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… mit Mönchspfeffer.

 

Es ist meiner Apotheke schließlich doch noch gelungen, Mönchspfeffer zu besorgen. Was mich sehr freut, denn ich weiß, dass sie sich mangels Nachfrage gar nicht mehr mit Kräutern bevorratet. Auch die einfache Schafgarbe für meinen Unterleib musste sie beim Großhändler ordern.

 

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Nur wer die Liebe kennt, weiß wie ich leide…

 

 

Aber ich möchte euch natürlich nicht vorenthalten, wie der Mönchspfeffer gewirkt hat:

Zunächst hab ich für meinen kleinen 6 kg Brummer etwas weniger als 1/4 Teelöffel gemörsert, das Pulver etwas angefeuchtet und in Fleisch versteckt.  Nach etwa einer Stunde wurde er etwas ruhiger. Ich will das mal so verdeutlichen:

 

Ohne Mönchspfeffer

Hündin außer Haus – Rüde jault, heult und wimmert den ganzen Tag

Hündin im anderen Zimmer – Rüde jault, wimmert und kratzt an der Tür

Hündin im gleichen Raum – strampelnder jammernder Rüde muss gehalten werden

Rüde kann auch mit Futter kaum abgelenkt werden.

 

Mit Mönchspfeffer

Hündin außer Haus – zwei, drei Mal am Tag fünf Minuten Jammern.

Hündin im anderen Zimmer – leises Jammern wenn der andere Hund zu hören ist, oder eine Person zu ihr geht.

Hündin im gleichen Raum – Rüde versucht an die Hündin zu kommen, kann relativ einfach beruhigt werden, jammert ein bisschen, kann auch verhältnismäßig nahe abliegen, versucht es aber in etwa stündlichen Abständen mal wieder mit dem Anschleichen.

Rüde kann mit Futter abgelenkt werden.

 

Das ist natürlich nicht repräsentativ. Die Hochhitze dauert ja nur ein paar Tage, und meine „Statistik“ könnte sich da noch ändern. Ich denke aber, es ist eine deutliche Tendenz zu spüren.

Falls ihr da irgendwelche Erfahrungen habt, immer her damit!

 

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Dackelfrühstück

Couchpotatoes vom Aussterben bedroht…
Jedenfalls wenn sie Hunde haben. Da kommt man schon morgens beim Hinterherjagen schön ins Schwitzen. Aber sagt selbst: Können diese Augen lügen?


Glaubt mir, sie können.
Die Hundedame links hat gerade eben fast einen kleinen Terrier gefrühstückt. Nun, ich weiß, dass sie nix mag, was mehr als zwei Beine hat. Sie wurde schon mal von einem Jagdhund übel zugerichtet, was dem Herrchen nur einen müden Kommentar in Richtung „die Straße ist unser Revier“ abnötigte. Seitdem ist sie leider selbst ziemlich zickig geworden.

Da ich das weiß, mach ich um andere Hunde einen großen Bogen. Einen Schäferhund, der irgendwo partout hinwill, schafft das meistens auch. Die können unglaubliche Kräfte aufbringen.
Heute morgen bin ich, in weiser Vorraussicht, gleich in einen Seitenweg abgebogen, als so ein kleiner Schnuff vorbeigesaust kam. Wir kannten den schon. Der baut sich immer vor uns auf und kläfft, was das Zeug hält. Sein Herrchen ermuntert ihn und freut sich, dass der Kleine keine Angst vor Großen hat.
Meinen Hund macht das schier wahnsinng. Ich habe immer enorm Mühe, ihn dabei zu halten. Aber heute ist es nass und glitschig draußen, da wollte ich mich lieber verkrümeln. Also hab ich meine Hund um die Ecke geschoben und als Herrchen nach einer Weile auch vorbeikam, erklärte ich ihm, dass ich ihm lieber aus dem Weg gehe, weil mein Hund seit der Attacke leider auch ziemlich gemein sein kann.
Irgendwie schien das den Mann nicht zu kratzen. Er lockte und rief meinen Hund, der die Gelegenheit nur zu gern wahrnahm, auf den Mann zuschoss (was ich nicht verhindern konnte, weil ich auf aufgeweichtem Ackerboden stand…) und dann mit einer 90 Grad Wende dem armen kleinen Kerl nachjagde… und ihn auch kriegte…
Herrchen wurde etwas blass und raste mit dem Rad hinterher…

Ich denke, das Dorf kennt jetzt meinen Hund…

Scheinbar gabs nur ne Standpauke und keine Beisserei. Gesehen hab ich jedenfalls nichts, ausser einem kleinen, zitternden Hund. Aber blöd war es schon. Ich hoffe nur, das Herrchen nimmt mich zukünftig ernst, wenn ich freiwillig das Weite suche und kommt nicht wieder hinterher. Leider gibts hier keine Hundenanny oder so was, die uns helfen kann. Ich fürchte, mit der Antipathie anderen Vierbeinern gegenüber müssen wir leben…

In meiner Heimatstadt kam sowas kaum vor. Da gabs eine große Wiese, als Hundetreffpunkt, da kamen alle zusammen, kläfften sich mal an, aber dann war Ruhe. Der Chef auf dieser Wiese war ein Rauhaardackel namens „Bürste“. Die Hunde, ob Riesenschnauzer oder Cocker, hielten sich daran.

Aber hier im Norden treffe ich nur angeleinte. Ein Hundetrainer, den ich um Rat fragte, meinte gelassen, ich könne meinen Hund darauf abrichten, dass er andere ignoriert. Es sei nicht notwendig, dass er mit seinen Artgenossen umgehen könne…

Tja.. hat sich viel getan, in der Hundehaltung. Ich fürchte, ich kriege meine Hundezicke nicht mehr zur Gelassenheit, bin selbst ja auch nicht die Ruhigste. Wir müssen mit unseren Macken leben. Der Preis ist dann vielleicht ein wenig Aussenseitertum, wenn wir uns zu unseren Spaziergängen weit in den Wald verkriechen, um keine Konfrontation mehr zu erleben…

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