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Posts Tagged ‘Joggen’

Da mich hier keiner bedauert, streu ich meine sportlichen Erfahrungen unter das Volk. Diszipliniert, wie ich nun mal bin.. üapw9jfösäässrrrr… entschuldigung, mir sind die Finger ausgerutscht, ich musste einen Lachkrampf bändigen, also –  ich bin wieder gejoggt. Bin ganz stolz auf mich, weil ich meinen Plan einhalte.

Da ich tatsächlich bisher einen zwei Tage Rhythmus einhalten konnte (mindestens einen Tag brauchen die Kniegelenke für die Heilungsversuche), könnte ich diese Woche noch einen dritten, oder gar vierten Lauf“tag“ einschieben.

 

Gestern war Tag der (weit-)offenen Tür in der Dörfergemeinschaftsschule Todenbüttel.  Ich war da auch vertreten, weil ich Nachmittagskurse in Naturkosmetik anbiete. Ein bisschen nervös war ich ob der öffentlichen Veranstaltung schon und nach dem Joggen laufe ich stundenlang noch wie John Wayne, bis sich die Muskulatur in ihren ursprünglichen Sitz zurückgefunden hat, aber so einen kleinen Stand haben, da sitzen und was erzählen, das hab ich mir eigentlich zugetraut.

Also mit durch das Joggen angenehm niedrigem Adrenalinspiegel und einem Gang, der das Neanderthaler-Gen im Menschen zu bestätigen scheint, kämpfte ich mich die 50 m zur Schule.

Die Dörfergemeinschaftsschule Todenbüttel kennen Sie vielleicht noch aus den Medien, sie ist letztes Jahr zu einem großen Teil abgebrannt. Aber hier wird mit viel Engagement der Schulbetrieb so gut wie möglich aufrecht erhalten. Ja, auch wenn die Unterrichtsbedingungen nicht optimal sind, so schweißte der traurige Vorfall scheinbar alle Beteiligten enger zusammen.

Ich fand also meinen Platz in einem Klassenraum, aus dem mir gleich ein eisiger Wind entgegenwehte… Mein Muskeln zogen sich zur „Hab-acht-Spannung“ zusammen und mein fast noch aufrechter Gang festigte sich endgültig in den demütigen Begrüßungswinkel eines Japaners…

 

Ich bibberte ein freundliches „guten Tag“ und wurde ebenso freundlich von der anderen Kursleiterin begrüßt. Noch bevor ich fragen konnte, ob denn die Heizungsanlage auch ein Opfer des Brandes wurde, sagte sie mir fröhlich: „Ich lüfte ein bisschen!“ Aha, wäre mir so gar nicht aufgefallen.

 

Mit  klammen Fingern packte ich meine Kosmetikmuster aus. Irgendwie hatte ich gar nicht mehr präsent, wie niedrig Grundschulstühle sein können. Regelmäßig knallte ich hörbar in den Sitz, weil mir meine geschundenen Knie ein derart tiefes Beugen nicht ohne gehörigen Schmerz erlauben wollten. Das ich meinen Mantel draußen in die Garderobe gehängt hatte, bedauerte ich fürchterlich. Aber ich kann ja an so einem Stand nicht so eingemummelt, wie auf dem Wochenmarkt stehen.

Mein leises Flehen nach stickiger, warmer Luft fand keinen Empfänger. Ich weiß nicht, warum die agile Kursleiterin des Bastelkurses so viel Sauerstoff brauchte. In Gedanken ging ich mögliche Gründe durch: Wechseljahre, Missempfindungen, zu hoher Blutdruck, Angoraunterwäsche, Sonnenbrand, oder schlichtes Vergessen des Schließvorganges?

Dann begannen die Vorführungen des Tagesprogrammes. Auch wir Kursleiter wurden dazu eingeladen, in die alte Aula nämlich, die nach dem Brand wieder zum Leben erweckt wurde…

Endlich… ein wenig in die… Kälte?

Auch hier war es recht unkuschelig. Nun ja, die Aula war eigentlich mehr eine breite Halle ohne Türen, hier gingen die Flure direkt ab, es war doch kühl… die Sitzbänke gaben mir schließlich den Rest, hier kam die Kälte durch das Metall erbarmungslos nach oben. Ich schielte nach meinem kuscheligen Mantel, der einsam einen Haken an der Garderobe wärmte. Als einziger übrigens. Alles um mich herum saß dick eingekuschelt. Da die Vorstellung begonnen hatte, wagte ich es nicht, die Gäste zum Aufstehen zu zwingen und meinen Mantel zu holen.

Schließlich war der vortragende Teil beendet. Ich stürzte ins Klassenzimmer zurück, von dem ich hoffte, es hätte sich mittlerweile wieder etwas erwärmt. Die Eiskristalle am Fenster belehrten mich eines Besseren…

Wie es aussah, hatte das Zimmer tatsächlich die ganze Zeit mit frischer Luft gewuchert.

 

Die ersten Interessenten kamen gleich hinterher. „Oh, hier ist es aber kalt“, sagte jemand. Die andere Kursleiterin sah mich erstaunt an und fragte:“ja haben sie denn das Fenster nicht zu gemacht?“

Nein, hatte ich nicht…  „Hab ich gemacht“ sagte eine Schülerin mit blauer Nasenspitze. Ich hätte das Kind knuddeln können.

Im festen Vertrauen darauf, das das alte Heizungssystem den Frost schnell aus Raum und Gliedern trieb, ließ ich mich hoffnungsvoll auf den Zwergenstuhl knallen.

Stockend erklärte ich meinem Mann den Weg in die Caféteria, die hoffentlich kochend heißen Kaffee vorhielt. Er sputete sich… und ich ärgerte mich, dass ich nicht die wärmende Ingwercreme als Muster mitgebracht hatte.

 

Das Interesse an der Naturkosmetik war erfreulicher Weise groß. Nur eine Mutter, die ihr Kind zum „Basteln“ unterbringen wollte, konnte ich nicht so recht beraten. Ich erklärte, dass wir schon alles selbst herstellen würden, aber das wäre weit entfernt vom Basteln. Nun, ich weiß nicht, ob ich die junge Dame später im Kurs wiedersehen werde.

Zum Schluss der Veranstaltung wünschte ich mir nur eins: ein heißes Bad. Leider ging das nicht, ich hatte noch einen Termin in Flensburg und musste mich sofort auf die Reifen machen. Mit einer Dankestirade an den Erfinder der Sitzheizung machte ich mich auf den Weg, bis mein Hintern wieder kalt wurde.

„Was ist das denn jetzt?“ entsetzt blickte ich meinen Mann an. „Ja“, sagte er ruhig, „wann die Sitzheizung sich einstellt, entscheidet sie selbst. Ich hab extra in die Betriebsanleitung geguckt. Sie macht das irgendwo von der Innenraumtemperatur abhängig, händisch kann man da gar nichts machen.“

Oho, und ob ich da händisch was machen kann. Den Franzosen mal einen gepfefferten Brief schreiben, ob die so einer blechernen Präsidentenkutsche nicht mal anständige Bordelektronik einbauen können… schneit es nie in Frankreich? Werden Exportländer mit minderwertiger Ware beliefert?

 

Meine Gedanken kreisten um die Frage, ob „Eiswürfelpinkeln“ ernsthaften Schaden in der Harnröhre anrichten könnte…

 

Flensburg – endlich – am Ziel meines letzten Termins. Ich stand bibbernd vor dem Eingangstor einer Freundin. Es ist doch empfindlich kalt geworden. Minus  4 Grad zeigte das Thermometer.

Mit dickem Mantel erschien sie in der Tür. Von hier aus wollten wir uns zusammen zu einer Veranstaltung begeben. Ich musste jedoch dringend aufs Klo, die Eiswürfel loswerden. „Ich glaub, ich hab mir was eingefangen.“ sagte, ich, „bin so kalt geworden.“

„Tja“, sagte sie etwas triumphierend, „kann mir nicht passieren, ich hab mich impfen lassen!“ Klar, musste kommen, zu diesem Thema waren wir unterschiedlicher Meinung und es lag ein ganz klein wenig Schadenfreude in ihren Zügen.

„Gegen Kältefolgen in dieser Region kann man sich nicht impfen lassen!“ maulte ich.

 

Es ging mir (nicht) Alles am … vorbei…

 

Schließlich war ich bereit und wir zogen los. Etwa 15 Minuten Gehzeit, meinte sie. Kein Ding. Gehen sollte ich noch hinbekommen, hier im Flachland…

Das war ein äußerst voreiliger Gedanke. Kommt davon, wenn man sein Umfeld nicht so kennt. Wenn Flensburg eines nicht ist, dann ist es flach. Und mit Sicherheit nicht so flach, wie mein Dörfchen.

Sie zeigte mir ein paar verschlungene Bergpfade… äh Schleichwege. Ich war so außer Atem, dass ich die schöne Architektur leider nicht würdigen konnte. Getoppt wurde unser „Spaziergang“ von einem Anstieg, der jeden Bergwanderurlaub überflüssig gemacht hätte, mit nachfolgender, steiler und nicht endenwollender Treppe…

Ich war weder zu Protest noch Regung fähig. Meine Freundin, sicherlich trainiert durch das jahrelange Leben hier, konnte noch munter erzählen.  „Oh“, sagte sie schließlich und deutete auf einen beleuchteten Raum der Schule auf der Bergspitze, hier findet noch ein Kurs statt.“

 

„Schade“, presste ich hervor, mit massivem Luftmangel und einem Pomuskelkrampf kämpfend, „ich hatte so gehofft, es wären Rettungssanitäter!“

„Warum denn? “ fragte sie freundlich.

„Weil ich Angst hab, hier gleich zusammenzubrechen und niemand da ist, der erste Hilfe kann.“ keuchte ich…

 

„Mach dir da mal keine Sorgen“, sagte sie leise, “ ich hab schon Sterbebegleitung gemacht“…

 

Pures Entsetzen ob der Nichtwürdigung meiner Situtation weckte meine letzten Lebensgeister. Die Lungenbläschen entfalteten sich. Erhobenen Hauptes, nur noch unmerklich humpelnd und mit nahezu normaler Schrittgeschwindigkeit steuerte ich auf unser Ziel zu. Mit warmem Hintern allerdings… das hat die Kraxeltour gebracht.

Als wir abends wieder zu Haus ankamen, musste mein Mann mich aus dem Auto meißeln, ich war dermaßen verkrampft und steif, dass ich es nicht einmal mehr schaffte, mich in der Badewanne zu „entfalten“. Ich hoffte auf die lösende Wärme einer Luxusbettdecke und  die generierende Wirkung gesunden Nachtschlafs… Letzteres stellte sich nicht wirklich ein. Halsschmerzen und Schnupfen hielten mich wach… ich muss wohl irgendwie zu kalt geworden sein.

 

Tipp der Kräuterhexe: Schnell ein Fussbad! Viel Knoblauch und Thymian und den „Voodoo-Extase-Grippekiller“ aus je 2 Orangen, Zitronen und Pamelmusen, fein zu Saft gepresst, mit etwas Lindenblütenhonig verfeinert … sollte helfen… jedenfalls, wenn ichs anwende.

Besser: Vorbeugung! Und nächstes Mal allen Widrigkeiten zum Trotz den Mantel anziehen und offene Fenster schließen…

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Wer mich kennt, oder diesen Blog verfolgt hat, kennt mein „Joggingexperiment“. Ich bin seit 30 Jahren schlicht und einfach unsportlich und auch als junger Mensch  war Ausdauer nicht eine meiner Eigenschaften. Das zur ganzheitlichen Gesundheit auch eine gewisse sportliche Fitness gehört, sieht auch eine vernaschte Kräuterhexe jammernd ein…

Meine früheren Joggingversuche scheiterten jedesmal kläglich: Die Anfängerprogramme machten mich dermaßen fertig, dass ich eine Woche Urlaub brauchte… und was hab ich nicht alles versucht: Fitness-Studio, Brigitte – Lauftraining, meinen Mann, der mit einer Sahnetorte bewaffnet vorauslief…

Da ich in dem Alter bin, wo sich jahrelange Fitnesspausen doch böse bemerkbar machen (ein bisschen Neid auf die Jugend…) musste was passieren. Radfahren bei norddeutschem Dauerschietwetter – nein… Nordic Walking (wurde mir so oft empfohlen)? Bitte nicht böse sein… also echt… nee… irgendwie… ich will keinen beleidigen, aber irgendwie hab ich das Gefühl gehabt, kostet Einiges an Spezialequipment und ist für mich irgendwie nichts halbes und nichts Ganzes… ja, ja ich weiß, die Bewegungen sollen total natürlich sein, naja, ich bin halt auch nicht natürlich, vielleicht passt es deswegen nicht unbedingt zu mir.

 

Es führt nun mal kein Weg drumrum: praktisch, prima, preiswert, vorbereitungsfrei und überall zu machen: Laufen! Sicherlich auch ein wenig effizienter als Walken, so auf den Zeiteinsatz bezogen…

Irgendwo hatt ich dann auch gelesen, man könne in jedem Alter anfangen. Sämtliche Ausreden sind mir somit abhanden gekommen.

 

Da die bisherigen Trainingspläne bis auf Wundenlecken nichts gebracht haben, suchte ich weiter. Und da fand ich ihn: Einen Trainingsplan für Menschen meines Alters und meiner Kondition…

 

Also ran. Die Einheiten waren sehr überschaubar. So fängt der Plan mit mehreren 1-Minuten-Abschnitten an. Ja, das ist ein erreichbares Ziel, eine Minute sollte man irgendwie schaffen…

Was soll ich sagen? Ich schaffte… naja, die letzte Minute in diesem Plan ist immer gefühlte 2 Stunden lang, aber überschaubar. Noch ein Schritt und noch ein Schritt…

Ich mach das jetzt ein paar Wochen. Jede dritte Einheit wird um eine Minute gesteigert, schließlich werden auch die Laufintervalle gesteigert. Scheinbar ist das jetzt genau für mich gemacht. Die Einheiten sind immer noch anstrengend, aber ich liege nicht mehr „Lunge, komm bald wieder“ – lallend am Straßenrand.

Schon in der zweiten Woche bemerkte ich erstaunliche Veränderungen. Erstaunlich deshalb, weil ich ja wirklich nur minimale Einheiten gelaufen bin, für die der Profi nicht mal Schuhe anziehen würde. Ich hatte nicht soviel Hunger, war insgesamt wacher, fitter und schlief besser. Ich schlaf leider nicht so gut, weil ich doch einiges an Problemen hab, die mir ständig im Kopf kreisen. Scheinbar kann man sich die, zumindest stundenweise, wirklich aus dem Hirn laufen.

 

Leider war mein Mann in den letzten Tagen recht oft unterwegs. Irgendwie wog das Wohlgefühl nach dem Laufen aber die Strapazen voll auf. Ich war stolz auf mich, das ich kleine dicke Unsportliche schon bis hierher gelangt bin. Damit das ganze nicht wieder aufgegeben wird, fasste ich mir ein Herz und lief allein. Hätt ich sonst nicht gemacht, weil ich schlicht und einfach Angst hatte, tot als Vierfruchtmarmelade aufs Pflaster zu knallen, wenn meine Organe sich doch zu sehr beansprucht fühlen und niemand bei mir ist, der erste Hilfe kann oder wenigstens ein Handy bei sich hat.

Da ich das Laufen aber bisher gut weggesteckt hab, lief ich nun allein. Auch noch eine längere Einheit…

 

So stolz war ich lange nicht: Zum Einen, weil ich mich aufgerafft hab, zum anderen, weil ich keine Angst hatte, das mein Körper versagt.

 

Als ich meinem Mann meine Beobachtungen der körperlichen Veränderungen mitteilte, sagte er mir, dass eine junge Nachbarin seit letztem Herbst auch jogge. Am Anfang genau wie ich, mit der Grazie eines fußkranken Nilpferdes, keuchend und nur meterweise. Inzwischen würde sie morgens flott an ihm vorbeijoggen und hätte nach seiner Schätzung etwa 20 kg verloren…

Holla! So eine Motivation hätte auch eher kommen können!

Ja, ich hatte auch schon in den ersten 2 Wochen 2 Kilo abgenommen. Hab aber mit gerechnet, das das nur so ein Anfangseffekt war. In einem halben Jahr 20 kg? Weiß nicht, geht vielleicht. Fakt ist aber, du nimmst ab. Wieviel auch immer.

 

Ich bemerke auch, dass mir Muskeln wehtun, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Joggen scheint also nicht nur auf die Beine zu gehen. Vor allem mein Brustkorb ächzt und stöhnt.

Mir scheint, als wäre Bewegung im Alter wichtiger, als in der Jugend. Oder vielleicht bewegt man sich im Alltag doch so wenig, dass der Körper jede Aktivität gierig aufsaugt.

Möglicher Weise bemerkt man die positiven Auswirkungen wirklich erst, wenn einen das Zipperlein plagt. Ein junger, gesunder Mensch hat die Probleme ja nicht.

Ich werde jedenfalls dabeibleiben. Fühle mich trotz immer noch lächerlich kleiner Laufintervalle 10 Jahre jünger! Das ist auch schon anderen aufgefallen.

 

Wer weiß, vielleicht mach ich bald statt Kräuterwanderungen Kräuterläufe??

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Mein erster Joggingversuch bescherte mir eine Auffrischung meiner Anatomiekenntnisse. Ich bin mir mittlerweile wieder der Anzahl und Position sämtlicher Knochen und Muskeln des Körpers bewusst. Auch einige Bänder riefen sich deutlich in Erinnerung. Besonders um Aufmerksamkeit bat allerdings mein Kreuzbein.

Meine Chiropraktikerin meinte mal, meine Rückenmuskulatur sei reichlich schwächlich, wozu jahrzehntelange Bürohockerei sicherlich ihren Beitrag geleistet hat und daher wunderte mich der Schmerz im Kreuz nicht sonderlich. Allerdings war mir nicht klar, das Joggen auch den Rücken so bewegt (vielleicht kams ja auch vom auf dem Zahnfleisch kriechen hinterher).

Aber als Kräuterhexe bediente mich einfach mal schnell eines Anti-Muskelkater-Bades:

In ein Stück Mullwindel gab ich Mädesüßblätter. Dieses Beutelchen wurde vor den Badewannenauslass gehängt. Dann gönnte ich mir noch einen Becher Sahne, in den ich 8 Tropfen Cajeputöl, 6 Tropfen Muskatellersalbei, 4 Tropfen Majoranöl und 4 Tropfen Ingweröl gab. Diese Mischung gab ich auch noch ins Bad.

Herrlich! Wie Balsam für die müden Knochen. Statt des Mädesüß hätte ich natürlich auch eine Aspirin ins Wasser bröseln können, aber als Kräuterhexe meide ich natürlich die Chemie, wenn möglich.

Heute wieder joggen. Dieses Mal setzte die Schnappatmung erst nach 30 Sekunden ein… Im Ernst: mir ist es wirklich gelungen, tiefer und ruhiger zu atmen. Insgesamt fiel mir das Laufen etwas leichter, die Knochen meldeten sich nur die ersten 20 Schritte zu Wort, nur mit dem Kreuz hab ich noch so mein Kreuz.

Schon auf dem Rückweg konnte ich wieder reden und mit meinem Mann schimpfen („wer denkt sich so einen blöden Sport aus… alles Masochisten… die armen Gelenke… wenn Gott wollte… dass wir laufen… hätt er uns Profil unter die Füße getackert…), zum Glück nimmt er’s gelassen. Quält mich dafür hinterher mit der obligatorischen Wasserdosis.

Obwohl ich nun erst zweimal im absoluten „40-Jahre-untrainiert“-Modus gelaufen bin, kann ich doch schon einige Veränderungen ausmachen:

Mein Hunger, bzw. ständiger Appetit hat ziemlich nachgelassen. Kurz nach dem Laufen mag ich sowieso nichts und auch das Zwischendurchfutternwollen ist weg.

Das kann man doch sicherlich noch besser unterstützen. Wenn ich jetzt Kreislauf und Stoffwechsel in Schwung bringe, könnte ich doch gleich auch noch mal entgiften, das geht dann nämlich schneller. Auch der Topinambur wird noch verstärkt auf dem Speiseplan bleiben. Ich mach mir da mal Gedanken…

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