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Posts Tagged ‘Wechseljahre’

Es war wieder ein Jahr der Prüfungen für mich. Treue Leserinnen haben sich das durch den verwaisten Blog vielleicht schon gedacht. Olaf Rippe von natura-naturans kündigte 2016 als Jahr an, „in dem die Sterne streiten“. „Na klasse“, dachte ich damals, glaubte mich persönlich aber relativ sicher, da die Vorhersage eher global gemeint war.

Ja, die Sterne streiten. Aber warum mit mir?

Sie stritten nicht nur mit mir. In meinem Umfeld gab und gibt es vermutlich noch viele Krisen zu meistern. Also rüsten wir uns!

Ich gönnte mir gerade eine Teilnahme an den Frauenheiltagen von natura-naturans. Sehr oft nehme ich die Angebote dort nicht wahr, was aber hauptsächlich der Entfernung geschuldet ist.

Die Gästeliste versprach Aufregendes. Und so war es denn auch:

 

Zunächst lauschten wir einem bewegenden Vortrag von Prof. Dr. Ingrid Gerhard. Sie machte eindringlich klar, wie sehr unsere Gesundheit und unser Gefühlsleben den Hormonen unterworfen sind. Eigentlich nichts Neues, gerade für uns Frauen. Erschreckend jedoch: die vielen hormonähnlich wirkenden Substanzen in unserer Umwelt. Ja, auch das wusste ich bereits. Schon mein Zahnarzt entfernte mir die damals so bejubelten Plastikplomben, die östrogenähnliche Wirkungen haben sollten und dem alten Amalgam da wohl kaum an Gefährlichkeit nachstanden. Er zeigte mir einige überzeugende Studien aus Schweden und den USA. Doch „wissen“ und „bewusst werden“ sind zwei unterschiedliche Dinge.

Prof. Dr. Ingrid Gerhard befasst sich seit Jahrzehnten mit der Problematik der Umwelteinflüsse. Vielen von uns ist der Holzschutzmittelskandal noch in reger Erinnerung. Aber haben wir daraus gelernt? Mitnichten. Über 200 Stoffe stellen uns Industrie und Landwirtschaft „zur Verfügung“, die unsere sensiblen Systeme aufs Gefährlichste belasten. Welche das sind, warum einige schon in anderen Ländern, aber nicht in Deutschland verboten sind und was wir trotz Allem tun können, erfahren wir in unseren Medien nicht. Diese Informationen müssen wir uns selbst beschaffen. Zum Beispiel bei Frau Dr. Gerhard:

http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/

Als wertvollen Tipp gab uns Frau Dr. Gerhard auch noch die App „ToxFox – Der Produktcheck des BUND“ mit auf den Weg, mit der man die Inhaltsstoffe von Kosmetika sofort überprüfen kann. ToxFox lebt vom Mitmachen. Da könnte natürlich auch mal jemand Inhaltsstoffe ein wenig „schönen“. Mitdenken ist daher immer erlaubt.

Auch die App „Codecheck“ von Codecheck.info ist einen Blick wert. Sie überprüft neben Kosmetika auch noch Lebensmittel.

Beide Apps sind kostenlos. Wer kein Smart- oder Iphone besitzt, kann auch direkt auf den Webseiten die Codes eingeben.

Danke Frau Prof. Dr. Gerhard für diesen Tipp!

 

Das Kontrastprogramm zu chemischen Formeln und medizinischen Studien bot uns schließlich Marlis Bader. http://www.marlis-bader.de/

Vor allem den Räucherfreudigen dürfte sie längst ein Begriff sein. Es soll ja noch immer Menschen geben, die Räucherwerk nur für Schall und Rauch halten, aber die würzigen Wolken können viel, viel mehr. Schon seit Urzeiten werden Räucherungen zum Schutz, zu Heilzwecken und für die Seele eingesetzt. Medizinische Räucherungen waren aber nicht das aktuelle Thema. Marlis Bader ging auf die Kraft des Heilrituals ein.

Für mich fiel da ein wichtiger Kernsatz: „Irgendwann nehm ich die komplette Verantwortung zu mir!“

Das schreibt euch auf! Das ist so was von essentiell. Das gilt für alle Lebensbereiche: Die Verantwortung übernehmen. Etwas, was heute kaum noch jemand macht. Wie schnell finden wir die „Schuld“ bei anderen! Aber gerade für unsere Gesundheit müssen WIR die Verantwortung übernehmen. DANN ist Heilung möglich!

Bitte nicht falsch verstehen: Damit ist nicht gemeint, jedem Arzt und Therapeuten die Freundschaft zu kündigen. Damit ist einzig und allein gemeint, sein Hirn einzuschalten, besser noch den Bauch und SELBST zu entscheiden, welchen Weg man geht. Und dann dazu auch zu stehen. Ob das der Schulmedizinische oder ein Alternativer ist, liegt bei euch.

Für ein Heilritual entscheide ich mich meist, wenn die anderen Wege erfolglos waren. Mit dieser Intention, mit der Eigenverantwortung und dem wirklichen Wollen (manch einer profitiert doch von den Umständen seiner Krankheit und will sie nicht loslassen), kann ein Heilritual gewaltige Kräfte entfalten.

So einem Ritualbeispiel durften wir folgen. Obwohl es nicht wirklich praktiziert wurde, war doch die Kraft spürbar.

Für jeden Räucherfreund und die, die es werden wollen, sind die Bücher von Marlis Bader Pflicht. Schon allein, weil sie unserer Räucherkultur näherstehen: Marlis bevorzugt einheimische Kräuter. Da freuen sich nicht nur Herz und Seele, sondern auch der Geldbeutel.

 

Margret Madejsky schließlich, die diese Veranstaltung mit ihrem Team ins Leben gerufen hatte, gab uns wertvolle Tipps zum Entgiften, speziell in Bezug auf unsere hormonelle Balance. Ja, auch da wusste ich schon Einiges. War ja nicht zum ersten Mal hier. Aber Asche auf mein Haupt … Da war doch was mit dem Wissen und Umsetzen …

Als wunderbaren Entgiftungstrank empfahl sie uns unter Anderem einen Leberentlastungstrank mit Kurkuma und Zitrone.

Den verrate ich euch hier nicht … Ihr könnt euch gern mal mit natura-naturans selbst befassen. Oder mit Google. Aber Letzteres kann auch einige Obskuritäten an den Tag bringen. Ein Blick auf die Webseite http://www.natura-naturans.de ist auch für die wertvoll, die eben nicht bis nach München reisen können. Viele Beiträge sind hier kostenlos online gestellt und man kann sich jeden Vortrag auch als DVD bestellen.

 

Am nächsten Tag durften wir Dr. rer. nat. Ursula Stumpf genießen. Ja, „Dr. rer. nat.“ Das mag man so gar nicht glauben, wenn man Ursula erlebt. Sie ist so natürlich und menschennah, wie deine beste Freundin und nicht etwa zurückhaltend oder dozierend, wie solche Titel manch einen befürchten lassen. (Ich hoffe, Ursula nimmt mir das nicht krumm).

Ich habe Ursula Stumpf (die Titel lass ich jetzt mal weg, bei meiner Freundin würde ich die auch nicht voransetzen) meine intensive Zuwendung zu Heilkräutern zu verdanken. Ihr erstes Buch über Seelenkräuter (Es hieß glaub ich, „Kräuter für Wellness …“) hat mich ins Leben zurückgeholt. Ich habe mich zwar schon von Kindesbeinen an für Kräuter interessiert, aber eben auch diese nicht wirklich „ernst“ genommen. Erst eine schwere Lebenskrise ließ mich nach pflanzlichen Verbündeten suchen. Ich dachte damals, wenn Krankheiten seelische Ursachen haben, dann müssten doch auch Kräuter bei kranken Seelen helfen. Dann fand mich dieses Buch. Ursula war meines Wissens die Erste, die Kräuter und Seele in Verbindung brachte. Aus diesem Buch hab ich auch meinen „Scheiß-Egal-Tee“ geklaut, der so wirkt, wie er heißt. Bei Ursula heißt er, glaub ich, „Tee für funktionelle Herzbeschwerden …“ Dieses wirksame Rezept nutze ich schon so lange, dass ich über Jahre nicht mehr sicher war, wo ich es eigentlich her hatte. Es war mir während meiner Panikattackenzeit eine große Hilfe. Ich habe diesen wunderbaren Tee dann auch etwas später unverfänglich mit „Gelassenheitstee“ betitelt und das Rezept bereit gestellt. Ihr findet es hier. Er wirkt wirklich wunderbar, bringt Ruhe im Sturm, sollte aber, wie alle Heiltees, nicht zur Gewohnheit werden.

Natürlich hab ich auch alle ihre Bücher im Regal. Keine Frage! Und ganz besonders freue ich mich über zwei Neuerscheinungen von ihr:

 

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Unsere Heilkräuter

und

 

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Meine Pflanzenmanufaktur

 

 

Das Bestimmungsbuch ist eines der Besten, das mir bisher untergekommen ist:

– gute Farbfotos UND

– hilfreiche Detailzeichnungen

– Heilrezepte

– Seelenwirkung.

Die Kombination von Detailzeichnung und Foto ist wunderbar. So hab ich zum Beispiel das erste Mal in meinen langen Kräuterhexenjahren ein exaktes Unterscheidungsmerkmal von Ackerschachtelhalm und Sumpfschachtelhalm gefunden, dass NICHT vom Fruchtstand abhängig ist. Eine eindeutige Kaufempfehlung, zum Beispiel über obigen Link.

Meine Pflanzenmanufaktur“ ist vielleicht nicht für jeden etwas, aber für Kräuterfrauen wie mich ganz bestimmt: Hier wird mit Kräutern kreativ gearbeitet. Von nützlichen Dingen wie dufte Körbchen, Pflanzenfarben, Schneebesen, bis zu spielerischen, wie einen „Nütztnichts„. Na und gerade den, den werde ich wohl brauchen, diesen Nütztnichts.

Für mich Wissenshungrige total interessant, war die Herstellung von Birkenpech. Das will ich schon lange wissen und habe die kläglichen Versuche einiger Geschichtsprofessoren in Steinzeitcamps verfolgt. Aber Ursula hat diese Hürde gemeistert. Da kommt dann wohl doch die Apothekerin mit ihrem fundierten Wissen über chemische Vorgänge durch. Eine Apothekerin, die sich den Heilpflanzen verschrieben hat, fundierter kann Wissen nicht kommen.

Das mit dem Birkenpech versuche ich demnächst auch. Ich werde euch berichten. Leider sind Birken bei uns recht rar.

Ursulas empfehlenswerte Webseite findet ihr hier:

http://www.kraeuterweisheiten.de/

 

Auch die nächste Referentin konnte einen Dr.-Titel vorweisen. Und ich freue mich jedesmal, wenn Medizinstudium und Kräuterwissen zusammenkommen. Ebenfalls eine unschlagbare Kombination. Ich spreche von der Frauenärztin Dr. Heide Fischer. Spätestens nach der Aufforderung: „Laden Sie Ihre Nachbarinnen doch mal zum Vaginalzäpfchen gießen ein„, das ihrem Buch „Frauenheilpflanzen“ entnommen ist, haben auch ihre Werke einen festen Platz in meinem Regal. Ich habe damals beim Lesen dieser Idee lachend quer über dem Buch gelegen. Meine lieben aber erzkonservativen Nachbarinnen – beim Gießen von Vaginalzäpfchen. Dazu einen Kaffee …   Wer Heide Fischer life erlebt, wundert sich allerdings nicht mehr. Sie hat einen herrlichen Humor.

Rezepte aus diesem Buch habe ich schon öfter erwähnt, zum Beispiel die „Feuer im Becken„- Salbe, aus dem Artikel „Wenn die Lust zur Last wird“.

Wer sich mit den normalen kleinen bis mittleren Beschwerden des Frauseins befassen muss, oder auch mal näher ins Frausein spüren will, der ist mit diesem empfehlenswerten Buch sehr gut beraten. Wer jedoch ein größeres Päckchen zu tragen hat, der sollte mal in die anderen Werke schauen. Ja sogar eine Meditation gibt es von Heide Fischer, die ich inhaltlich zwar gut finde, mit der Sprechstimme werde ich aber nicht warm.

Auch Heide Fischer hat etwas Neues herausgebracht:

 

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Ab 40

 

Nach ihrem Vortrag zum Thema „Hormone“ und dem Studium dieses Buches habe ich festgestellt, dass auch ich in den letzten 15 Jahren hormonell völlig falsch gelegen habe … Ich bin dabei, die Tipps umzusetzen. Natürlich werde ich berichten, ob mir das gelungen ist.

Obwohl auch Heide Fischer über ein ernstes Thema referierte, brachte sie uns mit ihrer sympathischen, fröhlichen Art mehrfach zum Lachen. Eine unkomplizierte Frau. Jedenfalls uns gegenüber. Ich könnte mir vorstellen, dass sie bei einer konservativen, mit hochdosierten Hormonen behandelnden Ärzteschaft, schon die Zähne zeigen kann. Wer mehr wissen will: http://www.frauen-naturheilkunde.de/

 

Olaf Rippe kam uns dann „sinnlicher“. Gibt es ein schöneres Heilmittel, als die Liebe? Sogar einen Liebestrank durften wir für die Anwendung zu Haus mitnehmen. Dazu folgt hier jetzt nicht mehr. Lasst eurer Fantasie freien Lauf. Es lebe die Venus!

 

Gabriela Nedoma haben wir es zu verdanken, dass sowohl die Gemmotherapie (Knospentherapie), als auch die wirklich pure Naturkosmetik wiederbelebt wurde. Ihr Vortrag ließ uns in Großaufnahmen von Knospen und deren Querschnitten schwelgen, die uns in völlig neue Welten enführten. Oder wusstet ihr, dass eine sich gerade öffnete Knospe im Inneren Lichter erzeugt? Ein Minikosmos …

http://www.gruenekosmetik.at/index.php

Eine ebenfalls sehr empfehlenswerte Seite. Gabriela gibt auch einen Newsletter heraus.

 

Natürlich gibt es auch von Gabriela zwei empfehlenswerte Neuerscheinungen:

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Vegane Kosmetik

In Zusammenarbeit mit der genialen Siegrid Hirsch (deren Bücher auch ins Regal gehören!)

und

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Das große kleine Buch: Naturwaschmittel aus Wald und Wiese

 

„großes kleines Buch“ ist absolut treffend. Es ist, anders als es hier vielleicht scheinen mag, wirklich ein kleines Bändchen. Es werden auch „nur“ Rosskastanie, Seifenkraut und Efeu besprochen. Aber das ausführlich. Für mich gab es da doch noch was zu lernen. An Efeu als Hustenmittel hatte ich mich in Eigenregie bisher nicht ran gewagt. Da musste ich doch zum Apothekenmittel greifen. Was mir an den käuflichen Mitteln aber so gar nicht behagt, sind die Zusatzstoffe.

 

Vollgepackt mit Wissen und Inspiration fuhr ich nach Hause. Es gibt viel zu tun! Ich kann jeder nur empfehlen, bei den nächsten Frauenheiltagen dabei zu sein. Das tun wir für uns! Und damit auch für unsere Familien!

Wer nicht kann: Da gibt es ja immer noch die DVD´s …

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Liegt es an meinem runden Geburtstag, meiner Abneigung gegen sportliche Betätigung oder meinen Naschattacken? Ich fühle mich wie Achtzig. Die Knochen tun weh, ich komm kaum aus dem Bett, bin müde, kann mich nicht aufraffen… Regelmässig Kopfschmerzen und Unlust auf oder gegen Alles… (Allein das Wort „regelmässig“ hätte mich hier schon aufhorchen lassen müssen…)

Während ich also in vermeintlich weiser Vorraussicht mein Testament überarbeitete, Altersheime besichtigte und Anstaltspackungen „Biovital“ orderte, flatterte mir der Newsletter der Freiburger Heilpflanzenschule (geleitet von der genialen Ursel Bühring) in die Mailbox. Hier klagt eine Patientin über Gelenk- und Muskelschmerz, regelmäßige Migräneattacken und noch so allerlei Zipperlein, die mir sehr bekannt vorkamen. Ich las also weiter…

Die Patienten befand sich in der Menopause! Den Aufschlag meiner Kinnlade auf die Tastatur hat man, glaub ich, noch zwei Straßen weiter gehört…

Der Schuster hat den schlechtesten Leisten, heißt es doch auch. Wie oft hab ich Teerezeptchen und Tipps an Wechseljahresgequälte weitergegeben… aber an mich selbst?

Ursel Bühring listet die Beschwerden der Patientin noch einmal auf:

  • Migräneanfälle (im 14 tägigen Rhythmus)
  • Schulter-Arm-Syndrom
  • diffuse Gelenkschmerzen
  • Müdigkeit
  • Spannungskopfschmerz
  • Spannende Brüste vor der Menstruation
  • stärkere Menstruation
  • verkürzte Menstruation
In diesem Fall waren wirklich die Hormone der Verursacher. Was man bei Gelenkschmerzen nicht gleich mutmaßen würde.
Natürlich gibt Ursel Bühring auch die Therapie preis. Gegen die Migräneattacken empfiehlt sie Mutterkraut in Form des Fertigpräparates „Nemargan“ und einen Minzölroller (leicht selbst zu machen, siehe diesen Blog oder bei Eliane Zimmermann), „Retterspitz äußerlich“ gegen die Gelenkbeschwerden (in Kombination mit einem Enzympräparat) und eine leichte Ernährungsumstellung.
Auch der Mönchspfeffer kommt hier als Hormonbalancierer zu Ehren. Gegen die spannenden Brüste empfiehlt Ursula Bühring ein einfach herzustellendes Brustöl mit ätherischem Rosengeranienöl (wenn das jetzt nicht genügend Gründe sind, den interessanten Newsletter zu bestellen… 😉 )
Die Therapie ist natürlich gänzlich auf die Patientin zugeschnitten und sollte nicht einfach so übernommen werden. Aber für mich war dieser Newsletter ein kleiner Tritt in mein verlängertes Rückrat. Warum besinne ich mich nicht auf das, was ich weiß?
Angespornt durch diesen erfolgreich behandelten Fall wendete ich mich also mal mir selbst zu. Auch meine Hormönchen wollten wohl ein wenig beachtet und ausgeglichen werden.
Es gibt viele wunderbare Kräuter, die uns Frauen dabei unterstützen:

Die obige Tabelle basiert auf Erfahrungen der englischen Kräuterheilkunde. Ich wollte mal sehen, ob wir hier nicht Ähnliches zu bieten haben und hab das Netz fleißig durchsucht. Dabei entdeckte ich diese wunderbare Seite:

Kräuterfrau

Die Seite gehört der begnadeten Kräuterfrau Verena. Begeistert stöberte ich ihn ihren Rezepten und wollte mich sofort mit ihr austauschen…

Aber leider weilt Verena nicht mehr auf diesem Planeten. Ihre Familie bewahrt ihr Andenken und lässt die Seite im Netz. Das finde ich wunderbar. Zum Einen bleibt uns so Verenas Kräuterschatz erhalten und zum Anderen ist das eine wirklich schöne Art, das Gedenken an seine Lieben zu bewahren.

Verena hat sich auch mit hormonausgleichenden Pflanzen befasst. Sie hat herausgefunden, dass die Wirkstoffe über die Haut optimal aufgenommen werden und sich eine Frauenmantelcreme, bzw. ein Frauenmantelgel ausgetüftelt.

Hormone als Creme… warum eigentlich nicht? Naturkosmetik ist ja gewissenermaßen auch schon Heilkosmetik. Und Dank der Aromatherapie und der hier verwendeten ätherischen Öle wissen wir, wie ungeheuer wirksam diese in Cremes oder Lotionen sind. Heilen über die Haut ist eine gute Alternative. Genau nach diesem Motto hat schon der große Kräuterheiler Maurice Mességué seine Therapien entwickelt (er heilte mit Kräuter – Hand- und Fussbädern).

Nun, da uns die Familie von Verena nach wie vor die Rezeptur des Progesterongels zur Verfügung stellt, gehe ich in den Selbstversuch. Ich bezweifle nicht, dass es mir sehr helfen wird. Schon allein der Ansatz, den heimischen Frauenmantel, statt der ausländischen Yamswurzel zu nehmen, gefällt mir ungemein. Im deutschsprachigen Raum fristen die Heilkräuter ja eher ein bescheidenes Dasein und müssen um Anerkennung kämpfen. Und wer kennt sie nicht, die Exoten, die z. Zt. unsere Kräutermärkte überschwemmen… Jiaogolan, Goji (der bei uns als Unkraut am Bahndamm wächst), Brahmi und Co…

Nichts gegen diese Kräutlein, aber ich wehre mich dagegen, dass wir angeblich nicht so heilkräftige Pflanzen in unserer Flora haben sollen….

Ich kann die Seiten der schweizer Kräuterfrau nur empfehlen. Schaut euch dort mal um, solange sie uns noch zur Verfügung stehen.

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Wir unterstellen es ja immer so gern den Männern: das „hormongesteuert“ sein. Genaugenommen trifft es uns aber genauso, wenn nicht gar noch schlimmer.

Welche Mutter kennt das nicht, nach dem ersten Kind und vielleicht einer unschönen Geburt: „Auf keinen Fall noch mehr Kinder!“ Aber „schwupps“ – die Hormone fangen uns wieder und der dringende Wunsch nach einem Geschwisterchen ist da.

Und wie oft werden wir aufgezogen, mit unseren Tagen vor den Tagen? Wenn wir uns einfach auch mal recht männlich herausnehmen, Feingefühl und Takt mal zu vergessen und Tacheles zu reden? Bei Männern ist das „cool“ und „machomäßig“ bei uns Frauen gleich ein „Syndrom“.

Und irgendwann kommt sie dann endlich: Die Freiheit nach den Wechseljahren, das Ende der Hormondiktatur! Nur leider sehen und erleben das die meisten Frauen anders.

In unserer zivilisierten, ewig jungen Gesellschaft sind „Wechseljahre“ schon fast ein Schimpfwort. Niemand will sie… und schon keiner will mitten drin stecken. Wir verlieren Fruchtbarkeit, Spannung und Vitalität und Attraktivität… zumindest glauben wir das. Eine typisch westliche Sichtweise.

Der Fruchtbarkeitsverlust ist nur körperlich zu sehen. Die mangels Menstruation zurückbehaltene Energie können wir anders nutzen. Projekte und Ideen entstehen, aber nur, wenn wir uns dem westlichen, feindlichen Bild der Menopause nicht unterwerfen.

Auch die Vitalität muss nicht schwinden. Wenn wir umsichtiger mit unserem Körper umgehen, gehen wir möglicher Weise unseren besten Jahren entgegen. Die Werbung hat die Tatsache längst entdeckt und nennt die Generation über 50 „Bestager“ (im besten Alter).

Die Spannung lässt leider nach, was sich ebenfalls die Werbung zu nutze macht. Aber auch hier können wir mit Kräutern entgegenwirken.  Und sei es nur der Zinnkrauttee, den ich im vorigen Beitrag erwähnte.

Dem Schönheitsideal der ewig 30-jährigen sollten wir abschwören.  Das spiegelt nicht unser Innerstes, das sind wir nicht. Es gibt durchaus Schönheit in Gesichtern, die gelebt haben. Das hat mit Falten überhaupt nichts zu tun. Mögen Sie Rosen? Lieben Sie nicht auch die üppig erblühten, duftenden Blüten, auch wenn Sie schon die ersten äußeren Blütenblättchen verlieren? Ja, pralle Knospen sind schön und zart, aber erst die üppige Pracht der vollerblühten Rose lässt den Dichter schwärmen.

Mit Menschen ist das nicht anders: Schauen Sie sich doch mal die Schönheitsideale an: In ihren jungen Jahren waren sie zwar schön, aber hatten noch kein Charisma. Viele „Sexgöttinnen“ bekamen ihre Ausstrahlung erst in den Dreißigern oder Vierzigern und viele sind bis in die Sechziger hinein attraktiv, ohne sich der Schönheitschirurgie gebeugt zu haben.

Meine persönliche Meinung zu den „Alter Mann – junge Frau“ – Geschichten: Ich glaube in den meisten Fällen bevorzugen die Männer so blutjunge Frauen, weil die noch unkompliziert sind und sich fügen. Oder weil sie halt dekorativ sind und er sie noch mit Geld beeindrucken kann. Natürlich will ich nicht bestreiten, dass es auch hier echte Liebesgeschichten geben kann, Liebe geht seltsame Wege. Aber ich glaube, Sie wissen, was ich meine.

Sie sind jetzt also in den Wechseljahren. Das geht allen Frauen seit Jahrtausenden so und trotzdem hat die Wissenschaft da immer noch so manches Fragezeichen im Gesicht. Es gibt Völker, bei denen „Wechseljahre“ nicht mal einen Begriff haben, weil sie unspektakulär von statten gehen.

Bei uns „Zivilisierten“ kann das ganz anders sein. Wir erleben die Pubertät jetzt andersrum. Fragen Sie einmal Männer, die sowohl pubertierende Jugendliche, als auch menopausierende Frauen im Haushalt haben. Hier fliegen die Fetzen. Die Hormone sind bei beiden nicht im Gleichgewicht und hier versuchen wir anzusetzen.

Grundsätzlich gilt tatsächlich Ähnliches, wie in der Pubertät: Die Leber stärken, die Hormone abbaut und die Hormone selbst sanft balancieren. Besonders Letzteres ist nicht so einfach.

Ich setze voraus, dass Sie bereits bei Ihrem Frauenarzt vorstellig waren, um eventuelle andere Ursachen für die Beschwerden auszuschließen und die können in der Tat vielfältig sein. Von den bekannten Dingen wie Hitzewallungen und Brustspannen, bis hin zu Herzrasen, Panikattacken und Depressionen…

Allein der Symptome wegen, ist es schwierig, eindeutig die Wechseljahre als Verursacher zu benennen. Daher ist ein guter Frauenarzt in dieser Zeit sehr wertvoll.

Viele Frauenärzte greifen heute schon zu sanfteren Mitteln um Sie zu unterstützen. Meist bekommen Sie ein Mönchspfefferpräparat. Mönchspfeffer ist wunderbar, aber auch kein Allrounder. Vielleicht sollten Sie doch etwas gezielter herangehen. Bedenken Sie, dass die Pflanzenheilkunde heutzutage nicht unbedingt zur Ausbildung eines Arztes gehört. Wenn ihr Frauenarzt sie da unterstützt, sich interessiert zeigt und hilft, halten Sie das Schmuckstück in Ehren. Ganzheitliche Therapie ist immer das Beste aus BEIDEN Welten.

Gut… Sie sind nun also in den Wechseljahren, wechseln von einer Laune in die Nächste, von Wohlbefinden zu Unbehagen, von heiß zu kalt…

Da die Eierstöcke die Östrogenproduktion langsam einstellen, übernehmen andere Drüsen diese Rolle. Sie sind für ein wenig Unterstützung beim Bewältigen dieser Aufgabe dankbar. Auch hier hilft keine Einmalgabe sondern nur eine kurmäßige Anwendung. Ich nehme hier gern den

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Tonisierenden Tee für die Menopause

1 Teil Dong Quai

1 Teil Ingwer

1 Teil Löwenzahnwurzel

1 Teil Mönchspfeffer

1 Teil Orangenschale

3 Teile Sarsaparilla

3 Teile Sassafras

1 Teil Süßholzwurzel

1 Teil Yamswurzel

1 Teil Zimt

6 Teelöffel auf ein Liter. 20 Minuten köcheln lassen. Drei bis vier Tassen täglich über drei Monate, bei Bedarf länger. Der Tee kann auch kalt getrunken werden.

Bitte immer dran denken! Wenn Sie allein nicht weiterkommen, sich unsicher fühlen, starke Beschwerden, Schmerzen oder Fieber auftreten, ist der Weg zum Arzt obligat!

Der einfache Löwenzahn ist ein wunderbarer Helfer während der Wechseljahre (und auch sonst!)

Natürlich profitieren wir gerade in den Wechseljahren von kalziumreicher Nahrung (nicht unbedingt Milchprodukte, wie ich schon an anderer Stelle ausgeführt habe), daher sind Kalzium – Tees ratsam. Hildegards Schachtelhalmtee ist nicht schlecht, oder auch eine Mischung aus:

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Kalziumreicher Tee für die Menopause

1 Teil Borretsch

2 Teile Brennnessel

1 Teil Hafer

1 Teil Kamille

3 Teile Pfefferminze

1 Teil Zinnkraut

Im Originalrezept ist auch noch ein Teil Beinwell enthalten. Nach wie vor rät das BGA von der innerlichen Verwendung ab. Ich habe mich auch hierzu schon geäußert. Wenn Sie den Empfehlungen des BGA folgen, lassen sie den Beinwell weg und verwenden auch den Borretsch seltener. Auch so ist das Rezept noch sehr kalziumhaltig.

Der Tee enthält kein Koffein. Wenn er über längere Zeit eingenommen wird, steigert er die Energie aber langsam und nachhaltig. Zubereitung und Dosierung wie oben, aber nur aufgießen und 30 Minuten ziehen lassen, nicht kochen.

Sie sollten sich und Ihren Körper verwöhnen. Ist Ihr Energielevel sehr niedrig, dann bekochen Sie mal nicht ihre Lieben, sondern sich selbst und stellen Sie folgende Powerbällchen her:

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Powerbällchen für weise Frauen

3 Teel. Dong Quai Pulver

2 Teel. Ginsengpulver

3 Teel. Bienenpollen

½ Tasse Honig

1 Tasse Sesambutter

1 Teel. Spirulina

etwas Gelee Royal

Für den Geschmack: Kokosraspel, Karob, gemahlene Nüsse, gehacktes Dörrobst…

Rühren Sie die Zutaten zusammen, bis eine geschmeidige, leicht formbare Masse entsteht. Eventuell mit den Zutatenmengen etwas variieren. Formen Sie Bällchen und rollen Sie sie in den Raspeln, Nüssen oder dem Obst, ganz nach Gusto. Genießen Sie!

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Hitzewallungen

Ungefähr 75 % der Frauen in den Wechseljahren sind davon betroffen. Die Ursachen sind noch nicht gänzlich geklärt und daher gibt es auch hier leider kein Patentrezept. Trotzdem hab ich einige Tipps, die schon vielen Frauen geholfen haben und sich das Ausprobieren lohnt:

  • Bevorzugen Sie Vollkornprodukte und meiden Sie Zucker
  • Nehmen Sie Nahrung zu sich die reich an Kalzium und Vitamin E ist (Wenn sie Diabetes, Rheuma oder hohen Blutdruck haben, sprechen Sie Vitamin E – Gaben mit dem Arzt ab, ansonsten fragen sie Apotheker oder Packungsbeilage).
  • Trinken Sie Salbeitee (einfacher Salbei aus dem Garten – 20 Minuten ziehen lassen), vielen hat das geholfen. Aber bitte trinken Sie Salbei nicht über einen längeren Zeitraum.

Auch folgende Rezeptur hat sich bewährt:

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Tee gegen Hitzewallungen

4 Teile Eisenkraut

1 Teil Ginseng

4 Teile Herzgespann

4 Teile Mariendistel

4 Teile Rosmarin

4 Teile Salbei

1 Teel. auf eine Tasse, mit kochendem Wasser übergießen, 30 Minuten ziehen lassen, über den Tag verteilt trinken.

Sehen Sie der Menopause entspannt entgegen. Die Psyche hat hier einen großen Anteil an unserem Befinden. Suchen Sie sich einen guten Frauenarzt, der Sie begleitet. Optimaler Weise sprechen Sie auch die Kräuter mit ihm ab.

Denken Sie dran: Sie gehören zu den Weisen Ihres Volkes. Lebenserfahrung lässt sich nicht studieren. Es mag sein, dass Ihr Umfeld das nicht zu schätzen weiß. Dann helfen Sie anderen. Es gibt dankbare Menschen im Internet, in Ihrer Gemeinde, in der Nachbarschaft. Oder schreiben Sie Ihre Erfahrungen nieder. Treffen Sie sich mit anderen Weisen. In unserer Gesellschaft zählt der ältere Mensch meist nicht viel, aber unsere Gesellschaft befindet sich auch im Absturz. Es wird Zeit, dass wir uns auf alte Werte, im wahrsten Wortsinne, besinnen.

Die Zeit, Leben zu schenken, nähert sich dem Ende. Nun schenken Sie Weisheit und wer weise werden will, hört Ihnen zu.

Sollte sich Ihr Körper während der Zeit der Umstellung unangenehm melden, dann schenken Sie ihm ein wenig mehr Beachtung. Er erinnert Sie an die Aufgabe, nun die Jüngeren zu lehren und sich selbst aus der Hetze des Alltags ein wenig mehr zurück zu nehmen.

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