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Posts Tagged ‘Kräuter zur Krankenpflege’

Zum Glück bin ich nicht die Erste, die sich diesem Problem stellen muss: Einen kranken Menschen im Krankenhaus unterstützen.  Problematisch deshalb, weil man nicht unbedingt beim Personal auf Verständnis stößt (und es wechselt ständig), auch der Patient traut sich möglicher Weise nicht, etwas anzuwenden, was nicht in seiner Medikamentenliste steht, oder weil man ganz einfach gar nicht weiß, was man überhaupt machen darf oder kann, ohne die Gefahr von Wechselwirkungen mit der ärztlichen Therapie zu riskieren.

Leider sind gerade die hilfreichen Tipps in Buchtiteln wie „Kräuter in der Pflege“ und „alternative Sterbebegleitung“ zu finden, wer kauft sich das schon? Man mag ja an so etwas gar nicht denken. Hier greifen doch wohl eher Pflegeprofis zu, aber nicht unbedingt Angehörige.

In meinem Schrank stehen nun aber auch solche Titel, weil ich gern das ganze Potential meiner Kräuter erfahren möchte. In Krankenpflege und auch Palliativpflege stehen dabei oft die seelischen Probleme im Vordergrund. Hier kommen also auch Seelenkräuter zum Einsatz, die uns genauso gut bei unseren täglichen Seelenproblemen helfen können und oft können auch die Angehörigen genau die tröstenden Kräuter brauchen, die auch der Kranke benötigt. Das die Seele maßgeblich am Heilungsprozess beteiligt ist, wird mittlerweile wohl kaum noch jemand bestreiten. Umso unverständlicher, dass diesem Umstand in den meisten Krankenhäusern nicht gerecht werden kann.

Ich wollte euch nun erzählen, was ich bei meinem Vater anwendete. Ich habe aus o. g. Gründen zum Beispiel auch Vorträge und Seminare bei Natura Naturans (http://www.natura-naturans.de/) belegt. In einem mir sehr wichtigen Seminar ging es um Kräuter (vorwiegend homöopathisch) in der Krise.

Ich hab zwar mal eine Heilpraktikerausbildung gemacht (damit ich weiß, was ich da so treibe 😉 ), aber bin nie näher in die Homöopathie eingestiegen. Unser damaliger Dozent meinte, ein guter Homöopath brauche 20 Jahre. Das glaube ich ihm aufs Wort. Entweder brauchst du jahrelange Erfahrung, oder du wirst göttlich geführt (ich meine jetzt keine Schnupfen-Behandlungen, sondern wirklich auch schwere Erkrankungen). Also hakte ich das erst einmal ab und blieb bei meinen Bachblüten…

Wer nun mit einer schlechten Diagnose oder Prognose im Krankenhaus liegt, der hat mit Sicherheit eines: Angst!

Und im Krisenseminar hab ich ein wunderbares homöopathisches Rezept kennengelernt, den „Sonnensegen gegen die Angst„. Tja, und hier kommt nun das Problem. Ich bin ja kein Homöopath… aber ist es nicht nahezu unterlassene Hilfeleistung, wenn man so ein geniales Rezept nicht einmal ausprobiert, wenn ein klassischer Homöopath nicht ins Krankenhaus zu bekommen ist? Unser Dozent in der HP-Schule, ermutigte uns auch, Rezepturen einfach zu probieren. Das sagte er nun gerade zum Gold, das auch bei Suizidgefährdeten eingesetzt werden kann. Sollte Gold jedoch beim diesem Patienten nicht passen, könnte es auch gegenteilig wirken…

Gut… in dieser Rezeptur sind wunderbare Sonnen- und Seelenpflanzen: Erzengelwurz, Johanniskraut, Eisenkraut, Bernstein und noch einige Andere. Damit bekommen wir doch Licht ins Dunkel. Die würde ich auch für einen „Seelenbalsam-Tee“ anwenden.  Nur… wie geb ich´s meinem Vater?

Ich machte mir ein kleines Fläschchen mit diesen Sonnenkräutern, goß einen Lippenpflegestift mit Bachblüten, und „schmuggelte“ Neroli, Rose, Lavendel, Sanddorn und Engelwurz in einem Hauschka-Hautöl, was damit unbedenklicher aussah, als eine Phiole aus meiner Hexenküche.

Ja, ich sehe förmlich, wie sich die Homöopathen jetzt an den Kopf fassen: Homöopathie und ätherische Öle! Ist mir wurscht, Hauptsache es hilft. Ja und auch mit Komplexmitteln hab ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Damit stehe ich nicht allein. Die Fachleute bei Natura Naturans halten auch die Kombination Kaffee/Homöopathie für nicht bedenklich.

Nun, wie hab ich das alles angewendet? Bei der Lippenpflege ist es klar: die wird gebraucht, das weiß jeder, der schon mal eine Narkose hatte oder Sauerstoff über einen Schlauch bekam. Ich hatte zwar Bedenken, Bachblüten in ein Fettmedium einzubringen, aber mein Pendel hatte diese Bedenken nicht.

Den Sonnensegen hab ich schlicht auf den Puls aufgetragen. Oral habe ich gar nichts verabreicht, das ist Ärztesache. Auf den Puls, das hab ich schon bei den Bachblüten gelernt, ist immer gut, wenn der zu Behandelnde z. B. ohnmächtig ist, oder aus anderen Gründen nichts zu sich nehmen kann.

Das Hautöl hab ich seiner Bestimmung gemäß benutzt. Schön die Unterarme und auch die Beine etwas „gepflegt“. Auch das ist bitter nötig, wenn man wirklich länger liegen muss. Ein Extratröpfchen kam auf den Kragen, damit der Duft nasennah ist.

Hat das alles geholfen? Nun, laut dem Pflegepersonal hat mein Vater schneller Fortschritte gemacht, als erwartet. Ob eines von meinen Mitteln nun entbehrlich war, kann ich so gar nicht sagen. Ich prüfe die Anwendungen vorher per Pendel (DAS hat mir sogar mal ein Arzt!!! beigebracht – schätzt euch glücklich, wenn ihr in Wolfenbüttel wohnt), oder auch mal per Kinesiologie.

In Papas Fall hab ich als Kräuterhexe mehr im feinstofflichen Bereich gearbeitet. Ich wollte nicht mit Wirkstoffen in die ärztlichen Verordnungen pfuschen. Die Homöopathie wirkt sowieso feinstofflich und die Aromatherapie wirkt zwar auch über ihre  Inhaltsstoffe (sie gehen recht schnell ins Blut über), durch Betropfen von Tuch oder Kragen war mir hier aber die „Schnupperwirkung“ wichtiger, die meiner Meinung nach mehr in den seelischen Bereich geht.

Auch Kräutertees kann man im seelischen Bereich wirken lassen, wenn man sie „blond“ (eine Prise auf eine Tasse, maximal 30 Sekunden ziehen lassen), zubereitet.

In solchen Fällen, wie bei meinem Vater hat die Notfallmedizin Vorrang. Nur diese berücksichtigt deinen Seelenzustand nicht.  Besonders hier versuchte ich zu helfen. Mein Vater war, höchstwahrscheinlich wegen der Medikamente, oft nicht klar und wenn doch, durfte er sich anhören, er würde sich manche Dinge nur einbilden. Ja eine Schwester meinte sogar, er wäre sowieso dement. Das ist er definitiv nicht.

Stellt euch vor, ihr seid hilflos wie nie, habt Schmerzen, könnt euch nicht konzentrieren (Schmerzen, Schmerzmittel, Schlafmittel), bringt sicherlich auch Dinge durcheinander und werdet daher förmlich entmündigt. Teilweise konnte ich beobachten, wie sicherlich gutgemeinte Gespräche in Babysprache geführt worden. (Na da wollen wir mal schön essen, damit wir wieder kräftig werden. Und ja… schön schlafen… ). Womöglich könnt ihr nach so einem Eingriff auch noch nicht wieder richtig sprechen…

Wenn ich einem Menschen nicht im klaren Wachzustand begegnen kann, dann muss es über das Herz gehen. Berühren, ansprechen, Düfte sprechen lassen. Die Seele ist immer wach.

Wie weit mein Vater wieder auf die Beine kommt, ist noch nicht abzusehen. Ich freue mich jedenfalls, dass es ihm besser geht. Zur Zeit braucht er keine Zugänge oder irgendwelche Infusionen mehr. Das wir noch keine Entwarnung geben können, ist mir klar. Aber ich werde weiterhin versuchen, seine Genesung zu unterstützen. Das das in dem mir möglichen Bereich nur mit Herantasten geht, ist klar. Aber ich werde weiter berichten. Vielleicht kann ja der eine oder andere auch seine Erfahrungen beisteuern.

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