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Posts Tagged ‘Kräuter’

Vor so einem Problem stand ich bisher noch nicht: mein kleiner Rüde, der Prager Rattler, ist absolut liebeskrank. Er heult die ganze Nacht und auch am Tage, jammert und fiept. Fussel, der eigentlich Drago heisst, aber jeden Fussel findet, ist nicht mehr er selbst. Nun ich kann es ihm nicht verdenken, denn meine Mopsdame ist läufig. Ich hatte schon öfter Rüden und Hündinnen zusammen, aber so ein Casanova, wie der Kleine, ist mir noch nicht untergekommen.

Das strapaziert nicht nur ihn, sondern auch unsere Nerven.

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Platonische Liebe ist still…

 

Bisher wollte ich ihm seine Kronjuwelen nicht nehmen. Solange er nicht jedes Bein angreift, um sich daran abzurubbeln, soll er ruhig ganz „Mann“ bleiben. Eine Kastration mag mir zwar mehr Ruhe verschaffen, sie ist aber auch wesensverändernd und sollte m. E. das letzte Mittel sein.

Nun, ich mag es immer noch nicht tun. Von den chemischen Keulen hält eine Kräuterhexe aber auch nichts. Was also tun? Da ich, wie gesagt, auch schon früher Rüden hatte, wollte ich ein bewährtes Mittel, mit dem sich auch unsere lieben Mönche ruhig hielten, wieder einsetzen: Den Mönchspfeffer, oder Keuschlamm. Also nicht Keu – Schlamm, sondern Keusch – Lamm… Alles klar?

Leichter gesagt, als getan. In der Apotheke gibt es das nur in Kombipräparaten. Meist für Frauen. Einfache Tinkturen oder Pulver hält weder die Apotheke, noch der Großhändler vorrätig. Das spiegelt den Weg unserer Heilkräuter… man muss sie gar nicht verbieten, man muss sie einfach nur nicht mehr haben. Das Angebot sinkt, aus Frust dann auch die Nachfrage (mehr als fünf Apotheken mochte ich nicht fragen), irgendwann ist ein Kraut dann aus den Augen und aus dem Sinn.

Krieg ich noch Mönchspfeffer? Klar, über das Internet ist er nach wie vor zu beziehen. Aber  nur für den, der weiß, was er sucht. Wisst ihr was ich meine? Es ist so schade, dass du als Kunde nicht mehr die Wahl hast. Der Apotheker kann dir nur Fertigpräparate anbieten. Oder du musst fachkundig sein und wirklich deutschlandweit suchen. Letztendlich wird die Masse auf das zurückgreifen, was da ist. Fertigpräparate (für meinen Hund hatte die Apo aber nix), oder die chemische Keule beim Tierarzt, bzw. die tatsächliche Kastration.

Ich will hier nicht Pro und Contra von Kastration erwägen. Ich denke, das sind auch Einzelfallentscheidungen. Was mir halt stinkt ist, dass uns nach und nach die Wahl genommen wird. Dann propagieren wir das Schlagwort unsere Kanzlerin und werden „alternativlos“.

Insgeheim freue ich mich natürlich auch, dass die Kräuter über die Gewürzshops und Ethnobotanik doch wieder zu uns finden. Aber eines fehlt da: die fachliche Beratung. Das wäre eindeutig Apothekersache. Allerdings hat sogar der Apotheker nicht Kräuterkunde als eines seiner Schwerpunktfächer. Er ist wirkstoffkundig. Wenn er nicht freiwillig in dieser Richtung Interesse zeigt, kann er nicht viel helfen.

So wie meine freundliche und etwas hilflose Apothekenhelferin, der ich riet, mal mit dem lateinischen Namen zu suchen. Sie meinte mit einem Seitenblick zu mir: „Haben sie den zufällig grad „auf Tasche“?“

 

 

 

 

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Ich bin wieder da!

Ich danke allen treuen Kräuterfreunden, Abonennten, Followers und Interessenten!

Bitte entschuldigt die lange Abwesenheit und das ich dem einen oder anderen (noch) nicht geantwortet habe. Die letzten Jahre waren turbulent bei mir, leider nicht unbedingt im positiven Sinne. Aber ihr wollt sicherlich nicht wissen, warum ich mich in der Zeit sehr seelenverwandt mit Hiob wähnte, sondern was es Neues über Kräuter gibt.

Da gibt es wie immer gute und schlechte Nachrichten. Die Schlechte: Das Verkünden von Kräuterwissen oder Anwenden von Kräutern wird per Gesetz immer mehr in den Bereich der Illegalität geschoben. Etwas ausführlicher könnt ihr das in dem schönen Buch der „Südtiroler Kräuterfrauen“ nachlesen (sollte dieser Link noch nicht funktionieren, ich arbeite dran… Solange vielleicht direkt bei Amazon suchen, oder über Skoobe ausleihen).

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Aber jedem, der sich länger oder intensiver mit Kräutern befasst, wird das nichts Neues sein.

Die gute Nachricht: Ich tue etwas gegen das Vergessen des alten Wissens. Dieses Jahr beginne ich mit meiner großen Kräutertour: Ich fahre wohin die Reifen mich tragen und sammle Wissen. Das wird meinen Schreibtisch und meine Festplatte füllen und wenn ich satt bin mit euren Erfahrungen und Rezepten, wenn ich einen richtigen Kräuterschatz sammeln durfte, dann wird da ein Buch draus.

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Eine kleine Überraschung auf meiner Tour: rosa Weißdorn! – Rosadorn?

 

Ich hab letztes Jahr schon etwas „Probegetourt“, allein als Frau unterwegs ist ja nicht so einfach. Wobei ich mehr die technischen Probleme und das „Manövrieren“ mit einem Wohnmobil im Auge habe, da ich leider das Klischee „Frau und Einparken“ gänzlich erfülle.

Um technisch also gut gerüstet zu sein, habe ich mir letztes Jahr ein kleines Wohnmobil gekauft, einen Hobby Vantana. Allein darüber könnte ich ein ganzes Buch schreiben, denn das technische Versagen, was ich bei diesem eigentlich ganz schnuckeligem kleinen Mobil erleben durfte, hab ich bei keinem meiner über 20 Jahre alten, heissgeliebten Ford Nuggets gehabt. Wer mit dem Gedanken spielt, sich einen Vantana zu kaufen, mit dem teile ich gern meine jetzt fast ein dreiviertel Jahr dauernde Leidens- und Werkstattgeschichte, einschließlich dummer Kommentare von angeblichen Fachleuten wie „… Naja, in der Preisklasse…“

Ich sage nur: der Preis war üppig und klasse ist da gar nichts!

 

Aber alle anderen möchte ich nicht unbedingt langweilen. Die meisten Kräuter sucht man immer noch zu Fuß. Aber bitte seht es mir nach, wenn doch hier und da ein kleiner Frustabsatz über den Vantana kommt. Der hat mich bisher mehr Nerven gekostet, als alle meine Ehemänner zusammen.

Aber er steht jetzt schon seit letztem Jahr wieder einmal in der Werkstatt und mein unerschütterlicher Glaube in die Kompetenz des Handwerks lässt mich hoffen, dass ich den Wagen dieses Jahr länger als fünf Tage am Stück nutzen kann! (Nein, der letzte Satz war nicht ironisch gemeint: es gibt sie, die guten Handwerker, die Autoflüsterer und Maschinenversteher… Nur sucht man sie wahrscheinlich genauso lange wie einen guten Ehemann!)

Nun, sobald der kleine wieder auf den Reifen ist, mach ich mich davon, soweit die Garantie reicht! Und ich möchte euch über diesen Blog relativ zeitnah über meine einzelnen Stationen informieren. Bis dahin verkürze ich euch die Wartezeit mit meinen gesammelten Eindrücken aus den Kräuteretappen des letzten Jahres…

Da ich jetzt leider so lange nicht mehr hier geschrieben habe, muss ich mich erst wieder hineinfinden. Wie bekomme ich z. B. Links hinein… Eine neue Oberfläche… Puh… Naja…  Wird schon, habt ein bisschen Geduld mit mir!

 

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Die Wolke kommt… Geigerzähler sind ausverkauft. Voraussichtlich wird die Strahlung bei uns im unbedenklichen Bereich bleiben und als „vertrauensbildende Maßnahme“ sollen die Strahlendaten hier „geheim“ gehalten werden. So jedenfalls scheint es die „Norddeutsche Rundschau“ am 16.03.11 gemeldet zu haben. Die Norddeutsche Rundschau soll damit den Vize-Chef der Schleswiger Station des Deutschen Wetterdienstes zitiert haben, wonach diese Vorsichtsmaßnahme eine Fehlinterpretation durch den Laien verhindern soll…  Ich habs selbst nicht gelesen, daher die Meldung mit einem kleinen Fragezeichen, aber es würde durchaus zur deutschen Informationspolitik passen…

Ich habe bisher nicht bei den Wetterdiensten geguckt, ob Strahlendaten veröffentlicht werden. Aber die Daten zu streichen, um die Bevölkerung zu beruhigen, ist ja wohl nicht der richtige Weg – im Gegenteil… ich bin über 18 und geimpft und poche auf mein Recht auf Information. Ja, ich möchte sogar soweit gehen und behaupten, die Paniker bekommen bei solchen Maßnahmen einen Extra-Schub…

Wer sich also weiterhin über die örtliche Belastung informieren will, findet diese

hier

Persönlich würde ich mir einen schlichten kurzen Kommentar zu den aktuellen Werten von unseren Wetterfröschen wünschen, das fände ich beruhigender, als diese „Verschleierungstaktik“.

 

Wenn unsere Führung meint, je weniger wir wissen, desto ruhiger bleibt das Volk, dann kann es natürlich auch sein, dass beim bedenklichen Anstieg der Werte auch andere Quellen dichtgemacht oder schlicht verfälscht werden.

 

Ich habe mir die Berichte vom Bundesamt für Strahlenschutz angesehen, um mal zu verfolgen, wo die Belastung von Tschernobyl geblieben ist. Sie ist immer noch (in verträglicher Menge) da und konzentriert sich in Deutschland eher in den südlichen Bereichen. Die Ostsee ist belasteter als die Nordsee…

 

Nun, die Strahlenbelastung kommt, wenn auch niedrig und wir können uns ein wenig vorbereiten. Jedes bisschen Strahlung, das wir vermeiden können, ist hier hilfreich. Nicht umsonst haben wir ja ein wachsames Auge auf Stärke und Häufigkeit von Strahlentherapien und Röntgenaufnahmen. Das auf diesem Gebiet die Ignoranz der Verantwortlichen immer noch groß ist, sehen wir an der vorsorglichen „Bestrahlung“ von Lebensmitteln.

Ich schreibe hier recht allgemein von Strahlung. Rein naturheilkundlich sind die Maßnahmen bei verschiedenen Strahlungsschäden ähnlich. Und… wie wir oben sehen können, wenn wir schon nicht so genau erfahren, wie hoch die Strahlung ist, dann wohl auch kaum genau, mit welcher Strahlung wir es zu tun haben…

 

Radioaktive Strahlen werden in Alpha-, Beta- , und Gamma-Strahlen unterschieden. Unser Bestreben ist es, die Einlagerung der radioaktiven Stoffe (Radioisoptope) im Körper zu verhindern. Das wird i. d. R. dadurch versucht, dass man den Körper mit ähnlichen Stoffen sättigt, sodass der Körper die Isotope nicht mehr aufnimmt. Das ist der Grundgedanke bei der Versorgung der Bevölkerung mit Jodtabletten. Da Jod nicht ungefährlich ist, rate ich aber dringend von der eigenmächtigen Einnahme ab.

 

Wer Schüssler-Salze im Haus hat, kann dazu beitragen, den Körper mit den richtigen Mineralien zu sättigen. Anwender wissen, dass die Salze die Aufnahme der Mineralien verbessern.

Wer direkter Strahlung ausgesetzt ist (egal welcher), benötigt die Nr. 1 (Calcium Fluoratum), bei einem „Strahlenkater“ können auch die Nummern 6 und 7 angewendet werden.

 

Bei einem Fall out, also den radioaktiven Stoffen, die über Wind und Wetter oder Strömung kommen,  können noch weitere Salze eingesetzt werden: Barium, Radium und Strontium ähneln chemisch dem Calcium. Das Salz der Wahl wäre hier die Nr. 2.

Cäsium und Rubidium begegnen wir mit den Nrn. 4 – 6 (Aufbau ähnlich dem Kalium)

Osmium und Ruthenium erfordern, da ähnlich dem Eisen, die Nr. 3.

 

 

Vorsorgen können wir ebenfalls durch die ausreichende Versorgung mit Kalzium, Jod und Kalium, was durch die Schüssler Salze 14, 15 und 22 erreicht werden kann.

 

Zur „Entgiftung“ bieten sich bei Schüssler die Nr. 4, 6 und 8 an, wobei ich persönlich besonders auf die „8“ setze… das hat jetzt keinerlei logische Erklärung, aber wenn ein Salzstock Strahlung eindämmt, dann könnte ich mir auch irgendwie eine schützende Wirkung hier vorstellen. Aber das ist wirklich aus dem Bauch heraus…

 

Die obigen Empfehlungen sind natürlich recht allgemein gehalten. Es kann durchaus sein, dass Sie das eine oder andere Salz gar nicht brauchen. Eine Anlitzdiagnostik wäre sehr hilfreich. Ich bin ohnehin ein 8er-Typ, von daher ist vielleicht meine Liebe zu diesem Salz zu erklären.

 

Ich will noch einmal betonen, dass Schüssler Salze auch nur hilfreiche Maßnahmen, aber keine „Garantiepillen“ sind. Auch wenn Sie in Schüssler-Salzen baden, werden sie die Einlagerung von Radioisotopen nicht gänzlich verhindern können. Spätestens hier setzen nun auch die Kräuter an, die Radikalenfänger zur Verfügung stellen. Auch die konsequente Ausleitung der Partikel und Gifte hilft hier. Ich denke vor allem  wieder an leberstützende Kräuter, an Sonnenblumenöl (Ölziehkur) und Erikatinktur.  Wer sich da nochmal genauer belesen will, schaue in den Vorgängerbeitrag hierzu.

 

Man könnte jetzt knapp sagen: sichern sie die Mineralien- und Radikalenfängerzufuhr und sie haben schon mal bessere Aussichten, als andere.

 

 

Aus energetischer Sicht müssen wir uns wohl oder übel auf eine steigende Strahlenbelastung unserer Umwelt einstellen. Unsere Körper müssen „lernen“, damit klar zu kommen. Das das irgendwie machbar ist, machen uns immer wieder Menschen deutlich, die hohen Strahlendosen ausgesetzt waren und sich trotzdem noch Jahrzehnte später bester Gesundheit erfreuen. Ich glaube nicht, dass das allein durch eine „robuste“ Konstitution machbar ist, ich denke, das hier auch die geistige Einstellung eine Rolle spielt.

 

Als Kräuterhexe werde ich verstärkt auf Kräuter achten, die sich uns in diesen Zeiten „aufdrängen“. Ja, es ist ein bisschen wie die Nadel im Heuhaufen suchen. Unsere Forschung wird so schnell nicht nachkommen. Vielleicht können uns die alten Meister der Signaturenlehre hier weiterhelfen. Unsere Körper lassen sich nun einmal nicht auf physikalisch-chemische Maschinen reduzieren – da ist mehr! Und das sollten wir suchen. Ich denke, die Zukunft auf diesem Gebiet gehört den geistig-energetischen Heilweisen. Und ein bisschen Glück kann  auch  nicht schaden – dass wünsche ich uns allen!

 

 

 

 

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Denn dieses Angebot ist absolut einmalig:

Heilpflanzenpraxis Heute: Porträts – Rezepturen – Anwendung

 

 

Eine absolut umfangreiche, reich bebilderte und informative Sammlung unserer Heilpflanzen. Mit Rezepturen und vielen Fotos. Für den Fachmann nahezu ein Muss (ist ja auch aus einem Fachverlag), aber auch für den Laien sehr gut verständlich. Für praktizierende Kräuterhexen die perfekte „Materia medica“.

 

Warum jetzt zugreifen? Weil es die neue Ausgabe für 29,95 € gibt!  Also aufpassen! Ursprünglich kostete dieser Wälzer fast 90 € und das ist er auch wert. Nun ist er für ein Drittel im Handel (die alte Ausgabe gibt es aber auch immer noch, also beim Kauf aufpassen, wenn ihr Geld sparen wollt).

 

Ich denke, es gibt das Buch in jeder Buchhandlung, oder eben bei meinem Haus- und Hofhändler „Amazon“. Wer dort bestellen möchte, brauch nur oben auf den Link zu klicken. Dort kann man, wie man an der Abbildung sehen kann, auch ein wenig in dem Buch blättern.

 

 

Es gibt öfter solche Schnäppchen. Bei diesen Allerweltsverlagen wie „Weltbild“ u. a. kommen auch oft wunderbare Kräuterbücher heraus, die direkt aus dem englischen übersetzt wurden. Schaut einfach mal ins Impressum, wie der Originaltitel hieß. Meist legen die Billigverlage die Bücher nur einmal auf. Ein bisschen Blättern lohnt sich jedenfalls. Sehr schnell kommt man dahinter, welche englischen Verlage in der Übersetzung lesenswert sind und welche nicht.

 

Das pure Antiquariat hingegen ist seit dem World Wide Web recht teuer geworden. Da man weltweit anbieten kann, kann man sich auch horrende Preise erlauben. Es lohnt sich nicht immer, bei Amazon auf die Gebrauchtbücher zu klicken. Ich empfehle auch Portale wie „booklooker“ oder http://www.mediantis.de (Antiquariate online) zu besuchen. Während booklooker meist private Anbieter hat, inserieren auf Mediantis die Profis, die den Zustand der Bücher auch explizit beschreiben und nicht mit einem „gut – mit Gebrauchsspuren“ abhandeln.

 

Ein Blick in das Impressum ist immer hilfreich, da man auch recht leicht auf Neuauflagen reinfallen kann, die einfach ein neues Outfit und oft auch einen anderen Titel bekommen…

 

Viel Spaß beim Schmökern!

 

 

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Auch dieses Jahr veranstalten die Volkshochschulen unter der Schirmherrschaft der Ministerin für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume in Schleswig – Holstein, die beliebte aber noch recht unbekannte Aktionswoche „Naturerlebnis„.

Hier gibt es wirklich für jeden etwas, von DSDKS (Deutschland sucht den Krötenstar – ein Froschkonzert, oder Unken… ich weiß nicht so genau… die Biologen mögen es mir verzeihen), bis hin zur Kräuterwanderung und Blütenpirsch. Wenn da nicht für jeden etwas dabei ist, häng ich meine Kräuter an den Nagel… 😉

Da die Programme spärlich bis gar nicht ausliegen und auch nicht jede VHS sich beteiligt, könnt ihr das Programm hier einsehen, zur optimalen Übersicht

nach Kreisen 2011_ aufgeteilt.

Auch meine Wanderung mit der VHS Jevenstedt ist (schon fast Tradition) wieder dabei.

Das Ganze – über die Volkshochschulen – familienfreundlich und zu sehr moderaten Preisen.

Genug geworben. Am Besten reinschauen und sich selbst ein Bild machen!

Wer mehr wissen möchte, findet unter http://www.naturerlebniswoche.info/ alles was er braucht.

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Als Kräuterhexe muss ich da natürlich antworten: Mitnichten!

Ja, ich merke es immer wieder, dass ich als „einfache Kräuterexpertin“ von „ernsthaften“ Wissenschaftlern nur milde belächelt werde. So habe ich erst vor kurzem versucht, Algen von einem Kieler Unternehmen zu erwerben, was mir mit der Begründung, man liefere nur an „Fachleute“ wie „Therapeuten und Kosmetikerinnen“ verwehrt wurde…

Tja, was soll ich sagen? Genaugenommen hab ich die Forschungsergebnisse der Firma hochinteressiert verfolgt und ja, auch wenn ich keine Kosmetikausbildung habe, konnte ich das begreifen…  😉

Bitte nichts gegen ausgebildete Kosmetikerinnen, aber ich hab Herbalismus studiert und bin durchaus auch in der Lage, die Wirkweisen von Inhaltsstoffen zu verstehen. Was Kräuter angeht, womöglich sogar besser als manche Kosmetikerin. Der Begriff „Therapeut“ ist ohnehin nicht geschützt und damit ebenfalls keine Qualifikation. Nun ja… wir Deutschen sind halt titelgläubig.

Das Kieler Unternehmen betreibt auch ernsthafte Forschung mit den Inhaltsstoffen von Algen. Stolz wird in einem Bericht erklärt, wie die Pflanze behandelt wird, um die wertvollen Wirkstoffe schließlich zu bekommen. Das ist nun nicht mein Weg. Dieses „Rauspulen“ der eigentlichen Wirkstoffe halte ich für falsch. Synergien (das Zusammenwirken der einzelnen Wirkstoffe) bleiben dabei unberücksichtigt.

 

Das Fixieren auf den eigentlichen „Wirkstoff“ ist m. E. das Problem: Es wird geforscht, extrahiert, synthetisiert… alte Rezepturen so überprüft (die Wirkstoffe werden festgestellt und einzeln getestet) und oft für unwirksam befunden.

Mit diesen Testmethoden kann man eben nur EINE Möglichkeit der Heilung feststellen. Ob Heilung auch anders möglich ist, wird so nicht ersichtlich. Wir „dummen“ Kräutertanten und unsere „ahnungslosen“ Ahnen haben eben auch andere Methoden angewendet, die heute nur allzu leicht als „Aberglauben“ abgetan werden. Es wurde auch gebetet, oder es wurden bestimmte Rituale eingehalten. Erst nach und nach kommt man dahinter, welche für Wirkmechanismen hier tatsächlich  hinterstehen könnten.

 

Wenn man gar bei einer richtig ernsten Krankheit, wie z. B. Krebs, mit sanften Heilvorschlägen kommt, auch wenn nur die schulmedizinische Therapie begleitend, bekommt man leicht den Stempel des gefährlichen Scharlatans aufgedrückt.

Dabei gibt es mittlerweile wirklich erstaunliche Forschungsergebnisse. Es werden Mittel (wieder-) entdeckt, die sanft und sicher sind und sich, wenn wir unseren Ahnen glauben dürfen, durchaus schon bewährt haben.

 

Wenn Sie jetzt hoffen, das solche Mittel vielleicht bald auch in der Praxis angewendet werden, muss ich sie entäuschen: Es wäre erst ein jahrzehntelanger Hürdenlauf mit Forschung, klinischen Tests und viel viel Geld zu bestehen, bevor wir so ein Präparat bekommen. Und selbst wenn es sie schon gibt (z. B. eine Brustkrebssalbe von Weleda), werden sie dezent „totgeschwiegen“. Wahrscheinlich weiß ihr behandelnder Arzt gar nicht, dass es sie gibt, oder er hält sie schlicht und einfach für unwirksam, sonst müssten die Heilerfolge ja schon medienwirksam ans Tageslicht gedrungen sein.

Es gibt sie aber noch, die Neugierigen, die Idealisten, die Offenen…

Ganz offensichtlich gehört Hanns Hatt dazu. Wie sonst sollte er auf die Idee kommen, „Riechzellen“ nicht nur in der Nase zu suchen. Bei dieser Suche entdeckte er wirklich Rezeptoren für Düfte an allen möglichen Stellen. Ich möchte hier nicht zuviel verraten, sondern Sie ermuntern, sein Büchlein

 

 

Niemand riecht so gut wie du: Die geheimen Botschaften der Düfte

 

zu lesen. Vielen Dank an dieser Stelle an Eliane Zimmermann für den Hinweis auf dieses Buch!

 

Hanns Hatt findet also „Riechzellen“ an Körperstellen, wo sie scheinbar keine Funktion haben. Zumindest können Sie die „Information Duft“ nicht weiterleiten. Dazu brauchen wir weiterhin die Nase. Was machen diese Zellen also mit dieser Information?

 

Im dargestellten Fallbeispiel experimentierte Hatt mit Veilchenduft und Prostatakrebszellen. Der Kontakt mit dem Duft bewirkte, dass der Zellkern die Information bekam: „Keine weitere Zellteilung mehr!“ – Für diejenigen, bei denen Bio schon lange her ist: Wenn sich eine Zelle nicht mehr teilt, vermehrt sie sich nicht mehr…

Hatt konnte experimentell nachweisen, dass der Veilchenduft die Teilung von Prostatakrebszellen und damit das Wachstum des Krebses, verhindert.

Müssten da in der Krebsforschung nicht alle Alarmglocken schrillen???

Duft gegen Krebs?

 

Leider geht das Alles nicht so schnell, wie ich bereits oben erklärt habe. Darauf, dass die Wirksamkeit von echten Düften auf Krebs ernsthaft erforscht wird, werden wir wohl recht lange warten müssen, wenn es denn überhaupt ein Interesse seitens eines Geldgebers für die Forschung in diese Richtung gibt. Auch fürchte ich, dass man bei gefährlichen Krankheiten sanften Mitteln keine Chance lässt. Krebs ist so angstbesetzt, das fast Jeder (und das kann ich keinem übel nehmen) erstmal alles versucht, um ihn loszuwerden, auch wenn die Nebenwirkungen hoch sind. Würden Sie z. B. freiwillig sagen: „Ok, ich teste mal die Salbe und lass alles andere weg?“ Wohl kaum, zum Experimentieren ist man der Situation weder in der Lage noch geneigt.

 

Aber es spricht absolut nichts dagegen, so ein Mittel unterstützend mit einzusetzen. Und da ich ja nach wie vor der Meinung bin, dass unsere Vorfahren nicht dumm waren, bin ich gleich mal auf die Suche gegangen, ob das Veilchen nicht wirklich schon früher benutzt wurde und ja… es wurde. Schon von Hildegard von Bingen. Da will ich gleich mal das vermutliche Originalrezept liefern (ich habe mich an anderer Stelle schon dazu geäußert, dass man nicht 100 %ig davon ausgehen kann, das die Rezepte genau so von Hildegard stammen).

 

Veilchensalbe

Antitumor-Salbe

3 Teile Veilchen

1 Teil Olivenöl

3 Teile Bockstalg/ Ziegenfett

Die Veilchen auspressen und den Saft durch ein Seihtuch geben. Das Olivenöl und den Bockstalg dazugeben. In einem sauberen Topf kochen und als Salbe auf geschwürige Tumoren oder jeden schmerzenden Körperteil auftragen. Diese Salbe kann auch bei „harmlosen“ Bindegewebszsysten, Knoten und präkanzerösen Geschwülsten, Muskelschmerzen und Kopfweh verwandt werden.

 

Ich würde das Rezept heutzutage ein wenig abwandeln. Bockstalg würd ich nicht dazutun (obwohl der möglicher Weise auch eine Wirkung hat) und ihn durch Kakaobutter ersetzen. Kakaobutter dringt gut in die Haut ein und schleust somit auch Wirkstoffe tiefer, als manch anderes Basisfett. Den Veilchensaft würde ich erst während des Abkühlvorganges dazugeben, um die Duftstoffe nicht zu gefährden. Kakaobutter hat einen niedrigen Schmelzpunkt, da reicht es sogar schon, das Töpfchen auf einen Heizkörper zu stellen. Vielleicht würde ich sogar ein wenig kostbares Veilchenwachs einarbeiten.

 

Nach den Ergebnissen von Hatt würde ich natürlich das Duftveilchen bevorzugen und nicht die „undufte“ Variante.

 

Wir haben hier also eine Salbe, die sanft und pflegend ist. Die können wir gefahrlos begleitend einsetzen. Das Rezept habe ich dem Buch

 

Krebs behandeln mit pflanzlichen Salben. Bewährte phytotherapeutische Verfahren wieder entdeckt.

entnommen.

Das Buch enthält die beste deutschsprachige Kräuter-Krebsrezeptsammlung, die ich kenne. Das soll jetzt aber nicht heißen, dass sie alle Rezepte einfach nachmachen und anwenden sollen. Auch hier gibt es recht aggressive Rezepturen, die man nicht unbedacht einsetzen sollte. Ich denke schon, dass sie eine Berechtigung haben, so eine Chemo ist schließlich auch keine sanfte Alternative.

 

Allerdings hat meiner Meinung nach jeder mündige Patient ein Recht zu wissen, was es gibt. Wenn Sie betroffen sind, kann Ihnen das Buch sicherlich nützlich sein. Es gibt eine Reihe von unbedenklichen Kräuterrezepten, wie z. B. auch die Veilchensalbe, die sie durchaus einsetzen können. Die aggressiven Cremes sollten Sie aber mit einem Therapeuten absprechen.

 

Das Buch ist nicht unbedingt für empfindliche Gemüter, es werden auch Fallbeispiele gezeigt, wo das Heilungsgeschehen in detailfreudigen Farbfotos dargestellt ist. Bei den aggressiven Salben wird da auch das gesunde Gewebe angegriffen.

 

Ich selbst habe diese potenten Cremes noch nicht ausprobiert. Musste ich auch zum Glück nicht. Ich könnte mir allerdings vorstellen, das in einer aussichtslosen Lage zu tun. Meines Wissens finden die Cremes in der Tierheilkunde noch recht verbreitete Anwendung, jedenfalls in den englischsprachigen Ländern.

 

 

Eine Krankheit wie Krebs ist sehr individuell. Da gibt es nunmal nicht „die“ Pille oder „die“ Therapie, genauso wenig wie „die“ Ursache. Betroffene müssen sich da halt die Rosinen rauspicken. Optimaler Weise zusammen mit ihrem Therapeuten. In diesem Buch gibt es Einiges, das sich rauszupicken lohnt. Aber es sollte nicht die einzige Wahl sein. In vorhergehenden Beiträgen hab ich mich auch mehrfach zur geistigen Einstellung und zur Lebensumstellung allgemein geäußert.

Auch Angelika Wolf, eine bekannte Therapeutin (www.hof-hutmacher.de), hat sich dem Thema „Krebs und Lebensumstände“ in diesem Monat gewidmet und einige gute Denkanstöße veröffentlicht, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte:


Tipp 1: Sei DU selbst

Wichtiger denn je scheint es zu sein, echt, authentisch, ehrlich sich selbst gegenüber zu sein. Dies auch nach außen zu leben!!!!  Für viele Menschen war der Krebs-Tod der esoterischen Bestseller-Autorin Bärbel Mohr ein Schock. Ich kannte sie nur über Freunde. Aber durch meine eigene Krebserkrankung vor 16 Jahren, und durch viele Krebspatienten, die in meiner Praxis zur Beratung kamen, bin ich mir sicher:

Wer Krebs bekommen hat, da wird/ wurde besonders viel gemogelt! Nicht umsonst heißt meine Krebs-CD: Die Guten sterben immer zuerst. (…)

Krankheit, Schicksalsschlag, Arbeitslosigkeit, Einsamkeit kommt weil innerlich Verstrickungen zum unheilen Familiensystem sind. Es werden im Leben einige Punkte gelebt, die nicht zum Herzen passen. Da wird sich in die Tasche gemogelt bis die Balken biegen. Nicht mal enge Freude merken manchmal was da alles nicht stimmt. Der Krebspatient selbst macht sich ein X für ein U vor. Wie oft habe ich in Beratungen beharrlich sagen müssen: Um eine Krankheit zu haben die zum Tode führt, muss ein Teil in einem sterben wollen!!!! Man möchte nur den Liebsten, diese Botschaft nicht sagen, man möchte ihnen kein Leid zufügen, und SO ein Wunsch ist peinlich!!

Dabei gibt es nichts heilsameres als die Wahrheit. Und so manch ein Patient hat in der Aufstellung mit Blick auf den Tod tief durchgeatmet und sagen können: Ja, zu dir will ich, aber es darf niemand wissen!!!

 

Häufig scheint die innere Wahrheit mit anderen zu teilen, wesentlich schlimmer wie zu sterben. Wenn wir die Idee haben, dass nach dem Tod die Rückkehr ins All-Eins-Sein folgt, na dann ist es doch schön nach Hause zu kommen, warum also nicht?!!!

 

Menschen zu sagen: Du, ich habe lange die Brave gespielt, aber in mir ist mächtig viel Hass!! Ich habe die Hasskappe auf, sagte mir kürzlich eine Freundin, die immer so nett war. Pu, war ich erleichtert, dann weiß ich Krankheit braucht es nicht!!!! um sonst den inneren Hass auf der Körperebene wiederzuspiegeln!!!

 

Ich weiß durch viele Gespräche, es macht mächtig Angst über diese inneren Wahrheiten zu sprechen!

 

Angst vor Ablehnung, Angst vor Zugehörigkeit, Angst vor Gesichtsverlust, Angst davor ausgelacht zu werden, Existenzangst u.v.m….

 

Für mich hat es total mit Wertschätzung mir selbst gegenüber zu tun. Ich selbst zu sein!! Und vor allem vor den Menschen die ich liebe, die mir nahe sind. Vor dem Kind, dem Partner zu weinen, auch mal auszurasten, weil es gerade innerlich so ist. Dann über die Angst, Kleinheitsgefühle und Sehnsüchte darunter zu sprechen, die immer unter Wut, Ohnmacht und allem liegt.

 

Angelika Wolf arbeitet erfolgreich mit Homöopathie und Aufstellungen. Ihre Homepage ist eine „Surfreise“ wert.

 

Sehr Lesenswertes zum Thema „sanfte Alternativen bei Krebs“ bietet aber auch der Blog von Eliane Zimmermann (den Link unter „Blogroll“ anklicken), die regelmässig über neueste Erkenntnisse von krebswidrigen ätherischen Ölen berichtet. Da ist eigentlich auch die Frage egal, was hier wirkt: Inhaltsstoff oder der reine Duft. In der Aromatherapie haben wir schließlich Beides: geballte Wirkstoffpakete und seelenbefreiende Düfte.

 

Meine Empfehlung: Da die Forschung in diesem Gebiet sicherlich noch ein paar Jahre auf sich warten lässt, schwelgen Sie nach Lust und Laune in ihren Lieblingsdüften. Massage- und Pflegeöle, Cremes…

Sicherlich gibt es hier noch reichlich unentdecktes Potential. Natürlich nur bei echten, natürlichen Ölen…

 

Und sehen Sie das unscheinbare Veilchen einfach mal mit anderen Augen!

 

Also gönnen Sie sich das Beste, Sie haben es verdient! Bei wem Sie das abfordern sollen? Na, da schauen Sie mal in den Spiegel. Dort findet sich derjenige, der Ihnen bisher das Beste verweigert hat. Und es kann sein, das Sie, im Gegensatz zu einem beliebten Werbeslogan, eben NICHT „so bleiben, wie Sie sind“… sondern ein besserer, weil zufriedenerer und gesünderer Mensch werden.

 

Denn auch was Angelika Wolf zum Thema tödliche Krankheit sagt – dass man innerlich schon irgendwo einen toten Teil haben muss – konnte ich im engsten Umfeld beobachten: Der Mensch hatte schon lange keinen Lebenswillen mehr, nur die Angst vor dem Tod ließ ihn noch klammern. Der Krebs und der darauffolgende Tod erfüllten nur noch den Beschluss der Seele auch im Körperlichen.

 

Natürlich ist das keine repräsentative Beobachtung und vielleicht trifft es auch nicht immer zu. Es soll Sie aber dazu anhalten, ein Krankheitsgeschehen stets von allen Seiten zu betrachten.

 

Ha, irgendwie kommen mir heute so viele Weisheiten aus Spielfilmen in den Sinn: „Das Leben findet immer einen Weg“ (Jurassic Park) und „solange es Menschen gibt, gibt es Hoffnung“ (woher weiß ich nicht…) und „wenn morgen die Welt untergehen würde, würde ich heute noch ein Bäumchen pflanzen“ (zugegeben, kein Film, aber ein kluger Kopf).

 

Eine schöne Adventszeit!

 

 

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„Ich konnte oft beobachten, was hier alles aus Düften und Winzigkeiten kreiert wurde; Rosenblüten, die noch im Fallen gesammelt wurden, um daraus ein Potpourri zu machen; kleine Lavendelbündel, die verschickt wurden, um die Schubladen der Städter gesünder zu machen oder die Luft von Krankenzimmern zu verbessern.“

(Cranford, Mrs. Gaskell)

Kräuter sind nicht nur in der Gesundheitspflege eine „dufte“ Alternative zu chemischen Pendants. Auch im normalen Haushalt sind sie wertvolle und umweltfreundliche Helfer. Leider ist auch hier, genau wie in Heilkunde, viel in Vergessenheit geraten. Dagegen wollen wir etwas unternehmen:

Kräuter wurden zum Konservieren genutzt, zum Reinigen und Desinfizieren, zum Würzen… sie wurden ins Dachstroh geflochten, zum Polieren von Möbeln benutzt und auf Böden gestreut.

Wenn Sie mit selbstgemachten, giftfreien Produkten eine gewisse Unabhängigkeit von der Chemie, aber auch ein freundliches Grunzen Ihres Sparschweines erreichen, warum also nicht? Außerdem macht es wirklich Spaß. Die Räume riechen nicht mehr „hochklinisch“ nach Krankenhaus und Labor, sondern nach allen Düften des Orients und Okzidents, ohne dabei so penetrant aufdringlich zu wirken, wie künstliche Duftstoffe das zumeist tun.

Sie müssen dazu nicht exotische Zutaten aus dem Kräuterhandel besorgen. Schon Zitronensaft und Backpulver aus dem Vorratsschrank erweisen sich als wertvolle Hilfen. Sie brauchen nicht mehr Geld, sie haben nur weniger grellbunte Plastikflaschen im Haus.

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Tipps für den Kräuterhaushalt

  • Ameisen und andere Schädlinge: werden durch Gewürznelken, Poleiminze, Lorbeer und Minze in den Regalen vertrieben
  • Bücher schützen Sie vor Ungeziefer, indem Sie Marienblatt oder Waldmeister einlegen (hinterlassen keine Flecken). Sollte ein altes Erbstück, dass noch in Pergament gebunden ist, gereinigt werden müssen, verwenden Sie ein weiches Tuch und Milch.
  • Eichenholzpolitur: (Möbel, Treppen) 60 g Bienenwachs und 1 Tl Zucker in einem Liter Bier schmelzen und wieder erkalten lassen
  • Fliegen meiden die Nähe von Holunderbündeln und Rainfarn.
  • Fliegendreck: Sollten Sie vorhergehenden Tipp verpasst haben und die Fliegen haben sich auf Ihren Fensterrahmen verewigt, hilft kalter Tee.
  • Holzbodenflecken: Zitronensaft, aber vorsicht.. Zitrone bleicht… gut nachwischen, nicht zuviel auftragen
  • Muffiger Geruch im Wohnzimmer erfordert nicht unbedingt den Chemiecocktail, den uns die Werbung als „Luftreiniger“ für Möbel und Tierplätzchen eindringlich empfehlen möchte: Ein einfaches Raumspray tut die gleichen Dienste. Die physikalischen Vorgänge der „Erfrischung“ sind nämlich die Gleichen, da gibts kein Patent drauf.
  • Ofengeruch (Backofen), der sich hartnäckig hält, kann mit Zitronenschalen vertrieben werden, die eine Weile im warmen Backofen „schmoren“.
  • Pfannen bekommt man sauber, indem man ein paar Senfkörner darin erwärmt und mit einem Tuch nachpoliert
  • Rußgeruch (nach dem gemütlichen Abend vor dem Kamin) läßt sich vermeiden, wenn Sie zum Schluß auf die noch glühende Asche aromatische Kräuter und Hölzer streuen.
  • Silberfische, Küchenkäfer und deren Verwandte hassen Lavendelöl, dass in potentielle „Wohnritzen“ verteilt wurde…
  • Schuhcreme nicht eingekauft? Kein Problem, solange es schwarze oder braune Lederschuhe sind, lassen die sich auch hervorragend mit der Innenseite von Bananenschalen pflegen. Polieren nicht vergessen!
  • Spiegel kann man vor Fliegen und deren unschönen Hinterlassenschaften schützen, indem man sie mit einem Zwiebelaufguss abreibt.
  • Teppichflecken: was durch Bürsten nicht verschwindet, kann oft durch Abreiben mit einer rohen Tomate entfernt werden (vorsichtig auf Rückseite prüfen…)
  • Tintenkleckse auf Holz oder Stoff können ebenfalls mit der Oxalsäure einer reifen Tomatenscheibe bearbeitet werden (siehe Teppichflecken).
  • Wespen werden in Frankreich mit aufgehängten Brennnesselbündeln vertrieben. Getrocknete Brennnesselblätter haben außerdem erstaunlich konservierende Wirkung auf darin eingepackten Käse oder Obst…

Auch so können Putzmittel aussehen: Seifenkraut

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Rezepte für den wilden Haushalt

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Raumsprays

Grundrezept:

300 ml Wasser

10 Tr. äth Öl (oder 2 Hände voll Kräuter aufkochen)

Andere Dosierungen:

mit 5 Tr. auf 50 ml –  Insektenvertreibung

10 Tr. auf 50 ml – Infektionskrankheiten eindämmen

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Positive Ionen, die durch Lüftungssysteme, Monitore und einige moderne Baustoffe freigesetzt werden, können nach neuester Forschung mit einem Spray aus ätherischen Baumölen reduziert werden und steigern die Wirksamkeit der wohltuenden negativen Ionen.

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Küchenspray, fettlösend:

5-6 Tr. (insgesamt) von Eukalyptus, Rosmarin, Lavendel und Zitrone auf 50 ml beseitigen Fettgeruch.

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BESONDERER TIPP

Reste (Stiele u. A.) von Rosmarin, Ysop, Salbei nicht wegschmeißen, sondern knapp mit Wasser bedeckt zu einer antiseptischen Reinigungslösung auskochen. Ein wenig Spülmittel (besser noch: ein Schuss Betain) löst Fette. Im Kühlschrank eine Woche haltbar. Thymian und Rosmarin sind besonders wirksame Keimtöter. Thymian und Teebaum sind in den Rezepturen generell austauschbar – aber bitte NIEMALS Teebaum bei Katzen anwenden!


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Möbelpolitur

275 ml Wasser

1 gr. Handvoll Zitronenmelisse

275 ml reines Terpentin

60 g Bienenwachs

60 g Seifenflocken

Wasser aufkochen, über die Melisse geben, 15 min. ziehen lassen. Bienenwachs und Terpentin im Wasserbad schmelzen.

Den durchgeseihten Kräutertee und die Seifenflocken in einem zweiten Topf vorsichtig erhitzen. Beide Mischungen leicht abkühlen lassen und miteinander verrühren.

Man kann auch getr. Majoran oder Lavendel verwenden.

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Shampoo für empfindliche Polster

15 g Seifenkrautwurzel oder  2 Handvoll frische Stängel

750 ml Wasser

evtl. 6 Tr. äth. Öl nach Wahl

Falls die Wurzel getrocknet ist, über Nacht einweichen. Alle Zutaten (bis auf das Öl) aufkochen und 20 min köcheln lassen. Fertige Flüssigkeit im Kühlschrank aufbewahren. Auf den Stoff mit angefeuchtetem Schwamm auftragen.

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Allzweckreiniger

1 Handvoll frischer Salbei (od. Rosmarin, od. 2 hdvll. Thymian)

300 ml Wasser

2 El Natron

8 Tr. Zitronensaft

Kräuter aufkochen und 20 min köcheln lassen. Abkühlen lassen, absieben und Natron und Zitronensaft zugeben. Gut schütteln. Eignet sich für Küche und Bad. Im Kühlschrank eine Woche haltbar.

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Fensterreiniger

1 hdvll. Zitronenverbene (oder Zitronenmelisse, oder Indianernessel)

230 ml Wasser

2 El Weißweinessig

3-4 Tropfen Flüssigseife

Kräuter aufkochen und 10 min köcheln lassen. Abkühlen, absieben, restliche Zutaten zugeben. Schütteln und innerhalb von 3 Wochen aufbrauchen.

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Die Hexe in mir nutzt natürlich Kräuter auch besonders fürs Boudoir… aber warum auch nicht? Schon die Indianer besprengten ihre Schlafstätten mit Wasser, das mit Sandelholz parfümiert wurde. In Europa wurde zur Vorbereitung auf das eheliche Werk nächtens noch ein leichter Salat mit Basilikum und Kapuzinerkresse genommen.

Wer dabei ein wenig Kräuterzauber zur Hilfe nehmen möchte, der fertigt ein

Liebesbeutelchen

Ein violettes Samt- oder Seidenbeutelchen, zuschnürbar

Rosen- und Geißblattblüten

Je drei Tropfen Patchouli, Jasmin, Ylang-Ylang und Rose

Mit den Blütenblättern füllen und das ganze mit einem Rotdornzweig umrühren… Das Beutelchen dann an einem Bettpfosten befestigen.


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