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Posts Tagged ‘Schafgarbe’

September… es wird allmählich herbstlich, was im Wohnmobil ja eigentlich kein Problem darstellen sollte. In einem Wohnmobil nicht, aber in einem Hobby Vantana durchaus. Die Heizung, besser: die Steuerung derselben, funktioniert nämlich elektronisch und das mit dem Strom ist eine Never-Ending-Story in diesem rollenden Wohnwürfel. Nicht nur, dass die Batterie schnell im Nirvana ist, wenn man die Kiste mal drei Tage irgendwo abgestellt hat, nein, auch der Direktanschluss mit dem Stromnetz führt, vor allem nachts, wenn es einem kalt wird, zu ziemlich handfestem Frust.

Denn wenn eine Steuerung nicht steuert, passiert gar nichts. Manchmal verweigert schlicht das Display seinen Dienst. Weg isses. (ich habe das später testen lassen, am Display liegt es nicht… durch die Blume hab ich wieder „Anwenderdummheit“ suggeriert bekommen)

Ich schnattere mir mit gutem Bettzeug nicht so schnell was ab, meine beiden kleinen Begleiter schon eher, vor allem der Mops, der ja nun durch seine gesundheitlichen Probleme sehr schütteres Fell hat.

Das mir jetzt keiner kommt und sagt, so ein Auto hat ja noch eine Fahrzeugheizung. Notfalls könne man dreimal um den Block fahren. Ja, schau mal, das weiß eine Hausfrau auch. Aber ich weiß nicht, ob ich es mal erwähnt habe: ich fahre einen nagelneuen Hobby Vantana und da geht die Fahrzeugheizung auch nicht!!! Leider bemerke ich das erst jetzt, wo es deutlich frischer wird. Im Sommer ist mir das nicht aufgefallen, man möge mir das verzeihen.

Ich lass meine beiden also unter die Bettdecke. Normaler Weise dürfen sie das nicht. Sie haben ihr Körbchen unter dem Tisch und da käme unter normalen Umständen auch schöne warme Heizungsluft hin.

Aber zurück zum Standplatz. Hier gibt es Einheitspreis. Den finde ich, nachdem ich relativ preiswert an den schönsten Ostseestränden stand, im Vergleich schon recht happig. Außerdem gleiten wir ja gerade in die Nebensaison. Nun ja. Der Platz ist recht ordentlich, etwas betagt, der Stromkasten kriechend erreichbar. Kräuterhexen scheuen zum Glück keinen Bodenkontakt.

Nach der Ankunft schnapp ich mir meine Beiden. Viel auf- und umzubauen hast du ja bei einem Wohnmobil nicht. Ich gehöre nicht zu denen, die hier und da noch ein Unterlegkeilchen einbauen, um den Wagen genau in die Waagerechte zu bekommen (ist vermutlich bei längeren Mobilen eher nötig) und fahre auch nicht gleich Markise und sämtliches Gestühl aus. Was bei einer Ein-Personen-Reise ja noch übersschaubar wäre…

Also rauf auf den Deich… und wieder runter an den… den Strand? Kruzifix nochmal! (ich höre gerade nebenbei einen Rita Falk Krimi) Ich bin doch den Schildern gefolgt, wo ist denn der Strand? Am Deichfuss (heißt das so?) läuft ein Fahrradweg entlang, dahinter, so weit mein Auge reicht – zugegebener Maßen bei meiner Körperhöhe nicht so weit, wie bei anderen – grünes Marschland. Es sind ein paar Trampelpfade zu sehen, sonst nix. Aha! Ein Hinweisschild leitet mich rechts weiter. In der Ferne kann ich Tönning erkennen.

Jetzt aber zum Badestrand! Nur noch hier, an der Grasfläche entlang und…

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Land in Sicht – ein Strand nicht

 

Wie jetzt? Das ist der Strand? Der BADE-Strand wohlgemerkt?

Ich gehe etwas weiter, wo eine schmale Treppe über den Schotter ins Watt führt. Kein Irrtum möglich. Hier steht es sogar dran. Das ist die Badestelle. Nun ja, Wattenmeer: Das Meer ist nicht immer da, wenn du da bist. Aber so was, wie etwas Sand, wo man nach Muscheln gucken kann, hätte ich schon erhofft. Sehnsüchtig schau ich gen Norden, wo sich die Kulisse von Tönning abzeichnet. Da hab ich auch mal gestanden (Mit meinem alten Nugget! Drei Tage ohne Strom, aber warm! – friss das Hobby!). Ziemlich zentrumsnah, auf einem Platz mit allem Komfort, Blick aufs Wasser (erste Reihe), billiger und mit SAND am Wasser. Da gab es sogar ein paar Bäume in der Gegend und eine Menge schöner Kräuter am Strand… Gut, das war „nur“ die Eider, bzw. ihre breite Mündung. Aber DAS hier?

Gegenüber der Treppe ist ein kleiner Rastplatz mit einem Spielplatz. Zwar ganz nett und niedlich, aber nee… das hier, ist es wirklich nicht. Wer gern Rad fährt, der mag am Deich entlang seinen Spaß haben. Ich trolle mich.

Ich setz mich ins kühle Womo und koch erstmal ein Süppchen. Das macht die Bude etwas wärmer. Nach der Mittagspause geh ich auf der inneren Deichseite spazieren. Hier verläuft ein langer Wirtschaftsweg, vermutlich bis Deichende. Links Felder, rechts Deich. Nicht mal ein Schaf ist zu sehen. Wenigstens Schafgarbe. Ich nehme mir welche mit.

Die Schafgarbe ist so ein „Hilft-gegen-Alles“-Kraut, ähnlich wie die Kamille. Tatsächlich ähneln sich auch ihre ätherischen Öle in der chemischen Zusammensetzung. Und beide (Öle) sind blau. Sollte man nicht denken. Meistens kennt man die Garbe nur als Magenmittel oder gegen Frauenleiden. Gerade bei Letzteren spielt sie all ihre Trümpfe aus. Sie ist mein erstes Mittel bei Frauenbeschwerden aller Art. Erst wenn sie wirklich nicht mehr helfen kann, geh ich tiefer in die Sache.

Aber nicht nur Frauenleiden: Sie regelt auch zu hohen Blutdruck (schmeisst jetzt bitte nicht eure Bluthochdrucktabletten weg! So was muss langsam gemacht werden! Wenn ihr die Schafgarbe nehmt und sie deutlich hilft, dann wird euer Arzt euch mit den Tabletten neu einstellen!). Und noch einmal ein deutliches Wort: Bluthochdruck kriegt weder der Arzt mit EINER Pille weg, noch die Kräuterhexe mit einer Tasse Tee. Er kann viele Ursachen haben und in der Regel muss man genau DIE beseitigen. Die Schafgarbe hilft hier regulieren, besonders in leichten Fällen. Wer sehr hohen Blutdruck hat, wird seine Lebensumstände ändern müssen (Sorry, kein Medikament, weder Schulmedizin noch Alternativmedizin, können eine gesundheitsschädigende Lebensführung auffangen) und natürlich therapeutischen Beistand suchen. Nicht das irgendwann auf eurem Grabstein steht: Die Kräuterhexe hat gesagt…

Zurück zur Garbe. Ihr Potential ist sehr hoch. Neben o. g. Beschwerden kann sie auch bei Kopfschmerzen und in der Wundheilung hilfreich sein. Das gilt sogar für innere Wunden. Wer nach einer Operation Schafgarbe trinkt, ist meist schneller wieder auf den Beinen. Bei den Bachblüten und in neueren Alternativtherapien wird sie auch bei Strahlungsschäden, bzw. zum Schutz vor diesen und gegen Krebs eingesetzt.

Nicht zu vergessen: Sie ist lecker! War jahrhundertelang so etwas wie Pfefferersatz. Die frischen grünen Blättchen könnt ihr so kauen und in den Salat tun. Werden sie älter und zäher, ergeben sie immer noch ein gutes Suppengewürz. Dem Vergleich mit echtem Pfeffer kann sie m. E. nicht standhalten, aber etwas würziger wird das Ganze schon.

Und auf jeden Fall gehört sie in die Nähe geschwächter Pflanzen und auf den Kompost (als Komposthelfer).

Ich muss aufpassen, das das nicht schon wieder ein Plädoyer für die kleine Garbe wird. Ich habe schon an anderer Stelle viel über sie geschrieben…

Nach dem Abendbrot setzt hier eine Völkerwanderung ein: Alles läuft hoch auf den Deich. Einige haben eine Flasche Wein dabei. Ich frage mich wirklich, was ich gerade verpasse. Dann sehe ich es: Den Sonnenuntergang. Ja, das ist natürlich ein kleines Highlight. Und dann noch eine Flasche Wein links, den Liebsten rechts… meine Güte!

Aber das hier ist trotz des Sonnenunterganges (an der Ostsee hab ich halt den Sonnenaufgang zelebriert) nicht meins. Ich werde mit dem Platz nicht warm. Mir ist schlicht zu wenig „Gegend“ drumrum. Und mir ist völlig unklar, wie so ein Platz eine Bombenbewertung bekommen kann. Sicher: nette Betreiber sollen auch in eine Bewertung einfließen, aber das kann ja nicht Alles sein. Nette Nachbarn hab ich zu Haus auch.

Ich schau mir noch mal die Seite an, wo dieser Platz sogar mit Video in allen Tönen gelobt wird. Da Werbung alles suggerieren kann, schau ich lieber in die Bewertungen, die das normale Volk von sich gibt. Auch dieses Video soll so etwas sein. Nun ja, Geschmäcker sind ja auch verschieden, trotzdem kann ich diese Lobhudelei nicht nachvollziehen… und dann sehe ich: Als Platzbetreiber kannst du bei diesem „privaten“ Anbieter ein Video von deinem Platz machen lassen. Ziemlich professionell und mit einem Gütesiegel. Das Siegel vergibt er also nicht, es wird gekauft… naja.. von der Wirtschaft kenne ich das ja. Oder er findet wirklich jeden super, der ihn bezahlt.

Wie dem auch sei… Ich fühle mich nicht wohl. Ein bisschen wie abgeschoben. „Eingedeicht“. Vielleicht wirklich nur Geschmackssache, aber ich mach mich wieder auf die Reifen, hoffe auf genügend Fahrtwind, denn Reibung soll ja warm machen…

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Wir haben unsere Umwelt noch gefährlicher gemacht. Die Katastrophe in Japan macht es leider wieder einmal deutlich. Nicht nur, dass die Bevölkerung die Folgen des Tsunamis verkraften muss, jetzt kämpfen sie auch noch mit radioaktiver Strahlung…

Ich gehe leider davon aus, dass der Mensch auch dieses Mal nichts lernt und das alle versichern: „Ach Japan, das ist was anderes, unsere Kernkraftwerke sind sicher!“ und der Bürger mit seinen Ängsten auf sich allein gestellt ist.

Ich habe Kinder. Ich bringe es nicht über mich, einfach zu sagen: Es wird schon alles irgendwie gut. Das glaube ich selbst nicht. In solchen Fällen geht mir immer die Geschichte der Mutter im Kopf herum, die die Milch ihrer Kinder ein paar Dörfer weiter kaufte, weil nahe an bei ihrem Dorf Atomversuche gemacht wurden. Sie wurde zu Lebzeiten belächelt und verspottet, aber ihre Kinder sind die einzigen, die überlebt haben.

Ein Einzelfall? Bestimmt sogar. Weil die meisten Menschen einfach der Fürsorge der politischen Führung (Führung kommt übrigens nicht von Fürsorge!) vertrauen.

 

Damals, als Tschernobyl hochging und der Welt scheinbar doch nicht als mahnendes Beispiel gereicht hat, war ich grad schwanger. Ich verlor die Kinder und war zutiefst erschüttert. Mein damaliger Arzt schloss den Einfluss von Tschernobyl nicht aus, sagte aber, dass ließe sich wahrscheinlich nie beweisen.

 

Eine Freundin war zur gleichen Zeit schwanger. Ich gebe zu, dass mich der Neid absolut packte… sie erzählte mir auch brühwarm, wie weit sie war und präsentierte mir jedes neue Ultraschallbild. Oh ja.. und ich war neidisch…

 

Als ihr Kind zur Welt kam, war ich es nicht mehr. Es hatte einige Fehlbildungen. Zum Glück nur kleinere, was relativ leicht operativ zu beheben war, aber dafür doch eine stattliche Anzahl. Das ging vom überzahligen Zeh, der Fehlstellung in der Hüfte bis zu Verwachsungen in der Mundhöhle.

Auch das könnte, aber muss nicht von Reaktorkatastrophe beeinflusst worden sein. Beweisen wird man es nie können. Aber wenn es auch nur den leisesten Verdacht gibt, dass die Ereignisse hier mitverantwortlich sind, so reicht mir das, um zukünftig alle mir möglichen Maßnahmen zu treffen.

 

Während, im Nachhinein betrachtet, mein Körper die logische und natürliche Konsequenz aus der Fehlentwicklung zog und die Embryonen abstieß, so war ich doch noch viele Jahre wirklich traurig.

 

Schon damals sensibilisierten mich also die Vorgänge und ich achtete verstärkt auf Hinweise, was der Normalsterbliche, ohne Atombunker und dickem Portemonnaie, sowie einem Ersatzplaneten in der Tasche, tun könnte.

 

 

Vorweg sei gesagt, es sieht so aus, als würde uns hier die Katastrophe in Japan nicht so direkt treffen, wie damals Tschernobyl. Experten meinen, das es zunächst einmal keine Rauchwolkenentwicklung geben wird, weil das Kraftwerk nicht so lange brennt (wir haben es hier wohl mit einer gänzlich anderen Technik zu tun) und das die Radioaktivität durch eine mögliche Kernschmelze eher nach unten, also ins Grundwasser geleitet wird. Was nun Wetter und Strömung weiter dazu beitragen, wird wohl erst die Zeit zeigen. Es scheint aber sicher, dass wir hier zumindest keine direkten Auswirkungen spüren werden.

 

 

In Japan sieht es natürlich anders aus. Das liegt ganz einfach auch daran, dass eine schädigende Strahlung schlicht und ergreifend von der Dosis abhängt. Im Detail ist das schon wieder eine Wissenschaft für sich. Es zählen Dauer, Stärke und Art der Strahlung. Es versteht sich wohl von selbst, dass ich hier nicht vorschlagen möchte, mit einem Sträußchen Kräuter nach Japan zu fliegen und Hilfe anzubieten. Hier müssen selbstverständlich ganz andere Kaliber aufgefahren werden.

 

Damit haben wir schon mal die erste Bürgerpflicht: Die Lage einschätzen. Da verlasse ich mich keines Falles auf die auf Wiederwahl getrimmten, sondern informiere mich möglichst nach allen Seiten. Da wir, wie gesagt, nicht direkt betroffen sind, brauchen wir nicht in Panik zu verfallen (was eigentlich in keiner Notsituation nützlich ist…) Wir verfolgen, wohin der Strom, die Wolke, was auch immer an Radioaktivität zieht und aus welcher Region wir dann vielleicht keine Lebensmittel mehr beziehen wollen.

 

Die Lebensmittelskandale haben uns gelehrt, wachsam zu sein. Da es sicherlich auch Mammonhörige gibt, die auf verseuchten Anbauflächen aller Art Lebensmittel anbauen und die dann in den Umlauf schmuggeln, ist es nicht verkehrt, verstärkt auf lokale Anbieter zu setzen. Außerdem können wir den ewig gültigen Tipp, nichts mit „Etikett“ zu kaufen, beherzigen. Ein Etikett, was Inhaltsstoffe deklariert, findet sich in der Regel auf verarbeiteten Lebensmitteln, wo wir eben die Rohstoffherkunft nicht klar verfolgen können und eventuelle Zusätze ebenfalls nicht (es sind ja nicht alle zu deklarieren).

 

Ich denke aber auch, dass im Laufe der Zeit bei uns die Strahlenbelastung steigen wird. Ich kann mir schwer vorstellen, dass sich so eine Katastrophe wirklich lokal begrenzen lässt. Da es zum Glück noch Menschen gibt, die aus Fehlern lernen, hat uns Tschernobyl wenigstens ein paar neue Erkenntnisse gebracht.

 

Vielleicht haben Sie auch schon diese fast idyllischen Bilder gesehen: Ein Kernkraftwerk inmitten blühender Sonnenblumen. Nein, das soll keine Harmonie von Natur und Technik suggerieren (obwohl es die wohl geben könnte). Russische Forscher haben die Sonnenblume als Strahlenschützer entdeckt. Ich weiß das schon eine ganze Weile, aber als ich für diesen Artikel mal gegoogelt habe, konnte ich nur noch Berichte über italienische und amerikanische Forscher hierüber entdecken. Tja… wer da von wem klaut… aber das kann uns ja auch egal sein.

 

Die Sonnenblumen werden auf strahlenbelastete Böden gepflanzt und sind in der Lage, 95 % der Belastung herauszuholen. Das man mit den Sonnenblumenkernchen weder Mensch und Tier füttern sollte, ist wohl klar. Die Blumen sind nach der Ernte Sondermüll. In dem russischen Bericht, den ich mir leider nicht aufgehoben habe, stand aber noch, dass Sonnenblumen auch als „Zeigerpflanzen“ rund um Kernkraftwerke gepflanzt werden. Sobald Strahlung austritt, würden sich die Blätter auflösen. Nun ja… ich habe keinen Geigerzähler, vielleicht ist das also ein brauchbarer Hinweis. Allerdings wage ich zu bezweifeln, dass ich noch Zeit zum Laufen hab, wenn mir auffällt, dass sich Blätter auflösen…

Nicht nur die Sonnenblume hat so ein Potential. Man hat ähnliche Versuche auch mit Knöterich gemacht. Ähnliches vermute ich beim Gundermann, der auch gern auf belastetem Boden wächst. Ferner kann man auch Senf anbauen, der aber nur radioaktives Jod aus dem Boden zieht.

Ich kann hier nicht mit dicken Forschungsberichten aufwarten. Vermutlich wird auch nicht viel in dieser Richtung gesucht. Die Erfahrungsheilkunde beschränkt sich hier auf die Erfahrung sehr weniger, oder sogar schlicht auf die Heilintuition, da unsere Vorfahren mit solchen Problemen nicht zu kämpfen hatten. Aber ich möchte nochmals betonen, dass mir das im Ernstfall ziemlich wurscht ist. Die Pflanzen sind allesamt nebenwirkungsfrei und auch gesund und wenn sie tatsächlich ein hohes Potential bei Strahlenschäden haben: bitte sehr! Wenn nicht, nun gut… vielleicht hilft mir dann der Placebo-Effekt.

 

Aber wenn ich ehrlich bin, ich habe so viel wunderbare Heilungen mit einfachen Mitteln gesehen, ich glaube ernsthaft daran, dass uns die Heilkräuter auch hier helfen können.

 

Zumindest der Sonnenblume wurde hier schon vermehrt auf die Blättchen gefühlt. Nicht nur Böden werden mit ihrer Hilfe regeneriert, die Russen schwören auch auf die entgiftende Wirkung des Öls. Das ist sogar bei uns bekannt. Geliebt und gehasst: Die berühmte Ölziehkur mit Sonnenblumenöl. Heilpraktiker propagieren sie. Über die Schleimhäute (Zahnfleisch) kann der Körper sehr gut entgiften. Sonnenblumenöl hat hier größtes Potential, was, wenn wir mal wieder der russischen Forschung glauben wollen, auch für Strahlung gilt.

 

Ölziehkuren werden auch mit anderen Ölen gemacht, ich persönlich favorisiere die Sonnenblume. Tatsächlich wird soviel Gift dem Körper entzogen, dass das Öl nach der Behandlung wie Sondermüll entsorgt werden sollte… ja ich bin ehrlich, ich spuck es auch nur den Ausguss runter und spül gut nach.

 

Eine Teilnehmerin erzählte mir einmal, dass sie vor vielen Jahrzehnten eine Stimmbandoperation über sich ergehen lassen musste. Ihr Arzt prognostizierte ihr den Verlust der Sprache. Seitdem praktiziert sie das Ölziehen täglich. Und sie spricht noch heute, im hohen Alter, ganz normal. Sie schwört darauf, dass die Kur ihr das ermöglicht habe…

 

Wer weitere Pflanzen zum Strahlenschutz oder zur Strahlenbehandlung sucht, muss ganz schön tief graben. Gegen Strahlung aller Art wird z. B. die Schafgarbe benutzt (ihr hatte ich bereits einen eigenen Bericht gewidmet). Bei den Blütenmitteln ist sowohl die weiße, als auch die rosa Schafgarbe zu bekommen und vor allem der rosafarbenen wird ein hoher Strahlenschutz zugesprochen. Schafgarbenblütenmittel werden sowohl Bildschirmarbeitern, als auch Flugreisenden oder Menschen, die sich einer Strahlentherapie unterziehen, oder die sich hohen Röntgendosen aussetzen müssen, verschrieben.

 

Einem alten Handbuch für die US-Army hab ich einmal die Empfehlung entnommen, im Falle von Strahlenbelastung die „weiße Taubnessel“ zu verzehren. Bisher hab ich noch keine weiteren Ausführungen dazu gefunden. Die weiße Taubnessel wird in der klassischen Naturheilkunde eher bei Frauenleiden angewandt. Neuere Forschungen bestätigen ihr eine Heilwirkung bei Herpes-Viren.  Eine Bestätigung des Strahlenschutzes der Nessel konnte ich also leider nicht finden, halte es aber von der Signatur her für möglich. Die Nessel ist meiner Meinung nach auch eine bisher noch zu wenig beachtete Pflanze.

 

In der englischen Kräuterheilkunde setzt man oft auf Algen. Schon allein der Jodgehalt dürfte hier hilfreich sein (wenn man kein Schilddrüsenproblem hat). Algen gehören ebenfalls noch zu den unterrepräsentierten Heilkräutern, sie sind allenfalls als Nahrungsergänzung zu finden.

 

Ein weiteres, strahlenausleitendes Mittel ist das Heidekraut. Als Tinktur oder Tee dürfte es seine Dienste leisten.

 

Bei der Behandlung einer „Strahlung“ müssen wir möglicher Weise auch aus dem stofflichen Bereich heraus. Eine Möglichkeit bietet die Homöopathie. Ein Vorreiter auf dem Gebiet der Behandlung von Schwersterkrankungen mit Homöopathie ist Ravi Roy, der sich dem Thema bereits vor Jahren gewidmet hat:

 

 

 

Homöopathische Ratgeber: Homöopathischer Ratgeber, Bd.13, Radioaktivität, Ozon und Sonne: Nr 13

 

Das Büchlein ist sehr detailliert und wird auch dem Profi gerecht. Es behandelt sogar den Ernstfall. Von daher ist die Lektüre nicht unbedingt für schwache Nerven. Aber: Erkannte Gefahr ist halbe Gefahr.

 

Frei nach dem Motto: „Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott!“ finden sich in diesem Buch allerhand praktikable Ratschläge. Sogar für den Gärtner hat Ravi Tipps parat. Er schlägt z. B. vor, den Boden nicht mehr umzugraben (macht der Biogärtner ohnehin nicht) um das verseuchte Material nicht tiefer einzubringen und auf Kunstdünger zu verzichten, weil der wohl zu einer vermehrten Aufnahme von Strahlung führen kann. Er empfiehlt stattdessen die Verwendung von Kalk, Urgesteinsmehl und Holzasche, weil die Pflanzen so weniger gefährliches Caesium und Strontium aufnehmen würden.

 

Als homöopathisches Mittel empfiehlt Roy Radium bromatum in C 200 oder gar 1000 alle 4 – 6 Wochen (2-3 Tropfen auf 10 l Wasser – Pflanzen einsprühen, nicht gießen). Bei akuter Belastung ist das jeden 3.-7. Tag zu wiederholen – besser: das Gemüse aus unbelasteten Gebieten holen (wenn noch vorhanden).

 

Auch bei den Bachblüten gibt es eine typische „Strahlenmischung„:

Star of Bethl.

Rock Rose

Cherry Plum

Vine

Gentian

Walnut

Wild Oat

 

Der kundige Anwender weiß, dass sowohl Mensch, als auch Tier und Pflanze von den Bachblüten profitieren. So kann man auch von diesen Mitteln jeweils 1-2 Tropfen auf eine 10 ml Flasche geben (1/3 Alkohol, Rest Wasser) und 4 Tropfen in die Gießkanne geben.

 

Beim Anbau ist Wurzelgemüse zu bevorzugen. Die Strahlenbelastung befindet sich hauptsächlich im Kraut. Bei Obst befinden sich die Ablagerungen in Kern und Stiel und bei Fallout natürlich auf der Schale. Insgesamt ist, wenn man mit Belastung rechnet, Gemüse mit wenig Oberfläche (also keine Salate) zu bevorzugen.

 

Sollte unsere Region tatsächlich noch belastet werden, sollten wir auch wieder von wilden Pilzen und Beeren Abstand nehmen.

 

Weiterhin gilt:

Bei Milchprodukten sind herstellungsbedingt Butter, Sahne und Quark am wenigsten belastet.

Wild, Schafe und Ziegen werden im Ernstfall tabu.

Eier sind relativ unbelastet.

 

Man kann also durch ein wenig Aufmerksamkeit Strahlenbelastungen durchaus verringern.

 

 

Vielleicht haben Sie mitbekommen, dass die japanische Bevölkerung Jod bekommt. Wenn der Körper mit Jod gesättigt ist, ist die Aufnahme von radioaktivem Jod geringer. Da Jod Nebenwirkungen hat, ein nicht ganz ungefährliches Spiel…

Natürlich können wir auch hier homöopathisch mit Kalium jodatum positiv Einfluss nehmen. Ein guter Homoöpath ist hier empfehlenswert.

 

Ähnlich können wir auch andere Strahlung etwas reduzieren:

Wenn wir vermehrt auf ausreichende Kalziumaufnahme achten, bedient sich der Körper nicht am radioaktiven Strontium. Um die Kalziumaufnahme zu optimieren, sind zusätzliche Gaben von Calcium Carbonicum in der D1 oder D2 nützlich (auch Schüssler Salze).

Auch Vitamin C erhöht die Kalziumaufnahme und damit den Strahlenschutz. Aber auch äußerlich ist Vitamin C wertvoll. Es erhöht die Widerstandskräfte der Haut. Zitrusfrüchteschalen (natürlich unbehandelte!), getrocknet, gemörsert und mit Öl gemischt, gibt ein Strahlenschutzöl (mit Erdnussöl).

Ein anderes, besonders effektives Strahlenschutzöl (schützt die Haut zu nahezu 100 %, wenn man sich einer Strahlentherapie unterziehen muss), ist Niaouli in Sanddornöl (vielen Dank an Eliane Zimmermann für dieses Rezept!).

 

Sollte also der Fall eintreten, dass wir hier auch mit einer höheren Strahlenbelastung zu kämpfen haben, und das halte ich schon für recht wahrscheinlich, dann müssen wir unseren inneren Schweinehund bekämpfen und vermehrt auf unsere Nahrung achten. Das wir einige Strahlung durch richtige Nahrung vermeiden können, ist doch schon ein Pluspunkt. Auch Spurenelemente sind enorm wichtig. Wenn wir ausreichend davon zu uns nehmen, nehmen wir weniger gefährliche radioaktive Isotope auf.

 

Ein wertvoller Lieferant von Spurenelementen ist z. b. Weizengras. Es ist sehr leicht zu ziehen. Außerdem kann es Strahlung reduzieren und ausleiten. Betroffene müssen größere Mengen Weizengrassaft (und natürlich auch Wasser zur Ausleitung) trinken. Um Strahlung im Trinkwasser zu verringern, reicht es sogar aus, ein daumendickes Bündel Gras für etwa 15 Min. ins Wasser zu hängen (vermindert um etwa 5 Bequerell). Das Chlorophyll im Weizengrassaft unterstützt außerdem die Blutbildung (Chlorophyll ist dem Hämoglobin ähnlich).

 

 

Nein, ich will nicht behaupten, ich hätte hier die Mittel der Wahl bei Strahlenbelastung. Aber in der Summe sind sie sicherlich hilfreich, auch wenn das eine oder andere vielleicht doch nicht so potent sein sollte. Viele Mittel wirken auch erst in der Synergie (Mittel, die ihre Wirkungen gegenseitig verstärken) hervorragend, ein Punkt, der in der Forschung leider oft vernachlässigt wird. Außerdem fühlt man sich schon besser, wenn man das Gefühl hat, selbst etwas tun zu können und nicht ganz so hilflos zu sein. Und da kann jetzt gern die wissenschaftliche Elite kommen und diese „Hausmittel“ belächeln: ich wette, die haben selbst nichts Besseres in Petto. Die Psyche spielt auch nachweislich eine große Rolle in der Gesundheitspflege.

 

Wer geistig arbeitet, wird sicherlich auch auf diesem Weg Hilfe finden. So hat Roy im Selbstversuch mit Segnung der Nahrung mehrfach eine Senkung um 10 Bequerell geschafft.  Somit dürften Gebete, Segnungen und Lichtmeditationen auch ihre Berechtigung haben – nein, sie haben sie sogar definitiv. Es ist lächerlich in Krisenzeiten über deren Sinn und Zweck zu streiten. Wer nicht segnen möchte, lässt es einfach. Die Rekianer unter uns arbeiten eh schon lange mit der „händischen“ Entgiftung. Mir ist allerdings nicht bekannt, dass hier schon mal eine Veränderung in der Strahlungsintensität gemessen wurde.

 

Ja, sogar wer sich hoffnunglos dem Suff ergibt, könnte das Richtige getan haben… 😉 In Russland wird z. B. Rotwein gegen Strahlung getrunken. Kein Witz! So wird auch berichtet, dass sich beim Tschernobyl – Gau zwei Arbeiterinnen hoffnungslos die Kante gaben und von einem Verwandten schließlich aus ihren Wohnungen geholt wurden. Die beiden Weinseligen überlebten das Ganze bei guter Gesundheit, den Helfer hats erwischt.

 

Wir sollten nicht lächeln, über technisch und wirtschaftlich niedriger stehende Länder. Gerade hier leben die Gesundheitssysteme mangels Geld recht gut auf. Die Homöopathie hätte sicherlich nicht solch einen Siegeszug führen können, wäre sie nicht im armen Indien groß geworden. Hier im Heimatland wurde sie lange belächelt und verspottet.

 

Und auch den Russen muss man wichtige Forschungsergebnisse zusprechen. Vielleicht sollten wir tatsächlich wieder öfter mal ein Gläschen nicht zu guten Rotweins genießen. Zum Einen entspannt es etwas und zum Anderen ist es nachweislich sehr gesund! Nicht zu gut, das ist ernst gemeint. Denn die gesunden Stoffe bilden sich nur bei Reben, die nicht mehltauresistent sind und in nicht zu trockenen Sommern…

 

Ich wünsche uns aber allen, das wir meine Ausführungen oben einfach in der Schublade oder im Web verschimmeln lassen können und sie nie benötigen. Trotzdem: Sei auf alles gefasst, dann haut dich nichts um! Es reicht ja, wenn wir wissen, wo was steht, wenn wir die Informationen mal brauchen.

 

Informationen, ja… Also ich freu mich über jeden, der selbst auch Informationen zu diesem Thema hat. Bei mir müssen es nicht ausdrücklich mehrfach wissenschaftlich gefestigte sein. Auch wenn ihr mal was gehört habt, oder gelesen, ich sauge alles auf. Ich bin nach wie vor Anhänger der Erfahrungsheilkunde, schlicht und ergreifend, weil das Leben nun mal keine genormten Laborbedingungen hat und ich unsere Vorfahren nicht für dumm halte. Und bis so ein Mittelchen seine wissenschaftliche Bestätigung findet, sind wir vielleicht schon tot. Das heißt natürlich nicht, dass ich mit bedenklichen Stoffen herumexperimentiere. Mein Hirn schalte ich nicht aus, aber entscheiden tut der Bauch.

 

Also her mit euren Rezepten, Mittelchen, ja sogar Heilsprüchen. Ich sammle alles und andere interessiert es sicherlich auch.

 

Wer trotzdem mehr Kopffutter möchte und sich der Sache wissenschaftlicher nähern, der sollte Ravi Roys Büchlein lesen. Da findet auch das Wissenschaftlerhirn einige gute Erklärungen.

 

Ich bete für die Japaner. Ich wünsche Ihnen, dass es nicht zum Schlimmsten kommt und sie Hilfe bekommen. Und ich bete für den Rest der Welt. Nicht nur, dass sie von der Katastrophe verschont bleibt, sondern auch, dass sie zur Vernunft kommt…

 

 

 

 

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Menstruationskrämpfe bei jungen Frauen

Manchmal kann die Periode schon zur Last werden. Besonders, wenn man unter starken Krämpfen zu leiden hat. Bevor hier zu starken Schmerzmitteln gegriffen wird, ist folgender Tee einen Versuch wert:

Ingwer-Zimttee

2 Teil Baldrianwurzel

2 Teil Schneeballrinde

2 Teil Ingwer (frisch geraspelt)

1 Teil Zimtrinde

6 EL der Mischung auf 1 Liter. Geben Sie die Schneeballrinde, den Ingwer und die Zimtrinde in kaltem Wasser langsam zum Kochen. 15 Minuten abgedeckt leicht köcheln lassen. Vom Herd nehmen und die Baldrianwurzel hinzufügen. Mindestens 30 Minuten ziehen lassen. In kleinen Schlucken alle 15 Minuten trinken, bis die Krämpfe nachlassen.

Wenn Sie nicht alle Zutaten zur Hand haben, versuchen Sie es mit einem einfachen  Schafgarbentee. Schon der kann in vielen Fällen helfen.

Weitere Tipps:

  • Massieren Sie den Bauch mit Poleiminzenöl. Vorsicht! Poleiminze darf nicht innerlich angewendet werden! Das pure Öl ist recht stark, Sie können es auch mit ein wenig Olivenöl verdünnen, wenn Sie empfindliche Haut haben. Achten Sie auch darauf, dass es nicht auf Schleimhäute gerät. Es reicht völlig den Bauch zu massieren. Poleizminzenöl wirkt meist recht schnell.
  • Packen Sie eine Wärmflasche ins Kreuz und einen Wickel mit frisch geraspelten Ingwer auf den Unterbauch. Dazu kochen Sie einen starken Ingwertee (15 Min. köcheln lassen), lassen ihn etwas abkühlen, tippen ein trockenes Baumwolltuch hinein und wringen überschüssigen Tee heraus. Dann kommt ein trockenes Handtuch auf den Bauch, der heiße Wickel darüber, und ein dickes Handtuch obenauf. Belassen Sie den Wickel für 15 Minuten oder bis er merklich abkühlt. Sie können auch wieder eine Wärmflasche obenauf geben. Auch der Ingwerwickel bringt meist schnell Erfolg.
  • Beruhigende Tinkturen (Baldrian, Helmkraut) haben meist auch schon eine entkrampfende Wirkung und können von den jungen Mädchen problemlos auch in der Schule eingenommen werden. Auch der Tee kann als Tinktur zubereitet und genommen werden.

Die Natur hat auch für junge Frauen viele wunderbare Helfer

Krämpfe bei jungen Mädchen und Frauen sind meist durch Kalziummangel, Mineralstoffmangel oder auch Stress bedingt. Wenn starke Krämpfe regelmässig auftreten (und organische Ursachen durch den Frauenarzt abgeklärt sind), kann man den Körper auch mit folgenden Maßnahmen unterstützen:

Täglich:

  • Nehmen Sie täglich Nachtkerzenöl, Borretschöl oder Schwarzkümmelöl (in Kapseln, gemäß Packungshinweis). Die Gammalinolsäure darin reguliert die Prostaglandinproduktion. Überschüssiges Prostaglandin ist oft die Ursache für Krämpfe, Stimmungsschwankungen und Beschwerden. Viele junge Frauen profitieren sehr von den Ölen.
  • Trinken Sie täglich drei Tassen des „Ausgleichenden“ Tees im vorigen Beitrag. Der Tee kann auf Vorrat gekocht und auch kalt getrunken werden.
  • Nehmen Sie zusätzlich ein Vitamin/Mineralstoffpräparat
  • Versuchen Sie ihre Essgewohnheiten, zumindest während einer Probezeit, auf „gesund“ umzustellen.
  • Versuchen Sie Dong Quai Kapseln. Die Einnahme sollte aber etwa eine Woche vor Einsetzen der Menstruation gestoppt werden und erst nach der Periode wieder beginnen.

Eine Woche vor der Menstruation:

  • Unterstützen Sie vermehrt die Leber. Zum Beispiel mit Löwenzahn oder anderen Bittermitteln
  • Essen Sie kalziumreicher, nehmen Sie eventuell sogar Kalzium in Kapselform

Während der Menstruation:

  • Versuchen Sie „stressarm“ zu leben.
  • Notieren Sie die körperlichen Veränderung mit dieser „Kur“ um eventuell anders zu dosieren oder andere Mittel zu probieren.
  • Oft ist schon nach der einmaligen Kur eine erhebliche Besserung zu spüren. Lassen Sie sich nicht täuschen: Um so ein langdauerndes Problem in den Griff zu bekommen, braucht es mindestens drei Menstruationzyklen. Also nicht vorzeitig aufgeben.

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Starke Blutungen (junge Frauen)

Wenn die Blutungen außergewöhnlich stark sind, sollten Sie das abklären lassen. Oft ist eine starke Hormonschwankung der Grund, es können aber auch organische Ursachen sein. Eine zu starke Blutung  hat Handlungsbedarf, da sie definitiv darauf hinweist, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist.

Unterstützend (auch zur evtuellen Therapie des Arztes) können Sie Folgendes machen:

  • Nehmen Sie Algen in den täglichen Essenplan auf. Wenn diese Ihnen (oder Ihrer Tochter) so gar nicht über die Zunge gehen: es gibt sie auch in Tablettenform im Reformhaus. Eine Nahrungsergänzung mit den jodreichen Algen könnte schon eine enorme Verbesserung erzielen (da Jodmangel ursächlich sein könnte). Bei Schilddrüsenproblemen klären Sie das bitte vorher mit dem Arzt.
  • Nehmen Sie täglich Dong Quai, außer während der Periode
  • Nehmen Sie ein Eisenpräparat (auf pflanzlicher Basis)
  • Nehmen Sie Mönchspfeffertinktur (1-4 Teel. 2 x tgl.)
  • Trinken Sie zwei – drei Tassen „Mondzeittee“ täglich

Mondzeittee

4 Teile Himbeerblätter

4 Teile Brennnessel

2 Teil Alfalfa

1 Teil Schafgarbe

6 Teel. auf 1 Liter. Mindestens 20 Minuten ziehen lassen. Kann warm und kalt getrunken werden.

  • Setzen Sie das Dong Quai eine Woche vor Zyklusbeginn ab.
  • Nehmen Sie kein Poleiminzenöl zur Massage, das könnte die Blutung erhöhen.
  • Beginnen Sie eine Woche vor der Menstruation mit der Einnahme einer Hirtentäschel/Schafgarben-Tinktur (1 – 2 Teel 3 x tgl)
  • Wenn die Blutung beginnt, erhöhen Sie die Dosis der Tinktur bis auf maximal halbstündlich
  • Trinken Sie während der Blutung folgenden Tee: 8 Teile Brennnessel, 4 Teile Hirtentäschel, 1 Teil Schafgarbe über den Tag verteilt.

Starke Blutungen lassen sich nicht mit einer einmaligen Vier-Wochenkur beheben. Das würde nur die Symptome kurieren. Auch hier sollten Sie das Ganze über mehrere Zyklen durchhalten. Wichtig ist aber immer eine vorhergehende ärztliche Abklärung, wunderbar wäre eine ärztliche Begleitung.

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So ungefähr lauten oft die Fragen, wenn ich bei Kräuterwanderungen die Heilkräfte der Pflanzen aufzähle… „Das kann ich mir unmöglich alles merken“ und „welches ist nun besser?“

Wir sind Individuen und unsere Heilkräuter auch. Der Eine feiert unzählige Erfolge mit „seinem“ Kraut, dem Anderen bringt das Pflänzlein gar nichts.

Und trotzdem gibt es immer wieder Kräuter, die unsere Ahnen gegen fast alles eingesetzt haben, schon die Namen deuten darauf hin: Selfheal, „Heil aller Schäden“, „Heil aller Welt“… die Liste ließe sich weit fortsetzen…

Es gibt sie wirklich, diese (fast) Allesheiler. In meiner Herbalistenausbildung habe ich gelernt, ein guter Herbalist ist nicht der, der 40 Kräuter gegen eine Krankheit weiß, sondern ein Kraut gegen 40 Krankheiten.

Das kann ich nur unterstreichen. Wer sich ein wenig mit namhaften Kräuterheilern beschäftigt, wird schnell feststellen, dass die meist ihre, für Außenstehende recht profanen, Lieblingskräuter haben. In der englischen Kräuterkunde stehen zum Beispiel Löwenzahn und Ingwer ganz vorn (zu Recht) und in Amerika unter anderem die Goldsiegelwurzel (auch zu Recht). Wir Deutsche scheinen einen Hang zum Exklusiven zu haben, wir holen uns die exotischsten Mittelchen aus der Apotheke und vergiften die Heiler in unserem Vorgarten…

Das Kraut „Heil aller Schäden“ dürfte z. B. ein jeder kennen. Es ist unsere ganz gewöhnliche Schafgarbe. Manch einer bringt dann noch zusammen, dass es bei Magenbeschwerden hilft, oder bei Frauenbeschwerden. Das ist ja immerhin ein Anfang. Tatsächlich ist die Schafgarbe immer mein erstes Mittel  bei Magenproblemen und Frauenbeschwerden. Das rate ich auch meist den Teilnehmern. Die heilende Garbe wirkt auf so breiter Ebene, dass die Probleme damit oft schon erledigt sind. Erst wenn die Schafgarbe nichts ausrichten kann, empfehle ich ein intensives Auseinandersetzen mit den Beschwerden. Von der Diagnose (auch über den Arzt) bis hin zur speziellen Rezeptur.

Die Schafgarbe kann tatsächlich viel mehr. So findet sich ihr Einsatzgebiet auch bei Bluthochdruck, Kopfschmerzen und Herzbeschwerden. Wobei Heilpflanzen in der Regel nicht wie Allopathika irgendwelche großen Wirkungen in eine Richtung haben, sondern eher ausgleichend wirken. Jemand mit niedrigem Blutdruck muss jetzt keine Angst vor einem Tässchen Schafgarbentee haben.

Sie findet ihre Anwendung auch bei Infekten, Fieber und, wer hätte das gedacht: zur Wundbehandlung (innerlich und äußerlich). Die Schlauberger unter uns wissen das wahrscheinlich schon, daher kommt nämlich der lateinische Name: Achillea… das Kraut, das Achilles für seine Ferse brauchte.  „Soldatenkraut“ ist im Übrigen auch eine der Bezeichnungen für die Schafgarbe.

Sie ist eines der wenigen Kräuter, die man direkt auf Wunden auflegen kann. Sie heilt und desinfiziert. In der Reiseapotheke als Pulver mitgeführt, ist man auf der sicheren Seite. Auch bei Nasenbluten kann das  Pulver helfen. Wer sich dagegen die Blättlein pur in die Nase prummelt, kann auch das Gegenteil erreichen.

Krämpfe aller Art (Magen, Darm, Menstruation), vielfältige Einsatzgebiete (Erkältungen, Lungenprobleme, Wundbehandlung, Herz), also wenn die Schafgarbe kein Allroundtalent ist, weiß ich nicht.

Als Bitterkraut ist sie natürlich auch ein Tonikum, dass man sich nicht entgehen lassen sollte. Bitterkräuter sind standardmässig in Lebenselixieren. Sie feuern nicht nur die Verdauung an, sondern auch Stoffwechsel und Lebensgeister.

Die jungen Blättchen, auch Augenbraue der Venus genannt, schmecken roh hervorragend, auch im Salat. Die älteren kann man immerhin noch wie ein Gewürzpulver benutzen.

Wer die Schafgarbe als unerwünschtes Beikraut aus seinem Garten entfernt, könnte durchaus den verständnislosen Blick eines Antroposophen ernten. In der antroposophischen Lehre ist sie nämlich das Kraut, dass „Äther- und Astralleib“ verbindet. Sie wird daher gern im Garten als Helfer für die anderen Pflanzen stehen gelassen und auch das regelmässige Tässchen Tee für den Menschen ist bei dieser Eigenschaft natürlich obligat.

Tatsächlich kann ein einziges Fiederblättchen der Schafgarbe deutlich dazu beitragen, eine Schubkarre Gartenkompost zu zersetzen.

Bei den Indianern Nordamerikas steht sie bei den Heilkräutern ganz vorn. Wen wundert es, bei diesen Eigenschaften? Krampflösend, antiviral, antibakteriell… um nur einige nochmals zu erwähnen.

Frauenärztin Heide Fischer empfiehlt eine Schafgarben –  Teekur für Frauen, die ein wenig ihr Bewusstsein schärfen und ihre Empfindungen und Träume während dieser Zeit aufschreiben sollen. Den Tipp kann ich  nur aus ganzem Herzen weitergeben.

Schafgarbe wird auch als begleitend/schützendes Mittel bei der Strahlentherapie angewandt. Das sie gegen Strahlung aller Art wirksam ist, kennt man aus den Blütenmitteln. Die Essenzen werden auch bei Bildschirmarbeitern oder Arztbesuchen (Röntgen) eingesetzt.

Aus den harten Stängeln machen die Chinesen ihr „I Ging“ – Orakel, das so lang geschüttelt wird, bis ein weissagendes Stängelchen herausfällt.

Eine absolut unmedizinische, aber seelenstreichelnde Anwendung: Mit Gold eingesprühte, getrocknete Blütenstängel für die Weihnachtsdekoration.

Tatsächlich kann man mit nur einer einzigen Pflanze schon einen halben Medizinschrank füllen. Sie ist ein Standardnotfallmittel und ein Gesundheitstonikum. Also keine Angst vor der Kräuterkunde. Fangt damit an, was vor euren Füssen wächst und lernt das kennen!

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