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Posts Tagged ‘Kalzium’

Periodenschmerzen können teilweise so extrem sein, dass es die Frau ins Bett zwingt. Nach Abklärung eventueller organischer Ursachen hat die Schulmedizin hier meist nur Schmerzmittel anzubieten, leider beseitigt das nicht den Grund der Krämpfe.

Heilkräuter zeigen hier tatsächlich beeindruckende Erfolge, wenn man Sie kurmäßig über einen Zeitraum von mehreren Menstruationen anwendet.

Etwa 10 Tage vor der Menstruation beginnt der Blutkalziumspiegel zu sinken. Das kann sich durch Krämpfe, Kopfschmerzen, Wassereinlagerung, Depressionen und/oder Schlaflosigkeit bemerkbar machen. Die Symptome werden gern unter dem Begriff  „PMS“ (prämenstruelles Syndrom) zusammengefasst.

Da bieten sich schon einige Möglichkeiten an, dem entgegenzuwirken (die Tipps beziehen sich auf Frauen in den fruchtbaren Jahren,  junge Frauen, die am Anfang des Frauseins stehen, schauen bitte in die vorhergehenden Beiträge):

  • Wir erhöhen die Kalziumaufnahme etwa 10 Tage vor der Periode. Das kann durch den einen Kalzium – Tee, aber auch durch Nahrungsmittel wie Kelp, Sesam, Tahin, Yoghurt und grünes Blattgemüse/ Kräuter wie Beinwell (gelegentlich), Brennnessel, Himbeerblätter, Petersilie, Spinat, und Sprossen geschehen.
  • Wir nehmen Floradix oder den selbstgemachten Eisen-Sirup (aus vorhergehenden Beiträgen). Verlassen Sie sich nicht nur auf ein Kalziumpräparat, sondern auf kalziumreiche Nahrung. Ein Präparat bleibt immer eine Nahrungsergänzung und ersetzt keine gesunde Ernährungsweise.
  • Sie können einen Hormonregulierenden Tee für 3 Wochen innerhalb der Periode trinken.

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Hormonregulierender Tee

1 Teil Yamswurzel

1 Teil Ingwer

2 Teile Löwenzahnwurzel (möglichst frisch)

2 Teile Klettenwurzel (möglichst frisch)

2 Teile Süssholzwurzel

2 Teile Sassafras

1/4 Teil Mönchspfeffer

Bringen Sie 6 Teel. der Mischung mit 1 L Wasser zum köcheln und lassen Sie die Mixtur 20 Minuten simmern. 3 Tassen täglich

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Um den erhöhten Kalziumbedarf zu decken können Sie eine 10 Tage vor Menstruationsbeginn mit folgendem Tee anfangen:

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Kalzium – Tee extra

2 Teile Haferstroh

1 Teil Ackerschachtelhalm

2 Teile Brennnessel

4 Teile Minze

4 Teile Himbeerblätter

Wie immer, um Mineralien „auszukochen“, 6 Teel. der Mischung  mit 1 l Wasser zum Kochen bringen, vom Herd nehmen und 20 Minuten ausziehen lassen. Drei bis vier Tassen täglich.

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Wenn Sie Periodenkrämpfe quälen, dürfen sich nichts Kaltes zu sich nehmen. Legen Sie sich eine Wärmflasche auf. Sie können auch folgenden Tee schluckweise alle 15 Minuten trinken, bis die Krämpfe nachlassen. Der Tee eignet sich ebenfalls als Tinktur.

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Tee gegen Krämpfe

1 Teil Schneeballrinde

1 Teil Baldrianwurzel

1/2 Teil Ingwerwurzel

Wieder brauchen wir 6 Teel. der Mischung auf 1 Liter Wasser. Wegen der Rinde und der Wurzel ändert sich die Zubereitung ein wenig. Zuerst die Rinde und den Ingwer 20 Minuten köcheln lassen. Dann vom Herd nehmen und die Baldrianwurzel dazugeben. Nochmals 20 Minuten ziehen lassen.

Im Originalrezept wird auch noch ein Teil Poleiminze verwendet. Da sie leicht giftig ist, wird das in Deutschland nicht mehr gemacht. In den englischsprachigen Ländern gehört sie zu den Besten krampflösenden Mitteln (Sie wurde früher auch für Abtreibungen gebraucht). Trotzdem können wir Ihre Kraft auch noch nutzen: Einfach leicht verdünntes Poleiminzenöl (bitte nur einige Tropfen, es ist sehr effektiv) auf den Bauch massieren, Schleimhäute aber dringend auslassen! Poleiminze kann man auch wunderbar im Garten anpflanzen (bitte bei Kindern aufpassen!). Es gibt kriechende Formen, die ganze Teppiche bilden. Zum Einen verschreckt das Ameisen, zum anderen hat auch schon das pure Sitzen auf so einem duftenden Poleiminzeteppich vielen Frauen Erleichterung gebracht.

Die Poleiminze kam in den 70ern in Verruf. Der Tee wurde oft als krampflösendes Mittel genommen, aber NIE das Öl. Das Öl ist innerlich eingenommen wirklich gefährlich giftig. Leider haben zwei junge Frauen das Öl als Abtreibungsmittel genutzt. Eine kräuterkundige Hebamme hätte das nie getan. Die beiden dachten wohl, sie könnten nichts falsch machen. Sie bezahlten diesen Irrtum mit ihrem Leben.

In den englischen Kräuterkunde heißt es, dass Kraut im Tee hätte keinerlei Gift. Das Öl wäre giftig. Ich kann mir das vorstellen, da ätherische Öle bei Wärme verfliegen (Teekochen) und im Kraut sicherlich auch nicht so konzentriert sind, wie in dem Öl. Ich schließe mich aber vorsichtshalber der deutschen Kräuterkunde an und empfehle auch den Tee nicht zur inneren Anwendung. Wenn Sie die Poleiminze interessiert, informieren Sie sich bitte gründlich. Ob Sie sich dann doch für die innere Anwendung des Tees entscheiden, ist dann ihre Sache. Aber bitte: Nie, wirklich nie das Öl innerlich verwenden, oder gar mit dem Gedanken an eine Abtreibung die Pflanze gefährlich hoch dosieren. Solche lebensbedrohlichen Experimente haben wir heute nicht mehr nötig.

Ich würde mir wünschen, dass sich die deutsche Kräuterforschung, wenn es sie denn wirklich gibt und es sich nicht nur um heilkräuterächtende Studien handelt, sich der Poleiminze noch einmal näher annimmt. Herbalisten singen ganze Lobeshymnen auf ihre krampflösenden und menstruationsfördernden Eigenschaften, da lohnt es sich doch einmal, sich das Kräutlein näher anzusehen. Oder wurde es einfach nur gebrandmarkt, weil es ein typisches Abtreibungskraut wahr? Es ist in Deutschland auch heute noch gesetzlich verboten, jemandem eine historische Abtreibungsrezeptur kund zu tun. Egal aus welchem Interesse. Auch wenn man nur wissen möchte, wieviel man eben NICHT nehmen darf. Allein das Wissen, wie man Kinder früher abtrieb, steht unter Hochstrafe. Das ärgert mich ein bisschen. Ich will die Rezepturen nicht unter das Volk bringen, aber als Herbalistin wüsste ich einfach gern darum. Man kann im Internet alle möglichen Hinweise auf Selbsttötungsrezepte, Bomben, und auch andere furchtbare Sachen finden… aber das Wissen um diese Kräuter wird geahndet… wie gesagt, nur die Weitergabe des Wissens, nicht die Handlung an sich.

Ich habe mir von einer österreichischen Kollegen ein wunderschönes Büchlein über Verhütung mit Pflanzen geholt, das in der deutschen Ausgabe unter „Abtreibungsmitteln“ leere Seiten aufweist. Ich als Deutsche darf keinerlei Kenntnis davon haben. Ich sags nochmal: niemand hat vor, diese alten Rezepturen anzuwenden. Das ist rein historisches Interesse… Es kommt auch niemand auf den Gedanken, mit Pflanzen zu verhüten. Aber interessant, wie es zu anderen Zeiten in anderen Kulturen gehandhabt wurde, ist es doch.

Also Bomben bauen, sich selbst meucheln… das alles geht… Abtreiben nicht… ich meine immer noch das Wissen darum, nicht die Handlung. Ich bin AUSDRÜCKLICH der Ansicht, dass ein Schwangerschaftsabbruch in ärztliche Hand gehört. Bombenbauanleitungen und Selbstmordanweisungen gehören eher verfolgt, als alte Rezepturen.

Für mich gehört die Kenntnis dazu. Wir wissen auch, das Sokrates am Schierlingsbecher starb, wir wissen, dass Schierling auch bei Operationen zur Betäubung eingesetzt wurde. Das alles ist interessant. Niemand stört sich an diesem Wissen. Niemand würde Schierling heutzutage als Narkosemittel einsetzen…

Zweierlei Maß, oder?

Nun gut, also noch einmal zu einem sanfteren Krampflöser:

Baldrian kann man auch wunderbar als Tinktur nehmen. Die meisten kennen ihn nur als „Beruhigungsmittel“, aber er kann viel mehr. Er wirkt auch bei Krämpfen und Schmerzen, sogar Rückenschmerzen, wenn sie von der Muskulatur her rühren. Beginnen Sie mit kleinen Dosen und tasten Sie sich heran. Es kann sein, dass die Dosis schon etwas höher sein sollte, aber keine Angst, Baldrian gehört zu den sicheren Kräutern. Lesen Sie einfach mal in Ruhe die Packungsbeilage. Die meisten Frauen kommen mit einem halben Teelöffel alle 20 Minuten gut hin. Bedenken Sie aber: Eine Tinktur ist natürlich Alkohol… und so sanft Baldrian ist, übertreiben sollte man es auch hier nicht. Aber glücklicher Weise sind wir des Lesens kundig und können die Beilagen studieren oder den freundlichen Apotheker fragen.

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Kuren zum Hormonausgleich sollten mindestens über drei Zyklen ausgeführt werden.

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Es ist in unseren fruchtbaren Jahren, den Jahren, denen wir Familie und/oder Karriere widmen, nicht einfach, bei Kräften zu bleiben. Damit unser Energiequell, unsere frauliche Mitte, vital bleibt (und damit auch der gesamte Körper), können wir Einiges tun:

  • Entspannung: Das gilt eigentlich für jeden. Wenn wir eingespannt sind, brauchen wir auch regelmäßige Ruhepausen. Leider nehmen sich zu wenig Menschen wichtig genug, um diesen einfachen Tipp zu beherzigen.
  • Nahrungsergänzungen: Die optimale Ernährung ist gerade im hektischen Alltag nicht immer machbar. Nahrungsergänzungen können hier sehr hilfreich sein, sollten aber keinen Ersatz für gesundes Essen darstellen. Es gibt viele pflanzliche Helfer, die die Kräfte zurückbringen können: Dong Quai – das Wunderkraut für Frauen. Es gibt fertige Präparate im Reformhaus. Nicht während der Menstruation nehmen, es könnte dann die Blutung verstärken. Bienenpollen – Vitalbömbchen für Gestresste (natürlich nicht bei Allergien dagegen). Spirulina – die ganze Kraft der Alge für uns. Floradix – oder auch ein anderes Eisentonikum (siehe auch Rezept in vorhergehendem Beitrag). Vitamin E – zum Beispiel in Nachtkerzenölkapseln, wichtig fürs Fortpflanzungssystem.  Magnesium und Kalzium – wobei Milchprodukte nicht die beste Quelle hierfür sind (auch wenn die Werbung dieses Argument liebt). Holen Sie sich ihre Mineralstoffe lieber aus Algen, Nüssen und Kräutern wie Brennnessel, Brunnenkresse, Ackerschachtelhalm, Petersilie und  Hafer.
  • Rituale: Entwickeln Sie Ihre eigenen Rituale zum Frausein. Entdecken Sie ihre Verbindung zu Mutter Erde auf völlig neuen Wegen. Gärtnern Sie, singen Sie, tanzen Sie! Geben Sie solchen Zeremonien in Ihrem Leben Raum, die Sie kräftigen, Ihre Seele streicheln und Ihre innere Frau nähren. Das stärkt unsere Kreativität, lässt die Kraft zurückkehren und der Reichtum unseres Lebens wird sich vor uns entfalten. Die Rituale können ganz einfach sein: Vielleicht machen Sie sich zu Vollmond einen schönen Mondtee und denken über die Rhythmen des Lebens nach. Vielleicht schenken Sie beim Gärtnern der Erde auch ein paar Tropfen Menstruationsblut zurück (einen Versuch wert, es wird Sie verändern). Oder Sie zelebrieren Ihr wöchentliches Entspannungsbad mit sanfter Musik, Kerzen und Düften. Rituale gehören in unser Leben. Sie stärken unser Menschsein, schenken uns Zugehörigkeit zum großen Ganzen.
  • Sitzbäder: Hinter dieser Maßnahme steckt die gleiche Idee, wie in dem Artikel „die Last mit der Lust“: Wir brauchen Wärme (Durchblutung) im Beckenbereich. Mit Sitzbädern ist das leicht zu schaffen. Dazu brauchen wir zwei große Schüsseln, wo uns das Wasser bis grob zum Bauchnabel reicht. Ja, das ist schon ein wenig umständlich, belohnt uns aber mit Kraft und Gesundheit. Eine Schüssel wir mit sehr heißem Wasser (gerade noch gut auszuhalten) gefüllt, die andere mit recht kaltem – Sie ahnen, was kommt: Wir werden uns immer abwechselnd von einer Schüssel in die andere setzen. Immer dann, wenn es angenehm wird, wechseln wir. Um die wirklich erstaunliche Wirkung zu unterstützen, können wir dem warmen Bottich Brennnessel- oder Himbeertee zusetzen.

In Glastonbury/Avalon finden wir auch heute noch einen üppigen Kräutergarten, der vom Kräuterwissen unserer Ahnen zeugt

Rezept:

Kalzium – Tee

2 Teile Haferstroh

1 Teil Ackerschachtelhalm

2 Teile  Brennnessel

4 Teile Minze

4 Teile Himbeerblätter

Setzen Sie den Tee ( 6 TL auf 1 l Wasser) kalt auf und bringen Sie ihn zum Köcheln. Vom Herd nehmen und 20 Minuten ziehen lassen. 3 Tassen täglich.

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Kalzium ist wichtig für uns Frauen. Ab 40 sollte der Kalziumtee geradezu eine Pflicht werden. Auch Maria Treben empfiehlt älteren Menschen (für Frau Treben eben ab 40) das tägliche Tässchen Ackerschachtelhalm als Jungbrunnen (für Bindegewebe und Blutgefässe)… und natürlich als Kalziumquelle (Osteoporosevorbeugend).

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Zugegeben, manche Anwendung machen schon einigen Umstand. Wie verführerisch scheint da doch oft die Ärztepille, aber wie kurzlebig ist meist ihr Erfolg. Wir sollten auch im gesundheitlichen Bereich wieder Verantwortung für uns übernehmen und autark und stark werden. Kräuter könnten hier bei die erste Wahl sein. Sie sind sanft, nebenwirkungsarm bis -frei und versprechen längerfristige Heilung, wobei sie gleichzeitig den Körper stärken.

Selbstverständlich ist bei ernsten Krankheiten, oder auch wenn die Kräuter kaum oder keine Besserung bringen, der Besuch beim Mediziner obligat.

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