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Posts Tagged ‘Sport’

Sollte es wirklich so einfach sein? Sollte der Körper nur mehr Bewegung brauchen? Vielleicht ist es tatsächlich so. Wenn ich mal drüber nachdenk, arbeite ich ja wirklich lange am Schreibtisch. Mit kleinen Kindern bist du da noch öfter unterwegs. Aber Vorträge vorbereiten, schreiben… da bewegen sich nur die Fingerknöchel. Am Wochenende willst du dann einfach ausruhen…

Da bewegt sich wirklich nicht viel.

 

Mit dem Laufen ist jedenfalls irgendwas in Gang gekommen. Ich hab tatsächlich weniger Hunger, fühle mich wacher und abgesehen von meinen schlackernden Kniescheiben, fühlt sich mein Körper besser.

 

Jetzt hab ich wirklich den Ehrgeiz, wenn ich den Stoffwechsel schon per Bewegung ankurbel, auch all den alten Mist rauszubekommen. Wortwörtlich. Ein gesunder Darm… ja mal wieder… nehmt es nicht auf die leichte Schulter, denn der Darm ist wirklich unser Hauptabwehrsystem. Wenn die Schleimhaut mit falschen Mikroorganismen besiedelt ist, oder schlicht und ergreifend defekt, ist Krankheit kaum aufzuhalten. Und wir sind leider vielen darmschleimhautschädigenden Einflüssen ausgesetzt. Allen voran Antibiotika, Chemotherapie, Kortikoide, aber auch andere Medikamente. Krankheiten können ebenfalls schädigen. Wenn sich nun schlicht und ergreifend schlechte Darmbakterien vermehren, dann leben wir nicht mehr in Symbiose mit unseren Mikroorganismen, sondern im Krieg. Das kann ein Kleinkrieg sein, oder auch ganz schön böse werden.

 

Im einfachsten Fall äußerst sich das vielleicht nur mit Blähungen, Kopfschmerzen und Müdigkeit. Tatsächlich gehen Forschungsergebnisse aber dahin, dass eine geschädigte Darmflora sogar Krankheiten wie Morbus Crohn oder auch Darmkrebs verursachen, zumindest aber begünstigen.

Wie kann das sein?

Abgesehen von den typischen Abwehrzellen im Darm, hat die Schleimhaut auch eine Barrierefunktion. Wenn keine Barriere mehr da ist – logisch – können schädigende Stoffe einwandern.

Außerdem hat man festgestellt, dass die Schleimhaut kanzerogene (krebsauslösend oder krebsfördernd) Stoffe teilweise neutralisiert. Natürlich geht das auch nur, wenn sie gesund ist. Bei Fehlbesiedlung durch falsche Organismen können sich aber auch zusätzlich kanzerogene Stoffe bilden.

Im Laufe der Zeit können sich auch sogar „Kotsteine“ bilden. Verhärtete Ablagerungen, die im Darm vor sich hingären und die, wenn groß genug und auf Wanderschaft, sogar böse Komplikationen durch Verschlüsse verursachen können.

 

Mit Fastenkuren können wir unseren Darm sanieren. Durch reines Fasten kann man sich bildende Kotsteine nicht herausbekommen. Mit der Mayr-Kur wäre das schon möglich. Da sie nicht so einfach zu diagnostizieren sind, bin ich ein Anhänger des Mayr-Fastens.

 

Wer Fasten möchte, sollte körperlich auch in der Lage sein. Es verbietet sich natürlich für Schwerkranke und Schwangere, wer ernsthafte Beschwerden hat, sollte unbedingt einen Arzt hinzuziehen. Das gilt natürlich auch, wenn man länger Fasten möchte. Normales Fasten kann man in Eigenregie etwa eine Woche machen und Mayrn etwa 2 Wochen. Gerade beim Mayrn wäre es toll, wenn es unter Anleitung von anerkannten Mayr-Ärzten oder -Heilpraktikern wäre, weil hier eine regelmässige Darmmassage dazugehört.

 

Ich werde also meine sportlichen Ambitionen mit Entgiftung unterstützen. Dazu beginne ich mit einer Mayr-Kur. Es würde meinen Blog sprengen, diese hier näher zu erläutern, aber es gibt wundervolle Literatur hierzu. Mein persönlicher Favorit ist

 

 

F.X. Mayr kurz & bündig: Verstehen. Anwenden. Wohlfühlen

 

Kurz, kompakt und zum absoluten Taschengeldpreis. Wer sich mit dem Mayrn an sich beschäftigen möchte, was ich vor Beginn des Mayrns auf alle Fälle empfehle, der sollte auch andere Werke lesen. Allen voran natürlich die Klassiker von Dr. Rauch:

 

Die Darmreinigung nach Dr. med. F. X. Mayr: Wie Sie richtig entschlacken, entgiften und entsäuern

Wem die pure Kur zu spartanisch ist, der findet hier eine milde Ableitung:

 

 

Milde Ableitungsdiät nach F.X.Mayr: Was Ihnen die Bauchform über Ihre Gesundheit verrät. Wie Sie Ihre Verdauung optimal regenerieren. Entgiften und entschlacken: So nehmen Sie gesund ab

 

Ja, ich weiß, immer wieder diese Mayr-Kur. Ich hab halt sensationelle Erfahrungen damit gemacht und nicht nur ich… Als ich damals meine Heilpraktikerausbildung machte, wurde uns die Kur von einem begeisterten Dozenten vorgestellt. Ich gebs zu, ich hielt sie für banal. Da ich aber damals noch vor hatte, eine Praxis zu eröffnen, sah ich mich gezwungen, die Kur einmal zu machen, bevor ich sie potentiellen Patienten empfehle.

 

Ich war begeistert. Meine Haut war straff, ich fühlte mich rundrum gut und ich hatte in zwei Wochen 7 kg verloren (für ein Jahr dauerhaft, trotz normalen Essens hinterher!)

Die Kur ist aber ausdrücklich nicht als Schlankheitskur gedacht. Das ist mehr oder weniger nur ein Nebeneffekt. Der Körper fastet eigentlich, was er wohl ob der Brötchen aber nicht wirklich merkt. Wer richtig „mayrt“ hat keinen Hunger. Die typischen Fastenkrisen verlaufen beim Mayrn in der Regel milder.

Mein Mann hat damals noch etwas mehr abgenommen und das Gewicht satte 5 Jahre ohne anschließende Essensumstellung gehalten. Ja, da könnt einem der Neid schon kommen, Männer haben wohl einen anderen Stoffwechsel.

 

Selbst bei ernsten Erkrankungen hat mir Mayrn geholfen, ich möchte sogar behaupten, dass Leben gerettet. Sollten Sie ernsthaft krank sein, besprechen Sie das Mayrn aber bitte mit einem Mayr-Arzt.

 

Ich werde also meine Fitnesspläne mit Mayrn unterstützen. Natürlich wird das sportliche Training dabei nicht ausgereizt, sondern milde fortgeführt. Langsam, Schritt für Schritt.

 

Erfahrene Mayr-Praktiker entsäuern oft gleichzeitig. Ich habe vor, im Anschluss ans Mayrn eine kurze Kräuterkur anzufügen. Da ich die oft und gern und natürlich erfolgreich gemacht habe, werde ich sie im Anschluss vorstellen. Wir kommen ins Frühjahr, und das ist die optimale Zeit zum Entgiften, für eine Frühjahrskur.

Und damit die wertvollen Nährstoffe auch da ankommen, wo sie sollen, mayr ich vorher…

 

 

Aber Mayrn ist natürlich nicht zwingend. Es gibt auch viele andere darmschleimhautsanierende Methoden. Schon allein wenn Sie ab und an einen „Schleimtag“ einlegen, helfen Sie Ihrem Darm enorm. Mit Leinsamen oder Flohsamen ist das schnell gemacht. Aber bitte auch reichlich trinken! Der Schleim schützt die Schleimhaut und bindet Toxine und andere schädigende Stoffe. Sollten Sie Medikamente nehmen, geben Sie sich ihre „Schleimer“ bitte erst eine halbe Stunde nach der Einnahme, weil leider auch die Wirkstoffe geblockt werden könnten…

 

Bis zur Bikinifigur werde ich das wohl nicht mehr schaffen, aber sich rundum besser fühlen, das ist doch ein Superziel! Bis jetzt hab ich meinen inneren Schweinehund im Griff und werde weiter berichten…

 

 

 

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Mein erster Joggingversuch bescherte mir eine Auffrischung meiner Anatomiekenntnisse. Ich bin mir mittlerweile wieder der Anzahl und Position sämtlicher Knochen und Muskeln des Körpers bewusst. Auch einige Bänder riefen sich deutlich in Erinnerung. Besonders um Aufmerksamkeit bat allerdings mein Kreuzbein.

Meine Chiropraktikerin meinte mal, meine Rückenmuskulatur sei reichlich schwächlich, wozu jahrzehntelange Bürohockerei sicherlich ihren Beitrag geleistet hat und daher wunderte mich der Schmerz im Kreuz nicht sonderlich. Allerdings war mir nicht klar, das Joggen auch den Rücken so bewegt (vielleicht kams ja auch vom auf dem Zahnfleisch kriechen hinterher).

Aber als Kräuterhexe bediente mich einfach mal schnell eines Anti-Muskelkater-Bades:

In ein Stück Mullwindel gab ich Mädesüßblätter. Dieses Beutelchen wurde vor den Badewannenauslass gehängt. Dann gönnte ich mir noch einen Becher Sahne, in den ich 8 Tropfen Cajeputöl, 6 Tropfen Muskatellersalbei, 4 Tropfen Majoranöl und 4 Tropfen Ingweröl gab. Diese Mischung gab ich auch noch ins Bad.

Herrlich! Wie Balsam für die müden Knochen. Statt des Mädesüß hätte ich natürlich auch eine Aspirin ins Wasser bröseln können, aber als Kräuterhexe meide ich natürlich die Chemie, wenn möglich.

Heute wieder joggen. Dieses Mal setzte die Schnappatmung erst nach 30 Sekunden ein… Im Ernst: mir ist es wirklich gelungen, tiefer und ruhiger zu atmen. Insgesamt fiel mir das Laufen etwas leichter, die Knochen meldeten sich nur die ersten 20 Schritte zu Wort, nur mit dem Kreuz hab ich noch so mein Kreuz.

Schon auf dem Rückweg konnte ich wieder reden und mit meinem Mann schimpfen („wer denkt sich so einen blöden Sport aus… alles Masochisten… die armen Gelenke… wenn Gott wollte… dass wir laufen… hätt er uns Profil unter die Füße getackert…), zum Glück nimmt er’s gelassen. Quält mich dafür hinterher mit der obligatorischen Wasserdosis.

Obwohl ich nun erst zweimal im absoluten „40-Jahre-untrainiert“-Modus gelaufen bin, kann ich doch schon einige Veränderungen ausmachen:

Mein Hunger, bzw. ständiger Appetit hat ziemlich nachgelassen. Kurz nach dem Laufen mag ich sowieso nichts und auch das Zwischendurchfutternwollen ist weg.

Das kann man doch sicherlich noch besser unterstützen. Wenn ich jetzt Kreislauf und Stoffwechsel in Schwung bringe, könnte ich doch gleich auch noch mal entgiften, das geht dann nämlich schneller. Auch der Topinambur wird noch verstärkt auf dem Speiseplan bleiben. Ich mach mir da mal Gedanken…

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Meine Güte, ich war eigentlich nie wirklich sportlich. Also ich hab in jungen Jahren schon Sport getrieben, aber nie wirklich etwas, wozu man Kondition braucht. Vor der Geburt meiner Kinder hab ich sogar ein paar Jahre getanzt. In der Zeit hatte ich eigentlich eine brauchbare Verfassung. Doch wie es oft so ist:  Der Haushalt, Kinder… Sport war nicht mehr drin.

Nach den Kindern wieder ins Berufsleben, Bürojob, oft 12 bis 14 Stunden – nein, für Sport war irgendwie nie richtig Zeit.

Das rächt sich natürlich. Ich hab den Eindruck, in jungen Jahren merkt man das nicht so, aber später scheint der Körper tatsächlich regelmässige Bewegung abzufordern.

 

Nun ja… gegen alle Unvernunft ließ ich mich also darauf ein, als alter Sack nochmal anzufangen. Da ich schon allein beim Wort „Sport“ Luftnot bekam, war ein sachtes Herangehen geboten. Mit einem Trainingsplan für Unbewegte meiner Alterklasse und einer Kondition wie ein ausgelaugter Teebeutel wollte ich anfangen. So auf dem Papier sah das alles ganz brauchbar aus. Mein Mann, der selbst in jungen Jahren sportlich recht aktiv war, sollte als Motivator mitkommen.

 

Große Güte, nach drei Tagen hatte ich keine Ausrede mehr und mein Mann stellte mir des Morgens die Laufschuhe hin. Mutig nahm ich die Herausforderung an. Außerdem war es noch dunkel, so dass das Dorf meine Blamage nicht sehen konnte. Uuuunnnd los….

 

So stellte ich mir bisher eine sportliche Betätigung im Sommer vor…

 

Was soll ich sagen… ich bin so froh, dass ich heil wieder ankam. Oh, Lunge, komm bald wieder! Dermaßen der körperlichen Vernichtung nahe, hab ich mich lange nicht gefühlt. Alles Bitten um ein Sauerstoffgerät und Erste – Hilfe – Maßnahmen kamen nicht an. Mein Mann redetete mir nur gut zu – oha – ich hätt ihn so hauen können, oder anschimpfen, aber ich hatte nicht genug Luft dazu.

Irgendwann, so meinte mein Mann, würden sich die Lungenbläschen wieder entkrampfen, die Rückenmuskulatur ihren normalen Platz wiederfinden, die Kaumuskelstarre sich lösen und auch mein glasiger Blick sich wieder mit Leben füllen. Er brachte mir noch ein Glas Wasser (Wasser! Nee… wer trinkt Wasser? Da poppen Fische drin!) und meinte, beim nächten Mal würde es schon alles viel leichter gehen.

 

Ja, wenns denn mal „gehen“ wäre, laufen soll ich ja! Alle meine Phlegma-Gene (ich bin überzeugt davon, dass es die wirklich gibt!) wollen sich durchsetzen, mich in Sicherheit wiegen, zählen mir tausend Beispiele auf, von Leuten, die ohne Sport recht alt geworden sind (wer kennt ihn nicht, unseren lieben Altbundeskanzler Helmut Schmidt…)

 

Allerdings, wenn ich mich mal so umschau, ich hätt schon Lust noch was Neues auszuprobieren, wie vielleicht Windsurfen oder so was. Aber mit einer Kondition wie ein ausgelaugter Teebeutel dürfte das schwierig werden. Und ich war ja definitiv auch schon mal fitter… so vor ein paar Jahrzehnten.

Ja, ich werde wohl doch weiter machen… wieder raus, laufen… natürlich mit meinem Mann, damit er die „Überreste“ auflesen kann. Und wer weiß, vielleicht finden meine Phlegmagene und meine Muskulatur doch Gefallen an der vermehrten Sauerstoffzufuhr, damit ich mehr Spaß an Aktivurlaub bekomme und meine Kräuterwanderungen können auch etwas ausgedehnter werden.

 

Sportler unter euch werden das vielleicht milde belächeln. Diese „Anfangswehen“ kennt ihr vielleicht gar nicht mehr, ja ich beneide nahezu jeden fitten Menschen ein wenig. Oft frage ich mich, wo sie überhaupt die Zeit für ihren Sport herbekommen und natürlich flüstern mir die Phlegmagene regelmässig zu, das Sport ja gar nicht so gesund sein kann, wieviele Menschen sind nicht schon dabei zu Schaden gekommen und seine Organe solle man doch nicht übermäßig strapazieren und abnutzen…

 

Aber nein, der innere Schweinehund kriegt jetzt mal Hausarrest und ich lass mich darauf ein. Dieses Lebensgefühl, einfach mal fit zu sein, dass möchte ich auch mal haben. Mein Mann meint, man könne in jedem Alter mit Sport anfangen. Als Älterer eben langsamer. Sollte ich diesen Blog nicht mehr weiter führen, wisst ihr, dass mein innerer Schweinehund doch recht hatte, aber eigentlich bin ich guten Mutes.

Eine gute Freundin sagte neulich: Alt werden heißt nicht automatisch krank werden!

 

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Irgendwie sind wir doch tatsächlich darauf gepolt altwerden mit krankwerden gleichzusetzen. Aber das ist wirklich nicht so…

 

Na, ich werde euch mit meinem Selbstversuch auf dem Laufenden halten! Natürlich könnt ihr mir auch eure Erfahrungen mitteilen. Vielleicht hat ja der Eine oder Andere auch innere Kämpfe bezüglich des Sportes auszufechten. Oder eine ehemalige Couchpotato hat einen guten Tipp. Immer her damit.

Denn so wunderbar meine Kräuter auch sind. Einen Kräutertee zum sportlich werden gibt es leider noch nicht…

 

 

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