haben wir einen guten Start ins Frauenleben. Reden Sie mit ihrer Tochter über das Frausein. So selbstverständlich, wie man meint, ist es auch heutzutage nicht. Wir können unsere Kinder nur gut vorbereiten – durchboxen müssen sie sich allein.

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