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Posts Tagged ‘Hühner’

Seitdem es bei uns so heiß ist, schlafen wir draußen. Das ist tatsächlich eine komfortable Sache, weil wir dieses wunderbare Gartenbett von der schwedischen Firma Harbo haben..

wir hatten auch noch das Glück, es preiswerter zu bekommen (da gibts ziemliche Preisschwankungen…).

Man kann eine Seite hochklappen und hat dann eine Schaukel. Wenn man die Seitenteile zuzieht, kann einem selbst schlechtes Wetter nichts anhaben. Wir haben gegen Plagegeister auch noch ein Moskitonetz unters Dach gehängt und können einen wohligen Schlaf im Garten genießen.

Ich gehöre sowieso zu denen, die immer das Fenster offen haben müssen, um gut zu schlafen. Das es aber doch noch so ein großer Unterschied ist, wenn man richtig „draußen“ schläft, hätte ich nicht gedacht. Während der Hitzewelle sowieso, aber auch jetzt, wenn leichter Sommerregen aufs Dach trommelt. Ich schlafe wie ein Baby. Tatsächlich hab ich auch einen ganz anderen Rhythmus angenommen. Ich geh früher ins Bett und steh mit den Vögeln auf.

Abends schauen schon mal Katz und Igel vorbei und morgens kommt unsere kleine Laufente, die mittlerweile im Flegelalter zu sein scheint, schnattert ein wenig rum und legt sich oft auch noch bis zum Morgenkaffee unters Bett.

Ja, das ist ein wenig kompliziert, mit unseren gefiederten Mitbewohnern. Vielleicht habt ihr ja den älteren Beitrag gelesen, wo wir um das Leben des Entleins gekämpft haben, das die Eltern einfach aus dem Nest schubbsten und nicht mehr annehmen wollten.

Der Kleine, Donald, ist also irgendwie eine „Menschente“. Wieder- eingliederungsversuche waren bisher vergeblich. Man merkt dem Entlein an, dass es zerrissen ist. Die anderen Enten verprügeln ihn, wenn er Kontakt sucht und als Mensch fühlt es sich natürlich auch nicht.

So einen kleinen Hilflosen verwöhnt man natürlich ein bisschen. Da die Großen ihn nicht ins Wasser lassen, machen wir ab und an einen „Spontanteich“ unter Huberts Blättern. Hubert ist unser Mammutblatt. Wenn wir ihm die Wurzeln wässern, gefällt ihm das sehr gut. Außerdem hat das Entlein Deckung und genug Ruhe, sein Frühstück zwischen den großen Blättern im Schlamm einzuweichen und auf Entenart wegzuschlabbern.

Liebgewonnenes Ritual: Entenfrühstück im Schutz von Huberts Blättern…

Ja, wir mögen es eigentlich naturnah. Manchmal allerdings…

Also, wie schon gesagt. Draußen schlafen ist noch um Längen besser, als nur ein Fenster öffnen. Es tut einfach gut. Langsam begreife ich, warum es so viele Campinganhänger gibt. Und man bekommt die kleinen felligen und fedrigen Besucher mit. Mir scheint, der Körper kommt wieder in einen gesunden Rhythmus und die frische Luft und auch der Temperaturreiz tun ihr Übriges. Ich habe rund um den Sitz/Schlafplatz duftende Kräuter und eine Balsampappel gepflanzt. Bei Sonne verwöhnt uns eine Tuberose und bei Regen kommt der aromatische Hauch der Pfefferminzen herrüber…

Dieses lauschige Plätzchen haben aber auch andere entdeckt. Den 6-Beinern können wir mit dem Moskitonetz den Zugang verwehren, aber bei uns sind ja alle ein bisschen bekloppt. Auch die Gefiederten. So finde ich alle zwei Tage tatsächlich zwei Eier im Bett. Nein, nein… also jetzt nix Falsches denken… Irgendwie schafft es mein Lieblingshuhn trotz Vorhänge und Moskitonetz ans Fussende zu kommen und dort Eier zu hinterlassen. Das begeistert mich nicht so, wie sich das Huhn das möglicher Weise erhofft hat. Irgendwie treibt es mich dann schon zu neuer Bettwäsche. Und ich krieg und krieg nicht heraus, wie es durch das Netz kommt. Die Enden sind nämlich unter die Matratze gestopft. Erst dachte ich, mich wolle ein Familienmitglied verkohlen und legt die Eier da hin. Darum hab ich das mal einen Tag beobachtet. Nein… niemand geht hin. Aber dann doch ein Ei!

Beherrschen Hühner das Teleportieren?

Noch seltsamer ist, dass dieses uralte Huhn (neun oder zehn Jahre) dann auch noch zwei Eier auf einmal legen kann… das geht doch nicht mit rechten Dingen zu.

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Also ich kann es nur empfehlen: Draußen schlafen. Auch eine Möglichkeit, sich den Kräften der Kräuter zu nähern… und beeindruckende Erlebnisse zu haben.

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