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Posts Tagged ‘multiresistente’

Treue Leser wissen: Ich habe einen Mops. Frag mich nicht warum. Manche Tiere finden dich einfach. Ich war jahrelang Großhundehalter und „Sowas“ wie ein Mops wäre für mich nie in Frage gekommen. Sieht ja gar nicht aus, wie ein Hund, diese Schnauze, dieser Schwanz …   Soweit zu meinen Vorurteilen.

Am Mops wurden, wie an vielen anderen Rassen auch, böse Zuchtfehler begangen. Das bestreitet keiner. Und da die Rasse so liebenswert ist, würde ich es sehr begrüßen, wenn endlich wieder der „Ursprungsmops“ angestrebt werden würde, der hatte nämlich eine Schnauze.

Leider wollen heute viele den kurzen Weg gehen und kreieren „Designerhunde“. Das heißt, sie nehmen zwei Rassen, paaren die Hunde, und hoffen, von beiden je das Beste zu bekommen. Das mag auch klappen, oder aber auch nicht. Ich kenne einige, die eben dann das Schlechteste aus beiden Rassen bekamen. Ausschuss sozusagen. Etwas in eine Rasse hineinzuzüchten, so daß es auch auf die Nachkommen vererbt wird, dauert nun einmal Jahre …  Aber ich glaub, darüber hab ich mich schon einmal ausgelassen.

Wie dem auch sei, mein Möpslein hat mich gefunden und meine größte Sorge damals war, das es nicht frei atmen kann. Das bekannteste Problem bei Möpsen. Aber sie kann! Mir fiel ein Stein vom Herzen. An dem Punkt wusste ich aber noch nicht, dass es bei Weitem nicht nur die Schnauze ist, die oft beim Mops zum Problem wird.

Mein Mops hat sich alle Probleme herausgesucht, die ein Mops so haben kann und noch ein paar mehr. Die Dame stellt die Tierärzte vor Probleme.

Gut … Sie war aber mal kerngesund, das Potential ist also da. Nur niemand mehr, der Rat wusste. Also griff ich zu einem letzten Strohhalm: Tierkommunikation! Soll mir die kleine Maus doch mal deutlich sagen, was mit ihr nicht stimmt und was ich machen kann.

Ich war also auf einem Wochenendseminar mit dem Versprechen, danach Dr. Dolittle in den Schatten stellen zu können. Meine Erwartungen waren nicht sehr hoch, da ich mir dachte, mit dem eigenen Tier ist es sowieso nicht so einfach.

Gut! Da saßen wir also in einem Tierkommunikations-Anfängerkurs. Was mich bei solchen Kursen immer wundert, dass da eben auch Leute hinkommen, die wohl beileibe keine Anfänger sind. Was uns „Anfänger“ ob der Trefferquote immer etwas entmutigt.

Zunächst erklärte die Seminarleiterin, warum und wie Tierkommunikation denn funktioniere. Für mich war das etwas lang. Denn würde ich glauben, es funktioniere nicht, säße ich nicht hier. Ich weiß auch nicht, wie ein Fernseher funktioniert und schaue trotzdem manchmal fern. Nun gut.

Schließlich waren wir in Gruppen aufgeteilt und hatten jeweils ein Foto eines Vierbeines vor uns. Wir sollten einfach erzählen, was uns in den Sinn kam. Natürlich nicht, ohne uns vorher auf das Tier einzustimmen und mental um Erlaubnis zu fragen.

Na, mir kam leider nicht wirklich viel in den Sinn, was ich aber meinem Stresspegel zuschreibe.

Nachdem jeder seine Eindrücke vorgetragen hatte, wurden doch erstaunlich viele Fakten von den Tierhalten bestätigt. Bis hin zur Farbe der Schmusedecke und zu den Animositäten. Bremsend wirkten auf mich allerdings wieder die nahezu professionellen Vorträge der „Fortgeschrittenen“ im Anfängerkurs.

 

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Wenn ich dich nur verstehen könnte …

 

Am zweiten Tag ging es auch für mich flüssiger. Ich „wusste“ Einiges. Ein direktes Gespräch habe ich mental nicht geführt. Zweimal bin ich von der vorgeschlagenen Methode abgewichen und habe das Tier mit „Silva Mind“ befragt. Das war für mich einfacher.

Ich denke, wir müssen unsere Wahrnehmung in dieser Form erst einmal schulen, frei werden, entspannt sein (Letzteres ist schwer für mich) um für diese Art Kommunikation bereit zu sein, um eine hohe Trefferquote zu haben.

Im Laufe des Tages gingen wir aber noch tiefer, d. h. es kamen die Vorleben der Tiere zur Sprache. Das fand ich schwierig. Es mochte alles den Tatsachen entsprechen, was wir da hörten, aber es waren unüberprüfbare Dinge und m. E. nicht unbedingt hilfreich in diesem Leben. Manchmal, so hatte ich doch den Eindruck, war der Wunsch der Vater des Gedankens.

Schließlich wurde mit meinem Mops kommuniziert, der anwesend war. Das Ergebnis hieß: Er ist nicht krank, er spiegelt mich nur. Wenn ich meine Blockaden löse, geht es dem Hund gut.

Okay …

Zunächst: das uns unsere Tiere, genau wie unsere Kinder, spiegeln, ist klar. Gerade deshalb tun sie mir oft so Leid. Tragen sie doch mein Päckchen. Aber mit „er ist nicht krank“ war mir nicht wirklich geholfen. Der Hund leidet, ihm geht es schlecht. Und der Lösungsweg: „Lös deine Blockaden“ ist m. E. auch nicht der Beste. Klar, natürlich. Wenn es mir gut geht, dann geht es meinem Hund auch gut. Aber das setzt mich absolut unter Druck, denn an seinen Blockaden arbeitet man doch nahezu lebenslänglich. Soll mein Hund solange leiden? Gibt es nicht einen Weg, ihn auch mit einem völlig schrägen Frauchen wieder gesund zu kriegen?

Trotz Allem war es ein gutes Wochenende für mich. Schwer zu erklären, nicht wahr? Ich besann mich auf meine eigenen Fähigkeiten. Auf „Silva“ zum Beispiel, oder auf meine Intuition. Und da hab ich meinem Möpslein eine wirklich hilfreiche Kräutermischung verpasst. Tierkommunikation ist meiner Meinung nach ein guter Weg, einem Tier zu helfen. Ich selbst hab einfach noch nicht genug Praxis. Aber ich habe einige Teilnehmer kennengelernt, die einen wunderbaren Zugang hatten. Und genau da liegt meiner Meinung nach auch das Problem: Hat der Tierkommunikator eine Verbindung oder nur eine ausgeprägte Fantasie? Das kann ein Tierhalter auf den ersten und auch dem zweiten Blick sicherlich nicht sagen. Da halte ich es mit der Bibel: „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.“ Wenn sich etwas tut beim Tier und ihr auch ein gutes Gefühl habt, dann seid ihr richtig. Egal ob beim Tierarzt, beim Tierheilpraktiker, oder beim Tierkommunikator.

Das Beste ist übrigens ein Mix aus allen Welten. Wir haben inzwischen eine tolle Tierärztin, die auch eine Kommunikatorin in der Praxis hat, Heilpflanzen, Homöopathie und anderen Alternativen gegenüber sehr aufgeschlossen und unheimlich ambitioniert ist. Und wisst ihr was? Meiner Fine wachsen wieder die ersten Haare. Auf dem Kringelschwänzchen. Die ersten seit 5 Jahren. Und sie spielt wieder!

Ach ja … die Kräutermischung. Fine kämpft seit einem halben Jahr mit einer eitrigen Infektion. Die vorhergehende Tierärztin zog ihr zunächst 4 Zähne und vor kurzem noch einmal vier. Ich habe zwar permanent darauf hingewiesen, dass trotz der Antibiotika die Entzündung wirklich nicht wegginge, aber erst bei der letzten OP hat sie dann doch endlich einen Abstrich gemacht. Das Labor stellte multiresistente Keime fest. Die OP hat die Praxis einwandfrei gemacht (Möpse sind hier aufgrund der Anatomie auch Problemkandidaten), aber mit der Therapie als solchen kann ich mich nicht anfreunden, schon allein, weil der Fokus nicht auf diesem penetranten Keim, sondern auf den Kahlstellen im Fell lag. Mit dem schütteren Haar lebt sie nun schon seit Jahren ganz gut, aber solche Bakterien sind doch gefährlich. Jedenfalls hab ich mir einen Termin bei unserer neuen Ärztin zur Weiterbehandlung geben lassen. Das dauerte aufgrund von Urlaub leider noch mal eine Woche.

Bis dahin hab ich Fine folgende Kräutermischung ins Futter gegeben: 1 Scheibchen Kurkuma, 1 Scheibchen Ingwer, 1/2 Kapsel Kapuzinerkresse, 1 kleines Scheibchen Knoblauch. Einen Hauch Pfeffer (für die Verwertung des Kurkumas), 1/4 TL Kokosöl, 1 Teel. Bienenhonig (eigene).

Ich habe keine Erfahrungswerte mit den Dosierungen, deswegen hab ich mich langsam rangetastet. Beim Erhöhen des Kapuzinerkresseanteils ließ die Verschleimung ziemlich schnell nach, mit dem Ingwer der ebenfalls. Fine eitert nicht mehr aus dem Maul. Bienenhonig wird von Juliette Barclay und Dr. Pitcairn (wenn ich mich nicht irre) für geschwächte Tiere empfohlen und in einer Studie wirkt Medi-Honey gegen multiresistente Keime (bei Wunden). Ich dachte mir, was für Haut geht, geht auch für Schleimhaut.

Außerdem verdampfe ich Zeder und Eukalyptus in der Aromalampe. Nicht stark, so dass sie ausweichen kann, wenn es unangenehm sein sollte. Ich hab den Eindruck, dass besonders Zeder gut wirkt. Kamille auch hin und wieder, in der Nähe des Ruheplatzes.

Ein neues Antibiotikum, was nach den Laborergebnissen gewählt wurde, bekommt sie natürlich auch. Bei diesem Keim müssen wir auf Nummer sicher gehen …

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