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Posts Tagged ‘Schulmedizin’

Ich lasse ja so manches Mal meine Meinung zur Schulmedizin mehr als deutlich durchblicken. Und wie so oft, belehrt mich das Leben, dass es kein „schwarz“ und „weiß“ bei solchen Themen gibt.

So ist mein lieber und recht betagter Vater vor zwei Tagen mit Oberschenkelhals- und Armbruch in das Braunschweiger Holwedekrankenhaus gekommen. Natürlich wäre hier eine sofortige Operation geboten (und ja, da bin ich auch wirklich dafür, ich würde hier nicht mit Kräutern experimentieren!). Das Problem bei hochbetagten Senioren ist aber meist das Herz, bei meinem Vater, der Herzmedikamente nehmen muss, ein besonders gefährlicher Punkt. Außerdem bekommt er Blutverdünner, der auch nach der Einnahme lange im Organismus kreist. Wenn man jetzt operiert, läuft man Gefahr, dass der Patient schlicht verblutet.

Die vorläufige Entscheidung war also, ein paar Tage zu warten. Dann entschied der Arzt jedoch, trotzdem zu operieren. Die Komplikationen, die durch die bereits (falsch) eintretende Heilung der Brüche eintreten könnten, erschienen ihm zu hoch.

Es wurden richtige Notfallpläne gemacht und (man verzeihe mir jetzt mal mein Laienwissen) „Notfallpunkte“ bestimmt, damit im schlimmsten aller Fälle der Patient doch gerettet werden kann. Er wurde also operiert.

Die Operation verlief normal. Wie man sich denken kann, ist so ein alter Mensch jedoch nach so einem Eingriff mehr als geschwächt. Er liegt auf der Intensivstation und hat derart viel Schläuche in sich, dass man sie mit Kabelbinder bändigen muss.

Aber er lächelt.

Die behandelnden Schwester und Ärzte haben permanent ein Auge drauf. Gestern war sein Blutdruck zu sehr im Keller. Ich fürchtete schon, dass nun sein Medikamentcocktail noch ein paar Zutaten bekommen sollte. Aber man entschied, den Druck per Volumen, also mit noch einer Infusion, in den Griff zu bekommen.

Ich finde es wirklich gut, dass sich das Personal hier bespricht und das nicht überall nach Schema „F“ gearbeitet wird. Natürlich sagen mir die ganzen Werte, die die Maschinerien herum abgeben nicht viel, das Krankenblatt noch weniger, aber mein Bauch sagt, hier wird Menschenmögliches gemacht. Mein Vater hat eine gute Chance, wenigstens einigermaßen wieder auf die Beine zu kommen.

Eine Intensivstation ist kein Fünf-Sterne-Hotel, aber das Personal ist hier größtenteils überdurchschnittlich geduldig und freundlich. Und das ist mit manch altem Sturkopf nicht immer leicht. Mein alter Herr kann sogar auf dem Krankenbett noch recht knurrig werden.

So bin ich ein wenig mit der Schulmedizin versöhnt und hoffe inständig, dass sich diese und die Naturheilkunde eines Tages so annähern, dass der Patient das Beste aus beiden Welten bekommt.

Tja, und nun sitz ich hier und kann nicht viel mehr als die Finger und mein Mundwerk bewegen. Aber mit diesen Waffen kämpfe ich. Direkt vor meiner Arbeitsstelle überfällt mich ein Hexenschuss, der sich gewaschen hat…

Wer das schon mal erlebt hat, kennt vielleicht auch die grinsenden Gesichter der Mitmenschen, wenn man sich entenärschig im Milimeterschritt vorwärtsbewegt, auf alles stützend, was greifbar sein könnte (greifen kannst du es dann doch nicht, weil du dann einen Rückenmuskel bewegst…). In unendlicher Langsamkeit hab ich es bis in meinen Bürostuhl geschafft, mir erst einmal Schmerztabletten in den Mund werfen lassen und eine Wärmflasche ins Kreuz.

Da ich sehr gute Erfahrungen mit der Chiropraktik in diesen Fällen gemacht habe (bei meiner Kieler Chiropraktorin reichte eine Behandlung), rief ich eine Praxis an, die nahezu unserem Büro gegenüber lag und die mit der Behandlung von chronischen und AKUT-Fällen warb. Nun, für akut hielt ich mich.

Ob ich denn schon Patientin wäre, fragte man mich. Nein, erwiderte ich, ich sei jetzt seit Jahren nicht mehr beim Chiropraktiker gewesen. Na, dann könne man mir leider nur einen Termin in zwei Wochen geben.

Tja… also Patient kommt doch vom englischen „patient“, also „geduldig“, aber für die nächsten zwei Wochen unbeweglich in meinem Bürostuhl hocken, hatte ich nicht vor.

Mir kam die Info in den Sinn, dass Chiropraktoren in Dänemark nach dem „Kurpfuschergesetz“ beurteilt werden…. ganz, ganz böse Gedanken keimten in mir auf. Gibt es für Naturheilkundler oder Heilpraktiker (Chiropraktoren müssen hierzulande zur Zulassung eine Heilpraktikerprüfung ablegen) keine Notfälle?

Zum Glück hat man ja auch noch Einfälle. Mein lieber Mann erneuerte mir erstmal die Wärmflasche, was zur Folge hat, dass mein Bewegungsradius sich schon um 15 cm erweitert hat und ich den Bürostuhl bereits mit den Füssen weiterbewegen kann. Auch mit den Armen kann ich mich vom Tisch abstützen (heranziehen tut aber noch weh). Ich denke, irgendwie schaffen wir das bis zum Büroschluss noch mit Wärmeanwendung, Laienmassage, viel Mut und wenig Bewegung, mich wieder nach Haus zu bekommen.

Da seh ich doch bei dem Einen oder Anderen ein Lächeln im Gesicht? Malt ihr euch gerade aus, wie ich an meinem Schreibtisch hocke? Na bitte, gern. Wenigstens hat dann jemand etwas von dieser Misere…

Aber auch ich hab zu lernen, dass man eben nicht alles schwarz/weiß sehen kann.  Es gibt Gute und Schlechte auf beiden Seiten.

Und was sollt ihr daraus lernen?

Das ihr das Recht und die Pflicht habt, euer Gehirn einzuschalten. Egal ob beim Heilpraktiker oder beim Arzt! IHR seid die Hauptverantwortlichen für eure Gesundheit. Gebt die Verantwortung bitte nicht an der Rezeption ab…

Sollte ich mich demnächst wieder bewegen können, mehr an dieser Stelle.

Einen schönen, schmerzlosen Tag euch allen.

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Leider, leider ist dieses wunderbare Zitat nicht von mir…

ich habe es aus diesem aufschlußreichen Buch eines Querdenkers

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Die Frage „Wieviel Medizin überlebt der Mensch?“ halte ich durchaus für berechtigt. Günther Loewit, selbst Arzt, macht sich beunruhigende Gedanken. Beunruhigend, weil man es irgendwie schon geahnt hat, das da etwas nicht stimmt, mit unserer „Gesundheitspolitik“.

Loewit nimmt kein Blatt vor den Mund:

Wissenschaftler belegen, dass Patienten, die derartige Alzheimer-Medikamente einnehmen, im Durchschnitt doppelt so oft in ein Krankenhaus aufgenommen werden müssen wie Demenzpatienten, die diese Tabletten nicht benutzen. Das Risiko, einen Herzschrittmacher implantiert zu bekommen, steigt um 49 %, das Risiko, einen Hüftbruch mit anschließend notwendiger Operation zu erleiden, um 18 %.

Mit dieser Äußerung dürfte er auf der Hassliste der Pharma ganz oben stehen.

Dr. Loewit prangert schonungslos an. Schon seine Widmung ließ ein Kribbeln über meine Haut laufen:

Im Gedenken an meine Mutter und ihren Bruder …, die beide, mit einer schweren Krebserkrankung konfrontiert, der Dankbarkeit über ein erfülltes Leben den Vorzug gegenüber einem sinnlosen medizinischen Kampf um Wochen und Tage gegeben haben.

Oha, da trifft er bei mir voll ins Schwarze. Ich musste bei meiner Mutter, die sich eben genau für das Gegenteil entschied, ein leidvolles Siechtum erleben, das nach Aussage ihrer Ärzte etwa ein Jahr mehr Lebenserwartung bringen sollte…

Ich weiß nicht, ob das stimmte. Mag sein, dass sie ohne Chemo eher gegangen wäre. Aber was ich bei der Begleitung ihres letzten Weges erleben musste, hat meine eigene persönliche Entscheidung stark beeinflusst.

Nein, ich will hier keinem meinen Weg anraten. Die Person, die die Hauptverantwortung für dein Leben trägt, siehst du täglich vor dem Spiegel. Ich habe sicherlich auch nicht den ultimativen Weg oder Tipp für Krebserkrankungen. Aber ich plädiere dafür, dass du dich mit den Alternativen auseinandersetzt, dir ALLE Meinungen anhörst (sowohl Schulmedizinisch, als auch Alternativ) und dann DEINE Entscheidung triffst.

Das die Schulmedizin nicht uneingeschränkt das Monopol auf Gesundung hat, sollte sich ja allmählich herumgesprochen haben. Und das Dr. Loewit hier mal Tacheles redet, finde ich sehr, sehr gut. Ich hoffe nämlich auch auf ein Umdenken – darauf, dass wir endlich zu einer ganzheitlichen Medizin kommen. Und das bedeutet die harmonische – optimaler Weise synergetische – Ergänzung beider Methoden.

Nun, es gibt sie ja schon längst, die Mediziner, die als Fachkräfte auch kritisch ihren Lehrherren und ganz besonders der Pharma gegenüberstehen. Dr. Loewit ist so einer. Er puzzelt die Statistiken auseinander und kommt zu der Erkenntnis:

Rechnet man die Zahlen der einzelnen medizinischen Fachgesellschaften zusammen, stellt sich heraus, dass es scheinbar mehr Patienten als Einwohner gibt.

Sagte nicht schon mal ein ganz berühmter Kopf  „ich glaube keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe…?“

Und damit nicht genug. Günther Loewit prangert auch die „Standardisierung“ des Patienten an: Das Anheben der Grenzwerte, um schön feine neue Medikamente zu verschreiben.  Er sagt (und auch das werde ich wieder groß und deutlich schreiben, ihr Lieben 😉 )

jede weitere Abweichung von der Norm wird pharmakologisch bestraft.

Hei, wie ketzerisch. „Pharmakologisch bestraft“. Der Mann gefällt mir. Also seine Denk- und Ausdrucksweise. Privat kenn ich ihn ja nicht.

Ich habe beileibe nichts gegen lebensverlängernde Maßnahmen. Schließlich ernähre ich mich täglich mehr oder weniger gesund und versuche ausreichend Schlaf zu kriegen. Eben genau deshalb, um noch ein Weilchen auf diesem Planeten zu bleiben. Und wenn ich krank bin, mach ich was dagegen. Aber ich ziehe doch eine deutliche Trennlinie zwischen „lebensverlängernd“ und „leidensverlängernd“. Wo die ist, kann ich allerdings nur für mich persönlich entscheiden.

Und das könnt ihr natürlich auch. Übernehmt die Verantwortung für euer Leben. Da gehört erst einmal dazu, dass ihr euch informiert. Jedem, der unser sogenanntes Gesundheitssystem hinterfragt, dem rate ich wirklich zu Lektüre dieses Buches.  Ihr könnt es wie immer im Buchhandel, mit Klick aufs Buch auch bei Amazon direkt, oder in Büchereien bekommen. Skoobe hat´s auf alle Fälle (die bieten grad ein kostenloses Schnupperabo an).

und dann meine Lieben, trefft eure Entscheidungen. Es ist EUER Leben. Ich will es mal mit Kästner sagen:

Wird’s besser? Wird’s schlimmer? fragt man alljährlich. Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich!

Da lohnt es sich doch wirklich, aus jeder Lebenssekunde das Beste herauszuholen… fangt einfach an!

 

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