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Posts Tagged ‘Spitzwegerich’

Kinder sind unsere Lehrmeister. Auch als Kräuterhexe komme ich immer wieder zu dem Schluss. Ich unterrichte z. Zt. innerhalb der Nachmittagsbetreuung Naturkosmetik an unserer Schule. Diese Woche sind wir (da mein Budget ein wenig knapp ist), einfach in den Schulwald marschiert und haben ihn geplündert. Wir wollten Gesichtswasser gegen erste Pickelchen machen und eine Creme für Mutti (Muttertag naht)…

Da diese Gruppe aus 10-11 Jährigen besteht, die beileibe noch keine komplizierte Kosmetik nötig haben und die sowieso noch spielerisch an die Sache herangehen, halten wir die Rezepte wirklich absolut einfach. Unser Gesichtswasser besteht da nur aus Kräutertee (mit destilliertem Wasser gekocht) und einem Schuss Obstessig.

Als Kräuter haben wir Gundermann gesucht (super für die junge Haut und auch erste Pickel) und auch Spitzwegerich (für die empfindlicheren). In die Creme, die ich mit einer anderen Gruppe machen wollte, sollte Goldnessel.

Die Rezepte habe ich aus einem Naturkosmetikbuch, dass sich wirklich aufs Wesentliche beschränkt. Andere Zutaten als Öl und Bienenwachs sind hier kaum zu finden.

So ein Gesichtswässerchen ist natürlich im Handumdrehen gemacht. Es riecht ein wenig nach Essig, aber wen das nicht stört, der hat einen wunderbaren Hautpfleger. Da die Kinder kaum zu bremsen sind, nahm ich mir auch Einiges mit nach Haus. Für die empfindliche Haut kam auch noch ein wenig Honig ins Wässerchen.

Die Goldnesselcreme ist eigentlich eher eine Salbe. Sie hat keinerlei wässrige Anteile. Normaler Weise mögen die meisten diese Haptik nicht. Natürlich ist Salbe „schwerer“ und zieht nicht so leicht ein. Wir sind halt chemieverwöhnt. Ich nehme meist ganz wenig Salbe, oder trag sie auf die feuchte Haut auf, oder vermische sie in der Hand mit ein wenig Wasser. Meine nicht mehr ganz junge Haut mag die Konsistenz eigentlich ganz gern.

Ich habe zuvor auch noch nie Goldnessel verarbeitet. Mir war keine herausragende Wirkung der Nessel auf die Haut bekannt. Da diese Salbe eine hervorragende Nacht-Nährcreme sein soll und da die Nessel z. Zt. üppig in den Wäldern wächst, musste ich das natürlich ausprobieren.

Wir haben also auch die Goldnesselsalbe gemacht. Statt eines Pflanzen-Ölauszugs sollte in diesem Rezept das Öl (100 ml Weizenkeim) zusammen mit der Pflanze (500g) erhitzt werden.  Das Ganze sollte langsam erkalten und danach nochmals kurz erhitzt werden.

Das war gar nicht so einfach. 100 ml Öl für 500 g Kraut ist wirklich wenig. Teilweise hatte ich Angst, die Blätter zu fritieren und wechselte schnell von Herdplatte zu Wasserbad. Auch kenne ich es eigentlich nicht, Weizenkeimöl zu erhitzen. Ich gebe es meist nur in mäßiger Wärme zum Schluss dazu.

Nach dem zweiten Erhitzen hatte ich eigentlich mehr einen grünen Brei. Den abzuseihen war gar nicht so einfach. Die Salbe erkaltete teils schon im Sieb.

Schließlich hatte ich doch genügend Creme erbeutet. Und seit ein paar Tage wende ich die Mittel an. Das einfache Gesichtswasser mit Obstessig und die Bienenwachs-Weizenkeimsalbe mit Goldnessel.

Die Wirkung ist umwerfend. Ja, so etwa ein halbes Stündchen nach dem Auftragen merke ich noch deutlich den Salbencharakter, aber dann ist die Creme kaum noch zu spüren. Nur die Haut ist deutlich weicher und „entknittert“. Dieses Gefühl hält den ganzen Tag an.

Ich finde es wirklich schade, das Salben für die reine Pflege so einen schlechten Ruf haben. Wem eine Salbe deutlich zu üppig ist, der sollte sie wirklich nur hauchfein und auf feuchter Haut auftragen.

Ja, Kosmetik kann pur und einfach sein. Ohne Harnstoff – sorry – weniger anrüchig: Urea, ohne Allantoin, ohne Hyaluronsäuren und irgendwelche Mikro-, Nano-, Sonstwaspartikel.

Die Ergebnisse sind so spektakulär, dass man sich echt fragt, wie wir dazu gekommen sind, soviel Brimborium auf unsere Haut zu lassen. Und Salben, ja Salben halten mangels Wasseranteil wirklich sehr lange. Das Wasser wird, wenn überhaupt, beim Auftragen frisch mit zugegeben.

Erste Versorgungsengpässe aufgrund der neuen Eu-Richtlinie sind mir schon aufgefallen. Da ist es doch super, dass wir mit einfachen Mitteln soviel erreichen können.

So gibt es den ehemals größten Kräuterarzneihersteller „Madaus“ so nicht mehr. Er hat sich „übernehmen“ lassen. Ein Blick auf die Homepage lässt gerade nochmal drei Heilkräuter finden.

Bei Weleda fällt noch nicht viel auf, allerdings lässt sich z. Zt. die Seite „Mittel von A-Z“ nicht abrufen. Da scheint etwas überarbeitet zu werden.

Es ist wie es ist. Auch die kleinen Kräuterarzneimittelhersteller müssen sich ja irgendwie anpassen und ihre Schäfchen ins Trockne bringen. Das haben sie sicherlich schon bei Inkrafttreten (2004!) gemacht. Ob durch Reduzierung des Angebotes, Fusionen, oder Verlegung der Märkte, das werden wir erst noch rausfinden müssen.

Außerdem häufen sich die Beiträge in den Medien, die Alternativmedizin in Frage stellen. Ja sogar neue Angriffe auf die Homöopathie musste ich feststellen. Es werden „Wunderheiler“ an den Pranger gestellt und alle labortechnisch nicht gesicherten Methoden gleich mit (NDR). Ich rechne damit, dass wir demnächst vermehrt Studien über die Gefährlichkeit einiger Kräuter um die Ohren kriegen und ein paar Fälle, die nach der Einnahme von Löwenzahn ins Koma fielen…

Gut, das war vielleicht ein bisserl überspitzt, aber so und so ähnlich geht es doch schon seit Jahren. Naturmediziner und -heiler werden das wissen.

Schön, dass wir beim Einfachen bleiben können. Schlicht nach der Faustregel: Was man Essen kann, kann man sich auch ins Gesicht schmieren. Wobei ich das ein wenig auf Lebensmittel ohne Puls beschränken würde….

Die Rückkehr zu den einfachen Schönheitsrezepten bewahrt uns auch vor Konservierungsmitteln. Ich hab vor grob einem Jahr über die Gefährlichkeit der Parabene geschrieben und auch darüber, dass die in Frankreich wegen Brustkrebsgefahr längst verboten sind. Meine Warnungen hier wurden heruntergespielt. Auch eine Apothekerin meines (damaligen) Vertrauens wies freundlich darauf hin, dass sie schließlich studiert hätte und ich nicht jeden Scheiss glauben solle. Auch in der Apo würden sie diese Stoffe für ihre Cremes nehmen.

Wer jetzt mal aufmerksam durch die Kosmetikregale geht, wird vermehrt den Aufdruck „ohne Parabene“ finden. Aha. Warum extra darauf hinweisen, wenn die doch harmlos sind?

Weil hier der Verbraucher auch erst informiert wurde, nachdem die Wirtschaft ihre Produktion umgestellt und die Lagerbestände verramscht hat.

Wir Deutschen streiken doch so gern. Sie nicht? Weil Sie auch nicht bei der IG Metall sind, oder kein Eisenbahner? Sondern genau so ein kleiner Fisch wie ich, der beim bloßen Andeuten von Streik auf der Straße stehen würde?

Na, dann mal jetzt. Lasst uns alle gemeinsam streiken. Also so ein Streik, von dem JEDER Bürger etwas hat. Man kann wirklich ALLES, was zur Körperpflege gehört, selbst machen, ohne studiert zu haben. Sogar Deo. Da findet ihr ein paar super Rezepte auf Elianes Seite (siehe meine Links auf der rechten Seite 😉  )

Es gibt mittlerweile viele Kosmetikrührerinnen. Auch einige, die wie ich, mehr Kräuterhexen sind und nicht den Hobbythekbaukasten verwenden. Wir dürfen euch das zeigen. Machen leider nicht. Die Auflagen sind nahezu nicht erfüllbar. Oder wir würden uns illegal betätigen. Viele Seifensiederinnen machen das und hoffen, das da nichts passiert. Na, ich drück euch die Daumen, Mädels, aber ich kenn auch andere Fälle.

Wer eine Seifensiederin kennt, oder eine ist, ist ebenfalls glücklich dran. Handgekochte Seifen mit natürlichen (!) Zutaten machen weitere Körperpflege mit Cremes oft entbehrlich. Zwar ist der Säureschutzmantel eine Weile weg, aber der kommt rasch wieder. Lasst euch da nichts erzählen. Die Pflege hingegen ist super!

Aber Vorsicht auf den so beliebten Bauernmärkten! Gerade weil diese Seifen so beliebt sind, wird hier viel gemogelt. Besonders wenn es recht farbintensive Seifen sind, sollte man mal kritischer schauen.

Wirklich handgesiedete, mit Liebe hergestellte Seife kann auch nicht billig sein. Rechnet sich jedoch trotzdem, weil man viel Creme spart…

Meine Pläne nach England oder Irland auszuwandern, werden mir leider auch nicht lange helfen. Die EU ist überall. Nun ja, was ich in meinen vier Wänden für mich tue, geht (noch) niemanden etwas an. Irgendwie werd ich das Gefühl nicht los, dass wir so langsam auf eine zweite (Kräuter-) hexenverfolgung zusteuern. Aber ich werde das Wissen bewahren und auch weitergeben. Und da bin ich nicht die Einzige. Denn dieses Mal gibt es viele von uns. Und wir sind da! Bleibt kritisch!

So – ich creme mir eins… da fällt mir ein, ich wollte auch die Haarfarbe mal wieder etwas anhübschen. Zwiebeln und Lorbeerblätter – ein nettes Rotbraun!

Einen schönen Muttertag euch allen!

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Auch wenn der Titel zu der Interpretation reizt: Ich meine nicht Ihre Triebe, lieber Leser. Da kann ich nur hoffen, dass diese gesund sind. Ich will von den köstlichen und überaus gesunden Trieben unserer Heilpflanzen reden. „Heilpflanzen“ ist, zumindest für mich, ein sehr weiter Begriff. Nahezu jedes bisschen Grün, mit Ausnahme vielleicht des holländischen Gewächshauskopfsalates, hat in irgend einer Form eine heilende Wirkung und ist damit tatsächlich ein „Lebens“-mittel.

Das Mindeste, was uns ein Pflänzlein zu bieten hat, ist sicherlich der gut ausgestattete Mineralstoff- und Vitaminspeicher. Schon allein damit trägt es zur Gesundung und Gesunderhaltung bei. Außerdem werden in jüngster Zeit immer mehr und mehr Heilqualitäten (wieder-) entdeckt, die mich tiefen Respekt vor unseren Pflanzenschwestern lehren.

Der Juni ist die optimale Zeit um z. B. den Fichtentrieben ihr Geheimnis zu entlocken. Natürlich kann man auch andere Nadelbaumtriebe nehmen, Tanne, Lärche, Kiefer, je nach Gusto, nur Eiben lasse man hübsch bleiben. Das Gift sitzt hier zwar hauptsächlich im Samenkern, aber als Knabberei möchte ich die Triebe nicht empfehlen.

Natürlich kann man auch schon im Mai sammeln. Im Juni sind sie aber einen Hauch würziger und geben mehr ihres kulinarischen Geheimnisses preis. Auch ist das Sammeln ob der höheren Masse leichter und schneller.

Wobei ich gleich beim Thema „Ernten“ bin. Triebspitzen braucht die Pflanze ja auch zum Gedeihen. Wir ernten also umsichtig, ohne gleich einen Kahlschlag zu hinterlassen. Ein Wenig hier, ein wenig da. Das sollte selbstverständlich sein.

Fichtentriebe schmecken dezent harzig, leicht säuerlich und sehr delikat.  Sie sind skeptisch? Trinken Sie vielleicht beim Griechen den köstlichen Retsina? Auch der enthält ein Harzgeheimnis. Wenn Sie Retsina mögen, werden Sie Fichtenspitzen lieben.

Fichtenspitzen sind sehr Vitamin-C reich. Karl der XII. stärkte seine Soldaten, die Moskau belagerten und kaum noch Nahrung hatten, mit Fichtenabsud. In der Volksmedizin wurde die Fichte bei Skorbut verabreicht.

Wer es schnell und einfach mag, der kann junge Triebe pur dem Salat zugeben, leicht zerstoßen als Tee aufkochen (etwas Zimt und Nelke dran), oder für einen heißen Frühsommertag eine leckere Waldbowle ansetzen (einfach in Weißwein ausziehen lassen und dann mit Mineralwasser aufgießen).

Der Eine oder Andere wird sich das Aroma aufbewahren wollen. Auch das ist möglich. Z. B. mit:

Fichtennadelöl

Einfach die Triebe in einem neutralen Speiseöl etwa drei Wochen ausziehen lassen. Dann abseihen. Delikat als Dressing oder auch zum Braten (besonders Wild).

Fichtennadelsirup

Wenn Sie den Fichtentrieben die Seele entlocken wollen, setzen sie einen Sirup (kalt) an. Dazu kochen Sie 1 Liter Wasser auf und lösen darin 1 kg Zucker. Nach dem Abkühlen kommen 3-4 Handvoll Fichtentriebe(klein geschnitten), 1 Zitrone (in Scheiben) und 25 g Zitronensäure dazu. 48 Stunden kühl und dunkel stehen lassen, abseihen. Durch die Harz- und Gerbstoffe  hält sich der Sirup sogar 1-2 Jahre.

Fichtensirup – Variante

1 l Wasser

2 kg Zucker

2 Zitronenscheiben

600 g Triebe

Triebe in Einmachgläser füllen, Wasser, Zucker und Zitronenscheiben aufkochen, abkühlen lassen und ohne Zitronenscheiben über die Triebe füllen. Verschließen, einen halben Mondlauf an die Sonne stellen. Abseihen, kühl aufbewaren.

Dieser leckere Sirup ist Grundstoff für viele kulinarische Genüsse. Für Kinder einfach mit Mineralwasser aufgießen und die Waldgeisterbrause prickelt. Erwachsene können zu gleichen Teilen mit Weißwein mischen und haben einen wunderbar geheimnisvollen Waldwein.

Bitte die Triebe nicht wegwerfen! Sie können noch für Essig und für Likör verwendet werden (und das sollten sie auch!)

Fichtendicksaft/Honig

400 g Schösslinge

1 l Wasser

3 Zitronenscheiben

1 kg Zucker

Ohne Zucker aufkochen, abgedeckt 30 Minuten ziehen lassen,  abseihen. Zucker hinzugeben, etwa 1 ½ Stunden einkochen lassen. Hier ist ein bisschen Fingerspitzengefühl gefragt. Nicht ganz so lange gekocht, haben wir einen Dicksaft, etwas länger Honig, zu lange – und er kristallisiert aus (Das sind dann notfalls halt Bonbons…). Während des Kochens also ab und an einen Tropfen auf einen kalten Teller geben und die Konsistenz prüfen.

Fürs Frühstücksbrötchen oder zu Wildgerichten:

Schösslinggelee

800 g Schösslinge

8 Zitronenscheiben

2 l Wasser

1,8 kg Zucker

Gelierpulver

Zitrone, Wasser und Schösslinge aufkochen. Eine Stunde auf kleiner Flamme abgedeckt ziehen lassen. Abseihen, mit Zucker und Gelierpulver nochmals aufkochen und sofort abfüllen.

Geheimnisvoller Geist

Wenn Sie ein Liebhaber des (maßvollen) Alkoholgenusses sind, dann entlocken Sie der Fichte ihre Geheimnisse per Alkohol. Die Fichte liebt liebt Trester. Wenn Sie Kiefern ausziehen, versuchen Sie Grappa. Wacholder mögen Gin oder Trester.

Während sich die meisten Nadelbaumdamen auf eine Liason für 2 Monate einlassen, um ihre Geschmacksgeheimnisse preiszugeben, möchte die Fichte 5 – 7 Monate vom gebrannten Wasser umhüllt werden.  Bevor Sie die Triebe entfernen, kosten Sie kurz, ob die Verbindung schon gelungen ist.

Fichtentriebessig

½ kg Fichtentriebe (wie immer geht auch Tanne, Kiefer, Lärche… bitte immer noch keine Eibe!)

1 ½ l Weißweinessig

Die Triebe, die Sirupmachen übrighaben in einen Steinguttopf geben. Mit Weißweinessig übergießen, umrühren und 2-3 Wochen ziehen lassen. Abseihen, abfüllen

Schösslinglikör

½ kg abgeseihte Schösslinge (Siruprezept)

2 l Birnen- oder Apfeltresterbranntwein

14 Tage an die Sonne stellen, danach 14 Tage im Keller ruhen lassen. Abseihen, abfüllen.

Bei leichten Erkältungen ebenso zu empfehlen, wie zum puren Genuß.

Noch mehr Gesundes:

Hustensirup

Fichten- oder Tannenschösslinge

Huflattichblätter

Spitzwegerichblätter

Rohrzucker oder Honig

Die Kräuter lagenweise übereinanderschichten, dazwischen immer eine Schicht Honig/Rohrzucker geben (mit Zucker abschließen). 14 Tage in die Sonne stellen, abseihen, kühl lagern.

Sofort genießen?

Dann empfehle ich das Rezept nach dem begnadeten Oskar Marti, wie folgt:

Erbsensuppe mit Tannenschößlingen

800 ml Gemüsebouillon

200g junge Tannenschößlinge

2 Schalotten, gehackt

50 g Butter

1 EL Mehl

250 g junge frische Erbsen, enthülst

Salz

Schwarzer Pfeffer (ich bevorzuge „langen Pfeffer“)

150 ml Sahne

4 Tl geschlagene Sahne

Die Bouillon mit den Schösslingen aufkochen und zugedeckt 30 Minuten ziehen lassen.

Die Butter schmelzen und die Schalotten glasig dünsten. Mit Mehl bestäuben und die Erbsen kurz mitdünsten. Die Bouillon abseihen und zu den Erbsen geben. Zusammen weich kochen.

Die Suppe im Mixer fein pürieren, in den Topf zurückgeben, würzen, mit Sahne verfeinern. Anrichten und mit Sahnewölkchen verzieren.

Für die Naschkatzen:

Tannenschößlings-Sahne-Eis (natürlich ebenfalls eine geniale Oskar Marti Rezeptur)

300 ml Tannschößlingssirup

200 ml Milch

150 ml Sahne

3 Eigelb

1 Orangenschale fein abgerieben

Sirup und Eigelb gut vermischen. Milch und Sahne in einem Topf kurz aufkochen und noch kochend unter den Sirup rühren. Wieder in den Topf geben und zur Rose kochen, dass heißt, kurz vors Kochen bringen, aber nicht kochen lassen – Gerinnungsgefahr.

Sofort abkühlen, Orangenschale beigeben, in der Eismaschine gefrieren.

Fichtenspitzengelee

400 g Fichtenspitzen Zunächst 4 – 6 Fichtenspitzen zur Seite legen.

200 g Zucker karamellisieren lassen, mit

400 ml Weißwein oder Mineralwasser ablöschen und aufkochen. Die Fichtenspitzen zugeben, nochmals kurz aufkochen und zugedeckt etwa 20 Minuten ohne Hitze ziehen lassen. Den Sirup durch ein Sieb abpassieren. Die beiseite gelegten Fichtenspitzen klein hacken und wieder zugeben.

4 Blatt Gelatine in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und in dem heißen Sirup unter Rühren auflösen. Ein Spritzer

frischer Zitronensaft macht das Gelee fruchtiger.

Alles in eine Pyramiden-oder Pastetenform geben und erkalten lassen. Zum Servieren auf Teller stürzen.

Wie wäre es mit den Sandförmchen von (Enkel-) Sohn oder Tochter? Auch damit lässt sich ein Nachtisch prima zubereiten und die Kinderaugen werden sicherlich ganz groß…

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