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Archive for Februar 2014

Da meine beiden Katzen letztes Jahr recht hoch betagt von mir gegangen sind, trage ich mich mit der Idee, wieder ein neues Kätzchen anzuschaffen. Seit einiger Zeit durchforste ich Kleinanzeigen, Aushänge und Tierheime.

Das Angebot ist gering bis nicht vorhanden. Im ersten Moment hielt ich das für ein gutes Zeichen, schließlich wurden oft genug unerwünschte Katzenkinder brutal getötet oder ausgesetzt. Doch dann fiel mir auf, dass an den Pinnwänden immer mehr und mehr Vermisstenanzeigen standen.

Schließlich erfuhr ich von einem Tierheim und bei meiner Tierärztin, das es da seltsame Zusammenhänge mit dem Tierverschwinden und einer gleichzeitigen Altkleidersammlung (die, wo man die Körbe vor die Tür bekommt) gibt. Alle Beobachtungen deuten darauf hin, dass es unter diesen Kleidersammlern schwarze Schafe gibt, die keines Wegs wegen der Textilien kommen. Da man freundlicher Weise die Körbe ja bis zur Haustür bekommt und die dann nach einiger Zeit wieder abgeholt werden, kann ein Fremder sich unverdächtig auf unseren Grundstücken bewegen. Und wenn da was Lebendes im Kleidersack landet, merkt man das auch nicht unbedingt.

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Katzen mit Freigang sind besonders gefährdet

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Was können wir tun?

  • bei der nächsten Sammlung die Kontaktdaten überprüfen. Gibt es diese Firma wirklich ?
  • besonders wachsam sein, wenn wieder eine Sammlung ansteht.
  • Notfalls unsere Stubentiger für den Tag mal im Hause lassen (mit Kratzbaum!)
  • und nochmal: wachsam sein! Es geschieht scheinbar vor unseren Augen. Notfalls auch mal die Autonummer aufschreiben.

Natürlich ist nicht jeder Kleidersammler verdächtig. Ich prüfe auch immer zuerst, was mit den Kleidern gemacht wird. Sehr oft schmeißen kommerzielle Sammler gleich alles in den Reißwolf und lassen die Fasern verarbeiten und man hat vielleicht so manches gute Stück weggeben, in dem Glauben, irgendeinem armen Menschen eine Freude zu machen.

Nicht jeder Rotkreuz-Sack wird vom roten Kreuz hingestellt. Ich habe es auch erlebt, das diese Säcke gern geklaut und von kommerziellen Sammlern hingestellt werden.

Wer sicher gehen will, wendet sich gleich an die bekannten großen Vereine. Dort erfährt  man auch, was mit der Kleiderspende geschieht.

Aber mir ging es hier in erster Linie um die, die sich im Schein einer wohltätigen Handlung an unseren Haustieren vergreifen. Bleibt wachsam!

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… jedenfalls wenn sich die Frühjahrskräuter noch nicht so wirklich blicken lassen. Was schon da ist und sich freudig für unsere Sinne zur Verfügung stellt, hab ich euch hier beschrieben:

http://whisperingweeds.me

Allem, was noch nicht ins neue Jahr lugt, müssen wir da vielleicht ein wenig entgegenkommen. Ich denke da an Wurzeln…

Pflanzen verlieren ihre Nährstoffe nicht einfach, sondern sie befinden sich, je nach Jahreszeit, in anderen Pflanzenteilen. Im Winter nun mal gern in Rinde, Knospe und Wurzel. Über die Knospen, die ich euch wirklich sehr ans Herz lege (man kann danach morgens Bäume pflücken), hab ich letztes Jahr schon geschrieben:

http://whisperingweeds.me/2013/04/15/fit-und-vital-mit-der-knospenkur/

aber auch die Knospentinkturen sind äußerst wertvoll und nicht zu verachten, die findet ihr in der sog. „Gemmotherapie“. Meine Ausführungen dazu könnt ihr hier noch einmal nachlesen:

(https://earthwitch.wordpress.com/2011/04/07/schnell-noch-zugreifen-die-knospenapotheke/)

inzwischen hat sich auch schon eine Mitleserin als Bezugsquelle angeboten, denn das Herstellen ist nicht jedermanns Sache.

Wer sich ernsthaft mit der echten Gemmotherapie auseinandersetzen will, dem bleibt ein intensiveres Studium nicht erspart. Die Erfolge sind allerdings auch beeindruckend.

Doch zurück zu unseren Wurzeln (im allerwahrsten Hexenwortsinne 😉 ).

Ich muss da ein wenig aufpassen, ob ich das Thema nicht auch schon gebloggt habe, aber ich glaub, es ist (von mir) relativ unberührt.

Wahrscheinlich könnt ihr nicht jede Wurzel selbst sammeln. Das ist meist nicht tragisch, da kann man vielerorts noch den Apotheker fragen. Ich sag das mit einem weinenden Auge, denn in meinem Ort werden die Kräutlein allmählich aus den Regalen genommen. Es rentiert sich einfach nicht für die kleinen Apotheken, weil immer mehr Menschen an unsere Pharma glauben und immer weniger sich (ernsthaft) mit Heilkräutern oder Volksheilkunde auseinandersetzen und die Verantwortung für ihre Gesundheit schlicht an Halbgötter in weiß abgeben.

Ich will hier nicht gegen Arzt und Apotheker argumentieren, bei Leibe nicht. Aber im Vorfeld einer schweren Erkrankung, bei Begleitung einer ärztlichen Therapie oder in der Vorsorge können wir selbst viel tun. Und gerade das versuchen bestimmte Kreise uns auszureden. Lasst die Ärzte das machen, was sie studiert haben: Uns dort helfen, wo wir nicht weiterkommen. Letztendlich halte ich es sowieso für gesünder, die Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen, dann kommen wir weg von dem: „wenn ich trotz Rauchen, Trinken und Völlerei nicht gesund werde, hat mir der Arzt die falschen Pillen gegeben…“

Nun, die Aussage hab ich ein bisschen modifiziert… aber im Prinzip höre ich den Inhalt Tag für Tag. „Ich mach doch schon alles, was der Arzt sagt… aber eine kleine Freude (Rauchen, Trinken, Futtern – vor allem das Falsche) braucht der Mensch doch…, vielleicht benötige ich andere Medikamente.“

Diesen Menschen hilft leider weder Arzt noch Heilpraktiker, da kann nur noch das Schicksal durch böse, aber hoffentlich heilsame Schläge zu einer Kehrtwende führen.

So genug davon. Ich will hier nicht dauernd den Zeigefinger heben. Unsere Kräuter sollen doch auch Spaß machen. Da verbinde ich am Liebsten das Kulinarische mit dem Heilsamen (ja, Gesundheit kann schmecken! Siehe oben. Ein paar Rezepte mit Frühlingskräutern findet ihr auf www.whisperingweeds.me).

Wer also selbst sammelt, sollte Folgendes beachten:

  • klärt ab, wann eure Wurzel am heilkräftigsten ist (beim Löwenzahn gibt’s da schon einen deutlichen Unterschied zwischen Herbst- und Frühjahrswurzel).

  • In der Regel werden Wurzeln bei feuchter Erde (logisch – buddel mal aus knarztrockener) und bei abnehmendem Mond geerntet. Wer es hexenperfekt machen will, erntet vor Sonnenaufgang. Im Winter noch recht leicht machbar…

  • Wer mit einem Spaten erntet, sticht meist etwas von der Wurzel ab, so dass die Pflanze nachwachsen kann. Der typische Unkrautstecher macht die Ernte ertragreicher und es gibt dickere Wurzeln, aber meist entfernen wir die Pflanze gänzlich vom Standort. Das sollte man nur tun, wenn dort genug Exemplare stehen. Knoblauchsraukenwurzel, die zur Zeit noch das herrliche Meerretticharoma hat, lässt sich so leicht ernten.

  • Wenn ihr die Wurzeln aufheben wollt, müssen die gut durchgetrocknet werden. Am Besten Ofen oder Heizung mit zur Hilfe nehmen und bei 40 – 60 Grad trocknen. Die Wurzeln sollten beim Brechen knacken.

  • Wer gleich Tinkturen oder Öle ansetzen will, sollte die Wurzeln auch leicht antrocknen lassen, damit der Wassergehalt (vor allem beim Ölansatz) etwas sinkt.

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Wurz ist nicht immer gleich Wurzel…

Ihr findet sicherlich in so manchem Kräuterbuch auch Kräutlein, die auf „wurz“ enden. Damit ist nicht immer eine Wurzel gemeint, jedenfalls nicht die pflanzeneigene. Die Volksheilkunde will damit meist ausdrücken, dass die Pflanze direkt an die „Wurzel des Übels“ geht. Schön oder? Eine ursachenorientierte und nicht symptomorientierte Heilweise…

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Wer, was, wo?

Ich glaube, das sind drei von fünf journalistischen Grundsätzen, die bei Artikeln beachtet werden. Aber auch beim Kräutersammeln ist das wichtig. Daher diese kleine Übersicht:

Wurzel

Standort

Wirkung

Angelika

Auen, Feuchtgebiete, Wälder

Verdauungssystem

Baldrian

Bäche, Seen

 Nerven

Brennnessel

Äcker, Ödland, Wegränder

 Prostata

Beinwell

Bäche, Seen, Sümpfe

 Gewebe

Bibernelle

Magerwiesen

 Entzündungen, Husten

Blutwurz

Magerwiesen

 Entzündungen, Infektionen

Kalmus

Bäche, Seen

 Verdauungssystem

Löwenzahn

Fettwiesen

 Verdauungssystem (Nieren, Galle)

Meerrettich

Ödland, Schuttplätze, Gärten

 Entzündungen, Infekte

Möhre

Gärten

 Arteriosklerose, Entzündungen, Würmer

Petersilie

Gärten

 Steinleiden, Bluthochdruck

Quecke

Äcker, Ödland

 Fusspilz, Hauterkrankungen, Haarwuchs

Topinambur

Gärten, auch Waldlichtungen

 Blutarmut, Diabetes, Übergewicht

Wenn Sammeln oder Apothekenbesuch nicht erfolgreich sind:

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Geh´n dir mal die Kräuter aus,

Kräuterschulte schickt ins Haus.

http://www.kraeuterschulte.de

Ein bestens sortierter Kräuterhandel, der auch kleine Mengen verschickt.

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Angelika (Angelica archangelica)

Nomen est omen, kann ich hier nur sagen. Wenn unsere Vorvorderen eine „Erzengelwurz“ hatten, sieht man schon mal, was ihr zugetraut wurde. Da kann sich die Kommission „E“ ruhig die Zähne dran ausbeißen.

In Skandiavien war die Angelika aus der Volksmedizin nicht wegzudenken. Wobei wir auch gleich bei einem Phänomen sind: Es gibt Forschungen zu dieser Pflanze, die belegen, dass nördlich geerntete Sorten scheinbar recht potent gegen Krebszellen sind (es wurden ätherische Öle getestet – wer mehr wissen will, schaut hier: http://blog.aromapraxis.de/2010/01/13/atherische-ole-gegen-tumore/ ),

während die in südlicheren Regionen wachsenden Exemplare andere Eigenschaften aufweisen.

Die getrocknete Wurzel wurde auch als Amulett gegen Hexerei getragen. Auch wenn heute viele nicht mehr an so etwas glauben: Wurzeln um den Hals sind durchaus auch eine Heilmethode (Siehe weiter unten beim Meerrettich).

Die Angelika hat sicherlich noch mehr positive Wirkungen, als nur auf den Vertrauungstrakt allein. Wer sich mit ihr einmal näher befassen möchte, kann z. B. die Samen räuchern. Trotz des großen Engagements einzelner Wissenschaftler (wie oben in dem Link), wird es sicher noch einige Zeit brauchen, bis sich die Erkenntnisse über unseren pflanzlichen Erzengel gegen den derzeitigen offiziellen Stand der medizinischen Empfehlungen durchgesetzt haben.

Das ätherische Öl (Samen und auch Wurzel), oder auch die Räucherungen werden als Schutz und gegen Ängste eingesetzt.

Wer selber sammelt, sollte die Pflanze gut kennen, oder im Garten anbauen.

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Baldrian

Auch eine Wurzel, die gern um den Hals getragen wurde. Dabei hatte man allerdings oft mehr die Anziehung des männlichen Geschlechts, als den Schutz im Hinterköpfchen. Ich kanns mir ob des Geruches nicht so recht vorstellen, aber andererseits, wenn ich an die edlen, heute teilweise nicht mehr erhältlichen, Zutaten der Parfümerien denke… Da wurden Ausscheidungen aller Art verarbeitet.

Der Baldrian beruhigt, macht aber nicht schläfrig. Daher eignet er sich hervorragend gegen Prüfungsängste.

Optimaler Weise ernten wir die Wurzel im Frühherbst, vornehmlich von älteren Pflanzen um einer hohen Wirkstoffdichte gewiss zu sein.

Für die Kopfarbeiter unter euch: Die Inhaltsstoffe der Wurzel wirken positiv auf den Neurotransmitter GABA. Ein Mangel dieses Stöffchens lässt Stress, Angst und Nervosität wachsen. Der Baldrian verringert den GABA-Abbau und lässt uns damit Erregung und Angst besser kontrollieren.

Für Herzarbeiter und Hexchen: Die Wirkstoffe der Wurzel drängen die Beta-(Hirn-)wellen zurück. Wir kommen in die langsam schwingenden Delta- und Theta-Wellen. Das sind Hirnfrequenzbereiche die wir in entspannten Zuständen (Meditation, Schlaf) erreichen. Diese Frequenzbereiche werden von echten Hexen und echten Mentalisten (ich meine jetzt nicht diese Fernsehshow-Artisten, sondern Menschen, die ihren Geist trainieren um mehr im Leben zu erreichen) angestrebt und klassisch durch Meditation oder Ritual erlangt. Auf dieser Ebene lassen sich Dinge verwirklichen.

Baldrian ermöglicht jedes Werk, das der Abwehr böser Kräfte dient.“

(Brooke 1992)

vergesst nicht: ihr seid auf einer Hexenseite 😉

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Anwendungen:

1 El Baldrianwurzeln mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 10 Min. abgedeckt ziehen lassen. 2 bis 3 Tassen pro Tag in schweren Zeiten, oder nach Bedarf eine Tasse vor dem „aufregenden“ Ereignis.

Für guten Schlaf gebt ihr 2 El der Wurzel ins eingelaufene Badewasser und badet maximal 10 Minuten. Hier dominiert (anders als beim Tee) die einschlaffördernde Wirkung der ätherischen Öle.

Der Baldrian wurde früher hauptsächlich bei Magenbeschwerden angewendet. Erst in neuerer Zeit hat man die beruhigende Wirkung entdeckt, die man bis heute im Detail noch nicht genau erklären kann. Er gehört somit zu den wenigen Pflanzen die trotz nicht vorhandener Beweisstudie als Heilmittel anerkannt sind.

Mehr über den Baldrian und vor allem über die leckeren Blüten hab ich hier geschrieben:

https://earthwitch.wordpress.com/2010/06/10/baldrian-ja-ich-grill/

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Der Beinwell

Neulich hab ich in einem der neu erschienen Kräuterbücher gelesen, „Beinwell“ käme von „Bein“, also unseren Laufwerkzeugen und „well“ heißt gut. Die Bedeutung von Beinwell wäre somit „Gut für das Bein…“ autsch…

Mannomann… ich hatte erst überlegt, das Büchlein hier mit einer entsprechenden Warnung vorzustellen. Ich habe große Probleme mit einigen dieser Neuerscheinungen, die ihr Wissen wohl aus eigener Interpretiation, Google und Wikipedia beziehen.

Nichts gegen Google und Wikipedia. Aber wenn ich ein Buch schreiben will, dann sollte ich doch etwas Erfahrung aus EIGENER Hand mitbringen, kombiniert mit Recherche und voilà… nun ja… die Zeit wird das schon regeln.

Sinngemäß ist die obige Interpretation gar nicht so falsch, aber die wörtliche Ableitung ist schlicht Käse. Mit „Bein“ ist in diesem Fall „Knochen“ gemeint. Bein war und ist ein deutscher Begriff dafür (Wadenbein, Schienbein, Mondbein… Falzbein).

Und das „well“ haben wir nicht aus dem Englischen geklaut und „gut“ damit gemeint, es ist eher im Begriff von „wallen“ – zusammenwachsen – zu sehen. Der lateinische Name „Symphytum“ bestätigt das noch einmal. Er kommt aus dem griechischen „symphyo“ (ich lasse zusammenwachsen).

Also „gut fürs Bein“ ist irgendwie auch richtig… aber trotzdem.

Damit haben wir die größten Heileigenschaften des Beinwell schon umrissen. Er lässt zusammenwachsen, was zusammenwachsen will. Wenn man Wolf-Dieter Storl glauben schenken mag, sogar richtig und nicht irgendwie schief (was Knochenbrüche angeht). Vorstellen kann ich mir das, ob ich mich im ernsten (Bruch-)Fall darauf verließe, weiß ich noch nicht.

Das Wunder-Gewebe-Wuchsmittel im Beinwell ist Allantoin. Das hat soviel Kraft, das wir bei tiefen Wunden eher vorsichtig sein müssen, sonst sind sie oben schon zugewachsen, bevor sie von unten nachkommen.

Ich sag deutlich „Gewebe“ und nicht Knochen. Die Heilkraft beschränkt sich nämlich nicht nur auf unsere „festen“ Bestandteile. Auch in Cremes (Schuppenflechte) macht sich der Beinwell wunderbar. Seine Schleimstoffe kühlen, beruhigen Entzündungen (z. B. auch im Darm) und heilen Schleimhäute, machen die Verarbeitung aber ein bisschen schwierig, vor allem, wenn man einen Ölauszug machen möchte.

Unsere Obrigkeiten warnen immer wieder vor dem innerlichen Gebrauch von Beinwell und beschränken den äußerlichen auf maximal 6 Wochen im Jahr. Dabei wurde Beinwell über Jahrhunderte als gesundes Gemüse geschätzt. In Europa ist definitiv kein Fall bekannt, wo es durch pyrrolizidinalkaloid-haltige Pflanzen (das ist der geächtete Wirkstoff) zu irgendeiner Schädigung kam. Wer sich mal durchs Netz googelt, wird vom Strom der Diskussionen hierüber förmlich mitgerissen. Und Kräuterleute wie ich machen sich gar strafbar, zumindest aber äußerst unbeliebt, wenn sie dagegen reden. Darum kommt hier ein Zitat von Dr. Zittlau (und nicht von mir), dass ihr lesen könnt, während ich hingebungsvoll meinen Beinwell-Frischkäse-Bratling verzehre.

Weder innerliche noch äußerliche Anwendungen von Beinwell bergen das Risiko von Nebenwirkungen, auch wenn sie über längere Zeit durchgeführt werden. Die Krebswarnungen einiger Ärzte und Chemiker entbehren einer wissenschaftlichen Grundlage.“

Meine eigenen Erfahrungen mit Beinwell sind äußerst positiv. Ich habe ihn daher auch im Garten. Sobald es irgendwo zwackt und krampft, werden Notfalls sofort ein paar Blätter gehackt und aufgelegt. Einzig meinem Enterich, der sich einen Zeh gebrochen hatte, konnte ich damit nicht beikommen. Auf Anraten einer Heilpraktiker-Freundin gab ich ihm Beinwell homöopathisch. Ja, was soll ich sagen, der Erpelfuß ist wie neu.

Aktuell habe ich sogar noch einen schwierigeren Fall: Mein Vater, hochbetagt, hat ein dickes Bein bekommen. Der Arzt erklärte hierzu, dass wohl ein Gefäß im Gelenk geplatzt sei. Normaler Weise würden die Ärzte das punktieren und Schmerz und Schwellung wären dann fort. Bei meinem Vater ist das leider nicht möglich, da er Marcumar, einen Blutverdünner, nehmen muss. Wenn überhaupt, müsste er damit ins Krankenhaus. Also aushalten und der Natur ihren Lauf lassen. Ich fragte den Arzt, ob ich blutauflösende Mittel gegen die Erguss verwenden dürfe. Er sagte, äußerlich angewendet wäre das gar kein Problem.

Also kam, frei nach Eliane Zimmermann, etwas Immortellenöl zum Einsatz. Das war hier aber wohl nicht so gut. Der Bluterguß löste sich zwar auf, verschwand aber nicht, sondern umkreist jetzt das gesamte Bein als große Fläche. Der Arzt meinte, das wäre halt bei der Anwendung von Marcumar so, da könne man nichts machen.

Also nahmen wir Beinwell. Ich habe letztes Jahr welchen geerntet und zwar mitten im Sommer. Da ist der Wirkstoff nicht mehr überwiegend in der Wurzel, also nahm ich die ganze Pflanze. Weil ich nicht wirklich eine Idee zur Konservierung hatte (und Ölansatz sowie Trockenwurzel im Haus war), zerkleinerte ich alles zusammen und fror es ein…

Das war eine Bombenidee. Jetzt konnte ich jederzeit einen (fast) Frischpflanzenumschlag machen, sogar sehr kühl, oder eben doch angewärmt. Mein Vater bekam so einen Umschlag über Nacht über das ganze Bein, der Schleim kühlte zugleich angenehm, und am nächsten Tag war es nur noch halb so dick.

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Hat ein (gefrorenes)Herz für deine Knochen – der Beinwell

Wer den Beinwell verwenden möchte, aber doch wegen der Alkaloide verunsichert ist, kann in der Apotheke pa-freie Salben kaufen (Kytta). Persönlich halte ich mehr von der Urform.

Ihr seht, über den Beinwell kann man ganze Bücher schreiben. Muss ich aber nicht, dass hat man schon gemacht:

In der Abtei Fulda könnt ihr dieses exzellente Büchlein kaufen:

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http://www.abtei-fulda.de/_SIUu5dt1zSLnMOebmb/shop/one.shop/index.html?entry=page.artikel.18

Hier werden nicht nur alle erstaunlichen Anwendungsgebiete und Heilerfolge geschildert, sondern auch die einzelnen Arten (Comfrey) erklärt.

Sooo… der Kaffeeduft kitzelt verführerisch meine Nase und ich werde mich jetzt dem (neuerdings wissenschaftlich bestätigtem) Genuss hingeben. Eine Ergänzung der Wurzelkunde folgt aber bald…

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