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Es könnte so schön sein: Mann hat ihn, den Partner fürs Leben (oder auch nur für diese eine, besondere Nacht) und dann ist der Geist willig, aber das Fleisch ist schwach…

Da das wichtigste Organ beim Sex nun mal der Kopf ist, sind hier auch meist die Gründe zu suchen. Er wird oft von Gefühlen geplagt, oder das Gedankenkarussell lässt keine Ruhe.

Es ist, wie es ist: Die beiden Königskinder können zusammen nicht kommen.

Wenn trotz der Tipps aus dem vorhergehenden Artikel keine Besserung erfolgt ist, müssen wir tatsächlich an körperliche Probleme denken. Ich gehe mal davon aus, dass Sie gesundheitliche Probleme beim Arzt abgeklärt haben. Nun sitzen wir hier wieder, allein mit dem Problem und hoffen auf eine Lösung.

Und wieder lade ich Sie ein Altes, Bewährtes und auch Ungewöhnliches aus dem Reich der Pflanzen und der Fantasie mit mir zu probieren (getrennt natürlich 😉 ).

Gehen wir noch einmal auf die wichtigsten (körperlichen) potenzstörenden Ursachen ein.

  • Rauchen: Ganz klar, als gefässverengendes Gift kommt Rauchen dem Blutandrang an der gewünschten Stelle alles andere als entgegen. Sollten Sie den positiven Gedanken fassen, dass Rauchen ganz aufzugeben (dieser Artikel wäre doch schon ein schöner Grund), dann kann Ihnen die Iboga (Tabernanthe iboga) dabei helfen und damit kennen Sie gleichzeitig die erste potenzstärkende Pflanze.
  • Alkohol: anders als im Straßenverkehr sollte man sich hier um die 0,5 Promillegrenze bemühen. Das Gläschen Rotwein ist fraglos förderlich, ein Übermaß abträglich und Schnaps fördert er die wohlige Bettschwere. Ich habe mir allerdings sagen lassen, dass eine ordentliche Portion Jägermeister hier Wunder wirken soll… ich möchte niemandem zu exzessiven Gebrauch überreden, aber, naja, kann sein… ist ja ein Kräuterlikör. Sollte, bei Gelingen, aber nicht zur Gewohnheit werden. Zumal die wirksame Dosis hier wirklich recht hoch sein soll.
  • Antibiotika: Ja, auch hier kann es zur Verhinderung des ehelichen Werkes kommen. Auch Anitmykotika gehören zu den Spaßverderbern. Ich hoffe nur, dass Sie sie nicht lange einnehmen müssen.
  • Antikrebsmittel: Wer Krebs hat, hat sicherlich meist anderes im Kopf. Trotzdem sollten sie wissen: hier sind die Medikamente fürs Versagen verantwortlich, nicht die Krankheit. Machen Sie sich nicht zusätzlich Vorwürfe.
  • Beruhigungsmittel: Da diese auf das vegetative Nervensystem wirken, gehen sie meist auch auf die Potenz.
  • Blutdrucksenker: Ganz klar, wo kein Druck ist, kann sich nichts aufbauen. Tatsächlich wird sogar der Sinn von Blutdrucksenkern neuerdings von einigen Fachleuten in Frage gestellt. Dr. Jörg Zittlau meint dazu: „Die wissenschaftliche Datenlage liefert keineswegs Belege dafür, dass diese Arzneien die Lebenserwartungen der Betroffenen verlängern. Dafür haben sie unzählige Nebenwirkungen. Eine davon: Impotenz.“ (Zittlau: 2006). Zittlau greift damit ein heißes Eisen an. Ich bin da übrigens seiner Meinung. Das heißt nicht, dass ich Ihnen jetzt dazu rate, ihre Betablocker in den Müll zu werfen. Obwohl ich schon von einigen Therapeuten gehört habe, die das schmerzfrei tun. Ich halte es aber für wichtig, das Bluthochdruckproblem noch einmal neu zu überdenken: Wenn man das Herz auf eine physikalische Pumpe reduziert, mag das alles passen, je weniger Druck im System ist, desto weniger kann kaputt gehen. Jedenfalls in den Leitungen. Natürlich kommen aber auch Nährstoffe nicht mehr überall hin, wenn der Druck runtergeht (wie bei einer Zentralheizung im Dachgeschoss…) wichtige Gebiete, so die Meinung der Kritiker, werden unterversorgt. – Ich persönlich hab ein Problem mit der rein physikalischen Sicht. Aber das ist mein Ding. Ich würde mich aber freuen, wenn sich ein paar fähige Köpfe dem Bluthochdruck noch einmal annehmen würden..
  • Lipidsenker: Tatsächlich wird auch um Cholesterin als Verursacher der Herz-Kreislauferkrankungen gestritten. Trotzdem erfreuen sich die Lipidsenker nach wie vor einer großen Verschreibungshäufigkeit. Selbst Todesfälle (Lipobay-Skandal) minderte die Verschreibungsfreude nicht. Durch massive Eingriffe in den Stoffwechsel gehören aber auch diese Mittel oft zu den Potenzfeinden.
  • Schmerzmittel: Sogar Aspirin (ich meine jetzt den Wirkstoff ASS und nicht die Marke) kann sich negativ auswirken, es verringert die Ausschüttung männlicher Hormone. In der Schwangerschaft eingenommen, kann es die Libido des männlichen Embryos beeinträchtigen. Gichtmittel, opiathaltige Mittel und Kortison können ebenfalls potenzsstörend wirken.

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Was ist zu tun?

Zum einen natürlich die Hormone anregen. Männliche Hormone sind da sehr pflegeleicht und reagieren schon bereitwillig auf:

  • Fettarmes Essen: Also weg mit dem Eisbein, sonst werden Enzyme ausgeschüttet, die die Hormone vergällen… schlanke Männer bilden sowieso mehr Testosteron, weil Fettgewebe mit Östrogenen liebäugelt…
  • Sex: Na, da wäre ich nie drauf gekommen… 😉 Das ist allerdings mehr ein vorbeugender Tipp. Durch regelmässigen Sex kann der Testosteronspiegel zwei- bis dreifach höhere Werte aufweisen, als bei den beschaulichen Schlafzimmermenschen.
  • Sonne: Ab an den Strand – das Testosteron liebt das!
  • Zink: Das Mineral hilft den Männern hoch. Also meine Damen, auf den Speiseplan gehören zukünftig verstärkt: Erdbeeren und Himbeeren. Schon eine Handvoll soll spürbare Wirkung zeigen.

Welche Pflanzen unseren Hormonen auf die Sprünge helfen, sehen wir noch später.

Außerdem können wir dafür sorgen, dass der Blutfluss angeregt wird. Natürlich im Beckenbereich. Nein, ich meine keine, auf einen kleinen Bereich beschränkte, Massage. Der ganze Unterbauch sollte durchblutet sein. Dabei hilft:

  • Sport (selbsterklärend, oder?)
  • Massage: Am besten mit einem wunderbaren Kräuteröl. Waren Sie schon mal bei einer klassischen Massage? Wissen Sie noch grob, in welcher Richtung dort massiert wurde? Gut – für die Beckendurchblutung machen Sie es bitte genau anders herum. Der kräftige Strich wird nach unten ausgeführt, nicht in Richtung Schultern. Das sammelt Energien und Blut im Becken.

Durchblutende Kräuteröle lernen wir noch kennen. Das „Feuer im Becken Balsam“ für die Frau wurde bereits im vorhergehenden Beitrag vorgestellt.

Wer abends den betörenden Duft der Datura schnuppert, wird mit sinnlichen Träumen belohnt.

Es gibt eine viele Liebespflanzen, die Geist und Körper auf die Sprünge helfen können. Einige wachsen sogar zwischen Haustür und Gartenzaun. Gehen Sie mit mir auf Entdeckungsreise….

  • Brennnessel: Der Potenzbissen beim Waldspaziergang. Die Brennnessel wirkt auf zweierlei Art: Zum Einen hilft die Wurzel bei gutartigen Prostatavergrößerungen (die ihrerseits dafür verantwortlich sind, mehr Östrogen als Testosteron zu produzieren), zum Anderen sind die Brennnesselsamen ein Tonikum. Für Männlein und Weiblein, wenn auch die Herren ein wenig mehr profitieren. Fazit: Samen – immer gut und hochempfehlenswert! Wurzeln – bei Prostataproblemen kann man einen Esslöffel der getrockneten zerkleinerten Wurzeln mit 200 ml Wasser fünf Minuten köcheln lassen. Drei Tassen täglich.
  • Damiana: Dieses würzige leckere Kräutlein ist tatsächlich mittlerweile in der Apotheke zu bekommen. Im Eigenversuch sind beste Wirkungen als Likörchen festgestellt worden – obwohl einige Autoren von der Mischung Alkohol/Damiana warnen. Darum ein Teerezept: 2 Essl. Kraut mit einem halben Liter Wasser aufkochen, fünf Minuten ziehen lassen, nach Bedarf trinken und auf eineinhalb Stunden Wirkung freuen. Damiana hilft auch gegen Stress und Depressionen, womit man das Kraut auch in anderer Absicht gut trinken kann. In der Homöopathie ist es ebenfalls als Aphrodisiakum gebräuchlich.  Die Kräuterhexe räuchert auch gern damit, um ihren Liebsten zu betören. Trotz des Lobes nicht überdosieren (mehr als drei EL am Tag) und auch bei Blutarmut lieber wenig nutzen.
  • Hafer: Na, sagt Ihnen die alte Redewendung noch etwas: „Wenn sie der Hafer sticht„? Aha… trotzdem ist der Hafer zu Unrecht ein wenig in Vergessenheit geraten. Hafer ist nicht zimperlich. Aber bitte nicht in homöopathischer Dosis, wir wollen ja was Handfestes.  Sie können nicht nur Haferflocken verwenden, sondern auch im Stall mal eben Haferstroh klauen gehen. Therapeutisch wirkt beides. In einer Studie wurde nicht nur über verstärkte Erektionskraft berichtet und mehr Lust, sondern auch über multiple Orgasmen. Tja… ich glaub die Cornflakes haben erst einmal ausgedient. Zurück zum Müsli. Die Kölln-Flocken aus dem Schrank geholt… Nur Glutenempfindliche dürfen hier leider nicht profitieren. Die Dosierung für Hafertee liegt bei drei Tassen täglich, Extrakt kann mit 300 bis 600 mg genommen werden. Eine Überdosierung von Haferflocken oder -samen ist kaum möglich, da auch unser Magen nur eine begrenzte Kapazität hat.
  • Gingko: Nach alten Quellen hat bereits Goethe dieser Pflanze vertraut. Sie ist ein wunderbares Mittel bei Durchblutungsschwäche (und steigert damit auch die Hirnleistung und… ja richtig geraten!). Es lohnt sich auf alle Fälle einmal, Gingko auszuprobieren. Dabei dürfen Sie getrost auf Fertigpräparate vertrauen. Achten Sie allerdings auf Präparate, die einen 25 % Anteil von Ginkgoflavonglykoside und 6 % Terpenlactone haben. Nur mit diesen Werten sind die positiven klinischen Studien durchgeführt worden. Auch wenn das jetzt wirklich ein schwieriges Vokabular ist – für ein ausgeglichenes Liebesleben lohnt sich das Abschreiben.
  • Ginseng: Ein ähnliches Tonikum, wie der Gingko. Ginseng wird seit Tausenden von Jahren geschätzt. Seine Einsatzgebiete sind Erschöpfung, Schwächezustände und Impotenz. Ginseng ist die Hilfe par excellence, wenn wir mit Stress und Krisen fertig werden müssen. Dabei beschränkt sich das  nicht nur auf seelische Krisen. Auch Extremsituationen wie Hunger oder Hitze werden besser vertragen. Außerdem fördert er den Schlaf. Er erhöht sowohl die Leistungs– als auch die Liebesfähigkeit. Bitte nicht auf die Idee „viel hilft viel“ verfallen. Mitnichten. Langfristig überdosiert können sich Schlafstörungen oder Bluthochdruck einstellen. Bisher wurden die Nebenwirkungen allerdings nur in Ländern beobachtet, wo Ginseng auf dem täglichen Speiseplan (ohne Dosierung) steht. Achten Sie, wenn Sie ein Fertigpräparat nehmen, auf ein Monopräparat (außer Ginseng nichts drin), in Kombinationspräparaten ist der Ginsenganteil oft zu gering.
  • Ziegenkraut (Epimedium sagittatum): Eines der Hauptbestandteile des pflanzlichen“ Frauenviagras“ „Femi-X“ aus Dänemark. Dieses Kraut scheint den Blutfluss optimal zu lenken. Nicht nur an die pikanten Stellen, sondern auch in die Haut, die damit leichter erregbar wird. Tatsächlich wird aber auch das Gehirn mit mehr Blut versorgt, die Fantasie darf weiter mitspielen. Nebenbei wirkt das Ziegenkraut blutdrucksenkend, was ein Widerspruch zu sein scheint… Ziegenkraut tut Männlein und wenn man den Dänen glauben kann (ich tu es) auch Weiblein gut. Bei korrekter Dosierung (zweimal täglich ein Teel. Tinktur) sind keine Nebenwirkungen bekannt. Ja ihr Ungeduldigen, das Rezept folgt unten…

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Das war jetzt wirklich nur eine kleine Auswahl von „Liebesmitteln“. Die Kräuterkunde gibt noch viel mehr her. Auch im Gemüsegarten ist Einiges zu finden. Die chinesische Pflanzenheilkunde bietet noch einige interessante und erprobte Kandidaten.

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Damianaschnäpschen (nach Dr. Zittlau)

0,7 l weißer Rum

20 g Damiana

20 g Sabalfrüchte

2 Vanilleschoten

4 Zimtstangen

2 g Macisblüte

0,5 g Galgant

Die Zutaten einen halben Mondlauf  (10 bis 14 Tage – für die Nichthexen) lang ausziehen lassen. Regelmässig schütteln. Abseihen und Kräuter gut auspressen.

Gut bei nervöser Erschöpfung, Impotenz, sexueller Antriebslosigkeit. Bitte nicht mehr als 2 Schnapsgläschen am Tag.

Damiana verspricht prickelnden Sex für beide Geschlechter – die Sinnlichkeit steigt, Reize werden intensiver wahrgenommen.

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Ziegenkrauttinktur

80 g Blätter

1 l Wodka (40-45%)

Einen Monat lang ausziehen lassen.

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Aromatische Pflanzenhelfer

Wie bereits im vorigen Beitrag erklärt, ist die Atmosphäre wichtig für die Lust. Düfte wirken dabei gezielt und direkt. Raffinierte Liebhaberinnen bringen ihre Aromalampe zum Einsatz und finden Verbündete in folgenden Ölen:

  • Bergamotte: gegen Versagensängste – Potenzschwäche
  • Jasmin: Anti-Angst-Öl, hilft Frauen beim Loslassen
  • Neroli: Nimmt Männern die Angst vor Nähe – Blockadenlöser
  • Sandelholz: Klassiker, nahezu unumgänglich. Phytopheromon (pflanzlicher Sexuallockstoff, dem menschlichen sehr ähnlich). Wirkt stimulierend.
  • Weihrauch: Verstärkt Empfindungen und ist ein klassisches Liebesöl. Vertieft das Gefühl der Verschmelzung mit dem Partner.

Das schönste Duftöl nutzt allerdings nichts, wenn dem Partner der Geruch nicht gefällt…

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Auch ein Liebesbad kann der Zweisamkeit sehr förderlich sein. Nehmen Sie als Badezusatz doch mal 5 Tr. Zimtöl, 3 Tr. Jasmin und 2 Tr. Sandelholz, gemischt in einer Tasse Buttermilch…

Ich kann nicht versprechen, dass es danach „sauber“ zugeht.

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Sie wollen auf Nr. „Sicher“ gehen? Dr. Zittlau beschert uns dafür folgendes Rezept:

Erektionsbad

5 Tr. Bohnenkraut

5 Tr. Rosmarin

5 Tr. Wacholder

3 El Akazienhonig

Alle Zutaten mischen und ins Bad geben… sich selbst am Besten auch mit hinein.

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Das letzte Schmankerl: Ein Parfüm für starke Männer (auch das haben wir Dr. Zittlaus Recherchen zu verdanken)

10 Tr. Narde

2 Tr. Jongquille absolue

2 Tr. Saflor absolue

3 Tr. Mairose absolue

2 Tr. Hyazinthe absolue

1 Msp Iriswurzel

1 Msp Mimose

10 ml Jojobaöl

Alle Zutaten vermischen und einen Mondlauf lang dunkel reifen lassen. Es ist ein sehr intensiver Duft, sparsam verwenden. Luxus – pur (was Interessierte schon am Preis merken werden).

Die babylonische Königin Semiramis holte sich die Zutaten hierfür aus ihren hängenden Gärten. Weil das Parfüm einen unermesslichen Wert hatte, wurde es in Karaffen deponiert, die mit Goldstaub bedeckt waren. Der Duft soll die Männer schwach, aber im entscheidenden Moment stark gemacht haben. Es steht Ihnen frei, diesem Geheimnis selbst auf die Spur zu kommen.

Dieses und auch andere Rezepte, sowie weitere Kräuter finden Sie in Dr. Jörg Zittlaus genialem Buch

Mehr Lust am Lieben

Das Büchlein ist zum Taschengeldpreis zu haben (Sie können auch auf den Link klicken und direkt bei Amazon bestellen) und meiner Meinung nach z. Zt. das Beste zu diesem Thema auf dem Markt. Ich hab ihm viele Tipps zu verdanken.

Natürlich ist das nicht das Einzige, was eine Kräuterhexe zu diesem Thema in Petto hat. Aber das würde auch diesen Blog sprengen. Liebesmittel sind, wie alle anderen Kräuteranwendungen auch, immer sehr individuell. Das Internet kann damit eigentlich immer nur ein Einstieg in das Thema sein.

Ja, das wars dann für heute. Ich wünsche Ihnen, dass Sie immer gut „drauf“ sind…

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Hmm, ich weiß gar nicht so genau, warum ich da jetzt drauf komme. Vielleicht weil morgen die Sommersonnenwende ist und unsere Ahnen die auf recht amouröse Art begangen haben, wie eigentlich fast jedes Freudenfest. Da sie die Tage meist mit dem Abend davor zu feiern begangen (ja, die Tage begannen damals noch abends…), komm ich vielleicht gerade heute drauf.

Es kann aber auch sein,  dass mich die vermehrte Nachfrage nach hilfreichen Mitteln für dieses Werk dazu treibt…

Ich glaube, es ist einfach unser hektisches Leben, dass auch Probleme in diesem Bereich verstärkt aufkommen lässt. Hinzu kommen bedenkliche Lebensmittel, die ich im Beitrag zuvor bemängelt habe.

Anders als man vielleicht vermuten möchte, kommen auch immer mehr junge Leute auf mich zu, die Probleme mit ihrem Liebesleben haben. Eigentlich ganz einfach: Sorgen und Nöte sind Sexkiller…

Nun kann nicht jeder sein Leben umkrempeln und zum ausgeglichenen Fels in der Brandung werden. Zum Glück gibt es pflanzliche Helfer, die uns daran erinnern, was es Schönes auf der Welt gibt.

Wenn es nicht nur pure Unlust ist, sondern tatsächlich Erektionsprobleme im Spiel sind, sollten wir mögliche organische Ursachen vorher abklären. Leider gibt es wirklich viel, was sich auf unser Liebesleben auswirken kann: Diabetes, Antidepressiva, Stress, Erschöpfung und normale Medikamente. Auch Kreislaufprobleme, zu hohes Cholesterin, Bluthochdruck und der fallende Hormonspiegel mit zunehmendem Alter machen es der Liebe nicht leicht.

Unsere Psyche ist sogar besonders empfindlich und dämpft lustvolle Gefühle wenn sie mit Ehestreit, Schuld, Depressionen, Angst und mangelndem Selbstvertrauen zu tun hat. Kein Wunder also, das sexuelle Unlust und Impotenz ein recht leichtes Spiel haben.

Wir können dem ein wenig mit gesunder Lebensweise entgegensteuern: Zucker, Alkhohol und Nikotin meiden.

Um als Frau wieder Lust an der Lust zu bekommen, gibt es viele Möglichkeiten. Hilfreiche Kräuter sind z. b. Rose, Yamswurzel, Ashwaganda oder Mönchspfeffer als Tinktur (Standarddosis).

Pflanzliche Verbündete für uns Frauen sind jedoch die Artemisien. O. g. Kräuter balancieren hauptsächlich die Hormone, aber im Beifuss scheint noch viel mehr zu stecken. Vertrauen Sie sich ihm an. Trinken Sie ein Tässchen vor dem Schlafengehen. Wenn es nicht gleich zur Nachtruhe kommen soll, dann versuchen Sie mal Beifuss in dieser Form:

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„Feuer im Becken“

Beifussbalsam

Beifussspitzen (am besten kurz vor der Blüte) in Olivenöl 2 Wochen an der Sonne ausziehen lassen. Dann ¼ Stunde leicht köcheln und abseihen. Mit 10 % gelbem Bienenwachs zu einem Balsam andicken.

Die Idee eine Beifusssalbe für den Beckenbereich zu machen, hab ich von Heide Fischer geklaut. Auf die einfachsten Sachen kommt man oft nicht. Die Wirkung der Salbe ist recht einfach. Sie konzentriert einfach alles im Becken: Die Aufmerksamkeit, den Blutfluss und die ungeklärten Geheimnisse des Beifuss…

Ich kann mir oft gar nicht vorstellen, dass auch Männern die Lust abhanden kommen kann, aber wenn ihre Trickkiste erschöpft ist, meine Damen, dann könnte 1 Messerspitze Ashwagandhapulver in warmer Milch, morgens und abends, ihren Gefährten wieder auf andere Gedanken bringen.

Sind sie beide irgendwie nicht in Stimmung (obwohl sie das gern wären), dann nehmen sie Hafer in größeren Mengen in den Speiseplan auf. Ich weiß nicht, wie Sie das dem Göttergatten erklären, vielleicht mit einem plötzlich erwachten Interesse an englischer Esskultur, aber die Wirkung lohnt sich. Lassen Sie sich doch mal wieder „vom Hafer stechen“. Dazu Ginsengkapseln aus dem Reformhaus und ihre Mundwinkel werden sich langsam wieder gegen die Erdanziehung zu wehren wissen und nicht nur die.

Lassen Sie die Sinnlichkeit wieder in ihr Heim einziehen: Kreieren Sie ein Massageöl. Sie können z. B. 2 Tropfen Basilikumöl, Ingwer, Zimt oder Rosmarinöl auf 1 Teelöffel Sesamöl geben. Wenn Sie Ihre persönliche Mischung gefunden haben, müssen Sie wohl eine etwas größere Menge davon produzieren. Wichtig ist natürlich, dass der Duft beiden gefällt.

Überhaupt ist Sinnlichkeit ein wichtiger Punkt. Wie sieht denn Ihr Schlafzimmer aus? So ein typisches praktisches Zimmerchen aus den 60ern? Links hinten die Bügelwäsche, daneben das Bügeleisen? Bett, Kleiderschrank (womöglich noch mit Halogenspots) und das wars? Also bei aller Liebe, das wäre auch für Fantasiebegabte ein rechter Kraftakt, da in Stimmung zu kommen. Schmeißen Sie alles Hauswirtschaftliche in den Hauswirtschaftsraum und gestalten Sie ihr Boudouir…

Das fängt mit Farbe an. Wenn Sie nicht gleich renovieren wollen, tun es auch Tücher und Bilder. Natürlich klassische Rottöne… ist nicht ihr Ding? Bedenken Sie, dass Rotlicht jede Falte schluckt und dem Teint schmeichelt. Wenn Sie sich gar nicht mit Rot arrangieren können, dann vielleicht viel Grün und eine blaue Zimmerdecke. Studien sagen, dass das an Liebe unter freiem Himmel denken lässt und unsere Herren doch recht gut stimulieren kann.

Lassen Sie ihrer Fantasie freien Lauf. Kerzen, weiche, fließende Stoffe, berauschende Düfte… nein, ich mein nicht Douglas! Setzen Sie auf Natur! Im Gegensatz zu den chemischen Pendants haben diese Düfte auch nachweislich körperliche Reaktionen zur Folge. Wenns doch ein Parfümerieduft sein soll, dann eher einer von Guerlain, die, zumindest bis jetzt noch, mit natürlichen Düften arbeiten (Es sind allerdings Gesetze in Arbeit, die das zukünftig verbieten).

Wenn Sie mehr Anregungen in dieser Richtung wünschen, auch Rezepte aus der Hexenküche, Magisches, Sinnliches, eben ein Schatzkästlein voll Frauengeheimnissen, dann empfehle ich aus vollem Herzen dieses Buch:

Verzaubern und Verführen

Leider im klassischen Handel nicht mehr zu beziehen, aber im Antiquariat (auch bei Amazon, einfach oben auf den Link klicken) noch erhältlich.

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Soweit zur Lust. Da sollte doch ein brauchbarer Tipp für Sie dabei sein. Sollte das „Problem“ doch größer sein und „pflanzliches Viagra“ von Nöten, möchte ich Sie auf den nächsten Beitrag vertrösten. Ich werde jetzt erst einmal den Sonntag genießen.

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