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Posts Tagged ‘Naturkosmetik’

Zum Verschenken oder selber freuen: Es gibt wunderschöne neue Bücher auf dem Markt:

Badespaß & feine Seifen: selbst gemacht

Ein Klick auf den Link und schon könnt ihr in diesem Büchlein blättern. Es ist druckfrisch, gerade erst auf dem Markt und in guter alter „Doleschalek-Manier“ geschrieben.

Petra Doleschalek hat einige gute Kosmetikbücher (sowohl dekorative Kosmetik, als auch Heilkosmetikbücher) verfasst. Manche sind mir zu „fremdzutatenlastig“, da kommt dann doch ein wenig zuviel Chemie (jedenfalls für meinen Geschmack) hinein, wer aber begeisterter Hobbythekrührer ist, oder eben auch in der Naturkosmetik  Kompromisse zugunsten der Haptik und Pflege eingeht, der ist gut beraten.

Ich selbst habe alle Bücher von ihr und lasse einfach die Zutaten weg (vor allem Konservierung), die mir nicht ganz zusagen. Die Cremes sind trotzdem wunderbar und wirksam und in der dekorativen Kosmetik gibt es sowieso keine Konkurrenz für Petra Doleschalek.

In ihrem Badespaßbüchlein greift sie neue Zutaten, wie z. B. das SLSA (ein hochwaschaktives Pulvertensid) auf, mit dem völlig neue Kreationen möglich sind. Ich mache seit einige Zeit feste Shampoobars damit und bin begeistert. Wer sich den Luxus leistet und bei der Zubereitung u. A. Brokkolisamenöl nutzt, kann sich Conditioner sparen. Das Brokkolisamenöl hat die guten Eigenschaften des Silikons (ohne die Bedenklichen zu übernehmen), pflegt die Haare wunderbar geschmeidig und gibt Stand.

Aber auch andere „Waschideen“, wie z. B. Badejellys (die die Firma „Lush“ schon seit langem mit Erfolg vertreibt) sind in dem Buch zu finden. Diese Jellys sind wirklich Wackelpuddings zum Waschen (sie werden aus Gelatine gemacht). Wer sie im Sommer direkt aus dem Kühlschrank holt und vielleicht sogar ein bisschen Minze drin hat, der kommt wunderbar erfrischt aus der Dusche.

Rein optisch ist das Buch nicht unbedingt ein Highlight. Aber das ist einer passionierten Kosmetikrührerin nicht wichtig. Die Rezepte sind gut, meist auch einfach, fast alle Zutaten leicht erhältlich.

Was ich bis heute vergeblich suche, ist z. B. das „Türkischrotöl“, eine Abart des Rizinusöls. Wer hier eine Bezugsquelle weiß, darf sie mir gern mitteilen.

Ein bisschen stiefmütterlich finde ich die Rezepturen von Flüssigseife oder der Kochseife behandelt. Hier weist Doleschalek dann auch auf einschlägige, meist englische, Literatur hin.

Nichtsdestotrotz gibt es von mir aber ob der neuen und auch guten Rezeptideen eine absolute Kaufempfehlung.

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Kosmetik rühren ist die eine Sache. Wer sie aber verschenken möchte, hat oft das Problem, wie er die liebevoll gemachten Stücke denn verpackt und präsentiert. Hier schafft, sowohl mit Verpackungsideen, als auch mit neuen Rezepten, ein anderes Kosmetikbüchlein Abhilfe:

Die kreative Manufaktur – Schönheit aus der Natur: Naturkosmetik selbst herstellen

Dieses Büchlein ist ein wahrer Augenschmaus und macht Appetit. So könnte man auch „Noch-Nicht-Rührer“ vielleicht bekehren. Auch hier gibt es viele neue Rezepte und Ideen und im Anschluss daran die dazu passenden liebevollen Verpackungen. Ein bisschen scheinen die Autorinnen zugunsten der Optik geschummelt zu haben. Die Shampoobars auf der Abbildung stimmen definitiv nicht mit der Rezeptur überein. Zum einen sind sie mit SLSA-Noodles gemacht, zum Anderen müssten die Bars ob der Zutaten grün sein…

Nun ja, das ist in meinen Augen aber absolut verzeihlich. Die Rezepturen sind nämlich einfach und gut. Alle konnte ich leider noch nicht testen, da ich hier bei manchen Zutaten wirklich Beschaffungsschwierigkeiten habe.

So ist der Duft „Black Kardamom“ beim besten Willen nicht aufzutreiben, dabei scheint er mir der Beschreibung nach, nahezu unwiderstehlich zu sein. Wer fündig wird, bitte mitteilen.

Auch die Metall-Schiebedosen, die wir als Lippglossdöschen vielleicht noch aus Patchouli-Räucher-Jugendtagen kennen, konnte ich nur im 500.000-Stück-Container aus China finden und die Glasdosen mit Schraubverschluss, die irgendwo in den undurchsuchten Gefilden des worldwide Web auf mich warten, werde ich von meinen Verpackungsideen streichen müssen…

Die Autorinnen nennen zwar Bezugsquellen im Buch, aber ich habe Einiges doch nicht auftreiben können. Auch hier bin ich also für Hinweise dankbar (bitte KEINE 500.000 Stück-Containerware anbieten!).

Das Buch bietet trotzdem für jeden Etwas. Es gibt raffinierte, aber ebenso ganz einfache Rezepte. Wer Weihnachtsgeschenke machen möchte, findet hier reichlich Ideen. Und wer es bis Weihnachten nicht mehr schafft, verschenkt einfach das Büchlein…

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Obwohl man Salben und Balsame auch „leicht“ dosieren kann und sie damit als sommerliche Pflege tauglich sind (z. B. auf die feuchte Haut auftragen, mit etwas Wasser in der Hand vermischen, hauchdünn benutzen), gefällt manch einem eine typische leichte Lotion während der heißen Tage besser.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, so eine Lotion oder Milch herzustellen.

Die wirklich Einfachste und sehr Erfrischende ist:

Badeöl
Pflege – Öl der Wahl
einige Kräuter oder äth. Öle

Als Kräuterzusatz empfehle ich Rosmarin. Auf der duschfeuchten Haut ein wenig dieses Öls auftragen, eventuell noch mal ganz kurz (wirklich kurz) lauwarm überduschen. Durch den Rosmarin entsteht ein frisches, leichtes, sommerliches Hautgefühl, man ist sofort wach und munter. Wunderbar fürs morgendliche Duschen vor einem aktiven Tag.

Körperfluids

Sie können auch einen Schritt weitergehen, und einen wässrigen Anteil  in das Öl bringen. Im Badeöl bringen wir ihn einfach durch manuelles Mischen unter der Dusche ein. Die Haut ist feucht und warm und nimmt das Öl gut auf. Im Fluid geben wir den wässrigen Anteil einfach in die Flasche, müssen aber auch hier manuell Mischen (schütteln!), da wir keinen Emulgator benutzen. Für sommerliche Hautöle nehme ich meist Jojobaöl, da es sehr haltbar ist und von sich aus schon Lichtschutzfaktor 4 hat.

Körperfluid

60 ml Öl

30 ml Hydrolat (Rosenwasser, Hamamelis – schön für würzige, männliche Düfte, oder ein anderes Kräuterwasser)

20 Tropfen äth. Öl nach Belieben (auch hier wieder erfrischend: Rosmarin, evtl. Minze)

Einfach mischen und vor dem Anwenden schütteln. Da wir hier mit Wasserbestandteilen aber ohne Konservierung arbeiten, nicht zu lange aufheben!

Mehr Pflegestoffe, als ein einer Parfümerie...

Sie haben es doch lieber dick? Kein Problem: Dann rühren Sie eine klassische Lotion. Der Besuch beim Kosmetikzubehörhandel ist da aber obligat.

Körperlotion

3 El Kräuter

20 ml Öl

4 g Tegomuls (Apotheke, Kosmetikhandel)

20 Tr. äth. Öle nach Wahl (z. B. Lavendel, Myrrhe)

Brühen Sie aus den Kräutern einen Tee. Am besten mit destilliertem Wasser, das erhöht die Haltbarkeit. Wenn Sie nichts im Haus haben, plündern Sie den Vorgarten und nehmen z. B. Gänseblümchen, Rosen und wer hat, auch die wunderbaren Ringelblumen. Lassen Sie den Tee 10 Minuten ziehen und auf  etwa 70 Grad abkühlen.

Nun auch das Öl-Tegomulsgemisch auf 70 Grad erwärmen und zusammen mit dem Tee in ein verschließbares Gefäss geben. Dann schütteln, alles zusammen. Eine Minute sollten Sie schon durchhalten. Wenn die Masse klumpt, noch etwas Tee nachgeben. Nach dem Abkühlen die äth. Öle hinzugeben

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Oft werde ich gefragt, was das Beste für die Haut ist. Ich sage schlicht: Mayonnaise. Ja genau, eigentlich die Mayonnaise. Allerdings würde die aus dem Lebensmittelregal etwas seltsam auf der Haut riechen. Aber genau in diesem Prinzip machen wir die nächste Körperlotion. Erinnern Sie sich bitte kurz zurück, an den Kochunterricht in der Schule: Bei der Herstellung von Mayonnaise ist Fingerspitzengefühl erforderlich:

Körperlotion – gerührt, nicht geschüttelt

6 g Kokosfett

2 g Bienenwachs

30 g Jojobaöl

60 ml Kräuterhydrolat

13 magische Tropfen äth. Öl

Erwärmen Sie die Fette auf etwa 70 Grad (Bienenwachs schmilzt erst ab 60 Grad). Parallel dazu das Blütenwasser auf die gleiche Temperatur. Nehmen Sie ihren schnellsten Rührer und geben Sie nun, wie beim Maynonnaiserühren, das Wasser Tröpfchen für Tröpfchen, ständig rührend, in die Ölmischung. Sie müssen so lange „rührend“ bleiben, bis die Masse lauwarm ist. Nun können Sie auch die äth. Öle zugeben.

Kokosfett hat einen Lichtschutzfaktor von 2, Jojobaöl, wie schon erwähnt, 4. Kokosfett zieht leicht ein und kühlt ein wenig. Nehmen Sie ein frisches Blütenwasser, für den Sommer je nach Geschmack, Rosenwasser, Lavendel, vielleicht aber auch Orangenblüte? Kreieren Sie Ihren eigenen Sommertraum!


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So neu ist er eigentlich nicht, mein Anfang. Ich habe schon im Juli letzten Jahres ein kleines Gewerbe angemeldet. Ich kam darauf, weil ich zwar immer wieder begeisterte Teilnehmer bei meinen Kräuterwanderungen und Workshops hatte, aber dann meist die Fragen kamen: „Wo bekommt man das?“ Ob es nun um Räucherwerk oder Zubehör ging. Wir leben in einer beschaulichen Gegend und es gibt wirklich nicht viele Lädchen, weder für Kräuter, noch für Esoterik im Allgemeinen. Naja, ok, zugegeben… ein paar Lädchen gibt es schon. Aber im Moment sind Engel ziemlich angesagt. Wer sich mehr mit „Erdengeln“ beschäftigen möchte, Trollen, Gnomen und mir..  ;-), der findet nicht so viel. Scheinbar ist die Mehrheit der Suchenden schon ein paar Wolken weiter als ich und schwebt in himmlischen Sphären.

Ich buddel halt immer noch gern in Mutter Erde, sammle Kräuter, braue und koche… Mache lieber eine Mond-Wurzel-Tinktur (ähnlich wie Bachblüten), schmeiss den Alchimistenkessel an, statt Engel- und Einhornessenzen zu mir zu nehmen.

Damit will ich definitiv nichts gegen diese Essenzen sagen, wirklich nicht. Es ist nur nicht mein Weg. Ich will anfassen, riechen, genießen, schwelgen. Ich bin wohl auch zu schwer für ein Engelchen. Würde selbst mit Flügeln nicht abheben.

Nun ja, ich schweife ab. Ich habe also ein kleines Gewerbe angemeldet, um mit Räuchermitteln, ein wenig Esoterik und Kräutern handeln zu dürfen. Ausgebaut hab ich das ganze erst Anfang diesen Jahres. Im Netz natürlich. Und das Geschäft läuft tatsächlich allmählich an.

Ernähren kann ich mich davon noch nicht. Klar: Der Mensch braucht sein täglich Brot, aber nicht unbedingt sein täglich Kraut. Er wäre sicherlich gesünder, wenn er Letzteres bevorzugen würde, aber das tu selbst ich nicht, weil ich leider auf die kleinen Nasch- und Esssünden stehe.

Sehr nachgefragt werden derzeit Cremes und Salben. Eigentlich verkaufe ich die nicht, mache nur Workshops. Aber die Wirkung der Cremes ist so umwerfend (wahrscheinlich weil wir pure gute Zutaten nehmen und auf die chemischen Zusätze verzichten), dass ich damit handeln könnte.

So ohne Weiteres ist das leider nicht möglich. Wir sind in Deutschland und haben einige bürokratische Hürden. Aber ich bin dabei, sie zu nehmen. Die Mitarbeit einer Chemikerin (was Pflicht ist), bahnt sich auch an.

Das ist jetzt auch bitter nötig. Habe ich mich doch letztens ziemlich weit aus dem Fenster gehängt und behauptet, wir könnten auch mal eine Creme für den Busen machen. Ja, das wollten sie alle. Aber dann auch eine, die den Busen größer macht! Klar sagte ich…

Tja.. große Klappe… da musste ich mal wieder ran an Töpfe und Tiegel. Mein Kopf rauchte.  Habe alte Rezeptbücher gewälzt, meine Studienschriften gewälzt, das Internet.. (ach da war eigentlich nichts) und habe vielversprechende Ideen gehabt. Die erste „Eine-Nummer-Größer-Creme“ ging in Produktion. Habe tatsächlich auch Freiwillige gefunden, die mal testen wollten. Bisher sind die Rückmeldungen ermutigend.

Ob ich letztendlich eine Vergrößerung schaffe… da müssen wir nochmal genauer studieren und messen. Eine Pflege schaffen wir aber mit Sicherheit. Jedenfalls durfte ich feststellen, dass die Nachfrage für Pflege dieses sensiblen Bereiches recht groß ist. Und Nachfrage heißt, ich muss es professioneller angehen. Dafür wälze ich auch Gesetze und Bestimmungen…

Sobald das erste Bunt ("Grün" wäre wohl untertrieben) kommt, juckt es in meinen Fingern...

Ich habe jedenfalls die Gunst der Stunde genutzt und schon mal wohlriechende Öle angesetzt. Später werde ich sie mit verarbeiten. Ob nun privat oder doch geschäftlich, wird sich erweisen. Meine duftenden Pflanzenschwestern waren mir jedenfalls schon mal eine große Hilfe…

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